Saint Gall Initiative on Artificial Insemination Regulation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case involves an initiative from the canton of Saint-Gall urging the federal government to enact regulations concerning artificial insemination in humans. The court, while acknowledging the complexity and ethical considerations of artificial reproduction, including in-vitro fertilization and embryo transfer, supported the initiative. The reasoning was that the rapid advancements in reproductive technology necessitate a unified federal approach to prevent divergent cantonal laws and address public concern. The court recognized the need for legislative action, especially given the ongoing work of an expert commission and pending popular initiatives on the matter, ultimately agreeing to proceed with the initiative to prompt federal regulation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Saint Gall Initiative on Artificial Insemination Regulation: The court, while acknowledging the complexity and ethical considerations of artificial reproduction, including in-vitro fertilization and embryo transfer, supported the initiative. The reasoning was that the rapid advancements in reproductive technology necessitate a unified federal approach to prevent divergent cantonal laws and address public concern. The court recognized the need for legislative action, especially given the ongoing work of an expert commission and pending popular initiatives on the matter, ultimately agreeing to proceed with the initiative to prompt federal regulation.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited for the imposition of costs.
Volltext
Initiative du canton de Saint-Gall 1374 N 4 octobre 1988
#ST# 87.203 nant la fécondation artificielle chez l'être humain. Le Conseil
d'Etat s'est acquitté de ce mandat le 20 mars 1987.
Standesinitiative St. Gallen 2. La Commission des pétitions et de l'examen des constitu-
tions cantonales a examiné l'initiative cantonale le 3 mai
Künstliche Befruchtung beim Menschen 1988 et a entendu au cours de la séance des représentants
Initiative du canton de Saint-Gall du gouvernement saint-gallois et des offices fédéraux com-
Fécondation artificielle chez l'être humain pétents sur les questions complexes soulevées par cette
initiative (fertilisation en laboratoire, transfert d'embryons,
Beschluss des Ständerates vom 6. Oktober 1987 insémination homologue et hétérologue, entre autres).
Décision du Conseil des Etats du 6 octobre 1987 La commission estime urgent de légiférer dans ces
domaines. Les récents progrès de la technique de reproduc-
tion artificielle de la vie humaine préoccupent de larges
couches de la population. Il serait toutefois irresponsable de
continuer à laisser aux cantons le soin de prendre les
Wortlaut der Initiative vom 20. März 1987 mesures législatives nécessaires car les divergences prévisi-
Der Grosse Rat des Kantons St. Gallen beauftragte am bles, inhérentes au fédéralisme, ne feraient que compliquer
16. Februar 1987 den Regierungsrat, der Bundesversamm- la situation.
lung eine Standesinitiative mit dem Begehren einzureichen, Une commission d'experts instituée par le Gouvernement
die Bundesversammlung möge unverzüglich Vorschriften fédéral (commission Amstad) examine depuis 1986 les
über die künstliche Befruchtung beim Menschen erlassen. aspects sociaux, éthiques et juridiques de la médecine de la
reproduction. Cette commission entend déposer son rap-
Texte de l'initiative du 20 mars 1987 port cette année. Par ailleurs, une initiative populaire
Le Grand Conseil du canton de Saint-Gall a chargé le «contre l'application abusive des techniques de reproduc-
Conseil d'Etat, le 16 février 1987, de présenter aux Cham- tion et de manipulation génétique à l'espèce humaine»
bres fédérales une initiative cantonale demandant que l'As- (initiative dite du Beobachter) est pendante.
semblée fédérale édicté sans tarder des prescriptions Le but de l'initiative du Canton de Saint-Gall est d'inciter la
concernant la fécondation artificielle chez l'être humain. Confédération à traiter la question au plus vite.
Herr Hess Peter unterbreitet im Namen der Petitions- und Antrag der Kommission
Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Die Kommission beantragt dem Nationalrat einstimmig, der
Bericht: Standesinitiative St. Gallen Folge zu geben und den Bun-
desrat einzuladen, ohne weiteren Verzug Beiricht und
1. Der Grosse Rat des Kantons St. Gallen beauftragte am Anträge vorzulegen.
16. Februar 1987 den Regierungsrat, der Bundesversamm-
lung eine Standesinitiative mit dem Begehren einzureichen, Proposition de la commission
die Bundesversammlung möge unverzüglich Vorschriften La commission unanime propose au Conseil national de
über die künstliche Befruchtung beim Menschen erlassen. donner suite à l'initiative du Canton de Saint-Gall et de prier
Der St. Galler Regierungsrat reichte am 20. März 1987 diese le Conseil fédéral de présenter rapport et propositions sans
Standesinitiative ein. retard.
2. Die Petitions- und Gewährleistungskommission prüfte die
Standesinitiative am 3. Mai 1988. Sie liess sich an ihrer Präsident: Es liegt ein schriftlicher Bericht der Petitions-
Sitzung von Vertretern der St. Galler Regierung und der und Gewährleistungskommission vor. Die Spresher wün-
betroffenen Bundesämter über die vielschichtige Problema- schen, den schriftlichen Bericht kurz zu ergänzen.
tik der mit der Standesinitiative aufgeworfenen Fragen
orientieren (In-vitro-Fertilisation, Embryotransfer, homo-
loge/heterologe Insémination usw.). Hess Peter, Berichterstatter: Mit seiner Standesinitiative
Die Kommission stellte fest, dass eine gesetzliche Regelung vom 16. Februar 1987 beantragt der Regierungsrat des Kan-
der verschiedenen Fragen im Zusammenhang mit der künst- tons St. Gallen der Bundesversammlung, unverzüglich Vor-
lichen Befruchtung beim Menschen dringend notwendig ist. schriften über die künstliche Befruchtung beim Menschen
Die jüngsten Entwicklungen der Techniken zur Erzeugung zu erlassen.
menschlichen Lebens beunruhigen weite Kreise unserer Die Standesinitiative enthält keine Ausführungen ;ium Inhalt
Bevölkerung. Es wäre aber unverantwortlich, die Regelung der zu schaffenden Bundesregelung. Dem Grossen Rat und
weiterhin den Kantonen anheimzustellen, weil die zu erwar- dem Regierungsrat des Kantons St. Gallen ging es vielmehr
tenden, durch den Föderalismus bedingten Widersprüche darum, angesichts der bereits erlassenen und der in Ausar-
dem Anliegen nur zusätzlich schaden würden. beitung befindlichen kantonalen Regelungen, die einander
Auf Bundesebene beschäftigt sich seit 1986 eine vom Bun- teilweise widersprechen, die Notwendigkeit eines raschen
desrat aufgrund verschiedener parlamentarischer Vorstösse Handelns der Bundesbehörden zu unterstreichen.
eingesetzte Expertenkommission Amstad mit der Prüfung Wie bereits der Ständerat, empfiehlt Ihnen auch die Peti-
der sozialen, ethischen und rechtlichen Fragen der moder- tions- und Gewährleistungskommission einstimmig, der
nen Fortpflanzungsmedizin. Die Kommission will ihren Standesinitiative Folge zu geben.
