Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-991 KI-generiert

Transport of Dangerous Substances: Adequacy of Safety Regulations

Geschäftsnummer VPB 86-991
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns the transport of dangerous chemical substances and the adequacy of existing safety regulations. The interpellation questioned whether current regulations were sufficient to prevent harm, the effectiveness of driver training, and the enforcement of safety measures. The Federal Council responded that international and national regulations are constantly updated and, with proper control, should be sufficient. They highlighted the extensive training provided to drivers and stated that control of road transport safety primarily rests with the cantons, with federal support. While statistics on violations were not available, they noted that cantons are responsible for penalties. The interpellator expressed only partial satisfaction with the response.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Transport of Dangerous Substances: Adequacy of Safety Regulations: The interpellation questioned whether current regulations were sufficient to prevent harm, the effectiveness of driver training, and the enforcement of safety measures. The Federal Council responded that international and national regulations are constantly updated and, with proper control, should be sufficient. They highlighted the extensive training provided to drivers and stated that control of road transport safety primarily rests with the cantons, with federal support. While statistics on violations were not available, they noted that cantons are responsible for penalties. The interpellator expressed only partial satisfaction with the response.

Schlagwörter

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Gefährliche Stoffe Verletzung von Sicherheitsbestimmungen Sicherheitsbedenken Sicherheit im Straßenverkehr Straßenverkehr Kontrollvorschrift

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

This provision is cited in the dispositive to award costs to the opposing party.

Art. 64 BGG

This provision is cited in the dispositive to grant legal aid to the appellant.

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Volltext

Interpellation Oester 548 N 20 mars 1987

beachtliche Qualitätssteigerung mit sich gebracht. Die Sub- 4. Hat das zuständige Bundesamt für Polizeiwesen den

ventionierung ist somit weniger eine Frage der Betragshöhe. Ueberblick über die Art und die Häufigkeit der Kontrollen an

Sie stellt vielmehr ein wichtiges gesamtschweizerisches der Grenze und auf den Strassen, insbesondere auf Routen

Steuerungsinstrument dar. In der Vernehmlassung hat sich mit langen Tunnels (N 2!)?

eine Pattsituation ergeben, indem zehn Kantone für und elf 5. Stimmt es, dass «auf Druck der Kantone» für die notwen-

gegen eine weitere Subventionierung eingestanden sind. digen Kontrollen nunmehr Chemiker zur Verfügung gestellt

Bei den Fachorganisationen überwog aber die Zustimmung werden und dass erst kürzlich in Uri erstmals ein Chemiker

zur Fortsetzung der Bundeshilfe eindeutig. Eine qualifizierte im Einsatz war?

Ausbildung ist gerade im Hinblick auf die zunehmenden 6. Treffen die Pressemeldungen zu, wonach schwerste Ver-

Anforderungen im Betagten-, Behinderten- und Suchtbe- stösse gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften aufge-

reich, aber auch im Straf- und Massnahmenvollzug von deckt werden konnten (Transport grosser Mengen «sehr

grosser Bedeutung. gefährlicher Stoffe»)?

7. Wenn ja, welche Sanktionen sind bisher ergriffen worden

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates und welche Wirkungen haben sie gezeitigt?

vom 9. März 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 mars 1987 Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986

In Berücksichtigung der Ergebnisse des Vernehmlassungs- Le grand incendie qui s'est produit dans la maison Sandoz,

verfahrens und der Aussprache im Kontaktgremium Bund/ à Schweizerhalle, a attiré l'attention du public sur le pro-

Kantone hat der Bundesrat am 29. Oktober 1986 entschie- blème de l'entreposage de substances toxiques. Or, le trans-

den, den Ende 1989 auslaufenden Bundesbeschluss über port de substances chimiques dangereuses constitue pour

die Unterstützung der Schulen für soziale Arbeit nicht mehr l'homme et pour l'environnement un péril potentiel pour le

zu verlängern. Er hat das EJPD beauftragt, in der Botschaft moins aussi important. Me référant à des informations

über ein zweites Paket einer Neuverteilung der Aufgaben parues dans la presse, selon lesquelles les prescriptions

zwischen Bund und Kantone in diesem Sinne Antrag zu actuelles en matière de sécurité dans le domaine des trans-

stellen. Da seither keine wesentlichen neuen Tatsachen auf- ports routiers sont parfois ignorées de manière coupable, je

getaucht sind, sieht der Bundesrat keine Veranlassung auf prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:

seinen Entscheid zurückzukommen. Er zweifelt indessen 1. Les dispositions de l'ordonnance relative au transport des

nicht daran, dass es den Trägern dieser Schulen möglich marchandises dangereuses par route suffisent-elles, autant

sein wird, trotz des Wegfallens der Finanzbeihilfen des Bun- qu'on puisse en juger, pour empêcher de graves atteintes à

des dieses Werk weiterzuführen. la santé de l'homme et à l'environnement?

