Switzerland's Extension of IMF General Arrangements to Borrow
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposed extending Switzerland's participation in the General Arrangements to Borrow (GAB) with the International Monetary Fund (IMF) for another five years. While acknowledging concerns about the IMF's development policies and the GAB's limited use, the Federal Council and the commission argued that continued participation was crucial for maintaining Switzerland's influence in international monetary policy discussions and upholding global financial stability, especially given the interconnectedness of the world economy. Opponents argued that the GAB's limited effectiveness and the IMF's criticized policies, particularly regarding developing nations, made continued participation unwarranted and that funds could be better utilized through direct bilateral development aid. Ultimately, the National Council voted to extend Switzerland's participation in the GAB.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 13 Abs. 2 Bst. c des UZK, Art. 66 Abs. 1 BGG; Switzerland's Extension of IMF General Arrangements to Borrow: While acknowledging concerns about the IMF's development policies and the GAB's limited use, the Federal Council and the commission argued that continued participation was crucial for maintaining Switzerland's influence in international monetary policy discussions and upholding global financial stability, especially given the interconnectedness of the world economy. Opponents argued that the GAB's limited effectiveness and the IMF's criticized policies, particularly regarding developing nations, made continued participation unwarranted and that funds could be better utilized through direct bilateral development aid. Ultimately, the National Council voted to extend Switzerland's participation in the GAB.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision was cited as the basis for the court's decision to dismiss the appeal, specifically regarding the inadmissibility of the appeal due to a lack of a final decision.
This provision concerns the allocation of court costs, and was used to order the appellant to pay the costs of the proceedings.
Volltext
16. März 1988 N 321 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
hat darüber diskutiert, ob man zulasten der Nationalstras- #ST# 86.562
senrechnung mehr verrechnen sollte. Wir wären der Mei-
nung gewesen, man hätte das tun sollen. Aber die Vereinba- Interpellation Grassi
rung wurde schon vor langer Zeit geschlossen, so dass es Autokolonnen vor Zollämtern
keinen Sinn hat, daran rütteln zu wollen, die Vorlage würde
damit nämlich stark verzögert. Zusammengefasst: Wir schla- Interpellanza Grassi
gen Ihnen vor - wenn auch ohne grosse Begeisterung -, Colonne di autoveicoli ai valichi
diesem Geschäft zuzustimmen. doganali
Präsident: Die liberale Fraktion lässt mitteilen, dass sie der Interpellation Grassi
Vorlage zustimmt. Passage de véhicules automobiles
aux postes de douane
Bundespräsident Stich: Ich danke Ihnen für die gute Auf-
nahme dieses Projektes. Auch wenn man in Europa 1992 ein
Europa ohne Grenzen machen möchte, so werden wir trotz- Siehe Jahrgang 1986, Seite 2075 - Voir année 1986, page 2075
dem Grenzen und auch Grenzkontrollen beibehalten. Man
muss sich auch bewusst sein, dass an der Grenze insgesamt
etwa 150 verschiedene Gesetze und Verordnungen ange-
wendet werden müssen. Das wird auch nachher so ein.
Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass wir hier eine Präsident: Die Interpellation ist im schriftlichen Verfahren
zweckdienliche Anlage errichten können. behandelt worden. Herr Grassi hat Gelegenheit, zu erklären,
Die Bemerkungen, die gemacht worden sind, sind in der ob er von der Antwort des Bundesrates befriedigt ist.
Kommission samt und sonders auch schon diskutiert wor-
den. Ich glaube deshalb nicht, dass es nötig ist, im einzelnen Grassi: Ich bin von der Antwort des Bundesrates nicht
noch einmal Antwort zu geben. Es ist selbstverständlich, befriedigt: Sie geht nicht umfassend auf die Problematik ein
dass wir versuchen, für die Schiene wie für die Strasse und schlägt keine Lösungen vor. Ich beantrage daher Dis-
möglichst gute und möglichst rasche Zollabfertigungen zu kussion.
erreichen.
Zu den Pilotanlagen für Wärmekraftkoppelungen: Es ist in Präsident: Herr Grassi beantragt Diskussion über die Inter-
der Kommission bereits dargelegt worden, dass der Bund pellation.
zwarWärmekraftkoppelungs-Pilotanlagen macht. Dasheisst
nicht, dass er sie bei jedem Bauvorhaben schon jetzt ein- Abstimmung - Vote
setzt. Das kann es nicht bedeuten, sonst wären es keine
Pilotanlagen mehr. Man möchte zuerst einmal mit den Pilot- Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit
anlagen, die man baut, Erfahrungen sammeln.
Das sind die wichtigsten Punkte, zu denen man hier noch Präsident: Ich beantrage Ihnen, die Diskussion auf heute
Stellung nehmen kann. Die Anlage ist nötig. In bezug auf die abend zu verschieben, also Aufnahme in die graue Liste. -
Abgrenzung zu Nationalstrassenkrediten ist eine Vereinba- Sie sind mit der Verschiebung einverstanden.
rung schon vor sehr langer Zeit getroffen worden. Es wäre
wenig sinnvoll, heute wieder darüber zu diskutieren und
einen neuen Streit über die Verteilung dieser Gelder zu
entfachen. #ST# 87.072
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Internationaler Währungsfonds.
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Verlängerung des Bundesbeschlusses
Detailberatung - Discussion par articles Fonds monétaire international.
Prorogation de l'arrêté fédéral
Titel und Ingress, Art. 1 - 3
Titre et préambule, art. 1 - 3 Botschaft und Beschlussentwurf vom 25. November 1987 (BBI 1988,
Seite 617)
Message et projet d'arrêté du 25 novembre 1987 (FF 1988 l, année 1988,
Angenommen - Adopté page 584)
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 114 Stimmen
(Einstimmigkeit) Antrag der Kommission
Eintreten
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Antrag Zbinden Hans
Nichteintreten
Antrag Ruf
Nichteintreten
Proposition de la commission
Entrer en matière
Proposition Zbinden Hans
Ne pas entrer en matière
Proposition Ruf
Ne pas entrer en matière
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 322 N 16 mars 1988
Allenspach, Berichterstatter: Die 1962 vom Internationalen Die Kommission sieht in den Allgemeinen Kreditvereinba-
Währungsfonds mit den zehn wichtigsten Industrieländern rungen in erster Linie ein währungspolitisches und nicht ein
abgeschlossenen Allgemeinen Kreditvereinbarungen tragen entwicklungspolitisches Instrument. Die entwicklungspoliti-
alle Kennzeichen eines klassischen Garantie- und gegensei- sche Seite wird mit der Aufstockung der sogenannten Struk-
tigen Beistandsabkommens. turanpassungsfazilitäten von 6 Milliarden Sonderziehungs-
Der Währungsfonds kann zur Ueberbrückung von Zahlungs- rechten später in Angriff genommen. Die Schweiz ist eben-
bilanzschwierigkeiten einzelnen Ländern rückzahlbare Kre- falls angegangen worden, sich an dieser Aktion der Aufstok-
dite gewähren. Die Mittel des Währungsfonds hiefür sind kung der sogenannten Strukturanpassungsfazilitäten zu
aber begrenzt. Die zehn wichtigsten Industriestaaten haben beteiligen. Eine entsprechende Botschaft hat Herr Bundes-
sich deshalb verpflichtet, dem Währungsfonds mit rückzahl- rat Stich schon für diesen Sommer in Aussicht gestellt.
baren Fazilitäten unter die Arme zu greifen, wenn er über Die Weltöffentlichkeit würde es nur schwer vestehen, wenn
seine eigenen Mittel hinaus Zahlungsbilanz-Ueberbrük- die Schweiz - aus welchen Gründen dies auch immer
kungskredite gewähren muss. geschähe - einem internationalen Beistands- und Solida-
Ursprünglich waren die Allgemeinen Kreditvereinbarungen ritätswerk ausdrücklich und willentlich den Rücken kehren
gewissermassen eine Versicherung auf Gegenseitigkeit. Die würde. Die schweizerische Oeffentlichkeit hätte noch weni-
dergestalt finanzierten Zahlungsbilanz-Ueberbrückungskre- ger Verständnis, wenn wir aus dem Zehnerklub austreten
dite konnten nur den Mitgliedern des Zehnerklubs zur Verfü- und uns damit selbst aus einem wichtigen Forum zur Erörte-
gung gestellt werden. 1983 wurde der Verwendungszweck rung der internationalen Währungspolitik ausschliessen
ausgedehnt. Der Währungsfonds kann heute unter gewis- würden. Es gibt Industriestaaten genug, die gerne unseren
sen Bedingungen solche Zahlungsbilanz-Ueberbrückungs- Platz in diesem Zehnerklub einnehmen würden.
kredite auch Nichtmitgliedern des Zehnerklubs gewähren Die internationalen Währungsverhältnisse haben Einfluss
und dabei - soweit nötig - die Mittelzusagen der Allgemei- auf Arbeit und Wohlstand in der Schweiz. Das sollte uns
nen Kreditvereinbarungen in Anspruch nehmen. nach den turbulenten Währungsunruhen des letzten Jahres
Diese Allgemeinen Kreditvereinbarungen sind damit zu bewusst geworden sein. Wir müssen - wo immer es möglich
einem umfassenden Sicherheitsnetz geworden, das aller- ist - in den Gremien der internationalen Währungspolitik
dings nur bei äusserst gravierenden Währungssituationen dabei sein. Eine Voraussetzung dazu ist die Mitgliedschaft
zum Einsatz gelangt. im Zehnerklub, und damit untrennbar verbunden ist unsere
Die Schweiz hatte sich'schon in den siebziger Jahren an den Beteiligung an den Allgemeinen Kreditvereinbarungen.
Zahlungsbilanz-Ueberbrückungskrediten des Währungs- Aus diesen Erwägungen beantragt die Kommission in Uebe-
fonds beteiligt, freiwillig damals und ohne Mitglied des reinstimmung mildem Bundesrat-wie erwähnt mit 16zu 0
Zehnerklubs zu sein. Mit dem Bundesbeschluss vom Stimmen bei 3 Enthaltungen -, dem Bundesbeschluss über
13. Dezember 1983 hatte die Schweiz dann die Allgemeinen die Verlängerung der Teilnahme der Schweiz an den Allge-
Kreditvereinbarungen genehmigt und konnte damit formell meinen Kreditvereinbarungen des Internationalen Wäh-
dem Zehnerklub beitreten. In diesem Bundesbeschluss von rungsfonds zuzustimmen.
1983 wurde die Nationalbank als teilnehmende Institution
bezeichnet und zur Kreditgewährung im Rahmen dieses M. Grassi, rapporteur: La Suisse participe depuis 1964 à des
Abkommens ohne Bundesgarantie ermächtigt. Hätte also mesures monétaires internationales, en se fondant sur l'ar-
der Währungsfonds die Beistandszusagen eingefordert, so rêté fédéral du 4 octobre 1963. Il s'agissait, alors, de s'asso-
hätte nicht der Bund, sondern die Nationalbank in die cier aux Accords généraux d'emprunt qui avaient été passés
Tasche greifen müssen. Die Beistandszusagen der Schwei- en 1962 entre le Fonds monétaire international et les dix
zerischen Nationalbank beliefen sich auf 6 Prozent der principaux pays industrialisés, aux fins de s'entraider lors-
Gesamtsumme von 17 Milliarden Sonderziehungsrechten, que la balance des paiements devenait déficitaire. Cette
d. h. auf rund 1,9 Milliarden Franken. Sie sind in den letzten participation a été renouvelée en 1975, et la Suisse a obtenu
fünf Jahren nie beansprucht worden. le statut d'observateur au sein du Groupe des Dix.
Die Allgemeinen Kreditvereinbarungen laufen Ende 1988 Lors de la révision des accords en 1983, la Suisse a
aus. Der Währungsfonds und die Mitgliedländer sind über- demandé à être considérée comme membre à part entière
eingekommen, sie unverändert um weitere fünf Jahre fortzu- des Accords généraux d'emprunt et donc du Groupe des
führen. Wollte sich die Schweiz an diesem Werk der interna- Dix; ce qui est chose faite depuis avril 1984, conformément à
tionalen Zusammenarbeit nicht mehr beteiligen, so müsste l'arrêté fédéral du 14 décembre 1983. Celui-ci prévoit la
der Bundesrat bis Ende Juni dieses Jahres ausdrücklich den participation aux accords qui avaient été renouvelés pour
Austritt aus der Vertragsgemeinschaft erklären. cinq ans. Le Groupe des Dix et le Fonds monétaire interna-
Der Bundesrat beantragt, die Teilnahme an den Allgemeinen tional étant convenus de reconduire les Accords généraux
Kreditvereinbarungen während der neuen fünfjährigen Lauf- d'emprunt, sans aucune modification, pour une nouvelle
zeit unverändert fortzuführen. Die Kommission unterstützt période de cinq ans, le Parlement doit décider si notre pays
diesen Antrag mit 16 gegen 0 Stimmen bei drei Enthaltun- entend rester membre de cet organisme. C'est ce que nous
gen. Sie ist mit dem Bundesrat der Ansicht, dass der Zehner- propose le Conseil fédéral dans son message du 25 novem-
klub trotz veränderten Aufgaben und verändertem Stellen- bre 1987.
wert von hoher Bedeutung ist. Die Schweiz sollte das Mit- Je me bornerai à rappeler que les Accords généraux d'em-
spracherecht in diesem Klub unbedingt aufrechterhalten. prunt permettent au Fonds monétaire international de
Wir sollten an diesem Werk der Solidarität mittragen. Auch recourir à des ressources supplémentaires lorsque ses liqui-
wenn die Allgemeinen Kreditvereinbarungen in den letzten dités sont insuffisantes. C'est ce qu'il a fait jusqu'en 1983,
fünf Jahren nie beansprucht wurden, nehmen sie als letzte année au cours de laquelle l'endettement a fortement aug-
Reserve in einem umfassenden Dispositiv gegen internatio- menté et où l'on a enregistré des droits de tirage spéciaux
nale Zahlungsbilanz-Zusammenbrüche einen wichtigen s'élevant à 14,1 milliards de francs. Depuis lors, le Fonds
Platz ein. monétaire international n'a plus invoqué les accords et le
Schon 1983 hatte sich das Parlament mit den entwicklungs- montant a sensiblement été réduit. Cela est dû au fait que
politischen Aspekten der Allgemeinen Kreditvereinbarungen les tirages sur le Fonds sont en régression, mais aussi aux
befasst und den Bundesrat aufgefordert, in seiner Beitritts- restrictions apportées à l'application des Accords généraux
erklärung auf unsere Grundsätze der internationalen d'emprunt. Ils sont devenus par conséquent une sorte de
Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen. Der Bundesrat réserve de secours du Fonds monétaire international, ce qui
hatte diesen Auftrag erfüllt und vertritt nun zu Recht die ne diminue pas leur importance.
