Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-943 KI-generiert

Parliamentarians' Label Access Dispute

Geschäftsnummer VPB 86-943
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

Parliamentarians questioned why the General Secretariat of the Federal Assembly would deny them self-adhesive labels with parliamentary addresses for their own use while providing them to private interest organizations, particularly business associations, for their mailings. The Secretariat stated it provides labels to organizations wishing to comment on upcoming sessions and that parliamentarians have other means to communicate. The Bureau indicated it believes it is not appropriate to encourage the distribution of additional material unless there is an urgent need or clear benefit to all parliamentarians.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Parliamentarians' Label Access Dispute: The Secretariat stated it provides labels to organizations wishing to comment on upcoming sessions and that parliamentarians have other means to communicate. The Bureau indicated it believes it is not appropriate to encourage the distribution of additional material unless there is an urgent need or clear benefit to all parliamentarians.

Schlagwörter

KI-generiert
Parlamentssitz Anonymisierung der Parteinamen Verein Wahlanfechtungen Fälschung amtlicher Zeichen Transparenz und Zugang zu Dokumenten
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

19. Dezember 1986 N 2065 Interpellation Braunschweig

#ST# 86.943 Mitunterzeichner- Cosignataire: Steffen (1 )

Interpellation Ruf-Bern Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Selbstklebeadressen der Parlamentarier Wiederholt wurde verschiedenen Mitgliedern der Bundes-

versammlung durch das Generalsekretariat die Abgabe der

Interpellation Ruf-Berne Selbstklebeetiketten mit den Adressen aller National- und

Adresses autocollantes des Parlementaires Ständeräte verweigert! Parlamentarier müssen die Couverts

also selbst adressieren, wenn sie ihre Kollegen mit Informa-

tionsunterlagen bedienen wollen.

Immer wieder erhalten jedoch vor allem privatrechtliche

Wortlaut der Interpellation vom 9. Oktober 1986 Interessenorganisationen, namentlich Wirtschaftsverbände,

Im Zusammenhang mit der Abgabe der Selbstklebeetiketten die Selbstklebeadressen problemlos (und vermutlich gratis),

mit den Adressen aller National- und Ständeräte durch das um ihre Jahresberichte oder andere Propagandaschriften zu

Generalsekretariat der Bundesversammlung wird das Büro versenden. Jüngstes Beispiel dafür ist der Versand der

um die Beantwortung folgender Fragen ersucht: «Aare-Tessin AG für Elektrizität» - an die Mitglieder der

1. Nach welchen Grundsätzen - und allenfalls zu welchem Bundesversammlung im Vorfeld der ausserordentlichen

Preis - werden die erwähnten Selbstklebeetiketten durch «Tschernobyl-Session» im Oktober 1986.

das Generalsekretariat der Bundesversammlung an welche Diese Praxis des Generalsekretariats, Interessenorganisatio-

Empfänger herausgegeben? nen gegenüber den Parlamentariern in diesem Bereich zu

2. Besteht hinsichtlich dieser Frage ein Reglement, oder bevorzugen, wird von verschiedenen National- und Stände-

handelt es sich bei der bisherigen Praxis, die Adressetiket- räten als äusserst befremdend und als eine Missachtung des

ten sehr wohl an Wirtschaftsverbände und andere Interes- Parlaments empfunden. Eine Regelung, die den Mitgliedern

senorganisationen abzugeben, Parlamentarier mit entspre- der Bundesversammlung den Bezug der Selbstklebeadres-

chenden Begehren jedoch abzuweisen, um eine gewohn- sen - allenfalls gegen die Vergütung der Selbstkosten -

heitsrechtliche Regelung? ohne Verzug und ohne Schwierigkeiten ermöglicht, drängt

3. An welche Organisationen (und allenfalls Einzelpersonen) sich auf, da das Generalsekretariat im Dienste des Parla-

wurden die Selbstklebeadressen in den letzten drei Jahren mentes und nicht irgendwelcher Wirtschaftsverbände zu

durch das Generalsekretariat herausgegeben? (Es wird eine stehen hat. Am zweckmässigsten wäre der Erlass eines

detaillierte Liste mit den Namen der Empfänger, den Daten entsprechenden Reglements durch die Büros beider Räte,

der Abgabe der Etiketten und - soweit bekannt - dem Inhalt um willkürliche Entscheidungen des Generalsekretariats,

des Versandes gewünscht). wie sie wiederholt getroffen wurden, inskünftig zu ver-

