Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-503 KI-generiert

Switzerland's International Research Participation Framework

Geschäftsnummer VPB 86-503
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns the Swiss government's response to an interpellation regarding Switzerland's participation in international research projects. The government detailed the existing framework for such participation, emphasizing that it aligns with national research priorities and foreign policy objectives, including neutrality. The response outlined how projects are selected and evaluated, noting that while most participation is funded through existing institutional budgets or the national science foundation, some large-scale projects require significant federal subsidies. It also addressed potential issues, such as the cost distribution based on GDP and challenges related to technological cooperation with the European Community due to Switzerland's non-member status. The government assured that coordination between national and international research efforts is managed by relevant federal offices and advisory bodies.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Switzerland's International Research Participation Framework: The government detailed the existing framework for such participation, emphasizing that it aligns with national research priorities and foreign policy objectives, including neutrality. The response outlined how projects are selected and evaluated, noting that while most participation is funded through existing institutional budgets or the national science foundation, some large-scale projects require significant federal subsidies. It also addressed potential issues, such as the cost distribution based on GDP and challenges related to technological cooperation with the European Community due to Switzerland's non-member status. The government assured that coordination between national and international research efforts is managed by relevant federal offices and advisory bodies.

Schlagwörter

KI-generiert
Forschungsvorhaben Internationale Zusammenarbeit Institutioneller Rahmen Forschung und technologische Entwicklung ausländische Staatsangehörige Subvention
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Volltext

Interpellation Longet 1494 N 9 octobre 1986

Ich frage deshalb den Bundesrat, ob er eine Möglichkeit Gründen die Preisbildung zweiter Hand zwischen Verlegern

sieht, diesem Ausverkauf schweizerischer Grundinstitutio- und Buchhändlern als mit dem Kartellgesetz vereinbar

nen der Kultur Einhalt zu gebieten. Wie müsste eine freiheit- erklärt. Sie sah darin einen Beitrag zur Erhaltung eines

liche Gegenstrategie aussehen, welche unserem Land ein breiten Sortiments und einer möglichst optimalen Streuung

vielfältiges Verlagswesen erhalten hilft, nicht zuletzt im des Buchhandels. Für eine weitergehende eigentliche

Interesse junger Schweizer Autorinnen? Gegenstrategie wäre wohl ein Kulturartikel in der Vorfas-

sung unabdingbare Voraussetzung.

Texte de l'interpellation du 4 mars 1986

II y a plus d'un an, la vieille maison d'édition Hans Huber Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-

était rachetée par une société d'édition allemande. L'au- rates teilweise befriedigt.

tomne dernier, la maison Birkhäuser connaissait le même

sort. A en croire des milieux informés, de très grosses

sommes! d'argent étaient en jeu dans les deux cas. C'est

ainsi qu'un éditeur suisse connu, et résigné, écrit dans une #ST# 86.503

lettre: «.... les prix avancés par les propriétaires étaient telle-

ment exorbitants que seuls des géants étrangers disposant Interpellation Longet

(provisoirement encore?) d'importantes réserves finan-

cières et de ce fait indifférents au rapport investissement/ Internationale Forschungsprojekte.

rendement.... pouvaient entrer en ligne de compte». Beteiligung der Schweiz

Au vu de ces faits, je demande au Conseil fédéral s'il voit une Projets internationaux de recherche.

possibilité de mettre un terme à ce bradage d'institutions Participation de la Suisse

suisses indispensables à la culture. Quelle devrait être une

contre-offensive d'inspiration libérale, permettant à notre

pays de conserver une pluralité de moyens d'édition, notam-

ment afin de sauvegarder les intérêts des jeunes auteurs

suisses, hommes et femmes? Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1986

Der Bundesrat wird gebeten:

Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun 1. abschliessend und nach Forschungsbereichen gegliedert

die internationalen Forschungsprojekte zu nennen, an

Schriftliche Begründung - Développement par écrit denen sich unser Land in irgendwelcher Form beteiligt, und

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und in Prozenten und Franken die Höhe unseres Beitrags anzu-

wünscht eine schriftliche Antwort. geben;