Bericht noch in diesem Jahr abliefern. Weiter ist eine Volks- Es läge nun nahe, über die komplexe Materie bereits heute
initiative «Gegen Missbräuche der Fortpf lanzungs- und Gen- eine eingehende materielle Debatte zu führen. Inzwischen
technologie beim Menschen» (sog. «Beobachter-Initiative») hat sich aber herausgestellt, dass die vom Bundesrat in
hängig. dieser Sache am 3. September 1986 eingesetzte Experten-
Sinn der Standesinitiative ist es, auf eine vordringliche kommission Amstad ihren Bericht am kommenden
Behandlung des Themas durch den Bund hinzuwirken. 8. November, also innert Monatsfrist, dem Bundesrat und
anschliessend auch der Oeffentlichkeit vorstellen wird. Wei-
M. Hess Peter présente au nom de la Commission des ter wird der Bundesrat noch vor dem 12. April 1989 die
pétitions et de l'examen des constitutions cantonales le Botschaft zur Initiative gegen Missbräuche der Fortpflan-
rapport écrit suivant: zung und Gentechnologie, der sogenannten «Beobachter»-
Initiative, vorlegen, es sei denn, er entschliesse sich, auf-
1. Le Grand Conseil du Canton de Saint-Gall a chargé le grund der Empfehlungen der Expertenkommission Amstad
Conseil d'Etat le 16 février 1987, de présenter aux Chambres dieser Initiative einen Gegenentwurf gegenüberzustellen,
fédérales une initiative cantonale demandant que l'Assem- was die Frist zur Verabschiedung der Botschaft um sechs
blée fédérale édicté sans tarder des prescriptions concer- Monate verlängern würde.
4. Oktober 1988 N 1375 Standesinitiative St. Gallen
Angesichts dieser Ausgangslage und in Berücksichtigung Frau Nabholz: Ich bitte Sie, dieser Standesinitiative St. Gal-
der belasteten Traktandenliste empfehle ich Ihnen, heute len Folge zu geben, wie es bereits der einstimmige Stände-
nach Möglichkeit auf eine eingehende Debatte zu verzichten rat getan hat und wie es Ihnen ebenfalls von der einstimmi-
und die Diskussion statt dessen nach Vorliegen des Berich- gen Petitionskommission beantragt wird.
tes der Expertenkommission Amstad und in Kenntnis der Es wurde zu Recht hervorgehoben, dass es heute nicht um
darauf abgestützten Stellungnahme des Bundesrates zur eine materielle Diskussion gehe; dazu wird Gelegenheit
«Beobachter»-lnitiative zu führen. sein, wenn wir dereinst über die «Beobachter»-lnitiative zu
debattieren haben. Die Standesinitiative selbst präjudiziert
also inhaltlich nichts, denn sie ist in Form einer allgemeinen
M. Eggly, rapporteur: Vous avez reçu, sur cet objet, un Anregung gehalten und lässt den Rahmen für eine gesamt-
rapport écrit. Si le débat se développe, les rapporteurs schweizerische Lösung in dieser ethisch ausserordentlich
reviendront pour faire en quelque sorte une synthèse et le schwierigen Materie offen. Wir sind somit absolut frei, wie
point de la situation. En préambule et juste maintenant en wir später legiferieren wollen.
complément à ce rapport, je rappellerai, que de toute façon, Nachdem wir über Richtlinien der Schweizerischen Akade-
le Conseil fédéral va être obligé de prendre position parce mie der medizinischen Wissenschaften verfügen, werden
qu'il doit le faire sur l'initiative dite du Beobachter et cela sich einzelne vielleicht fragen, weshalb der Gesetzgeber
dans un bref délai, au début de l'année prochaine au plus überhaupt tätig werden soll. Tatsächlich sollten die Richtli-
tard. nien, die der Selbstverantwortung und Selbstkontrolle die-
D'autre part et en prévision de cette position qu'il doit nen, nicht gering geschätzt werden. Das Problem besteht
prendre, le Conseil fédéral, vous le savez peut-être, a institué jedoch darin, dass Richtlinien keine rechtliche Verbindlich-
une commission, dite «Commission Amstad» du nom d'un keit haben und auch zu schwach sind, um möglichen Miss-
ancien conseiller aux Etats et juge au Tribunal fédéral des bräuchen entgegenzuwirken. Sie vermögen auch nicht die
assurances. Or, cette commission va dans quelques jours komplexen rechtlichen Fragen zu lösen, die mit dieser The-
rendre son rapport et donc, en quelque sorte, apporter une matik verbunden sind.
pré-position sur toute cette question. Die Sprengkraft, die in den neuen Reproduktionsmethoden
Pour toutes ces raisons, la commission vous recommande à liegt, ist enorm. Darüber sind sich alle einig, vor allem wenn
l'unanimité de donner suite à l'initiative du canton de Saint- wir uns bewusst machen, dass mit der Technik der In-vitro-
Gall et le voeu des rapporteurs est que, le cas échéant, le Fertilisation erstmals in der Menschheitsgeschichte extra-
vote de votre conseil puisse intervenir quasiment sans korporale Zeugung möglich geworden ist und damit der
débat. Mais si ce dernier se développe ici, nous reviendrons Embryo dem menschlichen Zugriff zur Verfügung steht.
à cette tribune. Eingriff ins Erbgut, Leihmutterschaft, Handel und Experi-
mente mit Embryonen sind damit möglich geworden.
