Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-592 KI-generiert

Equal Retirement Ages in Public Service

Geschäftsnummer VPB 86-592
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court was asked to rule on whether a federal law mandating equal retirement ages for men and women in public service was constitutional. The court reasoned that while the federal law set minimum standards, occupational pension institutions were permitted to offer more extensive benefits than these minimums. Therefore, these institutions could establish identical retirement ages without waiting for a legislative change, and the federal government's legislative program on gender equality acknowledged the need to harmonize provisions regarding retirement age during revisions of social security and professional provision laws.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 40 femme, Art. 13 chiffre 12 LPP; Equal Retirement Ages in Public Service: The court reasoned that while the federal law set minimum standards, occupational pension institutions were permitted to offer more extensive benefits than these minimums. Therefore, these institutions could establish identical retirement ages without waiting for a legislative change, and the federal government's legislative program on gender equality acknowledged the need to harmonize provisions regarding retirement age during revisions of social security and professional provision laws.

Schlagwörter

KI-generiert
Pensionierung verfassungsmässige Rechtsgleichheit öffentlichrechtliche Vorsorgeeinrichtung soziale Sicherheit Vorsorgeleistung öffentliche Dienststelle
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 13 chiffre 12 LPP

Cited as a basis for the possibility of introducing a flexible retirement age within the framework of the LPP.

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Volltext

Interpellation Borei 542 N 20 mars 1987

Europäischen Gemeinschaften bestehenden Missverständ- C'est pourquoi, le Conseil fédéral est prié:

nisses ist das Thema auf die Traktandenliste der nächsten - de préciser s'il attend de nouveaux postulats ou motions,

offiziellen «Verkehrsgespräche Schweiz- EG» gesetzt wor- voire des mandats donnés formellement par les Chambres

den, die Mitte März 1987 in Bern stattfinden werden. Lieber en la matière, ou s'il est prêt, de sa propre initiative, à

deren Ausgang wird die Öffentlichkeit orientiert werden. élaborer un projet de loi y relatif;

- le cas échéant, de renseigner les Chambres sur l'état des

Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du travaux préliminaires qu'il aurait entrepris, sur les dates

Conseil fédéral. prévues pour la procédure de consultation concernant ce

projet et pour le débat parlementaire qui s'ensuivrait.

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

#ST# 85.535 Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und

wünscht eine schriftliche Antwort.

Interpellation Dirren

Wasserkraftwerke und Stauanlagen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 13. November 1985

Haftpflicht Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 novembre 1985

Barrages et usines électriques. Dass dem Parlament noch kein Gesetzentwurf zur Frage der

Responsabilité civile Haftpflicht bei Stauanlagen zugegangen ist, liegt nicht

daran, dass der Bundesrat noch auf diesbezügliche formelle

Aufträge warten würde, sondern an den für diese Legislatur-

periode gesetzten Prioritäten. In den Richtlinien der Regie-

rungspolitik 1983 bis 1987 war das Geschäft enthalten

Wortlaut der Interpellation vom 16. September 1985 (Ziff. 612), wurde dann aber aufgrund der Richtlinien-Motion

Der Unglücksfall «Stava» provoziert in unserer Bevölkerung, der eidgenössischen Räte vom 21. Juni 1984 jenen Geschäf-

die mit vielen Talsperren und Staudämmen lebt, eine ten zugeteilt, auf die in dieser Legislaturperiode verzichtet

gewisse berechtigte Unruhe. Wenn auch durch einen opti- werden soll (3. Priorität).

malen gesetzlichen Versicherungsschutz Gefahrenherde Die Verwaltung hat bereits Vorarbeiten geleistet. Es liegt ein

nicht ausgeschlossen und verunglückte Menschen nicht Vorentwurf eines neuen Talsperrengesetzes vor. In der

mehr ins Leben zurückgerufen werden können, besteht Frage der Haftpflicht soll eine Studienkommission für die

mindestens durch die materielle Abgeltung ein kleiner Trost. Gesamtüberprüfung des Haftpflichtrechts eingesetzt wer-

1980 hat Ständerat Guntern eine diesbezügliche Motion den. Ein Zeitpunkt für die Vernehmlassung und die Bera-

eingereicht und dabei ein Versicherungsobligatorium ver- tung in den Räten lässt sich im gegenwärtigen Zeitpunkt

langt, das alle Schäden inklusive diejenigen kriegerischer noch nicht angeben.

