Swiss Claims for Soviet Property Expropriations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation concerns Swiss citizens' claims for compensation for property lost due to Bolshevik expropriations in the Soviet Union and its annexed territories. The Swiss government acknowledges ongoing discussions with the USSR since 1972 regarding these claims, particularly those related to Baltic states and western regions of the Russian SFSR, Ukraine, Belarus, and Moldova. However, significant divergences persist, with the USSR showing no willingness to compensate for major claims, such as those concerning former East Prussia and land in general. Despite diplomatic proposals and renewed interest in 1986, the USSR has not responded, and no further talks have occurred. The government is unable to provide specific figures for the total claims, but will continue diplomatic efforts to reach an acceptable resolution.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwiss Claims for Soviet Property Expropriations: The Swiss government acknowledges ongoing discussions with the USSR since 1972 regarding these claims, particularly those related to Baltic states and western regions of the Russian SFSR, Ukraine, Belarus, and Moldova. However, significant divergences persist, with the USSR showing no willingness to compensate for major claims, such as those concerning former East Prussia and land in general. Despite diplomatic proposals and renewed interest in 1986, the USSR has not responded, and no further talks have occurred. The government is unable to provide specific figures for the total claims, but will continue diplomatic efforts to reach an acceptable resolution.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
19.Juni 1987 N 1007 Interpellation Ziegler
Schriftliche Erklärung des Büros Schadenersatz für Besitzverluste durch bolschewistische
Déclaration écrite du Bureau Enteignungen verlangen. In diesem Zusammenhang stellt
Das Büro ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. sich erneut die Frage der Guthaben schweizerischer Staats-
bürger in der Sowjetunion und in annektierten Gebieten der
Ueberwiesen - Transmis UdSSR.
Da wohl noch viele Nachkommen der zurückgekehrten
Russlandschweizer von 1917/18 am Leben sind, die damals
ihre ganze Existenz verloren haben, wird der Bundesrat um
#ST# 87.377 Antwort auf die Frage ersucht, ob und wie weit er in dieser
Angelegenheit geeignete Schritte unternommen hat und ob
Postulat Wick ein für die Schweiz akzeptables Verhandlungsergebnis
erreicht werden konnte bzw. erreicht werden kann.
Informatik in den Parlamentsdiensten
Services du Parlement. Informatisation Texte de l'interpellation du 2 mars 1987
Grâce à un accord passé entre le ministre britannique des
Affaires étrangères, Sir Geoffrey Howe, et son collègue
soviétique, M. Edouard Chevardnadze, des milliers de Bri-
tanniques peuvent demander des indemnisations pour les
Wortlaut des Postulates vom 19. März 1987 biens perdus lors des nationalisations bolcheviques. Cela
Zurzeit ist es für Parlamentarier schwierig, beim Dokumen- pose à nouveau la question des biens que des citoyens
tationsdienst Auskunft über die neuesten persönlichen Vor- suisses possédaient en URSS ou dans les territoires an-
stösse zu erhalten, da diese auf seinem Datenbanksystem nexés.
nicht mehr abrufbar sind. Auch dauert die Herausgabe des Du fait que les Suisses de Russie qui sont revenus en 1917
«Amtlichen Bulletins» durch das Generalsekretariat trotz ou 1918 en ayant tout perdu, ont encore beaucoup de
Einführung eines Textsystems länger als bisher. descendants, le Conseil fédéral est prié de dire s'il a entre-
Die Büros werden eingeladen, dem Parlament einen aus- pris des démarches pour résoudre ce problème, quels en
führlichen Bericht über den Stand der Informatik in den sont les développements et si les négociations ont pu ou
Parlamentsdiensten wie auch über die Kompatibilität des peuvent déboucher sur une solution acceptable pour la
eingeführten Softwaresystems des Generalsekretariates und Suisse.
