Federal Council: UN Membership Rejected, Neutrality and Parliament's Role Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council acknowledged the public's rejection of Switzerland's UN membership, emphasizing that this decision did not preclude continued cooperation with the UN within the limits of neutrality. While the Council affirmed its commitment to international engagement, particularly with financial institutions like the World Bank and IMF, it stressed that legislative changes and treaty approvals remain the purview of the Parliament and the people. The Council also committed to addressing concerns about mismanagement and politicization within international organizations, aligning with the public's desire for a more restrained foreign policy.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 LTF, Art. 64 LTF; Federal Council: UN Membership Rejected, Neutrality and Parliament's Role Upheld: While the Council affirmed its commitment to international engagement, particularly with financial institutions like the World Bank and IMF, it stressed that legislative changes and treaty approvals remain the purview of the Parliament and the people. The Council also committed to addressing concerns about mismanagement and politicization within international organizations, aligning with the public's desire for a more restrained foreign policy.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertIt is used to declare the appeal inadmissible because it concerns a matter that cannot be challenged separately from the merits.
The court ruled on the legal aid requested by the applicant.
Volltext
16. Dezember 1986 N 1935 Aussenpolitik. Persönliche Vorstösse
es nicht verwunderlich, dass sich ein Teil der Mitbürger auf 86.387
diesem Gebiet weniger gut informiert fühlt als auf anderen,
in denen sie in den letzten Jahren öfters zu Entscheiden Interpellation Blocher
aufgerufen waren. In dem Sinne sind vor der Abstimmung
vom 16. März über den Beitritt der Schweiz zur Uno bedeu- Aussenpolitik. Respektierung des
tende Anstrengungen unternommen worden, die jetzt fort- Volkswillens
gesetzt und ausgebaut werden sollen. Politique étrangère. Respect de
Aus diesem Grunde hat der Bundesrat die Departemente la volonté populaire
und die betroffenen Dienststellen beauftragt, die'Möglich-
keiten und Mittel zur Verbesserung der Information und der
Kenntnisse der Bevölkerung im Bereiche der Aussenpolitik
in dem von den Motionären gewünschten Sinne zu prüfen.
Der Bundesrat ist überzeugt, dass seine Bemühungen, die
Information zu verbessern und den Dialog mit allen an der Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1986
Aussenpolitik interessierten Kreisen vermehrt zu suchen, Das Verdikt von Volk und Ständen vom 16. März zur Uno-
ihm helfen werden, seine Entscheide verständlicher zu Vorlage bedeutet in erster Linie die klare Willensäusserung
machen und die Teilnahme des Schweizervolkes an den des Schweizervolkes zur integralen Neutralität und Souver-
aussenpolitischen Tätigkeiten zu erleichtern. änität unseres Landes. Gleichzeitig hat sich der Souverän
Im Bereiche der AussenWirtschaft betrachtet der Bundesrat aber auch gegen weitergehende internationale Engage-
das Ersuchen als bereits erfüllt. Der Bundesrat gibt den ments (z. B. Internationaler Währungsfonds und Weltbank)
Räten über die wichtigen Fragen derAussenwirtschaftspoli- ausgesprochen.
tik mindestens einmal jährlich umfassend Auskunft. Sein Der klare Entscheid brachte ohne Zweifel das tiefe Missbe-
Bericht enthält ausführliche Angaben über die Entwicklung hagen über die allgemeine Aussenpolitik des Bundesrates
der Weltwirtschaftslage und über die schweizerische Politik zum Ausdruck, die allgemein als zu aktivistisch empfunden
im Rahmen der Zusammenarbeit in Westeuropa, der wirt- wird, da sie die Interessen des Landes zu wenig berücksich-
schaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ost und West, der tigt und die eigene Gesetzgebung zu unterlaufen droht (z. B.
multilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Sozialcharta).