Ereignisse und die durch höhere Gewalt verursachten

abdeckt. Leider wurde diese Motion äusserst knapp abge-

lehnt. Das später eingebrachte Postulat von Frau Nationalrä-

tin Vannay mit gleicher Zielsetzung wurde vom Bundesrat

angenommen. Anlässlich beider Vorstösse hat der Bundes- #ST# 86.592

rat das Problem erkannt und sich bereit erklärt, gewisse

Vorarbeiten zu leisten. Ueber die bisherige Tätigkeit und die Interpellation Borei

diesbezügliche gesetzgeberische Vorarbeit fehlt uns die Unterschiedliches Rentenalter für

konkrete Information. Männer und Frauen

Der Bundesrat wird deshalb ersucht:

- darzulegen, ob er vorgängig weitere Motionen und Postu- Différence de l'âge de la retraite

late bzw. formelle Aufträge der Räte erwartet oder ob er pour les hommes et les femmes

bereit ist, Eigeninitiative zu entwickeln und einen Gesetzent-

wurf auszuarbeiten;

- Falls er bereits Vorbereitungsarbeiten getroffen hat, ist

das Parlament über deren Stand, den Zeitpunkt der Ver-

nehmlassung und die geplante Beratung in den Räten zu Wortlaut der Interpellation vom 1. Oktober 1986

informieren. Ein Entscheid des Bundesgerichts verlangt von den Kanto-

nen, unverzüglich ihre Gesetzgebung im Bereich der berufli-

Texte de l'interpellation du 16 septembre 1985 chen Vorsorge in den öffentlichen Diensten zu ändern, um

Le cas «Stava» provoque une certaine inquiétude fort com- die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in bezug

préhensible dans notre population qui doit s'accommoder auf das Rentenalter herzustellen. Wenn die Bundesgesetz-

de nombreux barrages. En l'occurrence, une couverture gebung in der Folge nicht modifiziert wird, wird die Beseiti-

optimale d'éventuels dégâts matériels par les assurances ne gung der Ungleichheit zwischen Mann und Frau im öffentli-

pourrait certes pas éliminer les risques ou, le cas échéant, chen Dienst von Kantonen und Gemeinden zu einer neuen

ramener à la vie les sinistrés, mais il contribuerait à atténuer Ungleichbehandlung zwischen den Angestellten dieser

les conséquences d'accidents. Kategorie und allen ändern Angestellten des öffentlichen

En 1980, le conseiller aux Etats Guntern a déposé à cet effet und des privaten Sektors führen.

une motion prévoyant une assurance obligatoire qui couvri- Wie gedenkt der Bundesrat dieses Problem zu lösen?

rait même les risques de guerre et les dommages causés par

des catastrophes naturelles. Cette motion a malheureuse- Texte de l'interpellation du 1er octobre 1986

ment été rejetée, bien qu'à une très faible majorité. Un Une décision du Tribunal fédéral impose aux cantons de

postulat déposé plus tard par Mme Vannay au Conseil natio- modifier sans retard leur législation en matière de pré-

nal sur le même sujet a en revanche été accepté par le voyance professionnelle des salariés du secteur public, de

gouvernement. Dans les deux cas, le Conseil fédéral, cons- manière à établir l'égalité entre hommes et femmes au

cient du problème, s'est déclaré prêt à examiner la question. niveau de l'âge donnant le droit à la retraite. Si la législation