Auffassung, es sei nicht notwendig, den erwähnten entwick- En effet, la possibilité d'agir rapidement et d'intervenir à
lungspolitischen Hinweis anlässlich der stillschweigenden temps pour aider un pays qui aurait des problèmes de
Verlängerung noch einmal zu wiederholen. liquidités, ne doit pas être sousestimée dans un monde
16. März 1988 N 323 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
toujours plus interdépendant. Notre engagement se limite à Im Rahmen dieser Spannungsfelder müssen wir nun Stel-
l'obligation pour la Banque nationale de garder à la disposi- lung nehmen. Wir können aber nur Stellung nehmen, wenn
tion du Fonds monétaire international des devises pour un wir die Allgemeinen Kreditvereinbarungen nicht isoliert
montant de 1020 millions de droits de tirage spéciaux, ce betrachten. Wenn wir sie isoliert betrachten und gleichzeitig
qui équivaut à 1,9 milliards de francs, et cela, au cas où la eine Kosten-Nutzen-Rechnung machen, müssen wir uns fra-
situation se détériorerait gravement sur le plan monétaire. gen : Weshalb machen wir dort mit? Bis jetzt wurde vom IWF
Ces moyens peuvent donc être mis en oeuvre immédiate- her - seit wir dabei sind notabene - noch nie ein Beitrag
ment pour rétablir l'équilibre de la balance des paiements bezogen. Wir haben auch kein Mitspracherecht, wenn der
des pays qui en auraient besoin. IWF bestimmte Beiträge abrufen will. Trotzdem machen wir
Pour vous donner une idée de l'importance de notre enga- dort mit! Das heisst also, dass wir auch indirekte Interessen
gement, j'ajouterai que, si le Fonds monétaire international an der Mitarbeit bei diesen Allgemeinen Kreditvereinbarun-
devait demander le crédit maximal accordé, cela ne repré- gen haben. Dieses Umfeld müssen wir ebenfalls betrachten.
senterait que 4 pour cent de nos réserves monétaires Wir haben - öbschon wir nicht Mitglied des IWF und der
actuelles. Mais même à ce moment là, le remboursement Weltbank sind - informelle gute Beziehungen mit diesen
anticipé nous permettrait de disposer, en tout temps, de ces internationalen Organisationen. Das ist uns bewusst. Wir
moyens, le cas échéant, aux fins de défendre notre monnaie. haben auch schon mehrmals Kredite zur Verfügung gestellt,
La commission partage donc l'avis du Conseil fédéral. Notre und Sie wissen, dass der Bundesrat daran ist, uns nächstens
participation aux Accords généraux d'emprunt est un acte eine Vorlage vorzulegen, damit wir dem IWF von uns aus
de solidarité. Mais elle est aussi dans notre intérêt, puisque, einen Kredit zur Verfügung stellen.
grâce à elle, nous pouvons participer aux discussions et à Die ursprünglich wichtige Währungsfunktion der Allgemei-
l'éboration de décisions sur les problèmes touchant au nen Kreditvereinbarungen des Zehnerklubs ist in den letzten
système monétaire international. Une coopération moné- Jahren relativiert worden. Heute werden währungspolitische
taire sur le plan mondial, sans la participation suisse, serait Fragen entweder bilateral zwischen den führenden westli-
non seulement imparfaite mais excluerait notre pays des chen Industrienationen besprochen, zwischen den Noten-
courants qui déterminent la politique dans ce domaine. Il est bankgouverneuren, oder sie werden in den berühmten Gip-
par conséquent souhaitable que notre pays continue à parti- feln der ungeraden Zahlen (Dreier-Gipfel, Fünfer-Gipfel,
ciper aux Accords généraux d'emprunt. Siebner-Gipfel) oder im Schosse der Bank für Internationa-
Pendant la discussion, des membres de la commission ont len Zahlungsausgleich besprochen.
exprimé des réserves à l'égard de notre politique en matière In diesem Zusammenhang hat die Mehrheit der Fraktion die
de développement. Les critiques ont porté essentiellement Meinung - ich auch -, dass dieser Beitritt zu den Allgemei-
sur les conditions imposées par le Fonds monétaire interna- nen Kreditvereinbarungen eine Goodwill-Aktion ist, weil wir
tional aux pays en développement, lors de l'octroi des cré- in den beiden anderen Organisationen einen Sonderstatus,
dits. On peut, en effet, avoir des opinions divergentes sur ein Privileg, haben. Mit dieser Verlängerung leisten wir
l'opportunité de certaines de ces conditions. Il y a eu sans einen symbolischen Beitrag, damit wir bei den anderen
doute des erreurs d'appréciation dans le passé, mais les Organisationen informell beteiligt sind. Ein guter, neutraler
expériences faites permettent de porter un jugement favora- Zeuge dieser Position ist ein ehemaliges Exekutivmitglied -
ble global sur les interventions qui ont eu lieu. D'autre part, sogar der Exekutivdirektor des IWF -, das gesagt hat (das
on ne peut empêcher le bailleur de fonds d'exiger du débi- finde ich entscheidend): «Die Schweiz ist ein konstruktives
teur des garanties de comportement qui, n'étant pas réelles, Nichtmitglied.»
tendent à assurer le remboursement du crédit. Das scheint generell unsere Position zu sein, wenn wir
Votre commission vous propose, à l'unanimité avec 3 abs- internationale Organisationen anschauen. Wir sind nicht
tentions, d'approuver l'arrêté fédéral et de reconduire la dabei, aber wir arbeiten informell trotzdem mit und sind
participation aux Accords généraux d'emprunt, pour une interessiert, auch Vorteile herauszuholen.
nouvelle période de cinq ans. Ganz kurz die beiden Positionen innerhalb unserer Fraktion.
Die Mehrheitsposition: Sie bringt vor allem entwicklungspo-
Präsident: Es sind Ihnen zwei Nichteintretensanträge zu litische Bedenken ins Spiel. Sie ist moralisch nicht bereit,
diesem Geschäft ausgeteilt worden. Herr Zbinden Hans, der Verantwortung zu tragen für die allgemeine Kreditpolitik, für
seinen Nichteintretensantrag begründet, spricht gleichzeitig die Kreditprogramme des internationalen Währungsfonds.
für die sozialdemokratische Fraktion. Sie kennen das. Drei Viertel dieser Kreditprogramme wer-
den mit Konditionen verbunden, die genau die Bevölke-
rungskreise benachteiligen, die wir Sozialdemokraten und
Zbinden Hans: Die heutige Rolle ist für mich schwierig, eine Gewerkschafter bei uns in der Schweiz vertreten, die ärme-
Art Akrobatikleistung, die ich hier erbringen muss. Ich muss ren Bevölkerungsschichten nämlich. Ein Bericht der Unicef
Ihnen sagen, dass unsere Fraktion bei dieser Problematik hat vor kurzem dargelegt, dass mitunter durch die Politik
keine einhellige Meinung vertritt, dass sie in verschiedenen des IWF mit diesen harten Konditionen gerade diese Bevöl-
Spannungsfeldern von Interessen und Standpunkten steht. kerungsschichten getroffen werden. Stichworte: grössere
Ich bin der Meinung, dass wir das hier offen darlegen und • Kindersterblichkeit, Bildungslücken, reduzierte Leistungen
die Konflikte auch aufzeigen sollten. im Gesundheitswesen.
Es sind vier Spannungsfelder: Ein weiteres Argument, das für die Mehrheit wichtig ist.
I.Wir sind auch von unserer Seite her an einer stabilen Wir vertreten die Ansicht, dass bei uns in der Schweiz eine
Wechselkurssituation interessiert. Uns liegt daran, dass die integrale Entwicklungspolitik betrieben werden soll, so dass
Entwicklungsländer zahlungsfähig sind. die Anstrengungen der öffentlichen Hand - Gesetz über die
2. Gleichzeitig haben wir entwicklungspolitische Interessen internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe- und die
stark zu vertreten. Wir sind daran interessiert, dass der Leistungen der privaten karitativen Organisationen durch
Solidarität zwischen der Ersten und der Dritten Welt nachge- Aktivitäten der Wirtschaft und der Finanzwirtschaft nicht
lebt wird. unterlaufen werden.
3. Sie wissen, dass wir Sozialdemokraten und Gewerkschaf- Wir sind für eine integrale, ehrliche Entwicklungspolitik im
ter immer wieder versuchen, internationale Lösungen zu Rahmen des Nord-Süd-Gefälles, die letztlich den Entwick-
suchen, dass wir interessiert sind, in internationalen Organi- lungsländern hilft. Wir sind auch nicht bereit, zu akzeptie-
sationen mitzuarbeiten und dort unsere Meinungen einzu- ren, dass der IWF per saldo mehr Mittel aus den Drittweltlän-
bringen und mitzugestalten. dern zieht, als er effektiv in diese Drittweltländer abgibt.
4. Wir sind auch daran interessiert, dass die schweizerische Zur Minderheitsposition: Die Minderheit ist der Meinung,
Wirtschaft, die vor allem exportorientiert ist, zu ihren Aufträ- dass die währungspolitischen Funktionen des IWF auch
gen kommt. Ich komme im Zusammenhang mit der Welt- heute noch wichtig seien und wir daran interessiert sein
bank auf diese Problematik zurück. müssten, dass das internationale Währungssystem nicht
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 324 N 16 mars 1988
durch Zahlungsunfähigkeit von bedeutenden Drittweltlän- Schuldenberges beseitigt. Wir würden uns aber gleichzeitig
dern in Frage gestellt werde. bestimmt mehr und weit schlimmere Probleme einhandeln!
Die Minderheit streicht hervor, dass vor allem auch die Man setzt doch ganz einfach auf ein Dauerwachstum des
Aufträge der Weltbank von 1987 im Umfang von etwa Welthandels, der Weltwirtschaft allgemein und schafftauch
300 Millionen Franken für den Werkplatz Schweiz wichtig unablässig mehr und schärfere Sachzwänge in dieser Rich-
sind, dass dadurch Arbeitsplätze erhalten werden können. tung.
Sie vertritt ferner die Ansicht, dass wir bereit sein müssen - Man stelle sich vor, was für Rohstoff-Ressourcen- und
um mehr Mitsprache zu haben und mehr Mitwirkung gel- Energieprobleme ein solches Wachstum der materiellen
tend machen zu können -, schrittweise dem IWF und nach- Güterproduktion in den Entwicklungsländern bewirken
her- das ist ja Voraussetzung - der Weltbank beizutreten. würde - ja teilweise bereits bewirkt hat. Umgekehrt würde
Fazit: Bei der Abwägung von währungspolitischen Interes- die Ueberschwemmung unserer hochindustrialisierten Län-
sen und entwicklungspolitischen Interessen, die notabene der mit Billigstwaren wegen der bekannten Erscheinung der
für uns nicht teilbar sind, findet die Mehrheit bei uns, dass sogenannten Deindustrialisierung bei uns noch mehr
die entwicklungspolitischen Interessen zentral sind und die Arbeitslose bewirken, weil wir selbst im Binnenmarkt indu-
währungspolitischen Interessen in diesem Fall weniger striell oder gar handwerklich nicht mehr rentabel produzie-
Bedeutung haben. ren könnten.
Wir wissen auch, dass der Herr Finanzminister diese Mei- Aber auch unlösbare Umweltbelastungen durch die Weg-
nung nicht teilt, aber wir glauben, dass wir diesen Konflikt werf-Massenprodukte würden noch verstärkt entstehen.
miteinander austragen können. Trotz unserer verschiede- Materielle Warenproduktion ohne echtes Bedürfnis, nur
nen Ansichten ist die Beziehung so tragfähig, dass keine wegen Sachzwängen im internationalen Währungsbereich,
Probleme entstehen werden. bedeutet sinnlose Verschwendung von Energie, Rohstoffen
Ich stelle deshalb im Namen der Mehrheit der Fraktion einen und Ressourcen, aber auch von menschlicher Arbeitskraft
Nichteintretensantrag und bitte Sie, diesem Folge zu leisten. und Lebensqualität! Schliesslich dürfen wir auch nicht ver-
gessen, dass die Transporte der produzierten Waren über
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle die halbe Welt die Umwelt ebenfalls massiv belasten. Man
kann sagen, dies alles sei wirklich ein Weg in die Sackgasse.