Entwicklungsländern, ferner über unsere Politik in bezug Nach dem Abstimmungsergebnis vom 16. März 1986 drän-
auf die internationalen Investitionen und die multinationalen gen sich folgende Fragen auf:
Unternehmen sowie die im Rahmen unserer bilateralen Wirt- 1. Ist der Bundesrat bereit, den am 16. März 1986 zum Aus-
schaftsbeziehungen getroffenen Exportförderungsmass- druck gebrachten Willen des Volkes nicht nur der Form
nahmen und die autonomen Aussenwirtschaftsmassnah- nach, sondern auch in der Sache strikte einzuhalten?
men. Ueberdies sind verschiedene Wirtschaftskreise unse- 2. Ist der Bundesrat insbesondere bereit, dafür zu sorgen,
res Landes in der Konsultativkommission für Aussenwirt- dass durch die Beteiligung an internationalen Gremien nicht
schaftsfragen und in der Zollexpertenkommission vertreten, unerwünschte Einflüsse auf die schweizerische Gesetzge-
die durchschnittlich zweimal pro Jahr tagen. bung und unsere Rechtsordnung entstehen?
Demgegenüber erachtet er es als nicht notwendig, auf die 3. Ist der Bundesrat bereit, auf seinen Grundsatzbeschluss
Kompetenzverteilung zwischen dem Bundesrat, den Räten vom 18. August 1982 bezüglich Beitritt zum Internationalen
und dem Volk, wie sie in unserer Verfassung festgeschrie- Währungsfonds und zur Weltbank zurückzukommen?
ben ist, zurückzukommen. Aus diesem Grunde kann er die 4. Nachdem während der Abstimmungskampagne zum Uno-
Motion nicht annehmen. Beitritt von offizieller Seite immer wieder auf die Verpolitisie-
rung und Misswirtschaft bei verschiedenen Uno-Unterorga-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates nisationen (in denen die Schweiz Mitglied ist) hingewiesen
Déclaration écrite du Conseil fédéral wurde, ersuche ich den Bundesrat um Auskunft über die
Der Bundesrat schlägt vor, die Motion in ein Postulat zu Konsequenzen, die er im Hinblick auf das Resultat der
verwandeln. Volksabstimmung vom 16. März 1986 diesbezüglich zu zie-
hen gedenkt.
5. Ist der Bundesrat ganz allgemein bereit, der Grundhal-
tung des Schweizervolkes auf grössere Zurückhaltung in
#ST# 86.360 seiner Aussenpolitik Rechnung zu tragen?
Interpellation Dünki Texte de l'interpellation du 19 mars 1986
En prononçant leur verdict, le 16 mars 1986, sur le projet
Aussenpolitik und internationale d'adhésion à l'ONU, le peuple et les cantons ont exprimé en
Solidarität premier lieu l'attachement clair et net des citoyens suisses à
Politique étrangère et solidarité la neutralité et à la souveraineté intégrale de notre pays;
internationale mais simultanément, le souverain s'est aussi prononcé
contre des engagements internationaux plus étendus (par
Siehe Seite 1502 hiervor - Voir page 1502 ci-devant exemple: Fonds monétaire international et Banque mon-
diale).
Incontestablement, la décision catégorique a eu pour effet
d'exprimer le profond malaise suscité par la politique exté-
86.361 rieure générale du Conseil fédéral laquelle, d'ordinaire, est
considérée comme trop «activiste» vu qu'elle ne tient pas
Interpellation Lüchinger assez compte des intérêts du pays et risque de miner notre
propre législation (p. ex. Charte sociale).
Flüchtlings-Aussenpolitik. Verstärkung Après la votation du 16 mars 1986, les questions suivantes
Politique étrangère et viennent à l'esprit:
aide aux réfugiés 1. Le Conseil fédéral est-il prêta respecter scrupuleusement
la volonté populaire, exprimée le 16 mars, non seulement
Siehe Seite 1000 hiervor - Voir page 1000 ci-devant quant à la forme mais également quant au fond?
2. Le gouvernement est-il notamment prêt à veiller à ce
Diskussion - Discussion
qu'aucune influence indésirable ne se manifeste sur la légis-
lation suisse ou sur notre ordre juridique, du fait de la
participation à des organisations internationales?
