Rhine Riverbank Erosion: Speed Limits and Bank Protection
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns an interpellation regarding the erosion of the Rhine riverbanks, attributed to boat and ship waves. The Federal Council acknowledged a report by the ETH Zurich confirming these findings and supporting proposed measures, including speed limitations and bank protection. The Council agreed to review the Lake Constance Navigation Regulations and negotiate with Germany to implement these measures, prioritizing active measures like speed restrictions for landscape and financial reasons.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 31 Abs. 2 BV; Rhine Riverbank Erosion: Speed Limits and Bank Protection: The Federal Council acknowledged a report by the ETH Zurich confirming these findings and supporting proposed measures, including speed limitations and bank protection. The Council agreed to review the Lake Constance Navigation Regulations and negotiate with Germany to implement these measures, prioritizing active measures like speed restrictions for landscape and financial reasons.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProvides the legal basis for economic promotion measures.
Volltext
9. Oktober 1986 N 1493 Interpellation Günter
#ST# 86.528 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 17. September 1986
Interpellation Schule Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 septembre 1986
1. Bereits im April 1986 hat der Kanton Thurgau das Bundes-
Ufererosion am Rhein amt für Wasserwirtschaft (BWW) um eine Beurteilung des in
Erosion des rives du Rhin seinem Auftrag durch die Versuchsanstalt für Wasserbau,
Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich erstellten
Berichtes «Wellenerosion am Rhein» gebeten. In der Folge
unterbreitete das BWW den Bericht den interessierten Bun-
desstellen zur Stellungnahme. Die Bundesämter für Forst-
wesen und Landschaftsschutz, für Umweltschutz und für
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1986 Verkehr wie auch das Bundesamt für Wasserwirtschaft sind
Die Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glazio- von der Richtigkeit der Untersuchungsergebnisse überzeugt
logie der ETH in Zürich hat im Auftrag des KantonsThurgau und unterstützen die Empfehlungen. Das BWW hat den
die Gefährdung der Rheinuferlandschaft zwischen dem Kanton Thurgau im August 1986 darüber orientiert.
Untersee und Schaffhausen untersucht und die Ergebnisse Der Bundesrat unterstützt grundsätzlich die vorgeschlage-
in einem Bericht «Wellenerosion am Rhein» zusammenge- nen Massnahmen zum Schütze der Rheinufer, und zwar
fasst. Die Untersuchung hat nun ergeben, dass die «in den sowohl die aktiven Massnahmen (Geschwindigkeitsbe-
letzten zwei bis drei Jahrzehnten in beschleunigtem Masse schränkungen) wie die passiven (Uferschutzmassnahmen).
eingetretene Ufererosionen primär den boots- und schiffs- Aus Gründen des Landschaftsschutzes und aus finanziellen
bedingten Wellen zugeschrieben werden müssen». Als Erwägungen hat dabei die Durchsetzung der aktiven Mass-
wichtigste Massnahme zum Schütze des Ufers wird im nahmen erste Priorität.
Bericht eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung für 2. Gemäss dem Uebereinkommen über die Schiffahrt auf
Kursschiffe und Motorboote vorgeschlagen. dem Bodensee vom I.Juli 1973 (Inkraftsetzung I.Januar
Ich gebe davon aus, dass der Bundesrat bzw. die betroffe- 1976) hat die internationale Schiffahrtskommission für den
nen Verwaltungstellen von diesem aufschlussreichen Bodensee die Aufgabe, unter Berücksichtigung der Bedürf-
Bericht Kenntnis erhalten haben und wünsche vom Bundes- nisse des Verkehrs auf dem See, der Erfordernisse des
rat über folgende Fragen Auskunft: Umweltschutzes sowie der Erkenntnisse von Wissenschaft
