Switzerland's Role in Irangate and Financial Reputation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe interpellation addressed concerns about Swiss banks' involvement in the "Irangate" affair, which damaged Switzerland's reputation as a financial center and threatened jobs. It requested the government to inform Parliament about the developments, assess the negative consequences for the country, and outline measures to prevent Switzerland from being perceived as a hub for money laundering and illicit arms/intelligence financing. The government responded that it had fulfilled its international obligations regarding judicial assistance and was considering new legislation against money laundering.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 17 Absatz; Switzerland's Role in Irangate and Financial Reputation: It requested the government to inform Parliament about the developments, assess the negative consequences for the country, and outline measures to prevent Switzerland from being perceived as a hub for money laundering and illicit arms/intelligence financing. The government responded that it had fulfilled its international obligations regarding judicial assistance and was considering new legislation against money laundering.
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KI-generiertCited to ensure the cantons' full fiscal sovereignty regarding French cross-border commuters is realised.
Cited to ensure the adoption of relevant provisions of the double taxation agreement concerning cross-border commuters.
Volltext
19. März 1987 N 433 Interpellation Borei
gewisse internationale Gepflogenheiten akzeptieren müs- #ST# 86.811
sen, die manchmal Abstriche fordern.
Daher, meine ich, sollte man das Postulat Eisenring ab- Interpellation Borei
lehnen.
Schweizer Banken und «Irangate»
Eisenring: Eine kurze Erklärung: Herr Hubacher versucht, Banques suisses et «Irangate»
mich in die Ecke des Nationalisten abzudrängen. Er hat
völlig übersehen, dass ich für die Doppelbesteuerungsab-
kommen eintrete. Ich erkläre Ihnen folgendes: Ueber 30 vom
Parlament jeweils zu genehmigende Doppelbesteuerungs-
abkommen, deren Inhalt offengelegt wird, scheinen mir Wortlaut der Interpellation vom 19. Dezember 1986
zuverlässiger und von grösserer Bedeutung für unsere Der Ruf der Schweiz ganz allgemein, insbesondere aber der
nationale Kooperationsbereitschaft zu sein als das Eintreten Schweiz als Finanzplatz, ist erneut wegen Fehlern oder
auf ein Abkommen, dessen Text uns übrigens vorenthalten Nachlässigkeiten von Schweizer Banken in seiner Glaub-
wird. Wenn wir den Text kennen wollen, müssen wir uns an würdigkeit betroffen.
ausländische Stellen wenden! Nur dann wissen wir über- Die hauptsächlichen Folgen davon sind:
haupt, was in diesen Abkommen drinsteht! - Die schweizerische Aussenpolitik verliert an Glaubwürdig-
Daher bin ich der Auffassung, das Postulat sei zu über- keit.
weisen. - Zahlreiche Arbeitsplätze im tertiären Sektor sind bedroht.
Es erscheint uns deshalb angebracht, den Bundesrat aufzu-
Bundesrat Stich: Sie wissen alle, dass der Europarat am fordern,
letzten Dienstag zum zweiten Mal beschlossen hat, seine 1. das Parlament über die Entwicklungen in dieser Angele-
Genehmigung der Konvention sowie auch die Auflegung zur genheit umfassend zu informieren, namentlich über die
Unterschrift auf die Session vom 6. bis zum 10. April zu Verantwortlichkeiten von schweizerischen oder ausländi-
verschieben. Damit ist auch schon angedeutet, was Herr schen Institutionen und Personen, die in diesen Handel
Eisenring gesagt hat, nämlich dass sich verschiedene verwickelt sind;
andere Länder nun auch Gedanken machen. Aber es ist 2. zuhanden des Parlaments die negativen Auswirkungen zu
nicht richtig, wenn hier behauptet worden ist, der Bundesrat beurteilen, die eine solche Affäre für unser Land haben
hätte nie orientiert. Der Bundesrat hat über seine Haltung kann;
keine Frage offengelassen und schon im Geschäftsbericht 3. das Parlament über die Massnahmen zu unterrichten, die
von 1985 Antwort über seine Haltung gegeben. Es ist nicht er-ausserhalb des Bankgeheimnisses-zu treffen gedenkt,
so, dass etwas Ungeschicktes passieren würde, falls Sie das um zu erreichen, dass der Finanzplatz Schweiz den Ruf
Postulat Eisenring gemäss Antrag ablehnen. Herr Stucky, einer Geldwäscherei, eines Umschlagplatzes für Waffen und
der Bundesrat will diese Konvention nicht unterzeichnen. Geheimdienstgelder, wieder los wird.