des bereits längere Zeit bestehenden Systems des Doku-
mentationsdienstes vorzulegen. Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun
Texte du postulat du 19 mars 1987 Schriftliche Begründung - Développement par écrit
II est actuellement difficile aux membres du Parlement d'ob- Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf meine Interpellation
tenir auprès du Service de documentation des informations vom 8. Dezember 1980 betreffend «Schweizer Guthaben in
sur les interventions personnelles déposées récemment, car annektierten Gebieten der UdSSR» erklärt, dass er für die
elles ne sont plus accessibles une fois dans la banque de offenen vermögensrechtlichen Forderungen gegenüber der
données. D'autre part, la publication du Bulletin officiel par UdSSR seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im
le Secrétariat général est plus lente qu'autrefois, malgré Jahre 1946 eine Regelung anstrebe und dass das Departe-
l'introduction d'une machine de traitement de textes. ment für auswärtige Angelegenheiten weiterhin versuchen
Les bureaux sont invités à présenter au Parlement un rap- werde, die in grundlegenden Fragen bestehenden Divergen-
port circonstancié sur l'état de l'informatisation dans les zen auszuräumen. Der Antwort war weiter zu entnehmen,
services du Parlement, ainsi que sur la compatibilité entre le dass der Bundesrat in der «gegenwärtigen Phase der
progiciel du Secrétariat général, qui est de création récente, Gespräche» noch keine zuverlässigen Zahlen über das Aus-
et le système du Service de documentation, en activité mass der schweizerischen Forderungen angeben könne.
depuis un certain temps déjà. Die Oeffentlichkeit wäre deshalb auch sehr interessiert, Aus-
kunft über das Ausmass dieser Forderungen zu erhalten.
Mitunterzeichner-Cosignataires: Baggi, Bircher, Darbellay,
Eppenberger-Nesslau, Früh, Grassi, Oester, Petitpierre, Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Wyss (9) vom 1. Juni 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1987
Schriftliche Erklärung des Büros vom 1. Juni 1987 Das zwischen Grossbritannien und der Sowjetunion 1986
Déclaration écrite du Bureau du 1er juin 1987 abgeschlossene Abkommen über die Erledigung der gegen-
Das Büro ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. seitigen Entschädigungsforderungen aus der Zeit vor 1939
wird es nach unseren Informationen erlauben, im Zuge der
Ueberwiesen - Transmis Ereignisse nach 1917 in Russland erlittene britische Vermö-
gensverluste teilweise abzugelten. Das Zustandekommen
dieses Abkommens ist vor allem darauf zurückzuführen,
dass die UdSSR aus wirtschaftlichen Ueberlegungen auf in
#ST# 87.302 Grossbritannien gesperrte russische Bankguthaben verzich-
tet hat. Grossbritannien wird nun diese Guthaben zur
Interpellation Ziegler Entschädigung seiner Staatsangehörigen verwenden kön-
nen. Was die Schweiz sowie andere Staaten betrifft, beste-
Besitzverluste von Schweizern durch hen dagegen nicht dieselben Voraussetzungen für eine all-
Enteignung in der UdSSR. Schadenersatz fällige Regelung dieser sogenannten Revolutionsschäden
Expropriation de biens suisses en mit der Sowjetunion, die sich deren Abgeltung seit jeher
URSS. Indemnisations widersetzt hat.
Wie der Bundesrat in seiner vom Interpellanten erwähnten
Stellungnahme am 11. Februar 1981 dargelegt hat, konnten
zwar seit 1972 mit der Sowjetunion Vorgespräche über die
schweizerischen Entschädigungsansprüche geführt wer-
Wortlaut der Interpellation vom 2. März 1987 den, die die baltischen Staaten und die westlichen Teile der
Aufgrund einer Einigung zwischen dem britischen Aussen- Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik
minister Sir Geoffrey Howe und seinem sowjetischen Kolle- sowie die Ukraine, Weissrussland und Moldavien betreffen.
