Postulate on Aargau Rail Infrastructure Investments (Bahn 2000)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document contains discussions from the Swiss Federal Assembly regarding "Bahn 2000" (Rail 2000), a national rail infrastructure investment plan. The primary focus is on a postulate by Mr. Binder requesting specific investments and timetable improvements in the canton of Aargau, arguing that the canton has been neglected. The debate highlights the canton's concerns about insufficient infrastructure upgrades and a lack of intercity train stops compared to other regions. The Federal Council acknowledges the validity of these concerns and agrees to take up the postulate for serious consideration, emphasizing the need for a holistic approach to national rail development while addressing regional needs. The discussion also touches upon broader issues of national rail policy, financing, and the importance of new high-speed rail lines for maintaining competitiveness and offering alternatives to road transport.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Postulate on Aargau Rail Infrastructure Investments (Bahn 2000): The primary focus is on a postulate by Mr. Binder requesting specific investments and timetable improvements in the canton of Aargau, arguing that the canton has been neglected. The debate highlights the canton's concerns about insufficient infrastructure upgrades and a lack of intercity train stops compared to other regions. The Federal Council acknowledges the validity of these concerns and agrees to take up the postulate for serious consideration, emphasizing the need for a holistic approach to national rail development while addressing regional needs. The discussion also touches upon broader issues of national rail policy, financing, and the importance of new high-speed rail lines for maintaining competitiveness and offering alternatives to road transport.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis provision likely governs the allocation of court costs.
Volltext
9. Juni 1986 283 Postulat Binder
nen-Limiten europäisch und politisch nur durchhalten kön- Titre et préambule, art. 1 à 4
nen - denken Sie daran, die EG hat beschlossen, bis zum Proposition de la commission
Jahr 1992 zu einer totalen Liberalisierung zu kommen -, Adhérer au projet du Conseil fédéral
wenn wir ein valables Alternativangebot zur Verfügung stel-
len können. Angenommen -Adopté
Ich bin ganz der Meinung von Herrn Arnold: Eine zeitge-
mässe und kostengünstige Verlademöglichkeit für die Last- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
wagenkompositionen und Container ist ein valables Ange-
bot, das akzeptiert werden muss, um den Nachteil dieser 28 Für Annahme des Beschlussentwurfes 31 Stimmen
Tonnen, die ja bei uns topographisch, verkehrspolizeilich (Einstimmigkeit)
und nicht politisch begründet sind, auszugleichen. Also
müssen wir die Förderung des Huckepack- und Container- An den Nationalrat - Au Conseil national
verkehrs auch aus verkehrspolitischen Ueberlegungen vor-
antreiben. Der Bundesrat und die SBB werden in dieser
Richtung alles unternehmen.
Darf ich daran erinnern, dass dieses Parlament sich schon Ad 85.056
vor langem auf den Weg gemacht und im Jahre 1976, vor
#ST#
10 Jahren, gesagt hat: In erster Priorität werden jetzt Lötsch-
berg-Simplon als internationale Transitachse von grosser PTT. Voranschlag 1986. Nachtrag l
Bedeutung ausgebaut: Verbreiterung des Lötschbergs PTT. Budget 1986. Supplément l
(etwa für 800 Millionen Franken) und Ausbau der Strecke
durch das Wallis, weil wir diese Achse von 4 auf 12 Millionen Botschaft und Beschlussentwurf vom 16. April 1986
Jahrestonnen Kapazität erhöhen wollen. Das ist ungefähr Message et projet d'arrêté du 16 avril 1986
die gleiche Kapazität, wie wir sie jetzt auf der Gotthard- Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern
Bergstrecke haben (etwa 13 Millionen). Damit kommen S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse
beide Zubringerstrecken mit dem Simplon als Achse ins 21, Berne 6
Ausland dann ungefähr auf die Leistungshöhe des Gott-
hards. Das ist auch mit Blick darauf von grösster Bedeu-
tung.
Jetzt muss ich da aber wieder ein ceterum censeo beifügen,
mein lieber Ständerat Arnold: Es nützt natürlich keinen Weber, Berichterstatter: Ich habe keine Bemerkungen.
Pfifferling, wenn wir die Waren nicht von Basel-Olten nach
Bern und Spiez heranbringen (also wieder «Bahn 2000»), Eintreten ist obligatorisch
weil nämlich vor allem die Strecke Bern-Olten ein Engpass L'entrée en matière est acquise de plein droit
ist. Da bringen wir bei weitem nicht die Gütermengen
zusätzlich hindurch, die eine Auslastung der ausgebauten Detailberatung - Discussion par articles
Simplon-Route erlauben würden.
Ich habe mir erlaubt, diese Zusammenhänge zu erwähnen. Titel und Ingress, Art. 1 bis 3
Ich weiss: Es ist etwas schwierig, sich das immer wieder zu Antrag der Kommission
vergegenwärtigen. Diese Grossoperation betreiben wir nicht Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
erst heute, und die Priorität für die Achse Lötschberg-Sim-
plon, Ständerat Lauber, ist nicht unser Verdienst. Das haben Titre et préambule, art. 1 à 3
unsere Vorfahren hier vor zehn Jahren beschlossen. Aber Proposition de la commission
das ruft nun den richtigen Folgeschritten, und das ist Adhérer au projet du Conseil fédéral
«Bahn 2000». Und wir kommen dann - das ist eine zweite
Priorität - mit dem Problem einer neuen Eisenbahn-Alpen- Angenommen - Adopté
transversale zu Ihnen.