Präsident: Es ist mir leider nicht gelungen, die Sprecher Es wundert deshalb nicht, dass einzelne Kantone begonnen
davon zu überzeugen, dass eine Diskussion überflüssig sei. haben, im Rahmen ihrer Gesundheitsgesetze über diese
Es folgen die Fraktionssprecher. Materie zu legiferieren. Dabei ist festzustellen, dass sie sehr
unterschiedliche Lösungen getroffen haben, die insbeson-
dere was die Zulassung der neuen Reproduktionstechniken
Bürgi: Die Entwicklung der neuen Techniken zur Erzeugung betrifft, unterschiedlich restriktiv ausgestaltet sind.
menschlichen Lebens beunruhigt weite Kreise der Bevölke- Bei allem Respekt vor dem Föderalismus ist doch festzustel-
rung. Darum sollte eine gesetzliche Regelung die verschie- len, dass sich gerade diese Materie kaum für föderalistische
denen Fragen im Zusammenhang mit der künstlichen Lösungen eignet. Wir würden einen unhaltbaren Zustand
Befruchtung beim Menschen möglichst bald klären. schaffen, wenn wir zum Schluss 26 verschiedene, sich zum
In verschiedenen kantonalen Parlamenten und Regierungen Teil widersprechende kantonale Regelungen hätten. Das
wurde über die modernen Fortpflanzungsmethoden und Resultat wäre dann wohl ein kaum gewünschter Zeugungs-
Gen-Technologien diskutiert, und es wurden bereits tourismus innerhalb unseres Landes.
Beschlüsse gefasst. Es ist kaum sinnvoll, diese Frage weiter- Nicht zu vergessen ist, dass auch auf internationaler Ebene
hin den Kantonen zu überlassen, welche sie unterschiedlich Antrengungen zu einer einheitlichen Lösung in Gang sind.
beantworten. Es ist zu erwarten, dass sich - bedingt durch Erwähnt seien die Richtlinien des Europarates, die in der
den Föderalismus-widersprüchliche Bestimmungen erge- vom Kommissionssprecher erwähnten Kommission Amstad
ben, die der wichtigen Sache nur schaden. diskutiert worden sind. Wir werden, wie bereits erwähnt, im
Auf Bundesebene beschäftigt sich die Expertenkommission Zusammenhang mit der Beobachterinitiative mehr Gelegen-
Amstad mit der Prüfung der sozialen, ethischen und rechtli- heit haben, uns vertieft mit dieser Materie auseinanderzuset-
chen Fragen der modernen Fortpflanzungsmethoden. Es zen. Einstweilen möge der Antrag überwiesen werden, dass
zeigt sich, dass es für diese Kommission keine leichte Auf- der Bund hier rasch zu legiferieren beginnt.
gabe ist, einen Bericht auszuarbeiten, der allen Kreisen
genehm ist. Der Bericht steht offenbar kurz vor dem M. Longet: L'initiative du canton de Saint-Gall nous dit trois
Abschluss. Eine materielle Diskussion bedarf einiges an choses:
Zeit. Es ist unbestreitbar, dass dieses heikle Thema bundes- Premièrement, les techniques de fécondation artificielle ne
rechtlicher Regelungen bedarf. Unbesehen der inhaltlich relèvent pas du seul domaine du choix de l'individu, mais
unterschiedlichen Vorstellungen ist daher auf die Initiative ont des effets sur notre vie en société; elles nous concernent
einzutreten. donc à ce titre.
Die CVP hat sich schon früh mit diesen Fragen auseinander- Deuxièmement, des directives corporatives d'éthique - en
gesetzt und zu den verschiedenen Fragen klar Stellung l'occurrence d'éthique médicale- ne sauraient suffire. Il faut
genommen. Ich weise auf den CVP-Standpunkt «Neue Fort- des mesures de droit positif et public.
pflanzungstechniken beim Menschen» hin. Troisièmement, de telles normes doivent être définies sur le
Es würde zu weit gehen, materiell darauf einzutreten, bevor plan fédéral.
die Botschaft des Bundesrates vorliegt. So dringend eine Telle est la décision que nous devons prendre aujourd'hui.
bundesrechtliche Lösung gefunden werden muss, so Comme la commission vous l'indique dans son rapport, elle
schwierig und komplex wird auch die Diskussion darüber a préavisé cette décision à l'unanimité, et nous la prendrons
sein. Sie kann nicht jetzt im Plenum stattfinden, sondern certainement à l'unanimité également.
muss in der Kommission aufgrund der Botschaft vorbereitet Dès lors, on peut se poser la question de savoir dans quelle
werden. Die CVP-Fraktion unterstützt den Antrag der Kom- mesure il faut déjà prendre des positions sur le fond de la
mission, der Standesinitiative des Kantons St. Gallen Folge législation fédérale que nous appelons de nos voeux. Il est à
zu geben und den Bundesrat einzuladen, ohne weiteren la fois prématuré d'en dire trop, mais il serait dommage d'en
Verzug Bericht und Antrag vorzulegen. rester sur le plan exclusif de la forme ou de la procédure.
Initiative du canton de Saint-Gall 1376 N 4 octobre 1988
C'est dans cet esprit que je fais quelques réflexions qui vous peut se révéler, par ses effets secondaires ou à long terme,
aideront à mieux cerner la position de notre parti en ce qui comme un nouvel esclavage. En l'occurrence, nous pres-
concerne ces techniques. sentons dans ces techniques le risque d'une nouvelle instru-
Je n'entrerai pas trop dans les détails. Néanmoins, par mentalisation de la femme confinée dans son rôle de repro-
rapport à l'éventail des possibilités, il nous semble que ductrice; s'il faut souffrir pour avoir des enfants, cela ne fait
l'insémination homologue, c'est-à-dire dans un couple, l'in- que confirmer cette image.
