Federal Council Addresses Discrepant Employment Statistics
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council addressed discrepancies between two employment statistics, one from the Federal Office of Industry, Arts and Crafts, and Labour (BIGA) showing a decrease in employment from 1975 to 1985, and another from the Federal Statistical Office (BFS) showing an increase. The Council explained that the BIGA index was based on a non-representative, voluntary sample that did not adequately capture new businesses, while the BFS census, particularly the 1985 iteration, benefited from an improved register and a more efficient collection method, leading to a more accurate, albeit higher, employment figure. To rectify future discrepancies, the Federal Council stated that employment statistics would be consolidated at the BFS, with a revised census planned every two years and a quarterly index based on a representative sample, acknowledging that a complete recalculation of the historical index was not feasible.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Addresses Discrepant Employment Statistics: dafür gesorgt, dass inskünftig keine derartigen Pannen gens wurde eine höhere Erfassungsquote erreicht als 1975.
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9. Oktober 1987 N 1483 Interpellation Allenspach
#ST# 86.940 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 26. November 1986
Interpellation Allenspach Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 novembre 1986
Der Index des beschäftigten Gesamtpersonals, erarbeitet
Beschäftigungsstatistik. Unstimmigkeiten vom Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA),
Recensement des entreprises weist vom September 1975 bis September 1985 einen Rück-
et statistiques de l'emploi. Divergences gang der Beschäftigtenzahl um 0,4 Prozent aus. Demgegen-
über wuchs die Zahl der vollbeschäftigten Personen gemäss
den eidgenössischen Betriebszählungen von 1975 und 1985
des Bundesamtes für Statistik (BFS) um rund 8 Prozent.
Unter Einbezug der Teilzeitbeschäftigten ist das Wachstum
Wortlaut der Interpellation vom 9. Oktober 1986
der Beschäftigtenzahl noch kräftiger ausgefallen.
Analysen der Resultate der Betriebszählungen deuten
1. Ursachen der Differenz zwischen den Erhebungen
erhebliche Unstimmigkeiten mit der amtlichen Beschäfti-
Die in der Tat beträchtliche Differenz zwischen den beiden
gungsstatistik an. Gemäss Betriebszählung hat die Zahl der
Erhebungen ist im wesentlichen auf zwei Ursachen zurück-
Beschäftigten in der Schweiz von 1975 bis 1985 zugenom-
zuführen:
men, gemäss amtlicher Beschäftigungsstatistik soll in der
a) Unterschiedliche Erhebungskonzepte der Betriebszäh-
gleichen Zeit ein Rückgang eingetreten sein. Die Differenz
lungen 1975 und 1985
zwischen beiden statistischen Ergebnissensoll über 200 000
Die Betriebszählung 1975 wurde noch nach traditionellem
Arbeitsplätze betragen. Da die Beschäftigungsstatistik eine Muster durchgeführt, d. h. von den Gemeinden eingesetzte
wichtige Grundlage der wirtschaftswissenschaftlichen For- Zählpersonen hatten einen relativ umfangreichen Fragebo-
schung darstellt und überdies wirtschaftliche wie auch poli-
gen bei den in Frage kommenden Arbeitsstätten abzugeben
tische Entscheide massgeblich beeinflusst, drängt sich eine und nach dem Ausfüllen wieder einzusammeln. Im Gegen-
Klarstellung und allenfalls eine Korrektur auf.
satz dazu erfolgte die Betriebszählung 1985 aus Kosten- und
In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:
Datenschutzgründen auf dem Korrespondenzweg zwischen
-Auf welche Ursachen sind diese statistischen Unstimmig- dem BFS und den befragten Arbeitsstätten. Dank dem Ein-
keiten zurückzuführen? satz eines unter Benützung mannigfaltiger Quellen sorgfäl-
- Werden die genannten statistischen Grundlagen, allenfalls tig aufgebauten Betriebs- und Unternehmungsregisters
unter Beizug unabhängiger Fachleute, überprüft, und wird sowie eines vereinfachten, benutzerfreundlichen Fragebo-
dafür gesorgt, dass inskünftig keine derartigen Pannen gens wurde eine höhere Erfassungsquote erreicht als 1975.