Nous ne disposons cependant d'aucun renseignement sur fédérale n'est pas modifiée en conséquence, la suppression

les travaux législatifs préparatoires qui ont été faits jusqu'à d'une inégalité entre hommes et femmes travaillant dans le

présent en l'occurrence. secteur public cantonal et communal créera une nouvelle

20. März 1987 N 543 Interpellation Longet

inégalité entremette catégorie de salariés et tous les autres 1. Koordinationsabzug

salariés du secteur privé et public. Die Einführung eines einheitlichen Koordinationsabzuges

Quelles sont les intentions du Conseil fédéral pour résoudre kommt einer regelrechten Bestrafung der Teilzeitbeschäftig-

ce problème? ten und der Kleinverdiener gleich. Findet der Bundesrat

nicht, es sollten die gesetzlichen Grundlagen geschaffen

Mitunterzeichner- Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bir- werden, die es erlauben, diesen Abzug proportional zum

cher, Christinat, Clivaz, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Beschäftigungsgrad des Arbeitnehmers oder proportional

Lanz, Leuenberger-Solothurn, Mauch, Meyer-Bern, Morf, zum Einkommen festzusetzen oder ihn ganz aufzuheben?

Nauer, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann, 2. Freizügigkeit

Renschier, Robbiani, Ruffy, Stamm Walter, Uchtenhagen, Das Fehlen echter Freizügigkeit stellt ebenfalls eine Diskri-

Vannay, Wagner, Weber-Arbon (26) minierung dar, weil dadurch die freie Wahl des Arbeitsplat-

zes beeinträchtigt wird. In der Tat kann der Versicherte

Schriftliche Begründung - Développement par écrit weder den Wert seines Deckungskapitals noch die während

L'auteur renonce à développer son intervention mais seiner Berufstätigkeit paritätisch geäufneten Beiträge mit-

demande une réponse écrite. nehmen. Ausserdem ist das System der Mutationsgewinne

äusserst stossend. Wie beurteilt der Bundesrat diese Situa-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates tion? Wie gedenkt er Abhilfe zu schaffen?

vom 15. Dezember 1986 3. Möglichkeiten, die Altersguthaben für den Erwerb von

Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 décembre 1986 Wohneigentum für den Eigenbedarf zu verwenden

La prévoyance professionnelle obligatoire a pour objectif de Die Vorsorgeeinrichtungen der 2. Säule sind auf dem besten

compléter notre assurance-vieillesse et survivants (AVS) Weg, sehr bedeutende Grundeigentümer zu werden. Die

dans notre système helvétique de prévoyance sociale. Pour Beitragsleistenden sorgen für die Anhäufung dieses Grund-

cette raison, les limites d'âge ouvrant droit aux prestations eigentums, obwohl sie vielleicht ihre Guthaben oder wenig-

ont été fixées à 62 ans pour les femmes et à 65 ans pour les stens einen Teil davon lieber für den Erwerb der eigenen

hommes. Dans son rapport du 26 février 1986 sur son pro- Wohnung verwenden möchten. Die Verordnung vom 7. Mai

gramme législatif «Egalité des droits pour l'homme et la 1986 schränkt jedoch die Möglichkeiten, die der Artikel 40

femme», le Conseil fédéral s'est exprimé d'une façon appro- des Gesetzes bietet, erheblich ein. Findet der Bundesrat

fondie sur la problématique d'un âge de la retraite de nicht, dass diese Verordnung zu restriktiv ist? Kann er

l'homme et de la femme en même temps qu'il a souligné sagen, welche konkreten Modelle in Frage kommen, um zu

l'obligation de faire concorder les dispositions à ce sujet ermöglichen, dass die Guthaben der 2. Säule tatsächlich für

lors des travaux de révision de l'AVS/AI comme de la pré- Wohneigentum zum Eigenbedarf verwendet werden

voyance professionnelle (LPP). können?