gen Eduard Schewardnadse können Tausende von Briten Leider gelang es aber bis heute nicht, die dabei zutage
Interpellation Mari 1008 N 19 juin 1987
getretenen Divergenzen in grundlegenden Fragen zu besei- péens sont représentés. Un premier (et modeste) accord sur
tigen. So zeigt die Sowjetunion insbesondere nach wie vor la limitation des émissions a pu être conclu au sein de cet
keine Bereitschaft, die gewichtigsten schweizerischen organe. Il est très important d'unir tous les efforts pour
Ansprüche zu entschädigen, nämlich diejenigen betreffend poursuivre ce travail de façon constante et énergique.
das ehemalige Ostpreussen und Grund und Boden über- Le Conseil fédéral est-il prêt à user de toute son influence
haupt. Es wurden demzufolge auch keine weiteren Gesprä- pour que l'on arrive dans un délai raisonnable, à la conclu-
che mehr geführt. sion et à l'extension de traités transfrontaliers réunissant
In Anbetracht dieser Situation hat das Departement für tous les pays d'Europe? Le Conseil fédéral est-il prêt à faire
auswärtige Angelegenheiten der UdSSR 1985 auf diplomati- des propositions allant dans ce sens par l'intermédiaire de la
schem Weg die Fortsetzung der Gespräche unter Einbezug délégation suisse? Considère-t-il comme nous que ces
dieser streitigen Punkte vorgeschlagen. Sodann wurde mesures visent un des buts prioritaires de notre politique
anlässlich des Besuchs von Bundesrat Aubert in Moskau der étrangère?
sowjetischen Seite im September 1986 das schweizerische
Interesse, diese Angelegenheit einer beidseits befriedigen- Mitunterzeichner- Cosignataire: Müller-Scharnachtal (1 )
den Lösung zuzuführen, erneuert. Eine sowjetische Antwort
steht jedoch bis jetzt aus. Das Departement für auswärtige Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Angelegenheiten wird seine Bemühungen um ein für die vom 9. Juni 1987
Schweiz akzeptables Ergebnis fortsetzen. Anlässlich der Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 juin 1987
geplanten Reise nach Moskau von Staatssekretär Brunner 1. Die umweltgerechte Nutzung der natürlichen Ressourcen
im Herbst 1987 wird die Frage erneut aufgegriffen werden. ist eine Grundvoraussetzung für unser eigenes Wohlbefin-
Was das Ausmass der schweizerischen Entschädigungsfor- den und jenes der kommenden Generationen auf dieser
derungen gegenüber der Sowjetunion betrifft, können nach Erde. Um dies sicherzustellen, bedarf es angesichts der
wie vor keine Zahlen genannt werden. bestehenden Gefährdung energischer nationaler und inter-
nationaler Massnahmen: Die Schweiz hat ein eminentes
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Interesse daran, die Behebung und Verhinderung von
Conseil fédéral. Umweltschäden und ihre völkerrechtliche Regelung in
einem weiteren Rahmen anzugehen, sei es mit unseren
direkten Nachbarn oder in multilateralen Verhandlungen
oder in internationalen Organisationen.
#ST# 87.325 Dass Umweltzerstörungen in einem Land direkte Auswir-
kungen auf andere Länder haben können, wissen wir nicht
Interpellation Hari erst seit den Industrieunfällen der letzten Zeit. Ferner wer-
den regionale Umweltprobleme wie etwa die Ausbreitung
Umweltschutz. der Wüsten, die Zerstörung der tropischen Regenwälder
Internationale Verträge oder die Verschmutzung der Meere, die oft in Armut und
Protection de l'environnement. Bevölkerungsdruck verwurzelt sind, ökologische, wirt-
Conventions internationales schaftliche und politische Folgen haben, die über die
Region hinausgehen und globale Ausmasse annehmen kön-
nen. Das gilt auch für die durch menschliche Aktivitäten
verursachten Veränderungen der Atmosphäre, besonders
die Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht durch
Wortlaut der Interpellation vom 5. März 1987 Fluorchlorkohlenwasserstoffe oder die Anreicherung und
Ein wirksamer Umweltschutz setzt in hohem Masse grenz- damit die Erwärmung derJroposphäre durch Kohlendioxid,
überschreitende Abmachungen voraus. Leider sind bis die zu Wachstums- und Gesundheitsstörungen und zu Kli-
heute auf diesem Gebiet nur sehr begrenzte Erfolge erzielt maveränderungen führen könnten, deren Umfang und Aus-
worden. Von den Erklärungen des Europarates bis zum wirkungen noch nicht abschätzbar sind.