So rechnen wir bestimmt damit, dass wir eine Ueberflutung Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
dieser Strassenachsen Nord-Süd, insbesondere der Haupt-
achse durch den Gotthard, verhindern können, aus Gründen Für Annahme des Beschlussentwurfes 30 Stimmen
der Umwelt, der Landschaft, der regionalen Bevölkerung, (Einstimmigkeit)
aber auch - von mir aus gesehen - aus energiepolitischen
Gründen, also im Sinne einer koordinierten Verkehrspolitik. An den Nationalrat - Au Conseil national
Wenn Sie dann auch noch dazu beitragen - ich zweifle
keinen Moment daran, dass Sie das tun unter der hervorra-
genden Führung von Ständerat Meier -, dass wir zu einer
wirklich vernünftigen, sinnvollen Aufgabenteilung beim Ver- #ST# 86.323
kehr kommen, im Sinne der koordinierten Verkehrspolitik,
kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Dann geht es Postulat Binder
nur noch darum, dass wir alle diese Massnahmen für eine «Bahn 2000». Investitionen und
koordinierte Verkehrspolitik auch finanzieren können.
Nachdem der Vorschlag des Bundesrates keine Zustim-
Fahrplanverbesserungen im Kanton Aargau
mung gefunden hat, werden Sie uns bestimmt Vorschläge «Rail 2000». Investissements et améliorations
machen, wie man die Finanzierung dieser Investitionen à l'horaire dans le canton d'Argovie
dann auch bewerkstelligen kann.
Eintreten ist obligatorisch .
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Wortlaut des Postulats vom 4. März 1986
Das Konzept «Bahn 2000» ist auf grosses öffentliches Inter-
Detailberatung - Discussion par articles esse gestossen und verursacht Investitionen von mehr als
fünf Milliarden Franken. Bekanntlich liegen über zehn Pro-
Titel und Ingress, Art. 1 bis 4 zent des SBB-Netzes im Kanton Aargau. Neben einigen
Antrag der Kommission ausgesprochenen Nebenlinien handelt es sich dabei mehr-
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates heitlich um Hauptlinien von schweizerischer Bedeutung.
Postulat Binder 284 9 juin 1986
Der Aargau wurde hingegen - namentlich seit dem Bau der vétustés, peu compétitives et ne répondant plus aux désirs
Heitersberglinie und seit der Einführung des Taktfahrplans- des usagers sur les tronçons Zurich-Baie, Zurich-Olten-
bahnpolitisch vernachlässigt. Es erfolgten viel zuwenig Inve- Berne et Brugg-Wohlen-Rotkreuz, notamment à Aarau,
stitionen für die Verbesserung der Infrastruktur, und in der Baden, Turgi et Rheinfelden.
Fahrplangestaltung wurden die vitalen Interessen des Kan- 3. Construction d'une nouvelle halte à Mellingen, sur la ligne
tons Aargau, insbesondere der bevölkerungsmässig und du Heitersberg.
wirtschaftlich starken Region Baden-Brugg-Zurzach, dau- 4. Mise en valeur de la région Baden-Brugg-Zurzach, impor-
ernd übergangen und missachtet. Der Aargau ist nicht tante du point de vue balnéaire et industriel, grâce a l'arrêt
gewillt, dieser schon oft kritisierten Entwicklung weiterhin des trains intervilles à Baden et à des liaisons directes entre
tatenlos zuzusehen. Es ist deshalb ohne Verzug ein «aar- Baden et la Suisse romande (aussi bien via Berne que via
gauisches Konzept Bahn 2000» auszuarbeiten. Bienne), sans changement à Aarau ni à Olten.
Der Bundesrat wird eingeladen, sofort und ohne den 5. Mise en service des nouvelles voitures du type unifié IV
umstrittenen Variantenentscheid über den Neubauabschnitt sur les tronçons Zurich-Baden-Berne et Zurich-Baden-
Bern-Olten abzuwarten, in Zusammenarbeit mit dem Kan- Bâle.
ton Aargau und den Bundesbahnen vor allem folgende
Investitionen und Massnahmen zur Leistungssteigerung des Mitunterzeichner - Cosignataire: Letsch (1 )
Eisenbahnnetzes und zur Verbesserung der Bahnverbin-
dungen im Kanton Aargau zu prüfen und sicherzustellen:
I.Beseitigung der Kapazitätsengpässe im aargauischen Binder: Im Verlaufe der letzten Jahre hat ein eigentlicher
Bahnnetz durch die entsprechenden Investitionen (z. B. Umdenkungs- und Umsteuerungsprozess in Richtung
durchgehender Ausbau auf vier Spuren der Strecke Olten- öffentlicher Verkehr stattgefunden. Gemäss Botschaft des
Aarau-Rupperswil; Ausbau der Stammstrecke Killwangen- Bundesrates vom 16. Dezember 1985 über das Konzept
Dietikon auf vier Spuren; Leistungssteigerung von Lenzburg «Bahn 2000» sollen für das landesweit bessere Angebot der
bis zum Verzweigungsbauwerk Gexi durch den Bau eines Schweizer Bahnen bis zum Ende dieses Jahrhunderts mehr
dritten Gleises). als 5 Milliarden Franken investiert werden. Davon entfallen
2. Sanierung, Um- und Ausbau der veralteten und nicht auf Neubaustrecken 2,3 Milliarden Franken und auf den
mehr leistungsfähigen und kundenfreundlichen Bahnhöfe Ausbau bestehender Anlagen 2,7 Milliarden Franken. Im
auf der Strecke Zürich-Basel, Zürich-Olten-Bern und Sinne der Botschaft des Bundesrates vom 19. Februar 1986
Brugg-Wohlen-Rotkreuz, insbesondere in Aarau, Baden, sollen ferner für die Vereina-Bahn zusätzliche 457 Millionen
Turgi, Rheinfelden usw. Franken als Bundesbeitrag ausgegeben werden. Das ist der
3. Bau der neuen Haltestelle an der Heitersberglinie in Mel- finanzpolitische Rahmen, der uns vom Bundesrat bezüglich
lingen. Projekt «Bahn 2000» gesetzt wird.
