Federal Council Approves Targeted Personnel Flexibility for Asylum Sector
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council proposed an amendment to the asylum law to grant it increased personnel flexibility, particularly for handling asylum applications, due to the unpredictable influx of asylum seekers. This was debated alongside another proposal to generally relax personnel hiring restrictions. The Council ultimately supported a compromise, agreeing to remove the general personnel flexibility provision and instead approve a more specific provision for the asylum sector, thereby granting the necessary flexibility to address asylum-related issues while respecting overall personnel ceilings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 Absatz, Art. 2a Recht, Art. 2a zustim, Art. 2 pays, Art. 1 noch, Art. 2 Absatz 3 (neu; Federal Council Approves Targeted Personnel Flexibility for Asylum Sector: This was debated alongside another proposal to generally relax personnel hiring restrictions. The Council ultimately supported a compromise, agreeing to remove the general personnel flexibility provision and instead approve a more specific provision for the asylum sector, thereby granting the necessary flexibility to address asylum-related issues while respecting overall personnel ceilings.
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KI-generiertThe court decided to strike this provision.
The court decided to approve this provision.
Volltext
Pétition du «Centre social protestant» 256 4 juin 1986
bringen, auf jeden Fall im Nachtrag l oder im Nachtrag II Um einerseits dem Gedanken der Personalplafonierung für
diese zusätzlichen Kredite aufführen. Einer solchen Ausle- die gesamte Verwaltung, andererseits aber der speziellen
gung könnte ich zustimmen, sofern die Betonung auf einer Situation Rechnung zu tragen, wie wir sie im Asylbereich
vorübergehenden Lösung liegt. Ich nehme an, dass dieses haben, beantrage ich Ihnen, Artikel 2 Absatz 3, der neu
«vorübergehend» nur Bedeutung für das laufende Jahr eingefügt wurde, zu streichen und dem Artikel 2a in der
haben kann, denn für das folgende Jahr diskutiert das Formulierung des Nationalrates zuzustimmen.
Parlament ja die Personalbestände auf jeden Fall beim Vor-
anschlag wieder. Das wäre eine Lösung, der man ohne Präsident: Wir kommen zur Bereinigung. Ich schlage Ihnen
Bedenken zustimmen könnte, besonders dann, wenn der vor, vorerst über Artikel 2 Absatz 3 (neu) zu entscheiden. Es
Bundesrat für dieses zusätzliche Personal nicht einmal besteht von seilen der Ratsmitglieder kein Streichungsan-
zusätzliche Mittel brauchte, weil er irgendwo eine Einspa- trag, aber der Bundesrat beantragt uns, Artikel 2 Absatz 3 zu
rung machen könnte. streichen. Schliesst sich Herr Letsch dem Antrag des Bun-
desrates an?
Bundesrätin Kopp: Der Antrag des Bundesrates war nicht
ein Racheakt, wie das Herr Hefti zu formulieren beliebte, Letsch: Ich schliesse mich dem Antrag des Bundesrates an.
sondern das war die Konsequenz der Motion Lüchinger, die
wollte, dass der Bunderat auch in ausserordentlichen Fällen Art. 2Abs. 3-Art. 2al. 3
die nötige Handlungsfähigkeit erhält. Das ganze Gesetz
steht ja unter diesem Zeichen, und es war eine logische Abstimmung - Vote
Konsequenz, dass man diese Handlungsfähigkeit dem Bun-
desrat auch auf dem personellen Sektor erhalten wollte. Es Für den Antrag des Bunderates (Streichen) 15 Stimmen
versteht sich von selbst, dass von solchen ausserordent- Für den Antrag der Kommission 16 Stimmen
lichen Kompetenzen nur in wirklich ausserordentlichen Fäl-
len Gebrauch gemacht wird. Aber Herr Jagmetti hat zu Art. 2a
Recht darauf hingewiesen: Im Gegensatz zur normalen Ver-
waltungstätigkeit, die planbar ist, können wir den Zustrom Abstimmung - Vote
von Asylbewerbern nicht planen. Vom Finanziellen her gese-
hen - auch das hat die Vergangenheit gezeigt - dürfte es Für den Antrag der Mehrheit 18 Stimmen
wesentlich günstiger sein, wenn man die Gesuche rasch Für den Antrag der Minderheit 21 Stimmen
behandelt, als wenn man wiederum einen Pendenzenberg
entstehen lassen würde. Ziff. II
Nun hat der Bundesrat ausdrücklich gesagt, diese Hilfs- Antrag der Kommission
kräfte sollten vorübergehend eingestellt werden können. Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Herr Lüchinger hat das präzisiert, nämlich dahingehend,
dass das Parlament mit dem Voranschlag auf Ende Jahr Ch. II
darüber zu befinden hat, ob diese Stellen zu bewilligen seien Proposition de la commission
oder nicht; wenn nicht, dann muss der Bundesrat diese Adhérer à la décision du Conseil national
Stellen wieder abbauen bzw. kompensieren. Der Bundesrat
erachtet den Antrag von Herrn Lüchinger als eine wünsch- Angenommen - Adopté
bare Präzisierung; er geht in der Richtung, die er selber
vorgeschlagen hat, aber er zeigt die Kompetenz des Parla- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
mentes deutlicher auf.
