Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 87-204 KI-generiert

Swiss Penal Code Reforms: Short Sentences, Work Penalties, and Judicial Bans

Geschäftsnummer VPB 87-204
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The canton proposed reforms to the Swiss Penal Code to address issues with short prison sentences, which contribute to prison overcrowding and have limited rehabilitative effect. The proposals included raising the threshold for suspended sentences, introducing mandatory work as a principal penalty, establishing a day-fine system, and implementing judicial driving bans. Additionally, the canton suggested reforms to prison sentence execution, such as enabling conditional release after serving half the sentence, increasing judicial discretion in cases of re-offense, and formalizing semi-custody and semi-liberty regimes. The commission noted that these proposals align with existing reform efforts and expert recommendations, though they are not the most pressing issues in the ongoing revision of the penal code.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Absatz, Art. 41 StGB, Art. 38 StGB, Art. 37 StGB, Art. 38 CPS, Art. 37 CPS; Swiss Penal Code Reforms: Short Sentences, Work Penalties, and Judicial Bans: The proposals included raising the threshold for suspended sentences, introducing mandatory work as a principal penalty, establishing a day-fine system, and implementing judicial driving bans. Additionally, the canton suggested reforms to prison sentence execution, such as enabling conditional release after serving half the sentence, increasing judicial discretion in cases of re-offense, and formalizing semi-custody and semi-liberty regimes. The commission noted that these proposals align with existing reform efforts and expert recommendations, though they are not the most pressing issues in the ongoing revision of the penal code.

Schlagwörter

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Justizreform Haftordnung Strafzumessung bedingte Entlassung kurzfristige Festhaltung Revision des Strafurteils
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 93 al. 2 BV

The initiative is based on this article of the Federal Constitution, which allows cantons to submit proposals to the federal authorities.

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Volltext

Initiative du canton de Bàie-Ville 1906 N 16 décembre 1988

ger, Scherrer, Schmidhalter, Schnider, Schule, Schwab, Statistik entfallen etwa 80 Prozent aller ausgesprochenen

Segmüller, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steffen, Theubet, Freiheitsstrafen auf Strafen bis zu 6 Monaten. Dieise Kurz-

Tschuppert, Wanner, Weber-Schwyz, Wellauer, Widrig, strafen sind mit ein Grund für die derzeitige Ueberbelegung

Wyss Paul, Wyss William, Zbinden Paul, Zwingli (88) aller schweizerischen Strafvollzugsanstalten. Bei der Revi-

sion des Allgemeinen Teils des StGB ist ein Sanktionssy-

Für den Antrag der Minderheit stimmen die folgenden Rats- stem anzustreben, das auf die Androhung von Kurzstrafen

mitglieder: verzichtet und an deren Stelle andere, nicht freihe tsentzie-

Votent pour la proposition de la minorité: hende Strafen treten lässt.

Aguet, Ammann, Aubry, Bär, Bäumlin' Richard, Bäumlin Der Kanton Basel-Stadt, gestützt auf Artikel 93 Absatz 2 der

Ursula, Béguelin, Bodenmann, Bonvin, Borei, Braun- Bundesverfassung, lädt daher die eidgenössischen Räte ein,

schweig, Brügger, Carobbio, Cevey, Couchepin, Danuser, folgende Vorschläge für die Aenderung des Scnweizeri-

David, Déglise, Diener, Ducret, Dünki, Eggenberg-Thun, schen Strafgesetzbuches zu prüfen.

Fankhauser, Fetz, Fierz, Grendelmeier, Günter, Hafner 1. Reformvorschläge betreffend die Strafen

Ursula, Haller, Herczog, Hildbrand, Hubacher, Jaeger, Jean- a. Artikel 41 StGB: Bedingter Strafvollzug

prêtre, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuen- - Erhöhung der bisher geltenden Grenze für bedingt ausge-

berger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Maeder, sprochene Strafen von heute 18 Monaten auf 30 Monate.

