EU Commission's Transalpine Rail Route Prioritization Concern
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis interpellation addresses concerns about the European Commission's perceived prioritization of the Gotthard and Simplon rail axes over the Splügen axis for new transalpine railway lines. The interpellator questions what information led the Commission to believe Switzerland had already decided on these routes and asks if the Swiss Federal Council will clarify that both the Splügen and Gotthard projects are being treated equally. The Federal Council responded that this impression was a misunderstanding, stating that all four variants, including Splügen, are being equally considered in ongoing planning and international discussions, and that the public will be informed of the outcomes.
Legislator-Regeste
KI-generiertEU Commission's Transalpine Rail Route Prioritization Concern: The interpellator questions what information led the Commission to believe Switzerland had already decided on these routes and asks if the Swiss Federal Council will clarify that both the Splügen and Gotthard projects are being treated equally. The Federal Council responded that this impression was a misunderstanding, stating that all four variants, including Splügen, are being equally considered in ongoing planning and international discussions, and that the public will be informed of the outcomes.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
20. März 1987 N 541 Interpellation Giger
#ST# 86.112 Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Bundesrat und insbesondere der Vorsteher des Eidge-
Interpellation Giger nössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartemen-
tes (EVED) haben im Hinblick auf die Variantenwahl zwi-
Neue Eisenbahnalpentransversale. schen Splügen und Gotthard stets gleichlange Spiesse für
Haltung der Kommission der Europäischen diese beiden Projekte versprochen. Bei der Behandlung des
Gemeinschaften bundesrätlichen Berichts über eine weitere Eisenbahnalp-
Nouvelle transversale ferroviaire entransversale vom 7. September 1983 (83.065) zum Bei-
spiel stellte Bundesrat Schlumpf am 4. Mai 1984 im Natio-
à travers les Alpes. Attitude de la nalrat in Aussicht, «die verschiedenen Grundlagen selbst-
Commission des Communautés européennes verständlich aufarbeiten zu lassen und vor allem auf den
gleichen Stand zu bringen». Er versprach «die Gewährlei-
stung gleicher Startlöcher seitens des Bundes» (Amtliches
Bulletin der Bundesversammlung über die Mai-Session
Wortlaut der Interpellation vom 3. Dezember 1986 1984, S. 583). Im Ständerat wiederholte er dies sinngemäss
Im Netzplan der Kommission der Europäischen Gemein- am 27. November 1984. Der Ausschuss des Bundesrates für
schaften für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur aus Verkehrspolitik bestätigte die gleichrangige Behandlung
dem Jahre 1984 ist u. a. auch die Splügenbahn enthalten. Im zwischen Splügen und Gotthard an einer Aussprache mit
neuesten Programm wurde diese Variante jedoch gestri- Vertretern der sieben Ostschweizer Kantonsregierungen am
chen. Ein Abteilungsleiter in der Generaldirektion Verkehr 30. April 1986.