mehr passieren? Ein Teil der ausgewiesenen Beschäftigtenzunahme ist auf
- Ist der Bundesrat bereit, das wirtschaftsstatistische Daten- die genauere Erfassung bei der Betriebszählung 1985 zu-
material der letzten Jahre, soweit es von dieser offensicht-
rückzuführen.
lich nicht ganz zutreffenden Beschäftigungsstatistik beein- b) Mängel beim Index der Beschäftigten
flusst worden ist, zu rektifizieren und in neuer Form der Der Beschäftigungsindex basiert auf einer Auswahl von
wissenschaftlichen Forschung und anderen interessierten etwa 47000 Betrieben mit 1,8 Mio. Beschäftigten. Dabei
Kreisen zugänglich zu machen? handelt es sich aber nicht um eine echte Stichprobe, son-
Texte de l'interpellation du 9 octobre 1986 dern um eine auf freiwilliger Basis durchgeführte Teilerhe-
L'analyse des résultats du recensement des entreprises et bung, deren Repräsentativität von Branche zu Branche
des statistiques officielles de l'emploi fait apparaître de unterschiedlich ist. Mit dem gewählten Vorgehen werden
fortes divergences. Selon le premier, le nombre des travail- Betriebsschliessungen in der Regel einbezogen, während
leurs aurait augmenté en Suisse entre 1975 et 1985 alors que Neugründungen weitgehend unberücksichtigt bleiben. Der
selon les secondes, on constaterait un recul pour la même Einbezug von neuen Betrieben in eine laufende Erhebung
période. Entre ces deux relevés statistiques, la différence ist schwierig, da Firmengründungen in vielen Fällen -
dépasserait 200 000 emplois. Comme les statistiques de besonders wenn es sich um kunstgewerbliche Betriebe
l'emploi constituent une base importante pour la recherche handelt-den amtlichen Stellen nicht bekannt sind und nur
dans le domaine des sciences économiques et qu'en outre mit grossem Aufwand systematisch erfasst werden könnten.
elles influencent considérablement les décisions économi- So sind denn auch die Differenzen zwischen den beiden in
ques aussi bien que politiques, il est nécessaire de tirer cette Frage stehenden Statistiken bei dynamischen und kleinbe-
question au clair et, le cas échéant, d'adopter les correc- trieblich strukturierten Branchen des Dienstleistungssektors
tions qui s'imposent. auffallend gross. Das führt dazu, dass der Beschäftigungs-
Je prie le Conseil fédéral de bien vouloir répondre, à ce index die reale Entwicklung unterschätzt, was im Verlaufe
sujet, aux questions suivantes: von 10 Jahren stark ins Gewicht fallen kann.
-Comment s'expliquent de telles divergences dans ces 2. Ueberprüfung der statistischen Grundlagen
relevés statistiques? Die vom Bundesrat am 20. August 1986 beschlossene neue
- Les statistiques mentionnées font-elles l'objet d'un Aufgabenverteilung im Bereich der Bundesstatistik sieht
contrôle, le cas échéant avec le concours d'experts indépen- vor, dass sämtliche Erhebungen über die Beschäftigung
dants, et a-t-on fait le nécessaire pour que de tels défauts ne beim Bundesamt für Statistik konzentriert werden. Das BFS
puissent plus se produire à l'avenir? wird im Einvernehmen mit der Kommission für Konjunktur-
- Le Conseil fédéral est-il disposé à rectifier les données und Sozialstatistik umgehend eine Revision der Beschäfti-
statistiques portant sur l'économie, relevées ces dernières gungsstatistik einleiten. Der Zehnjahresrhythmus der
années, dans la mesure où elles auraient été faussées par Bestandesaufnahme vermag aufgrund der starken struktu-
ces statistiques de l'emploi qui ne sont manifestement pas rellen und regionalen Verschiebungen nicht mehr zu genü-
tout à fait exactes et à les mettre, sous une nouvelle forme, à gen. Eine sehr vereinfachte - auf wenige Merkmale
la disposition de la recherche scientifique et d'autres beschränkte - Vollerhebung sollte in Zukunft die absolute
milieux intéressés? Zahl der Beschäftigten z. B. alle zwei Jahre ermitteln. Die
vierteljährliche Beschäftigungsentwicklung soll mit Hilfe
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Ammann-Bern, eines Index erfasst werden, der aufgrund einer Stichprobe
Aregger, Basler, Blocher, Eremi, Cincera, Flubacher, Früh, bei einer kleinen, jedoch repräsentativen Zahl von Unterneh-
Giger, Graf, Künzi, Müller-Meilen, Nef, Pfund, Schwarz, Seg- men gebildet wird. Dem Betriebs- und Unternehmungsregi-
müller, Spalti, Spoerry, Stucky, Wanner, Wyss, Zwingli (23) ster (BUR), das möglichst à jour gehalten werden soll, wird
bei diesem Konzept eine zentrale Rolle zukommen. Ab wann
Schriftliche Begründung - Développement par écrit die revidierten Erhebungen zum Tragen kommen können,
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht wird von den verfügbaren personellen und finanziellen Mit-
eine schriftliche Antwort. teln sowie den Rechtsgrundlagen abhängen.
