Bühler-Tschappina and Günter Motions on Electricity Act Liability and Party Financing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis document concerns two motions. The first, Motion Bühler-Tschappina, proposed revising the Electricity Act to expand the liability of operators of low and high-voltage facilities, specifically to include damages caused by force majeure or third parties. The Federal Council recommended converting this into a postulate, acknowledging the current law's adherence to general liability principles but noting public concern regarding environmental impact and the unfairness to those forced to tolerate facilities that later cause damage. The second, Motion Günter, aimed to regulate financial support for political parties and election committees during national elections, prohibiting support without a legal basis and by public enterprises, with penalties including criminal sanctions and election annulment. The Federal Council also recommended converting this into a postulate, stating that party financing issues were being comprehensively reviewed as part of a broader initiative on political democracy.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 27 Elektrizitätsgesetz; Bühler-Tschappina and Günter Motions on Electricity Act Liability and Party Financing: The first, Motion Bühler-Tschappina, proposed revising the Electricity Act to expand the liability of operators of low and high-voltage facilities, specifically to include damages caused by force majeure or third parties. The Federal Council recommended converting this into a postulate, acknowledging the current law's adherence to general liability principles but noting public concern regarding environmental impact and the unfairness to those forced to tolerate facilities that later cause damage. The second, Motion Günter, aimed to regulate financial support for political parties and election committees during national elections, prohibiting support without a legal basis and by public enterprises, with penalties including criminal sanctions and election annulment. The Federal Council also recommended converting this into a postulate, stating that party financing issues were being comprehensively reviewed as part of a broader initiative on political democracy.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertThis article is cited to explain the existing liability provisions for operators of low and high-voltage systems, which the motion seeks to amend.
Volltext
Motion Bühler-Tschappina 516 20 mars 1987
Dans cette optique, il faut imposer les exigences minimales #ST# 86.171
suivantes:
- Interdiction d'aliments médicamenteux (sauf dans un but
thérapeutique) et de stimulateurs synthétiques de crois- Motion Bühler-Tschappina
sance; Elektrizitätsgesetz.
- Possibilité donnée aux animaux de rente de se mouvoir et Haftpflichtbestimmungen
de se comporter de la manière propre à leur espèce ainsi
que de rester en plein air, au moins par moments; Loi sur l'électricité. Dispositions
Installation d'enclos et d'étables qui ne portent pas atteinte sur la responsabilité civile
à la santé et au bien-être des animaux de rente et qui
reçoivent la lumière du jour;
- Interdiction de sélectionner des espèces qui soient affai-
blies ou atteintes dans leur santé;
- Interdiction des sols recouverts de caillebotis; Wortlaut der Motion vom 16. Dezember 1986
- Interdiction de la stabulation entravée pour les porcs, les Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Revi-
bovins et les veaux ainsi que de la détention en cage pour sion der Haftpflichtbestimmungen des Elektrizitätsgesetzes
les porcelets et de l'élevage des poules en halle; vom 24. Juni 1902 in dem Sinne zu unterbreiten, dass die
- Interdiction du rognage du bec et des griffes des poules; Haftung der Inhaber bzw. Betreiber von Schwach- und
- Interdiction d'élever des lapins en cage sans litière; Starkstromanlagen ausgeweitet wird. Insbesondere sollen
- Exécution des contrôles nécessaires. auch Schäden, die durch höhere Gewalt oder durch Dritte
ausgelöst werden, ähnlich dem Kernenergiehaftpflichtrecht,
Mitunterzeichner - Cosignataires: Grendelmeier, Günter, miteinbezogen werden.
Jaeger, Maeder-Appenzell, Müller-Bachs, Oehen (6)
Texte de la motion du 16 décembre 1986
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement un
Der Motionär verzichtet auf eine Begründung und wünscht projet de révision des dispositions sur la responsabilité civile
eine schriftliche Antwort. contenues dans la loi du 24 juin 1902 sur l'électricité, afin
que soit étendue la responsabilité de l'exploitant d'installa-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates tions électriques à faible et à fort courant. Il faudra notam-
vom 2. März 1987 ment inclure les dommages dus à une force majeure ou à la
Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 mars 1987 faute de tiers, comme c'est le cas dans la loi sur la responsa-
Durch die Entgegennahme verschiedener Postulate hat der bilité civile en matière nucléaire.
