Revision of Labour Act on Working Time Arrangements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis motion, which calls for a revision of the Labour Act, proposes that the government submit a draft law allowing companies and workers or their representatives to negotiate and implement agreements on working time arrangements. These agreements should take into account technological changes, company needs, and employee interests, as the current Labour Act is considered outdated in certain respects. The government agreed to accept the motion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 Absatz, Art. 26 ArG, Art. 26 auf, Art. 27 ArG, Art. 26 al. 2 ArG, Verordnung 2 des Arbeitsgesetzes; Revision of Labour Act on Working Time Arrangements: These agreements should take into account technological changes, company needs, and employee interests, as the current Labour Act is considered outdated in certain respects. The government agreed to accept the motion.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court used this article to refer to the government's competence to limit working hours for health protection reasons.
This article is mentioned in the context of special provisions for certain companies, which the court contrasted with the motion's broader approach.
This regulation is mentioned as a means by which the government has previously exercised its competence, in contrast to the motion's proposed direct limitation.
Volltext
19.Juni1987 N 991 Motion der Liberalen Fraktion
#ST# 87.332 Nachtarbeit auch in den 15 Betriebsarten mit wöchentlicher
Arbeitszeit von über 50 Stunden (z. B. Spitäler, Heime und
Motion Renschier Internate, Bewachungsbetriebe, Ueberwachungspersonal)
eingeführt werden müsste und dass keine neuen Sonderbe-
Höchstarbeitszeit bei Nachtarbeit stimmungen mit Nachtarbeit von über 38 Stunden erlassen
Travail de nuit. Durée maximale werden könnten.
2. Aehnlich betroffen würden die Betriebsarten, die gemäss
Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b ArG 50 Stunden (insbeson-
dere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe) pro Woche
arbeiten dürfen.
Wortlaut der Motion vom 11. März 1987 3. Etwas weniger würden durch die anbegehrte Arbeitszeit-
Der Bundesrat macht von seiner Kompetenz gemäss Arti- verkürzung diejenigen Betriebsarten betroffen, in denen
kel 26 Absatz 2 Arbeitsgesetz Gebrauch und begrenzt auf gemäss Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a ArG 45 Stunden pro
dem Verordnungsweg die Höchstarbeitszeit für die dauernd Woche gearbeitet werden darf (insbesondere Industrie). Hier
oder in Schichtarbeit regelmässig nachts arbeitenden beträgt die effektive wöchentliche Arbeitszeit der Nacht-
Arbeitnehmer auf 38 Stunden pro Woche. schichten vielfach schon heute weniger als 45 Stunden,
wobei die 38-Stunden-Woche immerhin die grosse Aus-
Texte de la motion du 11 mars 1987 nahme darstellt.
Le Conseil fédéral, faisant usage de la compétence qui lui Ein weiterer Grund, weshalb es nicht angezeigt scheint, im
est accordée à l'article 26, 2e alinéa, de la loi sur le travail, jetzigen Zeitpunkt eine Verkürzung der Arbeitszeit der in der
limite par voie d'ordonnance à 38 heures la durée maximale Nacht beschäftigten Arbeitnehmer vorzunehmen, liegt
du travail hebdomadaire des travailleurs employés régulière- darin, dass sich die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften des
ment la nuit, soit en permanence, soit par équipes. Arbeitsgesetzes gegenwärtig in Revision befinden und eine
Anpassung der Arbeitszeit an die heutigen Verhältnisse auf
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, diesem Wege zu erwarten ist. Bezüglich Nachtarbeit dürften
Bäumlin, Borei, Bratschi, Braunschweig, Clivaz, Deneys, eher Zeitzuschläge in Betracht gezogen werden als eine
Eggli-Winterthur, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Huba- absolute und gegenüber der Norm tiefere wöchentliche
cher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Höchstarbeitszeit. Den Revisionsarbeiten sollte nicht vorge-
Moritz, Longet, Nauer, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechstei- griffen werden, doch kann der vom Motionär gemachte
ner, Reimann, Robbiani, Rubi, Ruffy, Stamm Walter, Stap- Vorschlag durchaus im Sinne einer Empfehlung entgegen-
pung, Uchtenhagen (30) genommen werden.
Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass es bei der Vor-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit schrift von Artikel 26 ArG um einen an den Bundesrat dele-
Der Anteil der regelmässig nachts arbeitenden Arbeitneh- gierten Rechtsetzungsbereich geht. Die rechtliche Zulässig-
mer an der erwerbstätigen Bevölkerung ist im Steigen keit einer Motion in einem solchen Bereich ist nach konstan-
begriffen. Nicht nur im industriellen, sondern auch im tertiä- ter Praxis zu verneinen.
ren Sektor nimmt die Bedeutung der Nachtarbeit zu, sei es Was die Begründung der Motion anbetrifft, so sei darauf
in der Form von Dreischicht- und Durchlaufbetrieben oder hingewiesen, dass in dem dort erwähnten Bericht der Eidge-
Dauernachtarbeit. Diese Entwicklung ist für die seelische nössischen Arbeitskommission nicht Forderungen gestellt
und körperliche Gesundheit der Betroffenen sowie für die oder Lösungen vorgeschrieben werden, sondern lediglich
soziale Integration der Erwerbstätigen und deren Familien Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
eine immer grössere Bedrohung. Es gilt, diesem negativen aufgezeigt werden, wie sie insbesondere auf dem Wege
Trend Einhalt zu gebieten. über Gesamtarbeitsverträge und in der Betriebspraxis ver-
In Uebereinstimmung mit dem Bericht der Eidgenössischen wirklicht werden können.
Arbeitskommission (Ausschuss «Verbesserung der Arbeits-
bedingungen für Schicht- und Nachtarbeit», November Schriftliche Erklärung des Bundesrates
1985), in dem Vertreter der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Déclaration écrite du Conseil fédéral
der Wissenschaft für regelmässig nachtarbeitende Schicht- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
arbeiter Wochenarbeitszeiten von 33,06 bis 37,33 Stunden wandeln.
forderten, soll der Schutz der Gesundheit der betroffenen
Arbeitnehmer/innen im Rahmen des gesetzlichen Arbeitneh- Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
merschutzes verbessert werden.
Erfüllt der Bundesrat das Anliegen der Motion, so macht er
erstmals seit über 20 Jahren von seiner Kompetenz
Gebrauch, für bestimmte Gruppen von Betrieben und #ST# 87.335
Arbeitnehmern die Arbeitszeit aus Gründen des Gesund-
heitsschutzes zu verkürzen (Art. 26 Abs. 2 des Arbeitsgeset- Motion der Liberalen Fraktion
zes) und beschränkt sich nicht weiterhin auf den Erlass von Arbeitsgesetz. Revision
Ausnahmebestimmungen zugunsten gewisser Unterneh-
men (Art. 27 und Verordnung 2 des Arbeitsgesetzes). Motion du groupe libéral.
Loi sur le travail. Révision
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 1. Juni 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1987
Die Verkürzung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit kann Wortlaut der Motion vom 11. März 1987
mithelfen, negative Auswirkungen der Nachtarbeit auf die Die technologische Entwicklung zeitigt ihre Auswirkungen
Arbeitnehmer zu verhindern. Eine gestützt auf Artikel 26 auf Unternehmen und Arbeitnehmer; die Wünsche der
Absatz 2 des Arbeitsgesetzes (ArG) vorzunehmende undiffe- Bevölkerung in bezug auf die Arbeitszeiteinteilung verän-
renzierte Herabsetzung der Arbeitszeit auf 38 Stunden bei dern sich. Die Sozialpartener bemühen sich, Lösungen zu
Nachtarbeit, wie sie in der Motion verlangt wird, erweist sich finden, die sowohl die Bedürfnisse der Unternehmen wie
aber aus verschiedenen Gründen als problematisch. auch die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen.
1. Von der Vorschrift von Artikel 26 ArG kann in den Sonder- In Anbetracht dieser Entwicklung erscheint das Arbeitsge-
bestimmungen nach Artikel 27 ArG nicht abgewichen wer- setz in gewissen Belangen veraltet. Der Bundesrat wird
den. Das hätte zur Folge, dass die 38-Stunden-Woche bei ersucht, sobald als möglich einen Entwurf für die Revision
Motion Günter 992 N 19 juin 1987
des Arbeitsgesetzes vorzulegen, der es den Unternehmen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
und den Arbeitnehmern oder ihren Vertretern erlaubt, Ver- Die vorgeschlagene Massnahme und ihre Begründung fin-
einbarungen über die Arbeitszeiteinteilung auszuhandeln den sich im «Bericht Luftreinhalte-Konzept» vom 10. Sep-
und anzuwenden, die den technologiebedingten Verände- tember 1986. Angesichts des besorgniserregenden Zustan-
rungen Rechnung tragen und den Bedürfnissen der Unter- des unserer Wälder drängt sich eine solche Massnahme, die
nehmen sowie den Interessen der Arbeitnehmer entspre- der Bundesrat aus politischen Gründen nicht realisieren
chen. will, auf. Aus regionalpolitischen Gründen müssen die Nach-
teile bestimmter Gebiete abgegolten bzw. durch Tarifreduk-
Texte de la motion du 11 mars 1987 tionen verhindert werden.