4. Aufwertung der wichtigen Kur- und Industrieregion Mein Postulat - ich möchte das klarstellen - richtet sich in
Baden-Brugg-Zurzach durch Intercity-Halte in Baden und keiner Weise gegen diese Investitionen in den öffentlichen
direkte Verbindungen von Baden in die Westschweiz Verkehr. Aber, wie ich schon im Ingress zu meinem Postulat
(sowohl über Bern wie über Biel) ohne Umsteigen in Aarau vom 4. März dieses Jahres gesagt habe, liegen mehr als
und/oder Ölten. 10 Prozent des SBB-Netzes im Kanton Aargau. Ich könnte
5. Einsatz der neuesten Einheitswagen IV auf den Strecken nun über den Ausbau dieses Netzes längere Ausführungen
Zürich-Baden-Bern und Zürich-Baden-Basel. machen. Ich verweise auf meine früheren Darstellungen, die
ich immer wieder in diesem Rat gegeben habe. Der Bundes-
Texte du postulat du 4 mars 1986 rat weiss ganz genau, und zwar schon seit langer Zeit, dass
La conception «Rail 2000», qui a soulevé un grand intérêt der Kanton Aargau vor allem seit dem Bau der Heitersberg-
dans le public, représente des investissements de plus de Linie sehr wichtige bahnpolitische Begehren angemeldet
cinq milliards de francs. Or, on sait que plus de dix pour cent hat. Vor allem die bevölkerungsmässig und wirtschaftlich
du réseau CFF couvre le canton d'Argovie. Outre quelques starke Region Baden/Brugg/Zurzach mit einem Einzugsge-
lignes secondaires, il s'agit en majorité de lignes principales biet von mehr als 100000 Einwohnern ist bahnpolitisch in
d'importance nationale. letzter Zeit geradezu abgehängt worden.
Cependant, on a passablement négligé l'Argovie en matière Meine Damen und Herren, Sie wissen, wir Aargauer sind im
de politique du chemin de fer, en particulier depuis la allgemeinen brave, geduldige und treue Eidgenossen. Wenn
construction de la ligne du Heitersberg et l'introduction de Sie die Geschichte der Eidgenossenschaft studieren, ist
l'horaire cadencé. On a trop peu investi pour améliorer Ihnen auch bekannt, dass die Aargauer sehr viel zur
l'infrastructure et, en ce qui concerne la mise au point de Gründung dieses Bundesstaates beigetragen haben. Jetzt
l'horaire, on a délibérément et en permanence ignoré les und in letzter Zeit fühlen wir uns allerdings auf verschiede-
intérêts vitaux du canton d'Argovie, surtout ceux de la nen Gebieten staatlicher Tätigkeiten von Bern immer mehr
région fortement peuplée et économiquement importante und mehr verlassen und vernachlässigt. Uns aargauischen
de Baden-Brugg-Zurzach. Notre canton n'est pas disposé à Parlamentariern wird vorgeworfen, wir würden uns zu wenig
assister passivement à cette évolution, qui a déjà fait l'objet für unseren Kanton in Bern zur Wehr setzen. Ich erinnere an
de maintes critiques. Il faut donc élaborer sans plus tarder die Energiepolitik, an die Verkehrspolitik, an die Staatspoli-
une «conception argovienne Rail 2000». tik. Sie haben es letzte Woche feststellen können.
Le Conseil fédéral est invité à examiner et à garantir, immé- Ein Beispiel aus der «Bahnpolitik»: Im Kanton St. Gallen mit
diatement et sans attendre la décision concernant la seinen nicht einmal 400 000 Einwohnern - mein Nachbar
variante contestée sur le nouveau tronçon Berne-Olten, en Schönenberger zur Rechten weiss es ganz genau, und ich
collaboration avec le canton d'Argovie et les Chemins de fer gönne es diesem Kanton - halten sieben Intercity-Züge, im
fédéraux, surtout les investissements et les mesures ci- Kanton Aargau mit rund 460 000 Einwohnern hält kein einzi-
dessous visant à augmenter les prestations du réseau ferro- ger. Die Nonstopp-Verbindungen zwischen Zürich und Bern
viaire et à améliorer les liaisons par chemin de fer dans le können und wollen wir nicht mehr länger klaglos hinneh-
canton d'Argovie: men. Der Jurasüdfusslinie wird nach unserer und auch nach
1. Suppression des insuffisances de capacité d'écoulement Auffassung anderer Kantone ganz eindeutig im Konzept
sur le réseau ferroviaire argovien grâce à des investisse- «Bahn 2000» ein zu geringer Stellenwert eingeräumt.
ments ad hoc (p. ex. extension sur quatre voies du tronçon Auf diesen Ueberlegungen beruht mein Postulat mit den
Olten-Aarau-Rupperswil; extension sur quatre voies du fünf Begehren. Im Nationalrat ist vom Kollegen Max Cho-
tronçon habituel Kilwangen-Dietikon; augmentation des pard ein praktisch gleichlautendes Postulat eingereicht wor-
prestations entre Lenzbourg et l'embranchement du Gexi den. Ich erinnere Sie nochmals an die fünf Punkte:
par la construction d'une troisième voie). 1. Die Kapazitätsengpässe im aargauischen Bahnnetz sind
2. Assainissement, transformation et extension des gares sofort zu beseitigen, ohne dass man den umstrittenen
9. Juni 1986 285 Postulat Binder
Variantenentscheid über den Neubauabschnitt zwischen den sagen - sind eine grosse Leistung des Bundes. Man
Ölten und Bern abwartet. muss das so in das Gesamte einordnen.