sémination par le partenaire, est à peu près la seule techni- Enfin, nous entamons ce débat avec la garantie que la
que qui ne pose guère de problèmes. Dès qu'il s'agit de législation fédérale que nous voulons ait ses arrières
l'insémination hétérologue, on rencontre nombre de diffi- assurés du côté européen, car nous savons que ces recom-
cultés. Sans prétendre à l'exhaustivité, on peut en signaler mandations du Conseil de l'Europe vont dans le sens d'une
quelques-unes qui nous aideront également à mieux cerner unification sur une base prudente et plutôt restrictive. Notre
l'objectif que pourrait viser une législation de fond: que parti est partisan de la formule «dans le doute, la plus
penser de la conservation de sperme à long terme, par grande prudence s'impose, un excès de prudence vaut
exemple d'un donneur qui serait décédé dans l'intervalle? mieux qu'un dérapage». Dans ce domaine en effet, les
Que penser des possibilités de choisir les caractéristiques dérapages ne pourront vraisemblablement pas être
de son enfant, blond aux yeux bleus? Que penser de ce contrôlés.
mythe du sperme de Prix Nobel qui, paraît-il, orne le catalo-
gue de certaines banques américaines? Nous avons quel- Präsident: Die Fraktionen des LdU/EVP und der SVP lassen
ques craintes à voir l'être humain soumis aux mêmes techni- erklären, dass sie dem Antrag der Petitionskommission zu-
ques que les vaches laitières ou le maïs à haut rendement. stimmen.
Enfin, combien de personnes un seul donneur peut-il insé-
miner avant que ne se posent des problèmes de consangui- M. Gulnand: II y a effectivement lieu de donner suite à
nité dans la génération suivante? l'initiative du canton de St-Gall qui demande à la Confédéra-
Nous n'avons pas encore décidé de manière définitive que tion de légiférer dans le domaine de la fécondation artifi-
l'insémination hétérologue n'a pas de raison d'être, mais si cielle chez l'être humain. Mais si la Confédération va sans
l'on ne trouve pas des solutions claires à ces questions, doute être amenée à légiférer en la matière, elle ne devrait
nous devrons adopter une telle position lors des délibéra- pas le faire dans la précipitation, comme semblent le suggé-
tions sur le fond. rer l'initiative et le rapport de la commission. Elle devrait au
Une des grandes interrogations relatives à l'insémination contraire agir avec prudence et si possible avec sérénité,
hétérologue est celle de l'anonymat du donneur: qu'en est-il s'agissant de questions aussi importantes. La hâte avec
du droit de l'enfant de connaître sa lignée physique? Ce laquelle certains cantons, dont celui de St-Gall précisément,
problème, qui nous préoccupera, est d'ailleurs mis en exer- ont cru devoir intervenir dans ce domaine en adoptant des
gue par l'initiative du Beobachter. Il peut même être compris prescriptions très restrictives, voire prohibitives, re doit pas
dans les deux sens, soit comme exigence de vérité, soit nous servir de modèle mais plutôt nous inciter à la pru-
comme obstacle à toute possibilité concrète de fécondation dence.
hétérologue. En outre, cette insémination ne peut être possi- Il faut savoir en effet qu'une législation en la matière se
ble que si deux partenaires, de sexes différents faut-il le heurte à une série de difficultés. Il y a d'abord un problème
préciser, sont prêts à s'engager durablement aux côtés de de définitions. Que recouvrent les différentes méthodes de
l'enfant à naître. procréation artificielle? Sur quels processus interviennent-
La fécondation in vitro et le transfert d'embryons ne sont elles? Quel est le statut juridique des gamètes humaines, de
envisageables, à notre avis, que de façon homologue et aux l'embryon obtenu par fécondation in vitro'? Quand la vie
mêmes conditions que l'insémination. Sur ce plan, nous commence-t-elle? A partir de quand l'embryon doit-il être
approuvons les conditions définies par les directives de considéré comme un foetus et mériter protection? De nom-
l'Académie suisse des sciences médicales, et sommes entiè- breuses questions de fond, auxquelles il n'est pas toujours
rement opposés à tout commerce, à toute congélation d'em- facile de répondre, et qui posent une fois de plus le pro-
bryon en vue d'une naissance différée, à toute autre manipu- blème de la définition de la vie, avec ses incidences sur le
lation ainsi qu'aux mères porteuses. Ces pratiques sont dossier de l'interruption de grossesse.
d'ailleurs expressément interdites par ces directives qui, en Il y a ensuite une question de finalité. A qui servent ces
cas d'acceptation, devraient devenir des normes de droit techniques médicales de procréation assistée? V sent-elles
positif. uniquement à résoudre le problème de la stérilité, ou peut-
Ce qui est fondamental dans ce débat, c'est moins l'appré- on les considérer comme de nouvelles façons de donner la
ciation de chaque technique pour elle-même que la ques- vie? Quelle part peut-on attribuer à la recherche dans la
tion des limites de la technologie dans ce domaine. Or, ces pratique de ces méthodes? L'être humain dispose-t-il d'une
techniques sont lourdes, coûteuses, aléatoires. Seul un petit libre faculté de choix et d'action dans les domaines qui
pourcentage des cas de stérilité peut être guéri par cette affectent fondamentalement sa personne et en particulier la
voie-là. On se pose alors la question de savoir si de telles procréation? Autant de questions qui conduisent au pro-
interventions sont justifiées, par rapport aux vrais pro- blème crucial, à mon avis, qui est de savoir quels droits,
blèmes que la médecine est censée résoudre. En effet, des quels intérêts, une législation en la matière doit prendre en
millions d'enfants existent déjà de par le monde, à la considération.
recherche de parents. On se demande alors s'il n'est pas En ce qui concerne les droits, ils peuvent être nombreux et
aberrant de s'échiner à en fabriquer artificiellement chez contradictoires. Ainsi le droit de donner la vie et de choisir
nous. les moyens par lesquels on veut la transmettre peut s'oppo-
La question de l'adoption doit aussi être envisagée sous cet ser au droit de connaître son patrimoine génétique; le droit
angle. C'est la raison pour laquelle nous avons été hostiles à de faire reconnaître sa maternité ou sa paternité s'opposer
une définition trop stricte de l'adoption internationale. De au droit au respect, de sa vie privée, de sa sphère intime.
même, nous sommes d'avis que l'intérêt de l'enfant à avoir C'est précisément la confrontation de ces droits qui conduit
une famille passe avant le désir des parents d'avoir à tout aujourd'hui à remettre en cause le principe de l'anonymat
prix des enfants. du donneur dans l'insémination artificielle hétérologue.