1. Wie beurteilt der Bundesrat den Bericht «Wellenerosion und Technik u.a.
am Rhein» der ETH Zürich inbezug auf die Untersuchungs- -«Angelegenheiten festzulegen, die in,den Schiffahrtsvor-
ergebnisse und die Empfehlungen? schriften einheitlich zu regeln sind, und dafür Vorschläge
2. Ist der Bundesrat bereit, die Bestimmungen der Boden- auszuarbeiten»,
see-Schiffahrts-Ordnung BSO vom I.Juni 1973 aufgrund -sowie «Empfehlungen betreffend die Bootsschiffahrt an
dieser Erkenntnisse zu überprüfen, insbesondere was die die Vertragsstaaten zu richten und Aenderungen geltender
Frage von Geschwindigkeitsbeschränkungen anbetrifft? Vorschriften vorzuschlagen».
3. Ist der Bundesrat bereit, Verhandlungen mit der Bundes- Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Problem der
republik Deutschland aufzunehmen, um die BSO in Arti- Geschwindigkeitsbeschränkung und anderer organisatori-
kel 10.03 Buchstabe c entsprechend abzuändern? scher Massnahmen im Rahmen dieser Kommission grenz-
überschreitend diskutiert und weiter verfolgt werden muss,
Texte de l'interpellation du 19 juin 1986 und er erwartet von diesem Gremium konkrete Vorschläge.
Sur mandat du canton de Thurgovie, l'Institut de recherches Das Eidgenössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsde-
pour l'aménagement des eaux, l'hydrologie et la glaciologie partement (EVED) wird der Schweizer Delegation entspre-
de l'EPF à Zurich a étudié la mise en danger des rives du chende Aufträge erteilen.
Rhin entre le Bodan inférieur (Lac de Constance) et Schaf- Der Bundesrat ist überzeugt, dass mit diesem Vorgehen der
fhouse; il a ensuite établi un condensé de cette étude dans Vollzug der aktiven Massnahmen zum Schütze der Ufer des
un rapport intitulé «Wellenerosion am Rhein» (Erosion des Rheins rasch und international abgesichert ermöglicht wird.
rives du Rhin par les vagues - trad.). Cette enquête a révélé
que c'est en premier lieu aux vagues occasionnées par les Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
barques et les bateaux qu'il faut attribuer l'érosion des rives rates befriedigt.
qui, au cours des deux ou trois dernières décennies, s'est
produite de manière accélérée. Ce rapport propose, en
guise de principale mesure destinée à protéger les rives, une
limitation générale de la vitesse des bateaux de ligne et des
embarcations à moteur. #ST# 86.317
Partant de l'idée que tant le Conseil fédéral que les services
administratifs intéressés ont eu connaissance de ce rapport Interpellation Günter
instructif, je souhaite obtenir du gouvernement des rensei-
gnements sur les points suivants: Ausverkauf schweizerischer Verlagshäuser
1. Quel jugement porte-t-il sur le rapport «Wellenerosion am Bradage de maisons d'édition suisses
Rhein» de l'EPF de Zurich pour ce qui touche aux résultats
de l'enquête et aux recommandations qu'on y trouve?
2. Le Conseil fédéral est-il prêt à réexaminer les dispositions
de la convention du 1er juin 1973, relative à la navigation sur
le lac de Constance, en particulier pour ce qui se rapporte à Wortlaut der Interpellation vom 4. März 1986
la question des limitations de vitesse? Vor etwas mehr als einem Jahr wurde das alteingesessene
3. Est-il disposé à engager des négociations avec la Républi- Berner Verlagshaus Hans Huber von einem deutschen Ver-
que fédérale d'Allemagne en vue de modifier en consé- lag übernommen. Letzten Herbst teilte der Verlag Birkhäu-
quence la convention susmentionnée, à l'article 10.03, ser dieses Schicksal. Nach Angaben informierter Kreise wur-
lettre c? den in beiden Fällen sehr hohe Summen auf den Tisch
gelegt. So schreibt ein bekannter Schweizer Verleger resig-
Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun nierend in einem Brief: «.... die Kaufpreisvorstellungen der
Eigner waren jedoch derart überrissen, dass nur ausländi-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit sche Giganten mit (vorläufig noch?)grossen Finanzreserven
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und und damit ohne direktes Aufwand/Ertragsdenken.... in
wünscht eine schriftliche Antwort. Frage kommen konnten».
