Government's Role in Promoting Continuing Education
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion urged the government to develop a comprehensive continuing education system concept in collaboration with educational authorities, employers, employees, and private/public providers, and to initiate its implementation. The government acknowledged the growing importance of continuing education due to rapid technological change and the need for lifelong learning, but noted that the federal government's role is primarily supportive, with most adult education organized privately. While not able to mandate a comprehensive concept due to limited authority, the government agreed to explore how it could promote and support the development of such a system.
Legislator-Regeste
KI-generiertGovernment's Role in Promoting Continuing Education: The government acknowledged the growing importance of continuing education due to rapid technological change and the need for lifelong learning, but noted that the federal government's role is primarily supportive, with most adult education organized privately. While not able to mandate a comprehensive concept due to limited authority, the government agreed to explore how it could promote and support the development of such a system.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
20. Juni 1986 N 951 Motion Uchtenhagen
Schweiz bei verschiedenen internationalen Beobachtungs- dans la mesure de ses moyens, les premiers pas dans la
systemen mitwirkt. Zu nennen sind das GEMS (Global mise en oeuvre d'une telle politique.
Environmental Monitoring System) des Umweltprogramms
der Vereinten Nationen, das BAPMON (Background Air Pol- Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
lution Monitoring Network) der Meteorologischen Weltorga- Bäumlin, Bircher, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi,
nisation und das EMEP (Co-operative Programme for Moni- Chopard, Christinat, Clivaz, Deneys, Eggli-Winterthur, Euler,
toring and Evaluation of thé Long-Rangé Transport of Air Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz,
Pollutants in Europe) der Europäischen Wirtschaftskommis- Leuenberger-Solothurn, Longet, Mauch, Meizoz, Meyer-
sion der Vereinten Nationen. Bern, Morf, Neukomm, Reimann, Renschier, Riesen-Fri-
Was das Umweltschutzgesetz anbelangt, sind je nach den bourg, Robbiani, (Rohrer), Ruffy, Stamm Walter, Stappung,
Ergebnissen der Erhebungen zwingend Massnahmen zu Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (38)
ergreifen. Uebersteigt die ermittelte Belastung die vom Bun-
desrat festgelegten Grenzwerte oder ist sie sonst schädlich Schriftliche Begründung - Développement par écrit
oder lästig, sind die erforderlichen Massnahmen an den Im Bericht der Expertenkommission des EVD «Qualitatives
Belastungsquellen so weit zu treffen, dass zumindest die Wachstum», der am 13. Februar 1986 veröffentlicht wurde,
Grenzwerte eingehalten werden können. Werden Umwelt- wird besonders eindringlich dargelegt, welche Bedeutung
schäden festgestellt, ohne dass massgebliche Belastungs- einer ständigen beruflichen und allgemeinen Weiterbildung
grenzwerte überschritten sind, liegt die Vermutung nahe, angesichts des raschen technologischen Wandels und der
dass die Grenzwerte den gesetzlichen Kriterien nicht zunehmenden Komplexität von Wirtschaft und Gesellschaft
entsprechen; sie müssen deshalb unverzüglich verschärft zukommt.
werden. Darüber hinaus sind im Sinne der Vorsorge die Während in der Vergangenheit erhöhte gesellschaftliche
Emissionen unabhängig von der heutigen oder auch Anforderungen in der Regel mit einer Verlängerung der
zukünftigen Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als dies Grundausbildung begegnet wurde, erscheint dieser Weg
technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich trag- heute aus vielerlei Gründen (rasche Veralterung des Wis-
bar ist. sens, wachsende Diskrepanz zwischen biologischem und
Der Bundesrat weist darauf hin, dass für das Anliegen der sozialem Status der Jugendlichen u. a. m.) nicht mehr sinn-
Motionärin die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen und voll. Eine Erhöhung des allgemeinen Bildungsniveaus, wie
Vorschriften vorhanden sind. Bereits heute sind eine ganze sie zur Bewältigung des beruflichen und des privaten
Reihe von Beobachtungssystemen im Einsatz oder zumin- Lebens erforderlich ist, kann in Zukunft nur in einer anderen
dest im Aufbau begriffen. Der Bundesrat ist der Auffassung, zeitlichen Verteilung der Bildungsphasen bestehen, welche
dass diese Programme im Sinne der umweltpolitischen auch das Erwachsenenleben miteinbeziehen.
