Federal Office Decentralization and Regional Development
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the decentralization of federal offices and the potential relocation of jobs to economically disadvantaged regions. The federal council is considering moving jobs to regions recognized as economically worthy of support and that have a below-average number of federal jobs. This is in response to job losses in certain areas, like the Upper Valais, due to reorganizations and rationalizations. The council is requested to consider offers from these regions as compensation for lost jobs, for balanced regional development, and as a recompense for burdens these areas bear, such as being army training grounds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 Tierseuchengesetz; Federal Office Decentralization and Regional Development: The federal council is considering moving jobs to regions recognized as economically worthy of support and that have a below-average number of federal jobs. This is in response to job losses in certain areas, like the Upper Valais, due to reorganizations and rationalizations. The council is requested to consider offers from these regions as compensation for lost jobs, for balanced regional development, and as a recompense for burdens these areas bear, such as being army training grounds.
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KI-generiertCited as the legal basis for the obligation of the Confederation and cantons to take measures for disease prevention and control.
Volltext
Postulat Schmidhalter 1484 9 octobre 1986
#ST# 85.469 gig jene Regionen berücksichtigt werden, die vom Bund als
wirtschaftlich förderungswürdig anerkannt worden sind und
Postulat Schmidhalter zudem in Kantonen liegen, die mit Arbeitsplätzen des Bun-
des unterdurchschnittlich versehen sind». Der Kanton Wallis
Bundesämter. Dezentralisierung gehört unstreitig zu diesen Regionen. Er ist wirtschaftlich
Décentralisation de förderungswürdig und ist mit Arbeitsplätzen der Bundesver-
l'administration fédérale waltung unterdurchschnittlich versehen.
c) In diesen Weisungen lesen wir weiter: «Müssen in Kanto-
nen, die mit Arbeitsplätzen des Bundes unterdurchschnitt-
lich versehen sind, Dienststellen und Dienstzweige der eid-
genössischen Anstalten und Betriebe aufgehoben werden,
Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1985 so prüft der Koordinationsausschuss allfällige Kompensa-
Aufgrund verschiedener parlamentarischer Vorstösse ist der tionsmöglichkeiten.» So weit die Weisungen des Bundesra-
Bundesrat nach eingehender Prüfung bereit, die Dezentrali- tes. Ich kann hier nicht direkt anführen, dass im Oberwallis
sierung verschiedener Bundesämter vorzunehmen. Das ist Betriebe aufgehoben wurden. Es wurden aber, wie man so
eine lobenswerte Idee, insofern für den neuen Standort schön sagt, Arbeitsplätze weg rationalisiert. Im Bahnhof Brig
Regionen berücksichtigt werden, die Mühe haben, neue sind beispielsweise von 1982 bis 1985 21 Stellen nicht mehr
Arbeitsplätze zu schaffen oder auf deren Gebiet, wie man so besetzt worden. Das mag wenig scheinen, fällt aber in einem
schön sagt, Arbeitsplätze wegrationalisiert wurden. Zu den Kanton, der jährlich für die nachrückende Jugend ins
letzten gehört auch das Oberwallis. Erwerbsleben 800 neue Arbeitsplätze schaffen muss, stark
Durch sogenannte Neuorganisation am Bahnhof Brig, Verle- ins Gewicht. Bei solchen Zahlen muss es oberster Grund-
gung des Zollwesens nach Domodossola und Aenderungen satz bleiben, in erster Linie die bestehenden Arbeitsplätze zu
an der Festungswacht ging bis heute und geht in den erhalten, aber auch neue zu schaffen.