2. die Projekte zu nennen, an denen die Schweiz teilzuneh-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates men gedenkt;

vom 10. September 1986 3. die Probleme darzustellen, auf die unsere Beteiligung

Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 septembre 1986 stösst oder die sie stellt;

Die Verlage bilden ein wichtiges Element im Kulturleben 4. die Kriterien anzugeben, nach denen sich unser Interesse

unseres Landes. Sie ermöglichen die Herausgabe schweize- bestimmt und die für den Entscheid, um Beteiligung nach-

rischer Werke und sind damit gleichzeitig Förderer und zusuchen, massgebend sind;

Vermittler des aktuellen Kulturschaffens. Für die Schweiz 5. zu sagen, welche Garantien geleistet werden können,

typisch und besonders bedeutsam sind neben den Grossbe- dass die Schweiz nicht in Projekte verwickelt wird, deren

trieben insbesondere Kleinverlage, welche die Vielfalt der Folgen mit unserer Neutralität nicht zu vereinbaren sind;

regionalen Strukturen und der kulturellen Ausdrucksformen 6. anzugeben, wie evaluiert wird, was die Beteiligungen

am besten zum Ausdruck zu bringen vermögen. unserem Land bringen;

Immer häufiger werden jedoch bedeutende Werke von 7. zu sagen, wie sich diese Beteiligungen mit unseren eige-

Schweizer Autoren aller Landessprachen im Ausland ver- nen Prioritäten auf dem Gebiet der Forschung vertragen, ob

legt. Die Schweizer Verlage sehen sich tatsächlich vielfach sie diese stützen oder ihnen allenfalls zuwiderlaufen, insbe-

schwerwiegenden Problemen gegenüber. Der Ruf nach sondere, ob das Gleichgewicht Grundlagenforschung/Indu-

staatlicher Hilfe ist daher nicht überraschend. Eine solche strieforschung durch die Beteiligung an internationalen For-

ist zwar grundsätzlich möglich, doch lassen sich damit schungsprojekten beeinflusst oder verändert wird. Ist die

Strukturprobleme grösseren Ausmasses nicht lösen. Aus- Koordination zwischen der Forschung an den Hochschulen,

serdem darf der Wettbewerb, nicht zuletzt im Interesse der den vom Nationalfonds unterstützten Projekten und don

Verlagsunternehmen selbst, keine Einschränkungen er- internationalen Projekten gewährleistet?

fahren.

Grundsätzlich besteht in Artikel 31 bis Absatz 2 BV eine Texte de l'interpellation du 18 juin 1986

Grundlage für wirtschaftliche Förderungsmassnahmen. Le Conseil fédéral est prié d'indiquer:

Besondere Mittel, um ein Verlagsunternehmen zu stützen, 1. La liste exhaustive des projets de recherche internatio-

sind Steuererleichterungen, direkte oder indirekte Subven- naux auxquels notre pays participe, à un titre ou à un autre,

tionen, systematische Ankäufe, Vermeidung staatlicher Kon- en ventilant cette liste par secteurs de recherche et en

kurrenz usw.. Dem Bund sind allerdings rechtlich und vor exposant le montant de notre contribution, en pourcentage

allem finanziell Grenzen gesetzt. Ausser einzelnen Unter- et en francs;

stützungsaktionen der Stiftung Pro Helvetia sind direkte 2. La liste des projets auxquels notre pays se propose de

finanzielle Leistungen nicht möglich. Direkte Ankäufe lassen participer;

sich in einzelnen Fällen für landesweite Interessen auch 3. Les problèmes que notre participation rencontre ou pose;

durch den Bund bewerkstelligen, doch sind diesbezüglich 4. Les critères déterminant de notre part un intérêt et une

die Kantone und Gemeinden besser in der Lage, wirksam zu demande de participation;

helfen. Gleiches gilt für Steuererleichterungen. Was der 5. Les garanties fournies pour que la Suisse ne soit pas

Bund darüber hinaus noch einsetzen kann, sind gezielte impliquée dans des projets aux retombées incompatibles