Interpellation Sager 1484 N 9 octobre 1987
3. Rückwirkende Revision der Statistiken Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Der quartalsweise Index der Beschäftigten lässt sich rück- vom 21. September 1987
wirkend über zehn Jahre hinweg nicht mehr neu berechnen. Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 septembre 1987
Hingegen wird das BFS die Ergebnisse der Erwerbstätigen- Der Bundesrat hat sich im Zusammenhang mit der Stadt/
statistik (die eine Synthesestatistik ist) im Laufe des Jahres Land-Initiative mit dem Problem der Entwicklung des
1987 für die Zeit ab 1960 revidieren. Gleichzeitig wird die Boden- und Wohnungsmarktes unter dem Einf luss der insti-
Anpassung an die neue Systematik der Wirtschaftszweige tutionellen Anleger, d. h. insbesondere der Vorsorgeeinrich-
vorgenommen. tungen, auseinandergesetzt. Er hat dabei von verschiedenen
Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wer- Massnahmen, die gegen eine volkswirtschaftlich ungünstige
den die Ergebnisse des Produktionskontos 1985 (die auf Entwicklung zu ergreifen wären, Kenntnis genommen. Der
Ende 1987 zu erwarten sind) zeigen, ob eine namhafte Bundesrat hat ferner im August 1985 das Eidgenössische
Unterschätzung der Wertschöpfung vorlag. Falls sich eine Justiz- und Polizeidepartement beauftragt, konkrete Vor-
Revision aufdrängt, wird diese jedoch erst mittelfristig und schläge hinsichtlich der Kapitalanlage institutioneller Anle-
unter der Bedingung genügender personeller und finanziel- ger auf dem Bodenmarkt und der Weiterentwicklung des
ler Ressourcen vorgenommen werden können. privaten Eigentums- und Nutzungsrechts auszuarbeiten. Der
Bundesrat wird zu gegebener Zeit über die Ergebnisse
Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- orientieren.
fait de la réponse du Conseil fédéral. Im Laufe des Jahres 1988 wird eine statistische Erhebung
über die gesamte berufliche Vorsorge auf der Grundlage
des Jahres 1987 durchgeführt. Dabei werden auch die Daten
bezüglich den Investitionen der Vorsorgeeinrichtungen und
Anlagestiftungen in Grund- und Wohneigentum einbezo-
gen. Aufgrund dieser Erhebung können neue Erkenntnisse
auch im Bereich der Vermögensanlage der Vorsorgeeinrich-
#ST# 87.449 tungen und anderer mit der beruflichen Vorsorge beauftrag-
ten Einrichtungen gewonnen und allfällige Massnahmen in
Interpellation Wick Aussicht genommen werden. Bezüglich des Bereichs der
Versicherungen und Pensionskassen. Lebensversicherer ist darauf hinzuweisen, dass die Anlage-
Grund- und Wohneigentum vorschriften im Sinne der entsprechenden Bestimmungen
der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Vor-
Assurances et caisses de retraite. sorge (BW 2) erweitert worden sind, wodurch sich auch im
Placement sur le marché immobilier Bereich der Anlage in Grundstücken und Wohneigentum
eine gewisse Entspannung seitens der Versicherer ergeben
dürfte.
