Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 86-130 KI-generiert

Federal Assembly Approves Cantonal Constitutional Revisions

Geschäftsnummer VPB 86-130
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Assembly's commission reviewed constitutional revisions in four cantons (Obwalden, Glarus, Appenzell Innerrhoden, and Vaud) and recommended federal approval. The commission found that these revisions complied with federal law, including those concerning republican forms of political rights, criminal procedure, public hearings, and the reporting obligations of cantonal executives. Specifically, Obwalden adjusted expense powers due to inflation, Glarus updated administrative justice and constitutional revision procedures, Appenzell Innerrhoden reformed its criminal procedure to abolish direct trials and incorporate public judgments, and Vaud removed a mandatory reporting obligation for its executive council on federal matters, deeming these changes to be within cantonal organizational competence.

Legislator-Regeste

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Art. 6 Absatz, Art. 6 Titel, Art. 71 Absatz, Art. 61 Für, Art. 76 Absatz, Art. 74 Absatz; Federal Assembly Approves Cantonal Constitutional Revisions: The commission found that these revisions complied with federal law, including those concerning republican forms of political rights, criminal procedure, public hearings, and the reporting obligations of cantonal executives. Specifically, Obwalden adjusted expense powers due to inflation, Glarus updated administrative justice and constitutional revision procedures, Appenzell Innerrhoden reformed its criminal procedure to abolish direct trials and incorporate public judgments, and Vaud removed a mandatory reporting obligation for its executive council on federal matters, deeming these changes to be within cantonal organizational competence.

Schlagwörter

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Verfassungsänderung Revision eines Entscheids Verwaltungsreform Rechtsbehelfsverfahren politische Grundrechte exekutive Gewalt

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 6 Absatz
Art. 6 Titel
Art. 71 Absatz
Art. 61 Für
Art. 76 Absatz
Art. 74 Absatz
Art. 18 Absatz
taires dans les régions limites entre forêts et terrains à bâtir tières dans les plans d'utilisation, (révision de l'article 18 de
Art. 4 Absatz
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Artikel 6 der Bundesverfassung

This article was cited as the basis for granting the guarantee to cantonal constitutional revisions, ensuring that republican forms of political rights were upheld.

Artikel 74 Absatz 4 der Bundesverfassung

This provision was cited to confirm the cantons' authority to fully regulate voting and election rights within their territories.

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Volltext

5. März 1987 43 Kantonsverfassungen. Gewährleistungen

#ST# Vierte Sitzung - Quatrième séance Artikel 6 der Bundesverfassung Rechnung tragen, wonach

die Ausübung der politischen Rechte nach republikani-

Donnerstag, 5. März 1987, Vormittag schen Formen gesichert werden muss. Der Kanton Glarus

Jeudi 5 mars 1987, matin hat diese Voraussetzung erfüllt. Die Gewährleistung ist zu

erteilen.

8.00 h Im Kanton Appenzell Innerrhoden wurde in Artikel 40

Absätze 1 und 2 die Grundlage für eine neue kantonale

Vorsitz - Présidence: Herr Dobler Strafprozessordnung geschaffen. Damit werden die Direkt-

prozesse vor dem Kantonsgericht abgeschafft. Schliesslich

wird im neuen Absatz 1 von Artikel 43 der Grundsatz der

öffentlichen Gerichtsverhandlung und Urteilseröffnung auf-

genommen. In der Kommission wurde zur Kenntnis genom-

men, dass der Hinweis auf Seite 10 unserer Botschaft nicht

86.065 zutrifft, wonach nur durch ein Urteil des Bundesgerichtes

dem Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention

nachgelebt worden wäre, indem die entsprechende Vorlage

Kantonsverfassungen. Gewährleistungen im Kanton Appenzell Innerrhoden schon längst vorher vor-

Constitutions cantonales. Garantie bereitet worden ist. Die Kommission beantragt, die Gewähr-

(OW, GL, AI, VD) leistung auszusprechen.

Der Kanton Waadt schliesslich hat im revidierten Artikel 52

Botschaft und Beschlussentwurf vom 1. Dezember 1986 (BBI 1987 l, 1) Absatz 3 die Verpflichtung des Staatsrates für eine regel-

Message et projet d'arrêté du 1er décembre 1986 (FF 1987 I, 1) mässige Berichterstattung in jeder ordentlichen Session des

Grossen Rates über wichtige Fragen in Angelegenheiten

des Bundes aufgehoben. Die Berichterstattung über solche

Fragen ist künftig nur noch dann vorgesehen, wenn es der

Antrag der Kommission Staatsrat als nützlich erachtet. Die Aenderung liegt voll im

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Bereich der kantonalen Organisationskompetenz; die

Gewährleistung ist zu erteilen.