Werbe- und Absatzhilfen für Schweizer Verlagsprodukte im avec notre conception de la neutralité;

Rahmen internationaler Buchmessen usw.. Hiefür stehen 6. Comment s'opère l'évaluation des apports, pour notre

neben der Stiftung Pro Helvetia insbesondere unsere diplo- pays, de nos participations;

matischen und konsularischen Vertretungen zur Verfügung. 7. De quelle manière ces participations s'intègrent à nos

Die Schweizerische Kartellkommission hat in zwei Untersu- propres priorités en matière de recherche, les soutiennent

chungen (Veröffentlichungen der Kartellkommission 1973, ou éventuellement les contrecarrent. En particulier: l'équili-

210 ff. und 1982, 126 ff.) aus überwiegend kulturellen bre recherche fondamentale/recherche industrielle est-il

9. Oktober 1986 N 1495 Interpellation Longet

touché ou modifié par les collaborations internationales? La - Les coûts de la plupart des projets de coopération sont

coordination entre la recherche des hautes écoles, les pro- répartis selon un rapport PIB Suisse/PIB pays participants,

jets soutenus par le Fonds national et les projets internatio- ce qui implique pour notre pays un investissement considé-

naux est-elle assurée? rable. Afin de porter ses fruits, il doit être assorti d'un

soutien important de la recherche en Suisse. Dans quelques

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Braunschweig, domaines (p.ex. physique des hautes énergies) se dessine

Gloor, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger cependant un déséquilibre des moyens financiers disponi-

Moritz, Mauch, Ott, Renschler, Robbiani, Ruch-Zuchwil, bles pour les expériences en Suisse et des moyens liés à des

Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Weber-Arbon, Zehnder (17) projets internationaux, mis directement à la disposition de

l'organisation internationale de recherche concernée.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit - Dans le domaine de la recherche technologique, il s'avère

L'auteur renonce à développer son intervention mais que les partenaires industriels étrangers bénéficient en

demande une réponse écrite. général de subsides étatiques considérables pour l'exécu-

tion des projets.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates - La collaboration avec les Communautés Européennes

vom 22. September 1986 (CE) dans le domaine de la technologie occasionne actuelle-

Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 septembre 1986 ment des difficultés à la Suisse du fait qu'elle n'est pas

La participation de groupes suisses à des projets internatio- membre de la CE -, lorsqu'elle entend participer à titre de

naux de recherche est principalement le fait des chercheurs partenaire pleinement reconnu et jouissant en grande partie

suisses intéressés des hautes écoles et des instituts de des mêmes droits aux programmes de technologie des CE.

recherche. Elle est par conséquent financée par des canaux Des experts débattront très prochainement ces problèmes.

très divers, soit par les budgets des instituts des universités 4. L'introduction du texte annexé résume les lignes direc-

cantonales et du Conseil des Ecoles polytechniques fédé- trices fondamentales concernant la participation à des pro-

rales, soit par le Fonds national suisse. Ces projets sont jets internationaux.

décrits dans les rapports d'activité des institutions concer- 5. Les bases d'une coopération sont fixées chaque fois dans

nées. Il existe en outre une série de programmes de les déclarations de principe et les contrats signés par la

recherche bi- et multilatéraux dont les objectifs sont bien Suisse. Notre pays participe ainsi à la définition des objectifs

coordonnés au niveau international, mais les projets de cette coopération. Le DFAE s'assure notamment que la

financés et exécutés principalement au niveau national. participation de notre pays à la coopération scientifique et

Mentionnons notamment les activités de recherche au sein technologique internationale est conciliable avec nos objec-

de l'Agence internationale de l'Energie (AIE), qui seront tifs en matière de politique extérieure. Des problèmes éven-

prochainement décrites dans la brochure «la mutation éner- tuels touchant au droit en matière de neutralité et à la

gétique», à l'occasion des dix ans de collaboration Suisse - politique de neutralité sont également débattus en temps

AIE. opportun.

