Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 87-323 KI-generiert

Motion for Poison-Free Agriculture Transformed into Postulate

Geschäftsnummer VPB 87-323
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court considered a motion requesting a concept for agriculture without poisons, focusing on natural production methods and reduced chemical use. The government acknowledged the need for reduced chemical inputs and supported integrated and organic farming, stating efforts were already underway in research, education, and advisory services. They also considered fiscal measures to disincentivize chemical use and concluded that current activities were moving towards the motion's goals, leading them to transform the motion into a postulate for further consideration.

Legislator-Regeste

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Art. 108 al. 1 let. a LTF; Motion for Poison-Free Agriculture Transformed into Postulate: The government acknowledged the need for reduced chemical inputs and supported integrated and organic farming, stating efforts were already underway in research, education, and advisory services. They also considered fiscal measures to disincentivize chemical use and concluded that current activities were moving towards the motion's goals, leading them to transform the motion into a postulate for further consideration.

Schlagwörter

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Biologische Landwirtschaft Landwirtschaftsrecht Verunreinigung durch die Landwirtschaft Bauernbewegung neues rechtliches Vorbringen parlamentarisches Postulat
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 al. 1 let. a LTF

This provision is cited in the dispositive to convert the motion into a postulate, indicating it's a procedural measure for handling the motion.

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Volltext

19.Juni 1987 987 Motion Longet

#ST# 86.821 Lebensmittelgesetzgebung die in den Lebensmitteln zuläs-

sigen Rückstände fest.

Motion der LdU/EVP-Fraktion Der Bundesrat unterstützt alle Bestrebungen, die den Ein-

satz chemischer Hilfsstoffe vermindern sollen. Er ist aber

Konzept für eine Landwirtschaft ohne Gift der Meinung, dass ein vollständiger Verzicht auf chemische

Motion du groupe Adl/PEP Hilfsstoffe vorläufig auf dem Weg der integrierten Produk-

Agriculture naturelle tion erreicht werden, wie diese im 6. Landwirtschaftsbericht

dargestellt wurde.

Darunter wird eine Produktionsweise verstanden, die im

Einklang mit der Natur erfolgt und Hilfsstoffe schonend und

nur soweit notwendig einsetzt. In den letzten Jahren wurden

Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 die Anstrengungen zur Einführung der integrierten Produk-

Der Bundesrat wird beauftragt, ein Konzept für eine Land- tion an den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, bei

wirtschaft ohne Gift vorzulegen, um Wege aufzuzeigen, wie der Beratung und an den landwirtschaftlichen Schulen stark

ohne chemische Hilfsstoffe mit natürlichen Mitteln produ- gefördert.

ziert werden kann. Der Bund unterstützt zudem die Arbeiten auf dem Gebiet

des biologischen Landbaus. Es werden im weiteren die

Texte de la motion du 19 décembre 1986 Möglichkeiten der fiskalischen Belastung gewisser chemi-

Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer une conception de scher Hilfsstoffe geprüft, um deren Einsatz unrentabler zu

l'agriculture naturelle, conception dans laquelle il indiquera machen.

diverses possibilités de pratiquer l'agriculture sans l'aide de In der Landwirtschaft ist zurzeit viel in Bewegung, was in

produits chimiques. Richtung der Anliegen der Motion geht.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass der Bundes-

Sprecher - Porte-parole: Zwygart rat klare Vorstellungen darüber besitzt, wie mit natürlichen

Mitteln und weniger chemischen Hilfsstoffen produziert

Schriftliche Begründung - Développement par écrit werden kann. In den Bereichen Forschung, Bildung und

In der Schweiz wurden 1983 für 240 Millionen Franken Beratung wird zielbewusst und intensiv aufgrund einer sol-

Kunstdünger und für 109 Millionen Franken chemische Mit- chen Konzeption gearbeitet. Diese Aktivitäten tragen zusam-

tel aller Art verbraucht. Der Chemieunfall in Basel hat uns men mit den gesetzlichen Vorschriften und besonderen

gezeigt, dass nicht nur die Verwendung solcher Mittel für agrarpolitischen Vorkehren dazu bei, dem von der Motionä-

die Boden-, Wasser- und Luftbelastung fragwürdig ist, son- rin anvisierten Ziel näher zu kommen.

dern auch die Produktion und die Lagerhaltung dieser

Stoffe gefährlich sind. Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Damit den Landwirten ein genügendes Einkommen gesi- Déclaration écrite du Conseil fédéral

chert werden kann, braucht es neue Produktionsformen. Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-

Diese sind teilweise bereits bekannt, aber es braucht noch wandeln.

eine breit abgestützte Aufklärung. Im Interesse einer gesi-

cherten und gesunden Nahrungsmittelproduktion sind die Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

Erhaltung der Fruchtbarkeit des Bodens durch natur- und

umweltgerechte Formen wie die integrierte Produktion oder

der biologische Landbau auf breiter Ebene einzuführen.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates #ST# 87.323

vom 9. Juni 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 juin 1987 Motion Longet

Die rasche Bevölkerungszunahme des 20. Jahrhunderts, Landwirtschaft und Umwelt.

insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, erforderte Harmonisierung

grosse Anstrengungen zur Erhöhung der Nahrungsmittel-

produktion. Erfreulicherweise konnte die Produktivität Agriculture et environnement.

unserer Landwirtschaft entsprechend gesteigert werden. Harmonisation

Damit war es möglich, die wachsenden Bedürfnisse und das

veränderte Konsumverhalten der Bevölkerung zu befriedi-

gen. Bei einzelnen Erzeugnissen ergaben sich jedoch mit

der Zeit Produktionsmengen, welche die Aufnahmefähigkeit

des Markts überstiegen. Der Grund für diese Entwicklungen Wortlaut der Motion vom 5. März 1987

waren bessere Sorten im Pflanzenbau, leistungsfähigere Wir ersuchen den Bundesrat, den eidgenössischen Räten

Tierrassen, moderne Maschinen und Geräte, verbesserte Vorschläge zur Aenderung der Kriterien für die Lenkung

Arbeitstechnik sowie der Einsatz von Handelsdüngern und und Förderung der landwirtschaftlichen Produktion zu

Pflanzenschutzmitteln. unterbreiten. Die Aenderung soll bewirken, dass auf die

Seit der Einführung der Handelsdünger sowie der diversen Umwelt vermehrt Rücksicht genommen wird.

chemischen Mittel zur Bekämpfunbg von Krankheitserre- Es sind vorzusehen:

gern und tierischen Schädlingen machen einzelne Wissen- 1. Förderungsmassnahmen

schafter und Politiker auf mögliche Gefahren aufmerksam. -Anpassung der Uebernahmepreise aufgrund sparsamer

In der Schweiz werden an den landwirtschaftlichen For- Verwendung von Hilfsstoffen (Pestizide, betriebsfremde

schungsanstalten seit über 30 Jahren sämtliche Pflanzen- Dünger);

schutzmittel auf deren Eignung und Unbedenklichkeit beim -Ausgleich von Ertragsausfällen, die entstehen, weil auf

Einsatz in der Landwirtschaft geprüft, bevor sie in den Umwelt, Natur und Landschaft Rücksicht genommen wird;

Handel gelangen. Das Umweltschutzgesetz und die Stoffver- 2. Abgaben auf chemischen Hilfsstoffen (Behandlungsmit-

ordnung erweitern zudem die Kontrolle dieser Stoffe. tel, Kunstdünger);

Aufgrund des Giftgesetzes werden sämtliche chemischen 3. Ein Programm für die Förderung der Umstellung des

Hilfsstoffe, die in der Landwirtschaft verwendet werden, auf Betriebs auf biologischen Landbau.

ihre toxikologischen Eigenschaften geprüft und wenn nötig

mit Auflagen versehen (Einteilung in eine Giftklasse, Warn- Texte de la motion du 5 mars 1987

aufschriften, Verwendungsbeschränkungen). Die Verord- Le Conseil fédéral est prié de soumettre aux Chambres des

nung über Fremd- und Inhaltsstoffe setzt im Rahmen de.r propositions visant à modifier les critères appliqués à

Motion Jaeger 988 N 19 juin 1987

l'orientation et au soutien de la production agricole en vue administratif. Cette exigence est valable notamment pour les

d'un meilleur respect de l'environnement. contributions destinées à compenser l'application de

Il y a lieu d'envisager: méthodes d'exploitation respectueuses de l'environnement

1. Des mesures incitatives: et pour le renchérissement des agents de production agri-

- Prix de prise en charge modulés en fonction d'un moindre cole (engrais et produits phytosanitaires, p. ex.). Les études

usage de substances auxiliaires (pesticides, engrais exté- nécessaires sont en cour.

rieurs à l'exploitation). Il ressort de ce qui précède que le Conseil fédéral approuve

- Compensation d'un moindre rendement dû au respect de l'orientation souhaitée par l'auteur de la motion. Cependant,

l'environnement, de la nature et du paysage. de par sa teneur, l'intervention équivaut à une demande

2. Des taxes frappant les agents auxiliaires chimiques (pro- d'examen; c'est pourquoi le Conseil fédéral ne peut l'accep-

duits de traitement, engrais de synthèse). ter que sous la forme d'un postulat. Lors d'interventions

3. Un programme de soutien à la conversion d'exploitations précédentes préconisant des objectifs semblables, il a déjà

conventionnelles à la culture biologique. témoigné de sa volonté d'entreprendre, voire de poursuivre

l'examen qui s'impose.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bundi, Eggen-

berg-Thun, Euler, Fehr, Friedli, Hubacher, Jaggi, Lanz, Schriftliche Erklärung des Bundesrates

Leuenberger Moritz, Mauch, Meizoz, Morf, Nauer, Ott, Pitte- Déclaration écrite du Conseil fédéral

loud, Reimann, Robbiani, Rubi, Ruffy, Stappung, Uchtenha- Le Conseil fédéral propose de transformer la motion on

gen, Vannay, Weber-Arbon (24) postulat.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat

La problématique de la surproduction agricole, qui se mani-

feste actuellement dans pratiquement tous les secteurs, fait

apparaître au plan économique ce qui, au niveau des effets

sociaux (concentration) et écologiques, était patent depuis #ST# 87.394

longtemps. Chacun s'accorde qu'il est aujourd'hui néces-

saire de corriger cette évolution, d'autant qu'elle est large- Motion Jaeger

ment due aux instruments d'orientation et de prise en Landwirtschaftliche Hilfsstoffe.

charge mis en place en matière de production agricole.