2. Sinon, quelles modifications prévoit-on pour agir rapide-

Abstimmung - Vote ment et avec efficacité?

3. Le Conseil fédéral estime-t-il suffisants les cours orga-

Für den Antrag auf Diskussion Offensichtliche Mehrheit nisés depuis 1977 à l'intention des chauffeurs qui transpor-

Dagegen Minderheit tent régulièrement des substances explosives ou toxiques?

4. L'Office fédéral de la police, compétent en la matière,

Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la connaît-il la manière dont sont effectués les contrôles à la

réponse du Conseil fédéral. frontière et sur les routes ainsi que leur fréquence, notam-

ment sur les parcours comprenant de longs tunnels (N 2)?

5. Est-il exact que, sous la «pression des cantons», des

chimistes sont maintenant mis à disposition pour les

contrôles nécessaires et que ce n'est que récemment qu'un

chimiste a été engagé pour la première fois dans le canton

#ST# 86.991 d'Uri?

6. Les informations parues dans les journaux, selon les-

Interpellation Oester quelles on aurait constaté de très graves infractions aux

Gefährliche Chemietransporte. mesures de sécurité en vigueur (transport de grandes quan-

Sicherheitsmassnahmen tités de «substances extrêmement dangereuses») sont-elles

véridiques?

Transport de marchandises dangereuses. 7. Dans l'affirmative, quelles sanctions a-t-on prises jusqu'ici

Mesures de sécurité et quels ont été leurs effets?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendel-

meier, Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Müller-Aargau,

Müller-Bachs, Weber Monika, Weder-Basel, Widmer, Zwyg-

Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986 art (12)

Der Grossbrand im Lager der Firma Sandoz in Schweizer-

halle hat das Problem der Lagerung toxischer Substanzen in Schriftliche Begründung - Développement par écrit

den Vordergrund des öffentlichen Interesses gerückt. Ein Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht

ebenso grosses, wenn nicht ein noch grösseres Gefahren- eine schriftliche Antwort.

potential für Mensch und Umwelt stellt der Transport gefähr-

licher chemischer Stoffe dar. Angesichts von Pressemeldun- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

gen, wonach im Strassentransport die geltenden Sicher- vom 2. März 1987

heitsvorschriften zum Teil in sträflicher Weise ignoriert wer- Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 mars 1987

den, bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beant- 1.12. Die umfangreichen internationalen und nationalen Vor-

worten: schriften für Transporte gefährlicher Güter werden aufgrund

I.Genügen die Vorschriften der Verordnung über den der von einer Expertengruppe der Uno erarbeiteten «Emp-

Transport von gefährlichen Gütern auf der Strasse, um nach fehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter» ständig

menschlichem Ermessen schwere Schäden für Mensch und dem Fortschritt der Technik und der Wissenschaft ange-

Umwelt zu verhindern? passt und verbessert. Ihre Anwendung und die Kontrolle des

2. Wenn nicht, welche rasch wirksamen Aenderungen sind Einhaltens sollten genügen, um nach menschlichem Ermes-

vorgesehen? sen schwere Schäden für Mensch und Umwelt zu verhin-

3. Beurteilt der Bundesrat die seit 1977 stattfindenden Kurse dern.

für Chauffeure, die regelmässig mit explosiven oder giftigen 3. Ja. In besonderen Kursen sind unter Aufsicht des Bundes

Stoffen fahren, als genügend? seit 1977 über 15 000 Chauffeure ausgebildet worden, die

20. März 1987 N 549 Interpellation Gurtner

regelmässig gefährliche Güter in Tanks oder Versandstük- 3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass solche

ken befördern. Diese obligatorischen Kurse umfassen theo- Szenarien die Hetzpropaganda und Feindbilder fremden-

retischen und praktischen Unterricht, werden mit einer theo- feindlicher Kreise unterstützen, die behaupten, die Schweiz

retischen Prüfung abgeschlossen und haben sich als Bei- sei überfremdet und werde von Flüchtlingen überrollt?

trag zur Verkehrssicherheit beim Transport gefährlicher 4. Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um solche Szenarien

Güter bewährt. in Zukunft zu verhindern?

Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung von Lastwagenfüh-

rern (Berufslehre nach BBG) werden den Lehrlingen sowohl Texte de l'interpellation du 18 décembre 1986

in den Einführungskursen als auch im Fachunterricht der Du 27 au 30 octobre 1986, les troupes vaudoises ont fait un

Berufsschulen Kenntnisse über den Transport gefährlicher exercice militaire dans la région du Locle, au cours duquel

Güter vermittelt, die über das hinausgehen, was an den elles devaient aider la police locale à maintenir l'ordre et la

obligatorischen Chauffeurkursen, denen sich die Lehrlinge tranquillité perturbés par l'arrivée de 8000 réfugiés. Ceux-ci

auch zu unterziehen haben, behandelt und geprüft werden ont même incarné l'ennemi dans le cadre des manoeuvres

kann. «Trident» et d'autres exercices similaires.

