Legislative Body Approves Postulat for Improved Regional Train Services Amidst Government Opposition
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA legislative body considered a postulat concerning the improvement of train schedules for peripheral and tourist regions. The postulat argued that these areas were being underserved by train services, particularly by the reduction or elimination of fast train stops, leading to decreased public transport use and increased private vehicle reliance, negatively impacting both regional development and environmental goals. The government, however, opposed the postulat, stating that existing and planned service improvements adequately addressed these regions and that intervention in specific scheduling decisions would infringe upon the operational freedom of the railway company, emphasizing that fast trains must maintain their speed to remain attractive. Ultimately, the body voted to approve the postulat, calling for action to ensure better service for these regions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36ter KVP; Legislative Body Approves Postulat for Improved Regional Train Services Amidst Government Opposition: The postulat argued that these areas were being underserved by train services, particularly by the reduction or elimination of fast train stops, leading to decreased public transport use and increased private vehicle reliance, negatively impacting both regional development and environmental goals. The government, however, opposed the postulat, stating that existing and planned service improvements adequately addressed these regions and that intervention in specific scheduling decisions would infringe upon the operational freedom of the railway company, emphasizing that fast trains must maintain their speed to remain attractive. Ultimately, the body voted to approve the postulat, calling for action to ensure better service for these regions.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the goal for establishing a fair division of tasks and responsibilities in public transport.
Volltext
Postulat Schnider-Luzern 624 N 2 juin 1987
kung - die macht ja etwa 700 Millionen jährlich aus - in die Steinegger, Uhlmann, Villiger, Weber-Arbon, Wick, Wyss,
Bundeskasse einfliesst. Das ist ein Zustand, der nicht hinge- Ziegler, Zwygart (52) nommen werden kann. Dieses Problem können wir aber nicht lösen, indem wir im Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Investitionsbereich höhere Beiträge des Bundes erbringen, Kernpunkt des Konzeptes «Bahn 2000» ist das Eintreffen
sondern wir müssen bei den Betriebskosten für Regionalder Züge in den grossen Knotenbahnhöfen zur vollen verkehr einen anderen Verteiler haben. Ich sage es noch Stunde mit verbesserten Anschlüssen im Regionalverkehr.
einmal: Wir brauchen eine seriöse, ehrliche Aufgabentei- Notwendig ist dabei, dass bereits heute darauf hingearbeitet
lung. Wie Sie wissen, ist dies das Ziel, das wir mit der KVP, und sichergestellt wird, dass in den Randregionen und
Artikel 36ter, verfolgt haben - ich weiss, das läuft Ihnen touristischen Gebieten die Fahrpläne so gestaltet werden,
nach, mir gelegentlich auch, aber es gibt keine andere dass die dortigen Zentren und grösseren Orte aufgebessert Lösung, um aus dieser Ungerechtigkeit herauszukommen. werden. Zur Förderung des öffentlichen Verkehrs gehört,
Wir müssen eine Aufgabenteilung finden, in der der Nutzen dass möglichst viele, die zur Arbeit fahren, die Bahn benüt-
der regionalen Verkehrsinfrastrukturen - ob das nun solche zen können. Auch regionalpolitisch ist es unumgänglich,
der SBB seien oder solche der KTU - für alle Regionen, für dass ein leistungsfähiges und kundenfreundliches Ver-
alle Bevölkerungskreise ungefähr gleichmässig anfällt. Das kehrsangebot besteht. Leider besteht bei den SBB heute
werden wir Ihnen, gestützt auf die KVP, mit einem Ausfüheine gewisse Tendenz zu immer weniger Schnellzugshalten rungsgesetz unterbreiten. Bis dahin aber und auf dem Weg in Gebieten ausserhalb der grösseren Zentren. Dieser muss einer Erhöhung von Beiträgen an Investitionen können wir aber aus Gründen des Werkverkehrs und vor allem zwecks mit diesem Problem nicht fertig werden. besserer Erschliessung der touristischen Regionen mit
Ich muss Sie deshalb bitten, die Motion von Nationalrat öffentlichen Verkehrsmitteln schon vor der Realisierung der
Schmidhalter abzulehnen. Konzeptes «Bahn 2000» begegnet werden.