Alors que d'aucuns visent à supprimer du moins partielle-

Lenkungsabgabe

ment ces instruments, nous pensons qu'il convient d'en Matières auxiliaires de l'agriculture.

faire un usage différent. Le Sixième rapport sur l'agriculture Taxe d'orientation

contient d'ailleurs des indications dans ce sens, les mesures

de concrétisation n'étant toutefois pas encore apparues.

Il est grand temps de moduler les instruments de la politique

agricole de manière à obtenir une agriculture vraiment res-

pectueuse de l'environnement, et de cesser de pénaliser, Wortlaut der Motion vom 20. März 1987

comme c'est le cas actuellement, ceux des producteurs qui Der Bundesrat wird beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten,

font déjà un effort particulier dans ce sens. Soulager la wonach:

pression sur le marché, c'est soulager aussi celle sur l'envi- a. Chemische Hilfsstoffe für die Landwirtschaft, insbeson-

ronnement, les sols, les animaux de rente, et finalement sur dere Handelsdünger und Pestizide, einer Lenkungsabgabe

l'agriculture elle-même, et c'est aussi favoriser la qualité de zu unterwerfen sind;

la production. Seuls seraient pénalisés ceux qui, à l'abri de b. die Abgabe entsprechend der Umweltbelastung dieser

la politique actuelle, ont développé de grandes exploitations Hilfsstoffe abzustufen ist;

industrielles à intensivité excessive. D'ailleurs, le Groupe- c. der Ertrag dieser Abgabe an die Landwirte im Verhältnis

ment des populations de montagne (SAB) ne s'y est pas zur kultivierten Fläche zurückerstattet wird oder aber zur

trompé: il présente, dans un récent rapport consacré aux Förderung besonders umweit- oder tiergerechter Produk-

disparités de revenus dans l'agriculture entre plaine et mon- tionsmethoden verwendet wird.

tagne, une série de mesures dont, précisément, la taxation

des agents auxiliaires. Rappelons enfin qu'après l'incendie Texte de la motion du 20 mars 1987

de Schweizerhalle la nécessité d'une réduction de l'emploi Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un projet prévoyant

des produits chimiques ne peut plus être contestée. C'est ce que:

qu'il s'agit maintenant de mettre en oeuvre en orientant a. les matières chimiques auxiliaires de l'agriculture,

véritablement la politique agricole dans le sens de la qualité notamment les engrais commerciaux et les pesticides, sont

et du respect de l'environnement. Cette réorientation bénéfi- soumis à une taxe d'orientation;

ciera finalement aussi indirectement à l'agriculture de mon- b. cette taxe doit être calculée en fonction de la pollution

tagne qui est une utilisatrice très faible de produits auxi- provoquée par les matières en question;

liaires. c. Le produit de cette taxe sera soit remboursé aux agricul-

teurs proportionnellement à la surface qu'ils cultivent, soit

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates utilisé pour encourager les méthodes de production, surtout

vom 20. Mai 1987 celles qui tiennent particulièrement compte de l'environne-

Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 mai 1987 ment et des prescriptions sur la protection des animaux.

La production de denrées alimentaires de haute qualité et le

maintien d'un environnement offrant des conditions de vie Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Borei, Braun-

valables occupent une place de choix dans la politique schweig, Deneys, Dünki, Euler, Gloor, Grendelmeier, Gün-

agricole. Le Conseil fédéral l'a clairement souligné dans son ter, Jaggi, Leuenberger Moritz, Longet, Maeder-Appenzoll,

6e rapport sur l'agriculture. Ces derniers temps, des efforts Mauch, Müller-Aargau, Neukomm, Gehen, Rebeaud, Ruffy,

particuliers ont été déployés en vue d'introduire, le cas Seiler, Stappung, Uchtenhagen, Weder-Basel, Widmer, Zwy-

échéant, de renforcer les mesures allant dans le sens d'une gart (25)

prise en compte plus conséquente des aspects écologiques

au niveau de la production agricole. Dans ce contexte, les Schriftliche Begründung - Développement par écrit

mesures mises à discussion par l'auteur de la motion consti- Der massive Einsatz chemischer Hilfsstoffe ist eine der Ursa-

tuent aussi une approche possible. Vu leur complexité, il chen unserer intensiven landwirtschaftlichen Produktion

importe toutefois, avant de penser à les introduire, de les und damit der Absatz- und Umweltprobleme im Bereich der

examiner sous tous les aspects écologique, économique et Agrarwirtschaft. Eine Reduktion des Einsatzes derartiger

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Longet Landwirtschaft und Umwelt. Harmonisierung

Motion Longet Agriculture et environnement. Harmonisation

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.323

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.06.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 987-988

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Ref. No 20 015 499

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