2. Die veralteten, nicht mehr leistungsfähigen und nicht Nun aber zu den SBB - das berührt den Kanton Aargau -:
mehr kundenfreundlichen aargauischen Bahnhöfe sind zu Hier werden gut 5 Milliarden angegeben; 2,7 Milliarden
sanieren und auszubauen. Die Stadt Baden ist zum Beispiel Franken - es kommt jetzt vermutlich noch etwas dazu durch
bereit, für den neuen Badener Bahnhof einen erheblichen die Variante Süd plus - für die Angebotsverbesserungen
Beitrag zu leisten. ausserhalb der Neubaustrecken. Darin müssen nun tatsäch-
3. Der Bau der neuen Haltestelle an der Heitersberglinie in lich Begehren, wie Sie sie für Ihren Kanton stellen, Platz
Mellingen ist ins Ausbauprogramm «Bahn 2000» aufzu- finden. Was die Verdichtung des Angebots angeht: Die
nehmen. Beschleunigung, Umsteigefreiheit - Sie erwähnen ein Bei-
4. Die wichtige Kur- und Industrieregion Baden-Brugg-Zur- spiel mit Bezug auf Aargau-Olten, man muss das auch vice
zach mit einem Einzugsgebiet von mehr als 100 000 Einwoh- versa prüfen -, also die gesamte Angebotsverbesserung ist
nern ist bahnpolitisch durch Intercity-Halte und direkte Ver- auch im Verkehrs- und Energiekanton Aargau anzustreben.
bindungen in die Westschweiz aufzuwerten. Ich möchte darauf nicht weiter eintreten. Ich habe Verständ-
5. Auch auf den Bahnstrecken Zürich-Baden-Bern und nis für diese Forderungen, und zwar nicht erst jetzt, wir
Zürich-Baden-Basel sind die neuesten Eisenbahnwagen IV haben uns schon früher über diese Stimmung im Kanton
einzusetzen. Aargau unterhalten.
Die fünf Anliegen werden vom Regierungsrat des Kantons Eines, Ständerat Binder, möchte ich aber zu bedenken
Aargau unterstützt. Die Gemeinderäte der betroffenen geben: Lassen Sie unseren SBB gegenüber auch in dieser
Gemeinden im Kanton Aargau haben diese Anliegen eben- Frage Gerechtigkeit walten. Wenn nämlich die SBB bis in
falls in unzähligen Eingaben an die SBB, meistens erfolglos, die neueste Zeit kantonalen, regionalen Anliegen nicht so
vertreten. Rechnung getragen haben, wie das durchaus wünschbar
Wir haben genug davon, dass unser Kanton von den Inter- und auch objektiv begründet gewesen wäre, können wir das
city-Zügen immer nur durchrast wird, ohne eigene Intercity- nicht der Unternehmensleitung der SBB zur Last legen. Wir
Bahnhöfe zu besitzen. Der Aargau ist weder der Abfallkübel Politiker hatten diese Entwicklung der SBB in die roten
der Schweiz noch herrenloses Durchgangsgebiet bzw. her- Zahlen - bis über eine Milliarde Franken - nicht im Griff.
renloser Durchfahrtskanton der Nachbarkantone. Auch die Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass wir, um diese
SBB müssen endlich wissen, dass der Kanton Aargau kein Defizitentwicklung noch einigermassen zu limitieren, dort
Untertanengebiet mehr ist. angesetzt haben, wo es längerfristig natürlich am schlimm-
Aus diesen Gründen möchte ich Sie bitten, im Interesse des sten ist zu sparen, nämlich im Investitionsbereich. So waren
guteidgenössischen Friedens meinem Postulat zuzustim- die SBB über Jahre und Jahre - das ist eine Politik von etwa
men, damit wir nicht einen Widerstandsartikel in unsere zehn bis zwölf Jahren - gezwungen, sich im Investitionsbe-
Verfassung aufnehmen müssen. reich auf das Notwendigste zu beschränken. Was ist dann
vom Unternehmen her gesehen das Notwendigste? Natür-
lich das, was die Sicherheit erfordert, und daneben das, was
Bundesrat Schlumpt: Ich könnte meine Aufgabe einfach unmittelbar betriebswirtschaftlich am ergiebigsten ist. Das
erledigen und sagen: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat führt dann natürlich dazu, dass alle anderen Aufgaben-das
entgegenzunehmen. Weil aber die Ueberlegungen - nicht haben wir im Kanton Aargau, aber an vielen anderen Orten
nur die Begehren - von Herrn Binder zu einem guten Teil im auch erlebt - nicht vorrangig wahrgenommen werden kön-
gesamtnationalen Interesse von Gewicht sind und nicht nur nen, weil man nicht über die Höhe der Mittel verfügen kann,
für den Kanton Aargau gelten, möchte ich es mir nicht so wie das unerlässlich wäre.