nächsten Jahren eine beachtliche Zahl an Arbeitsplätzen d) Der Verständigkeit halber sei hier erwähnt, dass uns bei
verloren. Das trifft auch für andere Regionen des Wallis zu. der Umorganisation der Festungswachtkorps und der nun
Aus diesem Grunde wird der Bundesrat ersucht, die Offer- baldigen Realisierung des Rangierbahnhofs Domo II seitens
ten, die aus dem Räume Oberwallis als Standort für eines des Bundes immer wieder Kompensationsmöglichkeiten
oder mehrere der zu verlegenden Bundesämter angeboten versprochen wurden. Es liegt auf der Hand, dass wir diese
werden, wohlwollend zu prüfen: Versprechungen von so seriöser Seite als bare Münze anse-
- als Kompensation für verlorene Arbeitsplätze; hen und unser Vertrauen in die Regierung bei einer Nicht-
- im Sinne einer gesunden Besiedlung der Rand- und Berg- einhaltung schwer erschüttert würde.
regionen und e) Ergänzend ist anzuführen, dass das Wallis auch in
-als Entgelt für die übermässige Belastung, die das Ober- Sachen Bundesaufträge sehr schmal gehalten wird. Als
wallis als Uebungs- und Ausbildungsplatz der Armee zu Beweis kann immer noch die Firi-Studie angeführt werden,
tragen hat. die belegt, dass der Kanton Wallis dem Bund im Jahre 1978
beispielsweise rund 283 000 Franken mehr abgegeben hat,
als er zu erhalten beliebte.
Texte du postulat du 17 juin 1985 f) Ich habe im Postulat als letzten Punkt angeführt, dass eine
Se fondant sur diverses interventions parlementaires et Verlegung von Dienststellen ins Oberwallis auch als Entgelt
après avoir procédé à un examen approfondi de la situation, für die übermässige Belastung, die das Oberwallis als
le Conseil fédéral est prêt à entreprendre une décentralisa- Uebungs- und Ausbildungsplatz der Armee zu tragen hat,
tion de plusieurs offices fédéraux. C'est là une idée louable, angesehen werden könnte. Schon seit Jahren fordern die
dans la mesure où l'on choisit comme lieu de travail des Oberwalliser einen volkswirtschaftlichen Ausgleich. Dieses
régions qui ont de la peine à créer de nouveaux emplois ou Begehren ist berechtigt, weil volkswirtschaftliche Ausfälle
sur le territoire desquelles on a, comme on dit si bien, und gesundheitliche Schädigung, letztere durch die über-
«rationalisé» les postes de travail. Le Haut-Valais fait partie mässigen Lärmquellen, längst nachgewiesen sind.
de ces catégories. Das sind Gründe, die mich veranlassten, dieses Postulat
La «réorganisation» de la gare de Brigue, le transfert des einzureichen, Gründe, die den Bundesrat bewegen müss-
bureaux de douane à Domodossola et les modifications ten, das Postulat anzunehmen.
apportées au corps des gardes-fortifications ont déjà fait
perdre et feront encore perdre ces prochaines années un Schriftliche Erklärung des Bundesrates
nombre considérable d'emplois. Cela s'applique aussi à vom 16. September 1986
d'autres régions du Valais. Déclaration écrite du Conseil fédéral
Pour les raisons exposées ci-dessus, le Conseil fédéral est du 16 septembre 1986
prié d'examiner avec bienveillance les offres en provenance Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
du Haut-Valais, relatives au lieu de travail d'un ou de plu-
sieurs offices fédéraux à transfprer, en les considérant sous Ueberwiesen - Transmis
l'angle
-d'une compensation des emplois perdus,
- d'une occupation rationnelle des régions de montagne et
des zones marginales, et 86.504
-d'un dédommagement pour la charge excessive que le
#ST#
Haut-Valais supporte en tant que place d'exercice et d'ins-
truction de notre armée. Postulat Tschuppert
Seuchengefahr bei Wanderschafherden
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Transhumance et risques d'épizooties
Die Einreichung diese Postulates erfolgt aus folgenden
Gründen: a) Der Bundesrat beschlossam 11. März 1985, die
Möglichkeit der Verlegung einiger heute in Bern befindli-
chen Aemter näher zu prüfen. Es handelt sich um die Aus-
siedlung von 617 Arbeitsplätzen. Wortlaut des Postulates vom 18. Juni 1986
b) Am 25. Februar 1981 hat der Bundesrat «Weisungen über Der Bundesrat wird eingeladen, die Tierseuchenverordnung
die Berücksichtigung der Kantone bei der Schaffung oder umgehend in dem Sinne zu ändern, dass die Kantone
Verlegung von Arbeitsplätzen des Bundes» herausgegeben. ermächtigt werden, Bewilligungen für Wanderschafherden
Darin kann nachgelesen werden - ich zitiere, dass «vorran- bereits bei Vorliegen potentieller Seuchengefahr einzu-
9. Oktober1986 N 1485 Postulat Renschier
schränken oder zu verweigern, ohne dass eine konkrete chengefahr, ohne dass die konkrete Seuchengefährdung im
Gefährdung bereits im voraus bewiesen werden muss. voraus bewiesen werden muss. Solche Einschränkungen
wären zumutbar, da sie kein totales Verbot bewirken und da
Texte du postulat du 18 juin 1986 heute auch andere Ausmastverfahren verfügbar sind.