Martin, Matthey, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Meizoz, b. Verpflichtung zu einer Arbeitsleistung

Morf, Nabholz, Neukomm, Oester, Ott, Paccolat, Petitpierre, - Einführung der Verpflichtung zu einer Arbeitsleistung als

Philipona, Pitteloud, Rebeaud, Rechsteiner, Reimann Fritz, selbständige Hauptstrafe im ErwachsenenstrafrecH, analog

Ruffy, Salvioni, Schmid, Seiler Rolf, Spielmann, Stamm, der bewährten Regelung im Jugendstrafrecht.

Stappung, Thür, Uchtenhagen, Ulrich, Weder-Basel, Wid- c. Tagesbussensystem

mer, Wiederkehr, Zbinden Hans, Ziegler, Züger, Zwygart(75) - Einführung eines Tagesbussensystems anstelle von kur-

zen Freiheitsstrafen. Dieses System geht vom Tagesver-

Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: dienst des Verurteilten aus und verhängt die Busse in Tages-

Daepp, Zölch (2) sätzen. Die Zahl der Tagessätze entspricht dem Mass des

Verschuldens; die Höhe des Betrags des einzelnen Tages-

Abwesend sind die folgenden Ratsmitglieder - Sont ab- satzes entspricht den wirtschaftlichen Verhältnissen des

sents: Verurteilten. Ein Tagessatz kann zwischen 5 und 1000 Fran-

Aregger, Berger, Biel, Bircher, Blocher, Brélaz, Bundi, ken betragen und für 2 bis 360 Tage verhängt werden.

Caccia, Cavadini, Cotti, Etique, Euler, Fehr, Frey Walter, d. Das richterliche Fahrverbot

Graf, Hafner Rudolf, Hess Otto, Houmard, Kohler, Leuba, - Einführung eines richterlichen Fahrverbots von einem

Luder, Maitre, Mauch Rolf, Müller-Aargau, Oehler, Pidoux, Monat bis zu drei Jahren als Hauptstrafe für d ejenigen

Pini, Rutishauser, Sager, Segond, Spalti, Steinegger, Stok- Delinquenten, die als Teilnehmer am öffentlichen Strassen-

ker, Stucky (34) verkehr eine strafbare Handlung begingen. Das bedeutet,

dass ein Fahrverbot ausgesprochen werden kann, wenn

Präsident Iten stimmt nicht sich die Straftat in der Verletzung einer Verkohrsregel

M. Iten, président, ne vote pas erschöpft, aber auch, wenn die zu beurteilende Tat auf ein

solches Verhalten zurückgeht.

II. Reformvorschläge betreffend die Vorschriften über den

Vollzug von Strafen

#ST# 87.204 a. Artikel 38 StGB: Bedingte Entlassung aus dem Straf-

vollzug

Standesinitiative Basel-Stadt - Ermöglichung der bedingten Entlassung aus dorn Straf-

Strafgesetzbuch. Aenderung vollzug nach der Verbüssung der Hälfte der Strafzeit bei

günstiger Prognose des Verurteilten.

Initiative du canton de Bàie-Ville - Einräumung eines Ermessensspielraums für dio zustän-

Code pénal. Modification dige Behörde, dass bei einer erneuten Verurteilung nicht

zwingend die Rückversetzung in den Strafvollzug angeord-

Beschluss des Ständerates vom 8. Dezember 1987 net werden muss.

Décision du Conseil des Etats du 8 décembre 1987 b. Artikel 37 StGB: Halbfreiheit

- Aufnahme des Instruments der Halbfreiheit ins Schweizeri-

sche Strafgesetzbuch. Danach soll ein Insasse in einer Straf-

anstalt im Sinne einer Vorbereitung auf das Leben in der

Freiheit in eine offener geführte Anstalt oder in ein Ueber-

Herr Hess Peter unterbreitet im Namen der Petitions- und gangsheim versetzt werden können.

Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen c. Halbgefangenschaft

Bericht: - Regelung des Instituts der Halbgefangenschaft im Schwei-

zerischen Strafgesetzbuch. Danach soll jedem bis zu sechs

1.0er Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt reichte am Monaten Freiheitsentzug Verurteilten im Sinne eines

11. Juni 1987 eine Standesinitiative ein. Er beantragt mit Rechtsanspruchs der Vollzug der Freiheitsstrafe in Form der

folgender Begründung Reformen betreffend die Strafen und Halbgefangenschaft gewährt werden.»

die Vorschriften über den Vollzug von Strafen: 2. Die Petitions- und Gewährleistungskommission prüfte die

«Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt begrüsst die Standesinitiative am 7. November 1988. Sie stellte fest, dass

Reformbestrebungen betreffend die Revision des Allgemei- die Standesinitiative des Kantons Basel-Stadt zur Aende-

nen Teils des Schweizerischen Strafgesetzbuchs, wie sie rung des Schweizerischen Strafgesetzbuches inhaltlich kein

durch den Bericht und Vorentwurf von Professor Dr. Hans Neuland betritt, sondern auf andere Vorstösse gleicher Art

Schultz in Gang gebracht worden sind, und teilt die im folgt.

Bericht zum Ausdruck gebrachte Ueberzeugung, dass die Die Revision des Strafgesetzbuches gibt seit Juhren zu

freiheitsentziehende Strafe das letzte Mittel der Rechtsord- Diskussionen Anlass. Bereits 1973 hat Bundesrat Furgler als

nung darstellt. Die schädlichen Wirkungen einer Freiheits- damaliger Vorsteher des Justizdepartementes den bekann-

strafe sollten möglichst verhindert werden; wo sie unaus- ten Straf rechtsieh rer, Professor Schultz, beauftragt, den All-

weichlich sind, muss ihnen entgegengewirkt werden. gemeinen Teil des Strafgesetzbuches im Sinne eines Vor-

Vor allem beim Vollzug von kurzen Freiheitsstrafen hat die entwurfs mit Erläuterungen zu prüfen. Bericht und Vorent-

Praxis deutlich gezeigt, dass dadurch kaum resozialisie- wurf liegen seit März 1985 vor. Die Vorschläge, die darin

rende Wirkung auf die Täter erwartet werden kann. Nach der enthalten sind, dienen heute einer Expertenkommission, die

16. Dezember 1988 N 1907 Standesinitiative Basel-Stadt

der Bundesrat im März 1987 unter dem Präsidium von mentation applicable aux enfants et aux adolescents, qui a

Professor Krauskopf eingesetzt hat, als Grundlage ihrer fait ses preuves.

Arbeiten. c. Système des jours-amendes

Die Begehren des Kantons Basel-Stadt stimmen mit den - Remplacement des courtes peines privatives de liberté par

Vorschlägen überein, welche Professor Schultz dem Bun- un système d'amendes permettant de tenir compte du

desrat unterbreitet hat und die jetzt von der Expertenkom- revenu de la personne condamnée. L'amende est infligée en

mission überprüft werden. So entsprechen die Reformvor- jours-amendes. Le nombre des jours-amendes exprime la

schläge der Standesinitiative betreffend den bedingten gravité de la faute commise, alors que le montant du jour-

Strafvollzug Artikel 57 des Vorentwurfs Schultz, jener betref- amende est proportionnel au revenu de la personne

fend die Verpflichtung zu einer Arbeitsleistung Artikel 41 condamnée. Le montant du jour-amende se situe entre

des Vorentwurfs, jener betreffend Tagesbussensystem Arti- 5 francs et 1000 francs. L'amende peut être infligée pendant

kel 33 des Vorentwurfs, jener betreffend richterliches Fahr- 2 à 360 jours.

verbot Artikel 37 des Vorentwurfs, jener betreffend bedingte d. Interdiction de conduire

Entlassung aus dem Strafvollzug Artikel 87 Ziffer 1 des Vor- - Introduction de l'interdiction de conduire pendant une

entwurfs, jener betreffend Ermessensspielraum bei Rückfäl- durée d'un mois à une année comme peine principale pour

ligkeit Artikel 87 Ziffer 5 des Vorentwurfs, jener betreffend toutes les personnes qui ont commis un acte pénalement

Halbfreiheit Artikel 87 Ziffer 4 und 5 des Vorentwurfs und répréhensible en circulant sur la voie publique. Autrement

jener betreffend Halbgefangenschaft Artikel 35 Ziffer 3 des dit, l'interdiction de conduire peut être prononcée non seu-

Vorentwurfs Schultz. lement lorsque l'acte pénalement répréhensible se limite à la