Frühwarnung weiter ausgebaut, in Richtung biologischer Auch die berufliche Ausbildung kann sich je länger, je
Ueberwachungssysteme erweitert und noch besser aufein- weniger auf einmal erworbene berufliche Qualifikationen
ander abgestimmt werden müssen. Er erklärt sich bereit, die beschränken. Die rasche technologische Entwicklung führt
dazu notwendigen Schritte zu prüfen. dazu, dass das einmal Gelernte oft schon bald nicht mehr
brauchbar ist und durch neues Wissen und neue Fähigkei-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates ten ersetzt werden muss. Auch die berufliche Ausbildung
Déclaration écrite du Conseil fédéral sollte daher weniger als bisher auf Wissensvermittlung,
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- dafür stärker auf Lernfähigkeit ausgerichtet sein, und zwar
wandeln. lebenslängliche Lernfähigkeit. Neben einer weniger speziali-
sierten, breiteren beruflichen Ausbildung, die auch eine
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat vertiefte Persönlichkeitsschulung beinhaltet, müssen folg-
lich genügend Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen, in
denen berufliches Spezialwissen, neues Wissen und neue
Fertigkeiten, aber auch zusätzliche Allgemeinbildung erwor-
ben werden können.
#ST# 86.304 Die Notwendigkeit der Weiterbildung von Erwachsenen ist
an vielen Orten erkannt. Aufgrund zahlreicher Initiativen von
Motion Uchtenhagen Betrieben, Wirtschafts- und Berufsverbänden sowie priva-
Weiterbildung. Konzept ten, kirchlichen und öffentlichen Institutionen ist eine Viel-
zahl von Weiterbildungsmöglichkeiten beruflicher und
Formation continue. Définition nichtberuflicher Art entstanden. Insgesamt wurde dabei ein
d'une véritable politique reiches, aber auch unübersichtliches und darum oft verwir-
rendes Angebot im Bereich Erwachsenenbildung geschaf-
fen. Zufälligkeiten und Lücken waren dabei unvermeidlich.
Eine Integration in das Bildungswesen als Ganzes unter-
blieb. Kohärenz, Transparenz und systematischer Aufbau
Wortlaut der Motion vom 3. März 1986 fehlen.
Der Bundesrat wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit Es erscheint an der Zeit, die vielen Bestrebungen auf dem
der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungs- Gebiet der Erwachsenenbildung auf sinnvolle Weise zu
direktoren, der Wirtschaft (Arbeitnehmer- und Arbeitgeber- koordinieren und zu einem kohärenten und transparenten
organisationen) sowie privaten und öffentlichen Trägern der System der Weiterbildung zu entwickeln. Voraussetzung für
allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung ein Kon- die Einleitung einer derartigen Entwicklung ist die Erarbei-
zept für ein umfassendes Weiterbildungssystem zu erarbei- tung eines Gesamtkonzepts der Weiterbildung. An vielen
ten und im Rahmen seiner Möglichkeiten erste Schritte zu guten Ansätzen für Konzepte der Weiterbildung im Sinne
dessen Realisierung einzuleiten. einer rekurrenten Bildung fehlt es nicht. Darauf aufbauend
sollte es möglich sein, mit den in der Erwachsenenbildung
Texte de la motion du 3 mars 1986 Engagierten - Kantone, Kirchen, Wirtschaft, private und
Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer une politique géné- öffentliche Institutionen - ein Weiterbildungskonzept zu
rale de la formation continue en collaboration avec la Confé- erarbeiten, das die vielfältigen Bestrebungen in diesem
rence des directeurs cantonaux de l'instruction publique, Gebiet koordiniert, bestehende Lücken schliesst und durch
les organisations économiques (associations de travailleurs einen systematischen und doch flexiblen zukünftigen Aus-
et d'employeurs), ainsi qu'avec les organismes privés et bau der Weiterbildungsmöglichkeiten die wachsenden
publics s'occupant de formation générale et professionnelle Bedürfnisse nach Weiterbildung, Umschulung und Orientie-
des adultes. Le gouvernement est prié en outre de faire, rungshilfen abdeckt.
