Parliamentary Motion on Toxic Substances and Impact Assessments Post-Sandoz-Schweizerhalle Accident
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliamentary motion calls for a revision of the law on toxic substances to address shortcomings identified after the Sandoz-Schweizerhalle accident. Specifically, it proposes mandating impact assessments for hazardous substances produced, stored, or transported through Switzerland and suggests considering a comprehensive chemicals law to bridge gaps between existing food safety and toxic substance regulations. The government agreed to consider the motion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 6 Umweltschutzgesetzes; Parliamentary Motion on Toxic Substances and Impact Assessments Post-Sandoz-Schweizerhalle Accident: Specifically, it proposes mandating impact assessments for hazardous substances produced, stored, or transported through Switzerland and suggests considering a comprehensive chemicals law to bridge gaps between existing food safety and toxic substance regulations. The government agreed to consider the motion.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the reasoning as a legal basis for information and advisory duties relevant to environmental protection campaigns, which are supported by the postulat.
Volltext
20. März 1987 521 Postulat der LdU/EVP-Fraktion
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bir- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
cher, Borei, Braunschweig, Chopard, Christinat, Euler, Der Bund hat im Umweltbereich bezüglich Information und
Fankhauser, Friedli, Gloor, Lanz, Leuenberger Moritz, Aufklärung der Bevölkerung in den vergangenen Jahren
Nauer, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann, trotz der zur Verfügung gestellten völlig ungenügenden
Renschier, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder Mittel Beachtliches geleistet. Zu erinnern ist hier an das
(23) Kompostmerkblatt oder an die Waldbroschüre. Diese
Anstrengungen genügen jedoch nicht, um einerseits den
Gesetzesauftrag zu gewährleisten und um andererseits der
Schriftliche Begründung - Développement par écrit vom Bundesrat wiederholt unterstrichenen Bedeutung zur
Schleichende oder akute Katastrophen, wie das Waldster- Selbstverantwortung gerecht zu werden. Unsere Staatsform
ben oder der Sandoz-Brand in Schweizerhalle, haben aufge- verlangt, dass jeder nach dem Gesetz Pflichtige - ob Bürger
zeigt, dass die Sicherheitsziele für unser Land neu definiert oder Industrie - auch für die Umwelt Verantwortung über-
werden müssen. nimmt, denn es wäre mit der Demokratie unvereinbar, ein
Das Bedrohungsbild für unser Land und seine Bevölkerung Heer von Umweltaufpassern auszuschicken. Damit diese
hat sich gewandelt. Die zivile Umweltbedrohung hat gegen- Selbstverantwortung jedoch wahrgenommen werden kann,
über der militärischen Bedrohung wahrscheinlich an bedarf es eines minimalen Wissens um die ökologischen
Gewicht massiv zugenommen. Zusammenhänge. Die Forderung nach Umdenken bleibt
Eine umfassende Analyse der Bedrohungsbilder im Hinblick solange ein leeres Postulat, als dem Betroffenen die Gründe
auf Umweltkatastrophen ist dringend. Daraus sind die Kon- hierfür nicht einsichtlich sind, er die Konsequenzen seines
sequenzen zu ziehen bzw. die entsprechenden Sicherheits- Tuns und Lassens nicht abschätzen kann.
ziele zu definieren. An diesen Zielen hat sich letztlich die Der allerorts zu beobachtende Graben zwischen den Worten
gesamte Bundesverwaltungstätigkeit zu orientieren. der Besorgnis und den Taten für unsere Umwelt muss mit
Es wird nicht gelingen, Umweltrisiken, generell Risiken, Informationen und konkreten, nachvollziehbaren Hand-
welche die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen bedro- lungsanleitungen gefüllt werden. Mittel hierzu wären
hen, auf null zu reduzieren. Sie lassen sich aber zumindest gezielte, themenbezogene Informations- und Aufklärungs-
abschätzen und wahrscheinlich in vielen Bereichen mini- aktionen. Zu prüfen wäre speziell auch, ob für solche Aktio-
mieren. nen Partner ausserhalb der Bundesverwaltung gefunden
werden könnten. Zu denken ist hier an die Kantone, aber
Schriftliche Erklärung des Bundesrates auch an private Organisationen. Ein Beispiel für eine
Déclaration écrite du Conseil fédéral gelungene derartige Kooperation bildet das vom Bundesamt
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. für Umweltschutz gemeinsam mit der Schweizerischen
Gesellschaft für biologischen Landbau und der Aktion Sau-
Ueberwiesen - Transmis bere Schweiz herausgegebene Kompostmerkblatt.