Gestatten Sie mir noch eine Bemerkung zum Verhältnis von Für Annahme des Beschlussentwurfes 26 Stimmen
Artikel 2 Absatz 3 (neu) und Artikel 2a. Der Artikel 2 Absatz 3 Dagegen 3 Stimmen
ritzt, wenn Sie ihn genau lesen - und darauf hat Herr
Muheim völlig zu Recht hingewiesen - natürlich ganz allge- An den Nationalrat - Au Conseil national
mein an der Personalplafonierung. Das ist auch der Grund,
weshalb dieser Antrag in der nationalrätlichen Kommission
eine Mehrheit fand. Einerseits waren die Mitglieder der
Finanzdelegation der Meinung, sie würden weniger weit #ST# 86.251
gehen als der Antrag des Bundesrates, und andererseits
haben diejenigen, die diesen Antrag unterstützen, an einer Petition des «Centre social protestant»
generellen Ritzung des Personalstopps ein Interesse. Ich Rückweisung von Asylbewerbern
sage Ihnen das einfach um der Ehrlichkeit willen.
Der Bundesrat wollte nicht so weit gehen, sich über diesen Pétition du «Centre social protestant»
neuen Artikel 2 Absatz 3 auf dem gesamten Personalsektor Renvoi de demandeurs d'asile
zusätzlich Personal zu verschaffen - allenfalls, Herr Hefti,
unter Umgehung der Finanzkommission -, sondern der
Bundesrat wollte sich diese Kompetenz nur ganz speziell
auf dem Asylsektor einräumen, wo er diese Planung nicht
hat. Wenn Sie also, wie das Herr Hefti und die Minderheit M. Miville présente au nom de la Commission le rapport
vorschlagen, den Artikel 2a, wie der Nationalrat ihn auf écrit suivant:
Antrag von Herrn Lüchinger genehmigt hat, streichen und
zu Artikel 2 Absatz 3 gehen, dann ritzen Sie die Personalpla- 1. Le 21 août 1985, le «Centre social protestant» de Genève
fonierung. Ich fühlte mich einfach verpflichtet, Ihnen das et le «Comité suisse pour la défense du droit d'asile» à
noch zu sagen. Wenn Sie hingegen, wie Herr Miville das Lausanne ont fait parvenir une pétition, signée par 3654 per-
ursprünglich vorgeschlagen hat, den neu eingeführten Arti- sonnes. Les pétitionnaires demandent que cessent immé-
kel 2 Absatz 3 streichen und dafür dem Artikel 2a zustim- diatement les renvois par la force, dans leur pays d'origine,
men, dann gehen Sie weniger weit und geben trotzdem dem des candidats à l'asile séjournant en Suisse depuis plusieurs
Bundesrat die nötige Flexibilität, aber eben nur auf dem années et à qui l'asile politique a été refusé, pour autant que
Asylsektor. Deshalb bin ich der Meinung - da komme ich ceux-ci n'aient pas gravement contrevenu aux lois de notre
sicherauch Herrn Ständerat Letsch entgegen-, der Artikel 2 pays.
Absatz 3 müsse gestrichen werden und der Artikel 2a- hier 2. La commission qui est chargée d'étudier le projet de
allerdings treffe ich nicht seine Meinung - verdiene Zustim- modification de la loi sur l'asile a examiné cette pétition,
mung. dans sa séance du 1er mai 1986. Elle a constaté que le
4. Juni 1986 257 Kantonsverfassung Basel-Landschaft. Gewährleistung
problème faisant l'objet de la dite pétition a été discuté de 2. Die Kommission des Ständerates, die sich mit der Revi-
manière approfondie, en rapport avec la révision de la loi. En sion des Asylgesetzes befasst, prüfte die Petition an ihrer
délibérant sur cet objet, les Chambres arrêtent aussi leur Sitzung vom 1. Mai 1986. Sie liess sich vom Chef der Abtei-
attitude face aux préoccupations des pétitionnaires. lung Flüchtlinge des Bundesamtes für Polizeiwesen über
La commission renvoie au contenu de la discussion concer- das Vorgehen der Behörden insbesondere beim Vollzug der
nant la loi sur l'asile dans les deux conseils, et notamment Ausschaffung orientieren.
au projet de solution dite «globale». Die Kommission stellt fest, dass die Probleme, die von den
La commission renonce à transmettre cette pétition, vu Petenten aufgeworfen werden, in die Zuständigkeit des
qu'elle a été adressée en même temps aussi au Conseil Bundesrates fallen, soweit sie den Vollzug des Asylgesetzes
fédéral. betreffen. Dieser ist Mitadressat der Petition.