Proposition de la commission Die Kommission beantragt Ihnen, dem Bundesbeschluss

Adhérer au projet du Conseil fédéral zuzustimmen.

Weber, Berichterstatter: Die Kantone Obwalden, Glarus, Eintreten ist obligatorisch

Appenzell Innerrhoden und Waadt haben ihre Verfassung L'entrée en matière est acquise de plein droit

Teilrevisionen unterzogen. Gemäss Artikel 6 Absatz 1 der

Bundesverfassung ersuchen sie um Gewährleistung. Unsere Detailberatung - Discussion par articles

Kommission hat diese Ueberprüfung vorgenommen und

dabei festgestellt, dass alle Aenderungen dem Artikel 6 Titel und Ingress, Art. 1 und 2

Absatz 2 entsprechen und die Gewährleistung ausgespro- Antrag der Kommission

chen werden kann. Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Der Kanton Obwalden hat die Verfassung in folgenden

Punkten revidiert: Titre et préambule, art. 1 et 2

In Artikel 61 Ziffern 3 und 4 wurden die Befugnisse der Proposition de la commission

Landsgemeinde bezüglich Ausgabenkompetenz der Teue- Adhérer au projet du Conseil fédéral

rung angepasst. In Artikel 70 Ziffern 5 und 6 wurden die

Zuständigkeiten des Kantonsrates für Ausgaben allgemeiner Angenommen - Adopté

Natur einerseits und solche für den Grundstückerwerb zur

Sicherung von Landreserven andererseits neu fixiert. In Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Artikel 71 Absatz 1 wurde das Referendumsrecht in Anpas-

sung an den neuen Ausgabenrahmen gemäss Artikel 61 Für Annahme des Beschlussentwurfes 35 Stimmen

Ziffer 4 angeglichen, und in Artikel 76 Absatz 2 Ziffer 8 fand (Einstimmigkeit)

die Finanzkompetenz des Kantonsrates und in Artikel 94

Ziffer 7 jene der Gemeinderäte eine neue Absteckung. Es An den Nationalrat - Au Conseil national

wurden keine Kompetenzverschiebungen vorgenommen,

sondern - wie gesagt - die Ausgabenrahmen lediglich der

Teuerung angeglichen. Die Gewährleistung ist vorbehaltlos

gegeben.

Die revidierten Verfassungsbestimmungen des Kantons Gla- #ST# 86.130

rus enthalten:

1. Die Grundlage für das Gesetz über die Verwaltungs- Motion Genoud

rechtspflege, das bereits von der Landsgemeinde angenom- Forstpolizei und Raumplanung.

men wurde. Diese Aenderungen bewegen sich vollständig Koordination

im Bereich der kantonalen Organisationskompetenzen. Sie

kommen in materieller Hinsicht den Bestrebungen des Bun- Police forestière et aménagement du

des zur Entlastung des Bundesgerichtes entgegen. Ich ver- territoire. Coordination

weise auf die hängige Revision des Bundesgesetzes über

die Organisation der Bundesrechtspflege.

2. Die Bestimmungen über das Verfahren bei der Totalrevi-

sion der Verfassung. Diese Bestrebungen entsprechen

einem praktischen Bedürfnis. Im Hinblick auf die bevorste- Wortlaut der Motion vom 9. Dezember 1986

hende Totalrevision der Glarner Kantonsverfassung wird Der Bundesrat wird beauftragt, die Koordination zwischen

dem Stimmbürger die Möglichkeit eingeräumt, nach der der Forstpolizei und der Raumplanung sicherzustellen und

Publikation der Abstimmungsvorlage Anträge einzureichen. insbesondere konkrete Vorschläge zu unterbreiten, um

Die Kantone können das Stimm- und Wahlrecht für ihren 1. den Wald in das allgemeine Konzept der zweckmässigen

Bereich vollständig regeln; dies gemäss Artikel 74 Absatz 4 Nutzung des Bodens, wie sie Artikel 22quater (Raumpla-

der Bundesverfassung. Sie müssen dabei dem Gebot von nung) der Bundesverfassung verlangt, zu integrieren;

