Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-992 KI-generiert

Environmental Damage Compensation Reform

Geschäftsnummer VPB 86-992
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The government proposed transforming a motion into a postulate, suggesting that the legislature should examine ways to improve the legal standing of victims of environmental damage. The motion called for changes to the law to shift the burden of proof in environmental damage cases, making it easier for victims to claim damages, and proposed product liability and a mandatory insurance pool for the chemical industry to cover extensive damages, acknowledging that existing private insurance might not be sufficient. The government agreed to review these proposals, especially in light of recent environmental incidents, and indicated that a commission would be established to develop specific regulations.

Legislator-Regeste

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Environmental Damage Compensation Reform: Instaurer un pool d'assurances pour l'industrie chimique de haute toxicité. Interdiction auquel les fabriques de produits chimiques seraient obligées de s'affilier et qui permettrait une couverture illimitée, même des dommages les plus élevés.

Schlagwörter

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Haftung für Umweltschäden Privatversicherung Rechtsreform Umweltindustrie Versicherungsentschädigung Produktehaftung
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Volltext

20. März 1987 N 499 Motion Fetz

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Anschlusszwang für potentiell die Umwelt gefährdende Déclaration écrite du Conseil fédéral Betriebe zu fordern.

Le Conseil demande de transformer la motion en postulat.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat Rapport écrit du Conseil fédéral Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schweizerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlreiche Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über #ST# 86.992 umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und Motion Fetz des Strafrechts. Rechtliche Besserstellung Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabenteides Geschädigten bei Umweltschäden lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen Atteintes à l'environnement. mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertretern Modification du droit beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbeiten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrat noch nicht über die nötigen Grundla- Wortlaut der Motion vom 2. Dezember 1986 gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu

Der Bundesrat wird aufgefordert, folgende Massnahmen zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen

verwirklichen: und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie-

1. Die Gesetzgebung ist derart zu ändern, dass bei Umweltren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen

schäden die Kausalität des Schadens nicht strikt nachzuwei- Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata-

sen ist, sondern der wahrscheinliche Verursacher sich zu strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird exkulpieren hat. dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den

2. Für Produkte, welche die Umwelt gefährden können, ist Stand der Arbeiten zu berichten. eine Produktehaftung derart einzuführen, dass der Geschädigte direkt vom Schädiger Ersatz fordern kann. Schriftliche Erklärung des Bundesrates

3. Für die chemische Industrie ist ein Versicherungspool Déclaration écrite du Conseil fédéral vorzusehen, welcher, mit Anschlusszwang für die chemi- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuschen Firmen, auch sehr grosse Schäden unbeschränkt wandeln. ersetzen kann.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Texte de la motion du 2 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargté de prendre les mesures suivantes:

1. Modifier la législation de sorte que, en cas de dommage porté à l'environnement, on ne s'en tienne pas strictement au principe de la responsabilité causale, mais que l'auteur #ST# 86.994 présumé du dommage doive prouver qu'il n'est pas responsable. Motion Fetz

2. Introduire une responsabilité du fait du produit lorsque Verbot von hochgiftigen celui-ci peut nuire à l'environnement, de sorte que la perchemischen Stoffen sonne lésée puisse obtenir réparation directement auprès de l'auteur du dommage. Substances chimiques

3. Instaurer un pool d'assurances pour l'industrie chimique de haute toxicité. Interdiction auquel les fabriques de produits chimiques seraient obligées de s'affilier et qui permettrait une couverture illimitée, même des dommages les plus élevés.

Mitunterzeichner- Cosignataires: Carobbio, Gurtner, Herc- Wortlaut der Motion vom 2. Dezember 1986 zog, Magnin (4) Zum Schütze der Bevölkerung und der Umwelt vor chemischen Verseuchungen wird der Bundesrat aufgefordert, fol- Schriftliche Begründung - Développement par écrit gende Massnahmen zu ergreifen: Nach geltendem Recht hat der Geschädigte zur Durchset- Der Bundesrat ergänzt die Stoffverordnung mit dem Verbot zung der Ersatzforderung dem mutmasslichen Schadenstiffolgender Stoffklassen: Phosphorsäureester, chlorierte ter die Verursachung des Schadens nachzuweisen. Gerade Pestizide, Carbamate und quecksilberhaltige Pestizide, Cad-

bei Schäden infolge übermässiger Immissionen kommt der mium. Der Verbrauch von chlorierten Lösungsmitteln ist so

Geschädigte oft in einen kaum überwindbaren Beweisnotzu regeln, dass der raschest mögliche Ersatz dieser Stoff-

stand. Eine Umkehr der Beweislast, beispielsweise wie die gruppe möglich ist. Die in der Schweiz verbotenen Stoffe

japanische Rechtsprechung dies entwickelt hat, könnte auf gehören auch weltweit verboten, entsprechende internatio-

angemessene Weise dem Recht zum Durchbruch verhelfen. nale Vorstösse sind vom Bundesrat vorzunehmen; deren Bei umweltgefährdenden Stoffen soll der Produzent für Exporte aus der Schweiz zu unterbinden. allfällige Schäden aufkommen müssen. Damit wird die Produktion umweltfreundlicher Produkte gefördert. Eine Pro- Texte de la motion du 2 décembre 1986

duktehaftung ermöglicht den Durchgriff des Geschädigten Aux fins de protéger la population et l'environnement contre

auf den Produzenten. les contaminations chimiques, le Conseil fédéral est chargé Letztlich ist für jeden Fall die Sicherstellung der Schadensde prendre les mesures suivantes: deckung zu gewährleisten. Die heutigen privaten Haft- Compléter l'ordonnance sur les substances dangereuses

pflichtversicherungen der Produzenten bieten hierfür nicht pour l'environnement en interdisant les classes de toxiques

immer Gewähr. Es ist deshalb ein Versicherungspool mit ci-après: esters phosphoriques, pesticides chlorés, carba-

unbeschränkter Haftungsmöglichkeit und ein gesetzlicher mates et pesticides mercuriels, cadmium. Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Fetz Rechtliche Besserstellung des Geschädigten bei Umweltschäden

Motion Fetz Atteintes à l'environnement. Modification du droit

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987 Année Anno

Band I Volume Volume

Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17 Séance Seduta

Geschäftsnummer 86.992 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 20.03.1987 - 08:00 Date Data

Seite 499-499 Page Pagina

Ref. No 20 015 235

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