Das hat er immer dargelegt. Er hat auch in der materiellen Das Bankpersonal sowie alle schweizerischen und ausländi-
Diskussion dagegen gestimmt. Aber der Bundesrat hat die schen Personen und Gesellschaften, die mit unseren Ban-
Aufgabe, die Interessen der Schweiz wahrzunehmen, der ken verkehren, ohne irgend jemand übers Ohr hauen zu
Schweiz und nicht einzelner Leute. Wir glauben nicht, dass wollen, müssen auf die Wachsamkeit des Bundesrates zäh-
es im Interesse der Schweiz liegt, eine Konvention zwischen len können.
anderen Staaten zu verhindern, anderen Staaten, die viel-
leicht die Steuerhinterziehung intensiver bekämpfen wollen, Texte de l'interpellation du 19 décembre 1986
als wir das in der Schweiz tun und tun wollen. Ich glaube, Le renom de la Suisse en général, et de sa place financière
der Winkelried ist in der Geschichte gestorben. Wenn er en particulier, est à nouveau atteint dans sa crédibilité par la
aber existiert hat, ist er jedenfalls gestossen worden, und es faute ou la négligence de certaines banques suisses.
ist nicht Sache der Schweiz, hier Winkelried zu spielen. Les conséquences principales en sont les suivantes:
Auch wenn die anderen diese Konvention annehmen, gilt - La politique extérieure de la Suisse perd en crédibilité.
sie, weil die Schweiz sie nicht unterzeichnet, nicht für die - De très nombreux emplois du secteur tertiaire sont me-
Schweiz. Es entsteht kein zusätzlicher Druck auf die nacés.
Schweiz wegen dieser Konvention. Wir riskieren in dieser Il paraît dès lors opportun de demander au Conseil fédéral
Hinsicht nichts. Aber wir sollten nicht den Winkelried spie- 1. de renseigner de manière complète le Parlement lors de la
len für andere, die zwar auch gegen die Konvention sind, session de mars sur l'évolution de ce dossier, en particulier
aber es nicht zugeben wollen und sich nachher hinter uns sur les responsabilités des institutions et des personnes
verstecken und sagen, es ist die Schweiz gewesen, das ist suisses ou étrangères impliquées dans ce trafic;
wieder typisch Schweiz, dass sie so ein Veto einlegt. Das 2. d'évaluer à l'intention du Parlement les effets négatifs que
möchte der Bundesrat nicht. peuvent avoir pour notre pays une telle affaire;
Aus diesen Ueberlegungen bittet Sie der Bundesrat, dieses 3. de renseigner le Parlement sur les mesures qu'il envisage
Postulat abzulehnen. Der Bundesrat wird die Konvention - autres que le secret bancaire - pour faire en sorte que la
nicht unterzeichnen, aber er möchte nicht den Winkelried place financière suisse perde sa réputation de machine à
spielen. Die Schweiz ist nicht der Schulmeister der anderen laver l'argent sale, de plaque tournante du trafic d'armes et
Länder. Deshalb bitte ich Sie, das Postulat abzulehnen. Es des finances des services secrets.
betrifft ohnehin den Delegationsbereich des Bundesrates. Le personnel des banques, ainsi que toutes les personnes et
sociétés suisses et étrangères qui traitent avec nos banques
Abstimmung - Vote sans l'intention de tromper quiconque doivent pouvoir
compter sur la vigilance du Conseil fédéral.
