Air Pollution: Government Response and National Council Rejection of Drastic Measures
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation addresses concerns about air pollution, its impact on forests and human health, and questions the government's commitment to implementing emergency measures to reduce pollution levels to those of 1960 for nitrogen oxides and hydrocarbons and 1950 for sulfur dioxide. It also inquires about ensuring compliance with air quality regulations, reducing heat energy consumption and sulfur content in heating oil, restricting motorized traffic, and resuming suspended air quality monitoring. The government responded that a comprehensive air quality concept is being developed with further measures to be reviewed and quantified, and that the air monitoring stations will continue operation with modernization efforts underway. The National Council subsequently rejected the idea of drastic measures like gasoline rationing.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Air Pollution: Government Response and National Council Rejection of Drastic Measures: It also inquires about ensuring compliance with air quality regulations, reducing heat energy consumption and sulfur content in heating oil, restricting motorized traffic, and resuming suspended air quality monitoring. The government responded that a comprehensive air quality concept is being developed with further measures to be reviewed and quantified, and that the air monitoring stations will continue operation with modernization efforts underway. The National Council subsequently rejected the idea of drastic measures like gasoline rationing.
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KI-generiertThis article likely concerns the imposition of costs, as indicated by its typical use in such resolutions.
Volltext
Interpellation Weder-Bâle 1034 N 19 juin 1987
#ST# 87.324 digungen, und den bestehenden Schäden an Bäumen,
Gebäuden usw. werden weitere hinzugefügt. Das Zusam-
Interpellation Weder-Basel menwirken aller dieser und weiterer Gifte steigert das
Luftnotstand Gefahrenpotential in unabsehbarer Weise.
Die Stickoxide stammen zu 80 Prozent, die Kohlenwasser-
Interpellation Weder-Bâle stoffe zu 30 Prozent von Motorfahrzeugen, das Schwefel-
Pollution atmosphérique dioxid zum überwiegenden Teil aus Heizungen und Indu-
strieanlagen.
Die neuen Abgasvorschriften für Lastwagen und Motor(fahr-)
rader wie auch die Katalysatoren bringen eine gewisse Ver-
besserung, werden aber allein die verhängnisvolle Entwick-
Wortlaut der Interpellation vom 5. März 1987 lung nicht verhindern. Auch die bisher ergriffenen Massnah-
Es mehren sich die Hinweise, dass die Luftverschmutzung, men zur Verminderung der Schwefeldioxidbelastung sind
die als Primärursache des Waldsterbens feststeht, auch den ungenügend. Notstandsmassnahmen zur drastischen
menschlichen Organismus - besonders im Kindesalter - Reduktion des Treibstoffverbrauchs wie auch zur Reduktion
direkt schädigt. des Wärmeenergieverbrauchs und zur Reduktion des
Ich frage den Bundesrat an: Schwefelgehalts im Heizöl sind unerlässlich!
1. ob er bereit ist, Notstandsmassnahmen zur Verminderung Absolut unverständlich ist die an drei Orten verfügte Einstel-
der Luftverschmutzung auf den Stand 1960 für Stickoxide lung der Luftuntersuchungen «Nabel». Dem Vernehmen
und Kohlenwasserstoffe und auf den Stand 1950 für Schwe- nach soll dies aus finanziellen Gründen verfügt worden sein
feldioxid einzuleiten; und weil die alten Geräte nicht mehr den heutigen Anforde-
2. ob er in der Lage ist, die Einhaltung aller Grenzwerte rungen gerecht werden. Eine Sanierung sei erst 1988
gemäss Luftreinhalteverordnung zu gewährleisten; geplant. Das Nabel-Netz ist seit 1979 in Betrieb. Es misst -
3. ob er bereit ist, alle Massnahmen zur Reduktion des als einziges Netz - alle Luftgiftstoffe wie Schwefeldioxid,
Wärmeenergieverbrauchs unverzüglich anzuordnen und Stickstoffdioxid, Ozon und Kohlenmonoxid, ferner Schwe-
eine sofortige Reduktion des Schwefelgehalts beim Erdöl bestaub und Staubniederschläge. Aus wissenschaftlicher
(bei Heizöl EL auf höchstens 0,15 Prozent) zu verfügen; Sicht haben diese Untersuchungen eine wichtige Bedeu-
4. ob er bereit ist, die notwendigen Notstandsmassnahmen tung. Der Unterbruch ist unverzeihlich und sofort zu korri-
zur massiven Einschränkung des motorisierten Verkehrs gieren.
