Chopard v. Swiss Federal Railways: Aargau Network Improvements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis postulate, initiated by Chopard, addresses necessary improvements to the Swiss Federal Railways (SBB) network in the canton of Aargau, including eliminating capacity bottlenecks, modernizing outdated facilities and stations, building a new stop, enhancing existing lines, and improving passenger service from Baden. The court's reasoning emphasizes that these improvements are essential for the SBB's competitiveness and align with the "Bahn 2000" initiative, which aims for better connections, punctuality, customer-friendly facilities, and expansion into regional areas, all contingent on addressing capacity issues within the Aargau network.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 125 S-Bahn-Züge; Chopard v. Swiss Federal Railways: Aargau Network Improvements: The court's reasoning emphasizes that these improvements are essential for the SBB's competitiveness and align with the "Bahn 2000" initiative, which aims for better connections, punctuality, customer-friendly facilities, and expansion into regional areas, all contingent on addressing capacity issues within the Aargau network.
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KI-generiertVolltext
20. Juni 1986 N 963 Postulat Chopard
#ST# 86.312 ler-Meilen, Müller-Wiliberg, Nauer, Neukomm, Oester, Rei-
mann, Renschier, Riesen-Fribourg, Robbiani, (Rohrer),
Postulat Chopard Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Rüttimann, Seiler, Stamm Wal-
ter, Stappung, Uchtenhagen, Wagner, Weber Monika,
SBB-Netz. Verbesserungen Weber-Arbon, Widmer, Zehnder, Zwygart (55)
im Kanton Aargau
CFF. Amélioration du réseau argovien Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Vorerst halte ich fest, dass als Grundlagen für die postulier-
ten Begehren die Ziele der Unternehmenspolitik SBB gelten,
wie sie der Präsident der Generaldirektion der Schweizeri-
schen Bundesbahnen, Dr. W. Latscha, in seiner Rede an der
Generalversammlung des VST vom 6. September 1984 ein-
Wortlaut des Postulates vom 3. März 1986 gangs treffend formulierte, nämlich: «Es gilt die Konkur-
Der Bundesrat wird eingeladen, über die zuständigen Stel- renzfähigkeit der Bahn im Personen- und Güterverkehr zu
len der SBB und in Zusammenarbeit mit der aargauischen stärken und ihren systematischen, auf die Nachfrage und
Regierung zu prüfen, sowie Massnahmen in die Wege zu den technischen Fortschritt ausgerichteten Ausbau voran-
leiten, damit folgende Verbesserungen des SBB-Netzes im zutreiben. Diese Haltung haben die SBB in den obersten
Aargau erreicht werden können: Zielen ihrer Unternehmungspolitik verbindlich niederge-
I.Beseitigung der Kapazitätsengpässe im aargauischen schrieben.»
Bahnnetz, um vor allem in der Region Baden-Brugg bessere Sodann sind die Erkenntnisse aus den Marktanalysen für
Voraussetzungen für den Bahnbetrieb zu schaffen. «Bahn 2000» zu berücksichtigen. (Vorgestellt am Pressege-
2. Sanierung der veralteten Anlagen und Bahnhöfe auf den spräch «Bahn 2000» in Bern, 28. März 1985.) Neben anderen
Linien Zürich-Basel, Zürich-Olten-Bern und Brugg-Woh- sind das folgende Feststellungen:
len-Rotkreuz, insbesondere den Stationen Baden, Turgi, -Attraktive Angebotsverbesserungen der Bahnen wirken
Aarau und Lenzburg. sich positiv aus.
3. Bau der Haltestelle Mellingen an der Heitersberglinie für - Die Kunden wünschen bessere Anschlüsse und Umsteige-
den Regional- bzw. S-Bahnverkehr. verhältnisse und legen grossen Wert auf Pünktlichkeit und
4. Aufwertung der alten Stammlinie via Baden-Brugg und Sicherheit, aber auch kundenfreundliche Bahnhofanlagen
zusätzlich Führung direkter Schnellzüge Richtung Jurasüd- und Nebenleistungen.
fuss. Und mit der Einführung des Konzeptes «Bahn 2000» -Grundsätzlich sollen sich die Angebotsverbesserungen
die Beibehaltung der Züge vom Ausland-Zürich-Chur auf nicht nur auf Hauptlinien, sondern auch «in die Fläche»
der Bözberglinie mit Bedienung von Baden. positiv auswirken.
