Postulate for Comprehensive Technological Risk Assessment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council decided to convert the motion into a postulate, supporting the idea of a more comprehensive assessment of technological risks beyond environmental impact. This assessment should include social, international, temporal, and ethical considerations. The council acknowledged the growing urgency for such evaluations, particularly following environmental disasters, and committed to establishing appropriate bodies with defined responsibilities and legal foundations to conduct these assessments.
Legislator-Regeste
KI-generiertPostulate for Comprehensive Technological Risk Assessment: Um uns und der Umwelt ein Ueberleben zu erleichtern, soll Fehlentscheiden, zukünftiges Verpflichtungsniveau, z. B.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
9. Oktober 1987 N 1431 Motion Fetz
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, zug mit sich bringt. Neben den bereits eingangs erwähnten
Borei, Braunschweig, Bundi, Clivaz, Deneys, Eggenberg- Gründen für einen festen Koordinationsabzug ist auch die
Thun, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Leuen- Tatsache zu nennen, dass viele der teilzeitbeschäftigten
berger Moritz, Mauch, Morf, Nauer, Ott, Pitteloud, Reimann, Arbeitnehmer einen Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung
Renschier, Robbiani, Ruffy, Stappung, Vannay, Weber- gar nicht wünschen. Dies ist häufig dort der Fall, wo eine
Arbon, Zehnder (26) Person nicht ausschliesslich auf seine eigene berufliche
Vorsorge angewiesen ist. Eine allgemeine Vorschrift für
Schriftliche Begründung - Développement par écrit tiefere Koordinationsabzüge würde also vielen Personen
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine unerwünschte Versicherung aufzwingen. Zum zweiten
eine schriftliche Antwort. hätte die Ausweitung des Versichertenkreises für die Vorsor-
geeinrichtungen einen erheblichen administrativen Mehr-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates aufwand zur Folge. Dabei ist insbesondere auch eine über-
vom 26. August 1987 proportionale Zunahme der Mutationen zu erwarten, da die
Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 août 1987 Teilzeitbeschäftigten im allgemeinen eher häufiger die
Der Bundesrat hat bereits in der Interpellation Longet Stelle wechseln. Die Einführung eines variablen Koordina-
(86.942) unter anderem auch zum vorliegenden Problem- tionsabzuges ins BVG würde zudem voraussetzen, dass eine
kreis des proportionalen Koordinationsabzuges Stellung einfache und praktikable Lösung gefunden werden kann,
genommen. Er hat dabei darauf hingewiesen, dass der Koor- die wie bisher die Bestimmung des koordinierten Lohnes
dinationsabzug hauptsächlich bezweckt, das Zusammen- bereits am Anfang des Jahres ohne allzu grossen Aufwand
wirken von erster und zweiter Säule so zu koordinieren, zulässt. Auf jeden Fall ist aber dem eingangs erwähnten
dass ihre Leistungen keine Ueberentschädigung verursa- Hauptzweck des Koordinationsabzuges, nämlich die Verhin-
chen. derung einer Ueberentschädigung, entsprechend Rech-
Ausgehend von der Zielsetzung, dass erste und zweite Säule nung zu tragen.
zusammen rund 60 Prozent des vorherigen Erwerbseinkom- In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, den vorliegenden
mens erreichen sollten, wurde daher im BVG ein fester Vorstoss in der Form eines Postulates entgegenzunehmen.
Koordinationsabzug vorgesehen. Dieser stellt sicher, dass
nur Personen obligatorisch versichert werden müssen, bei Schriftliche Erklärung des Bundesrates
denen nicht schon die AHV allein 60 und mehr Prozent Déclaration écrite du Conseil fédéral
abdeckt. Bei Einkommen, die zwischen dem unteren und Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
dem oberen Grenzbetrag (17 280 Franken bzw. 51 840 Fran- wandeln.
ken in den Jahren 1986/87) liegen, bewirkt der konstante
Abzug bei voller Versicherungsdauer zusammen mit der Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
AHV ein Ersatzeinkommen von rund 60 Prozent.
Ein tiefer Koordinationsabzug für Personen mit kleinen Ein-
kommen führt dazu, dass ihr Rentensatz insgesamt mehr als
60 Prozent, bei sehr geringen Einkommen gar mehr als
100 Prozent erreichen kann. Zusammen mit der Ehepaar- #ST# 86.993
rente der AHV wird die ursprüngliche Zielsetzung bereits
heute im unteren Einkommensbereich überschritten. Wäh- Motion Fetz
rend der parlamentarischen Beratungen des BVG wurde die Geldwerte Erfassung der Luft,
Frage eines tieferen Koordinationsabzuges bereits einge- des Bodens und von Wasser
hend behandelt. Der Gesetzgeber beschloss damals einen
konstanten Koordinationsabzug, das heisst, er wollte eine Richesse naturelles non renouvelables.