Le président: Le Conseil fédéral propose le rejet de la Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates motion. Vous êtes appelés à vous déterminer. vom 11. Februar 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 février 1987 Abstimmung - Vote Im Fahrplan 1987/1989 wird das Reisezugsangebot der SBB im Tagesdurchschnitt um rund 25 000 km oder 12 Prozent Für Ueberweisung der Motion 45 Stimmen erhöht. Von den Neuleistunden fallen zwei Drittel auf Inter- Dagegen 17 Stimmen cityund Schnellzüge und ein Drittel auf Angebotsverbesserungen im Regionalverkehr. Ueberwiesen - Transmis Die Mehrleistungen im Fernverkehr erfolgen aufgrund von ausgewiesenen Marktbedürfnissen. Die einzelnen Zentren in An den Ständerat - Au Conseil des Etats den Randregionen und touristischen Gebieten des Landes werden dabei gebührend berücksichtigt und können aus den Angebotserweiterungen wesentlichen Nutzen ziehen.
Mit der Einführung des Taktfahrplans im Jahre 1982 sind die #ST# 86.954 Schnellzugshalte systematisiert worden. Auf diesen Zeitpunkt hin wurden einige aufgehoben, weil die Verbindun- Postulat Schnider-Luzern gen mit den nun stündlich verkehrenden Regionalzügen Randund Touristik-Regionen. erbracht werden konnten. Seither sind weder Schnellzugs- Fahrplanverbesserungen halte gestrichen worden noch sind solche Aufhebungen geplant. Lediglich im Bahnhof Arth-Goldau mussten aus Postulat Schnider-Lucerne betriebstechnischen Gründen gewisse Abtausche vorge- Régions périphériques et touristiques. nommen werden. Amélioration des horaires de chemin de fer Die ab Sommer 1987 zusätzlich verkehrenden Schnellzüge werden die Bedienung der mittleren Zentren noch verbessern helfen.
Mit dem Mehrangebot des Fahrplans 1987/1989 wird auf verschiedenen Strecken und in den wichtigsten Knoten- Wortlaut des Postulates vom 10. Oktober 1986 bahnhöfen die vorhandene Infrastruktur bis an die oberste Der Bundesrat wird eingeladen, schon vor der Realisierung Grenze beansprucht werden. Weitergehende Leistungen
des Konzeptes «Bahn 2000» sicherzustellen, dass die einzelsetzen bereits die Fertigstellung derjenigen Ausund Neu-
nen Zentren in den Rand-Regionen und touristischen Gebiebauten voraus, welche in den mittelund längerfristigen ten unseres Landes bei der Fahrplangestaltung und dabei Zielsetzungen der SBB enthalten sind. insbesondere durch Schnellzugsverbindungen aufgewertet Die erwähnten Verbesserungen genügen nach Ansicht des werden. Bundesrates, um auch den Randund Touristik-Regionen ein relativ leistungsfähiges und kundenfreundliches Vor- Texte du postulat du 10 octobre 1986 kehrsangebot sicherzustellen. Vor einem Ausbau der Infra-
Le Conseil fédéral est chargé de pourvoir, avant même que struktur würden weitergehende Zugeständnisse eher kon-
l'on passe à la réalisation du projet RAIL 2000, à ce que les traproduktiv wirken, indem sie zu einer zunehmende Ver-
divers centres des régions périphériques et touristiques de spätungsanfälligkeit führten und damit das qualitative Ange-
notre pays soient mieux lotis du point de vue des horaires de bot empfindlich verschlechterten. chemin de fer et bénéficient en particulier de liaisons plus fréquentes par trains rapides. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann-Bern, Aregger, Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Bircher, Blocher, Bühler-Tschappina, Bürer-Walenstadt,
Cantieni, Columberg, Cotti Flavio, Coutau, Darbellay, Dirren, Schnider-Luzern: Ich zitiere vorerst einen Satz aus der Ant-
Eggenberg-Thun, Eppenberger-Nesslau, Früh, Iten, Jung, wort des Bundesrates zu meinem Postulat: «Mit der Einfüh-
Keller, Kühne, Künzi, Landoli, Lanz, Leuenberger-Solothurn, rung des Taktfahrplans im Jahre 1982 sind die Schnellzugs-
Martin, Massy, Müller-Wiliberg, Nef, Neukomm, Nussbauhalte systematisiert worden. Auf diesen Zeitpunkt hin wurmer, Gehen, Oehler, Pfund, Risi-Schwyz, Röthlin, Rubi, den einige aufgehoben, weil die Verbindungen mit den nun Ruch-Zuchwil, Rüttimann, Savary-Fribourg, Schärli, stündlich verkehrenden Regionalzügen erbracht werden Schmidhalter, Segmüller, Seiler, Stamm Judith, Stappung, konnten.»