5. Sodann überhaupt Schaffung eines zeitgemässeren und -Aufbau auf dem Prinzip des Stundentakts.
marktgerechteren Angebotes von Baden als elftgrösstem - Neue Direktverbindungen.
Bahnhof der Schweiz im Reiseverkehr; wie Schaffung - Halbstundentakt zwischen grösseren Zentren.
stündlicher direkter Verbindungen nach Lausanne und Genf - Neugestaltung verschiedener Zugsläufe im IC-, Schnell-
ohne Umsteigen in Aarau und Ölten. zugs- und Regionalverkehr.
6. Einsatz von Einheitswagen IV auf den Strecken von - Rollmaterial: Hoher Komfort und nachfragegerechte Diffe-
Baden nach Basel und Bern. renzierung des Wagenmaterials.
Laut Bericht über «Bahn 2000» und Botschaft des Bundes-
Texte du postulat du 3 mars 1986 rates über den Bau neuer Linien der SBB vom 16. Dezember
Le Conseil fédéral est invité à faire examiner la situation par 1985 berücksichtigt das vorgelegte Konzept die Einwände
les services compétents des CFF et avec la collaboration du und Begehren, wie vorgehend erwähnt, welche bereits im
gouvernement argovien, ainsi qu'à prendre les mesures Vernehmlassungsverfahren über die Neuen Haupttransver-
suivantes visant à améliorer le réseau des CFF en Argovie: salen vorgebracht wurden.
1. Remédier à l'insuffisance de capacité d'écoulement sur le Und nun zu den einzelnen Punkten des Postulates. Ein
réseau ferroviaire argovien, ce qui permettra de créer de Kernproblem ist die Kapazitätsfrage, denn die postulierten
meilleures conditions d'exploitation, surtout dans la région Forderungen lassen sich nur dann verwirklichen, wenn die
de Baden-Brugg. genannten Linien und Bahnhöfe entsprechend ausgebaut
2. Améliorer les installations et gares vétustés sur les lignes und erweitert werden.
Zurich-Baie, Zurich-Olten-Berne et Brugg-Wohlen-Rot- - Es muss darauf hingewiesen werden, dass auf der West-
kreuz, en particulier les gares de Baden, Turgi, Aarau et Ost-Achse die Kapazität schon heute zum Teil überschritten
Lenzburg. ist, um gleichzeitig dem Intercity-, Schnellzugs- und Regio-
3. Construire une halte à Mellingen sur la ligne du Heiters- nalverkehr eine genügende Infrastruktur zu bieten. Die ver-
berg pour le trafic régional et suburbain. schiedenen Kapazitätsengpässe im aargauischen Bahnnetz
4. Revaloriser l'ancien itinéraire via Baden-Brugg et mettre setzen somit der Ausweitung des Fahrplangebotes relativ
en service des trains rapides en direction du côté sud du enge Grenzen. Besonders prekär sind die Bahnhöfe Baden
pied du Jura. Conformément à la conception «Rail 2000», und Turgi, die Strecke Aarau-Rupperswil und der Bahnhof
maintenir sur la ligne du Bözberg qui dessert Baden les Aarau. Wird auf den Kapazitätsausbau im Aargau verzichtet,
trains en provenance de l'étranger via Zurich et Coire. so kann unser aargauisches Bahnnetz nur der Verlierer sein,