Vollzug entsprechender Konventionen wird zuviel wertvoll- Als Industrieland mit beträchtlichem Aussenhandel und
ster Zeit verloren. Zudem sind die Oststaaten weder im einer fortschrittlichen Umweltgesetzgebung muss sich die
Europarat noch in der EG vertreten. Schweiz dafür einsetzen, dass es zu einer internationalen
Anders in der Uno-Wirtschaftskommission für Europa, wo Abstimmung und Harmonisierung der Umweltmassnahmen
sämtliche europäischen Staaten von Belang vertreten sind. kommt, weil unterschiedliche Umweltauflagen zu Verzerrun-
Ein erstes bescheidenes Abkommen über die Begrenzung gen der Wettbewerbsbedingungen führen. Schliesslich ist
von Emissionswerten konnte in diesem Gremium abge- die Schweiz immer darum bemüht, dass die internationalen
schlossen werden. Es ist von grosser Wichtigkeit, dass alle Bestrebungen koordiniert verlaufen und Doppelspurigkei-
Anstrengungen unternommen werden, diese Arbeit zügig ten vermieden werden. Dazu gehört auch die von sachlichen
und energisch voranzutreiben. und politischen Ueberlegungen bestimmte Wahl des geeig-
Ist der Bundesrat bereit, seinen ganzen Einfluss geltend zu neten internationalen Rahmens.
machen und über die schweizerische Delegation Anträge 2.1 Zur Regelung von Problemen des grenznahen Umwelt-
einzubringen, die auf einen Abschluss und Ausbau grenz- schutzes und besonders auch des Gewässerschutzes
überschreitender, alle europäischen Staaten einbeziehen- besteht seit Jahren ein dichtes, zur Zufriedenheit der Par-
der Verträge innert nützlicher Frist abzielen? Erblickt der teien funktionierendes und flexibles Netz von Verträgen und
Bundesrat in solchen Massnahmen mit uns ein Ziel von Kommissionen. Die Bedeutung der Internationalen Kommis-
hoher aussenpolitischer Priorität? sion zum Schutz des Rheins gegen Verunreinigung als
Instrument der regionalen Zusammenarbeit wurde beispiels-
Texte de l'interpellation du 5 mars 1987 weise erneut unter Beweis gestellt, als ihr nach dem Gross-
L'efficacité de la protection de l'environnement dépend en brand von Schweizerhalle eine Reihe von zusätzlichen Auf-
grande partie de la conclusion d'accords transfrontaliers. gaben in den Bereichen Informationsaustausch, Verbesse-
Malheureusement, aujourd'hui, on n'est arrivé dans ce rung des Alarmsystems und Wiederherstellung übertragen
domaine qu'à des succès très limités. Des déclarations du wurde.
Conseil de l'Europe à l'exécution des conventions qui leur 2.2 Der Europarat hat in den bald vierzig Jahren seines
font suite, on perd trop de temps, un temps pourtant très Bestehens eine reiche Erfahrung auf den Gebieten des
précieux. De plus, les pays de l'Est ne font partie ni du Natur- und Landschaftsschutzes und der Bewahrung der
Conseil de l'Europe, ni de la CE. Kulturräume erworben. Sein Uebereinkommen über die
Il en va autrement à la Commission économique pour l'Eu- Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und
rope de l'ONU où, et c'est important, tous les pays euro- Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Berner Konven-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Ziegler Besitzverluste von Schweizern durch Enteignung in der UdSSR.
Schadenersatz
Interpellation Ziegler Expropriation de biens suisses en URSS. Indemnisations
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.302
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1007-1008
Page
Pagina
Ref. No 20 015 531
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.