In materieller Hinsicht geht die Kommission davon aus, dass
Antrag der Kommission mit der Beratung des revidierten Asylgesetzes und mit ande-
Aus diesem Grund beantragt die Kommission, von der Peti- ren Massnahmen die nötigen Voraussetzungen geschaffen
tion Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu geben. wurden, um die anstehenden Probleme im Asylbereich zu
lösen. Soweit die Petition in den Zuständigkeitsbereich des
Proposition de la commission Parlamentes fällt, erachtet sie daher deren Anliegen als
Pour cette raison, la commission propose que l'on prenne besprochen und teilweise erfüllt. Sie weist auf die Diskus-
acte de cette pétition, mais sans lui donner de suite. sion in den Räten .hin, die während der Frühjahrs- und der
Sommersession stattgefunden hat oder noch stattfinden
Zustimmung - Adhésion wird.
Die Kommission verzichtet auf die Ueberweisung der Peti-
tion, da diese Eingabe zugleich auch an den Bundesrat
gerichtet wurde.
#ST# 86.255
Antrag der Kommission
Aus diesen Ueberlegungen beantragt die Kommission, von
Petition für eine menschliche Asylpraxis der Petition Kenntnis zu nehmen, ihr aber keine Folge zu
Pétition pour une pratique de l'asile geben.
plus humaine
Proposition de la commission
Se fondant sur les considérations ci-dessus, la commission
propose que l'on prenne acte de cette pétition, mais sans lui
donner suite.
Herr Miville legt namens der Kommission den folgenden
schriftlichen Bericht vor: Zustimmung - Adhésion
1. Am 4. März 1986 reichte ein Petitionskomitee, das von
50 Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des
öffentlichen Lebens unterstützt wird, zuhanden des Bundes-
rates und des Parlamentes eine «Petition für eine menschli- #ST# 85.049
che Asylpraxis» ein. Die Eingabe ist von zirka 51 000 Perso-
nen unterschrieben worden, welche über die zunehmende Kantonsverfassung Basel-Landschaft.
Verschärfung des Asylpraxis beunruhigt sind und wollen, Gewährleistung
dass die Schweiz eine Zufluchtstätte für Verfolgte bleibt. Die
Petition soll zeigen, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbür- Constitution du canton de Baie-Campagne.
ger bereit sind, eine entsprechende Politik der Behörden Garantie
mitzutragen.
Die Petition - die nicht von den Hilfswerken ausgeht - lädt Siehe Jahrgang 1985, Seite 506 - Voir année 1985, page 506
die Behörden ein, Beschluss des Nationalrates vom 13. März 1986
- dem menschlichen Aspekt des Problems unbedingt Rech- Décision du Conseil national du 13 mars 1986
nung zu tragen, und zwar sowohl bei der zur Diskussion
stehenden Revision des Asylgesetzes als auch bei der tägli-
chen Anwendung dieses Gesetzes durch das Eidgenössi-
sche Justiz- und Polizeidepartement und die kantonalen
Behörden; Differenzen - Divergences
- die Realität der Gefährdung der Asylbewerber in den Her-
kunftsländern vermehrt ernst zu nehmen; Art. 1
-auf gewaltsame Heimschaffungen zu verzichten, wenn Antrag der Kommission
eine Verfolgungsgefahr besteht; .... gewährleistet, Paragraph 115 Absatz 2 Satz 2 jedoch nur
-definitiv abgewiesenen Asylbewerbern zumindest eine unter Vorbehalt von Artikel 24quinquies der Bundesverfas-
genügende Frist einzuräumen, damit sie entweder ein ande- sung und der darauf beruhenden Bundesgesetzgebung.
res Aufnahmeland finden oder sich auf die Rückkehr in ihr
Heimatland bestmöglichst vorbereiten können. Antrag Binder
Die Petenten sind sich durchaus bewusst, dass die Schweiz .... gewährleistet mit Ausnahme von Paragraph 115 Absatz 2
nicht alle Asylsuchenden aufnehmen kann. Sie sind sich Satz 2.
auch der riesigen Probleme bewusst, vor welche der mas-
sive Zustrom von Asylbewerbern die Behörden stellt. Den- Art. 1
noch bedauern sie, dass diese sicher nicht geringen Pro- Proposition de la commission
bleme sowohl in der Bevölkerung als auch bei vielen Behör- ....du 4 novembre 1984, le paragraphe 115, 2e alinéa,
devertretern zu einer abwehrenden, ja feindlichen Haltung 2e phrase, sous réserve de l'article 24quinquies de la consti-
gegenüber allen Flüchtlingen geführt haben. Dadurch wer- tution fédérale et de la législation fédérale qui en résulte.
den auch wirklich verfolgte Mitmenschen in unvorstellbare
Angst versetzt und all jene Asylbewerber und Schweizer Proposition Binder
bitter enttäuscht, die von der Schweiz eine wirklich humani- ....du 4 novembre 1984 à l'exception du paragraphe 115,
täre Haltung erwarten. 2e alinéa, 2e phrase.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Petition des "Centre social protestant" Rückweisung von Asylbewerbern
Pétition du "Centre social protestant" Renvoi de demandeurs d'asile
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.251
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.06.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 256-257
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Pagina
Ref. No 20 014 533
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