Für weitere Aenderungen der Rechtslage im Bereich der
Vermögensanlage der institutionellen Anleger der zweiten
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1987 Säule sind hinreichende Entscheidungsgrundlagen zu erar-
Wegen der Gefahr, dass durch das Anlageverhalten der beiten, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Entspre-
Versicherungen und Pensionskassen ein immer grösserer chende Arbeiten sind bei einzelnen Bundesstellen im Gang.
Anteil des Liegenschaftsmarktes von diesen beherrscht
wird, reichte der Interpellant 1984 ein entsprechendes Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis-
Postulat ein. In seiner Antwort vom 1. Oktober 1984 zeigte fait de la réponse du Conseil fédéral.
sich der Bundesrat bereit, die Entwicklung der Lage betref-
fend Vermögensanlage der Versicherungen und Pensions-
kassen aufmerksam zu verfolgen.
Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob er eine Uebersicht
sämtlicher Eingriffe, die seit der Annahme des Postulats #ST# 87.530
(1984) zur Vermögensanlage der Versicherungen und Pen-
sionskassen getätigt wurden, zusammenstellen kann, und Interpellation Sager
ob er in einer eigenen Beurteilung durch die Departemente
EJPD und EVD über die Wirkungen dieser Eingriffe berich-
«tsi-Münzen»
ten kann. Pseudo-monnaies «tsi»
Texte de l'interpellation du 15 juin 1987
Le danger de voir les assurances et caisses de retraite
effectuer toujours plus de placements sur le marché immo-
bilier et y occuper une position toujours plus forte avait Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1987
incité l'auteur de l'interpellation à déposer un postulat en Ein bernischer Unternehmer, Daniel Brechtbühl, Eigentü-
1984. Dans sa réponse du 1er octobre 1984, le Conseil mer von vier Tankstellen mit Münz-/Notenautomaten im
fédéral s'était déclaré prêt à suivre avec attention l'évolution Raum Bern, wurde seit Herbst 1984 mehrfach dadurch
de la situation en ce qui concerne les placements effectués geschädigt, dass Unbekannte von seinen Benzinautomaten
par les assurances et caisses de retraite. unter Verwendung falscher Münzen Benzin bezogen. Die
C'est la raison pour laquelle je demande au Conseil fédéral betreffenden Münzen entsprechen in Dicke und Grosse
s'il peut établir une récapitulation de toutes les opérations exakt den offiziellen Zwei- und Fünffrankenstücken. Sie
de placements entreprises par les assurances et caisses de tragen jedoch den Aufdruck «tsi» auf der einen Seite sowie
retraite depuis 1984, année où le postulat a été accepté. Je die Zahl 10 (grössere Münze) bzw. 5 (kleinere Münze) auf
lui demande également s'il peut faire élaborer, par le DFJP der anderen. Insgesamt wurden etwa 500 solcher Münzen
et le DFEP, un rapport faisant connaître sa propre estimation für Manipulationen an Benzinautomaten verwendet. Der
des effets de ces opérations immobilières. jüngste Fall stammt vom 5. Juni 1987.
Der geschädigte Unternehmer informierte bereits 1985
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun nacheinander die Polizei, die Bundesanwaltschaft, die
Nationalbank und die Eidgenössische Münzstätte. An keiner
Schriftliche Begründung - Développement par écrit dieser Stellen fand er jedoch wirksame Hilfe, noch wurde er
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wenigstens über den Stand der Ermittlungen orientiert.
wünscht eine schriftliche Antwort. Ist der Bundesrat bereit,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Allenspach Beschäftigungsstatistik. Unstimmigkeiten
Interpellation Allenspach Recensement des entreprises et statistiques de l'emploi.
Divergences
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.940
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 1483-1484
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Ref. No 20 015 806
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