Für die Ueberweisung des Postulats 74 Stimmen
Dagegen 36 Stimmen Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun
lieberwiesen - Transmis Schriftliche Begründung - Développement par écrit
L'auteur renonce à développer son intervention mais
demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 2. März 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 mars 1987
1. Le 4 décembre 1986, le gouvernement suisse a requis, par
Motion Gehen 434 19 mars 1987
l'intermédiaire de son ambassade à Washington, de bloquer wird». (Amtl. Bull. 1985 N 1044). Nachdem die betroffenen
à titre provisoire les comptes ouverts au Crédit suisse de Grenzkantone seit Jahren ihren Willen bekundeten, von dem
Genève par le lieutenant-colonel North, ancien membre du ihnen seit 1939 staatsvertraglich zustehenden Recht zur
Conseil de sécurité. Par la suite, la banque s'est déclarée Arbeitsortbesteuerung der französischen Grenzgänger
d'elle-même prête à bloquer provisoirement ces comptes Gebrauch zu machen, haben sie im August 1985 ihre for-
jusqu'à ce qu'une demande d'entraide judiciaire formelle melle Kündigung des Besteuerungsverzichtsabkommens
soit introduite. von 1935 ausgesprochen und den Bundesrat auch mit
L'Office fédéral de la police a considéré que la demande Schreiben vom 13. September um zeitige Notifizierung der
d'entraide judiciaire adressée le 8 décembre par les USA ne französischen Behörden gebeten.
permettait pas d'ordonner des mesures provisoires au sens Der Bundesrat wird demzufolge ersucht,
de l'article 18 de la loi fédérale sur l'entraide internationale 1. den Kantonen bei der Ausübung ihrer verfassungsmässig
en matière pénale (EIMP) car il n'était pas possible de garantierten Rechte (speziell Art. 3 und 9 BV) auch gegen-
conclure à un acte punissable d'après le droit suisse à la über Nachbarstaaten nach Kräften beizustehen;
lecture de l'exposé des faits (exigence de la double punissa- 2. den Interessen und dem Recht der betroffenen Grenzkan-
bilité). tone zur Wahrung und Nutzung ihrer vollen Fiskalhoheit
Le 15 décembre, une nouvelle demande a été présentée en bezüglich der französischen Grenzgänger schnellstmöglich
bonne et due forme. Le jour même, les comptes mentionnés zum Durchbruch zu verhelfen, gemäss Artikel 17 Absatz 1
dans celle-ci ont été bloqués pour un mois. La procédure des schweizerisch-französischen Doppelbesteuerungsab-
ordinaire pouvait être ouverte le 23 décembre, après que kommens von 1966/69 (DBA), und alles zu unterlassen, was
quelques exigences formelles supplémentaires eurent été der Verwirklichung dieses Ziels entgegenwirken könnte;
remplies. 3. die betroffenen Grenzkantone zulasten der Bundeskasse
Depuis lors, la procédure suit son cours. Le blocage provi- für den Steuerausfall zu entschädigen, den sie seit dem
soire des comptes a été confirmé. Les dispositions de l'Of- 1. Januar 1983 als Folge mangelhafter Verhandlungsleistun-
fice fédéral de la police ayant été frappées d'opposition, cet gen eidgenössischer Unterhändler erlitten haben; und
office aura à rendre une décision susceptible de recours au 4. zur Vermeidung weiterer Steuerausfälle (Inbegriffen
Tribunal fédéral. betreffend die direkte Bundessteuer) sowie zur Vermeidung
Les enquêtes menées par le Ministère public n'ont pas neuer administrativer Belastungen und Informationspflich-
démontré que le matériel de guerre américain avait transité ten schweizerischer Arbeitgeber zugunsten des französi-
par la Suisse. schen Fiskus, zumindest solange von einer Inkraftsetzung
2. La présente affaire ne pose pas de problème de principe des Grenzgängerabkommens vom 11. April 1983 abzuse-
relatif à la politique extérieure. La Suisse a rempli ses hen, als nicht alle darin erwähnten Grenzkantone dasselbe
obligations internationales (entraide judiciaire). verfassungskonform vollzogen und die eidgenössischen
3. La Suisse accorde l'entraide judiciaire internationale lors- Räte die entsprechenden Gesetzes- und DBA-Bestimmun-
que cela est nécessaire pour l'éclaircissement d'activités gen (insbesondere Art. 17 Abs. 4) angepasst haben werden.