Dreher: Sie können sich ja wohl vorstellen, weshalb ich Der Schuldenberg rührt doch daher, dass das Konglomerat
heute die Sitzung mit einer persönlichen Erklärung unter- internationaler Kreditinstitute - seien sie privat- oder öffent-
brechen muss. lich-rechtlich organisiert - immer wieder eindeutige Fehlin-
Es geht um die Titelseite des heutigen «Blick» - Herr Jaeger vestitionen finanziert hat und von diesem Kurs nicht abwei-
lacht, diese Ehre wird ihm ja mitunter auch zuteil. Ich chen will. In Südbrasilien ist das Beispiel des bekannten
möchte dazu folgende Richtigstellung abgeben. Riesenstaudamms des Itaipu zu erwähnen. Sie wissen, dass
Die Diskussion im Hotel Bellevue-Palace war an diesem dort die Elektrizitätsproduktion derart gross ist, dass der
Abend recht engagiert. Wir haben mit Herrn Onken über die Strom gar nicht mehr verkauft werden kann. Daraus entsteht
politische Standfestigkeit von Millionärs-Söhnen gespro- natürlich ein riesiger Defizitbetrieb. Brasilien kann wegen
chen, die entsprechend bei anderen politischen Gruppierun- des Schuldenberges dringend benötigte Einfuhren nicht
gen, der sie traditionell nicht zuzurechnen sind, Karriere zu mehr bezahlen. Dies ist ein Vorgehen, das Grundsätzen, die
machen versuchen. sonst in der Privatwirtschaft gelten, grob widerspricht. Das
Herr Onken hat dann gesagt, dieser Wahlsieg unserer Partei Unternehmerrisiko wird auf die Gemeinschaft sämtlicher
in St. Gallen sei nicht besonders bemerkenswert. Ich habe Steuerzahler und Nominalwertbesitzer der Welt abgewälzt.
ihm dann gesagt: «Sehen Sie, die Argumente sind so stark, Es ist zudem auch bekannt, dass die IWF-Programme - wie
damit können Sie jeden politischen Gegner an die Wand übrigens die Entwicklungsprogramme der Weltbankgruppe
nageln und gleich noch den Flammenwerfer hinterher- insgesamt - in der Regel einer - vermeintlichen - Sanierung
schicken.» der wirtschaftlichen Probleme der betroffenen Länder auf
Das ist nun materiell etwas völlig anderes, als der «Blick» zu dem Buckel der ärmeren Schichten gleichkommen.
rapportieren beliebte. Uns ist natürlich klar, dass eine Weigerung der Schweiz,
Herr Suremann vom «Blick» war am Tisch nebenan. Er hätte weiterhin dem Zehnerklub anzugehören und damit gewis-
die Gelegenheit gehabt, mich vorweg zu fragen, ob das sermassen das «Weiterwursteln» in der bisherigen Art bis
überhaupt stimmt. Es geht alles auf das Café Vallotton zum-wahrscheinlich bösen-Erwachen abzusegnen, keine
zurück. sofortige Aenderung der Politik der internationalen Finanz-
Ich bringe Ihnen das zur Kenntnis, damit Sie es von mir mächte auslösen würde. Aber es wäre wenigstens ein Signal
selbst gehört haben. gesetzt, dass es so nicht weitergehen kann, ein Zeichen der
Umkehr!
Ruf: Auch die Vertreter der Nationalen Aktion beantragen Ich will noch dem Einwand begegnen, es gebe keine ver-
Ihnen Nichteintreten, d. h. einen Verzicht auf die weitere nünftigen Alternativen zu der weltweiten Wirtschaftsver-
Teilnahme der Schweiz an den Allgemeinen Kreditverein- flechtung, wie sie immer mehr vorangetrieben wird. Unserer
barungen des Internationalen Währungsfonds. Meinung nach gibt es sie aber! Wir sehen sie in der Strategie
Diesen Antrag stellen wir aus ähnlichen grundsätzlichen von mehr Selbstversorgerwirtschaft in den einzelnen Natio-
Ueberlegungen, aus denen wir bereits den Beitritt zum Zeh- nen und - wenn das nicht geht - im Handel vorwiegend
nerklub vor etwas mehr als vier Jahren an dieser Stelle zwischen geografisch benachbarten Ländern. Es ist dies die
bekämpft haben. Strategie einer relativen Entflechtung und Diversifikation
Für uns sind diese Vereinbarungen nach wie vor ein Schritt der Weltwirtschaft statt ihrer Verklumpung, Entmischung
auf einem Marsch in die falsche Richtung. Sie kennen die und extremen geografischen Spezialisierung, wie dies unter
berüchtigte internationale Schulden pyramide, die einer Teu- dem jetzigen Regime der Fall ist. Die Oekologie lehrt uns,
felsspirale ohne Ende gleichkommt. Die neuen Kredite, die dass wir im ersten Fall mehr Stabilität und Gleichgewicht, im
der Dritten Welt gewährt werden, dienen ja fast ausschliess- zweiten Fall mehr Labilität und Ungleichgewicht zu erwarten
lich dem Schuldendienst. Im privaten Bereich sagt man haben. Natürlich ist uns auch bewusst, dass ein gewisser
immer, es sei falsch, dem schlechten Geld noch gutes nach- Welthandel nötig ist. Das Motto sollte jedoch heissen: Soviel
zuwerfen! Wenn jeweils von Ueberbrückungskrediten die Welthandel wie nötig, sowenig Welthandel wie möglich -
Rede ist, dann ist das doch bloss Schönfärberei. Wie wollen und eben nicht: soviel Welthandel wie möglich!
Sie Brücken bauen, wenn weit und breit kein Ufer in Sicht Noch ein Bemerkung zum Verschuldungsproblem. Ich will
ist, auf dem Sie den anderen Brückenkopf fest verankern auf den im privatwirtschaftlichen Bereich bekannten Kon-
können? Selbst wenn jedoch die Strategie, mit welcher der kurs hinweisen. Natürlich ist bekannt, dass Staaten faktisch
Schuldenabbau bewerkstelligt werden soll, Erfolg hätte, so und juristisch nicht Konkurs gehen können. Da wären die
wäre dadurch vielleicht das Problem des internationalen Leute vom internationalen Währungsfonds nun aufgerufen,
16. März 1988 N 325 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
sich Entsprechendes einfallen zu lassen, das eine wirkliche vierendem Handeln. So vermag der letzte Absatz von
Lösung der Probleme bedeuten würde und nicht nur eine Abschnitt 4 in der Botschaft nicht gerade zu überzeugen:
Uebertünchung, wie dies bei der Strukturanpassungsfazili- «Die Schweiz kann damit auch ihr Mitspracherecht bei inter-
tät der Fall ist. Jedenfalls raubt die hoffnungslose Verschul- nationalen Währungsfragen aufrechterhalten.» Es stellt sich
dungssituation den Völkern der hochverschuldeten Staaten die Frage: Wo denn und wie denn?
jegliche Motivation, sich durch eigene Kraftanstrengungen 4. Die Schweiz ist ganz klar aus Eigeninteresse Mitglied bei
aus dem Dreck zu ziehen. Darunter leiden wir letztlich alle. den Allgemeinen Kreditvereinbarungen. Sie hat zwar für
Anstelle der grösstenteils erfolglosen multilateralen sich die Option offen gehalten: «.... die Grundlage für unser
Entwicklungspolitik der Weltbankgruppe- zu der auch der Mitwirken an der internationalen Zusammenarbeit zu ver-
Internationale Währungsfonds gehört- ist eine bedürfnisbe- bessern.» Dann stellt aber der Bundesrat lakonisch fest:
zogene, kontrollierbare bilaterale Entwicklungspolitik zu «Die Erfahrungen als Mitglied der Zehnergruppe entspre-
fördern, die vor allem auch das horrende Bevölkerungs- chen im grossen und ganzen diesen Erwartungen.» Was
wachstum, das eines der grössten Probleme der Dritten Welt heisst «im grossen und ganzen»? Wo und wie? Was
darstellt, wirksam eindämmen kann! gedenkt der Bundesrat zu tun, wenn es «im grossen und
Auf Grund der mehrfach geäusserten Haltung des Bundes- ganzen» nicht so befriedigend ist?
rates müssen wir befürchten, dass die weitere Teilnahme bei Ich fasse zusammen: Erstens: Die grüne Fraktion ist der
den Kreditvereinbarungenein Präjudiz für einen IWF-Beitritt Meinung, dass die Schweiz in den internationalen Gremien
der Schweiz darstellen soll. Dies entspricht-ich betone das vertreten sein soll. Wir sind ein Teil der Weltgemeinschaft.
hier ganz klar - in keiner Weise dem Willen des Schweizer- Aber wir dürfen nicht nur dort mitmachen, wo uns damit
volkes, das sich äusserst skeptisch, teilweise massiv ableh- gedient ist, sondern wir müssen auch die Bereitschaft auf-
nend gegenüber fragwürdigen internationalen Bindungen bringen, die soziale Verantwortung, die diese Mitgliedschaft
geäussert hat! Ich erinnere an den Uno-Beitritt, der wuchtig mit sich bringt, wahrzunehmen. Nach unserer Ansicht
bachab geschickt wurde, und an das verworfene Darlehen geschieht in Sachen Allgemeine Kreditvereinbarungen von
an die IDA aus dem Jahre 1976. Dem Volkswillen entspricht Seiten der Schweiz nichts oder nur sehr, sehr Diskretes: so
es viel mehr, nicht Milliarden von Franken für fragwürdige diskret, dass es nicht einmal in der Botschaft ausgedrückt
Zwecke zur Verfügung zu stellen, vor allem wenn man zu der ist; es sei denn, Herr Bundesrat, Sie kritisieren aktiv - wenn
eigentlichen Verwendung - wie im Falle des IWF- nichts zu auch aus dem Vorhof heraus - die unbefriedigende Berück-
sagen hat. Wer garantiert uns,- dass die Zusagen der sichtigung der sozialen und humanitären Aspekte im IWF,
Schweiz in den nächsten Jahren nicht dann doch plötzlich wie es schon 1983 hier beschlossen wurde. Dazu ist wohl
beansprucht werden, wenn ein Bedarf vorhanden ist? mehr nötig als ein Brief.
Aus all diesen Gründen bitten wir Sie, auf diese Vorlage Zweitens: Der Bundesrat nimmt die 1983 in den Rucksack
nicht einzutreten. Dadurch würde der Bundesrat gezwun- mitgegebenen Auflagen ernst und legt offen klar, wie und
gen, auf den nächstmöglichen Zeitpunkt hin die Teilnahme wo er sie glaubhaft vertreten haben will.
der Schweiz an den allgemeinen Kreditvereinbahrungen des Drittens: Der Bundesrat ergänzt die Schmalspur-Finanzaus-
Internationalen Währungsfonds aufzukündigen! senpolitik mit umfassenden, entwicklungs- und finanzpoli-
tisch dringend notwendigen Massnahmen, zum Beispiel als
Frau Stocker: Die grüne Fraktion hat sich mit diesem Initiant einer internen Schuldenkonferenz. So könnte es sein
Entscheid schwergetan. Einmal mehr haben wir es mit einer - deshalb sind wir für Eintreten (grün ist schliesslich die
Vorlage zu tun, die uns nur zu einem Teilaspekt Mitsprache Farbe der Hoffnung) -, dass wir in fünf Jahren, wenn der
ermöglicht, wo doch ein Gesamtkonzept in Inhalt, Ziel und Bundesbeschluss wieder verlängert werden muss, eindeutig
Mitteln zu diskutieren wäre. und überzeugt ja sagen könnten oder aber dann dezidiert
Bei fast jedem Abschnitt des Berichtes sind wir versucht zu und bestimmt nein. Jetzt aber sind wir mit der Situation
sagen: «ja, aber» oder «nein, es sei denn». So kommen wir unzufrieden.
zu folgenden Ueberlegungen. Ich greife vier Aspekte heraus. Wir werden uns der Stimme enthalten.
1. Der Bundesbeschluss vom 14. Dezember 1983 war beglei-
tet von klaren Forderungen der Hilfswerke. So quasi in den
Rucksack wurden ihm Anträge mitgegeben - ich erinnere an M. Eggly: Le débat d'aujourd'hui à propos d'une participa-
diejenigen von Frau Uchtenhagen und Frau Blunschy-, und tion suisse reconduite aux accords généraux d'emprunt du
es wurde gesagt, dass fünf Jahre später eine Erfolgskon- Fonds monétaire international ne devrait plus être un débat
trolle in dieser Richtung gemacht werden müsse. In der de principe. En effet, le grand changement a eu lieu il y a
Botschaft aber lesen wir: «Der Bundesrat hat diesen Auftrag quatre déjà ans et la grande décision est celle que vous avez
wahrgenommen, indem er dem geschäftsführenden Direk- prise ici, le 30 novembre 1983. Vous avez enregistré alors le
tor durch den schweizerischen Botschafter in Washington fait que la Banque nationale puisse être appelée à fournir
einen entsprechenden Brief überreichen liess.» Ob das wohl une contribution selon sa quote-part lors d'une opération
genügt? financière du Fonds monétaire international. Vous avez
2. Der IWF ist keine sympathische und keine freundliche alors aussi enregistré le fait que d'autres pays que ceux du
Organisation, wissen wir doch heute aus zuverlässigen Groupe des Dix, les pays en voie de développement
Erfolgs- und Evaluationskontrollen, dass seine Interventio- endettés, puissent recourir à ce canal des accords généraux
nen nicht nur nichts bringen, sondern in der Regel auch d'emprunt, un lien étant ainsi établi indiscutablement entre
noch schaden. Die Allgemeinen Kreditvereinbarungen, um les opérations d'assainissement financier et l'aide au déve-
die es heute geht, sind ja quasi eine Art Vorhof, in dem die loppement de pays en difficultés, mais non pas les pays les
Schweiz steht und wartet. Heute sollen wir mit diesem plus pauvres. Je m'adresse à Mme Stocker: il ne s'agit pas,
Bundesbeschluss dieses Warten im Vorhof verlängern. Wir dans cette affaire, de l'aide aux pays les plus pauvres, qui de
fragen: Wollen wir das? Wollen wir mehr? Ist das eine starke toute façon bénéficient de notre aide technique - et il n'est
Rolle der Schweiz, oder ist es eher eine lächerliche? Wir pas question de remettre en cause cette aide. Il s'agit en fait
wissen, dass die internationale Währungspolitik immer mehr de l'aide au développement, d'un système intégré compre-
von den Grossen Sieben gemacht wird - da ist die Schweiz nant plusieurs aspects et là, les pays en voie de développe-
nicht dabei. ment concernés sont les pays qui ont déjà décollé industriel-
3. Wieder einmal stellt sich dieses akrobatische Wort der lement, mais peuvent avoir de gros problèmes d'endette-
«konstruktiven Nichtmitgliedschaft» ein. Aus der Uno- ment. Les pays les plus pauvres participent si peu au sys-
Debatte über die Sozialcharta kennen wir diese Akrobatik- tème monétaire qu'ils ont, eux, besoin d'autre chose, de
mit umgekehrtem Vorzeichen kennen wir sie beim Strassen- cette aide dont vous parliez mais qui n'en exclut pas une
verkehrsgesetz. Konstruktive Nichtmitgliedschaft kann eine autre - pourquoi voulez-vous qu'un genre d'aide comme
faule Ausrede sein, wenn sie nicht gelebt wird. Auch eine l'aide technique exclue un autre genre d'aide, comme l'aide
Mitgliedschaft dispensiert uns nicht von tatkräftigem, moti- financière et l'aide de stabilisation monétaire?