5. Faire en sorte que Baden, 11e gare de Suisse sur le plan und das wollen wir nicht.
du trafic voyageurs, ait davantage à offrir à ceux-ci, compte -Zahlreiche Bahnhöfe der Linien Basel-Zürich, Bern-OI-
tenu de la situation actuelle et des conditions du marché; ten-Brugg und Rupperswil-Killwangen-Zürich weisen ver-
créer des liaisons horaires directes avec Lausanne et altete Stellwerkanlagen, keine oder zu wenig Perrons mit
Genève sans changement à Aarau et à Olten. Unterführungen, zu kurze Gleise und Perrons oder/und
6. Mettre en service des voitures de type unifié IV sur les ungenügende Weichenanlagen auf. Sie wirken deshalb als
tronçons de Baden à Baie et à Berne. ständige Stolpersteine für Fahrplanverbesserungen, weil
eben diese Bahnhöfe und veralteten Anlagen den heutigen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bedürfnissen nicht mehr zu genügen vermögen. Schlimm
Bäumlin, Bircher, Bratschi, Braunschweig, Bürer-Walen- steht es mit dem Bahnhof Aarau, der als Knotenpunkt von
stadt, Christinat, Clivaz, Eggli-Winterthur, Fankhauser, Fehr, Stammlinie und Heitersberglinie eine wichtige Stellung ein-
"Fischer-Hägglingen, Gloor, Grendelmeier, Hari, Hubacher, nimmt. Er weist so ziemlich die älteste Stellwerkanlage
Humbel, Hunziker, Jaggi, Keller, Lanz, Leuenberger-Solo- zwischen Zürich und Genf auf, die verschiedene Zugsfahr-
thurn, Leuenberger Moritz, Longet, Loretan, Mauch, Meizoz, ten nicht erlaubt. Nicht zuletzt auch wegen dieser Schwach-
Meyer-Bern, Morf, Müller-Aargau, Müller-Scharnachtal, Mül- stelle Aarau ist bisher die Schaffung einer schnellzugsmäs-
Postulat Fischer-Sursee 964 N 20 juin 1986
sigen Verbindung von Baden und Brugg nach dem Jurafuss #ST# 86.389
gescheitert, obschon die SBB ihre Notwendigkeit bejahen.
Dass der Bahnhof Baden Museumsreife erlangt hat, darf Postulat Fischer-Sursee
wohl als allgemein bekannt betrachtet werden und ist jeden-
falls eine Tatsache. Die Betriebsanlagen und der Bahnhof Luftfahrtverordnung. Artikel 125
müssen unbedingt modernisiert und ausgebaut werden. Ordonnance sur la navigation
Zudem sind Perronverlängerungen und im Hinblick auf die aérienne. Article 125
S-Bahn-Züge Perronerhöhungen unumgänglich. Einen
Engpass bildet auch der Bahnhof Turgi. Wegen der fehlen-
den Perrons können verschiedene Züge gar nicht so geführt
werden, wie sie für einen optimalen Betrieb eigentlich
geführt werden müssten. Ganz abgesehen davon, dass Wortlaut des Postulates vom 19. März 1986
schon bei der heutigen Verkehrsdichte hier eine fast nicht Der Bundesrat wird eingeladen, die Mindestgarantiesum-
mehr zu verantwortende ständige Gefahr für die Bahnbenüt- men des Artikels 125 der Luftfahrtverordnung zu überprüfen
zer und das Betriebspersonal besteht. und zu erhöhen.
-Zur Haltestelle Mellingen an der Heitersberglinie: Viele
Bahnbenützer der Region Baden sowie Pendler aus dem Texte du postulat du 19 mars 1986
westlichen Aargau und von Zürich und auch das aargaui- Le Conseil fédéral est invité à revoir les montants de la
sche Baudepartement sind nach wie vor der Ansicht, dass couverture minimum, indiqués à l'article 125 de l'ordon-
die Haltestelle Mellingen an der Heitersberglinie gebaut nance sur la navigation aérienne, et à les majorer.