Bundesrat bereits seine Bereitschaft demonstriert, die 1981
in Kraft getretene Tierschutzgesetzgebung zu überprüfen Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Bundi, Cantieni,
und nötigenfalls abzuändern. Dabei ist zu bedenken, dass Columberg, Dirren, Dünki, Eppenberger-Nesslau, Hari, Lon-
.noch nicht einmal alle neuen Vorschriften in Kraft getreten get, Maeder-Appenzell, Müller-Wiliberg, Nebiker, Oester,
sind. Die längsten Uebergangsfristen dauern noch bis zum Vannay (14)
31. Dezember 1991. Die Arbeit der Prüfstellen für Stallein-
richtungen im Bundesamt für Veterinärwesen (Prüfung Schriftliche Begründung - Développement par écrit
serienmässig hergestellter Aufstallungssysteme und Stall- Artikel 27 des Elektrizitätsgesetzes bestimmt, dass die
einrichtungen) zeigt nach der Aufbauphase Resultate, wel- Betreiber von Schwach- oder Starkstromanlagen nur dann
che es erlauben, die Forderungen nach Verschärfung der für Schäden an Sachen und Personen haften, wenn sie nicht
Vorschriften auf wissenschaftlich fundierten Grundlagen zu nachweisen können, dass der Schaden durch höhere
beurteilen. Eine Ueberprüfung der Bestimmungen über Tier- Gewalt oder durch Dritte verursacht wurde.
versuche und den Schutz der Nutztiere ist durch andere In der Praxis ist es leider so, dass z. B. beim Einsturz einer
Vorstösse bereits ausgelöst worden. Die Anliegen der Starkstromleitung infolge von Lawinenniedergang, Sturm
Motion können darin eingeschlossen werden. usw. recht grosse Schäden entstehen können. Für den
Zu bedenken ist indessen, dass die Tierschutzgesetzgebung Schaden, der dabei entsteht, wird gemäss den Haftpflichtbe-
des Bundes das Resultat der politischen Auseinanderset- stimmungen im Elektrizitätsgesetz der Betreiber einer sol-
zung zwischen unterschiedlich gelagerten Interessen ist. Sie chen Leitung keine Haftung zu übernehmen haben, weil es
stellt daher-wie die gesetzliche Ordnung in anderen Berei- sich um höhere Gewalt handelt. Diese Regelung erscheint
chen auch - einen Mittelweg zwischen verschiedenen z. B. für Gemeinden oder Private insbesondere dann völlig
Standpunkten dar, den der Bundesrat im übrigen nach wie ungerecht, wenn sich diese gegen den Bau einer Hochspan-
vor als gangbar erachtet. nungsleitung ausgesprochen und zur Wehr gesetzt haben
und über den Weg der Enteignung dann doch zur Duldung
Schriftliche Erklärung des Bundesrates einer solchen Anlage gezwungen wurden. Dass sie nebst
Déclaration écrite du Conseil fédéral der Duldung der Anlage sogar noch selber allfällige Schä-
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- den tragen müssen, ist wohl höchst unverständlich. Einzig
wandeln. im Kernenergiebereich haben wir bisher die strenge Kausal-
haftung als fortschrittliche Lösung realisiert. Der Bundesrat
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat hat sich in bezug auf die Haftpflicht bei Schäden infolge von
Staumauer- und Dammbrüchen bereit erklärt (Postulat Van-
nay und Interpellation Dirren), im Zuge einer Gesamtüber-
prüfung des Haftpflichtrechts den berechtigten Anliegen der
Berggebiete besser Rechnung zu tragen.