Mit Informations- und Aufklärungsaktionen würde im übri-
gen nicht nur der Informations- und Beratungspflicht nach
Artikel 6 des Umweltschutzgesetzes, sondern auch generell
dem Vorsorgeprinzip entsprochen. Denn zur Vorsorge
gehören nicht nur Normen, Gebote und Verbote, sondern
auch Massnahmen, die zu einem umweltbewussteren Ver-
#ST# 86.183 halten führen. Abschliessend sei vermerkt, dass präventives
Handeln immer billiger als kuratives ist; dies ruft uns das
Postulat Oester bundesrätliche Luftreinhaltekonzept schmerzlich in Erinne-
Umweltverträgliches Verhalten. rung, wo festgehalten ist, dass die durch die Luftverschmut-
Aufklärungsaktionen zung verursachten Kosten bereits heute jährlich die Milliar-
dengrenze überschreiten.
Protection de l'environnement.
Campagnes d'information Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 25. Februar 1987
Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 25 février 1987
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1986
Angesichts des fortschreitenden Waldsterbens und der Ueberwiesen - Transmis
immer bedrohlicher werdenden Umweltverschmutzung, ins-
besondere der Atemluft und des Bodens, wird der Bundes-
rat eingeladen, landesweite, koordinierte Aufklärungs- und
Informationsaktionen zu prüfen und unter Bereitstellung der #ST# 86.823
nötigen Mittel gegebenenfalls zu realisieren.
Postulat der LdU/EVP-Fraktion
Texte du postulat du 17 décembre 1986 Giftgesetz. Revision
A l'heure où les forêts dépérissent de plus en plus, où la
pollution se fait toujours plus menaçante pour l'environne- Postulat du groupe Adl/PEP
ment, le sol et l'air surtout, le Conseil fédéral est invité à Loi sur les toxiques. Révision
examiner l'opportunité d'une vaste campagne d'information
coordonnée au plan national. Le cas échéant, il mettra à
disposition tous les moyens nécessaires pour la réaliser.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Basler, Wortlaut des Postulates vom 19. Dezember 1986
Blunschy, Candaux, Chopard, Dünki, Fehr, Fischer-Hägglin- Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament eine Revision
gen, Frey, Günter, Hofmann, Jaeger, Keller, Künzi, Landoli, des Giftgesetzes vorzuschlagen, welche die nach dem Unfall
Lanz, Longet, Loretan, Lüchinger, Maeder-Appenzell, «Sandoz-Schweizerhalle» festgestellten Lücken schliesst
Mauch, Müller-Aargau, Müller-Bachs, Müller-Meilen, Müller- und insbesondere die Einführung einer obligatorischen Fol-
Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Ogi, Petitpierre, Pfund, gewirkungsanalyse für umweltgefährdende Stoffe, die in der
Ruckstuhl, Ruffy, Sager, Schule, Seiler, Spalti, Stamm Schweiz produziert, gelagert oder durch die Schweiz trans-
Judith, Steffen, Weber Monika, Wick, Widmer, Zwingli (42) portiert werden, vorsieht. Dabei ist zu prüfen, ob nicht eine
Postulat Pitteloud 522 N 20 mars 1987
Erweiterung der bestehenden Gesetze zu einem eigentli- sacht, nicht sehr hoch ist, kann ein nicht zu vernachlässi-
chen Chemikaliengesetz sinnvoll wäre, bestehen doch gender Faktor darstellen, zukünftige Eltern von solchen
gerade auch zwischen den Vorschriften im Lebensmittelbe- Untersuchungen abzuhalten, vor allem dann, wenn sie die
reich und dem eigentlichen Giftgesetz gravierende Lücken. Kosten allein tragen müssen.
Der Anteil der Kosten, den die Krankenkassen übernehmen,
Texte du postulat du 19 décembre 1986 schwankt von Kanton zu Kanton, von Kasse zu Kasse oder
Le Conseil fédéral est prié de soumettre au Parlement un von beratendem Arzt zu beratendem Arzt beträchtlich.
projet de révision de la loi sur les toxiques tendant à éliminer Darum bitten wir den Bundesrat, prüfen zu lassen, ob nicht
les lacunes apparues après l'incendie de l'entrepôt Schwei- die IV diese Untersuchungskosten übernehmen könnte, da
zerhalle de Sandoz et instituant en particulier l'obligation sie ja am meisten davon profitieren würden.