4. Die Kontrolle der Anwendung der eidgenössischen Stras- Je demande donc au Conseil fédéral:

senverkehrsgesetzgebung und damit auch der Vorschriften 1. S'il a eu connaissance des scénarios dans lesquels les

über den Transport gefährlicher Güter auf der Strasse (SDR) réfugiés ont été présentés comme une menace pour la

liegt bei den Kantonen. Das BAP unterstützt diese Kontroll- sécurité intérieure du pays.

tätigkeiten in aktiver Zusammenarbeit mit den Kantonen 2. S'il connaît les motifs qui ont poussé les responsables à

sowie mit der OZD für die Grenzkontrollen. Entsprechende imaginer un scénario prenant comme argument l'arrivée

Hilfsmittel (SRD-Leitfaden für die Polizei, Richtlinien der massive à un poste frontière de 8000 réfugiés.

OZD) sind unter seiner Mitwirkung erarbeitet worden. Seit 3. S'il ne pense pas que de tels scénarios sont de nature à

dem Erlass der SDR vom 17. April 1985 sind die Kontrollen encourager la propagande raciste et à renforcer l'image du

vor allem bei bestimmten Tunneln intensiviert worden. réfugié-ennemi que se font les milieux xénophobes, qui

5. Schon vor den Kontrollen auf der N 2 beim Gotthaird- prétendent que la Suisse a accueilli trop d'étrangers et

Strassentunnel wurden bereits in anderen Kantonen - zum qu'elle est submergée par les réfugiés.

Teil auf deren Initiative - Kontrollen unter Mithilfe von Che- 4. Ce qu'il pense faire pour empêcher que de telles prati-

mikern durchgeführt. ques se reproduisent.

6./7. Statistische Angaben für die ganze Schweiz über die

bei Kontrollen von Transporten gefährlicher Güter festge- Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun

stellten Verstösse liegen nicht vor. Die Bestrafung der Ver-

letzung einschlägiger Bestimmungen fällt in die Kompetenz Schriftliche Begründung - Développement par écrit

der Kantone. Widerhandlungen gegen die SDR werden mit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

Haft oder Busse bestraft. eine schriftliche Antwort.

Abstimmung - Vote Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 11. Februar 1987

Für den Antrag auf Diskussion Offensichtliche Mehrheit Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 février 1987

Dagegen Minderheit Bei bewaffneten Auseinandersetzungen in Europa ist auch

in Zukunft schlagartig mit einer grossen Zahl von Flüchtlin-

Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- gen an unseren Grenzen zu rechnen. Die zivilen und militäri-

fait de la réponse du Conseil fédéral. schen Mittel der Gesamtverteidigung, die für die Aufnahme

und Betreuung dieser Flüchtlinge verantwortlich sind, müs-

sen auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Der Bundesrat hält

es deshalb für richtig, dass in grösseren militärischen

Uebungen auch das Flüchtlingsproblem mittels realistischer

Szenarien dargestellt und den Trägern der Gesamtverteidi-

#ST# 86.194 gung Gelegenheit gegeben wird, zweckmässig zu reagieren.

Mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben solche

Interpellation Gurtner Uebungen nichts zu tun.

Militärische Uebungen. Abstimmung - Vote

Rassistische und fremdenfeindliche Tendenzen

Exercices militaires. Für den Antrag auf Diskussion 23 Stimmen

Relents racistes et xénophobes Dagegen 53 Stimmen

Le président: L'interpellatrice n'est pas satisfaite de la

réponse du Conseil fédéral.

Wortlaut der Interpellation vom 18. Dezember 1986

In derzeit vom 27. bis 30. Oktober 1986 führten waadtländi-

sche Truppen in der Region Le Locle eine Uebung durch,

bei der die Armee die lokale Polizei bei der Aufrechterhal-

tung von Ruhe und Ordnung unterstützen sollte, die durch

den Einmarsch von 8000 Flüchtlingen gefährdet sei. Auch

beim Manöver «Dreizack» und anderen Uebungen wurden

Flüchtlinge als Feindbilder eingesetzt.

Ich frage den Bundesrat:

1. Hatte der Bundesrat Kenntnis von militärischen Szena-

rien, bei denen Flüchtlinge als Gefährdung der inneren

Sicherheit betrachtet werden?

2. Welches sind die Hintergründe, die die Verantwortlichen

zu einem Szenario veranlassen, das von einem kollektiven

Einmarsch von 8000 Flüchtlingen an einer Grenzstelle aus-

geht?

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Oester Gefährliche Chemietransporte. Sicherheitsmassnahmen

Interpellation Oester Transport de marchandises dangereuses. Mesures de sécurité

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.991

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 20.03.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 548-549

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Ref. No 20 015 295

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