L'évolution des technologies a des conséquences sur les
entreprises et les travailleurs. Les désirs de la population se Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
modifient quant à l'aménagement du temps de travail. Les vom 8. April 1987
partenaires sociaux s'efforcent de trouver des solutions qui Rapport écrit du Conseil fédéral du 8 avril 1987
tiennent compte à la fois des besoins des entreprises et des Der Bundesrat behandelt in seinem Bericht «Luftreinhalte-
intérêts des travailleurs. Konzept» vom 10. September 1986 an das Parlament auch
Au regard de cette évolution, la loi sur le travail paraît à das vom Motionär aufgeworfene Anliegen der Verlagerung
certains égards dépassée. Le Conseil fédéral est invité à des Ferngüterverkehrs auf die Schiene. Dass die Massnah-
présenter dans les meilleurs délais un projet de révision de men negative Auswikrungen für Berg- und wirtschaftlich
la loi sur le travail afin de permettre aux entreprises et aux bedrohte Regionen haben kann, wird im bundesrätlichen
travailleurs ou à leurs représentants d'appliquer des accords Bericht ebenfalls erwähnt.
négociés entre eux sur l'aménagement du temps de travail, Die Weiterverfolgung des Anliegens wird im Rahmen der
accords adaptés aux mutations en relation avec les nou- Ausführungsgesetzgebung zu den Verfassungsartikeln für
velles technologies et conformes aux besoins des entre- eine koordinierte Verkehrspolitik zu prüfen sein. Nach
prises et aux intérêts des travailleurs. Ansicht des Bundesrates verdienen Massnahmen zur Ver-
minderung der Emissionen der Dieselfahrzeuge und verur-
Sprecher - Porte-parole: Bonnard sachungsabhängige Abgaben allerdings den Vorrang. In
diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, den Vorstoss als
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen.
Les auteurs renoncent à développer leur intervention mais Im übrigen hat Ihr Rat bereits am 16. März 1987 einen
demandent une réponse écrite. Vorstoss der Kommission des Nationalrates vom 19. Februar
1987 in gleicher Sache als Postulat überwiesen (Ad 86.047;
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 1. Juni 1987 Postulat V).
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1er juin 1987
Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion. Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Ueberwiesen - Transmis Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
#ST# 86.815
Motion Maeder-Appenzell
#ST# 87.326
Ferngüterverkehr auf die Schiene
Transport de marchandises Motion Günter
à longues distances par rail SBB. Hygienischere Toilettenanlagen
Voitures CFF. Hygiène des toilettes
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986
Der Bundesrat wird ersucht, eine Vorlage einzubringen,
wonach Wortlaut der Motion vom 9. März 1987
1. Gütertransporte, die in der Schweiz auf der Strasse eine Der Bundesrat wird ersucht, bei den SBB die nötigen Mass-
Distanz von 100 km und mehr zurücklegen, auf der Schiene nahmen zu veranlassen, damit möglichst rasch vom über-
durchzuführen sind; holten bisherigen System auf ein umweltkonformeres,
2. die Berggebiete und die wirtschaftlich bedrohten Regio- gegen aussen geschlossenes System gewechselt wird -
nen durch Ausgleichszahlungen bzw. entsprechende abzu- auch bei schon im Betrieb befindlichen Wagen.
geltende Tarifreduktionen bei den Bahnen gegen die negati-
ven Auswirkungen einer Bestimmung nach Punkt 1 Texte de la motion du 9 mars 1987
geschützt werden. Le Conseil fédéral est prié de faire les démarches néces-
saires auprès des CFF afin que le système sanitaire suranné
Texte de la motion du 19 décembre 1986 des toilettes dans les trains soit remplacé le plus vite possi-
Le Conseil fédéral est chargé de présenter un projet pré- ble par un système écologique d'installation fermée mémo
voyant que dans les voitures qui sont déjà en service.
1. les transports de marchandises par route sur 100 km et
plus à travers la Suisse soient désormais effectués par rail; Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel-
2. des compensations soient versées aux régions de mon- meier, Jaeger, Maeder-Appenzell, Müller-Aargau, Müller-
tagne et à celles dont l'économie est menacée, ou que des Bachs, Weber Monika, Weder-Basel, Zwygart (10)
réductions appropriées des tarifs des chemins de fer, à
indemniser par ailleurs, leur soient consenties, afin de parer Schriftliche Begründung - Développement par écrit
aux effets fâcheux que pourrait entraîner pour elles l'appli- Das heutige System ist offensichtlich nicht mehr zeitge-
cation de la mesure prévue sous le premier point. mäss. Es führt zu einer Verseuchung der Umgebung der
Mitunterzeichner - Cosignataires: Grendelmeier, Günter, Bahngeleise mit Fäkalien und Darmkeimen, die alles andere
Jaeger, Weber Monika, Weder-Basel (5) als erwünscht ist. Nicht zuletzt deshalb werden die stark
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion der Liberalen Fraktion Arbeitsgesetz. Revision
Motion du groupe libéral. Loi sur le travail. Révision
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.335
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 991-992
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Ref. No 20 015 504
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