werden sollte. Sie wird für den Regional- bzw. S-Bahn-
Verkehr als nötig erachtet. Die neuesten Untersuchungser- Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Basler, Bir-
gebnisse im Rahmen der «Anschlussplanung Aargau zur cher, Blunschy, Bonny, Columberg, Cotti Flavio, Cotti Gian-
Zürcher S-Bahn» bestätigen die Notwendigkeit zur Führung franco, Darbellay, Dirren, Fischer-Hägglingen, Flubacher,
von S-Bahn-Zügen aus dem westlichen Aargau nach Zürich. (Frei-Romanshorn), Früh, Geissbühler, Graf, Grassi, Hari,
Das gilt es zu berücksichtigen, wenn wir einen Teil des Hess, Iten, Jung, Koller Arnold, Kühne, Künzi, Lanz, Lüchin-
Pendlerverkehrs von der Strasse auf die Schiene bringen ger, Martignoni, Müller-Scharnachtal, Müller-Meilen, Müller-
wollen. Die Haltestelle Mellingen müsste zudem optimal mit Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Ogi, Pfund, Pini, Reich-
Buslinien erschlossen werden. Damit würde die Haltestelle ling, Röthlin, Rubi, Salvioni, Schmidhalter, Schnider-Luzern,
regionale Bedeutung erlangen. Schnyder-Bern, Schule, Segmüller, Seiler, Stamm Judith,
- In seiner Stellungnahme zur «Bahn 2000» vom 28. Okto- Stucky, Tschuppert, Uhlmann, Villiger, Weber-Schwyz,
ber 1985, die im Wortlaut auch der Presse zugestellt wurde, Wellauer, Wyss, Ziegler, Zwingli (55)
hat sich der aargauische Regierungsrat klar und unmissver-
ständlich für eine Aufwertung der alten Stammlinie via Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Baden-Brugg ausgesprochen und insbesondere die Füh- Der Bundesrat hat in Artikel 125 der Luftfahrtverordnung
rung direkter Schnellzüge Richtung Jurasüdfuss verlangt. vom 14. November 1973 die Mindesthöhe der Sicherstellung
Ebenso wehrt sich der Kanton gegen die Aushöhlung des von Haftpflichtansprüchen von Dritten auf der Erde gegen-
qualitativ hochwertigen Schnellzugverkehrs auf der Böz- über Luftfahrzeughaltern geregelt. Dabei hat er u. a. die
berglinie. Diese Stellungnahme entspricht auch dem ein- Mindestgarantiesummen für ein Schadenereignis (Perso-
deutigen Willen der Bevölkerung. nen- und Sachschaden zusammen) im Rahmen von 1 Mil-
- Eine Hauptforderung der Region Baden-Brugg und der lion Franken für Kleinflugzeuge, bis zu 40 Millionen Franken
aargauischen Regierung ist, stündlich wieder einen Direkt- für Grossflugzeuge festgelegt.
schnellzug Baden/Brugg/Aarau-Biel-Lausanne und Bern- Diese Mindestgarantiesummen entsprechen nicht mehr
Lausanne und weiter nach Genf zu erhalten. Das muss im dem heutigen Geldwert und reichen teilweise nicht aus, um
Rahmen von «Bahn 2000» möglich sein. Und auch darum mögliche Schadenereignisse abzudecken. Insbesondere
muss die mangelnde Kapazität des Bahnhofs Aarau besei- sind die Summen für kleinere Flugzeuge zu tief. Wie Unfälle
tigt werden. der vergangenen Jahre im In- und Ausland zeigen, können
- Die bestellten und noch zu bestellenden zusätzlichen Ein- auch kleinere Flugzeuge grosse Schäden verursachen, wel-
heitswagen IV sollen ab 1987 nur teilweise auf der Strecke che durch die Mindestgarantiesumme nicht gedeckt sind.
Chur-Baden-Basel eingesetzt werden. Die Forderung des Der Schaden an einer einzigen Person kann ohne weiteres
Einsatzes dieses neuen Rollmaterials auf den Strecken von 1 Million Franken übersteigen (Versorger- oder Invaliditäts-
Baden nach Bern und nicht nur teilweise nach Basel ist schaden). Aber auch der Absturz eines Grossflugzeuges
sicher genau so gerechtfertigt wie der Einsatz auf gewissen z. B. auf eine Stadt könnte ohne weiteres einen Gesamt-
anderen Strecken. schaden von über 40 Millionen Franken verursachen.
Aus all den vorerwähnten Gründen bitte ich den Rat, das
Postulat zu überweisen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. Mai 1986
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 mai 1986
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 30. April 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 30 avril 1986
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Chopard SBB-Netz. Verbesserungen im Kanton Aargau
Postulat Chopard CFF. Amélioration du réseau argovien
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Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
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Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.312
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.06.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 963-964
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Ref. No 20 014 433
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