Interpellation Longet 1494 N 9 octobre 1986
Ich frage deshalb den Bundesrat, ob er eine Möglichkeit Gründen die Preisbildung zweiter Hand zwischen Verlegern
sieht, diesem Ausverkauf schweizerischer Grundinstitutio- und Buchhändlern als mit dem Kartellgesetz vereinbar
nen der Kultur Einhalt zu gebieten. Wie müsste eine freiheit- erklärt. Sie sah darin einen Beitrag zur Erhaltung eines
liche Gegenstrategie aussehen, welche unserem Land ein breiten Sortiments und einer möglichst optimalen Streuung
vielfältiges Verlagswesen erhalten hilft, nicht zuletzt im des Buchhandels. Für eine weitergehende eigentliche
Interesse junger Schweizer Autorinnen? Gegenstrategie wäre wohl ein Kulturartikel in der Vorfas-
sung unabdingbare Voraussetzung.
Texte de l'interpellation du 4 mars 1986
II y a plus d'un an, la vieille maison d'édition Hans Huber Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
était rachetée par une société d'édition allemande. L'au- rates teilweise befriedigt.
tomne dernier, la maison Birkhäuser connaissait le même
sort. A en croire des milieux informés, de très grosses
sommes! d'argent étaient en jeu dans les deux cas. C'est
ainsi qu'un éditeur suisse connu, et résigné, écrit dans une #ST# 86.503
lettre: «.... les prix avancés par les propriétaires étaient telle-
ment exorbitants que seuls des géants étrangers disposant Interpellation Longet
(provisoirement encore?) d'importantes réserves finan-
cières et de ce fait indifférents au rapport investissement/ Internationale Forschungsprojekte.
rendement.... pouvaient entrer en ligne de compte». Beteiligung der Schweiz
Au vu de ces faits, je demande au Conseil fédéral s'il voit une Projets internationaux de recherche.
possibilité de mettre un terme à ce bradage d'institutions Participation de la Suisse
suisses indispensables à la culture. Quelle devrait être une
contre-offensive d'inspiration libérale, permettant à notre
pays de conserver une pluralité de moyens d'édition, notam-
ment afin de sauvegarder les intérêts des jeunes auteurs
suisses, hommes et femmes? Wortlaut der Interpellation vom 18. Juni 1986
Der Bundesrat wird gebeten:
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun 1. abschliessend und nach Forschungsbereichen gegliedert
die internationalen Forschungsprojekte zu nennen, an
Schriftliche Begründung - Développement par écrit denen sich unser Land in irgendwelcher Form beteiligt, und
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und in Prozenten und Franken die Höhe unseres Beitrags anzu-
wünscht eine schriftliche Antwort. geben;
2. die Projekte zu nennen, an denen die Schweiz teilzuneh-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates men gedenkt;
vom 10. September 1986 3. die Probleme darzustellen, auf die unsere Beteiligung
Rapport écrit du Conseil fédéral du 10 septembre 1986 stösst oder die sie stellt;
Die Verlage bilden ein wichtiges Element im Kulturleben 4. die Kriterien anzugeben, nach denen sich unser Interesse
unseres Landes. Sie ermöglichen die Herausgabe schweize- bestimmt und die für den Entscheid, um Beteiligung nach-
rischer Werke und sind damit gleichzeitig Förderer und zusuchen, massgebend sind;
Vermittler des aktuellen Kulturschaffens. Für die Schweiz 5. zu sagen, welche Garantien geleistet werden können,
typisch und besonders bedeutsam sind neben den Grossbe- dass die Schweiz nicht in Projekte verwickelt wird, deren
trieben insbesondere Kleinverlage, welche die Vielfalt der Folgen mit unserer Neutralität nicht zu vereinbaren sind;
regionalen Strukturen und der kulturellen Ausdrucksformen 6. anzugeben, wie evaluiert wird, was die Beteiligungen