Nous nous bornons donc à répondre aux questions 1 à 7 6. La participation à des projets internationaux de recherche

concernant les programmes de recherche de grande enver- est encadrée, du côté de la Confédération, par des offices

gure dans le cas desquels la Suisse a conclu des accords au fédéraux compétents. Ils font appel, pour exécuter leur

niveau fédéral et verse des subsides à un fonds international tâche, à des experts externes et, dans certains cas, à des

commun, et dont la Confédération assume par conséquent organes spécialisés. L'importance de cette participation

directement la responsabilité. pour notre pays est également évaluée dans le cadre de ces

1. Le texte en annexe donne une vue générale des cas les activités et fait l'objet d'un rapport (p.ex. dans le rapport de

plus importants de participation de la Suisse aux pro- gestion et dans des messages soumis aux Chambres fédé-

grammes internationaux de recherche. rales).

2. Dans le domaine de la recherche fondamentale, le Conseil Le Conseil suisse de la science procède à une appréciation

fédéral examine actuellement le problème de l'adhésion de générale dans des rapports spéciaux et dans ses proposi-

la Suisse à la source européenne de rayonnement synchro- tions concernant les objectifs de la politique suisse en

tronique ESRF et une participation aux installations de matière de recherche.

diffusion neutronique de l'Institut von Laue-Langevin. Dans 7. La Suisse ne participe en principe qu'aux projets interna-

le domaine de la recherche technologique, on examine la tionaux de recherche correspondant aux priorités de notre

possibilité d'une accession de la Suisse aux programmes de politique nationale en matière de recherche. Ces priorités

technologie de la Communauté Européenne et d'une coopé- ont été résumées pour la première fois dans les «objectifs de

ration à sa mesure aux projets EUREKA. En outre, sa partici- la politique de la Confédération en matière de recherche

pation à des projets de petite dimension plus ponctuels-au (1988-1991) du 22 octobre 1985 (FF1985 III 237).

sein de la COST, de l'AIE, fait régulièrement l'objet d'un Les initiatives concernant des projets internationaux éma-

examen et est approuvée selon le cas. nent la plupart du temps de l'étranger et leur intérêt pour la

La coopération portera essentiellement, comme cela a été le Suisse fait l'objet d'un examen. Les projets actuellement

cas jusqu'à présent (CERN, ESA, etc.), sur des programmes encouragés sur territoire européen et dont la Suisse doit se

européens constituant, également du point de vue de la préoccuper sont des projets de recherche à orientation

politique extérieure, un facteur d'intégration important à technologique très prononcée (ESPRIT, EUREKA, etc.). La

l'échelon européen. Suisse doit toutefois aussi résoudre la question de sa parti-

3. Les problèmes de coopération internationale divergent cation à des projets proches de la recherche fondamentale,

manifestement d'un projet à l'autre et ne peuvent pas être p.ex. la source européenne de rayonnement synchrotroni-

décrits succinctement. Des problèmes plus importants sur- que. On ne peut donc pas parler en général d'un transfert de

viennent néanmoins régulièrement dans les domaines sui- l'intérêt suscité par la recherche fondamentale à la

vants: recherche appliquée. La majeure partie des obligations

- La coopération mondiale en matière de recherche entre financières de la Confédération, dans le domaine internatio-

les grandes puissances industrielles est de plus en plus nal, concernent la recherche fondamentale. Il ne faut cepen-

activée et son orientation déterminée. La Suisse ne peut dant pas négliger la dynamique de la recherche technologi-

contribuer et cette contribution être reconnue et lui permet- que encouragée par l'Etat, à l'étranger, qui appelle une

tre également de participer efficacement au déroulement du réponse souple de la part de la Suisse.

projet, qu'en cas de prestations de haute qualité et lorsque La coordination entre des projets internationaux ainsi

les coûts occasionnés sont supportables. Ceci suppose une qu'entre les hautes écoles et le Fonds national s'effectue

concentration à plus long terme des efforts au niveau natio- dans le cadre des éléments de planification de la loi sur la

nal de même que des moyens substantiels, souvent addi- recherche et est l'oeuvre des organes de direction et de

tionnels. consultation responsables, dans lesquels la Confédération

Interpellation Schärli 1496 N 9 octobre 1986

est représentée. Selon l'ordonnance du 9 mai 1979 (RS mesures prises dans le domaine de la protection de l'envi-

