SBB Financial Report 1985: Loss Reduced, "Cargo Domizil" Success, "Bahn 2000" Planned
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe report on the Swiss Federal Railways' (SBB) 1985 financial statements indicates a net loss of 281.2 million Swiss francs, an improvement of 23 million compared to the previous year, and significantly under the budgeted deficit. This positive trend, continuing for three years, is attributed to effective corporate measures, including the new "Cargo Domizil" service which halted market share decline in less-than-truckload freight. Despite increased investments and traffic volume, personnel was reduced through rationalization, and the company is planning for future enhancements with the "Bahn 2000" project and improved public transport financing.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; SBB Financial Report 1985: Loss Reduced, "Cargo Domizil" Success, "Bahn 2000" Planned: This positive trend, continuing for three years, is attributed to effective corporate measures, including the new "Cargo Domizil" service which halted market share decline in less-than-truckload freight. Despite increased investments and traffic volume, personnel was reduced through rationalization, and the company is planning for future enhancements with the "Bahn 2000" project and improved public transport financing.
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KI-generiertThis provision is cited for the imposition of costs.
Volltext
9. Juni 1986 281 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1985
correctement soutenue. Pour les petits trains de la chaîne zu lösen. Die Kommission konnte sich überzeugen, dass das
du Jura, s'il vous plaît, acceptez la motion sans autre propo- ganze Unternehmen motiviert in die Zukunft blickt und dass
sition. Ce n'est tout de même pas une motion qui va changer das Jahr 1985 als gutes, erfolgreiches Jahr eingestuft wer-
la face de la Suisse. den kann. Die Unternehmenserfolgsrechnung 1985 schliesst
mit einem Fehlbetrag von 281,2 Millionen Franken ab.
Abstimmung - Vote Gegenüber dem Rechnungsergebnis 1984 beträgt die Ver-
besserung 23 Millionen. Das veranschlagte Defizit konnte
Für den Ordnungsantrag Lauber 15 Stimmen um rund 140 Millionen unterboten werden.
Dagegen 17 Stimmen Was sicher sehr beruhigend wirkt, ist die Tatsache, dass
diese positive Entwicklung hin zum Defizit Null nun bereits
Bundesrat Schlumpt: Darf ich noch zurückkommen auf die drei Jahre anhält. Es handelt sich also bei der Rechnung
Ausführungen von Herrn Ständerat Cavelty? Es ist der 1985 nicht um ein ausserordentliches, einmaliges Zufallser-
Absatz 3, der die konkreten Aufträge enthält. Da geht es gebnis. Wenn auch die national und international gute Kon-
darum, einen Bundesbeschluss - der Tarifannäherungsbe- junkturlage einiges dazu beigetragen hat, so sind es doch
schluss ist ein Bundesbeschluss - formell zu modifizieren vor allem eine Vielzahl unternehmerischer Massnahmen, die
und insbesondere zu prüfen, ob bei vergleichbaren Verhält- zur Verbesserung der Ertragslage und zur Reduktion des
nissen nicht Ungleichheiten bestehen. Kostenwachstums beitrugen. Besonders erwähnenswert ist
Solche Ungleichheiten bestehen in der Tat; das ist eine dabei sicher das neue Angebot Cargo Domizil. Mit dieser
Folge der 25jährigen Entwicklung. Ständerat Schönenber- neuen Dienstleistung im Bereich des Stückgutverkehrs
ger hat das zu Recht dargelegt. Das ist stossend, vor allem konnte der Marktanteilzerfall gestoppt werden. Dies ist auch
deshalb, weil diese Tarifannäherungsbeiträge des Bundes deshalb positiv zur Kenntnis zu nehmen, weil wir die damali-
leistungsbezogen und nicht ertragsbezogen sind. Das führt gen optimistischen Erwartungen derSBB-Leitung nicht voll
natürlich bei objektiv vergleichbaren Umständen, dort, wo zu teilen vermochten.