Ueberversicherung in diesem Sinne nicht generell vor- Taxes d'utilisation
schreiben. Ein weiterer Grund für diesen Entscheid war das
Bestreben, die Gesamtbelastung der Arbeitgeber und der
Arbeitnehmer durch die zweite Säule, die andernfalls spür-
bar erhöht worden wäre, möglichst tief zu halten.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass in gewissen Fällen eine Wortlaut der Motion vom 2. Dezember 1986
derartige Höherversicherung nicht durchaus mit guten Der Bundesrat wird aufgefordert, folgende Massnahmen in
Gründen vertreten werden kann. Zu denken ist hier vor die Wege zu leiten:
allem an Einzelpersonen mit relativ kleinen Einkommen, für 1. Kurzfristig ist ein Abgabesystem einzuführen, welches die
die eine Altersvorsorge in der Höhe von 60 Prozent zur Ueberschreitung der Emissionsgrenzwerte bei der Produk-
Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung möglicherweise tion mit massiven Abgaben bestraft.
kaum genügt. Ein tieferer Koordinationsabzug kann auch 2. Mittelfristig ist ein Abgabesystem zu realisieren, welches
dann sinnvoll sein, wenn eine nur vorübergehende Herab- den gewerbsmässigen Verbrauch nicht regenerierbarer
setzung der Arbeitszeit geplant ist. Es würde auf diese Weise Güter der Natur, wie Boden, Luft und Wasser, ähnlich der
ermöglicht, die Versicherung lückenlos weiterzuführen. Die juristischen Konstruktion zum gesteigerten Gemeinge-
Einführung solcher Erweiterungen im Vorsorgeschutz ist für brauch von Allmend, mit einer Abgabe belegt.
eine Vorsorgeeinrichtung bereits heute durchaus möglich, 3. Mit dem Erlös der Abgaben sind Forschung und umwelt-
da das BVG ja lediglich Mindestvorschriften enthält; es ist verträgliche Produktion zu fördern.
den Pensionskassen ausdrücklich freigestellt, höhere Lei-
stungen, also z. B. auch tiefere oder variable Koordinations- Texte de la motion du 2 décembre 1986
abzüge, einzuführen. Le Conseil fédéral est chargé de mettre en oeuvre les
Nachdem in den letzten Jahren die Teilzeitarbeit wesentlich mesures suivantes:
an Bedeutung gewonnen hat, drängt sich heute möglicher- 1.A court terme, introduction d'un système de taxes qui
weise eine Neubeurteilung des ganzen Problemkreises auf. sanctionnent très sévèrement le dépassement du seuil auto-
Da die Frage aber recht komplex ist und im Gesamtzusam- risé pour l'émission de produits toxiques au cours de la
menhang mit den übrigen Bestandteilen der Alters-, Hinter- production.
lassenen- und Invalidenvorsorge beurteilt werden muss, 2. A moyen terme, établissement d'un système frappant
bedarf es noch weiterer Abklärungen. Es ist deshalb vorge- d'une taxe l'utilisation, dans un but lucratif, de richesse
sehen, diese Frage im Rahmen der auf den 1. Januar 1995 naturelles non renouvelables telles que le sol, l'air et l'eau,
vorgesehenen Revision des BVG zu behandeln. système inspiré des normes juridiques régissant l'usage
Dabei werden auch die Schwierigkeiten in Rechnung zu commun accru de l'allmend.
stellen sein, die ein tieferer oder variabler Koordinationsab- 3. Utilisation des taxes perçues pour encourager la
Motion Braunschweig 1432 N 9 octobre 1987
recherche et favoriser une production écologiquement ad- Abschätzung in der Schweiz noch viel dringender gewor-
missible. den. Der Bundesrat wird ersucht, die entsprechenden
Organe aufgrund der Vorarbeiten zu schaffen und ihnen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Gurtner, ihre Aufgaben und Kompetenzen zuzuweisen, einschliess-
Herczog, Magnin (4) lich allfällige rechtliche Grundlagen.
