Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 87-324 KI-generiert

Air Pollution: Government Response and National Council Rejection of Drastic Measures

Geschäftsnummer VPB 87-324
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This interpellation addresses concerns about air pollution, its impact on forests and human health, and questions the government's commitment to implementing emergency measures to reduce pollution levels to those of 1960 for nitrogen oxides and hydrocarbons and 1950 for sulfur dioxide. It also inquires about ensuring compliance with air quality regulations, reducing heat energy consumption and sulfur content in heating oil, restricting motorized traffic, and resuming suspended air quality monitoring. The government responded that a comprehensive air quality concept is being developed with further measures to be reviewed and quantified, and that the air monitoring stations will continue operation with modernization efforts underway. The National Council subsequently rejected the idea of drastic measures like gasoline rationing.

Legislator-Regeste

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Art. 66 al. 1 LTF; Air Pollution: Government Response and National Council Rejection of Drastic Measures: It also inquires about ensuring compliance with air quality regulations, reducing heat energy consumption and sulfur content in heating oil, restricting motorized traffic, and resuming suspended air quality monitoring. The government responded that a comprehensive air quality concept is being developed with further measures to be reviewed and quantified, and that the air monitoring stations will continue operation with modernization efforts underway. The National Council subsequently rejected the idea of drastic measures like gasoline rationing.

Schlagwörter

KI-generiert
Luftqualität Bekämpfung der Umweltbelastungen Durchführungsverordnungen E-Government Emissionsbegrenzung Maßnahmen gegen Verschwendung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

This article likely concerns the imposition of costs, as indicated by its typical use in such resolutions.

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Volltext

Interpellation Weder-Bâle 1034 N 19 juin 1987

#ST# 87.324 digungen, und den bestehenden Schäden an Bäumen,

Gebäuden usw. werden weitere hinzugefügt. Das Zusam-

Interpellation Weder-Basel menwirken aller dieser und weiterer Gifte steigert das

Luftnotstand Gefahrenpotential in unabsehbarer Weise.

Die Stickoxide stammen zu 80 Prozent, die Kohlenwasser-

Interpellation Weder-Bâle stoffe zu 30 Prozent von Motorfahrzeugen, das Schwefel-

Pollution atmosphérique dioxid zum überwiegenden Teil aus Heizungen und Indu-

strieanlagen.

Die neuen Abgasvorschriften für Lastwagen und Motor(fahr-)

rader wie auch die Katalysatoren bringen eine gewisse Ver-

besserung, werden aber allein die verhängnisvolle Entwick-

Wortlaut der Interpellation vom 5. März 1987 lung nicht verhindern. Auch die bisher ergriffenen Massnah-

Es mehren sich die Hinweise, dass die Luftverschmutzung, men zur Verminderung der Schwefeldioxidbelastung sind

die als Primärursache des Waldsterbens feststeht, auch den ungenügend. Notstandsmassnahmen zur drastischen

menschlichen Organismus - besonders im Kindesalter - Reduktion des Treibstoffverbrauchs wie auch zur Reduktion

direkt schädigt. des Wärmeenergieverbrauchs und zur Reduktion des

Ich frage den Bundesrat an: Schwefelgehalts im Heizöl sind unerlässlich!

1. ob er bereit ist, Notstandsmassnahmen zur Verminderung Absolut unverständlich ist die an drei Orten verfügte Einstel-

der Luftverschmutzung auf den Stand 1960 für Stickoxide lung der Luftuntersuchungen «Nabel». Dem Vernehmen

und Kohlenwasserstoffe und auf den Stand 1950 für Schwe- nach soll dies aus finanziellen Gründen verfügt worden sein

feldioxid einzuleiten; und weil die alten Geräte nicht mehr den heutigen Anforde-

2. ob er in der Lage ist, die Einhaltung aller Grenzwerte rungen gerecht werden. Eine Sanierung sei erst 1988

gemäss Luftreinhalteverordnung zu gewährleisten; geplant. Das Nabel-Netz ist seit 1979 in Betrieb. Es misst -

3. ob er bereit ist, alle Massnahmen zur Reduktion des als einziges Netz - alle Luftgiftstoffe wie Schwefeldioxid,

Wärmeenergieverbrauchs unverzüglich anzuordnen und Stickstoffdioxid, Ozon und Kohlenmonoxid, ferner Schwe-

eine sofortige Reduktion des Schwefelgehalts beim Erdöl bestaub und Staubniederschläge. Aus wissenschaftlicher

(bei Heizöl EL auf höchstens 0,15 Prozent) zu verfügen; Sicht haben diese Untersuchungen eine wichtige Bedeu-