man nicht in den Genuss kommt, zu Missstimmigkeiten. Noch einige Zahlen: Die Investitionen betrugen brutto
Eine Anpassung ist also durchaus zeitgerecht. Wir wollten 1011 Millionen; sie nahmen gegenüber 1984 um 6,1 Prozent
sie auch vornehmen. Es geht aber dabei nicht um einen zu. Ihre Kommission konnte sich davon überzeugen, dass
Abbau von Leistungen oder um eine Aushöhlung. bei den Investitionen auch auf die regionale Verteilung
Zu den Ausführungen von Ständerat Ducret möchte ich geachtet wird, wobei für eine genügend fundierte Aussage
immerhin sagen: Man könnte es natürlich nicht so machen, mehrere Jahre zu berücksichtigen sind.
dass man den heutigen Status quo nimmt und so ausgleicht, Die SBB sind ein personalintensives Unternehmen. Trotz
dass man einfach alles auf diesen Status quo nachzieht und Zunahme des Personen- und Güterverkehrs wurde aber der
unserem Finanzchef die Rechnung präsentiert, die heissen Bestand von 38 159 Beschäftigten im Jahre 1984 um 1050
würde: Jetzt kostet die Tarifannäherung noch einmal 30 Mil- auf 37 109 im Jahre 1985 reduziert. Dieser Rückgang ist vor
lionen Franken mehr. Das wäre nicht möglich. Es muss eine allem auf Rationalisierungsmassnahmen zurückzuführen.
gerechte Angleichung der Voraussetzungen und Massstäbe Ausgeprägt war er im Stationsdienst wegen des neuen
sein, unter denen die Tarifannäherung spielt. Stückgutkonzepts Cargo Domizil.
Ich bin der Meinung, der Bundesrat sei durchaus bereit, sich Der notwendige Personalmehrbedarf wegen der Arbeitszeit-
dieser Aufgabe zu unterziehen. Dafür müssen wir Ihnen verkürzung auf den 1. Juli 1986 ist zum Teil bereits im neuen
dann eine entsprechende Modifikation des Bundesbe- Bestand enthalten. Auf eine Frage in der Kommission bestä-
schlusses unterbreiten. tigte Herr Latscha, der Präsident der SBB, dass der Perso-
nalabbau ohne soziale Härtefälle vorgenommen werden
Abstimmung - Vote konnte.
In der Erfolgsrechnung stehen auf der Aufwandseite
Für Ueberweisung der Motion 22 Stimmen 4,15 Milliarden, auf der Ertragsseite 3,87 Milliarden Franken
Dagegen 5 Stimmen zu Buche.
Für die SBB war das Jahr 1985 aber auch aus anderen
Gründen ein Markstein. Der Bundesrat verabschiedete
zuhanden der eidgenössischen Räte zwei bedeutungsvolle
Botschaften: Einmal den Leistungsauftrag 1987, den unser
#ST# 86.027 Rat noch in diesem Jahr behandeln wird. Man wird nach
dem Willen des Bundesrates im wesentlichen den Lei-
SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1985 stungsauftrag 1982 weiterführen. Neu soll aber zusätzlich
zum regionalen Personenverkehr auch der Huckepackver-
CFF. Gestion et comptes 1985 kehr als gemeinwirtschaftliche Leistung anerkannt werden.
Im weiteren soll die «Bahn 2000» landesweit schrittweise bis
Botschaft und Beschlussentwurf vom 30. April 1986 zum Jahr 2000 das Angebot der Schweizer Bahnen verbes-
Message et projet d'arrêté du 30 avril 1986
sern. Häufigere und vermehrt umsteigefreie Verbindungen,
Bericht und Rechnungen der SBB vom 4. April 1986 bessere Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen, Verkürzung
Rapport et comptes des CFF du 4 avril 1986
der Gesamtreisezeit und attraktive zusätzliche Dienstleistun-
Bezug bei der Generaldirektion SBB, Hochschulstrasse 6, Bern
S'obtiennent auprès de la Direction générale des CFF, Hochschul- gen sind die Ziele von «Bahn 2000». Hoffen wir, dass dieses
strasse 6, Berne ehrgeizige Projekt zur Förderung des öffentlichen Verkehrs
zum Erfolg geführt werden kann.