Le Conseil fédéral est invité à reviser sans délai l'ordon- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
nance sur les épizooties de façon à permettre aux cantons vom 10. September 1986
de restreindre ou de suspendre l'octroi d'autorisations de Déclaration écrite du Conseil fédéral
transhumer, dès qu'il y a un risque d'épizootie, ne serait-ce du 10 septembre 1986
que potentiel, sans que les autorités cantonales soient Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
tenues de prouver d'avance qu'un tel danger existe effecti-
vement. Ueberwiesen - Transmis
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger,
Bonny, Cincera, Eppenberger-Nesslau, Fischer-Hägglingen,
Früh, Giger, Jung, Kühne, Künzi, Loretan, Müller-Wiliberg, 86.524
Nef, Pfund, Risi-Schwyz, Rutishauser, Rüttimann, Schärli,
#ST#
Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Schwarz, Spalti, Stucky,
Uhlmann, Villiger, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss, Zwingli Postulat Renschier
(30) Bildschirmarbeit. Strahlenbelastung
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Travail à l'écran de visualisation.
Das Treiben von Wanderschafherden ist gestattet. Es bedarf Rayonnements
einer Bewilligung der kantonalen Behörde, sofern es über
das Gebiet mehrerer Gemeinden führt. Diese Bewilligung
(Polizeierlaubnis) ist zu erteilen, wenn der Gesuchsteller die
(vorab) durch die Tierseuchengesetzgebung geforderten Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1986
Bedingungen erfüllt. Gemäss einem Urteil des Bundesge- Die Gefährlichkeit der Strahlenbelastung bei der Bildschirm-
richtes ist die kantonale Bewilligungsbehörde bei der heute arbeit ist ein kontroverses Thema. Ausländische Untersu-
geltenden Tierseuchenverordnung nicht befugt, Bewilligun- chungen, beispielsweise in Schweden, Kanada und Japan,
gen einzuschränken oder zu verweigern, weil Wanderschaf- lassen die Befürchtung zu, dass die Strahlenbelastung bei
herden eine potentielle Seuchengefahr darstellen. Nur bei der Bildschirmarbeit gesundheitsschädigend ist, insbeson-
konkret nachgewiesener Seuchengefahr darf die Bewilli- dere für schwangere Frauen. Eine schwedische Untersu-
gung verweigert werden, was eine effiziente Seuchenvor- chung ergab, dass schwangere Frauen, die am Bildschirm
beuge verhindert. arbeiteten, gemessen am Landesdurchschnitt zwar nicht
Wanderschafherden sind potentielle Seuchenträger. Nach mehr Kinder mit Missbildungen zur Welt brachten, dass aber
den heutigen Erkenntnissen ist es unmöglich, Wanderschaf- der Anteil der schweren Missbildungen um 50 Prozent
herden zu bilden, die nicht Träger von Seuchenerregern höher lag.