Es ist unbestritten, dass die Standesinitiative wichtige Pro- violation d'une règle de la circulation, mais aussi lorsque

bleme des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches auf- l'acte en cause découle d'une telle violation.

greift, wenn es auch nicht die brennendsten Fragen einer II. Propositions de modification relatives aux dispositions

Strafrechtsrevision sind. Mehr ins Gewicht fallen beispiels- régissant l'exécution des peines

weise die Frage nach der Aufhebung des Begriffs «Zucht- a. Article 38 CPS: Libération conditionnelle

haus» gegenüber dem Begriff «Gefängnis» oder die Frage -Introduction d'une possibilité de libérer conditionnelle-

nach dem Verhältnis zwischen Verbrechen und Vergehen. ment la personne condamnée qui a purgé la moitié de sa

Alle diese Fragen befinden sich zur Zeit bei der Verwaltung peine lorsque les chances de réinsertion paraissent bonnes.

in Bearbeitung. Zum Teil sind die Begehren, wie z. B. die - Aménagement d'une marge d'appréciation à l'intention de

Halbgefangenschaft, aufgrund der bestehenden Gesetzge- l'autorité compétente, de sorte qu'une nouvelle condamna-

bung in den Kantonen bereits erfüllt. tion n'entraîne pas forcément la réincarcération de la per-

sonne condamnée.

b. Article 37 CPS: Semi-liberté

M. Hess Peter présente au nom de la Commission des

- Introduction de la semi-liberté dans le code pénal suisse.

pétitions et de l'examen des constitutions cantonales le

Cette institution a pour but de permettre aux détenus de se

rapport écrit suivant:

préparer dans un établissement plus ouvert ou dans un

foyer de transition au retour à la vie en liberté.

1. Le Grand Conseil de Baie-Ville a déposé une initiative le c. Semi-détention

11 juin 1987. Pour les motifs suivants, il y propose des - Réglementation de la semi-détention dans le code pénal

réformes concernant les peines et la révision des disposi- suisse. Toutes les personnes condamnées à une peine priva-

tions relatives à leur exécution: tive de liberté de six mois au plus auraient ainsi le droit de

«Le Grand Conseil du canton de Baie-Ville se réjouit des purger leur peine en régime de semi-détention.

réformes proposées par le professeur Hans Schultz en vue 2. La Commission des pétitions et de l'examen des constitu-

de la révision de la partie générale du code pénal suisse tions cantonales a étudié l'initiative de Baie-Ville le 7 novem-

(CPS), telles qu'elles sont décrites dans le rapport et dans bre 1988. Elle a constaté que, par son contenu, cette propo-

l'avant-projet qu'il a présentés. Le Grand Conseil du canton sition de modifier notre code pénal ne constitue pas une

de Baie-Ville partage notamment la conviction de l'auteur du oeuvre de pionnier; elle fait suite à d'autres interventions

rapport lorsqu'il pense que la peine privative de liberté ne allant dans le même sens.

doit être infligée qu'en cas d'absolue nécessité. Il convient La révision du code pénal est le sujet de discussions depuis

dans toute la mesure du possible de prévenir les effets de nombreuses années. En 1973 déjà, M. Furgler, chef du

nuisibles de la privation de liberté, ou du moins de les pallier Département de justice et police à l'époque, avait chargé le

lorsque celle-ci est inéluctable. professeur Schultz, spécialiste renommé du droit pénal,

L'expérience a montré clairement que les peines privatives d'étudier les dispositions générales de ce code et de prépa-

de liberté de courte durée en particulier n'aident guère les rer un avant-projet commenté. Son rapport, ainsi que

personnes condamnées à retrouver une place dans la l'avant-projet, sont disponibles depuis mars 1985. Les pro-

société. Il ressort des statistiques que 80 pour cent des positions qui y sont faites servent actuellement de base aux

peines privatives de liberté qui sont prononcées ne dépas- travaux entrepris par une commission d'experts nommée

sent pas six mois. Le fait que les personnes condamnées à par le Conseil fédéral en mars 1987, avec M. Krauskopf

de courtes peines doivent les purger dans un établissement comme président.

pénitentiaire est l'une des raisons du surpeuplement des Les propositions de Baie-Ville concordent avec les sugges-

prisons, qui est un phénomène généralisé dans notre pays. tions que le professeur Schultz a soumises au Conseil