Neben diesen beiden Botschaften ist sicher auch noch die
Botschaft über die Finanzierung und Tariferleichterungen
im öffentlichen Verkehr zu erwähnen. Hier handelt es sich
Piller, Berichterstatter: Die Bundesbahnen sind auf Erfolgs- um eine von uns noch zu beschliessende Massnahme zur
kurs. Dies ist die erfreuliche Mitteilung, die ich sicher im Förderung des öffentlichen Verkehrs, wie dies im Massnah-
Namen aller Mitglieder Ihrer Kommission heute machen menpaket zur Bekämpfung des Waldsterbens und zur Ver-
darf. besserung der Luftqualität verlangt wird. Diese Massnahme
Die Kommission hat am 28. Mai den Geschäftsbericht und schränkt in gewissem Sinne die unternehmerische Freiheit
die Rechnung durchberaten. Sie empfiehlt Ihnen einstimmig der SBB ein. Sie wird aber letztlich auch als gemeinwirt-
Eintreten auf die Vorlage und Zustimmung zum Bundesbe- schaftliche Leistung eingestuft und abgegolten. Dazu
schluss. kommt, dass die Bahnen zusätzlich an Attraktivität gewin-
Wir wissen es alle: Unsere Bundesbahnen haben einige nen können.
schwierige Jahre hinter sich, und noch viele Probleme gilt es Das Jahr 1985 kann für die SBB als Jahr der Planung und
CFF. Gestion et comptes 1985 282 9 juin 1986
der Weichenstellung eingestuft werden, aber auch als Jahr, Ich stimme sowohl dem Geschäftsbericht wie der Rechnung
in dem der Wille zur Förderung des öffentlichen Verkehrs der SBB zu.
gestärkt wurde.
Nun haben die eidgenössischen Räte Entscheide zu treffen, Bundesrat Schlumpt: Ich danke Ständerat Piller, dass er als
damit die SBB und die KTU diese Zukunftsaufgaben lösen Kommissionspräsident darauf hingewiesen hat, dass dieser
können. Dass die Motivation bei den Verantwortlichen der Abschluss - obwohl immer noch ein Defizit vorliegt - zu
SBB vorhanden ist, konnte die Kommission - wie schon Befriedigung Anlass gibt, vor allem wenn man die mehrjäh-
gesagt- mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen. rige Entwicklung betrachtet und wenn man berücksichtigt,
Allen Mitarbeitern unserer Bahnen sei an dieser Stelle für dass die Abgeltung für gemeinwirtschaftliche Leistungen im
die geleisteten Dienste der herzlichste Dank ausgesprochen. vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr wieder etwas
Sie haben allen Schwierigkeiten zum Trotz nicht resigniert grösser geworden ist. Nicht zu vergessen ist auch die Start-
und erfolgreich gearbeitet. hilfe für Huckepack. Es sind aber auch die Verkehrszahlen,
Ich bitte Sie um Behandlung in globo und um Genehmigung die Steigerung des Verkehrsertrages, der Rückgang des
des Bundesbeschlusses über die Rechnung und den Personalbestandes - trotz gestiegener Leistungen -, die zu
Geschäftsbericht der Schweizerischen Bundesbahnen 1985. Optimismus oder zumindest zu Zuversicht Anlass bieten.
Verschiedene Gründe spielen hier eine Rolle- Herr Piller hat
darauf hingewiesen -, natürlich auch die konjunkturelle
Arnold: Im Geschäftsbericht und in der Rechnung der SBB Lage, Rationalisierungsmassnahmen und sicher auch eine
ist ein Abschnitt für die Regionen an der grossen Nord-Süd- gute Führung. Der Dank, der den Unternehmungen und den
Achse Basel-Chiasso, also auch für den Kanton Uri, von Mitarbeitern auf allen Stufen abgestattet wurde, ist sicher
besonderem Interesse. Es sind die Ausführungen und Zah- gerechtfertigt.
len über den Huckepack- und Grosscontainerverkehr bei Wir dürfen es nun aber nicht dabei bewenden lassen, zufrie-
den SBB. den zu sein; es muss weitergehen! Wir sind in voller Fahrtl
Es klingt wie ein ceterum censeo, wenn ich hier wieder Herr Piller hat die hauptsächlichsten Vorlagen erwähnt, die
einmal sage: Auf der Gotthard-Autobahn wächst der bereits vorliegen oder noch kommen werden. Wir werden
Schwerverkehr von Tag zu Tag und nimmt bald unzumut- diesem Trend mit der verheerenden Entwicklung der SBB -
bare Ausmasse an. Es mag für Sie langweilig klingen, weil und im Sog davon zum Teil auch der KTU - nur begegnen
wir Urner und andere Parlamentarier das schon so oft hier können, wenn wir mit dieser zielbewussten, koordinierten
gesagt haben. Trotzdem müssen wir es immer wieder sagen, Verkehrspolitik weitermachen!