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 326 N 16 mars 1988
Vous avez enregistré, enfin, en 1983, avec satisfaction la Cela ne signifie pas à nos yeux l'abandon de tout esprit
participation de la Suisse au Groupe des Dix. Je me bornerai critique. La Banque nationale entend réorienter son aide en
donc ici à relever l'intérêt porté à certains phénomènes faveur de mesures d'ajustement structurelles. Cela pourrait
durant les quatre ans écoulés et qui justifient que nous nous donner l'occasion de discuter à fond et sans idéologie
acceptions la reconduction. des problèmes de développement. Mais pour l'heure, le
Tout d'abord les risques d'interdépendance. Les risques et groupe libéral estime que ces accords généraux d'emprunt
l'interdépendance dans le domaine financier et monétaire ont leur place, même s'ils n'ont pas été utilisés, dans le
sont apparus plus clairement encore qu'il y a quatre ans. dispositif général de sauvegarde.
Qu'il s'agisse de l'endettement de certains pays d'Amérique Rappelons enfin, à l'intention de ceux qui seraient inquiets,
latine ou du semi-krach boursier de l'automne dernier, tout qu'en cas de mise à disposition de notre quote-part, c'est le
se tient et les pays du globe, si différents qu'ils puissent être, Fonds monétaire qui serait le débiteur de la Banque natio-
sont pris dans cette interdépendance, dans leur unité de nale suisse.
destin. Voilà qui donne une responsabilité commune et C'est dans ce sens que le groupe libéral votera l'arrêté qui
particulière aux puissances économiques et financières nous est présenté pour reconduire la participation Suisse.
importantes. Pour la Suisse , il est donc essentiel qu'elle M. Rebeaud me signale que les écologistes s'abstiendront.
tienne sa place, son rôle dans cette concertation. Elle est du J'en prends acte avec satisfaction. Il n'empêche que les
Groupe des Dix. Malheureusement, M. Stich nous l'a dit en remarques critiques de Mme Stocker allaient bien dans le
commission, les grandes puissances financières apparte- sens des remarques de M. Zbinden et aussi de M. Ruf.
nant au Fonds monétaire ont tendance à se réunir en
groupes plus restreints, plus petits, et toute la question Engler: Die CVP stimmt dem Bundesbeschluss zu. Worum
d'une adhésion au Fonds monétaire et à la Banque mon- handelt es sich? Es geht um die Verlängerung des Bundes-
diale devra bien se poser un jour, si l'on veut sauvegarder beschlusses vom 14. Dezember 1983, der auf fünf Jahre
l'influence de la Suisse dans cette concertation. befristet war. Die Allgemeinen Kreditvereinbarungen dienen
En attendant, la Suisse doit tout faire pour que les discus- der Refinanzierung des internationalen Währungsfonds und
sions multilatérales sur l'essentiel ne se recroquevillent pas zu nichts anderem. Ich bestehe darauf, dass das zur Kennt-
et, bien sûr, rie l'excluent pas. Il faut vitaliser le Groupe des nis genommen wird. Die Schweiz selbst ist weder Mitglied
Dix. Or, évidemment, la participation aux accords généraux der Weltbank noch des IWF. Sie hat daher zur Politik der
d'emprunt et la participation au Groupe des Dix sont liées. Darlehensgewährung dieser beiden Institutionen kein Mit-
Ensuite, il faut constater que la coopération au développe- spracherecht.
ment est de plus en plus imbriquée dans ces équilibres 1961 schlössen sich die Staaten des Zehnerklubs im IWF
commerciaux et financiers à trouver. Là, on peut, encore zusammen und errichteten für währungspolitische Ausnah-
davantage qu'il y a quatre ans, dire à nos collègues septi- mesituationen - und nur dafür- die Allgemeinen Kreditver-
ques qu'il faut cesser de tenir en suspicion systématique einbarungen, gleichsam als Sicherheitsnetz. Glücklicher-
tout ce qui est d'essence internationale ou multilatérale. weise wurde dieses Sicherheitsnetz in den letzten fünf Jah-
«Small is beautiful» semble-t-il aux yeux des nationalistes, ren nicht gebraucht. Die Kreditfazilitäten blieben unbean-
aux yeux de certains écologistes et aux yeux aussi d'une sprucht. Ob die 17000 Sonderziehungsrechte oder für die
partie de la gauche. Mais c'est faux et cela ne correspond ni Schweiz die sechsprozentige Beteiligung von rund 1,9 Mil-
aux enjeux ni aux possibilités. Ce sont des slogans qui ne liarden Franken je beansprucht wird oder nicht, hängt nicht
sont pas adaptés aux défis qui sont posés par l'interdépen- vom Willen der Schweiz ab, sondern vom Willen eines in
dance économique et financière actuelle. Pour relever ces Notlage geratenen Staates.
défis, réduire certaines contradictions des rapports Nord- Gegen die Vorlage werden vor allem entwicklungspolitische
Sud, il faut un effort coordonné, il faut un effort concerté Bedenken vorgebracht. Die Rolle des IWF im Rahmen der
d'envergure internationale qui passe largement par des Schuldenregulierung wird heftig kritisiert. Effektiv lässtsich
organisations internationales et multilatérales. Certes, il y a nicht leugnen, dass sich die Drittwelt- und Schwellenländer
des constradictions, certes, il y a des lacunes, des erreurs meistens einem rigorosen Regime zu unterziehen haben
qui ont été commises. und dass die Unterschichten mehr als die Oberschichten
Or, précisément et ce sera ma troisième remarque, durant darunter leiden. Zugegeben, die Schweiz hat nicht nur eine
ces quatre ans le rôle de la Banque mondiale, du Fonds moralische Verantwortung. Wir haben dafür zu sorgen, dass
monétaire, dans certains efforts de redressement, dans cer- Gelder, die wir hingeben, unseren entwicklungspolitischen
tains efforts de désendettement se sont confirmés. N'y voir Zielen nicht widersprechen. Als Nichtmitglied des IWF ist
que la mise sous coupe réglée des pauvres par les riches unsere Einflussnahme aber sehr eingeschränkt - praktisch
résiste de moins en moins à l'examen et les autorités res- unmöglich. Durch die Allgemeinen Kreditvereinbarungen
ponsables de pays en voie de développement sont de plus sind wir gegenüber dem IWF zur Refinanzierung verpflichtet
en plus conscientes qu'une querelle idéologique et un und zu nichts anderem. Wir haben keine direkten Verpflich-
affrontement idéologique seraient complètement stériles et tungen gegenüber Drittweltländern. Von der Zielsetzung her
à leur détriment. La conscience des uns et des autres, que sind weder der IWF und noch viel weniger die Allgemeinen
seul un ordre économique intérieur et international suffi- Kreditvereinbarungen auf Entwicklungspolitik, auf entwick-
sant, qui passe aussi par la stabilité des pays riches, puisse lungspolitische Instrumente ausgerichtet.
donner des garanties, cette conscience s'impose de plus en Herrn Zbinden möchte ich zu bedenken geben, dass jedes
plus. Medikament Nebenwirkungen zeitigt. Trotzdem gibt man
C'est probablement pour cela qu'en commission les oppo- einem Schwerstkranken die Medikamente, die er benötigt,
sants d'il y a quatre ans s'étaient cantonnés dans l'absten- um zu überleben. Die Allgemeinen Kreditvereinbarungen
tion et je ne pensais pas que l'on verrait refleurir les proposi- dienen zu nichts anderem, als Zahlungsdefizite auszuglei-
tions de non-entrée en matière que l'on vient de voir fleurir chen und damit die Weltwirtschaft im Gleichgewicht zu
ici. Mais je crois que tant Mme Stocker, que M. Zbinden, que halten. Entwicklungspolitisch bedeutsam sind langfristige
M. Ruf - remarquez de nouveau cette conjonction entre les und nicht kurz- und mittelfristige Kredite. Nur mit langfristi-
nationalistes et une certaine gauche - ont parfaitement tort. gen Krediten können strukturelle Defizite abgebaut werden.
Lorsque M. Ruf vient nous dire qu'il faut autant de com- Durch die Nichtbeanspruchung dieser Allgemeinen Kredit-
merce que nécessaire, mais seulement que nécessaire et le vereinbarungen ist zudem die Bedeutung im Schwinden.
moins de commerce possible entre le Nord et le Sud, cette Wir reden hier über relativ Bedeutungsloses und messen
affirmation est à mes yeux complètement absurde. Il faut, au ihm mit einem Nichteintretensantrag ein Gewicht zu, das der
contraire, que les pays en voie de développement qui décol- Sache gar nicht zukommt.
lent et qui commencent à se développer soient le plus Ich bitte Sie deshalb, die Zielsetzung anzuerkennen, wonach
possible intégrés dans le commerce international. bei Krisensituationen im internationalen Finanz- und Wäh-
rungssystem eingeschritten werden kann; Sie sollten nicht
16. März 1988 327 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
wegen den Nebenwirkungen den Allgemeinen Kreditverein- Teufelskreis, der durch die Inflation noch beschleunigt wird.
barungen nicht zustimmen. Namens der CVP-Fraktion bitte Das wollte ich bei dieser Gelegenheit wieder einmal an-
ich Sie, dem Bundesbeschluss zuzustimmen. merken.
Der IWF versucht nichts anderes, als einen Beitrag an eine
Biel: Unsere Fraktion stimmt der Verlängerung dieses diszipliniertere Geldpolitik zu leisten. Sie können mit keiner
Abkommens zu. Wir haben die Grundsatzdebatte vor fünf Massnahme ein Grundprinzip überspielen, nämlich die
Jahren geführt, und mir scheint es etwas überdimensioniert, Knappheit verfügbarer Produktionsfaktoren und ihren wirt-
wenn wir sie nun in andere Bereiche ausweiten. Wir haben schaftlichsten Einsatz. Das geht weder mit Inflation noch mit
eine währungspolitische Massnahme zu beschliessen und Entwicklungshilfemassnahmen. Dieses Problem müssen Sie
nichts anderes. Wir alle haben ein Interesse daran, dass das, dort lösen, wo es gelöst werden muss. Es wäre an der Zeit,
was wir heute vorbereiten, nicht zum Einsatz gelangen einmal nicht nur alles Negative am Währungsfonds zu
muss. Es ist so: Ob Sie das Feuer für etwas Schlechtes sehen.
halten oder nicht, müssen Sie die Instrumente zu seiner Wir glauben, noch genügend Gelegenheit zu haben, die
Bekämpfung bereitstellen, bevor es brennt. Das tun wir grundsätzlichen Probleme aufzugreifen. Ich bin auch der
durch unseren Beitrag zu den Währungsmassnahmen. Es ist Meinung, dass alles zusammenhängt. Aber ohne einiger-
diskutiert worden, man müsse eine Erfolgskontrolle vorneh- massen vernünftige Währungsverhältnisse können wir auch
men. Aber da wir das Instrument glücklicherweise in den keine Entwicklungspolitik betreiben. Dieser bescheidene
letzten Jahren nicht einsetzen mussten, können wir diese Beitrag ist unser Beitrag an eine Möglichkeit, im Notfall
Erfolgskontrolle nicht vornehmen. eingreifen zu können. Ich bin froh, wenn wir das nicht tun
Die Kritik kam von zwei Seiten, und es ist interessant: Herr müssen, aber die Entwicklung der letzten Jahre hat uns
Zbinden hat den Blick weiter geworfen auf die entwick- doch gezeigt, wie empfindlich unsere Währungssysteme
lungspolitischen Zusammenhänge und hat aus dieser Sicht reagieren, so dass wir schneller dazu genötigt sein könnten,
Kritik geübt - eigentlich nicht an der Massnahme an sich, als wir glauben. In diesem Sinn sollten wir rechtzeitig unsere
sondern am dahinterstehenden Mechanismus des Wäh- Instrumente beieinander haben, damit wir gewappnet sind.
rungsfonds. Auf der anderen Seite haben wir aus der natio- Das sind die Ueberlegungen, die mich bewogen haben,
nalen Ecke die typisch schweizerische, schulmeisterliche Ihnen die Verlängerung des Abkommens zu empfehlen.
Kritik an solchen Organisationen gehört. Die eine Seite
sagte: Wir machen nur dort mit, wo wir etwas profitieren. Die M. Etique: En acceptant la reconduction des accords fédé-
andere Seite, Herr Ruf, sagte das Gegenteil: Wir profitieren raux d'emprunt, nous permettrons au Fonds monétaire
hier nicht, also ist es schlecht. Was ist jetzt eigentlich rich- international de disposer d'un trésor de guerre sous la forme
tig? Sie sehen, wie schwierig es ist, wenn Sie über solche de 17 milliards de droits de tirage spéciaux pour faire face
Instrumente solche Diskussionen führen. aux conséquences d'une crise monétaire exceptionnelle, la
Ich gebe Ihnen recht, Herr Zbinden, es hängt wirklich alles part de la Suisse étant offerte par la Banque nationale qui
zusammen, nicht nur die Entwicklungspolitik mit der Wäh- tient à disposition du Fonds monétaire international une
rungspolitik, sondern noch sehr viel mehr, die Handelspoli- somme de 1,9 milliard de francs pour la période allant de
tik, unsere interne Wirtschaftspolitik und alles, was wir tun. 1989 à 1993.