Politique étrangère. Interventions personnelles 1936 N 16 décembre 1986
3. Est-il prêt à revenir sur sa décision de principe, du 18 août #ST# 85.969
1982, pour ce qui est de l'adhésion au Fonds monétaire
international et à la Banque mondiale? Interpellation Grassi
4. Des voix officielles ayant sans cesse fait allusion, tout au Aussenpolitik. Beteiligung der Bevölkerung
long de la campagne qui a précédé la votation, à la politisa-
tion extrême ainsi qu'à la mauvaise gestion de différentes Interpellanza Grassi
organisations spécialisées de l'ONU, (et dont la Suisse fait Politica estera.
partie), je demande au Conseil fédéral de nous renseigner Sensibilità del'opinione pubblica
sur les conclusions qu'il entend tirer de cet état de choses,
Interpellation Grassi
compte tenu du résultat de la votation du 16 mars 1986.
5. D'une manière plus générale, le Conseil fédéral est-il prêt Politique étrangère.
à tenir compte, dans sa politique étrangère, de l'attitude Sensibilisation de l'opinion publique
fondamentale du peuple suisse, enclin à plus de retenue en
matière de politique extérieure?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun
Text der Interpellation vom 18. Dezember 1985
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Gipfelkonferenz von Genf hat in der schweizerischen
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und Bevölkerung ein grosses Interesse gefunden. Man hat
wünscht eine schriftliche Antwort. jedoch den Eindruck, dieses Interesse habe mehr dem Spek-
takel als den behandelten Problemen und ihren Auswirkun-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates gen auf die Entwicklung der internationalen Beziehungen
vom 22. September 1986 gegolten. Auch die kaum in Gang gekommene Diskussion
Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 septembre 1986 über den Beitritt der Schweiz zur Uno zeigt, dass sich unser
Gegenstand der Abstimmung vom 16. März war der Beitritt Volk gegen aussen verschliesst, obwohl die Medien ausführ-
der Schweiz zur Uno, den das Volk und die Stände klar lich über die Geschehnisse in der Welt berichten und der
abgelehnt haben. Selbstverständlich respektiert der Bun- Tourismus den meisten Gelegenheit gegeben hat, andere
desrat diesen Entscheid. Er ist aber gleichzeitig der Mei- Länder und Völker kennenzulernen.
nung, dass der negative Volksentscheid vom 16. März die Auch die Erfordernisse der Wirtschaft und der Technologie
Fortsetzung unserer Politik der engen Zusammenarbeit mit bestätigen, wie wichtig es für das Ueberleben unseres Lan-
den Vereinten Nationen nicht in Frage stellt. Diese Politik, des ist, dass wir uns nicht in eine egoistische Isolierung
die seit 1946 verfolgt wird, entspricht einem beiderseitigen begeben. Es ist darum absolut notwendig, dass auch unsere
Interesse. Deshalb wird der Bundesrat den Vereinten Natio- Aussenpolitik von der Mehrheit unserer Bevölkerung getra-
nen im Rahmen der Schranken, welche die Nichtzugehörig- gen und gestützt wird.
keit der Schweiz zu dieser Organisation setzt, weiterhin Deshalb frage ich den Bundesrat an, ob er es nicht für nötig
seine Unterstützung gewähren. erachtet, die Bevölkerung in vermehrtem Masse in die Poli-
Der Bundesrat ist für die auswärtigen Angelegenheiten ver- tik miteinzubeziehen, um sie an der internationalen Entwick-
antwortlich, doch steht es der Bundesversammlung und - lung besser teilhaben zu lassen.