leicht machen. Die Herren Ständeräte Binder und Arnold sagten, es sei
Es ist unser Anliegen, dass man diese Begehren ernsthaft erfreulich, wie der öffentliche Verkehr jetzt auf Wohlwollen
prüft und - so weit als irgend möglich - auch realisiert. Die stosse, eben auch aus Umweltüberlegungen, Gesamtver-
etwas zu pointierte Lageschilderung von Ständerat Binder kehrsüberlegungen. Seien wir einfach ehrlich und sagen
hat nämlich eine sachliche Grundlage. wir: Dieser Rückenwind, Ständerat Binder, für den öffentli-
Lediglich einem möchte ich widersprechen, Ständerat Bin- chen Verkehr kam erst in den letzten Jahren auf. Nicht nur
der: Man wirft Ihnen sowie Herrn Letsch und im Nationalrat hier in Bern, sondern an vielen Orten in diesem Lande fehlte
der Dame und den Herren aus Ihrem Kanton vor, dass Sie zu es während zu langer Zeit an der Bereitschaft, hier in grösse-
wenig Ihrer Aufgabe, Ihrer Pflicht nachkämen. Das ist in der rem Stil etwas für die Infrastruktur zu tun. Während wir dem
Tat nicht so. Die Vertreterin und die Vertreter aus dem Ausbau der StrssenInfrastruktur vollen Lauf Messen, ein
Kanton Aargau sind Staatsmänner-selbstverständlich auch Hochleistungsnetz innerhalb eines Vierteljahrhunderts auf
die Dame. Staatsmann sein bedeutet in der praktischen die Beine stellten - die Finanzierung war über die Treibstoff-
Politik: Einordnung dereinem unmittelbar-auch kantonal- zölle natürlich möglich -, haben wir im Bereich des Schie-
aufgetragenen, legitimen Interessen in das nationale Ganze. nenverkehrs ein Minimum unternommen. Das Verhältnis der
Sagen Sie Ihren Wählerinnen und Wählern, Ständerat Bin- Investitionen in die Schiene einerseits zu den Investitionen
der, dass ich staatsmännische Haltung den Vertretern des ins Strassennetz andererseits über mehrere Jahre hinweg
Kantons Aargau in der Verkehrspolitik, wie übrigens auch gerechnet beträgt etwa eins zu fünf. Das führte dazu, dass
im Energiebereich, attestiere. Das entbindet sie selbstver- die Wettbewerbsfähigkeit nachgerade absackte und dass in
ständlich in keiner Art und Weise von der Aufgabe, auch die vielen Gebieten in bezug auf das Angebot nicht gemacht
kantonalen Interessen wahrzunehmen. werden konnte, was nötig gewesen wäre.
Sie zitieren mit Recht - wir lassen uns dabei behaften -, Ich möchte Sie bitten, bei aller Anerkennung Ihrer Anliegen
dass «Bahn 2000» - das ist ja fundamental anders als beim - und wir werden sie mit aller Sorgfalt prüfen, zusammen
seinerzeitigen NHT-Konzept - eine landesweite Verbesse- mit den SBB -, den SBB und ihren Unternehmungsorganen
rung der Schienenversorgung bringen wird, weil eine Ange- gegenüber Gerechtigkeit walten zu lassen und auch dazuzu-
botsverbesserung erfolgt. Diese bezieht sich auf das stehen, dass in der Politik der vergangenen Jahre Fehler
gesamte Netz der SBB von 3000 km und auch auf das Netz gemacht wurden: Es handelt sich da weniger um Fehler in
der KTU (2000 km). Bezüglich Vereinabahn, die Sie zitierten: der Einstellung der Unternehmung.
Diese 457 Millionen sind dann im KTU-Netz enthalten. Wir In diesem Sinne ist der Bundesrat mit der Ueberweisung
haben im Sinn, für die KTU allerhand zu tun mit zwei dieses Postulates einverstanden.
nächsten Rahmenkrediten, nämlich etwa zwei Milliarden
Franken aus der Bundeskasse aufzuwenden. Weil dort auch
die Kantone partizipieren, gibt das ein Investitionsvolumen Affolter: Ich habe Verständnis für die Sorgen und die Anlie-
von etwa 4 Milliarden. Diese Vereina-Millionen - die nicht gen von Herrn Kollege Binder und auch für die so inständig
Nichts sind, ich muss das meinen Freunden aus Graubün- vorgebrachten Wünsche des Kantons Aargaus hinsichtlich
Postulat Binder 286 9 juin 1986
vermehrter Investitionen, Infrastrukturverbesserungen und schaftliche Unterstützung. Meines Wissens arbeiten unsere
im Bereich der Fahrplangestaltung. Kantone bereits sehr intensiv zusammen, insbesondere was
Ich komme selbst aus einem Kanton - Herr Bundesrat diese Strecke Olten-Aarau betrifft und auch bezüglich Aus-
Schlumpt weiss das -, der sich kontinuierlich für eine bes- bau der Jurasüdfusslinie. Es ist ja die gemeinsame Auffas-
sere Berücksichtigung seiner öffentlichen Verkehrsinteres- sung unserer beiden Kantone, dass der Jurasüdfusslinie
sen zur Wehr setzen muss und dessen Fahrplanwünsche eine grössere Bedeutung zukommen muss, als dies heute
jahrelang übergangen worden sind, zum Teil heute noch im «Konzept 2000» vorgesehen ist.