es beschäftigt unser Volk in grossem Masse. Da braucht es dann zum Beispiel auch die Zustimmung zum
Es gibt aber ein Mittel, dagegen etwas zu tun, nämlich die Leistungsauftrag, Ständerat Arnold; denn gerade im Lei-
Förderung des Huckepack- und Containerverkehrs. Ich stungsauftrag 1987 tragen wir der gesamtverkehrlich gros-
beziehe mich ausdrücklich auf den Transit-Schwerverkehr. sen Bedeutung des Huckepackverkehrs Rechnung. Deshalb
Diesbezüglich erfüllt mich der Geschäftsbericht der SBB wollen wir den Huckepackverkehr im Leistungsauftrag neu
bereits heute mit Befriedigung; auch die Zahlen, die ich der als gemeinwirtschaftliche Leistung festlegen, die bei
Rechnung entnehmen kann, sind ermutigend. Auf Seite 12 Kostenunterdeckung abgegolten werden muss. Das ist der
und 13 des Geschäftsberichtes können Sie nämlich lesen, genau gleiche Gedankengang. Ob die Nord-Süd-Achsen -
dass der Huckepack- und Containerverkehr auch wirtschaft- ich spreche in der Mehrzahl, mehrere haben wir schon, und
lich von Interesse sind. Der Huckepackverkehr erlebte eine eine werden wir allenfalls noch bauen - überhaupt ausgela-
Mengenzunahme von 9,6 Prozent, bezogen auf den Güter- stet werden können, darüber befindet letztlich «Bahn 2000».
verkehr der SBB. Auch bei den Erträgen können wir erfreu- Wenn uns dieser Wurf nicht gelingt, werden wir mit einer
licherweise in diesem Bereich Zunahmen verzeichnen, näm- neuen Eisenbahn-Alpentransversale nicht gerade viel in
lich beim Huckepackverkehr 9,8 Prozent, beim Grosscontai- Richtung Entlastung der Strassen - vor allem vom Schwer-
nerverkehr 3 Prozent. Auf die Gesamterträge der SBB bezo- verkehr - erreichen können.
gen sind es kleine Posten, aber man sieht, dass sie sich Es liegt mir daran, diese Zusammenhänge immer wieder
noch steigern lassen. Ich danke den SBB für die Bemühun- aufzuzeigen. Sie müssen gesehen werden! Auch wenn man
gen in diesem Bereich und möchte sie ermuntern, die gegen die einzelnen Vorlagen durchaus Argumente bringen
Bemühungen fortzusetzen. könnte, die nicht von der Hand zu weisen sind, muss man
Mit besonderer Befriedigung erfüllt mich die Feststellung im doch das Gesamtpaket sehen. Nur wenn wir mit diesem
Geschäftsbericht, dass man auch international tätig werde. Gesamtpaket durchkommen, wird es gelingen, diese für
Ich zitiere den Geschäftsbericht Seite 14: «Anfang Oktober Landschaft, Umwelt, Energie, für die Menschen und letzten
traten die SBB dem Intercontainer-Pool bei. Den Pool-Mit- Endes auch für das Transportgewerbe im öffentlichen und
gliedern stehen eine Reihe von palettengängigen Grosscon- privaten Verkehr so wichtige Problematik zu bewältigen.