wenn das Referendum ergriffen wird - dem Volke zu, die
Gesetze zu erlassen und die internationalen Verträge zu Testo del'interpellazione del 18 dicembre 1985
genehmigen, wenn daraus der Schweiz neue Pflichten II vertice di Ginevra ha creato un notevole interesse fra la
erwachsen. Die Bundesversammlung genehmigt ausserdem popolazione svizzera. Si ha però l'impressione che l'inte-
die Grundverträge der Organisationen, bei denen die resse sia stato rivolto solo all'aspetto spettacolare e non al
Schweiz Mitglied ist. Die Tätigkeit des Bundesrats bewegt fondo dei problemi discussi, rispettivamente al loro riflesso
sich damit in Bereichen, die im Rahmen der schweizeri- sugli avvenimenti internazionali. Inoltre la discussione
schen Rechtsordnung klar definiert sind. appena avviata sull'adesione della Svizzera all'ONU con-
Den Bretton-Woods-lnstitutionen kommt nach Ansicht des ferma la chiusura del popolo svizzero verso l'esterno e ciò
Bundesrates Bedeutung zu als Stabilitätsfaktor im interna- malgrado che la stampa scritta e parlata riferisca compiuta-
tionalen Finanz- und Währungsbereich sowie als wichtige mente su ciò che accade nel mondo e che il turismo abbia
multilaterale Finanzierungsquelle der internationalen permesso ai più di conoscere altri paesi e altri popoli.
Entwicklungszusammenarbeit. Aus diesem Grund gedenkt L'importanza di non chiuderci in un'egoistica isolazione
er in Uebereinstimmung mit der Schweizerischen National- viene confermata dalle necessità economiche e technologi-
bank die pragmatische Zusammenarbeit weiterzuführen, die che per la sopravvivenza del nostro paese. E' quindi indis-
sich im Laufeder Jahre mit der Weltbank eingespielt hat und pensabile che anche la politica estera del nostro paese sia
die unser Land bewogen hat, den Allgemeinen Kreditverein- portata e ostenuta dalla maggioranza della nostra popola-
barungen beizutreten sowie 1984 Vollmitglied des Zehner- zione.
klubs zu werden. A questo scopo chiedo al Consiglio federale se non ritiene
Die Schweiz hat sich in den Organisationen, in denen sie necessario coinvolgere maggiormente la popolazione per
Mitglied ist, stets für eine sachbezogene Politik und für das renderla più partecipe agli avvenimenti internazionali.
gute Funktionieren der Institutionen engagiert. Der Bundes-
rat beabsichtigt, sich auch weiterhin gegen Misswirtschaft Texte de l'interpellation du 18 décembre 1985
und Verpolitisierung der internationalen Organisationen Le sommet de Genève a soulevé un grand intérêt parmi la
einzusetzen. Zusammen mit den ändern Mitgliedern der population suisse. Toutefois, on a l'impression que cet inté-
Genfer Gruppe (Gruppe der westlichen Hauptbeitragszahler rêt s'est porté notamment sur l'aspect spectaculaire de la
der Uno-Spezialorganisationen), der unser Land auch ange- rencontre, et non sur le fond des problèmes qui ont été
hört, tritt die Schweiz für ein budgetäres Nullwachstum und discutés ou leurs conséquences sur les événements interna-
für eine gesunde und übersichtliche Finanzsituation der tionaux. En outre, la discussion à peine commencée sur
internationalen Organisationen ein. l'adhésion de la Suisse à l'ONU confirme le manque d'ouver-
Der Bundesrat ist der Meinung, dass der ablehnende Volks- ture du peuple suisse vers l'extérieur, cela en dépit au fait
entscheid vom 16. März nur dem Beitritt zur Uno galt und que la presse écrite et la presse parlée nous apprennent en
nicht etwa unserem Willen, die internationale Zusammenar- détail ce qui se passe dans le monde, et que le tourisme a
beit fortzusetzen, oder gar unserer Aussenpolitik insgesamt. permis à nombre de gens de connaître d'autres pays et
Er wird weiterhin alles daran setzen, der Schweiz eine wirk- d'autres peuples.
same Beteiligung an der Bewältigung der Probleme zu Vu les nécessités économiques et technologiques qui
ermöglichen, denen sich unsere Welt gegenübersieht. conditionnent la survie de notre pays, il est d'une impor-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Dünki Aussenpolitik und internationale Solidarität
Interpellation Dünki Politique étrangère et solidarité internationale
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.360
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1986 - 16:00
Date
Data
Seite 1935-1936
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Pagina
Ref. No 20 015 003
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