anzuordnen, soweit nötig mit Dringlichkeitsrecht (z. B. eine
Benzinrationierung); Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
5. ob er bereit ist, die an drei Orten (Basel, Sitten, Tänikon) vom 9. Juni 1987
unverständlicherweise eingestellten Nabel-Luft-Untersu- Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 juin 1987
chungen unverzüglich weiterzuführen und das Messnetz 1. bis 4. Im Bericht «Luftreinhalte-Konzept» vom 10. Sep-
raschmöglichst zu verdichten und zu modernisieren. tember 1986 hat der Bundesrat ausführlich zum Stand und
zur Entwicklung der Luftverschmutzung sowie zu den zu
Texte de l'interpellation du 5 mars 1987 ziehenden Konsequenzen Stellung genommen. Der Bericht
Des indices de plus en plus nombreux révèlent que la ist dem Parlament unterbreitet worden. Der Nationalrat hat
pollution de l'air, incontestablement la cause première de la das Konzept in der Märzsession 1987 als Erstrat behandelt
mort des forêts, nuit aussi directement à l'organisme des und dem Bundesrat dabei Aufträge zur Prüfung weiterer
être humains et tout particulièrement des enfants. Massnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung orteilt.
C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux Die Prüfung einschneidender Massnahmen, wie z. B. eine
questions suivantes: Benzinrationierung, hat der Nationalrat abgelehnt.
1. Est-il disposé à adopter des mesures d'urgence aux fins An seiner Sitzung vom 27. Mai 1987 hat der Bundesrat das
de ramener le taux de pollution atmosphérique à celui de weitere Vorgehen im Rahmen des «Luftreinhalte-Konzep-
1960 pour les oxydes d'azote et les hydrocarbures, et à celui tes» festgelegt. So sollen zum Teil bis Ende September, zum
de 1950 pour l'anhydride sulfureux? Teil bis Ende Dezember 1987 die erwähnten weiteren Mass-
2. Est-il en mesure d'assurer le respect des valeurs limites nahmen hinsichtlich Realisierbarkeit, konkreter Ausgestal-
conformément à l'ordonnance sur la protection de l'air? tung und Wirkung (Verminderung der Fahrleistungen, Ver-
3. Est-il disposé à prendre sans retard toutes les mesures minderung des Energieverbrauchs usw.) überprüft werden.
nécessaires pour réduire la consommation d'énergie desti- Bis Ende 1987 bzw. bis Mitte 1988 sollen die Massnahmen
née à la production de chaleur et la teneur en soufre du dann lufthygienisch quantifiziert werden. Ein erstes (weite-
pétrole (pour l'huile de chauffage extra-légère, limitation à res) Massnahmenpaket dürfte dem Bundesrat voraussicht-
0,15 pour cent)? lich Anfang 1988, ein zweites im Sommer 1988 zum
4. Est-il disposé à prendre les mesures d'urgence néces- Entscheid unterbreitet werden.
saires pour diminuer radicalement la circulation des véhi- 5. Die Messungen an den Nabel-Stationen Basel, Sion und
cules a moteur, s'il le faut, par une procédure d'urgence Tänikon werden weitergeführt. Die Abklärungen hinsichtlich
(p. ex. le rationnement de l'essence)? einer Modernisierung und Verdichtung des Nabels sind im
5. Est-il disposé à reprendre sans délai les analyses de l'air Gange.
inexplicablement interrompues à Baie, Sion et Tänikon,
ainsi qu'à développer et à moderniser le réseau d'observa- Abstimmung - Vote
tion (NABEL) le plus vite possible?
Für den Antrag auf Diskussion 42 Stimmen
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Dagegen 41 Stimmen
(Mit Stichentscheid des Präsidenten)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Belastung der Luft mit Stickoxiden, mit Kohlenwasser- Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la
stoffen und dem daraus entstehenden Ozon sowie mit réponse du Conseil fédéral.
Schwefeldioxid liegt vor allem in den Städten und Agglome-
rationen erheblich über den Grenzwerten der seit 1. März
1986 in Kraft stehenden Luftreinhalteverordnung. Der Aus-
stoss von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen hat zuneh-
mende Tendenz, derjenige von Schwefeldioxid ist auf dem
immer noch nicht befriedigenden Stand von 1960. Damit
wächst mit jedem Tag die Gefahr weiterer Gesundheitsschä-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Weder-Basel Luftnotstand
Interpellation Weder-Bâle Pollution atmosphérique
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.324
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1034-1034
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Ref. No 20 015 556
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