sind. Bei Naturherd-Infektionen, wie z. B. Rickettsiose, ist es Der Bundesrat wird ersucht, das BIGA zu beauftragen,
unmöglich, die Verseuchung einer Herde im Herbst auszu- zusammen mit der SUVA in der Schweiz eine gründliche
schliessen, weil jederzeit Neuinfektionen von der Natur her Untersuchung der Strahlenbelastung bei Bildschirmarbeit
(Zecken, wildlebende Nager) auftreten können. In der Fach- und deren Auswirkungen vor allem auf schwangere Frauen
literatur wird beschrieben, dass der Weg von Wanderschaf- durchzuführen.
herden häufig gekennzeichnet ist durch neue Infektions-
herde bei Rindern und Menschen. Gewisse Seuchen lassen Texte du postulat du 19 juin 1986
sich nur ausschliessen, wenn die ganze Herde blutserolo- Le risque que les radiations présentent pour la santé des
gisch untersucht wird, was aus Kostengründen bei den personnes qui travaillent à l'écran de visualisation est un
Herdenbesitzern auf Widerstand stossen dürfte, obschon sujet de controverses entre les spécialistes. Cependant, des
solche Untersuchungen bei Schafen aus Landesteilen, wo enquêtes menées à l'étranger, en Suède, au Canada et au
bestimmte Seuchen, wie Brucellose und Agalaktie, ein Japon par exemple, semblent malheureusement confirmer
erhöhtes Risiko darstellen, angezeigt wären. la nocivité de ce rayonnement, notamment pour les femmes
Wohl ist vorgesehen, dass ein Hirte auf der Winterwande- enceintes. Il ressort d'un travail fait en Suède que, si la
rung die Schafe nur weiden lassen darf, wenn die betreffen- proportion d'anomalies parmi les enfants de telles femmes
den Landbesitzer zustimmen. Diese Regelung bleibt aber n'est pas plus élevée que pour le reste de la population, en
meist Theorie und diese Weideerlaubnis wird nur selten revanche, la proportion d'anomalies graves était de 50 pour
eingeholt. In der Praxis ist es so, dass sich die Bauern nicht cent supérieure.
selber gegen die seuchenpolizeilichen Risiken der Wander- Le Conseil fédéral est invité à charger l'OFIAMT de procé-
schafherde wehren können. Jede Besitzesstörung, auch das der, avec le concours de la CNA, à une enquête approfondie
blosse Durchwandern, ist mit diesen Risiken behaftet. Als dans notre pays sur l'importance du rayonnement auquel
Beweis sei auf die Rickettsioseepidemie im Wallis vom sont soumises les personnes qui travaillent à l'écran de
Herbst 1983 hingewiesen. visualisation et sur les risques courus de ce fait, notamment
Die Ansprüche der Bauern an den Schutz vor Seuchenrisi- par les femmes enceintes.
ken sind heute grösser geworden und bestehen zu Recht.
Artikel 9 des Tierseuchengesetzes verpflichtet Bund und Mitunterzeichner - Cosignataires: Fankhauser, H u bâcher,
Kantone, alle Massnahmen zu treffen, die nach dem jeweili- Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Nauer, Pitte-
gen Stand der Wissenschaft und der Erfahrung zur Seu- loud, Stappung (7)
chenvorbeuge und Seuchenbekämpfung angezeigt erschei-
nen. Diese Massnahmen können je nach der Viehdichte in Schriftliche Begründung - Développement par écrit
den verschiedenen Regionen unseres Landes unterschied- Der Postulant verzichtet auf eine Begründung und wünscht
lich sein. Nachdem seit der Revision des Tierseuchengeset- eine schriftliche Antwort.
zes von 1980 die Kantone allein die finanziellen Lasten der
Tierseuchenbekämpfung zu tragen haben, sollten ihnen Schriftliche Erklärung des Bundesrates
auch mehr Kompetenzen zugestanden werden. So wäre es vom 22. September 1986
angezeigt, in der Tierseuchenverordnung die Kantone zu Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 septembre 1986
ermächtigen, Bewilligungen für Wanderschafherden einzu- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
schränken oder zu verweigern wegen der potentiellen Seu- Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Tschuppert Seuchengefahr bei Wanderschafherden
Postulat Tschuppert Transhumance et risques d'épizooties
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.504
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 1484-1485
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Pagina
Ref. No 20 014 686
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