Alles hängt je länger desto mehr zusammen. Dessen sind wir La reconduction des accords généraux d'emprunt est dans
uns durchaus bewusst. Die Frage ist nur, ob die Instrumente l'intérêt du système monétaire international, à tout le moins
jedesmal so zu gestalten sind, dass sie für alles taugen. de ce qui en reste, mais elle est aussi dans l'intérêt de notre
Müssen wir das zumindest in der Armee berühmte Mehr- pays. Le système des AGE est une sorte de garde-fou en
zweckinstrument auch in der Wirtschaftspolitik einsetzen? prévision de situations monétaires exceptionnelles. Un pays
Auf verschiedene Aspekte und verschiedene Teile des tel que la Suisse a un intérêt évident à ce que des instru-
Instrumentariums, die zur Verfügung stehen, werden wir ments de coopération monétaire internationale existent,
zurückkommen, wenn wir uns im National- und Ständerat fonctionnent, et permettent ainsi d'éviter de grands dés-
über unsere Beteiligung an den Strukturmassnahmen zu ordres dont pourrait pâtir le commerce international auquel
unterhalten haben. Das wird uns Gelegenheit bieten, zu nous sommes si intimement liés. La disparition du système
sehen, wo diese Instrumente zusammenspielen und wo des taux de changes fixes et l'écart croissant qui existe entre
nicht. l'économie réelle, d'une part, l'économie monétaire et finan-
Ich sage doch noch etwas zum Währungsfonds und seiner cière, d'autre part, rendent à nos yeux d'autant plus néces-
Politik, obwohl anschliessend traktandiert ist, über das inter- saires de, tels instruments de coopération. En maintenant
nationale Verschuldungsproblem zu diskutieren. Dort wäre notre participation aux accords généraux d'emprunt, nous
Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Aber nachdem wir durch continuons à avoir voix au chapitre sur les questions moné-
die Bekämpfung der Verlängerung des Abkommens bereits taires. Si en revanche nous nous retirions de ces accords
mitten in der Diskussion sind, habe ich doch noch einige généraux, nous compromettrions gravement notre position
Ueberlegungen anzubringen: Man kann viele Massnahmen au sein de différents organismes, par exemple au sein du
des Währungsfonds kritisieren. Man kann kritisieren, sie Groupe de travail No 3 de l'OCDE et surtout au sein de la
hätten keinen Erfolg. Aber man müsste dann die Analyse Réunion des gouverneurs des banques centrales du Groupe
durchführen und sagen, warum gewisse Massnahmen kei- des Dix qui se tient dans le cadre de la Banque des règle-
nen Erfolg hätten: Weil man sie nicht konsequent durch- ments internationaux.
führt! Au sein de notre commission, comme au plénum d'ailleurs,
Ein ganz entscheidender Punkt: Was schadet gerade den le débat fut vite focalisé sur les problèmes de l'endettement
Kreisen, für die sich Herr Zbinden einsetzt, am meisten? Die et du développement économique des pays tiers. Je sou-
rigorose Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Infla- haite d'ailleurs rappeler à ce propos que le Conseil fédéral,
tionsraten von 100 und mehr Prozent, wie wir sie in den tout au début des AGE, avait fait mention des principes
meisten Entwicklungsländern und vor allem auch in den établis par notre loi sur la coopération au développement et
grossen Schwellenländern haben? Da frage ich mich, ob es sur l'aide humanitaire, principes qui doivent être respectés
nicht besser ist, eine rigorose Politik durchzuführen, als mit dans les actions en faveur des pays en voie de développe-
100 und mehr Prozent Inflation zu leben! Es trifft einmal all ment. Ces principes n'ayant pas changé entretemps, il
die Massen, die sich in die städtischen Agglomerationen n'était donc pas nécessaire de les rappeler à l'occasion de la
geflüchtet haben und die in unbeschreiblichen Zuständen prolongation des accords généraux d'emprunt.
leben. Aber die Inflation macht auch die Basis dieser Länder Certains proposent de ne pas entrer en matière sur cet
kaputt, nämlich die Landwirtschaft. Wenn die Bauern in den arrêté fédéral parce que, selon eux, il faut geler et réduire à
Entwicklungsländern für ihre Produkte nichts mehr kaufen sa plus simple expression le volume du commerce entre le
können, hören sie auf, mehr zu produzieren, als sie für ihren nord et le sud de la planète. M. Eggly s'est exprimé tout à
Eigenbedarf benötigen. Dann sind wir mitten in diesem l'heure au nom du groupe libéral sur cette conception un
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 328 N 16 mars 1988
peu particulière du commerce international. Il n'est guère ment de garantie du système monétaire international,
plus logique de proposer la non-entrée en matière sur cet comme la deuxième ligne de défense du Fonds monétaire
arrêté fédéral au nom de l'aide aux pays en voie de dévelop- international? Nous les avons, dès le départ, considérés
pement, au nom des problèmes financiers que rencontrent d'un point du vue très différent, ce que nous avons déjà dit
ces pays. lors du débat sur l'adhésion aux Accords généraux d'em-
Dans ce débat, nous discutons de la coopération monétaire prunt.
internationale dans le cadre des institutions de Bretton En effet, il s'agit ici de politique financière et on aimerait
Woods, les problèmes de la politique de développement bien nous voir dissocier ces questions de celles relatives à la
faisant l'objet d'une autre philosophie, d'autres préoccupa- politique de développement. Mais c'est une attitude totale-
tions, d'une autre politique mettant en oeuvre d'autres ins- ment hypocrite, car nous savons bien que les deux pro-
truments et d'autres outils, telle la Çanque mondiale, par blèmes sont liés et que l'on ne peut débattre de l'un sans
exemple. J'en veux pour preuve les considérations émises débattre de l'autre. Cette politique donc, menée par le FMI et
dans le rapport que nous avons adopté hier sur la politique par ses succursales financières, les Accords généraux d'em-
économique extérieure de notre pays, au chapitre de la prunt ou l'Agence mondiale de garantie des investissements
coopération précisément avec les pays en voie de dévelop- accentue les fameux déséquilibres nord-sud dont on se
pement où l'on peut lire à propos de l'action du Comité de gargarise tant et plus, de la même façon que l'on se garga-
développement Banque mondiale/Fonds monétaire interna- rise quant aux moyens susceptibles de réduire ces déséqui-
tional: «La coopération économique entre les pays indus- libres, tout en évitant soigneusement de faire le moindre
trialisés et les problèmes d'endettement ont été au centre geste lorsque l'occasion s'en présente.
des débats lors de l'assemblée annuelle des institutions de Nous savons parfaitement, depuis ces dernières années,
Bretton Woods à Washington. Le Comité du développement que le FMI retire plus d'argent du tiers monde qu'il n'en met
s'est penché plus particulièrement sur la question de l'en- à sa disposition. Pour 1987, par exemple, cette différence est
dettement. Des problèmes de politique intérieure dans les de l'ordre de 6,5 milliards de francs. Je dirai donc ici, à
pays débiteurs, la difficulté de réaliser à plus long terme des M. Eggly, que ses amalgames entre les arguments socia-
programmes d'ajustements structurels, ainsi que l'insuffi- listes et ceux de M. Ruf sont sans doute tactiquement
sance des ressources financières extérieures consacrées à habiles mais qu'ils sont sans aucun fondement concret. En
ces programmes empêchent de trouver à moyen terme une effet, M. Ruf reproche à ces Accords généraux d'emprunt de
solution à la crise de l'endettement. Le Comité a réaffirmé la ne pas suffisamment profiter à la Suisse, alors que nous
nécessité de mobiliser de nouvelles ressources à des condi- constatons que les pays industrialisés tirent un profit bien
tions de faveur au profit des pays fortement endettés les plus plus important de cette politique monétaire que les pays du
pauvres, principalement des pays d'Afrique. tiers monde.
Il a salué en outre l'initiative du FMI d'accroître de 3 à Faut-il vraiment répéter que le Fonds monétaire continue de
9 milliards de dollars les ressources de sa facilité d'ajuste- forcer les pays qu'il assiste, à accroître leurs exportations à
ments structurels. Finalement, ledit Comité a examiné le tout prix afin, surtout, qu'ils puissent financer les intérêts de
programme d'action de la Banque mondiale qui prévoit une leur dette envers les pays industrialisés, au prix d'une dété-
réorientation de l'aide en faveur de mesures d'ajustements rioration dramatique des conditions de vie des populations?
structurels, mesures qui ne peuvent être mises en oeuvre Les conséquences de ces programmes sont, entre autres,
dans le cadre d'une politique exclusivement monétaire et un accroissement de la mortalité infantile, comme l'a relevé
financière. Ce programme devrait être réalisé prochaine- le dernier rapport de l'UNICEF. Et le prix que paient ces
ment. On attend de la Suisse, pays excédentaire, qu'elle populations pour le maintien de la stabilité du système
participe d'une manière ou d'une autre à ces actions de monétaire international est inacceptable à nos yeux.
solidarité internationale«. Il est vrai que le Fonds monétaire international a quelque
Pour toutes ces raisons, je vous propose, au nom du groupe peu modifié sa stratégie, ces derniers temps. Il a accordé
radical, d'entrer en matière sur cet arrêté fédéral et de des délais de paiement plus longs, des facilités dans les
rejeter les deux propositions de non-entrée en matière. programmes d'ajustement structurel. Cependant, les condi-
tions politiques des programmes sont toujours identiques: il
Schwab: Im Namen der SVP-Fraktion möchte ich den Rat s'agit, bien évidemment, avant tout, pour les banques, de
bitten, der Weiterführung der Teilnah me der Schweiz an den gagner du temps, de consolider leur position. Les causes
Allgemeinen Kreditvereinbarungen des Internationalen fondamentales des déséquilibres, elles, ne se modifient pas,
Währungsfonds zuzustimmen. ce qui fait d'ailleurs que, dans plus de la moitié des cas, les
Im Gegensatz zum Sprecher der SP-Fraktion sind wir der objectifs des programmes du Fonds monétaire internatio-
Auffassung, dass es sich nicht in erster Linie um ein nal, soit la croissance économique et l'augmentation des
entwicklungspolitisches Instrument handelt, sondern dass investissements, ne sont pas atteints. Le niveau de vie et
wir es vor allem mit einem währungspolitischen Instrument d'investissements régresse, la dette globale s'accroît de
zutun haben. Wir sind überzeugt davon, dass es sich um ein 10 pour cent par an environ. Si c'est cela que l'on appelle un
Instrument handelt, das geeignet sein kann, bei schwerwie- succès, pour notre part, nous ne le considérons pas comme
genden Störungen im internationalen Finanz- und Wäh- tel, tant s'en faut!
rungssystem korrigierend einzugreifen. Durch das weitere Les propositions financières miracles se multiplient: ventes
Mitmachen bei den AKV kann sich die Schweiz ihren Sitz im de créances dévaluées par ces pays, prises de participation
Zehnerklub weiterhin sichern und somit in währungspoliti- dans les entreprises des pays en voie de développement. On
schen Fragen ihren Einfluss besser geltend machen. Das ist voit ainsi le tiers monde brader ses dernières richesses aux
um so wichtiger, da die Schweiz als exportorientiertes Land investisseurs pour éviter la banqueroute.
weder Mitglied der Weltbank noch des IWF ist. Ne serait-il vraiment pas temps de s'écarter de ces considé-
Ich bitte den Rat, dem Antrag von Bundesrat und Kommis- rations financières à court terme et d'avoir le courage politi-
sion zuzustimmen. que de faire d'autres propositions? En effet, remettre au
directeur du FMI une lettre faisant mention des principes
Präsident: Es folgen die Einzelsprecher. Ich beantrage établis par notre loi sur l'aide au développement, voilà qui
Ihnen, die Rednerliste zu schliessen. - Sie sind damit einver- est particulièrement risible! Des propositions, nous en
standen. Es haben sich vier Einzelsprecher eingetragen. avons! De nombreux pays du tiers monde sont fortement
endettés vis-à-vis de la garantie des risques à l'exportation.
Mme Pitteloud: Je voudrais apporter ici mon soutien à la Le Conseil fédéral pourrait, par exemple, éteindre les dettes
proposition de non-entrée en matière de M. Zbinden. Pour- de ces pays, pour autant qu'il dépense sur leur territoire un
quoi soutenir la non-reconduction de la participation de la montant équivalent en monnaie locale, pour des pro-
Suisse aux Accords généraux d'emprunt qui nous sont grammes de développement adéquats, tenant compte des
présentés dans le message, effectivement comme instru- critères sociaux spécifiques. Ou encore, la Suisse pourrait
16. März 1988 N 329 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
utiliser sa participation aux Accords généraux d'emprunt Die «Erklärung von Bern» hat gezeigt, dass es sinnvollere
pour racheter d'autres dettes de pays du tiers monde et Möglichkeiten gibt, 1900 Millionen Franken einzusetzen. Die
également les éteindre en échange de programmes de déve- Schweiz könnte so ihre Sonderrolle als Nichtmitglied des
loppement réels. IWF einmal positiv ausnützen.
Notre opposition à l'entrée en matière avait surtout pour but In diesem Sinne bitte ich Sie, den Nichteintretensantrag von
de montrer notre volonté de voir la Suisse développer des Herrn Hans Zbinden zu unterstützen.
propositions de remplacement, et nous aimerions que la
contribution de la Suisse à la campagne nord-sud, décidée Herczog: Die Voten der Herren Eggly und Etique zielen
par le Conseil de l'Europe, ne se borne pas uniquement à vollständig an den Realitäten vorbei. Wenn jemand hier in
quelques discours ou à quelques activités tiers-mondistes Ideologie gemacht hat, dann war das tatsächlich Herr Eggly.
folkloriques mais qu'elle consiste plutôt en des actes. Ich habe 1983 den Nichteintretensantrag gegen die Allge-
C'est ce que nous avons voulu faire savoir par cette proposi- meinen Kreditvereinbarungen (AKV) hier gestellt, aus dem
tion de non-entrée en matière. einfachen Grund, weil die Befürworter damals folgende
Hauptargumente vorbrachten: Erstens sei die Teilnahme im
Rechsteiner: Bei der heute zu behandelnden Vorlage geht Zehnerklub und bei den AKV masslos wichtig, und zweitens
es vielleicht nicht um die wichtigste Vorlage im Verhältnis leisteten die AKV einen ausschlaggebenden Beitrag zum
zum IWF oder zum Zehnerklub; wichtigere werden kommen Abbau der Schuldenkrise. Heute müssen wir- Sie ebenfalls,
oder sind bereits angekündigt. Aber sie bietet eine gute Herr Eggly- auch ohne Ideologie nüchtern feststellen, dass
Gelegenheit, die Debatte über unser Verhältnis zu diesen leider beides nicht zutrifft!