Lors de la révision de la partie générale du CPS, il convien- fédéral et qui sont étudiées par la commission d'experts.

drait de renoncer aux peines privatives de liberté de courte Ainsi, la proposition bâloise relative à la réforme du sursis à

durée et de les remplacer par des peines d'une autre nature. l'exécution de la peine correspond à l'article 57 de l'avant-

Se fondant sur l'article 93, 2ème alinéa de la Constitution projet Schultz, celle qui concerne l'exécution d'un travail à

fédérale, le canton de Baie-Ville invite par conséquent les l'article 41 de l'avant-projet, celle d'instituer un système des

Chambres fédérales à étudier les propositions suivantes en jours-amendes à l'article 33, alors que celle qui prévoit la

vue de la modification du code pénal suisse. possibilité pour le juge de prononcer l'interdiction de

I. Propositions de modification relatives aux peines conduire se retrouve à l'article 37 du texte précité; de même,

a. Article 41 CPS: Sursis à l'exécution de la peine les propositions concernant la libération conditionnelle,

-Relèvement de 18 mois à 30 mois de la limite jusqu'à l'octroi au juge d'une marge d'appréciation en cas de nou-

laquelle le juge a le pouvoir d'accorder le sursis. velle condamnation, la semi-liberté ou la semi-détention

b. Exécution d'un travail correspondent aux articles 87, chiffres 1, 4 et 5, et 35, chif-

- Introduction dans le droit pénal applicable aux adultes de fre 3, de l'avant-projet Schultz.

la possibilité d'astreindre le condamné à l'exécution d'un Incontestablement, l'initiative de Baie-Ville touche à un cer-

travail comme peine principale, par analogie avec la régle- tain nombre de problèmes importants que posent les dispo-

Motion Hafner Ursula 1908 N 16 décembre 1988

sitions générales du code pénal, même s'il ne s'agit pas des Proposition de la commission

questions les plus brûlantes à résoudre lors d'une révision Le délai fixé pour l'examen de l'initiative populaire «pour

du droit pénal. L'abandon de la notion de «réclusion» au une assurance-maladie financièrement supportable» est

profit de celle d'«emprisonnement», ou les rapports entre le prorogé d'un an, soit jusqu'au 29 avril 1990, en vertu de

crime et le délit par exemple, ont plus d'importance. Toutes l'article 27, alinéa 5bis, de la loi sur les rapports ontre les

ces questions sont en ce moment à l'étude dans l'adminis- conseils.

tration, tandis que certaines propositions, comme la semi-

détention par exemple, ont été déjà réalisées par la législa- Développement par écrit de la commission

tion en vigueur dans les cantons. 1. L'initiative populaire «pour une assurance-maladie finan-

cièrement supportable» a été déposée le 30 avril 1985 sous

Antrag der Kommission forme de projet rédigé de toutes pièces. Selon l'article 27,

Die Kommission beantragt dem Nationalrat einstimmig, ana- 1er alinéa, de la loi sur les rapports entre les conseils (LRC),

log zum Ständerat, der Standesinitiative Folge zu geben und l'Assemblée fédérale est tenue, dans un délai de quatre ans

die Initiative dem Bundesrat zum Bericht und Antrag zu à compter du jour où l'initiative a été déposée, de décider si

übergeben; diese sind dem Parlament im Zusammenhang elle l'approuve ou non. Le délai en question a-rivera à

mit der vorgesehenen Revision des Allgemeinen Teils des échéance le 29 avril 1989.

Strafgesetzbuches zu unterbreiten. 2. Cependant, l'Assemblée fédérale peut proroger le délai

d'un an «si, l'un des conseils au moins a pris une décision

sur un contre-projet ou sur un acte législatif qui a un rapport

Proposition de la commission

étroit avec l'initiative populaire.» (Art. 27 al. 5bis, LRC).