tainertypen zum freizügigen Einsatz zur Verfügung. Das Nun zu den Fragen und Ueberlegungen von Ständerat
gemeinsame Angebot dient der Förderung des europäi- Arnold: Wir wollen alles machen, um den Huckepack- und
schen Grosscontainerverkehrs und erlaubt dem Kunden, Grosscontainer-Verkehr zu fördern. Wir haben schon sehr
Gesamttransportlösungen von Haus zu Haus anzubieten. viel dafür getan. Der Ausbau des Monte Olimpino im Süden,
Dem von den Mitgliedbahnen getragenen Pool gehören an den wir immerhin 60 Millionen Franken beisteuern,
praktisch alle westeuropäischen Bahnen an.» obwohl er auf italienischem Staatsgebiet liegt, geschieht nur
Die SBB sollten, wie es im Geschäftsbericht in Aussicht deswegen. Wir wollen dort eine grössere Eckhöhe schaffen,
gestellt wird, auch die Zusammenarbeit mit den Privatfirmen damit wir mit dem Huckepack durchkommen. Ein Problem,
auf diesem Gebiet pflegen und vielleicht noch intensivieren. das Sie kennen, besteht in den Eckhöhen im Gotthardgebiet
Diese Feststellungen im Geschäftsbericht und in der Rech- von 3,70 Meter. Damit man auf diese Eckhöhen von
nung geben zur Hoffnung Anlass. Ich möchte aber sofort 3,70 Meter kommen konnte, hat man vor einigen Jahren die
beifügen: Bei diesen Bemühungen darf nicht die Wirtschaft- Sohlen abgesenkt. Heute sagt man - sicher mit gutem
lichkeit allein massgebend sein, sondern das, was dieser Grund -, dass man 4 Meter haben sollte. Aber in der jetzigen
kombinierte Verkehr für die Regionen oder das ganze Land Phase, im Vorfeld des Bauentscheides über eine neue
auch in anderer Beziehung bringen wird, sollte ebenfalls in Eisenbahn-Alpentransversale, würde sich diese Grossopera-
die Waagschale geworfen werden. Ich wünsche den Bun- tion einer erneuten Sohlenabsenkung auf eine Eckhöhe von
desbahnen viel Erfolg bei den Bemühungen im Huckepack- 4 Meter nicht rechtfertigen.
und im Grosscontainerverkehr. Die Förderung des Huckepackverkehrs hat natürlich auch
Den Lastwagenfirmen kann man sagen - sie bezahlen die eine eminent verkehrspolitische Bedeutung: Entlastung der
Schwerverkehrsabgaben verständlicherweise nicht gerne-, Strasse. Wir kennen die Probleme im Reusstal und in der
sie möchten doch ihre Franken anstatt fürStrassenabgaben Leventina. Aber es geht auch um die internationale Ver-
vermehrt für den Huckepacktransport anfordern. kehrspolitik. Wir werden unsere Position mit den 28-Ton-
9. Juni 1986 283 Postulat Binder
nen-Limiten europäisch und politisch nur durchhalten kön- Titre et préambule, art. 1 à 4
nen - denken Sie daran, die EG hat beschlossen, bis zum Proposition de la commission
Jahr 1992 zu einer totalen Liberalisierung zu kommen -, Adhérer au projet du Conseil fédéral
wenn wir ein valables Alternativangebot zur Verfügung stel-
len können. Angenommen -Adopté
Ich bin ganz der Meinung von Herrn Arnold: Eine zeitge-
mässe und kostengünstige Verlademöglichkeit für die Last- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
wagenkompositionen und Container ist ein valables Ange-
bot, das akzeptiert werden muss, um den Nachteil dieser 28 Für Annahme des Beschlussentwurfes 31 Stimmen
Tonnen, die ja bei uns topographisch, verkehrspolizeilich (Einstimmigkeit)
und nicht politisch begründet sind, auszugleichen. Also
müssen wir die Förderung des Huckepack- und Container- An den Nationalrat - Au Conseil national
verkehrs auch aus verkehrspolitischen Ueberlegungen vor-
antreiben. Der Bundesrat und die SBB werden in dieser
Richtung alles unternehmen.
Darf ich daran erinnern, dass dieses Parlament sich schon Ad 85.056
vor langem auf den Weg gemacht und im Jahre 1976, vor
#ST#
10 Jahren, gesagt hat: In erster Priorität werden jetzt Lötsch-
berg-Simplon als internationale Transitachse von grosser PTT. Voranschlag 1986. Nachtrag l
Bedeutung ausgebaut: Verbreiterung des Lötschbergs PTT. Budget 1986. Supplément l
(etwa für 800 Millionen Franken) und Ausbau der Strecke
durch das Wallis, weil wir diese Achse von 4 auf 12 Millionen Botschaft und Beschlussentwurf vom 16. April 1986
Jahrestonnen Kapazität erhöhen wollen. Das ist ungefähr Message et projet d'arrêté du 16 avril 1986
die gleiche Kapazität, wie wir sie jetzt auf der Gotthard- Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern
Bergstrecke haben (etwa 13 Millionen). Damit kommen S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse
beide Zubringerstrecken mit dem Simplon als Achse ins 21, Berne 6
Ausland dann ungefähr auf die Leistungshöhe des Gott-
hards. Das ist auch mit Blick darauf von grösster Bedeu-
tung.