Motion Robbiani 952 N 20 juin 1986
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates toren der Schweizerischen Vereinigung für Erwachsenenbil-
vom 21. Mai 1986 dung zu, die als Dachorganisation über 30 Institutionen der
Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 mai 1986 Erwachsenenbildung zusammenschliesst. Die erwähnte
Die Erwachsenenbildung hat sich im Verlaufe der letzten Vereinigung hat bereits im Jahre 1977 ein «Konzept für die
Jahre zu Recht zu einem immer bedeutenderen Bildungsbe- Entwicklung der Erwachsenenbildung in der Schweiz» ver-
reich entwickelt. Die Erkenntnis, dass bei der raschen öffentlicht. Dieses hat nach wie vor Gültigkeit, wird aber
Entwicklung von Wissenschaft und Technik nur derjenige gegenwärtig überarbeitet. Auch der Schweizerische Wissen-
Schritt zu halten vermag, der sich auch als Erwachsener schaftsrat hat sich in seinen Diskussionen und Publikatio-
dauernd um die Vertiefung und Erweiterung seines in der nen wiederholt dem Thema Weiterbildung gewidmet, wobei
schulischen und beruflichen Ausbildung erworbenen Wis- er sich in jüngster Vergangenheit vor allem des Bereichs der
sens bemüht, setzt sich in weiten Kreisen immer stärker Weiterbildung an den Hochschulen angenommen hat. Das
durch. Hinzu kommt, dass die Verkürzung der Arbeitszeit- Weiterbildungsangebot im Berufsbildungsbereich wird in
der technische und soziale Fortschritt- den meisten Men- Zusammenarbeit zwischen Bund und Verbänden der Arbeit-
schen in unserem Lande ein bedeutendes Mass an beruflich geber und -nehmer ständig ausgebaut. Damit sei auch
nicht beanspruchter Zeit verschafft, über die sie frei verfü- festgestellt, dass man sich des in der Motion umschriebenen
gen können und die es sinnvoll zu nutzen gilt. Ständige Problems durchaus bewusst ist.
Weiterbildung im Erwachsenenalter ist aber auch deshalb In Anbetracht der skizzierten Ausgangslage sind wir nicht in
erforderlich, weil allgemein die bildungsmässigen Anforde- der Lage, die Motion im Sinne eines verbindlichen Auftrages
rungen für die meisten Berufskreise und nicht nur für ein- entgegenzunehmen. Wir werden uns aber zusammen mit
zelne Spitzenkräfte ständig im Wachsen begriffen sind. Wir den anderen, vorwiegend privaten Partnern der Erwachse-
teilen in dieser Hinsicht die in der Motion enthaltene nenbildung für die Verwirklichung der mit der Motion ange-
Zustandsbeschreibung voll und ganz. strebten Ziele einsetzen.
Ausgehend von der Feststellung, die verschiedenen Aktivitä-
ten im Bereich der Erwachsenenbildung seien zwar vielfäl- Schriftliche Erklärung des Bundesrates
tig, entstünden aber oft zufällig und seien miteinander zu Déclaration écrite du Conseil fédéral
wenig koordiniert, verlangt die Motion vom Bund in Zusam- Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu-
menarbeit mit anderen Interessierten die Erarbeitung eines wandeln.
Konzeptes für ein umfassendes Weiterbildungssystem.
Kann der Bund eine solche Forderung realistischerweise Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
erfüllen? Werfen wir vorerst einen Blick auf die Träger der
Erwachsenenbildung in der Schweiz.