übergangen werden. Zudem haben Mittellandkantone wie 3. Wir wollen kein eigenes Konzept, kein aargauisches Kon-
Aargau und Solothurn auch ständig in Erinnerung zu rufen, zept «Bahn 2000», sondern wir möchten sinnvoll in dieses
dass sie sich in der Frage der Fahrzeitverkürzungen und Konzept eingebaut werden. Es geht einfach nicht an - ich
Schnellzugshalte nicht nur als Prügelkinder der Nation für muss das nochmals sagen -, dass einige Kantone drei, vier,
möglichst rasche Direktverbindungen zwischen den Gross- fünf, sechs, sieben Intercity-Halte besitzen und wir im Kan-
agglomerationen behandeln lassen wollen. ton Aargau mit 450 000 Einwohnern praktisch keinen. Das
Eines wird gelegentlich vergessen, wenn es gilt, ein paar akzeptiert unsere Bevölkerung nicht mehr, insbesondere
Minuten zwischen Bern und Zürich oder St. Gallen und Genf nicht die starke Region Baden/Brugg/Zurzach mit 100000
herauszuholen: Der Hauptstrang Zürich-Bern berührt in Einwohnern, die zugleich auch noch die Region mit den
den Mittellandkantonen - dies hat Herr Binder mit Recht Kernkraftwerken ist.
betont-wirtschaftlich ebenfalls bedeutsame Regionen, die
auf zeitgemässe Bahninfrastrukturen und auf gute Bahnver- Schönenberger: Als Vertreter einer Randregion im Osten
bindungen und -anschlüsse angewiesen sind. unseres Landes habe ich an sich Verständnis für das Begeh-
Dabei darf man allerdings etwas nicht übersehen, und das ren Binder, insofern Fahrplanverbesserungen im Kanton
muss ich auch Herrn Binder in Erinnerung rufen: Es gibt Aargau gefordert werden, aber ich habe tatsächlich kein
natürlich kein aargauisches «Konzept 2000», sondern höch- Verständnis für die Forderung, dass die Intercity-Züge wie-
stens ein Anschlusskonzept des Kantons Aargau für das derum in Aarau - nachher kommen dann weitere Begehren,
Konzept «Bahn 2000». Wenn dieses Konzept «Bahn 2000» Ölten usw. - anhalten sollen.
verwirklicht werden sollte - Herrn Bundesrat Schlumpf ist
Wenn wir zu diesem Fahrplan zurückkehren würden, wären
Mut zu wünschen zur Ueberwindung der Schwierigkeiten -,
die SBB wieder so weit, wie sie vor zwanzig Jahren gewesen
ist es angelegt und ausgerichtet auf gesamtschweizerische
sind. Ich glaube, das muss man auch sehen, und der Inter-
Bedürfnisse. Darin liegt ja der grosse Fortschritt gegenüber
city-Zug, der in St. Gallen seinen Anfang nimmt, den wir
den früheren NHT-Projekten.
sehr gern haben und rühmen - unser Standort wird damit
Zweitens: Ich glaube auch nicht - Herr Bundesrat Schlumpf
etwas aufgewertet- hat zwischen St. Gallen und Zürich eine
hat das heute zwar nicht erklärt, aber das wird so heraus-
ganz andere Bedeutung als zwischen Zürich und Genf.
kommen; die Aargauer dürfen sich hier nicht allzu grosse
Dies wollte ich hier der Klarheit wegen noch sagen.
Illusionen machen -, dass irgendwelche grössere Investitio-
nen und Massnahmen zu Leistungssteigerungen des Bahn-
netzes, zu Sanierungen usw. eingeleitet werden können, Bundesrat Schlumpf: Herr Ständerat Affolter hat mit Recht
bevor der Entscheid über «Bahn 2000», inklusive Varianten- gesagt, dass ich mich zur «Bahn 2000», Bedeutung der
entscheid, gefallen ist. Die Dinge sind derart miteinander Neubaustrecken, nicht geäussert habe. Ich möchte das kurz
verhängt, dass ich Bundesrat und auch SBB begreifen nachholen; es ist von Bedeutung.
muss, wenn sie hier nicht sofort mobil machen. Ohne diese Neubaustrecken verliert das Konzept
Und ein letztes: Es fehlt mir im Postulat von Kollega Binder «Bahn 2000» sein Herzstück. Das muss man sehen. Dann
der Hinweis auf die Zusammenarbeit zwischen Bundesrat, werden wir einfach anstelle der bisherigen Kleinpflästerli-
SBB, aber auch den Nachbarkantonen des Standes Aargau. Politik zu vielleicht etwas teureren Grossheftpflastern für die
Herr Kollege Binder verlangt zum Beispiel den durchgehen- Bahnen kommen, aber überhaupt nicht zu einer Infrastruk-
den Ausbau auf vier Spuren der Strecke Olten-Aarau-Rup- tur, welche die geringste Chance hat, mit den übrigen Ver-
perswil und scheint übersehen zu haben, dass von dieser kehrsträgern wettbewerbsfähig zu werden. Das ist so. Es ist
Strecke etwa die Hälfte auf solothurnisches Territorium nicht das Enscheidende, ob man die Variante Nord oder die
entfällt. Hier werden die guten Nachbarn, konkret die Solo- Variante Süd wählt, aber entscheidend ist, dass wir auf der
thurner, etwas dazu zu sagen haben, insbesondere wenn zentralen Achse dieses nationalen Netzes zu diesen Neu-
man den Landbedarf ansieht. Gerade in solchen Fragen baustrecken kommen. In diesem Sinne also hat Ständerat
müssten die benachbarten Kantone zusammenstehen und Affolter eine durchaus richtige Ergänzung angebracht.