En conclusion, nous résumons notre position par cette En ce qui concerne les intérêts en cause, ils sont également
phrase: Tout ce que la technique permet de faire n'est pas multiples et pas nécessairement concordants: intérêts de la
forcément bon. Le débat concernant le nucléaire et d'autres mère, du mari de la mère, du tiers donneur de gamètes, de
technologies lourdes nous donne une leçon sur le rapport son conjoint, du médecin, du chercheur, de la société et
entre choix techniques et choix de société. Il faut s'en enfin, mais c'est plus délicat, de l'enfant à naître auquel on
souvenir dans nos débats sur la fécondation et sur la généti- n'a peut-être pas suffisamment songé jusqu'ici. Mais faut-il
que. Ce qui apparaît, à première vue, comme une libération, vraiment prendre en considération de manière particulière
4. Oktober 1988 N 1377 Standesinitiative St. Gallen
les intérêts d'un enfant à naître parce qu'on envisage de lui liegt. Künstliche Befruchtung und Gentechnologie sind
donner la vie en recourant à des techniques de procréation schon längere Zeit in unserer Partei diskutiert worden. Es
artificielle, alors que l'on ne tient pratiquement aucun liegt uns sehr daran, aus ganzheitlicher Sicht zu diesen
compte des intérêts d'un enfant à naître lorsque deux êtres Fragen Stellung zu nehmen. Das Leben ist eine zu ernste
humains décident de le concevoir naturellement? La ques- Sache, als dass wir es den Gynäkologen und Humangeneti-
tion est d'importance, et l'on imagine les conséquences que kern allein überlassen dürften.
pourraient avoir des dispositions légales qui soumettraient
dans certains cas la conception d'un enfant à une procédure Frau Ulrich: Ich möchte ganz kurz sprechen und nicht auf
de contrôle ou d'autorisation. die bereits erwähnten Argumente eingehen. Allerdings
Cette dernière question nous amène d'ailleurs à une autre möchte ich mich sehr gegen das wehren, was Herr Guinand
difficulté, à savoir ce qu'une nouvelle législation devrait vorhin sagte, nämlich es sei keine Eile geboten, man könne
réglementer. S'agit-il uniquement d'édicter des règles sur la sich noch Zeit lassen.
licéité de certaines méthodes, sur les conditions de leur Das möchte ich mit dem begründen, was auf diesem Gebiet
utilisation, sur leurs conséquences du point de vue de la in der Forschung passiert. Als ich studiert habe, hat man in
filiation et de la responsabilité médicale? Désire-t-on instau- der Embryologie zwar verschiedene Entwicklungsstadien
rer des procédures officielles, soumettre certaines unterschieden, aber es war immer ein Embryo, von dem
recherches à autorisation, prohiber certaines pratiques, man gesprochen hat; nach dem dritten Entwicklungsmonat
comme par exemple celles de l'insémination post mortem sprach man von einem Fötus.
ou des mères d'emprunt? Vor knapp drei Jahren fand in Melbourne ein Kongress von
Enfin, il faut rappeler que toute réglementation implique Forschern statt, die sich mit diesen Fortpflanzungstechnolo-
l'adoption de sanctions en cas de violation des règles édic- gien beschäftigen. Der Kongress hat beschlossen, die ersten
tées. Si l'on envisage sans peine qu'une législation frappe 14 Tage der Embryonalentwicklung des Menschen als
de sanctions pénales celui qui procéderait à des manipula- «Unembrionic Embryos» zu bezeichnen, was soviel heisst
tions génétiques, il est plus difficile de les envisager dans wie Embryonen, die noch keine Embryonen sind. Damit wird
d'autres cas. Si par exemple la loi prohibait la fécondation in eine Entwicklung eingeleitet, wonach Experimente mit die-
vitro ou la transplantation d'embryons et que cette norme sen frühen Stadien des Menschen möglich sind. Ich finde
était transgressée, faudra-t-il alors punir le médecin, la mère das sehr gefährlich. Wir müssen ganz klar legiferieren und
et le père d'un enfant pour lui avoir donné la vie? C'est une klar sagen, ob wir das wollen oder nicht. Wir können nicht
question bien embarrassante! mehr zwei oder drei Jahre damit zuwarten, denn die
Le rôle du législateur consiste donc, en ce domaine, à Entwicklung schreitet fort.
assurer la protection de l'intérêt public. Encore faut-il que Bereits ertönen Stimmen von Forschern, die verlangen, dass
cet intérêt soit clairement défini, tant sur le plan éthique, die Frist für Experimente auf sechs Wochen ausgedehnt
philosophique, moral ou psychologique que sur le plan wird. Im Moment sagt zwar die Schweizerische Akademie
politique. C'est notre rôle de le faire, mais encore une fois, der Wissenschaften noch, sie sei gegen Experimente mit
dans ce domaine bien précis, nous nous devons d'agir avec Embryonen. Ihr Büchlein ist allerdings im Sommer 1985
prudence, et surtout d'éviter d'agir isolément. Il est à notre herausgekommen, und im Herbst 1985 wurde der vorher
sens indispensable, dans un domaine où il n'existe encore erwähnte Entscheid in Melbourne getroffen. Es gibt bereits
aucune législation en Europe, qu'un effort soit consenti en heute Mitglieder der Schweizerischen Akademie der medizi-
vue d'éviter l'adoption de solutions légales par trop diffé- nischen Wissenschaften, die an diesen Fristen zu rütteln
rentes d'un pays à l'autre. Il convient en effet d'éviter de beginnen; sie möchten, dass dieser Passus revidiert wird.
créer, comme ce fut longtemps le cas en matière de divorce Deshalb meine grosse Bitte an die Verwaltung, an den
et surtout d'interruption de grossesse, une sorte de migra- Bundesrat und auch an Sie: Helfen Sie mit, dass wir speditiv
tion gynécologique des pays restrictifs vers d'autres pays und rasch zu einer Regelung kommen, damit uns die
plus libéraux. Entwicklung in der Forschung nicht davonläuft.