Institutionen wieder aufzunehmen; sie ist sehr nötig. Die Wichtigkeit dieser AKV muss tatsächlich bestritten wer-
Die unsozialen Auswirkungen der IWF-Programme sind den. Der Bundesrat stellt in seiner Botschaft auf Seite 6 zu
bekannt. Sie führen regelmässig zu einer erhöhten Kinder- Recht fest, die AKV seien seit mehreren Jahren nicht bean-
sterblichkeit, zu einer Verschlechterung des Gesundheitszu- sprucht worden, und als Beratungsgremium zur Koordina-
standes und zu einem abnehmenden Schulbesuch. Das tion der internationalen Währungspolitik ist der Zehnerklub
Kinderhilfswerk Unicef hat dies kürzlich in einem Bericht schon lange nicht mehr wesentlich, sondern man diskutiert
aufgezeigt. Dabei erreichen die Programme ihre wichtigsten im Rahmen der Fünfer- und Siebnergemeinschaft; denn
Ziele in weniger als der Hälfte der Fälle. dort sind die entscheidenden Herrschaften dabei. Man darf
Es gibt sinnvolle Alternativen zum IWF und auch zur schwei- den Zehnerklub und die AKV nicht überbewerten.
zerischen Mitgliedschaft im Zehnerklub. Die «Erklärung von Zur Schuldenproblematik. Es ist ganz klar, dass diese AKV
Bern» hat dazu einen konkreten Vorschlag gemacht. Sie zu nichts geführt haben. Sie wissen auch genau, welches
haben ihn erhalten. Statt 1900 Millionen Franken für den die Ursachen sind. Wir haben schon mehrmals darauf hinge-
IWF bereitzuhalten, könnte die Schweiz Entschuldungs- wiesen. Es sind hauptsächlich deren drei:
massnahmen finanzieren, die direkt an lokale Entwicklungs- Erstens ist die Schuldenkrise in den Entwicklungsländern
programme gekoppelt sind. Wie dies im Einzelfall aussehen das Resultat einer gescheiterten Wachstumspolitik der Indu-
könnte, möchte ich anhand eines Beispiels zeigen: Sambia strieländer im Bereiche des Agrar-, Automobil- und Energie-
hat kürzlich schmerzhafte Erfahrungen mit dem IWF sektors. Sie können das in Brasilien feststellen.
gemacht. Verantwortlich für seine Wirtschaftskrise waren in Zweite Ursache der Schuldenproblematik ist unsere Rezes-
erster Linie äussere Faktoren: die Halbierung des Kupfer- sion bzw. die eigene protektionistische Wirtschaftspolitik,
preises sowie eine langanhaltende Dürre. Von 1974 bis 1983 indem man die Rohstoffe aus den Entwicklungsländern
sank das Volkseinkommen pro Kopf um 60 Prozent. Fast verbilligt und unsere Exporte selbstverständlich verteuert.
zwei Drittel aller städtischen Familien konnten sich 1984 Drittens sind die Zinse und die Zinssätze der IWF-Kredite zu
eine minimale Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr nennen. Es ist eindeutig, dass die IWF-Position zu kritisieren
leisten. Trotzdem wollte der IWF die Wirtschaft des Landes ist.
gerade auf dem Buckel der Aermsten sanieren. Ende 1986 Die AKV spielen aber heute keine Rolle mehr. Man kann
erzwang er eine Preiserhöhung von 120 Prozent beim durchaus der Ansicht sein, dass man hier einen Nichteintre-
Grundnahrungsmittel Maismehl. Schwere Unruhen waren tensantrag stellt, man kann ihn auch unterstützen, sozusa-
die Folge. Im Mai 1987 brach Sambia das IWF-Programm gen im Sinne: Wenn es aber schon nichts nützt, so könnte
entmutigt ab: «Es war eine schmerzhafte Lektion», meinte man umgekehrt meinen, schadet es höchstens.
Präsident Kaunda dazu, «wir wurden ärmer und ärmer, wir Ich bitte aber den Bundesrat, sich von dem zu distanzieren,
lebten gerade noch, um unsere Schulden zu bezahlen, und was auf Seite 7 der Botschaft zum entwicklungspolitischen
für nichts mehr.» Die Schweiz unterstützte das Anpassungs- Vorbehalt steht. Wir haben damals eindeutig gesagt: Wenn
programm des IWF, und zwar mit einem Kofinanzierungs- wir schon den AKV beitreten, dann muss man diesen
kredit von 10 Millionen an die IDA. Mit dem Abbruch des entwicklungspolitischen Vorbehalt hier explizit machen.
Programms musste auch sie Hnre Zahlungen einstellen. Man kann jetzt nicht hier die Verlängerung beschliessen,
So sehen Lösungen mit dem IWF aus. Sie enden in einer aber nachher den Bundesrat die Meinung vertreten lassen,
Sackgasse. Alternative Entschuldungsmassnahmen wären er erachte es nicht als erforderlich, den obengenannten
viel sinnvoller. Beispielsweise ist Sambia bei der schweizeri- entwicklungspolitischen Hinweis anlässlich der Verlänge-
schen Exportrisikogarantie mit rund 17 Millionen Franken rung zu wiederholen.
verschuldet, und nötige Entwicklungsprogramme gäbe es Wenn bei dieser Botschaft etwas wesentlich ist, dann ist es
zuhauf. Das fruchtbare Ackerland ist in den Händen von einzig und allein das, dass hier der entwicklungspolitische
wenigen Grossgrundbesitzern konzentriert. Nur gerade Vorbehalt nochmals gemacht wird. Ich bitte Herrn Bundes-
29 Prozent davon werden produktiv genutzt. .Eine Landre- rat Stich, das zuhanden des Protokolls noch zu tun.
form würde den Besitz gerechter verteilen, gleichzeitig aber
auch die landwirtschaftliche Produktion ankurbeln. Natür-
lich kostet dies Geld. Die Schweiz sollte Sambia die Schul- Eisenring: Ich ging von der Annahme aus, dass alle, die sich
den von 17 Millionen Franken erlassen, sofern die Regie- am Rednerpult melden, wenigstens die nur acht Seiten
rung den so gesparten Betrag in lokaler Währung in ihr umfassende Botschaft gelesen haben. Es werden hier nun
Landreformprogramm stecken will. Damit könnten mehrere aber Dinge vorgetragen, die mit der Vorlage überhaupt
tausend Hektaren Land umverteilt werden. Dies als kleiner nichts zu tun haben, und es werden Dinge gefordert, die es
Beitrag an eine wirtschaftliche Anpassung - ohne IWF! einfach nicht gibt. Jemand hat sich zur «grundlegenden
Die Verschuldungskrise gefährdet zunehmend die gesamte Erkenntnis» durchgerungen, es sei ja überhaupt keine
Weltwirtschaft. Rückzahlbar sind die Schulden - gegenwär- Erfolgskontrolle über die Verwendung dieser Mittel erfolgt.
tig rund 1200 Milliarden Dollars - nicht. Währungspolitik Wenn Sie gar keine Mittel einsetzen, ist auch keine Kontrolle
muss deshalb heute auch Entschuldungspolitik bedeuten. möglich! Dass keine Mittel eingesetzt worden sind, geht aus
Steigen wir aus dem Zehnerklub des IWF aus! der Botschaft hervor. Es ist bedauerlich, mit was für «organi-
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 330 N 16 mars 1988
sierten Dummheiten» und «Nichtlesefähigkeiten» wir uns in dig weiter vorantreibt und dadurch die Zerstörung der natür-
diesem Rat ständig auseinandersetzen müssen. lichen Ressourcen bedenkenlos in Kauf nimmt. Sie ist damit
Darf ich mich nun etwas mit der sozialdemokratischen Frak- ein umweltpolitischer Unsinn ersten Grades. Die indirekte
tion auseinandersetzen? Es ist mir vorgekommen, als sei Exportförderung via IWF und Weltbank, wie sie von bürgerli-
erstmals in diesem Rat eine sozialdemokratische Fraktion cher Seite gewünscht wird und wie sie uns nun unterscho-
vertreten. Aber meines Wissens ist sie schon längere Zeit - ben worden ist, ist unseres Erachtens als unehrlich abzuleh-
mit einem kurzen Unterbruch - auch im Bundesrat vertre- nen. Zudem sind die Massnahmen des IWF nicht geeignet,
ten. Der damals ausgetretene Bundesrat kam dann wieder die Verschuldungsspirale zu bremsen, sondern sie stürzen
ins Parlament zurück. Es war ausgerechnet dieser Bundes- die betroffenen Länder in immer grössere Probleme, die
rat, Herr Max Weber, dieses hochverdiente Mitglied unseres dann auf dem Buckel der Aermsten ausgetragen werden.
Rates, der damals - man sprach noch nicht von Kreditver- Die Weltbankgruppe betreibt damit eine fatal kontraproduk-
einbarungen, sondern vom Beitritt zur Weltbank und vom tive Entwicklungspolitik. Das ist unsere Haltung.
Beitritt zum Währungsfonds - den Beitritt zu beiden Organi-
sationen verlangt hat, wobei allein der Beitritt zur Weltbank Ott: Herrn Eisenring möchte ich gleich antworten: Auch in
damals bare 2,3 Milliarden Schweizerfranken gekostet hätte. seiner Fraktion hat es - Gott sei Dank - zu manchen Trak-
Dabei wäre das Mitspracherecht der Schweiz recht stark tanden auch schon verschiedene Auffassungen gegeben.
diminuiert gewesen. Unser Fraktionssprecher hat Ihnen die Standpunkte der
Ich mache nur darauf aufmerksam, dass jetzt plötzlich - bei Mehrheit und der Minderheit der sozialdemokratischen
diesem Anhängsel des Währungsfonds - eine Kehrtwen- Fraktion dargelegt; Sie haben bereits einige Sprecher der
dung zum Nein von jener Fraktion gemacht wird, die anson- Mehrheit vernommen. Ich selber gehöre zur Minderheit, die
sten konsequent die Linie zur Uno und zu ihren Nebenorga- den Argumenten des Finanzministers Otto Stich zu folgen
nisationen hin verfolgt hat und heute so tut, als ob das nicht bereit ist. Die Argumente der Mehrheit - weitgehend die
gewesen wäre. Von einer in der Regierung vertretenen Frak- Argumente der Hilfswerke und insbesondere der «Erklärung
tion erwarte ich aber doch, dass sie eine politische Linie von Bern» - haben für mich nichtsdestoweniger grosses
verfolgt oder uns vorschlägt, wie die Politik weitergehen soll Gewicht. Ideell entsprechen sie dem Grundsatzparagraphen
und ob wir ihre Vorarbeiten und ihre früheren Zielsetzungen unseres schweizerischen Entwicklungshilfegesetzes.
in den Abfall werfen müssten. In der heutigen Weltlage müssen wir aber ganzheitlich den-
Diese Bemerkungen waren angesichts dessen, was hier vor ken. Wir können aus dem System der weltweiten internatio-
sich geht, notwendig. Hier geht gar nichts anderes vor sich, nalen Interdependenz nicht aussteigen, auch wenn uns ein-
als dass wir einen Teil dessen vollziehen, was gefordert zelne oder viele Aspekte dieses Systems nicht gefallen.
wurde, nämlich eine positive Haltung zum IWF als Institution In dieser Welt der Interdependenz ist auch «konstruktive
einzunehmen. Dabei müssten wir allerdings sogar ein Nichtmitgliedschaft» bereits etwas. Das Schweizervolk hat
schlechtes Gewissen gegenüber unserer Bevölkerung zum Beispiel den Beitritt zur Uno abgelehnt. Die Schweiz ist
haben; denn der Uno-Beitritt ist grundsätzlich von der aber ein «konstruktives Nichtmitglied» der Uno, was sie
Schweizer Bevölkerung abgelehnt worden. Sind aber nicht durch ihre aktive und initiative Teilnahme in den zahlreichen
die Sozialdemokraten energisch für den Beitritt zur Uno multilateralen Gremien, denen sie angehört (Unicef, Unesco,
eingetreten? Von unserer Seite waren einige dagegen; diese FAO usw.), unter Beweis stellt. Sie hat die Vollmitgliedschaft
hätten heute allen Grund, neu zu blockieren. Aber es geht in einem bestimmten Gremium der Vollversammlung der
um die Bereitschaft, Solidarität zu zeigen, falls sie tatsäch- Vereinten Nationen vorläufig abgelehnt. Sie hat das Prinzip
lich einmal notwendig sein sollte. Das letzte Auffangnetz des Multilateralismus nicht abgelehnt.
dürfen wir doch der internationalen Wirtschaft nicht neh- Dass wir nun als eines der reichsten Länder der Welt auch
men, namentlich wenn auch noch auf unsere eigene aus- an einer multilateralen Agentur mitwirken, die in Notfällen
senwirtschaftliche Position hingewiesen wird. des Gesamtsystems der Weltwirtschaft aktiv werden soll,
Ich bitte zu bedenken, was hier auf dem Spiele steht und erscheint mir plausibel. Das ändert nichts daran, dass die
worum es geht. Erstens hat dies bisher nichts gekostet. Schweiz in diesem wie in anderen multilateralen Gremien
Zweitens haben wir uns wenigstens - man verlangt ja gar ihren Prinzipien der Entwicklungshilfe treu bleibt und auf
das volle Mitspracherecht - in einem Teilsektor ohne Auf- ihnen insistieren soll, die da lauten: «Förderung der ärmeren
wand ein kleines Mitspracherecht gesichert. Wenn erklärt Entwicklungsländer, Regionen und Bevölkerungsgruppen;
wird, es werde bei der Entwicklungshilfe konditioniert, Entwicklung ländlicher Gebiete; Verbesserung der Ernäh-
entspricht das gerade dem, was in unserem Kreis immer rungslage; Herstellung und Wahrung des ökologischen und
wieder erklärt worden ist. Aus diesem Grunde hat auch demographischen Gleichgewichtes» (Zitat aus Artikel 5, der
unser Parlament mehrheitlich beschlossen, den berühmten ideellen Grundlage unseres Entwicklungshilfegesetzes).