der Kommission begründete dies anlässlich einer vom Gemäss Schlussbericht der Kontaktgruppe «Eisenbahntran-
schweizerischen Splügenkomitee organisierten internatio- sitlinie Gotthard/Splügen» vom Dezember 1979 hat «der
nalen Fachtagung unlängst damit, dass der Bundesrat die Entscheid über die Linienführung, insbesondere was den
Planungen zunächst offenbar auf den Gotthard und die Splügen anbetrifft, internationalen Charakter. Er bedingt
Simplonachse konzentriere. Die Gemeinschaft könne keine einen Mitentscheid der interessierten Nachbarstaaten. Es ist
Planungen als vordringlich einstufen, die von dem in erster deshalb unerlässlich, die Haltung der angrenzenden Länder
Linie betroffenen Transitland nicht als prioritär betrachtet und der EG abzuklären» (Bericht S. 72). Die Stellungnahme
werde. der EG kann aber keinesfalls objektiv erfolgen, wenn sie von
Ich frage den Bundesrat an: falschen Annahmen ausgeht. Nach den Ausführungen eines
1. Aufgrund welcher und über wen an die Kommission der Vertreters der Generaldirektion Verkehr der Kommission der
Europäischen Gemeinschaften herangetragenen Informa- Europäischen Gemeinschaften anlässlich einer internatio-
tionen ist dort offenbar der Eindruck entstanden, in der naloen Fachtagung vom 16. Oktober 1986 in Davos wäre die
Schweiz seien in bezug auf die Variantenwahl einer neuen Gemeinschaft «durchaus für die Befürwortung der Splügen-
Eisenbahnalpentransversale bereits Entscheide gefallen? achse zu gewinnen». Die Gemeinschaftsorgane könnten
2. Ist der Bundesrat bereit, bei der EG-Kommission unver- sich auch «schon im jetzigen Stadium an vorbereitenden
züglich vorstellig zu werden und die Haltung der Landesre- Studien beteiligen, mit denen das mögliche Verkehrsauf-
gierung zur Frage der Linienführung einer neuen Eisen- kommen und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Projek-
bahntransitlinie durch unser Land klar und unmissverständ- tes auf Süddeutschland und Norditalien untersucht wer-
lich zum Ausdruck zu bringen, wonach die beiden Projekte den». Unerlässlich für die Wiedereinbeziehung der Splügen-
Splügen und Gotthard gleichrangig behandelt werden? Variante in die mittel- und langfristigen Planungen der
3. Kann davon ausgegangen werden, dass die Oeffentlich- Gemeinschaft seien indessen positive Signale unter ande-
keit über den Ausgang dieser Intervention umgehend und rem aus Bern. Aus dem Europaparlament erfolgte diesbe-
umfassend informiert wird? züglich bereits im Oktober dieses Jahres eine klare Stellung-
nahme zugunsten des Splügenbahn-Projektes. Da die Ver-
Texte de l'interpellation du 3 décembre 1986 kehrsminister der Bundesrepublik Deutschland, Oester-
La Commission des Communautés européennes avait reichs, Italiens und der Schweiz kürzlich beschlossen
notamment inclus dans son plan de 1984 pour le développe- haben, schon bis Ende 1987 koordinierte Entscheidungs-
ment de l'infrastructure ferroviaire la voie du Splügen. Cette grundlagen für den Ausbau des Eisenbahn-Alpentransitver-
ligne a pourtant été écartée du programme le plus récent. kehrs bereitstellen zu lassen, wird sich zweifellos auch die
Pour justifier cette décision, un chef de division de la direc- EG in der nächsten Zeit zur Alpentransversalenfrage zu
tion générale des transports de cette commission a déclaré, äussern haben. Eine klarstellende Intervention des Bundes-
lors d'une réunion internationale d'experts organisée par le rates bei der EG muss daher rasch erfolgen.
comité suisse du Splügen, que le Conseil fédéral avait axé
sa planification de toute évidence sur le Gothard et le Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Simplon. Selon lui, la Commission ne peut donner la préfé- vom 11. Februar 1987
rence à une ligne que le pays de transit lui-même ne juge Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 février 1987
pas prioritaire. Es entzieht sich der Kenntnis des Bundesrates, weshalb bei
Questions aux Conseil fédéral: der Kommission der Europäischen Gemeinschaften der Ein-
1. Quels renseignements a-t-on transmis, et par quelle voie, druck entstanden ist, die Planung der Schweiz hinsichtlich
pour donner à la Commission l'impression que la Suisse der Bahn-Alpentransversale konzentriere sich allein auf die
avait déjà pris une décision quant au choix du tracé d'une Gotthard- und die Simplonachse. In Tat und Wahrheit wird
nouvelle transversale alpine? diese Planung seit geraumer Zeit in umfassender Weise
2. Le Gouvernement est-il prêt à se mettre immédiatement überprüft und aktualisiert, wobei vier Varianten einer neuen
en rapport avec la Commission pour exposer clairement son Basislinie, darunter die Splügenachse, gleichwertig einbe-
point de vue au sujet du tracé d'une nouvelle transversale zogen sind. Die Splügenachse bildet nach wie» tfor auch
alpine et souligner notamment que les tracés du Splügen et Gegenstand der Gespräche, welche auf internationaler
du Gothard sont considérés comme d'égale valeur? Ebene fortgesetzt werden. Bis Ende des Jahres sollen
3. Peut-on espérer que l'opinion publique sera renseignée Entscheidungsgrundlagen vorliegen, welche die Vorberei-
immédiatement et complètement sur l'issue de cette inter- tung eines Baubeschlusses zuhanden der eidgenössischen
vention? Räte ermöglichen. Die Oeffentlichkeit ist darüber informiert
worden. Der Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und
Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Ammann-St. Gal- Energiewirtschaftsdepartementes hat wiederholt öffentlich,
len, Blocher, Cincera, Eppenberger-Nesslau, Früh, Kühne, auch im Ausland, das schweizerische Vorgehen dargelegt.