am besten zum Ausdruck zu bringen vermögen. unserem Land bringen;
Immer häufiger werden jedoch bedeutende Werke von 7. zu sagen, wie sich diese Beteiligungen mit unseren eige-
Schweizer Autoren aller Landessprachen im Ausland ver- nen Prioritäten auf dem Gebiet der Forschung vertragen, ob
legt. Die Schweizer Verlage sehen sich tatsächlich vielfach sie diese stützen oder ihnen allenfalls zuwiderlaufen, insbe-
schwerwiegenden Problemen gegenüber. Der Ruf nach sondere, ob das Gleichgewicht Grundlagenforschung/Indu-
staatlicher Hilfe ist daher nicht überraschend. Eine solche strieforschung durch die Beteiligung an internationalen For-
ist zwar grundsätzlich möglich, doch lassen sich damit schungsprojekten beeinflusst oder verändert wird. Ist die
Strukturprobleme grösseren Ausmasses nicht lösen. Aus- Koordination zwischen der Forschung an den Hochschulen,
serdem darf der Wettbewerb, nicht zuletzt im Interesse der den vom Nationalfonds unterstützten Projekten und don
Verlagsunternehmen selbst, keine Einschränkungen er- internationalen Projekten gewährleistet?
fahren.
Grundsätzlich besteht in Artikel 31 bis Absatz 2 BV eine Texte de l'interpellation du 18 juin 1986
Grundlage für wirtschaftliche Förderungsmassnahmen. Le Conseil fédéral est prié d'indiquer:
Besondere Mittel, um ein Verlagsunternehmen zu stützen, 1. La liste exhaustive des projets de recherche internatio-
sind Steuererleichterungen, direkte oder indirekte Subven- naux auxquels notre pays participe, à un titre ou à un autre,
tionen, systematische Ankäufe, Vermeidung staatlicher Kon- en ventilant cette liste par secteurs de recherche et en
kurrenz usw.. Dem Bund sind allerdings rechtlich und vor exposant le montant de notre contribution, en pourcentage
allem finanziell Grenzen gesetzt. Ausser einzelnen Unter- et en francs;
stützungsaktionen der Stiftung Pro Helvetia sind direkte 2. La liste des projets auxquels notre pays se propose de
finanzielle Leistungen nicht möglich. Direkte Ankäufe lassen participer;
sich in einzelnen Fällen für landesweite Interessen auch 3. Les problèmes que notre participation rencontre ou pose;
durch den Bund bewerkstelligen, doch sind diesbezüglich 4. Les critères déterminant de notre part un intérêt et une
die Kantone und Gemeinden besser in der Lage, wirksam zu demande de participation;
helfen. Gleiches gilt für Steuererleichterungen. Was der 5. Les garanties fournies pour que la Suisse ne soit pas
Bund darüber hinaus noch einsetzen kann, sind gezielte impliquée dans des projets aux retombées incompatibles
Werbe- und Absatzhilfen für Schweizer Verlagsprodukte im avec notre conception de la neutralité;
Rahmen internationaler Buchmessen usw.. Hiefür stehen 6. Comment s'opère l'évaluation des apports, pour notre
neben der Stiftung Pro Helvetia insbesondere unsere diplo- pays, de nos participations;
matischen und konsularischen Vertretungen zur Verfügung. 7. De quelle manière ces participations s'intègrent à nos
Die Schweizerische Kartellkommission hat in zwei Untersu- propres priorités en matière de recherche, les soutiennent
chungen (Veröffentlichungen der Kartellkommission 1973, ou éventuellement les contrecarrent. En particulier: l'équili-
210 ff. und 1982, 126 ff.) aus überwiegend kulturellen bre recherche fondamentale/recherche industrielle est-il
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Günter Ausverkauf schweizerischer Verlagshäuser
Interpellation Günter Bradage de maisons d'édition suisses
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.317
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 1493-1494
Page
Pagina
Ref. No 20 014 699
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.