Im Bereich der beruflichen Weiterbildung sind es vorwie-
gend einzelne Unternehmen, Berufsschulen, Berufsver-
bände und andere Organisationen, aber teilweise auch Kan-
tone und Gemeinden, die den aktiv im Berufsleben stehen-
den Personen helfen, ihre berufliche Grundausbildung zu #ST# 86.341
erweitern und der technischen und wirtschaftlichen
Entwicklung anzupassen oder ihre Allgemeinbildung zu ver- Motion Robbiani
bessern. Gestützt auf das Berufsbildungsgesetz fördert der Rekrutierung von Grenzwächtern
Bund viele unter diesem Titel durchgeführte Veranstaltun- Mozione Robbiani
gen durch Beiträge oder andere Massnahmen. Bei den Reclutamento guardie-frontiera
akademischen Berufen nehmen sich auch die Hochschulen
zusehends der Fragen der beruflichen Weiterbildung an. Motion Robbiani
Analog kann dies auch von vielen Ausbildungsstätten im Recrutement des gardes-frontière
ausseruniversitären Tertiärbereich gesagt werden.
Bei der nichtberuflichen Weiterbildung sind die Träger
neben Kantonen und Gemeinden fast ausschliesslich pri-
vate Institutionen, insbesondere genossenschaftliche Ein-
richtungen, kirchliche und religiöse Institutionen, Gewerk- Wortlaut der Motion vom 12. März 1986
schaften, vor allem aber auch private Vereine, die aus dem Der Bundesrat wird ersucht, in der Oeffentlichkeit und in
Bewusstsein der Verantwortlichkeit für die Bildung der den Schulen des Kantons Tessin eine systematische Infor-
Erwachsenen handeln. Seit 1966 zählt die Förderung dieser mationskampagne durchzuführen, um so das Ansehen der
allgemeinen Erwachsenenbildung auf Bundesebene zu den Grenzwächter und die Rekrutierungsmöglichkeiten des
Aufgaben der Pro Helvetia. Grenzwachtkorps zu verbessern.
Diese kurzen Hinweise verdeutlichen zweierlei: einerseits ist
die Erwachsenenbildung in der Schweiz vorwiegend privat- Testo della mozione del 12 marzo 1986
rechtlich organisiert und auf einer Vielzahl von verschieden- II Consiglio federale è invitato ad organizzare una campagna
artigen Pfeilern abgestützt, und andererseits beschränkt di informazione sistematica, tra l'opinione pubblica e nelle
sich die Rolle des Bundes mangels umfassender Kompeten- scuole, al fine di migliorare l'immagine e favorire il recluta-
zen in diesem Bereich im wesentlichen auf die Förderung mento del corpo delle guardie di frontiera in Ticino.
und Unterstützung von Weiterbildungsaktivitäten.
Die heutige Situation möchten und können wir nicht in Texte de la motion du 12 mars 1986
Frage stellen. Sie basiert auf einer historisch gewachsenen Le Conseil fédéral est invité à organiser une campagne
Entwicklung und hat sich grundsätzlich bewährt. d'information systématique, dans le grand public et dans les
Mit Blick auf seine beschränkte, vorwiegend auf Unterstüt- écoles, en vue d'améliorer l'image de marque du corps des
zung ausgerichtete Zuständigkeit im Bereiche der Erwach- gardes-frontière au Tessin et de favoriser le recrutement de
senenbildung kann der Bund von sich aus kein derartig ceux-ci.
umfassendes Konzept erarbeiten, jedenfalls keines, das in
der Folge einen Verbindlichkeitsanspruch hätte. Auch seine Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Ammann-
eigenen Möglichkeiten zu dessen Umsetzung in die Realität San-Gallo, Bäumlin, Bircher, Braunschweig, Carobbio, Cho-
wären wohl eher bescheiden. Er kann aber selbstverständ- pard, Cotti Gianfranco, Eggenberg-Thun, Gloor, Grassi,
lich die Erarbeitung eines solchen Konzeptes anregen und Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Soletta, Leuenberger
fördern und bei dessen Realisierung tatkräftig mitarbeiten. Moritz, Longet, Mauch, Ott, Petitpierre, Pini, Pitteloud,
Eine besonders wichtige Rolle kommt in diesem Zusammen- Rebeaud, Reimann, Renschler, Rubi, Ruffy, Salvioni, Stap-
hang neben der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirek- pung, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder (31)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Uchtenhagen Weiterbildung. Konzept
Motion Uchtenhagen Formation continue. Définition d'une véritable politique
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.304
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.06.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 951-952
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Ref. No 20 014 416
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