Motion Genoud 44 5 mars 1987

2. die Rechtssicherheit der Eigentümer in den Gebieten, die tion est la cause d'une constante insécurité du droit et

zwischen einem Wald und einer Bauzone oder einer ande- conduit à une croissance de la forêt sans que les problèmes

ren Zone von erheblichem Wertunterschied liegen, zu ver- de l'accroissement de l'aire forestière soient examinés et

bessern und zu gewährleisten; ordonnés en fonction des impératifs de l'aménagement du

3. die Verfahren zur Aenderung der Nutzung des Bodens, territoire.

die nach dem Forstrecht durchgeführt werden, auf die Si l'on se rapporte au projet de nouvelle loi forestière, il

Grundsätze der Raumplanung abzustimmen. apparaît que l'administration n'a pas l'intention d'examiner

cette situation juridique très insatisfaisante. C'est pourquoi

Texte de la motion du 9 décembre 1986 le Conseil fédéral est invité à reconsidérer la position parti-

Le Conseil fédéral est prié de garantir la coordination entre culière de l'aire forestière dans la réglementation de l'utilisa-

la police des forêts et l'aménagement du territoire, notam- tion judicieuse du sol, en apportant les modifications sui-

ment de présenter des propositions concrètes en vue vantes.

1. d'intégrer la forêt dans le cadre général de la réglementa- Dans le cadre général du principe de l'utilisation judicieuse

tion de l'utilisation judicieuse du sol selon l'article 22quater du sol, au sens de l'article 22quater de la constitution fédé-

(aménagement du territoire) de la constitution fédérale; rale - l'aménagement du territoire - la forêt doit être inté-

2. d'améliorer et de garantir la sécurité du droit des proprié- grée à ces dispositions, soit par la création de zones fores-

taires dans les régions limites entre forêts et terrains à bâtir tières dans les plans d'utilisation, (révision de l'article 18 de

ou d'autres zones de valeur sensiblement différente; la loi sur l'aménagement du territoire) ou par une coordina-

3. de coordonner les procédures de modification d'utilisa- 'tion de la définition juridique de la notion de forêt, par la

tion d sol relevant du droit forestier avec les principes de création de cadastres forestiers contraignants, soumis à

l'aménagement du territoire. révisions périodiques. La procédure pour changer l'utilisa-

tion, suivant la police forestière, soit pour les défrichements,

Mitunterzeichner - Cosignataires: Andermatt, Arnold, soit pour les afforestations, doit être intégrée dans le

Aubert, Bauer, Binder, Cavelty, Debétaz, Dreyer, Gadient, système de l'aménagement du territoire ou coordonnée

Gerber, Hefti, Jelmini, Knüsel, Küchler, Lauber, Masoni, avec les articles 22 et 24 de la loi sur l'aménagement du

Matossi, Meier Hans, Meier Josi, Meylan, Moll, Reichmuth, territoire. Ces propositions d'intégration ou de coordination

Reymond, Schaffter, Schmid, Schönenberger, Zumbühl (27) doivent trouver place soit dans la révision en cours de la loi

forestière, soit dans une modification de la loi sur l'aména-

M. Genoud: La législation forestière en vigueur définit l'aire gement du territoire.

forestière selon l'état actuel de boisement. Dans les régions Les modifications que je demande - je m'empresse de le

où les conditions de végétation changent rapidement, l'ap- souligner - vont dans l'intérêt supérieur de la forêt suisse.

plication de cette notion dynamique de la forêt est sujette à Elles sont de nature à éliminer les conflits toujours plus

des difficultés toujours plus grandes. Les zones à bâtir, les nombreux et plus âpres entre les intérêts légitimes qui

zones agricoles, les zones de protection établies légale- découlent pour les propriétaires des règles de l'aménage-

ment, se reboisent naturellement et sans que les proprié- ment du territoire et le maintien et le développement bien

taires ou les collectivités en soient conscients et tombent ordonné de l'aire forestière suisse. Je remercie par avance

sous la législation forestière, perdant ainsi leur destination Madame la conseillère fédérale du bon accueil qu'elle vou-

première, fixée selon les règles de l'aménagement du terri- dra bien réserver à mes propositions.