gelegentlich mit vereinten Kräften auf den Bund losgehen, Nur so können wir wirklich eine zeitgemässe Flächenversor-
sonst werden wir einzeln abgeschlachtet wie in früheren gung in unserem Land erreichen, und nur so, Ständerat
solchen Situationen. Arnold, kommen wir auch zu einer wirklichen Entlastung der
Der Kanton Solothurn erarbeitet gegenwärtig mit erhebli- Strasse. Wenn wir diese Neubaustrecken nicht haben, will
chem Aufwand ein verkehrspolitisches Leitbild - ich bin ich den Verkehrsminister sehen, der auf lange Zeit Wider-
daran beteiligt-, das alle verkehrspolitischen Belange und stand zu leisten vermag gegen eine Erweiterung gewisser
privaten und öffentlichen Verkehrsträger umfasst, dies im Nationalstrassenstrecken. Der Druck, auch bei Ihnen am
Gleichschritt mit der verkehrspolitischen Entwicklung im Gotthard - zweite Röhre -, der Druck zwischen Bern und
Bund. Es wäre vielleicht gut, wenn auch der Kanton Aargau Ölten, der Druck der Strasse, weil es einfach nicht mehr
- in Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen - diese geht, wird dann so stark werden, dass man gar nicht mehr
Vorarbeit leisten würde, damit man die Begehren der Mittel- anders kann.
landkantone auf eine Linie bringen könnte. Wenn wir nicht leistungsfähige Schienenwege haben, in
Im übrigen darf ich Herrn Kollege Binder und auch den Bezug auf Kapazität, Geschwindigkeit und Komfort, haben
Kanton Aargau versichern, dass sie in diesen Bahnfragen wir keine Möglichkeit, Huckepack und kombinierte Ver-
den Nachbarkanton Solothurn durchaus an ihrer Seite wis- kehre als Alternative anzubieten für unsere Tonnagebe-
sen dürfen, weil es auf verschiedenster Ebene sehr viele schränkungen. Dann werden wir europäisch unter einen
gemeinsame Interessen zu vertreten gilt. ungeheuren Druck kommen. Das war jetzt eine vorwegge-
nommene Argumentation, aber durchaus nicht nutzlos.
Binder: 1. Ich möchte zunächst Herrn Bundesrat Schlumpf Nach unserem Konzept sollen die Mittellandkantone wahr-
danken, dass er das Postulat entgegennimmt. Er hat auch haftig nicht zu Prügelknaben werden. Wir wollen tatsächlich
erklärt, dass diese Anliegen ernsthaft geprüft werden. Ich zu Angebotsverbesserungen kommen, schon durch das
möchte ihn, wie das die Juristen jeweils sagen, bei dieser ganze Knotensystem. Ich will das nicht darlegen; Sie kennen
Zusage behaften. es. Essoll eine Fahrplanverdichtung, bessere Umsteigemög-
2. Ich danke auch Herrn Affolter für die freundnachbar- lichkeiten, den Abbau von Umsteigenotwendigkeiten und
9. Juni 1986 287 Motion Ducret
damit Verkürzung der Reisegeschwindigkeiten ermögli- peut dire que le service de la poste aux lettres et aux
chen. paquets, malgré les graves difficultés de personnel qu'il
Diese Ziele sollen auch für die Mittellandgebiete erreicht rencontre partout en Suisse, mais spécialement à Genève et
werden, also zum Beispiel für den Aargau und für Solothurn. dans les autres villes suisses, est un service de très bonne
Ständerat Affolter, die national rätliche Kommission ist über- qualité. Si on le compare au service tel qu'il existe dans
wiegend der Meinung, dass man diese Variante Süd - von d'autres pays, nous avons encore un service de très bonne
Solothurn Richtung Herzogenbuchsee - verwirklichen soll. qualité. Quant aux guichets, le personnel a de gros pro-
Diese Einbindung macht etwa 250 Millionen zusätzlich aus. blèmes de réception de la clientèle et, surtout, il a des
Eine möglichst umfassende Einbindung aller Regionen in heures d'ouverture qui ne correspondent pas aux nouvelles
die Hauptverbindungsachse, also nicht einfach nur NHT, habitudes urbaines.
dient den Interessen der ganzen Juraregion. Que s'est-il passé dans la plupart des villes? Nous sommes
Das sind in etwa die Vorstellungen des Bundesrates zur progressivement passés au système de la semaine de cinq
Eisenbahnpolitik, SBB und KTU, zur Verkehrspolitik über- jours. Le samedi, à part les magasins qui ouvrent, est
haupt. devenu un jour où l'on fréquente effectivement très peu les
Ständerat Binder, dabei lasse ich mich sehr gerne behaften. banques et les guichets postaux. Il y a peu de monde.
Wir müssen uns gelegentlich auch bei etwas behaften las- D'ailleurs, les heures d'ouverture des guichets le samedi
sen, was wir nicht sagten; um so lieber tun wir es bei etwas, sont déjà fortement réduites: de 7 h 30à11 heures du matin.
was wir gerne gesagt haben! Or, le deuxième problème des villes, c'est que les trajets que
l'on doit faire rendent les journées de travail interrompu
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzuneh- extrêmement difficiles. La plupart des bureaux et les
men. Es wird aus der Mitte des Rates nicht bestritten. bureaux de l'Etat à Genève sont d'ores et déjà passés à
l'horaire continu avec un arrêt de travail relativement libre.
Ueberwiesen - Transmis Mais les PTT continuent à fermer à midi et à ouvrir à 13 h 30.