Loretan, Mühlemann, Nef, Tschuppert, Wanner, Wellauer, Es ist mit den Nachbarstaaten abgesprochen. Wegen des
Zwingli (14) offenbar bei den zuständigen Stellen der Kommission der
Interpellation Borei 542 N 20 mars 1987
Europäischen Gemeinschaften bestehenden Missverständ- C'est pourquoi, le Conseil fédéral est prié:
nisses ist das Thema auf die Traktandenliste der nächsten - de préciser s'il attend de nouveaux postulats ou motions,
offiziellen «Verkehrsgespräche Schweiz- EG» gesetzt wor- voire des mandats donnés formellement par les Chambres
den, die Mitte März 1987 in Bern stattfinden werden. Lieber en la matière, ou s'il est prêt, de sa propre initiative, à
deren Ausgang wird die Öffentlichkeit orientiert werden. élaborer un projet de loi y relatif;
- le cas échéant, de renseigner les Chambres sur l'état des
Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du travaux préliminaires qu'il aurait entrepris, sur les dates
Conseil fédéral. prévues pour la procédure de consultation concernant ce
projet et pour le débat parlementaire qui s'ensuivrait.
Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
#ST# 85.535 Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und
wünscht eine schriftliche Antwort.
Interpellation Dirren
Wasserkraftwerke und Stauanlagen. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 13. November 1985
Haftpflicht Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 novembre 1985
Barrages et usines électriques. Dass dem Parlament noch kein Gesetzentwurf zur Frage der
Responsabilité civile Haftpflicht bei Stauanlagen zugegangen ist, liegt nicht
daran, dass der Bundesrat noch auf diesbezügliche formelle
Aufträge warten würde, sondern an den für diese Legislatur-
periode gesetzten Prioritäten. In den Richtlinien der Regie-
rungspolitik 1983 bis 1987 war das Geschäft enthalten
Wortlaut der Interpellation vom 16. September 1985 (Ziff. 612), wurde dann aber aufgrund der Richtlinien-Motion
Der Unglücksfall «Stava» provoziert in unserer Bevölkerung, der eidgenössischen Räte vom 21. Juni 1984 jenen Geschäf-
die mit vielen Talsperren und Staudämmen lebt, eine ten zugeteilt, auf die in dieser Legislaturperiode verzichtet
gewisse berechtigte Unruhe. Wenn auch durch einen opti- werden soll (3. Priorität).
malen gesetzlichen Versicherungsschutz Gefahrenherde Die Verwaltung hat bereits Vorarbeiten geleistet. Es liegt ein
nicht ausgeschlossen und verunglückte Menschen nicht Vorentwurf eines neuen Talsperrengesetzes vor. In der
mehr ins Leben zurückgerufen werden können, besteht Frage der Haftpflicht soll eine Studienkommission für die
mindestens durch die materielle Abgeltung ein kleiner Trost. Gesamtüberprüfung des Haftpflichtrechts eingesetzt wer-
1980 hat Ständerat Guntern eine diesbezügliche Motion den. Ein Zeitpunkt für die Vernehmlassung und die Bera-
eingereicht und dabei ein Versicherungsobligatorium ver- tung in den Räten lässt sich im gegenwärtigen Zeitpunkt
langt, das alle Schäden inklusive diejenigen kriegerischer noch nicht angeben.