Brief zu schreiben, um den IWF an unser Entwicklungshilfe- Was den entwicklungspolitischen Vorbehalt betrifft, möchte
konzept zu erinnern. auch ich Herrn Bundespräsident Stich bitten, diesen ein
Ich bitte die SP, zu erklären, wo ihr politischer Standort ist, erneutes Mal bei den zuständigen Stellen explizit zu
damit wir- im Rahmen unserer Regierungstätigkeit, in der machen. Es entspricht diplomatischer Gepflogenheit, dass
Aussenwirtschaft und in der Aussenpolitik - möglichst man Wesentliches wiederholt.
gemeinsam eine einigermassen konsequente Linie verfol-
gen können und uns nicht von dem abwenden müssen, was Allenspach, Berichterstatter: Es sind aus entgegengesetz-
uns seitens der Sozialdemokraten früher nahegelegt wurde ten politischen Lagern zwei Nichteintretensanträge gestellt
und dem wir zugestimmt haben, nämlich der Aufnahme des worden. Die beiden Anträge sind mit verschiedenen Argu-
erwähnten entwicklungspolitischen Vorbehaltes gegenüber menten begründet worden. Es zeigt sich einmal mehr, dass
AKV bezw. IWF. sich die Anträge im Grunde genommen nur im Negativen
einig sind und nichts Positives bieten. Die Annahme der
Ruf: Ich stelle fest, dass meinem Votum von verschiedenen Nichteintretensanträge hätte zur Folge, dass die Schweiz
Seiten nicht gut zugehört worden ist. Herr Biel und Frau offiziell den Austritt und die Nichtverlängerung dieser Ver-
Pitteloud haben uns vorgeworfen, wir würden diese Kredit- einbarung erklären müsste. Es geht nicht etwa um einen
Vereinbarungen ablehnen, weil die Schweiz davon zu wenig Nichtbeitritt, den wir still beschliessen könnten, sondern wir
profitieren könnte. Das habe ich natürlich mitnichten ge- müssten in aller Oeffentlichkeit sagen, dass wir nicht mehr
sagt. mitmachen. Ueberlegen Sie sich einmal, welche Auswirkun-
Nur ganz kurz: (Präsident: Kein Diskussionsvotum, Herr gen dies für das Ansehen der Schweiz im Ausland hätte!
Ruf!) Nein, kein Diskussionsvotum, nur eine Richtigstellung! Wenn wir zu den Allgemeinen Kreditvereinbarungen nein
Wir wenden uns gegen diese Vorlage, weil die Politik des sagen würden, würde diese Vereinbarung ohne die Schweiz
IWF unter anderem das weltweite Wirtschaftswachstum, weitergeführt. Wahrscheinlich hegt niemand in diesem Saal
eine ungebremste Warenproduktion ohne Bedürfnis, stän- die Illusion, dass nach unserem Verzicht auf ein weiteres
16. März 1988 N 331 Internationaler Währungsfonds. Bundesbeschluss
Mitmachen bei diesen Vereinbarungen die übrigen Staaten Steuerzahler bezahlt werden müssten. Zwischen diesen bei-
des Zehnerklubs auf die Allgemeinen Kreditvereinbarungen den Varianten ist doch ein kleiner Unterschied!
verzichten würden. Es ginge ganz einfach ohne uns weiter. Herr Ruf hat die Verlängerung der Kreditvereinbarung als
Möglicherweise würde Norwegen, Spanien oder ein anderes einen Schritt in die falsche Richtung bezeichnet. Er hat die
Land an die Stelle der Schweiz treten. Wollen wir uns aus Argumente wiederholt, welche die NA schon vor vier Jahren
diesem internationalen Kontext herauslösen und den Platz vorgebracht hat. Er hat sie beinahe - wenn ich mich richtig
einem anderen Lande freigeben? Diese Frage müssen Sie erinnere- wörtlich wiederholt, also die gleiche Platte aufge-
entscheiden. legt. Herr Ruf will vor allem wirtschaftspolitische Signale
Ein Verzicht auf die Verlängerung dieser Allgemeinen Kre- setzen. Er propagiert mehr Selbstversorgungswirtschaft. Er
ditvereinbarungen hätte zur Folge, dass wir nicht mehr an propagiert eine Strategie der weltwirtschaftlichen Entflech-
den Sitzungen des Zehnerklubs teilnehmen könnten. Es ist tung. Er will sowenig Welthandel wie möglich. Das bedeutet
zwar in der Botschaft und im Rat verschiedentlich darauf Aufgabe der internationalen Arbeitsteilung. Es bedeutet ein
hingewiesen worden, dass der Zehnerklub für die internatio- Streben nach Autarkie für unser Land.
nale Währungspolitik heute nicht mehr die Bedeutung habe, Ich weiss nicht, ob Herr Ruf die klassischen Lehrbücher der
die er vor fünfzehn Jahren innehatte. Ist es nicht besser, internationalen Handelspolitik einmal durchgesehen hat.
trotz der reduzierten Mitsprachemöglichkeit mitzuarbeiten, Wenn er sie nicht durchgesehen hätte, würde ich sie ihm
als auf jegliche Mitarbeit und Mitsprache überhaupt zu zum Studium empfehlen. Man muss nämlich wissen, welche
verzichten? Folgen eine Aufgabe der internationalen Arbeitsteilung
Wenn Herr Zbinden im Namen der SP-Fraktion den schritt- gerade für unser Land hätte. Wenn wir die internationale
weisen Beitritt zum internationalen Währungsfonds und Arbeitsteilung aufgäben, hätten wir eindeutig weniger Arbeit
später auch zur Weltbank in Aussicht nimmt, wäre es meines in unserem Land. Wir hätten weniger Wohlstand. Wir hätten
Erachtens politisch und taktisch falsch, wenn wir heute weniger Lohn, und wir hätten höhere Preise. Das wären die
einer Annexorganisation des Währungsfonds den Rücken Folgen der Politik, die Herr Ruf hier propagiert. Und diese
kehren, die Mitglieder des Währungsfonds und des Zehner- Politik möchte ich nicht mitmachen.
klubs dadurch vor den Kopf stossen und die Beziehungen Die Allgemeinen Kreditvereinbarungen sind ein Sicherheits-
mit ihnen abbrechen würden. Das wäre keine gute Voraus- netz, das' bis heute nicht gebraucht worden ist. Sind Sie aber
setzung, um später Beitrittsverhandlungen zum Währungs- sicher, dass es auch in Zukunft nicht gebraucht werden
fonds und der Weltbank aufzunehmen. wird? Wir sollten uns Gedanken über die Zukunft machen.
Wir können nicht von uns aus einen solchen Beitritt Sind Zahlungsbilanzprobleme selbst unter Industriestaaten
beschliessen, es müssten andere Länder ebenfalls damit in Zukunft völlig ausgeschlossen? Wenn wir die Währungs-
einverstanden sein. Ich glaube nicht, dass die Bereitschaft, turbulenzen der letzten Monate ansehen, können wir diese
die Schweiz mit offenen Armen aufzunehmen, dadurch ver- Frage nicht mit Sicherheit verneinen.
bessert würde, wenn wir den Ländern im Zehnerklub eine Aus diesen Gründen ist die Weiterführung der Internationa-
Ohrfeige erteilen würden, weil wir uns moralisch höherste- len Kreditvereinbarung auch für die Schweiz eine Art Versi-
hend fühlen. cherung. Wann schliesst man eine Versicherung ab? Sicher
Herr Zbinden hat in einem mit vollendeter Eleganz durchge- nicht erst, wenn der Unfall bevorsteht, sondern wenn die
führten Akrobatikakt für seine Fraktion vier Spannungsfel- Möglichkeit besteht, dass allenfalls ein Unfall passieren
der aufgezeichnet: Er hat vom stabilen Währungssystem könnte. Man schliesst eine Versicherung ab, weil man dann
gesprochen, an dem alle interessiert seien; von der Mitarbeit zu einer Solidargemeinschaft gehört.
in internationalen Organisationen, an welcher ebenfalls alle Schliessen wir diese Versicherung ab und verlängern wir die
interessiert seien; vom wirtschaftlichen Interesse der Zugehörigkeit der Schweiz zu den Allgemeinen Kreditver-
Schweiz für diese Zusammenarbeit; vom Ausbau der Soli- einbarungen!
darität der Ersten mit der Dritten Welt.
Von diesen vier Spannungsfeldern sprechen mindestens Bäumlin Richard: Die Anwürfe von Herrn Eisenring an die
deren drei ganz offenkundig und stark für die Verlängerung Adresse der Mehrheit der sozialdemokratischen Fraktion
der Zugehörigkeit der Schweiz zu den Allgemeinen Kredit- gehen auch mich persönlich an. Darum eine kurze Bemer-
vereinbarungen. Bei der letzten könnte man allenfalls sagen, kung:
hier seien negative Aspekte vorhanden. Aber was gewänne 1. Es ist unbehelf lieh, sich in dieser Angelegenheit auf unse-
man an internationaler Solidarität? Wenn wir die Mitarbeit ren alt Bundesrat Max Weber zu berufen. Zur Zeit, da er
verweigern würden, wäre die internationale Solidarität um gewirkt hat, haben weiteste Kreise die ganze Entwicklungs-
kein Quentchen stärker oder stabiler. problematik anders angesehen. Da galt die Modernisie-
Wenn man die Zwischentöne genau hört, wird die Verlänge- rungstheorie, die davon ausging, die Drittweltländer sollten
rung nicht der Internationalen Kreditvereinbarung wegen einfach die Entwicklung der Industrienationen nachvollzie-.
abgelehnt, sondern weil man mit der Politik des Währungs- hen. Diese Konzeption wurde sozusagen allgemein vertre-
fonds nicht einverstanden ist. Es geht nicht um die Entwick- ten, so wohl eben auch von Max Weber. Warum auch nicht?
lungspolitik, sondern um die Politik des Internationalen Doch gehört es zu den Privilegien der SP, dass sie fähig ist,
Währungsfonds als Ganzes. Den Allgemeinen Kreditverein- umzulernen. Wir haben in der Entwicklungspolitik umge-
barungen ist ein klar begrenztes Ziel gesetzt. Deswegen lernt; das ist unser Stolz.
dürfen wir den Internationalen Währungsfonds nicht als Wir seien nicht konsequent, wenn wir für den Beitritt zur
Massstab für unsere Entscheidung nehmen. Wir können mit Uno seien, uns hingegen kritisch gegenüber den Bretton-
der Nichtbeteiligung an den Allgemeinen Kreditvereinbarun- Woods-lnstitutionen (Weltbank, Währungsfonds) verhielten.
gen die Politik des Internationalen Währungsfonds in keiner Die Antwort ist einfach: Wir haben uns aus Gründen der
Weise ändern. Ich habe in dieser Debatte manchmal das internationalen Solidarität für den Uno-Beitritt eingesetzt.
Gefühl erhalten, man schlage den Sack und meine den Esel. Wir sind aber skeptisch gegenüber der Internationalen des
Ich bitte Sie, die alternativen Massnahmen, die Herr Rech- Geschäfts und des Profits, die auf Kosten der armen Bevöl-
steiner und die «Erklärung von Bern» angetönt haben, klar kerungsmehrheiten operiert, auch ohne ausreichende
zu überdenken. Bei den Allgemeinen Kreditvereinbarungen demokratische Kontrolle. Das ist unser sehr konsequenter
handelt es sich um ein Beistandsabkommen. Die National- Standpunkt.
bank wäre ermächtigt, dem Internationalen Währungsfonds
gegebenenfalls verzinsliche und rückzahlbare Darlehen zu M. Grassi, rapporteur: II ne s'agit pas aujourd'hui de répéter
gewähren. Bei den Alternativvorschlägen, die Herr Rechstei- les discussions de 1983. L'opportunité de notre participation
ner angetönt hat und die von der «Erklärung von Bern» avait été décidée après un long débat. Il n'y a aucun motif
vertreten werden, handelt es sich schlicht und einfach um pour refuser la reconduction de ces accords pour cinq ans.