Or, dans une zone urbaine, avec les difficultés de trafic que
nous rencontrons, la plupart de ces gens ne peuvent plus
rentrer chez eux. Alors, on les fait rester là, en ville, pendant
#ST# 86.357 une heure et demie pour rien, alors qu'il serait beaucoup
plus judicieux d'ouvrir les guichets entre midi et 13 h 30 et
Motion Ducret de les fermer le samedi. Nous avons, dans toutes nos villes
et il existe à Genève comme ailleurs dans l'importante gare
PTT-Dienstleistungen in Genf postale de Cornavin, un guichet qui est ouvert jour et nuit, le
Prestations postales à Genève dimanche également, et qui peut satisfaire aux exigences
d'une clientèle qui souhaiterait utiliser ces services en
dehors des heures d'ouverture.
Nous ne demandons donc pas un avantage pour le person-
nel. Nous demandons un avantage pour la clientèle. Je
Wortlaut der Motion vom 13. März 1986 pense que si la plupart des banques et des administrations
Der Bundesrat wird beauftragt, bei den PTT-Betrieben vor- ont changé leurs horaires, ce n'est pas par esprit de commo-
stellig zu werden, damit sie in Genf die Dienstleistungen am dité, mais bien pour rendre service à la clientèle.
Samstagvormittag so anpassen, dass die Arbeitsbedingun- Je pense que vous devriez accepter la demande que je vous
gen des Personals konkurrenzfähig werden. Dies würde die adresse par voie de motion et demander aux PTT-il est vrai
für einen reibungslosen Betrieb unerlässliche Personalre- que l'on commencera par une exception, Genève - mais de
krutierung erleichtern. faire au moins des essais de manière à ce que l'on puisse
savoir si ce que l'on propose est meilleur que le système
Texte de la motion du 13 mars 1986 actuel. Je pense que l'on doit tenter l'expérience et la
Le Conseil fédéral est prié d'intervenir auprès de l'Entreprise motion que j'ai déposée avec Mme Bauer-Lagier a pour but
des PTT pour qu'elle modifie les prestations postales du de vous demander d'intervenir auprès des PTT, afin que cet
samedi matin à Genève, afin que les conditions de travail du essai soit entrepris; c'est d'ailleurs en parfait accord avec le
personnel deviennent concurrentielles, favorisant ainsi le représentant du personnel des PTT et comme tous les
recrutement indispensable à la bonne marche des PTT. représentants genevois au Conseil national ont signé cette
motion, c'est aussi dire que c'est en accord avec les diffé-
Mitunterzeichnerin - Cosignataire: Bauer rents milieux de la population genevoise. Je souhaite donc,
Monsieur le Conseiller fédéral, que vous acceptiez d'interve-
M. Ducret: Ma motion, qui est d'ailleurs la même que celles nir auprès de l'administration des postes.
que plusieurs conseillers nationaux genevois ont déposées,
demande au Conseil fédéral d'intervenir auprès des PTT, Bundesrat Schlumpf: Wir kennen die Personalrekrutie-
afin de modifier les prestations postales du samedi matin à rungsprobleme, insbesondere diejenigen von Genf. Sie
Genève, précisément, pour améliorer les conditions de bestehen in der Tat. Es gibt auch Probleme in bezug auf die
recrutement et de travail du personnel. Pourquoi? C'est une lokalen Zulagen, die Höhen usw. Es sind besondere Verhält-
demande qui, d'ailleurs, n'entraînera pas de dépenses sup- nisse.
plémentaires, le budget de la Confédération ne sera pas Die PTT haben sich aber in bezug auf die Bedienungsord-
touché, et c'est une demande qui n'entraînera pas d'avan- nung bei vergleichbaren Verhältnissen an das gleiche
tages supplémentaires pour le personnel. Donc, on n'essaie Regime zu halten. Das gilt auch in bezug auf die Oeffnungs-
pas par ce moyen d'accorder des avantages supplémen- zeiten. Diese Oeffnungszeiten sind landesweit so, dass der
taires. Samstagvormittag noch eine volle Bedienung erlaubt. Eine
Si je le dis, c'est parce que le Conseil fédéral a déjà donné Bedienung nicht nur, wie das angeregt wird, für Zeitungen
une réponse à une motion semblable, déposée par Mme beispielsweise und Todesanzeigen, sondern auch für den
Christinat et d'autres députés au Conseil national. Dans Geldverkehr. Dort besteht teilweise Konkurrenz mit Banken,
cette réponse, le Conseil fédéral, qui est contre la motion, a die am Samstagmorgen ihre Schalter geöffnet haben. Auch
l'air de dire que nous voulons des avantages supplémen- für den Abholdienst braucht es am Samstagmorgen Perso-
taires. Or, ce n'est pas le but et si Mme Bauer-Lagier et moi- nal! Nicht überall sind bereits Postfächer verfügbar. Das
même avons déposé cette motion, c'est qu'il s'agit d'un wäre eine Lösung des Problems. Immerhin brauchen wir
problème de zone urbaine. Il est évident, et la qualité des auch Personal, um diese Postfächer zu bedienen.
PTT n'est pas en discussion dans cette demande, nous ne Alle Erhebungen zeigen das, dass man in den grösseren
critiquons pas les services des PTT; je crois même que l'on Orten - in kleinen Gemeinden gibt es andere Regelungen,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Binder "Bahn 2000". Investitionen und Fahrplanverbesserungen im Kanton
Aargau
Postulat Binder "Rail 2000". Investissements et améliorations à l'horaire dans le canton
d'Argovie
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.323
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.06.1986 - 16:00
Date
Data
Seite 283-287
Page
Pagina
Ref. No 20 014 542
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