Du point de vue de la recherche, le danger est encore plus
grand, car il est évident que si une recherche est prohibée Zwygart: Ich möchte an das anschliessen, was Frau Ulrich
dans un pays mais autorisée dans un autre, cette situation vorhin gesagt hat. Es ist bedauerlich, dass wir in dieser
conduira fatalement les chercheurs à se rendre dans le pays Frage in einem solchen Zugzwang sind. Mit der Petitions-
à la législation plus libérale. und Gewährleistungskommission bin ich für die Ueberwei-
Nous savons que le Conseil de l'Europe a élaboré un projet sung der Standesinitiative.
de recommandation auquel la Suisse a pris une part très Ich erlaube mir trotz allem, zum Materiellen etwas zu sagen.
active grâce à la présidence de M. Pierre Widmer. Une Vor allem das, was der SP-Sprecher gesagt hat, fordert mich
législation fédérale devra en tenir largement compte. On heraus. Wir sind uns bewusst, dass die aufgeworfenen Fra-
peut d'ailleurs se demander si l'ensemble de ces questions gen nach einer Bundeslösung verlangen. Aber sie können
ne devrait pas faire l'objet d'une véritable convention inter- nur teilweise auf gesetzlicher Ebene festgelegt werden;
nationale. denn es besteht die Gefahr, dass die Mindestfesseln, die
Enfin, et je voudrais insister sur ce dernier point, il convient man sich gibt, in einer liberalen Art und Weise, nämlich auf
de rappeler que le nombre de personnes concernées par les der Basis der Machbarkeit, erstellt werden. Hingegen sollte
méthodes de procréation artificielle reste heureusement très das ethische Moment auch irgendwo einfliessen. Wie das zu
restreint, mais ces personnes existent et leurs motivations geschehen hat, wird ja unsere Arbeit zeigen.
méritent considération. Il ne faudrait donc pas qu'elles res- Bei der Behandlung im Ständerat wurde darauf hingewie-
sentent l'intervention du législateur comme une atteinte à sen, dass die Standesregeln der Aerzte zwar begrüssens-
leur vie privée ou comme une mise à l'écart. Nous devrons y wert sind, aber eben nicht genügen. Der verwerfliche Handel
penser lorsque des propositions concrètes nous seront pré- mit abgetriebenen oder spontan geborenen menschlichen
sentées, et nous devrons aussi songer aux quelque Embryonen für Frischzellentherapien und Kosmetikpro-
3000 enfants nés ces quinze dernières années en Suisse dukte, die Organ- und Gewebetransplantation von Föten auf
grâce à l'insémination artificielle par donneur et la féconda- erwachsene Menschen sowie die Gentherapie sind nicht nur
tion in vitro. Geschichten aus dem Märchenreich.
Der junge Psychiater Samuel Stutz schreibt in seinem Buch
Schmid: Die grüne Fraktion ist dafür, der Initiative des zu diesem Thema, dass uns die grössten Gefahren im
Kantons St. Gallen Folge zu geben, denn wir sind der Auf- Bereich des Embryohandels, der In-vitro-Fertilisation und
fassung, dass dieses Problem auf Bundesebene gelöst wer- Gentechnologie und nicht in Gestalt von schwarzen Scha-
den muss. fen, sondern in derjenigen von weissbemäntelten Aerzten
Zur materiellen Thematik werden wir uns sehr prononciert und Forschern begegnen, die durchaus ein ethisches
und entschieden äussern, sobald der Bericht Amstad vor- Bewusstsein hätten, wobei aberdiese Ethik-vielleicht noch
Initiative du canton de Saint-Gall 1378 N 4 octobre 1988
stärker als die Mode - kurzfristigen Trends unterworfen sei. stet ist. Er will damit einerseits verhindern, dass verschie-
Für mich ist es erschreckend, feststellen zu müssen, dass dene oder sich widersprechende kantonale Regelungen
diese Art von Forschung auf die Abtreibung oder Tötung entstehen und vor allem verhindern, dass ein Medizintouris-
von Keimzellen angewiesen ist. Für mich ist Abtreibung an mus zwischen den einzelnen Kantonen mit strengerer oder
sich verwerflich, aber erst recht, wenn sie im Zeichen von offenerer Rechtsetzung entsteht.
Wissenschaft und Forschung geschieht. Die Verbindung In der Kommission haben wir zur Frage der künstlichen
von Wirtschaft und Wissenschaft in diesem Bereich, welche Befruchtung und auch zur Gentechnologie keine einge-
die Tötung menschlichen Lebens voraussetzt, ist ein Faust- hende Debatte geführt, weil uns die entsprechenden
schlag ins Gesicht derer, die die Achtung und Würde des Berichte noch nicht zur Verfügung standen. Es ist aber doch
Menschen ernst nehmen. Es geht nicht darum, medizini- mehrheitlich zum Ausdruck gekommen, dass im Zusam-
schen Fortschritt zu verhindern. Aber bei dieser Art von menhang mit dem Erlass von Bundesvorschriften beileibe
Wissenserweiterung - ein Fortschritt ist das wohl kaum nicht etwa nur an Minimalvorschriften im Sinne von Min-
mehr - wird die Ethik vergessen, und man treibt damit der destgrundsätzen gedacht wurde, sondern dass man eine
Zerstörung entgegen. Leben wird bei der Abtreibung zer- Gesetzesregelung will, die bestimmten Anforderungen ge-
stört. nügt.
Ein weiterer fragwürdiger Punkt ist das Experimentieren mit Ich möchte mir erlauben, aus persönlicher Sicht vier Punkte
«Präembryonen», die als offensichtlich erwünschtes Neben- kurz darzulegen, die in diese Bundesregelung Eingang fin-
produkt der In-vitro-Fertilisation entstehen. Hier wird klar den müssten:
und deutlich, dass die Anwendung verschiedenster Fort- I.Die Wahrung der Menschenwürde. Meines Erachtens
pflanzungstechniken und sich darum herum ergebender müssen Forschung und Entwicklung dem Schutz des
Experimentierfelder weitab von persönlichen, sinnlich über- Lebens und der Heilung von Krankheiten - hier geht es vor
prüfbaren Techniken stattfindet. Wir können da noch die allem um die Unfruchtbarkeit-untergeordnet werden. Wis-
klinisch sauberen, präzisen Antworten in Frage stellen, aber senschaftliche und wirtschaftliche Interessen müssen klar
mehr nicht. hinter der Würde menschlichen Lebens zurücktreten.