2. Juni 1987 N 625 Postulat Schnider-Luzern
Herr Bundesrat Schlumpt, für Sportund Touristenregionen trifft dies in keiner Art und Weise zu. Durch das Aufheben von Schnellzügen ist in solchen Regionen der öffentliche Verkehr ständig zurückgegangen. Als klares Beispiel erwähne ich die Region Entlebuch, wo durch die Schrumpfung oder sogar Abschaffung der Schnellzugshalte der Privatverkehr laufend zugenommen hat. Demgegenüber hat der öffentliche Verkehr stark abgenommen. Dies trifft aber auch in verschiedenen anderen Regionen unseres Landes zu. Eine Frage: Wo bleibt hier die Umweltfreundlichkeit? Klaren Umweltverbesserungen sollte man nicht ausweichen, im Gegenteil, sie sollten mit Begeisterung unterstützt und verwirklicht werden. Auch regionalpolitisch ist es unumgänglich, dass ein leistungsfähiges und kundenfreundliches Verkehrsangebot besteht. Deshalb bitte ich Sie, mein Postulat, welches immerhin mit
52 Unterschriften eingereicht wurde, zu überweisen.
Bundesrat Schlumpt: Wenn die 52 Unterzeichner im Saale sind, erübrigen sich lange Ausführungen meinerseits zur Ergänzung dessen, was der Bundesrat in seiner Antwort vom 11. Februar 1987 gesagt hat. Aber ich will es trotzdem tun. Bei Schnellzügen geht es um Züge, die doch relativ schnell sein sollten. Wenn sie das nicht sind, dann erfüllen sie die Erwartungen nicht. Wir haben, Nationalrat Schnider, die Erfahrung gemacht, dass das Weggehen vom öffentlichen Verkehr zum Privatverkehr gerade auch damit zusammenhängt, dass Züge zu wenig schnell sind. Die Fahrzeiten sind zwar nicht das A und O, auch nicht bei der «Bahn 2000», das ist ein Faktor für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, aber man darf sie nicht vernachlässigen. Man kann nun nicht den Wert dieser Verbindungen über mittlere Distanzen
- also von sogenannten Schnellzügen - abwerten, indem man die Züge einfach überall halten lässt; dann sind sie Regionalund keine Schnellzüge mehr. Das ist die grundsätzliche Haltung. Es käme hinzu - das will ich der Vollständigkeit halber beifügen -, dass es schon zu den wesentlichen Elementen der unternehmerischen Freiheit gehört, die Fahrpläne selber zu gestalten. Wenn der Bundesrat beginnen würde, konkret in die Fahrplangestaltung einzugreifen, dann wäre ein wesentlicher Teil der unternehmerischen Freiheit herausgebrochen, wie auch dann, wenn er die Tarife selber genehmigen oder festlegen würde. Ich möchte Sie bitten, das Postulat abzulehnen. Nicht deswegen, weil wir einer Versorgung auch der dünner besiedelten Gebiete nicht alles Gewicht beimessen; aber es soll alles mit geeigneten Massnahmen getan werden und eben auch mit geeigneten Verbindungen. Die Angebotsverbesserung, die vor zwei Tagen in Kraft getreten ist, betrifft breiteste Regionen unseres Landes. Es wird immer wieder behauptet, das sei im wesentlichen eine Fahrplanverdichtung auf den Intercity-Linien West-Ost und Nord-Süd. Das stimmt in keiner Weise. Diese Angebotsverbesserungen wirken sich im Netz der SBB auf breiter Ebene aus. Sie können das selbst feststellen.
Abstimmung - Vote
Für Ueberweisung des Postulates 48 Stimmen Dagegen 8 Stimmen
Schluss der Sitzung um 11.55 Uhr La séance est levée à 11 h 55 Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Schnider-Luzern Randund Touristik-Regionen. Fahrplanverbesserungen
Postulat Schnider-Lucerne Régions périphériques et touristiques. Amélioration des horaires de chemin de fer
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987 Année Anno
Band II Volume Volume
Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 02 Séance Seduta
Geschäftsnummer 86.954 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 02.06.1987 - 08:00 Date Data
Seite 624-625 Page Pagina
Ref. No 20 015 436
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