Bisher nicht diskutiert wurde die Verschärfung der Haft-
pflichtbestimmungen für Anlagen wie Hochspannungslei-
tungen und dergleichen. Mit der Revision der Haftpflichtbe-
stimmungen im Elektrizitätsgesetz könnte diese Lücke
geschlossen werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 25. Februar 1987
Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 février 1987
Nach Artikel 27 des Elektrizitätsgesetzes haftet der Betriebs-
20. März 1987 N 517 Motion Günter
Inhaber einer Schwach- oder Starkstromanlage nicht, wenn règle clairement la répartition de l'aide financière entre les
ein Unfall durch höhere Gewalt oder durch Verschulden partis; en revanche, tout financement effectué sans base
oder Versehen Dritter oder durch grobes Verschulden des légale sera interdit.
Getöteten oder Verletzten verursacht wurde. Gemäss Recht- 2. Les entreprises publiques et celles appartenant majoritai-
sprechung und Lehre befreien diese Ursachen nur dann von rement à des communes ou cantons ne peuvent apporter
der Haftung, wenn sie eine besondere Intensität erreichen. aucune aide financière aux partis et comités électoraux lors
Die gesetzliche Regelung entspricht allgemeinen haft- d'élections au Conseil national.
pflicht-rechtlichen Grundsätzen und hat sich im allgemei- 3. Tout octroi d'aide financière n'obéissant pas à ces règles
nen bewährt. a. sera punissable pour ce qui est du donateur, et pour ce
Heute ist jedoch die Oeffentlichkeit, vor allem unter dem qui est du bénéficiaire s'il connaît l'origine des fonds;
Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit, nicht mehr ohne b. aboutira à l'annulation des élections.
weiteres bereit, den Bau von Anlagen wie Hochspannungs-
leitungen zu akzeptieren. Es müssen daher vermehrt Ueber- Mitunterzeichner- Cosignataire: Jaeger (1)
leitu.ngsrechte enteignet werden. Unter diesen Vorausset-
zungen ist es stossend, wenn jemand, der zur Duldung einer Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Leitung gezwungen wurde, auch noch für allfällige Schäden Staatliche Parteienfinanzierung ist sinnvoll und nötig, wenn
aufzukommen hat. die Parteien gegenüber den finanzkräftigeren Verbänden
Der Bundesrat hat in den letzten Jahren in seinen Antworten nicht an Einfluss verlieren sollen. Von einer staatlichen
auf verschiedene parlamentarische Vorstösse zum Haft- Parteienfinanzierung nach festen Regeln unter Beachtung
pflichtrecht immer wieder darauf hingewiesen, dass haft- der demokratischen Chancengleichheit der beteiligten Par-
pflicht-rechtliche Einzelfragen im Rahmen einer Gesamt- teien ist aber die willkürliche Unterstützung einzelner poli-
überprüfung des Schadenersatzrechtes zu klären sind. Eine tisch genehmer Parteien unter Ausnützung staatlicher
punktuelle Aenderung von Haftungsbestimmungen in ein- Machtpositionen deutlich zu unterscheiden. Erstere stellt
zelnen Spezialgesetzen ist nicht angezeigt, denn dadurch die Chancengleichheit im politischen Prozess sicher, letz-
würde die erwünschte Vereinheitlichung des Haftplichtrech- tere führt zu einer Verzerrung des demokratischen Wettbe-
tes erschwert. werbs.
Der Bund hat ein vitales Interesse daran, dass sich Kantone,
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Gemeinden sowie staatliche und halbstaatliche Unterneh-
Déclaration écrite du Conseil fédéral mungen bei den Wahlen zum eidgenössischen Parlament
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- an die demokratischen Spielregeln halten. Wie die Ereig-
wandeln. nisse im Kanton Bern zeigen, ist dies nicht unbedingt der
Fall.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Zu Punkt 1: Hier wird die Unterscheidung zwischen einer
demokratischen Parteienfinanzierung einerseits und dem
Missbrauch staatlicher Machtpositionen zur Bevorzugung
einzelner Parteien getroffen.