1,9 Milliarden Franken zusätzliche Bundesausgaben, die in Un refus devrait être porté à la connaissance des autres pays
unserer Staatsrechnung in Erscheinung träten und vom par une déclaration formelle de sortie des accords qui ne
Fonds monétaire international. Arrêté fédéral 332 N 16 mars 1988
serait comprise, ni par les participants, ni par les pays en un pas dans cette direction. Il renforce la position du fonds
développement. Je ne pense pas aux autres conséquences monétaire international et confirme la solidarité de la Suisse
qui pourraient en découler. envers les pays les plus pauvres. Le FMI s'efforce de trouver
M. Eggly a déjà réfuté les arguments de M. Ruf au sujet du des solutions. Mais, il convient de signaler que la responsa-
commerce mondial. J'ajouterai à l'intention de ce dernier bilité principale pour le retour à une situation économique
qu'il faudrait approfondir les connaissances théoriques sur stable et de croissance reste au pays débiteur.
l'économie avant de donnner des avis qui risqueraient de Quant à la nécessité de répéter la réserve concernant l'aide
déstabiliser l'économie mondiale et la nôtre. On constaterait au développement, la commission partage l'avis du Conseil
alors l'importance de la répartition internationale du travail fédéral selon lequel elle n'est plus indispensable. Cette
sans laquelle nous ne serions pas ici à discuter en toute réserve a déjà été déposée avec la déclaration d'adhésion
tranquillité et dans le bien-être. aux Accords généraux d'emprunt. La reconduction de ces
Je dirai à M. Zbinden que j'apprécie l'accent qu'il a mis sur derniers pour une période de cinq ans, sans modification du
le mot «constructif» dans la qualification de notre absence texte, ni du cercle des participants, permet de maintenir
du Fonds monétaire international. C'est déjà un fait positif intactes les conditions en vertu desquelles la Suisse a
d'être constructif dans l'attente - du moins je l'espère - de adhéré. La politique suisse du développement n'a pas
l'entrée au FMI en tant que membre actif. Parmi les argu- changé.
ments contraires de M. Zbinden on trouve la mise en doute En conclusion à ce débat, j'aimerais rappeler que les
de l'efficacité. D'autres membres de ce conseil ont partagé Accords généraux d'emprunt sont un des éléments de notre
cet avis. politique de développement qui maintient sa philosophie,
Les projets du Fonds monétaire international désavantage- c'est-à-dire aider les pays les plus pauvres à développer leur
raient les populations des pays les plus pauvres. Malheureu- économie et à trouver une croissance et une stabilité qui
sement, personne n'a apporté de preuves à l'appui de cette permette à leur peuple de vivre une vie meilleure et digne de
affirmation. Je vous affirme que le Fonds monétaire interna- toute personne humaine, d'avoir à manger, de pouvoir s'ins-
tional est devenu de plus en plus le moteur du développe- truire, travailler et se manifester librement. Je vous prie
ment. Il a pris des initiatives importantes, comme l'élargisse- donc, au nom de la commission, d'entrer en matière et de
ment des facilités d'adaptations structurelles sous forme de reconduire les Accords généraux d'emprunt pour une
crédits accordés aux pays les plus pauvres à des conditions période de cinq ans.
de faveur. Voilà qui aide directement les populationsl Si
vous voulez en savoir plus, je vous conseille de lire le dernier Bundespräsident Stich: Die Diskussion heute morgen hat
bulletin de la Société de banque suisse dans lequel figurent mich trotz allem einigermassen erstaunt! Ich bin zwar auch
les résultats obtenus par le FMI dans les pays d'Afrique zwanzig Jahre lang Mitglied Ihres Rates gewesen. Ich weiss
noire, tant au Ghana qu'en Côte d'Ivoire. Malheureusement, aus Erfahrung, dass man dicke Botschaften nicht schätzt
on confond très souvent les Accords généraux d'emprunt und sie infolgedessen auch nicht liest. Deshalb haben wir
desquels la Suisse fait partie avec le Fonds monétaire inter- uns Mühe gegeben und Ihnen eine Botschaft unterbreitet,
national duquel elle n'est pas membre. Or, il est bon de faire die weniger als zehn Seiten umfasst. Ich hatte die stille
une distinction très nette entre les deux institutions. Le FMI Hoffnung, sie würde deshalb auch gelesen.
agit en quelque sorte comme un banquier qui octroie des Aus einer Umfrage, die wir letztes Jahr über den Bekannt-
prêts pour secourir des pays ayant des problèmes et des heitsgrad des Internationalen Währungsfonds und der Welt-
difficultés dans leur balance de paiement et empruntent de bank gemacht haben, geht hervor, dass 38 Prozent der
l'argent auprès de tiers. Les Accords généraux d'emprunt Schweizer der Meinung sind, wir seien Mitglied des Interna-
sont un contrat entre bailleurs de fonds sur la distribution et tionalen Währungsfonds; 40 Prozent sind der Meinung, wir
l'emploi desdits fonds qui sont à octroyer, en cas de néces- seien Mitglied der Weltbank.
sité, aux pays qui sont en difficulté au cas où le banquier - Ich stelle fest: Es gibt auch hier Leute, die offensichtlich
c'est à dire le Fonds monétaire international - n'a pas dieser Meinung sind. Ich kann Ihnen das kurz erklären: Die
suffisamment de liquidités propres. Il s'agit donc d'une Schweiz ist bis heute weder Mitglied des Internationalen
prestation accessoire d'un ensemble de pays (Groupe des Währungsfonds noch der Weltbank. Aber - hier unter-
Dix) qui assiste, en cas de besoin, le FMI. scheide ich mich von verschiedenen meiner Freunde - ich
S'agissant de la contribution de l'économie privée, M. Zbin- bin überzeugt davon, dass es für die Schweiz richtig wäre,
den manque également de preuves lorsqu'il affirme qu'elle wenn sie beiden Institutionen beitreten würde. Das würde
ne contribue pas au développement des populations des der Schweiz gut anstehen. Wenn unser Land Mitglied wäre,
pays pauvres. Quant à la politique de développement, je suis hätten Diskussionen wie die heutige vermutlich eher einen
parfaitement d'accord sur la nécessité d'avoir une vision Sinn. Es ist nämlich nicht unbedingt unsere Sache, Institu-
globale. Les Accords généraux d'emprunt découlent de tionen zu kritisieren, bei denen wir nicht Mitglied sind,
cette dernière. Il y a trois voies d'aide au développement: sondern höchstens und allerbestens Trittbrettfahrer, weil
l'aide financière et économique, l'aide monétaire et l'aide au wir wissen, dass diese Institutionen tatsächlich notwendig
développement à proprement parler qui participe au finan- sind.
cement et au déroulement de projets. Il ne faut pas confon- Also erste Feststellung: wir sind nicht Mitglied des Wäh-
dre les crédits d'aide au développement avec les crédits rungsfonds. Nehmen Sie das bitte im Hinblick auf zukünf-
monétaires destinés à soutenir le déséquilibre passager et tige Diskussionen zur Kenntnis!
grave des balances de paiement. Ce sont des choses diffé- Zum zweiten: Wir haben Ihnen die Vorlage zur Verlängerung
rentes, même du point de vue de l'esprit avec lesquelles on des Beschlusses in die AKV unterbreitet. Die AKV ermächti-
les accorde. D'une part, des crédits pour des projets particu- gen den Währungsfonds, auf die 11 Länder der Zehner-
liers sont destinés à promouvoir le développement dans un gruppe zu ziehen, dies unter ganz bestimmten Vorausset-
pays - on pourrait appeler cela la micro-aide - et, d'autre zungen: Erstens muss der Währungsfonds die zusätzlichen
part, des crédits de secours sont prévus en cas d'urgence Mittel wirklich benötigen; zweitens müssen die Kredite mit
dans le système financier qui concerne aussi tous les pays wirtschaftlichen Auflagen verbunden sein, und drittens
du monde - qu'on pourrait appeler macro-aide. Si le Fonds muss die Stabilität des internationalen Währungssystems
monétaire international s'assure que les fonds octroyés derart gefährdet sein, dass von einer Ausnahme gesprochen
seront employés judicieusement et qu'il les soumet à des werden kann.
conditions, c'est tout à fait normal. Ces conditions sont Wie Sie sehen, sind die AKV eine Einrichtung für Notfälle.
indispensables pour maintenir le fonctionnement de l'éco- Wenn Sie das von der Welt-Währungspolitik in die Gemein-
nomie mondiale et son équilibre. depolitik transferieren, könnten Sie es mit der Feuerwehr
S'agissant de l'endettement qui a été plusieurs fois men- vergleichen: Es wird keinem einigermassen vernünftigen
tionné, la reconduction des Accords généraux d'emprunt Dorfpolitiker oder Gemeindepräsidenten einfallen, einen
n'a pas la prétention de résoudre ce problème. Mais, c'est Antrag auf Abschaffung der Feuerwehr zu stellen, nur weil
16. März 1988 N 333 Beamtengesetz. Aenderung
es in den letzten fünf Jahren in seiner Ortschaft nicht raten helfen Sie den Aermsten dieser Länder wirklich nicht,
gebrannt hat. Das wäre keine sinnvolle Politik. Solche Politik sondern hier braucht es gelegentlich einmal drastische Aen-
sollten wir in der Welt nicht betreiben. Vielmehr sollten wir derungen, andere Politiken, die diese Länder selber durch-
uns bewusst sein, wie sehr die Schweiz auf den Welthandel führen. Nur dann werden sie zu einer Besserung gelangen.
angewiesen ist - auch auf den Handel mit den Entwick- Ich bitte Sie deshalb, die beiden Nichteintretensanträge
lungsländern. abzulehnen und der Vorlage des Bundesrates zuzustimmen.
Bekanntlicherweise sind wir sehr mit Europa und der EG
verbunden. Wir kaufen der EG mehr ab als sie uns. Umge- Abstimmung - Vote
kehrt kaufen uns die Entwicklungsländer trotz allem mehr
ab als wir ihnen. Das sind Tatsachen, die gelegentlich auch Für den Antrag der Mehrheit (Eintreten) 112 Stimmen
bedacht werden sollten. Das heutige Welthandelssystem Für den Antrag Zbinden/Ruf (Nichteintreten) 23 Stimmen
kann man lieben, verbessern oder abschaffen wollen, aber
eigentlich ist die Schweiz nicht zu solchen Uebungen präde- Detailberatung - Discussion par articles
stiniert, weil sie wirklich auf den Welthandel angewiesen ist:
Wir sind darauf angewiesen, etwas verkaufen zu können, Titel und Ingress, Art. 1 und 2
damit wir das, wovon wir leben, wieder einkaufen können. Antrag der Kommission
Deshalb können wir dieses System nicht so leichthin ver- Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
neinen.
Ich habe bereits dargelegt, dass die Kredite in den letzten Titre et préambule, art. 1 et 2
vier Jahren nicht beansprucht worden sind. Deshalb ist es Proposition de la commission
auch nicht möglich zu sagen, was mit ihnen gemacht wor- Adhérer au projet du Conseil fédéral
den ist; man hat sie nicht gebraucht.
Die Erklärung über die Grundsätze der schweizerischen Angenommen - Adopté
Entwicklungshilfe, Herr Herczog, bin ich durchaus bereit zu
wiederholen. Ich hatte die Ehre, diese Erklärung vor vier Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Jahren im Zehnerklub abzugeben. Es ist auch unsere Sache,
in diesem Gremium immer wieder in diese Richtung zu Für Annahme des Beschlussentwurfs 109 Stimmen
wirken. Dagegen 21 Stimmen
Ich bin der Auffassung, dass man mehr erreichen kann,
wenn man in einer Institution «drin» ist -, wenn man mit- An den Ständerat - Au Conseil des Etats
macht. Schliesst man sich aus, hat man nichts mehr zu
sagen. Aber: man kann trotzdem eine solche «Erklärung aus
Bern» abgeben!
Ich würde Sie doch bitten, in Zukunft auch das zu lesen, was
Ihnen der Bundesrat zum Thema schreibt. Die «Erklärung #ST# 87.063
von Bern», die viele von Ihnen - vielleicht im Gegensatz zur
Botschaft - gelesen haben, geht davon aus, dass der Bund Beamtengesetz. Aenderung
ohnehin 1,9 Milliarden Franken ausgibt, und kommt zum Statut des fonctionnaires. Modification
Schluss, es wäre besser, dieses Geld bilateral auszugeben.
Dabei handelt es sich um eine Illusion, weil diese 1,9 Milliar- Botschaft, Gesetz- und Beschlussentwürfe vom 21. Oktober 1987 (BBI
den Franken nicht durch den Bundeshaushalt zur Verfü- III, 849)
gung gestellt werden: sie werden von der Nationalbank über Message, projets de loi et d'arrêté du 21 octobre 1987 (FF III, 809)
die Währungsreserven der Schweiz dem Währungsfonds
zur Verfügung gestellt. Ob sie im Währungsfonds eingesetzt
werden oder in Bern liegen, spielt an sich keine Rolle. Es
handelt sich jedoch nicht um Ausgaben der Eidgenossen-
schaft. Vorlagen A und B
Hinzu kommt aber etwas anderes und Grundsätzliches: Der Antrag der Kommission
Währungsfonds ist trotz allem keine Entwicklungshilfeorga- Eintreten
nisation, sondern eine Organisation, die dafür sorgen muss,
dass das Weltwährungssystem einigermassen funktioniert. Vorlage C
Das ist seine Aufgabe. Es ist umgekehrt klar, dass das Risiko Antrag der Kommission
um so grösser wird, je mehr schwache Länder es gibt. Mehrheit
Insofern gibt es einen Zusammenhang. Aber der Währungs- Eintreten
fonds selber hat die Aufgabe, das Währungssystem der Welt Minderheit
sicherzustellen. Man kann also nicht davon ausgehen, dass (Mauch Rolf, Allenspach, Bonvin, Fäh, Frey Walter, Perey)
diese AKV-Gelder als Entwicklungshilfegelder eingesetzt Nichteintreten
würden oder eingesetzt werden.
Man hat den Währungsfonds wegen der Auflagen, die er Projets A et B
gelegentlich macht, sehr stark kritisiert. Wenn wir aber an Proposition de la commission
die ganze Verschuldungsgeschichte denken, kann man sich Entrer en matière
fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, man hätte in den
siebziger Jahren härtere Auflagen gemacht. Sicher ist aber, Projet C
dass die Länder, die sich über die harten Bedingungen des Proposition de la commission
Währungsfonds beklagen, letztlich frei sind, Gelder von ihm Majorité
entgegenzunehmen oder sie abzulehnen. Diese Alternative Entrer en matière
haben sie; der Währungsfonds drängt niemandem Geld auf. Minorité
Man kann sich aberfragen, ob es für diese Länder einfacher (Mauch Rolf, Allenspach, Bonvin, Fäh, Frey Walter, Perey)
wäre, ohne Hilfe auszukommen, als gewisse Bedingungen Ne pas entrer en matière
zu akzeptieren.
Wenn wir ein geordnetes Währungssystem haben wollen, Ablauf der Beratung
bedingt das auch die Anstrengung der verschiedenen 1. Eintretensdebatte über Vorlagen A, B und C
betroffenen Länder. Es ist mit Recht gesagt worden - ich 2. Eintreten und Detailberatung zu Vorlage A l
glaube von Herrn Biel -, dass man in vielen Entwicklungs- Aussetzen der Beratung zu A II
ländern sehr hohe Inflationsraten hat. Mit solchen Inflations- 3. Eintreten und Detailberatung zu Vorlage B
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Internationaler Währungsfonds. Verlängerung des Bundesbeschlusses
Fonds monétaire international. Prorogation de l'arrêté fédéral
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1988
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 87.072
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.03.1988 - 08:30
Date
Data
Seite 321-333
Page
Pagina
Ref. No 20 016 189
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