172.010.15), la responsabilité de cette coordination incombe ronnement puisque, pour pouvoir les respecter, il serait

à l'Office fédéral de l'éducation et de la science du DFI, qui nécessaire d'enfermer le moteur dans un carter (ce qui fait

étudie les aspects de la collaboration internationale du point forcément augmenter la consommation de carburant et, par

de vue de notre politique de la recherche, surveille la planifi- voie de conséquence, également l'émission de gaz d'échap-

cation dans le domaine de la politique de la recherche et de pement)?

l'éducation dans la mesure où elle nécessite des subsides - En outre, n'estime-t-il pas lui aussi que les nouvelles

de la Confédération et représente les intérêts de la Confédé- prescriptions relatives au bruit sont inconciliables avec les

ration dans les organes correspondants. prescriptions exigeant une puissance minimum du moteur?

Dans la perspective d'une éventuelle participation financière (Nous exigeons les moteurs les plus puissants et voulons

de notre pays à des projets EUREKA et d'une coopération avoir les valeurs les plus basses pour le bruit).

possible a des programme de technologie des CE, le Conseil

fédéral veillera à mette en place des structures d'organisa- Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun

tion transparentes et efficaces qui permettront d'assurer la

coordination entre les différents intéressés. Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Seit 1982 sind die in der Schweiz immatrikulierten Nutzfahr-

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- zeuge weltweit den schärfsten Lärmvorschriften unterwor-

rates teilweise befriedigt. fen. Auf den 1. Oktober 1986 sollen diese strengen Lärm-

Grenzwerte nochmals verschärft werden. Diese neuerliche

Verschärfung der Lärmvorschriften im Alleingang ist sach-

lich nicht zu rechtfertigen und wirkt sich auf die übrigen

Umweltschutzmassnahmen kontraproduktiv aus.

#ST# 86.510 Es ist jedem klar, dass Lärmvorschriften auch für den

Schwerverkehr unbedingt notwendig sind. Die Behörden

Interpellation Schärli haben sogar die Pflicht, solche zu erlassen, damit die

Gesundheit der Menschen nicht gefährdet und die Umwelt

Neue Lärmvorschriften nicht geschädigt wird. In einem Transitland wie der Schweiz

Nouvelles prescriptions contre le bruit ist aber der neuerdings geplante Alleingang wenig sinnvoll.

Lärmvorschriften sollten in internationaler Koordination

erlassen werden. So sind von den neuen Vorschriften nur

rund 2000-3000 Nutzfahrzeuge betroffen. Für die übrigen,

aus dem Ausland eingereisten Nutzfahrzeuge (im Jahr 1984

Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1986 waren das 1 800 000 Nutzfahrzeuge) gelten sie nicht.

Lärmvorschriften sind als eine Massnahme für den Umwelt- Weiter sind die neuen Lärmvorschriften nur mit einer sehr

schutz unbedingt notwendig. Die Schweiz als Transitland ist kostspieligen Einkapselung der Motoren zu erfüllen. Diese

aber gerade im Bereich «Lärmvorschriften für den Schwer- Einkapselung erhöht zwangsläufig den Treibstoffverbrauch

verkehr» auf eine internationale Koordination angewiesen, und damit den Ausstoss schädlicher Abgase. Zudem erhöht

da weitaus der grösste Teil der Gütertransporte in der jede Vollkapselung wegen der erschwerten Wärmeabfuhr

Schweiz durch ausländische Nutzfahrzeuge erfolgt. die Brandgefahr wesentlich.