4. Wie rechtfertigt das Büro die befremdende Tatsache, dass meiden.

private Interessenverbände und andere parlamentsexterne

Organisationen bei der Abgabe der Selbstklebeadressen Schriftliche Stellungnahme des Büros

gegenüber den Parlamentariern - also den eigentlichen Rapport écrit du Bureau

«Hausherren (und -damen)» - bevorzugt behandelt werden? Seit der Einführung der Informatik beim Generalsekretariat

5. Teilt das Büro die Ansicht, die Mitglieder beider Räte der Bundesversammlung gibt dieses auf Wunsch Selbstkle-

sollten jederzeit - ohne Verzug und ohne Begründung - die beadressen der Ratsmitglieder an die eidgenössischen Räte

Selbstklebeetiketten mit den Adressen der Parlamentarier sowie an Organisationen ab, die ihre Meinung zu Geschäf-

beziehen können - allenfalls gegen die Vergütung der ten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Session

Selbstkosten? äussern möchten. Die zu verteilenden Texte sollen zum

6. Ist das Büro bereit, dem Generalsekretariat in diesem besseren Verständnis der Geschäfte beitragen und für die

Sinne Weisungen zu erteilen bzw. ein diesbezügliches Ratsmitglieder von Interesse sein. Die Anfragen müssen von

Reglement zu erlassen, um willkürliche Entscheidungen ins- wirklich bestehenden Organisationen stammen und von den

künftig auszuschliessen? verantwortlichen Organen unterzeichnet sein. Diese Anfra-

gen sind relativ selten. Es wird keine Statistik darüber ge-

Texte de l'interpellation du 9 octobre 1986 führt.

A propos de la remise d'autocollants portant les adresses de Das Büro ist jedoch der Ansicht, dass die Ratsmitglieder

tous les députés des deux Chambres par le secrétariat über zahlreiche Möglichkeiten verfügen, um sich bei ihren

général de l'Assemblée fédérale, le Bureau est prié de Kollegen während der Sessionen Gehör zu verschaffen, und

répondre aux questions ci-après: dass es nicht angebracht ist, den Versand von zusätzlichem

1. Selon quels critères le secrétariat a-t-il distribué ces éti- Material zu fördern, ausser in dringenden Fällen und wenn

quettes? A quel prix? Pour quels destinataires? ein offensichtliches Interesse für alle Parlamentarier be-

2. Est-ce en raison d'un règlement ou d'une simple coutume steht.

que l'on remet les adresses autocollantes aux organisations

économiques et autres associations intéressées alors qu'on Le président: L'interpellant n'est pas satisfait de la réponse

les refuse aux députés qui en font la demande? du Conseil fédéral.

3. A quelles organisations - et le cas échéant à quels parti-

culiers - ces autocollants ont-ils été remis ces trois der-

nières années par le secrétariat? (Nous désirons une liste

détaillée des noms des destinataires, des dates de remise 86.971

#ST#

des étiquettes, et si possible du contenu des envois).

4. Comment le Bureau justifie-t-il le fait choquant que des Interpellation Braunschweig

groupements d'intérêts privés et autres organismes exté-

rieurs au Parlement reçoivent un traitement préférentiel KSZE-Folgetreffen in Wien

quant à la remise de ces étiquettes, alors que les députés CSCE. Prochaine réunion de Vienne

devraient être les premiers servis?

5. Le Bureau pense-t-il comme nous que les députés des

deux Chambres devraient pouvoir en tout temps- sans délai

et sans avoir à donner d'explication - obtenir les adresses

autocollantes des parlementaires, éventuellement contre Wortlaut der Interpellation vom 11. Oktober 1986

paiement du prix coûtant? Der Bundesrat misst dem KSZE-Prozess seit Jahren im Rah-

6. Le Bureau est-il prêt à donner au secrétariat général des men der schweizerischen Aussenpolitik grosse Bedeutung

instructions dans ce sens ou à établir un règlement en la zu, zuletzt in seiner Interpellationsantwort vom 22. Septem-

matière afin d'éviter à l'avenir des décisions arbitraires? ber 1986 auf Seite 9. Im Hinblick auf die aussenpolitische

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Ruf-Bern Selbstklebeadressen der Parlamentarier

Interpellation Ruf-Berne Adresses autocollantes des Parlementaires

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1986

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.943

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.12.1986 - 08:00

Date

Data

Seite 2065-2065

Page

Pagina

Ref. No 20 015 065

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.