Jetzt muss ich da aber wieder ein ceterum censeo beifügen,
mein lieber Ständerat Arnold: Es nützt natürlich keinen Weber, Berichterstatter: Ich habe keine Bemerkungen.
Pfifferling, wenn wir die Waren nicht von Basel-Olten nach
Bern und Spiez heranbringen (also wieder «Bahn 2000»), Eintreten ist obligatorisch
weil nämlich vor allem die Strecke Bern-Olten ein Engpass L'entrée en matière est acquise de plein droit
ist. Da bringen wir bei weitem nicht die Gütermengen
zusätzlich hindurch, die eine Auslastung der ausgebauten Detailberatung - Discussion par articles
Simplon-Route erlauben würden.
Ich habe mir erlaubt, diese Zusammenhänge zu erwähnen. Titel und Ingress, Art. 1 bis 3
Ich weiss: Es ist etwas schwierig, sich das immer wieder zu Antrag der Kommission
vergegenwärtigen. Diese Grossoperation betreiben wir nicht Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
erst heute, und die Priorität für die Achse Lötschberg-Sim-
plon, Ständerat Lauber, ist nicht unser Verdienst. Das haben Titre et préambule, art. 1 à 3
unsere Vorfahren hier vor zehn Jahren beschlossen. Aber Proposition de la commission
das ruft nun den richtigen Folgeschritten, und das ist Adhérer au projet du Conseil fédéral
«Bahn 2000». Und wir kommen dann - das ist eine zweite
Priorität - mit dem Problem einer neuen Eisenbahn-Alpen- Angenommen - Adopté
transversale zu Ihnen.
So rechnen wir bestimmt damit, dass wir eine Ueberflutung Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
dieser Strassenachsen Nord-Süd, insbesondere der Haupt-
achse durch den Gotthard, verhindern können, aus Gründen Für Annahme des Beschlussentwurfes 30 Stimmen
der Umwelt, der Landschaft, der regionalen Bevölkerung, (Einstimmigkeit)
aber auch - von mir aus gesehen - aus energiepolitischen
Gründen, also im Sinne einer koordinierten Verkehrspolitik. An den Nationalrat - Au Conseil national
Wenn Sie dann auch noch dazu beitragen - ich zweifle
keinen Moment daran, dass Sie das tun unter der hervorra-
genden Führung von Ständerat Meier -, dass wir zu einer
wirklich vernünftigen, sinnvollen Aufgabenteilung beim Ver- #ST# 86.323
kehr kommen, im Sinne der koordinierten Verkehrspolitik,
kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Dann geht es Postulat Binder
nur noch darum, dass wir alle diese Massnahmen für eine «Bahn 2000». Investitionen und
koordinierte Verkehrspolitik auch finanzieren können.
Nachdem der Vorschlag des Bundesrates keine Zustim-
Fahrplanverbesserungen im Kanton Aargau
mung gefunden hat, werden Sie uns bestimmt Vorschläge «Rail 2000». Investissements et améliorations
machen, wie man die Finanzierung dieser Investitionen à l'horaire dans le canton d'Argovie
dann auch bewerkstelligen kann.
Eintreten ist obligatorisch .
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Wortlaut des Postulats vom 4. März 1986
Das Konzept «Bahn 2000» ist auf grosses öffentliches Inter-
Detailberatung - Discussion par articles esse gestossen und verursacht Investitionen von mehr als
fünf Milliarden Franken. Bekanntlich liegen über zehn Pro-
Titel und Ingress, Art. 1 bis 4 zent des SBB-Netzes im Kanton Aargau. Neben einigen
Antrag der Kommission ausgesprochenen Nebenlinien handelt es sich dabei mehr-
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates heitlich um Hauptlinien von schweizerischer Bedeutung.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1985
CFF. Gestion et comptes 1985
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.027
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.06.1986 - 16:00
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