La LPP ne fixe toutefois que des normes minimales et offre 4. Auswirkungen der 2. Säule auf die schweizerische Volk-

donc aux institutions de prévoyance la possibilité de prévoir wirtschaft

une prévoyance plus étendue que celle indiquée dans ces 4.1. Investitionstätigkeit

normes minimales. Par ailleurs, l'introduction d'une limite Man kann feststellen, dass die Gelder der 2. Säule fast

d'âge flexible, telle qu'elle est discutée actuellement dans le ausnahmslos auf Nummer sicher angelegt werden, was ein

cadre de l'AVS/AI, est, dans son essence, également prévue sehr kurzfristiges Sicherheitskonzept darstellt. Das Volks-

dans la LPP (art. 13, chiffre 12 LPP). Les institutions de einkommen - einschliesslich dasjenige der Anspruchsbe-

prévoyance professionnelle publiques ou privées, qui a rechtigten - bestimmt sich auch nach den Möglichkeiten

l'heure actuelle déjà offrent un niveau supérieur de presta- der Kapitalhalter, in Neuerungen zu investieren und somit

tions, peuvent donc prévoir un âge de retraite identique sans (beschränkte) Risiken einzugehen. Es fragt sich, ob und

attendre que la loi ne contienne une telle disposition. Rien wieweit die Möglichkeiten, die in dieser Hinsicht den Versi-

ne s'oppose à ce que de telles solutions en matière de cherungseinrichtungen der 2. Säule geboten werden, in der

prévoyance professionnelle soient prises dans le secteur Praxis genutzt werden.

privé dans le cadre de la gestion paritaire des partenaires 4.2. Wirtschaftliche Auswirkungen der Investitionen

sociaux. -Wohin genau fliessen die Gelder, welche die Versiche-

rungseinrichtungen der 2. Säule anhäufen?

Abstimmung - Vote - Woher, aus welchen wirtschaftlichen Tätigkeiten, kommen

die Kapitalzinsen?

Für den Antrag auf Diskussion 48 Stimmen -Wie wirkt sich die 2. Säule auf die Volkswirtschaft insge-

Dagegen 47 Stimmen samt aus?

5. Vermögensverwaltung

Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait de la -Wie sieht die paritätische Verwaltung der Kassen konkret

réponse du Conseil fédéral. aus? Ist das System der Stiftung nicht geeignet, das Konzept

der paritätischen Verwaltung auszuhöhlen?

-Wie will der Bundesrat die paritätische Verwaltung in

Gemeinschaftsstiftungen oder Gemeinschaftseinrichtungen

gewährleisten und eine Mitsprache der Vertreter sicherstel-

#ST# 86.942 len, welche die Versicherten in die Organe gewählt haben,

die über die Leistungen und die Investitionen entscheiden?

Interpellation Longet - Sind die zuständigen Stellen des Bundes und der Kantone

in der Lage, die Verwaltung nach dem System der 2. Säule

2. Säule. Korrekturen wirksam zu überwachen?

2e pilier. Mesures correctives - Werden die Arbeitnehmer über die Möglichkeiten der pari-

tätischen Verwaltung und die Einzelheiten dieser Verwal-

tung ausreichend unterrichtet?

- Wie kann verhindert werden, dass Vorsorgeeinrichtungen

die Ueberkapitalisierung praktizieren, das heisst: wie ist es

Wortlaut der Interpellation vom 9. Oktober 1986 möglich, zu einem vernünftigen Gleichgewicht zwischen

Die Einführung der 2. Säule im vergangenen Jahr hat von freien Mitteln und Rentenkapital zu gelangen?

Anfang an verschiedene Probleme aufgeworfen, die sowohl 6. Begünstigtenordnung

organisatorische Fragen als auch die Konzeption betreffen. Gedenkt der Bundesrat, für Pensionskassen mit Beitragspri-

Deshalb bitten wir den Bundesrat um Auskunft auf folgende mat eine Begünstigtenordnung einzuführen für Todesfälle,

Fragen: ,die keine Leistungen auslösen. In der Tat fühlen sich diese

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Borel Unterschiedliches Rentenalter für Männer und Frauen

Interpellation Borel Différence de l'âge de la retraite pour les hommes et les femmes

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.592

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 20.03.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 542-543

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Ref. No 20 015 291

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