toire. Ce changement d'occupation du sol, furtif et sans

procédure adéquate, n'est, en général, perçu par l'adminis- Bundesrätin Kopp: Das Anliegen, das Ihnen Herr Genoud

tration forestière que lorsque le propriétaire se voit interdire unterbreitet hat, ist grundsätzlich ohne jeden Zweifel

l'utilisation de sa parcelle, selon la zonification établie, pour berechtigt. Für die Abgrenzung von Wald- und Raum-

des raisons de police forestière. La priorité absolue accor- planung gilt heute die folgende Rechtslage, die ich Ihnen

dée par le droit en vigueur à la définition de la forêt, liée à kurz darstellen möchte.

des changements de droit passant inaperçus, conduit sou- Einerseits verweist Artikel 18 Absatz 3 des Raumplanungs-

vent à de grandes pertes pour les propriétaires, surtout par gesetzes für die Umschreibung und die Nutzung des Wald-

les dévalorisations dans les zones à bâtir, Cette réglementa- areals ausdrücklich auf die Forstpolizeigesetzgebung. Das

tion est la cause d'une insécurité de droit permanente et Raumplanungsgesetz verzichtet also auf eine eigenständige

conduit, dans de nombreux cas, à des procédures légales Aussage zum Wald. Andererseits bestimmt das Forstpolizei-

inutiles et coûteuses. La loi en vigueur de 1902 ne contient recht, dass jede mit Waldbäumen und Sträuchern bestockte

pas de définition de l'aire forestière. Les dispositions initiale- Fläche grundsätzlich als Wald im Rechtssinne anzusehen

ment prises pour l'abornement de la forêt sont rapidement ist. Diese Regelung gilt auch für den neu eingewachsenen

devenues obsolètes, du fait de la promulgation de l'ordon- Wald. Deshalb spricht man von einem «dynamischen» Wald-

nance sur le registre foncier en 1910. begriff, den Herr Genoud zu Recht kritisiert hat; denn die

C'est par l'ordonnance sur la police des forêts de 1965 que geschilderte Rechtslage führt in der Praxis häufig zu

le Conseil fédéral a créé la notion de droit qui définit l'aire Abgrenzungsschwierigkeiten und zu Rechtsunsicherheit, so

forestière selon l'état de végétation. L'utilisation de cette zum Beispiel, wenn Wald in eine aufgegebene Weide neu

disposition pose, depuis l'entrée en vigueur de la loi sur einwächst und man plötzlich auf einem unbebauten Grund-

l'aménagement du territoire, des difficultés toujours plus stück neu mit Wald konfrontiert ist, oder umgekehrt, wenn

grandes dans les zones d'utilisation intensive du sol, con- zu einer besseren Bewirtschaftung eines Grundstückes der

naissant un changement rapide des conditions de végéta- Wald sukzessive zurückgedrängt wird, so dass man später

tion. Les zones à construire, les zones agricoles et les zones nicht mehr weiss, wo die eigentliche Waldlinie durchfliesst.

de protection, fixées légalement, à la suite de la croissance Es ist ohne jeden Zweifel so, dass eine bessere Koordination

forestière, sans considération des propriétaires ou de l'inté- zwischen Raumplanungsrecht und dem Forstpolizeirecht

rêt général, sont soumises à la législation forestière et, par wünschenswert ist. Was also den Grundsatz der Motion

suite de la sévère pratique qui règle le défrichement, sont angeht, kann dem Motionär zugestimmt werden.

très souvent soustraites à l'utilisation et de façon irréversible Wenn Ihnen der Bundesrat trotzdem beantragt, die Motion

de la fonction qui était légalement la leur. Ce changement in ein Postulat umzuwandeln, so hat das vor allem zwei

furtif du droit d'utilisation n'est découvert en général par Gründe:

l'autorité forestière qu'au moment où le propriétaire entend Erstens muss näher geprüft werden, ob der in der Motion

exercer son droit d'utilisation légalement reconnu, avant vorgeschlagene konkrete Weg materiell richtig sei. Es gibt in

l'intervention de l'autorité forestière. La priorité absolue de der Tat verschiedene Möglichkeiten, Raumplanungsrecht

la définition dynamique de la forêt conduit souvent à des und Forstrecht aufeinander abzustimmen. Es steht noch

préjudices considérables pour les propriétaires, surtout nicht zum vorneherein fest, welcher Weg tatsächlich der

dans la dévalorisation des terrains à bâtir. Cette réglementa- richtige und der bessere ist. Zweitens werden gegenwärtig