La commission propose à l'unanimité au Conseil national,

3. Le Conseil des Etats a accepté le 14 décembre 1988 un

analogue au Conseil des Etats, de donner suite à l'initiative

contre-projet indirect à l'initiative populaire. La commission

du canton et de transmettre l'initiative au Conseil fédéral

propose qu'on fasse usage de la possibilité de proroger le

pour rapport et propositions; ces dernières devront être

délai, aux fins d'accorder au Conseil national un délai rai-

soumises au Parlement dans le cadre de la révision envisa-

sonnable lui permettant d'examiner l'initiative et Iti contre-

gée des dispositions générales du code pénal.

projet.

Präsident: Die Kommission beantragt einstimmig, der Stan- Präsident: Die Kommission zur Vorberatung der Volksinitia-

desinitiative Folge zu geben. tive «für eine finanziell tragbare Krankenversicherung» stellt

Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. Antrag, gestützt auf Artikel 27 Absatz 5bis des Geschäftsver-

kehrsgesetzes, die Frist der Behandlung um ein Jahr, bis

Zustimmung - Adhésion zum 29. April 1990, zu verlängern.

Ein anderer Antrag ist nicht gestellt.

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

Zustimmung - Adhésion

Präsident: Wir behandeln jetzt die persönlichen Vorstösse

gemäss separater grauer Liste.

#ST# 88.014

Krankenkassen-Initiative

(Fristverlängerung) #ST# 88.715

Initiative des caisses-maladie

(Prorogation du délai) Motion Hafner Ursula

Erwerbsersatzordnung. Revision

Régime des allocations

pour perte de gain. Révision

Antrag der Kommission

Die Frist zur Behandlung der Volksinitiative «für eine finan-

ziell tragbare Krankenversicherung» wird gestützt auf Arti- Wortlaut der Motion vom 28. September 1988

kel 27 Absatz 5bis des Geschäftsverkehrsgesetzes um ein Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Aende-

Jahr, bis zum 29. April 1990, verlängert.

rung der Erwerbsersatzordnung für Wehr- und Zivilschutz-

pflichtige in folgendem Sinne vorzulegen:

Schriftliche Begründung der Kommission Wenn durch die Dienstleistung dem Ehepartner eines/einer

1. Die Volksinitiative «für eine finanziell tragbare Kranken- Dienstpflichtigen ein Erwerbsausfall entsteht, weil der Ehe-

versicherung» wurde am 30. April 1985 in der Form eines partner Kinderbetreuungsfunktionen übernimmt, die sonst

ausgearbeiteten Entwurfs eingereicht. Gemäss Artikel 27 vom/von der Dienstpflichtigen wahrgenommen werden, ist

Absatz 1 des Geschäftsverkehrsgesetzes (GVG) hat die Bun- der so entstandene Erwerbsausfall des Ehepartners auch zu

desversammlung innert vier Jahren Beschluss zu fassen, ob entschädigen.

sie der Initiative zustimmt oder nicht. Diese Frist würde am

29. April 1989 ablaufen. Texte de la motion du 28 septembre 1988

2. Die Bundesversammlung kann jedoch diese Frist um ein Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un

Jahr verlängern, «wenn mindestens ein Rat über einen projet de modification du Règlement sur les allocations pour

Gegenentwurf oder einen mit der Volksinitiative eng zusam- perte de gain en faveur des personnes astreintes au service

menhängenden Erlass Beschluss gefasst hat» (Art. 27 Abs. militaire ou à la protection civile; cette modification visera le

5bis GVG). but suivant:

3. Der Ständerat hat am 14. Dezember 1988 einen indirekten Si le conjoint d'une personne astreinte au service s.ubit une

Gegenvorschlag zur Volksinitiative gutgeheissen. Die Kom- perte de gain parce qu'il doit, pendant la durée de ce

mission beantragt, von der Möglichkeit der Fristverlänge- service, se charger de la garde des enfants qui serait sinon

rung Gebrauch zu machen, um dem Nationalrat eine ange- assurée par la personne astreinte au service, la perte de gain

messene Frist zur Beratung von Initiative und Gegenvor- subie par ledit conjoint doit également être compensée par

schlag einzuräumen. une allocation.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Standesinitiative Basel-Stadt Strafgesetzbuch. Aenderung

Initiative du canton de Bâle-Ville Code pénal. Modification

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1988

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.204

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 16.12.1988 - 08:00

Date

Data

Seite 1906-1908

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Ref. No 20 016 945

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