Technologiefolgen-Abschätzung geht wesentlich über die
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Umweltverträglichkeit des Artikels 9 des Umweltschutzge-
Unsere Umwelt leidet daran, dass sie nichts kostet. Nicht setzes hinaus: Sie umfasst zusätzlich:
regenerierbare Güter der Natur wie Luft, Boden und Wasser -die Sozialverträglichkeit (Auswirkungen auf Wirtschaft-
können gratis beansprucht werden. Das Gewerbe und die lichkeit, Gesellschaft, Arbeitswelt, demokratischer Entschei-
Industrie müssen bei der Produktion für den Verbrauch dungsprozess, Grundrechte und grundlegende Wertesy-
dieser Güter keine nennenswerten Kosten einkalkulieren. In steme usw.);
der Folge betreiben wir Raubbau zu Lasten der Natur. -die internationale Verträglichkeit (Auswirkungen auf die
Nach Unfällen wie z. B. nach der Katastrophe von Schwei- Nachbarstaaten, auf Europa, auf den Entwicklungsprozess
zerhalle ist zudem die Zerstörung der Natur finanziell kaum in der Dritten Welt, auf Rüstungsspirale und militärische
fassbar. Selbst bei massivsten Vergiftungen der Umwelt sind Drohpotentiale);
somit kaum Schadenersatzzahlungen fällig. Dadurch sinkt -die zeitliche Verträglichkeit (Auswirkungen auf den Gestal-
die Motivation zur Schadensverhütung. tungsspielraum zukünftiger Generationen, Wiederruf von
Um uns und der Umwelt ein Ueberleben zu erleichtern, soll Fehlentscheiden, zukünftiges Verpflichtungsniveau, z. B.
der Verbrauch von nicht oder kaum regenerierbaren Gütern bei Atomtechnologie, Gentechnik, Mikroelektronik) und
der Natur, von Luft, Boden und Wasser etwas kosten. Der - Ethik-Verträglichkeit (Verhältnismässigkeit und Grenzen
Unternehmersoll deren Kosten bei der Produktion einkalku- des Forschens und des Auswertens).
lieren müssen. Dadurch erhält die umweltverträglichere Pro- Auch wenn die Aufgabe der Technologiefolgen-Abschät-
duktion eine Chance. zung wissenschaftlicher Art ist, müssen die Mitwirkung des
Parlaments und der Einbezug der Privatwirtschaft aus
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Gründen der Demokratie, der Gerechtigkeit und der Wirk-
vom 16. März 1987 samkeit gewährleistet sein.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 mars 1987
Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- Texte de la motion du 11 décembre 1986
zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- Après la catastrophe Sandoz à Schweizerhalle, l'évaluation
che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der des risques technologiques en Suisse est devenue encore
Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über plus urgente.
umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Le Conseil fédéral est chargé de créer les organes néces-
Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und saires, compte tenu des travaux préliminaires, de fixer leurs
des Strafrechts. attributions et compétences, et d'édicter au besoin les bases
Alle diese Themen bilden zur Zeit Gegenstand eingehender légales appropriées.
Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- L'évaluation des risques technologiques va beaucoup plus
lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen loin que l'étude d'impact prévue à l'article 9 de la loi sur la
mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern protection de l'environnement (LPE), pour inclure:
beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- - la compatibilité avec la société: répercussions sur la pro-
ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die ductivité, la vie sociale, le monde du travail, le processus
der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, démocratique, les droits fondamentaux et les valeurs essen-
eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund tielles;
verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- -la compatibilité sur le plan international: répercussions
gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu sur les pays limitrophes, sur l'ensemble de l'Europe, sur le
äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen processus de développement dans le tiers monde, ainsi que
und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- sur la course aux armements et les menaces militaires;
ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen - la compatibilité avec l'avenir: répercussions sur la marge
Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- de maneouvre des générations futures, possibilités de corri-
strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird ger les erreurs de décision, conséquences contraignantes à
dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den long terme dans les domaines de la technologie nucléaire,
Stand der Arbeiten zu berichten. de la génétique, de la microélectronique;
-la compatibilité sur le plan moral: proportionnalité et
Schriftliche Erklärung des Bundesrates limites de la recherche et du développement.
Déclaration écrite du Conseil fédéral Quoique l'évaluation des risques technologiques soit essen-
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- tiellement de nature scientifique, elle exige la collaboration
wandeln. du Parlement et de l'économie au nom de la démocratie, de
la justice et de l'efficacité.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
Bäumlin, Borei, Euler, Fankhauser, Lanz, Leuenberger
Moritz, Morf, Nauer, Rechsteiner, Renschier, Stappung,
#ST# 86.142 Wagner (13)
Motion Braunschweig Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Technologiefolgen-Abschätzung eine schriftliche Antwort.
Evaluation des risques technologiques
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 18. Februar 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 février 1987
Der Bundesrat will der Technologiefolgen-Abschätzung in
Wortlaut der Motion vom 11. Dezember 1986 Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Mehrere der
Nach der Sandoz-Katastrophe von Schweizerhalle ist die laufenden Tätigkeiten enthalten aber bereits wesentliche
institutionelle Verwirklichung der Technologiefolgen- Teile einer Technologiefolgen-Abschätzung. Im Projekt
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Fetz Geldwerte Erfassung der Luft, des Bodens und von Wasser
Motion Fetz Richesse naturelles non renouvelables. Taxes d'utilisation
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.993
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1431-1432
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Pagina
Ref. No 20 015 752
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