Ereignisse und die durch höhere Gewalt verursachten
abdeckt. Leider wurde diese Motion äusserst knapp abge-
lehnt. Das später eingebrachte Postulat von Frau Nationalrä-
tin Vannay mit gleicher Zielsetzung wurde vom Bundesrat
angenommen. Anlässlich beider Vorstösse hat der Bundes- #ST# 86.592
rat das Problem erkannt und sich bereit erklärt, gewisse
Vorarbeiten zu leisten. Ueber die bisherige Tätigkeit und die Interpellation Borei
diesbezügliche gesetzgeberische Vorarbeit fehlt uns die Unterschiedliches Rentenalter für
konkrete Information. Männer und Frauen
Der Bundesrat wird deshalb ersucht:
- darzulegen, ob er vorgängig weitere Motionen und Postu- Différence de l'âge de la retraite
late bzw. formelle Aufträge der Räte erwartet oder ob er pour les hommes et les femmes
bereit ist, Eigeninitiative zu entwickeln und einen Gesetzent-
wurf auszuarbeiten;
- Falls er bereits Vorbereitungsarbeiten getroffen hat, ist
das Parlament über deren Stand, den Zeitpunkt der Ver-
nehmlassung und die geplante Beratung in den Räten zu Wortlaut der Interpellation vom 1. Oktober 1986
informieren. Ein Entscheid des Bundesgerichts verlangt von den Kanto-
nen, unverzüglich ihre Gesetzgebung im Bereich der berufli-
Texte de l'interpellation du 16 septembre 1985 chen Vorsorge in den öffentlichen Diensten zu ändern, um
Le cas «Stava» provoque une certaine inquiétude fort com- die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in bezug
préhensible dans notre population qui doit s'accommoder auf das Rentenalter herzustellen. Wenn die Bundesgesetz-
de nombreux barrages. En l'occurrence, une couverture gebung in der Folge nicht modifiziert wird, wird die Beseiti-
optimale d'éventuels dégâts matériels par les assurances ne gung der Ungleichheit zwischen Mann und Frau im öffentli-
pourrait certes pas éliminer les risques ou, le cas échéant, chen Dienst von Kantonen und Gemeinden zu einer neuen
ramener à la vie les sinistrés, mais il contribuerait à atténuer Ungleichbehandlung zwischen den Angestellten dieser
les conséquences d'accidents. Kategorie und allen ändern Angestellten des öffentlichen
En 1980, le conseiller aux Etats Guntern a déposé à cet effet und des privaten Sektors führen.
une motion prévoyant une assurance obligatoire qui couvri- Wie gedenkt der Bundesrat dieses Problem zu lösen?
rait même les risques de guerre et les dommages causés par
des catastrophes naturelles. Cette motion a malheureuse- Texte de l'interpellation du 1er octobre 1986
ment été rejetée, bien qu'à une très faible majorité. Un Une décision du Tribunal fédéral impose aux cantons de
postulat déposé plus tard par Mme Vannay au Conseil natio- modifier sans retard leur législation en matière de pré-
nal sur le même sujet a en revanche été accepté par le voyance professionnelle des salariés du secteur public, de
gouvernement. Dans les deux cas, le Conseil fédéral, cons- manière à établir l'égalité entre hommes et femmes au
cient du problème, s'est déclaré prêt à examiner la question. niveau de l'âge donnant le droit à la retraite. Si la législation
Nous ne disposons cependant d'aucun renseignement sur fédérale n'est pas modifiée en conséquence, la suppression
les travaux législatifs préparatoires qui ont été faits jusqu'à d'une inégalité entre hommes et femmes travaillant dans le
présent en l'occurrence. secteur public cantonal et communal créera une nouvelle
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Giger Neue Eisenbahnalpentransversale. Haltung der Kommission der
Europäischen Gemeinschaften
Interpellation Giger Nouvelle transversale ferroviaire à travers les Alpes. Attitude de la
Commission des Communautés européennes
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1987
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.112
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.03.1987 - 08:00
Date
Data
Seite 541-542
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Ref. No 20 015 289
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