5. März 1987 45 Motion Gadient

sowohl das Raumplanungsgesetz als auch das Forstpolizei- den kann. Er ist auf das Inkrafttreten der in Vorbereitung

gesetz überprüft. Im Bereich des Forstrechtes liegt ein Ver- befindlichen, ordentlichen Gesetzgebung zu befristen.

nehmlassungsentwurf vor; Herr Genoud hat darauf hinge-

wiesen. Hier hat man von meinem Departement aus aller- Texte de la motion du 4 décembre 1986

dings Vorbehalte angebracht, die genau in die Richtung L'avancement des travaux législatifs sur l'harmonisation des

gehen, die Herr Genoud aufgezeigt hat. Wir haben - ich impôts directs perçus par les communes et les cantons, et

kann Ihnen das wörtlich bekanntgeben - folgendes geltend sur l'impôt fédéral direct, est tel que les mesures d'allége-

gemacht: «Die Dynamik des Waldbegriffes ist in einer auf ments fiscaux dont devraient bénéficier la majeure partie

Rechtssicherheit und Vertrauensschutz angelegten Rechts- des contribuables ne pourront pas prendre effet avant le

ordnung grundsätzlich problematisch. Sie führt insbeson- printemps 1990. De ce fait, il faudra attendre encore long-

dere in Grenzbereichen zu Siedlungen immer wieder zu temps avant que n'entre en vigueur au plan fédéral le nou-

unerfreulichen Problemen.» Herr Genoud hat uns einige veau régime relatif à l'imposition des contribuables mariés,

Beispiele aufgezeigt. qui sera introduit dans les cantons suite à un arrêt du

Im Bereich des Raumplanungsgesetzes hat eine Experten- Tribunal fédéral.

kommission unter der Leitung von Herrn Jagmetti soeben C'est pourquoi le Conseil fédéral est chargé de présenter

ihre Arbeit aufgenommen. Der Bundesrat beabsichtigt nun, aux Chambres un projet d'arrêté prévoyant un dégrèvement

im Zuge dieser beiden Revisionen, einerseits des Forstpoli- fiscal sur l'impôt fédéral direct pour les contribuables

zeigesetzes und andererseits des Raumplanungsgesetzes, mariés. Les modalités de ce dégrèvement doivent s'inscrire

eine Koordination dieser beiden Gesetzgebungen vorzuneh- dans le cadre de l'arrêté fédéral du 31 janvier 1975 relatif à

men, damit den Anliegen von Herrn Genoud Rechnung l'augmentation des recettes fiscales dès 1976, approuvé par

getragen werden kann. Das sind die Gründe, weshalb der le peuple et par les cantons le 8 juin 1975. L'article 8, ali-

Bundesrat trotz grundsätzlicher Zustimmung zur Motion néa 3, lettre a de cet arrêté prévoyait une réduction échelon-

heute diese nur in Form eines Postulates entgegennehmen née selon le montant de l'impôt, disposition abrogée par

möchte. l'arrêté fédéral sur le régime financier de 1981. Ce projet doit

prévoir également un dégrèvement plus élevé pour les cou-

Präsident: Ich frage den Motionär an, ob er mit der ples mariés ayant des enfants.

Umwandlung in ein Postulat einverstanden ist. L'arrêté fédéral devra entrer en vigueur en même temps que

la législation ordinaire actuellement en cours de prépara-

M. Genoud: Je remercie Mme Kopp, conseillère fédérale, de tion, avec effet rétroactif au 1er janvier 1987.

sa réponse. Je ne vais pas donner dans un formalisme

excessif, et puisque les principes que je propose sont rete- Mitunterzeichner - Cosignataires: Arnold, Bauer, Belser,

nus pour étude sous la forme du postulat, j'accepte volon- Binder, Bürgi, Cavelty, Gerber, Knüsel, Masoni, Matossi,

tiers cette transformation. Meier Hans, Meier Josi, Schoch, Steiner, Stucki, Weber (16)

Ueberwiesen aïs Postulat - Transmis comme postulat Gadient: Herr Bundesrat, Sie haben diese Motion schon vor

der Behandlung im Parlament in der Öffentlichkeit abge-

lehnt. Ich halte an ihr mit folgenden Argumenten fest:

Die vorliegende Motion bezweckt einen Rabatt auf der direk-

ten BundessteuerfürVerheiratete. Sie wurde deshalb einge-

#ST# 86.121 reicht, weil sich immer mehr zeigt, dass es innert angemes-

sener Zeit nicht möglich ist, die verfassungswidrige steuerli-

Motion Gadient che Ungleichbelastung von Ehepaaren und Konkubinats-

paaren zu beseitigen. Das Bundesgericht hat sich mit der in

Direkte Bundessteuer. der Motion aufgeworfenen Frage insbesondere im Zusam-

Steuerrabatt für Verheiratete menhang mit der Beurteilung einer staatsrechtlichen

Impôt fédéral. Abattement pour Beschwerde aus dem Kanton Zürich befasst und dabei

les contribuables mariés festgehalten, dass der Steuergesetzgeber sorgfältig darauf

zu achten hat, dass die von Artikel 4 Absatz 1 der Bundes-

verfassung geforderte Rechtsgleichheit gewahrt bleibt und

die Ehepaare nicht mehr Steuern bezahlen müssen als Kon-

kubinatspaare mit gleichem Gesamteinkommen. In diesem

Wortlaut der Motion vom 4. Dezember 1986 Entscheid wird unter anderem gesagt, dass auch die wach-

Der Stand der Gesetzgebung über die Harmonisierung der sende Anerkennung der Rechtsgleichheit von Mann und

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über Frau, wie sie nun in Artikel 4 Absatz 2 der Bundesverfassung

die direkten Bundessteuern zeigt zwingend auf, dass garantiert wird, zu berücksichtigen sei.

Steuerentlastungen für den weitaus grössten Teil der Steu- Es heisst darin wörtlich: «So wie der Gesetzgeber innerhalb

erpflichtigen frühestens im Frühjahr 1990 wirksam werden. weiter Grenzen durch politischen Entscheid bestimmen

Damit kann auch die Neuordnung der Ehegattenbesteue- kann, um wieviel die Steuer steigt, wenn sich das Einkom-

rung, die aufgrund eines Bundesgerichtsentscheides in den men verdoppelt, kann er grundsätzlich nach politischem

Kantonen in die Wege geleitet ist, beim Bund noch längere Ermessen festlegen, um wieviel bei gleichem Einkommen

Zeit nicht wirksam werden. die Steuer eines Ehepaares niedriger sein soll als jene eines

Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, den eidgenössi- Alleinstehenden, jedoch muss diese Gestaltungsfreiheit

schen Räten einen Beschlussentwurf zu unterbreiten, der heute beschränkt werden durch die verfassungsrechtlich

einen Rabatt für Verheiratete auf der direkten Bundessteuer gebotene Nichtbenachteiligung der Ehepaare gegenüber

vorsieht. Die Ausgestaltung des Rabattes soll sich an den den individuell besteuerten Konkubinatspaaren.»

Rahmen halten, der im Bundesbeschluss betreffend Erhö- Die Neuordnung der Ehegattenbesteuerung, die in den Kan-

hung der Steuereinnahmen 1976 vom 31. Januar 1975 von tonen aufgrund dieses Entscheides in die Wege geleitet ist,

Volk und Ständen am S.Juni 1975 beschlossen wurde. In muss auch auf Bundesebene realisiert werden. Wir müssen

Artikel 8 Absatz 3 Buchstabe a war in diesem Beschluss für unsere Verantwortung als Gesetzgeber um so mehr wahr-

die Verheirateten eine nach Steuerbetrag abgestufte Ermäs- nehmen, als das Bundesgericht an die Bundesgesetze

sigung festgelegt, die mit der Finanzordnung 1981 wieder gebunden ist und deren Verfassungsmässigkeit nicht über-

aufgehoben wurde. Zusätzlich sollen Ehepaare mit Kindern prüfen kann. Das gilt auch für den Bundesbeschluss über

einen erhöhten Rabatt erhalten. die direkte Bundessteuer. Beschwerden wegen Verletzung

Der beantragte Bundesbeschluss ist so vorzubereiten, dass des Gleichheitsgebots der Bundesverfassung durch den

er rückwirkend auf den 1. Januar 1987 in Kraft gesetzt wer- Bundesbeschluss über die direkte Bundessteuer hätten des-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Genoud Forstpolizei und Raumplanung. Koordination

Motion Genoud Police forestière et aménagement du territoire. Coordination

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 04

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.130

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 05.03.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 43-45

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Ref. No 20 015 358

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