d'effectuer une étude d'impact concernant les substances
dangereuses pour l'environnement qui sont produites, Texte du postulat du 6 octobre 1986
entreposées ou transportées en transit sur territoire suisse. Individuellement rares, les maladies héréditaires, par leur
Il examinera à ce propos l'opportunité de compléter la grand nombre, touchent un nouveau-né sur cent, les mala-
législation existante par une loi sur les produits chimiques, dies chromosomiques un sur deux cents et les malforma-
vu les graves lacunes existant entre les dispositions sur les tions congénitales un sur quarante. Ensemble, ces maladies
denrées alimentaires et celles de la loi sur les toxiques. familiales touchent un enfant sur 25 environ. Fort heureuse-
ment des pas importants ont été accomplis ces dernières
Sprecher- Porte-parole: Günter années en matière de surveillance de la grossesse et de
dépistage des anomalies chez un enfant à naître et ces
Schriftliche Begründung - Développement par écrit efforts doivent être soutenus. En effet, bien plus que le coût
Die LdU/EVP-Fraktion hat vor der Wintersession in Pratteln matériel découlant de la prise en charge par l'Ai de l'exis-
in einem Hearing mit dem Kantonschemiker festgestellt, tence d'un enfant ou d'une personne handicapée (qui peut
dass auch bei den kantonalen Stellen ein eigentliches Che- être chiffré) il faut considérer les difficultés et les drames
mikaliengesetz gewünscht wird. humains qu'entraîné la naissance d'un enfant souffrant d'un
handicap physique ou mental.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Parmi les méthodes techniques et analytiques de diagnostic
vom 2. März 1987 prénatal, on peut citer en particulier les analyses du liquide
Déclaration écrite du Conseil fédéral amniotique et le prélèvement des villosités choriales (PVC)
du 2 mars 1987 qui, pratiquées sur indications médicales, donnent la possi-
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. bilité de poser un diagnostic sur l'intégrité physique et
mentale de l'enfant à naître. Toutefois, ces examens repré-
Ueberwiesen - Transmis sentent un coût relativement important se situant aux alen-
tours de 800 francs. Cette somme, peu élevée au regard des
coûts entraînés par la prise en charge d'une personne
handicapée, peut comporter un aspect dissuasif non négli-
#ST# 86.912 geable s'il est à la seule charge des futurs parents
concernés.
Postulat Pitteloud La prise en charge par les caisses-maladies de ces coûts
diffèrent considérablement d'un canton à l'autre, d'une
Prenatale Vorsorgeuntersuchungen. caisse à l'autre, voire d'un médecin conseil à l'autre.
Kostenübernahme durch die IV Le Conseil fédéral est donc prié de faire étudier la prise en
Examens prénataux de dépistage des charge par l'assurance-invalidité des coûts de ces examens,
anomalies génétiques. Prise en charge des cette assurance en étant, de fait, la principale bénéficiaire.
frais par ('assurance-invalidité Mitunterzeichner- Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Borei,
Braunschweig, Carobbio, Christinat, Clivaz, Deneys, Gloor,
Hubacher, Jaggi, Leuenberger-Solothurn, Longet, Meyer-
Bern, Nauer, Neukomm, Reimann, Robbiani, Ruffy, Stap-
Wortlaut des Postulates vom 6. Oktober 1986 pung, Uchtenhagen (21)
Obwohl Erbkrankheiten einzeln selten auftreten, ist auf-
grund ihrer grossen Zahl eines von hundert Neugeborenen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
von einer solchen Krankheit betroffen; durch chromoso- L'auteur renonce à développer son intervention mais
male Veränderung bedingte Krankheiten treffen eines von demande une réponse écrite.
zweihundert und Geburtsgebrechen eines von vierzig. Ins-
gesamt leidet ein Kind von ungefähr 25 unter einer Familien- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
krankheit. Glücklicherweise sind in den letzten Jahren in der Déclaration écrite du Conseil fédéral
Schwangerschaftskontrolle und in der Erkennung von Ano- Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
malien bei den Ungeborenen grosse Anstrengungen unter-
nommen worden. Diese Anstrengungen verdienen Unter- Ueberwiesen - Transmis
stützung. Viel schwerwiegender als die materielle Bela-
stung, die der IV durch ein behindertes Kind oder eine
behinderte Person entstehen - sie kann sehr hoch sein -,
sind nämlich die Schwierigkeiten und die menschlichen
Dramen, welche die Geburt eines körperlich- oder geistigbe-
hinderten Kindes zur Folge hat.
Als Methoden zur Erkennung von Krankheiten bei Ungebo-
renen sind namentlich die Untersuchung der Amnionf lüssig-
keit und die Entnahme von Proben aus den Chorionzotten
zu nennen, die auf ärztliche Anweisung durchgeführt wer-
den und eine Diagnose über die körperliche und geistige
Unversehrtheit des ungeborenen Kindes ermöglichen. Aller-
dings sind diese Untersuchungen verhältnismässig teuer.
Sie kosten rund 800 Franken. Diese Summe, die im Ver-
gleich zu den Kosten, die eine behinderte Person verur-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat der LdU/EVP-Fraktion Giftgesetz. Revision
Postulat du groupe Adl/PEP Loi sur les toxiques. Révision
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.823
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 521-522
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Ref. No 20 015 265
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