Wenn Zellmaterial allein noch der embryonalen oder geneti- 2. Das Wohl von Kind, Familie und Gemeinschaft. Die Mehr-
schen Ueberprüfung «lebenswert oder nicht lebenswert?» heit der Kommission heute gibt der homologen Form der
standhalten muss, dann muss man eben aufhören. Da hat künstlichen Befruchtung und der In-vitro-Fertilisation -
die brutale Gesetzmässigkeit der scheinbar sauberen, aber sofern sie zugelassen wird - gegenüber jeglichen heterolo-
extrem diskriminierenden Selektion die Herrschaft angetre- gen Formen den Vorzug. Die Leihmutterschaft wird klar
ten. Da gilt es auch, den Riegel zu schieben; darum hoffe ich abgelehnt. Im Vordergrund muss sodann stehen, dass wir
auf eine eindeutige Ueberweisung der parlamentarischen Rechtssicherheit erhalten im Falle des Mutter/Kind-, aber
Initiative. auch des Vater/Kind-Verhältnisses. Diese Fragen müssen
vor allem auch im Zusammenhang mit dem Problem der
Hess Peter, Berichterstatter: Nachdem die Diskussion nun Bekanntgabe des Spenders geregelt werden.
doch benutzt wurde, gestatte ich mir noch ein paar Bemer- 3. Verhinderung des Missbrauchs. Wir müssen einstehen
kungen zum Umfeld der Standesinitiative. gegen den Missbrauch der künstlichen Befruchtung und
Es ist Ihnen allen bekannt, was in den letzten Jahren an aller Formen von Gen-Technologie, zum Beispiel im Bereich
positiven oder auch fragwürdigen Erfolgen im Bereich der des Experimentierens an und mit menschlichen Embryonen.
Medizin und der Biochemie verzeichnet wurde. Es ist darum Es dürfen aus meiner Sicht keine Keimzellen von Verstorbe-
nicht verwunderlich, dass die Akademie der medizinischen nen verwendet werden. Das Einsetzen von Klonen von Men-
Wissenschaften bereits im Jahre 1985 Richtlinien erlassen schen oder die Selektion von Keimzellen muss unterbunden
hat, Richtlinien, die einen eher restriktiven Kurs weisen, die werden, und - wie es auch vorhin angetönt wurde - die
aber rechtlich nur als Empfehlungen zu werten sind und in Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken darf
diesem Sinne nicht durchgesetzt werden können, da sie nicht statthaft sein.
keine Sanktionsvorschriften enthalten. 4. Ausschluss von Gewinn- und Machtstreben. Wir müssen
In den Jahren danach sind vor allem auf europäischer Ebene Auswüchse, wie den Handel mit menschlichen Keimzellen
Bestrebungen in Gang gekommen, um die Materie rechtlich oder den Handel mit Föten, zum Beispiel für die Kosmetikin-
in den Griff zu bekommen. So hat die Parlamentarische dustrie, ganz eindeutig untersagen.
Versammlung des Europarates im Jahre 1986 ihre Empfeh- Mit diesen Ueberlegungen zuhanden der kommenden Bot-
lungen erlassen, und in der Folge sind in verschiedenen schaft des Bundesrates möchte ich nochmals zum Ausdruck
europäischen Ländern Gesetze ausgearbeitet worden, die bringen, dass die Kommission eindeutig Wert darauf legt,
entweder nur Teilaspekte oder die gesamte Frage der künst- dass der Bund rasch handelt, damit wir kantonalen Aus-
lichen Befruchtung und der Gentechnologie betreffen. wüchsen entgegentreten können.
In der Schweiz haben verschiedene Kantone begonnen, vor
allem jene, die in diesen Bereichen medizinisch aktiv waren M. Eggly, rapporteur: Je crois qu'il faut d'abord préciser que
- ich denke an St. Gallen, an Aargau, Basel und auch an dans cette affaire, nous ne venons pas de nulle part. Il n'y a
Westschweizer Kantone -, kantonale Regelungen zu erlas- pas vide intellectuel, moral ni même juridique. Des directives
sen, weil sie bemerkten, dass ihnen die Materie zu entgleiten de l'Académie des sciences médicales sont d'ores et déjà à
drohte. disposition et le Conseil fédéral, on vous l'a dit tout à
Was ist nun das Problem? Das Problem ist, dass sich eine l'heure, conscient de l'acuité de la question, a donc chargé
Divergenz zwischen den Deutschweizer Kantonen und ein- une commission d'experts de faire des propositions qui vont
zelnen Westschweizer Kantonen abzuzeichnen beginnt. Die être présentées dans quelques jours. Et puis, sur un sujet
Tendenz in den Deutschschweizer Kantonen geht eher in aussi brûlant, la Suisse a participé activement aix recom-
Richtung eines restriktiven Kurses, während in den West- mandations du Conseil de l'Europe car je crois, en effet,
schweizer Kantonen eine Tendenz - wie sie auch in den qu'il faudra qu'il y ait une harmonisation européenne dans
Worten von Herrn Guinand zum Ausdruck kam - besteht, cette affaire.
eine liberale, auf minimale Grundsätze beschränkte Gesetz- Ne le voudrions-nous donc pas que nous devrions quand
gebung zu erlassen. même nous saisir de cette question puisqu'il y a une initia-
Wenn der Kanton St. Gallen seine Standesinitiative bei der tive populaire dite du Beobachter qui a été déposée et que le
Bundesversammlung eingereicht hat, so will er damit zum délai d'examen fait que le Conseil fédéral devrai prendre
Ausdruck bringen, dass er nebst der bereits bestehenden position l'année prochaine. Mais je disais aussi qu'il n'y a
kantonalen Regelung, die, wie gesagt, restriktiv angelegt ist, pas vraiment de vide juridique en Suisse. En effet, une demi-
ein Bundesengagement erwartet und verlangt. Er hat dies douzaine de cantons au moins ont plus ou moins régle-
auch damit zum Ausdruck gebracht, dass die kantonale menté la question. A titre d'exemple, je rappellerai que le
Regelung bis zum Inkrafttreten einer Bundesregelung befri- canton de Vaud a deux articles dans sa loi sur la santé
4. Oktober 1988 N 1379 Standesinitiative St. Gallen
publique, que le Tessin a un article aussi dans une loi, que Conseil fédéral et les Chambres s'attellent à la tâche sans
Genève a édicté un règlement et que Neuchâtel a des tarder, selon le souhait exprimé par l'initiative mais en
directives. C'est à Saint-Gall et en Argovie que l'on connaît prenant le temps de la réflexion.