In diesem Zusammenhang erbitte ich vom Bundesrat Aus- Schliesslich ist auch darauf hinzuweisen, dass die schweize-

kunft auf folgende Fragen: rische Gesetzgebung die leistungsstärksten Motoren ver-

-Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die langt (mind. 10 PS/t). Gemäss einem nicht zu widerlegenden

Inkraftsetzung der auf den 1. Oktober 1986 nochmals ver- physikalischen Prinzip nehmen die Lärmwerte mit zuneh-

schärften Lärmvorschriften für Nutzfahrzeuge im Hinblick mender Motorleistung mindestens linear zu. Mindestvor-

auf eine europäische Koordination aufgeschoben werden schriften für die Motorleistung und Lärmvorschriften

sollte? schliessen sich gegenseitig aus. Wir dürfen mit anderen

- Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die neuen Worten nicht leistungsstarke Motoren fordern und gleichzei-

Lärmvorschriften den übrigen Umweltschutzmassnahmen tig die Lärmvorschriften extrem verschärfen.

zuwiderlaufen, da die neuen Lärmvorschriften nur durch Die genannten Gründe sprechen dafür, die Inkraftsetzung

eine Einkapselung der Motoren erfüllbar sind? (Diese der nochmals verschärften Lärmvorschriften zu verschie-

Motoreinkapselung erhöht zwangsläufig den Treibstoffver- ben, damit ein neuerlicher Alleingang der Schweiz vermie-

brauch und damit den Ausstoss von Abgasen). den werden kann und internationale Bemühungen um ein-

- Ist der Bundesrat ferner nicht auch der Meinung, dass die heitliche Lärmvorschriften nicht verunmöglicht werden.

neuen Lärmvorschriften in einem unlösbaren Zielkonflikt

mit den Vorschriften über die geforderte Mindestmotorlei- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

stung stehen? (Wir verlangen die leistungsstärksten Moto- vom 10. September 1986

ren und wollen die kleinsten Lärmwerte.) Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 septembre 1986

Entgegen der Ansicht des Interpellanten liegt der Anteil der

Texte de l'interpellation du 18 juin 1986 ausländischen Nutzfahrzeuge am gesamten Gütertransport

Pour protéger l'environnement, il est indispensable d'édic- in der Schweiz weit unter 10 Prozent.

ter des prescriptions concernant le bruit. Or, la Suisse étant Nach Art. 11 Abs. 1 und 2 des seit I.Januar 1985 in Kraft

un pays de transit, elle est tributaire de la coordination stehenden Umweltschutzgesetzes (USG) sind Luftverunrei-

internationale, précisément dans le domaine des prescrip- nigungen,Lärm, Erschütterungen und Strahlen durch Mass-

tions relatives au bruit provoqué par le trafic des poids nahmen an der Quelle zu begrenzen, und zwar unabhängig

lourds, car la très grande majorité des transports de mar- von der bestehenden Umweltbelastung soweit, als dies tech-

chandises en Suisse sont effectués par des véhicules utili- nisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist.

taires étrangers. Nachdem heute der Umweltschutz - bei dem die Lärmbe-

C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de répondre aux kämpfung einen wesentlichen Bestandteil darstellt-zu den

questions suivantes: Hauptanliegen der schweizerischen Bevölkerung gehört, ist

- N'estime-t-il pas lui aussi que la mise en vigueur, le 1er oc- eine Lockerung der bereits rechtskräftig beschlossenen

tobre 1986, de prescriptions encore plus sévères concernant Lärmgrenzwerte ohne zwingende Gründe nicht zu rechtfer-

le bruit émis par les poids lourds devrait être reportée afin de tigen. Dies ist auch nicht notwendig, da von den heute 997

permettre une coordination sur le plan européen? typengeprüften Nutzfahrzeugen bereits mehr als die Hälfte

- N'est-il pas lui aussi d'avis que les nouvelles prescriptions die neuen Lärmgrenzwerte einhalten.

concernant le bruit sont en contradiction avec les autres -Die ab dem 1. Oktober 1986 geltende Verschärfung der

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Longet Internationale Forschungsprojekte. Beteiligung der Schweiz

Interpellation Longet Projets internationaux de recherche. Participation de la Suisse

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1986

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.503

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.10.1986 - 08:00

Date

Data

Seite 1494-1496

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Ref. No 20 014 700

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