Zu Punkt 2: Die Parteienfinanzierung hat über die öffentli-
#ST# 86.833 chen Haushalte zu erfolgen. Verflechtungen zwischen Poli-
tik und öffentlichen Unternehmungen sind zu vermeiden.
Motion Günter Zu Punkt 3: Die beiden Sanktionsarten (Strafrecht und
Nationalratswahlen. Wahlkassation) ergänzen einander.
Finanzielle Unterstützung Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Elections au Conseil national. vom 18. Februar 1987
Aides financières Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 février 1987
Im Zusammenhang mit der Behandlung einer parlamentari-
schen Initiative von Nationalrat Hubacher «Schutz der politi-
schen Demokratie» (Nr. 81.225) haben die eidgenössischen
Räte in den Jahren 1983/84 durch ein Postulat beider Räte
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 betreffend Unterstützung der Parteien (P zu 81.225, vom
Der Bundesrat wird beauftragt, innerhalb von zwei Jahren 7.6.84) klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich mit den
nach Annahme dieser Motion eine Vorlage einzubringen, Parteien, deren Probleme und Möglichkeiten zu ihrer Bewäl-
wonach tigung nicht punktuell, sondern aus einer Gesamtschau
1. Kantone und Gemeinden Parteien und Wahlkomitees bei heraus befassen wollen. Aus diesem Grund verknüpften sie
Nationalratswahlen finanziell unterstützen dürfen, wenn die Ueberweisung des erwähnten Postulats mit der Erwar-
dafür eine gesetzliche Grundlage vorliegt, die die Verteilung tung, vom Bundesrat eine umfassende Diskussions- und
der Unterstützung auf die Parteien klar regelt, während Entscheidungsgrundlage vorgelegt zu erhalten. Das Eidge-
Zahlungen ohne gesetzliche Grundlage verboten sind; nössische Justiz- und Polizeidepartement ist daran, diese
2. öffentliche Unternehmungen und Unternehmungen, die Diskussions- und Entscheidungsgrundlage in Zusammenar-
von Gemeinden oder Kantonen beherrscht werden, bei beit mit anderen Departementen, der Bundeskanzlei, den
Nationalratswahlen keine Unterstützung an Parteien oder PTT, SBB und der SRG auszuarbeiten.
Wahlkomitees ausrichten dürfen; Dieser Bericht wird sämtliche Einzelaspekte des Problem-
3. Zuwendungen, die nicht den obgenannten Regeln kreises Parteienförderung/Parteiengesetzgebung ein-
entsprechen, schliesslich einer Offenlegungspflicht betreffend die Partei-
a. beim Spender und beim Empfänger, der um die Herkunft finanzen in ihren rechtlichen, sachlichen und politischen
der Gelder weiss, strafbar sind; Dimensionen sowie in ihren Bezügen und Wechselwirkun-
b. zu einer Kassation der Wahlen führen. gen untereinander darstellen.
Ausserdem sind in diese Untersuchungen nicht nur die
Texte de la motion du 19 décembre 1986 Wahlen, sondern auch die Sachabstimmungen miteinzube-
Le Conseil fédéral est chargé de présenter dans les deux ans ziehen. Aus diesen Gründen würde die skizzierte parlamen-
à compter, de l'acceptation de la présente motion un projet tarische Marschroute für die Behandlung der Parteienthe-
disposant que: matik und gegebenenfalls ein staatliches Engagement im
1. Cantons et communes peuvent soutenir financièrement Parteiwesen präjudiziert, falls der Vorstoss von Herrn Natio-
les partis et les comités électoraux lors d'élections au nalrat Günter in Form der Motion, d. h. als verbindlicher
Conseil national si une base légale existe à cet effet et si elle Auftrag, zur Ausarbeitung einer Vorlage überwiesen würde.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Bühler-Tschappina Elektrizitätsgesetz. Haftpflichtbestimmungen
Motion Bühler-Tschappina Loi sur l'électricité. Dispositions sur la responsabilité civile
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.171
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 516-517
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Ref. No 20 015 256
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