les lois les plus détaillées sur cet objet. Permettez-moi de terminer en citant ici la conclusion du
Partout dans ces cas, il est apparu à l'autorité cantonale président de la commission au Conseil des Etats, M. Jean-
compétente qu'il fallait des normes restrictives, voire des François Aubert, qui s'est exprimé, il y a exactement un an,
interdictions surtout sur la fécondation in vitro et le transfert sur le sujet dont nous débattons maintenant, et je cite: «Je
d'embryons. Parfois, le sort des embryons en réserve est souhaite que ceux qui prépareront la loi et ceux qui en
traité. délibéreront aient un juste sentiment de leurs limites. Ils se
Les deux volets d'une législation ou d'une réglementation rappelleront qu'en cette matière le contrôle du respect des
s'attachent bien sûr aux opérations médicales envisagea- lois est difficile; que tout se passe dans des cabinets et des
bles ou interdites, d'une part, et aux relations personnelles laboratoires où la police, quelque forme qu'elle prenne, aura
entre les demandeurs, d'autre part. Ainsi, par exemple, peu d'accès; que les infractions ne seront guère connues
Vaud, Saint-Gall et Argovie n'envisagent de procréation que par la délation. Ils sauront que les sanctions dans cette
artificielle que pour des couples dûment mariés, tandis que matière seront nécessairement dérisoires, que l'on ne tuera
Neuchâtel considère les non-mariés en relation stable et que pas les enfants illégaux et qu'il faudra se contenter d'infliger
Genève est plus réceptive aux demandes des femmes. Mais quelque amende à ceux qui les auront fait naître. Ils n'ou-
partout le prêt d'utérus, les fameuses mères porteuses et la blieront pas qu'ils touchent ici à un domaine très privé qui
conservation d'embryons aux fins de redistribution sont relève de l'idée même que l'on peut avoir de la justice et ils
interdites. prendront garde qu'en adoptant des dispositions trop res-
Pour préciser extrêmement brièvement les choses, je vous trictives, ils ne fassent qu'imposer les vues morales de la
rappellerai qu'il y a insémination artificielle, soit l'introduc- majorité à une minorité qui ne les acceptera pas.»
tion du sperme dans l'appareil génital de la femme sans C'est aussi dans cet esprit, qu'au nom de la commission
relations sexuelles, elle est dite donc homologue lorsque le unanime, encore une fois, je vous invite donc à donner suite
sperme vient du mari ou du partenaire habituel, hétérologue à l'initiative du canton de Saint-Gall demandant que la
lorsqu'il vient d'un tiers, généralement un illustre inconnu. Confédération légifère en cette matière de fécondation arti-
En revanche, il y a fécondation in vitro lorsque l'on réalise la ficielle.
fusion d'un ovule humain, prélevé sur une femme, et d'un
spermatozoïde dans un récipient de culture, fécondation en Präsident: Die Kommission beantragt dem Nationalrat ein-
éprouvette si je puis dire. Là encore, il y a fécondation stimmig, der Standesinitiative Folge zu geben und den Bun-
homologue si les gamètes viennent du couple, hétérologue desrat einzuladen, ohne weiteren Verzug Bericht und
simple ou double s'il y a tiers donneur. C'est dans ce cas Anträge vorzulegen. Dieser Antrag stimmt überein mit dem
qu'on peut avoir une mère ayant donné un ovule prélevé et Beschluss des Ständerates von letztem Herbst.
une mère ayant porté l'enfant, soit une mère génétique et
une mère biologique. Zustimmung - Adhésion
Face aux résultats de ces combinaisons quelque peu ébou-
riffantes, le code civil et le code des obligations actuels ne An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
sont pas muets. La mère juridique de l'enfant, d'ores et déjà
de par la loi, est celle qui lui a donné naissance et le père
juridique est celui qui a admis l'insémination artificielle de Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr
sa femme par un tiers donneur. La mère biologique, et ceci La séance est levée à 13 h 00
est important, n'a pas le droit de livrer son enfant une fois
né, réserve étant donc faite de toute la législation sur l'adop-
tion. Mais si les conséquences juridiques sont établies, les
permissions ou restrictions ou interdictions relatives aux
opérations ne le sont pas. C'est là toute la question qui est
posée au Parlement fédéral.
En effet, face à l'évolution des techniques médicales, deux
risques existent. Tout d'abord, laisser aller les choses sans
contrôle suffisant. Les valeurs fondamentales entourant la
procréation et la naissance des personnes pourraient en
être dangereusement relativisées et un équilibre social en
être compromis. Ensuite, réagir trop par peur, par réflexe
moral, voire par dégoût. Mais ne risque-t-on pas alors de
créer un hiatus trop grand entre les demandes, les pres-
sions, les possibilités médicales, d'une part, et les règles
juridiques établies, par l'Etat, d'autre part, avec tous les
risques de non-respect de la règle que cela suppose ou
d'interprétation extensive. Et vous m'avouerez que cela est
plus grave que dans le cas des limitations de vitesse dont
nous parlions tout à l'heure, mais c'est au fond le même
problème politique général.
On voit bien d'ailleurs ce qu'il en est dans ce pays à propos
de l'interruption de grossesse. C'est probablement parce
que les Saint-gallois se sentent particulièrement mal à l'aise
qu'ils ont pris l'initiative de demander à la Confédération de
légiférer. Mais tous les autres cantons, on le sait, désirent
aussi et l'ont fait savoir que la Confédération légifère. Et
même si les positions des cantons se recouvrent sur des
points essentiels, il y a des divergences qui sont gênantes et
qui sont préoccupantes. Une unité complète de doctrine et
de pratique sur tout le territoire suisse est certainement
souhaitable de l'avis de votre commission.
Je vous ai dit tout à l'heure que le train de la réflexion est de
toute façon en marche. Les temps sont mûrs pour que le
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Standesinitiative St. Gallen Künstliche Befruchtung beim Menschen
Initiative du canton de Saint-Gall Fécondation artificielle chez l'être humain
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.203
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1988 - 08:00
Date
Data
Seite 1374-1379
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