criminelles et que les exigences des accords internationaux
ou de nos lois sont remplies. Ainsi une banque peut être Texte de la motion du 20 décembre 1985
obligée de donner des renseignements concernant ses Le Conseil fédéral a affirmé qu'il entend respecter pleine-
clients. ment la souveraineté des cantons et qu'il examinera et
Elles doivent donc connaître l'identité de leur co-contrac- transmettra la requête demandant la dénonciation de l'ac-
tant afin de pouvoir donner les renseignements nécessaires cord de 1935 sur les frontaliers, dont les désavantages sont
en cas de procédure ou d'entraide judiciaire. Lorsque les devenus insupportables (Bull. off. 1985 N 1044). Les cantons
banques savent ou sont censées savoir que leur co-contrac- limitrophes touchés proclamaient depuis des années leur
tant n'est pas l'ayant droit économique, elles doivent aussi volonté de faire usage de leur droit, en vertu d'un traité
connaître l'identité de ce dernier. datant de 1939, d'imposer les frontaliers français à la source.
Le Département fédéral de justice et police a ouvert une En août 1985, ils ont dénoncé formellement l'accord de 1935
procédure de consultation auprès des cantons, des partis par lequel ils renonçaient à une telle taxation. Enfin, le
politiques et des organisations intéressées au sujet d'une 13 septembre dernier, ils ont prié par lettre le Conseil fédéral
nouvelle disposition du Code pénal relative au blanchissage de notifier à temps cette décision aux autorités françaises.
de l'argent sale. Les résultats de cette enquête seront exami- En conséquence, le Conseil fédéral est chargé
nés dans le cadre de la révision des infractions contre le 1. d'appuyer les cantons dans l'exercice de leurs droits
patrimoine. garantis par la constitution (art. 3 et 9 en particulier), notam-
Le Conseil fédéral estime que ces mesures sont suffisantes. ment à l'égard des pays voisins;
2. de promouvoir les intérêts et les droits des cantons limi-
Präsident: Herr Borei erklärt sich von der Antwort des trophes touchés, notamment en ce qui concerne leur pleine
Bundesrates befriedigt. souveraineté fiscale à l'égard des frontaliers français, afin
qu'une solution soit trouvée le plus vite possible, conformé-
ment à l'article 17, paragraphe 1, de l'accord de double
imposition de 1966/69 entre la France et la Suisse, et simul-
tanément d'éviter tout ce qui peut entraver la réalisation de
#ST# 85.110 cet objectif;
3. de dédommager aux frais de la caisse fédérale les can-
Motion Oehen tons limitrophes des pertes fiscales subies depuis le 1er jan-
vier 1983 par suite de la mauvaise qualité des négociations
Kantonale Steuerhoheit menées par les autorités fédérales;
Souveraineté fiscale des cantons 4. de renoncer à mettre en vigueur l'accord du 11 avril 1983
sur les frontaliers, au moins tant que tous les cantons
limitrophes qui sont parties à cet accord ne l'appliquent pas
conformément à la constitution et que les Chambres fédé-
rales n'ont pas adapté les dispositions pertinentes de la
Wortlaut der Motion vom 20. Dezember 1985 législation et de l'accord de double imposition (en particu-
Nach seinen eigenen Aussagen steht fest, «dass der Bun- lier l'art. 17, paragraphe 4), tout cela dans le but d'éviter de
desrat natürlich vollen Respekt vor der Souveränität der nouvelles pertes fiscales pour les cantons (y compris l'impôt
Kantone hat, ein solches Begehren (zur Kündigung des fédéral direct) et de nouvelles charges administratives pour
unhaltbar nachteilig gewordenen Grenzgängerabkommens les employeurs (en particulier leur obligations d'informer le
von 1935) zweifellos prüfen und auch zweifellos weiterleiten fisc français).
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Borel Schweizer Banken und "Irangate"
Interpellation Borel Banques suisses et "Irangate"
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.811
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 433-434
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Ref. No 20 015 211
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