4. ob er bereit ist, die notwendigen Notstandsmassnahmen tung. Der Unterbruch ist unverzeihlich und sofort zu korri-

zur massiven Einschränkung des motorisierten Verkehrs gieren.

anzuordnen, soweit nötig mit Dringlichkeitsrecht (z. B. eine

Benzinrationierung); Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

5. ob er bereit ist, die an drei Orten (Basel, Sitten, Tänikon) vom 9. Juni 1987

unverständlicherweise eingestellten Nabel-Luft-Untersu- Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 juin 1987

chungen unverzüglich weiterzuführen und das Messnetz 1. bis 4. Im Bericht «Luftreinhalte-Konzept» vom 10. Sep-

raschmöglichst zu verdichten und zu modernisieren. tember 1986 hat der Bundesrat ausführlich zum Stand und

zur Entwicklung der Luftverschmutzung sowie zu den zu

Texte de l'interpellation du 5 mars 1987 ziehenden Konsequenzen Stellung genommen. Der Bericht

Des indices de plus en plus nombreux révèlent que la ist dem Parlament unterbreitet worden. Der Nationalrat hat

pollution de l'air, incontestablement la cause première de la das Konzept in der Märzsession 1987 als Erstrat behandelt

mort des forêts, nuit aussi directement à l'organisme des und dem Bundesrat dabei Aufträge zur Prüfung weiterer

être humains et tout particulièrement des enfants. Massnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung orteilt.

C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux Die Prüfung einschneidender Massnahmen, wie z. B. eine

questions suivantes: Benzinrationierung, hat der Nationalrat abgelehnt.

1. Est-il disposé à adopter des mesures d'urgence aux fins An seiner Sitzung vom 27. Mai 1987 hat der Bundesrat das

de ramener le taux de pollution atmosphérique à celui de weitere Vorgehen im Rahmen des «Luftreinhalte-Konzep-

1960 pour les oxydes d'azote et les hydrocarbures, et à celui tes» festgelegt. So sollen zum Teil bis Ende September, zum

de 1950 pour l'anhydride sulfureux? Teil bis Ende Dezember 1987 die erwähnten weiteren Mass-

2. Est-il en mesure d'assurer le respect des valeurs limites nahmen hinsichtlich Realisierbarkeit, konkreter Ausgestal-

conformément à l'ordonnance sur la protection de l'air? tung und Wirkung (Verminderung der Fahrleistungen, Ver-

3. Est-il disposé à prendre sans retard toutes les mesures minderung des Energieverbrauchs usw.) überprüft werden.

nécessaires pour réduire la consommation d'énergie desti- Bis Ende 1987 bzw. bis Mitte 1988 sollen die Massnahmen

née à la production de chaleur et la teneur en soufre du dann lufthygienisch quantifiziert werden. Ein erstes (weite-

pétrole (pour l'huile de chauffage extra-légère, limitation à res) Massnahmenpaket dürfte dem Bundesrat voraussicht-

0,15 pour cent)? lich Anfang 1988, ein zweites im Sommer 1988 zum

4. Est-il disposé à prendre les mesures d'urgence néces- Entscheid unterbreitet werden.

saires pour diminuer radicalement la circulation des véhi- 5. Die Messungen an den Nabel-Stationen Basel, Sion und

cules a moteur, s'il le faut, par une procédure d'urgence Tänikon werden weitergeführt. Die Abklärungen hinsichtlich

(p. ex. le rationnement de l'essence)? einer Modernisierung und Verdichtung des Nabels sind im

5. Est-il disposé à reprendre sans délai les analyses de l'air Gange.

inexplicablement interrompues à Baie, Sion et Tänikon,

ainsi qu'à développer et à moderniser le réseau d'observa- Abstimmung - Vote

tion (NABEL) le plus vite possible?

Für den Antrag auf Diskussion 42 Stimmen

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Dagegen 41 Stimmen

(Mit Stichentscheid des Präsidenten)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Belastung der Luft mit Stickoxiden, mit Kohlenwasser- Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la

stoffen und dem daraus entstehenden Ozon sowie mit réponse du Conseil fédéral.

Schwefeldioxid liegt vor allem in den Städten und Agglome-

rationen erheblich über den Grenzwerten der seit 1. März

1986 in Kraft stehenden Luftreinhalteverordnung. Der Aus-

stoss von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen hat zuneh-

mende Tendenz, derjenige von Schwefeldioxid ist auf dem

immer noch nicht befriedigenden Stand von 1960. Damit

wächst mit jedem Tag die Gefahr weiterer Gesundheitsschä-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Weder-Basel Luftnotstand

Interpellation Weder-Bâle Pollution atmosphérique

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.324

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.06.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 1034-1034

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Ref. No 20 015 556

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