Federal Council Rejection of Canton Border Control Cost Sharing Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court upheld the federal council's rejection of a postulate requesting federal financial participation in border control costs borne by cantons. The council reasoned that border control is a cantonal responsibility, and while the federal government assumes some duties, it would be inefficient and counterproductive to create a hybrid system of tasks and competences. They argued that existing task-sharing arrangements between the federal and cantonal governments should be maintained, and that specific initiatives like new agricultural land law and revised insurance investment regulations were more appropriate for addressing land policy issues than a new overarching framework law.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 al. 1 LTF; Federal Council Rejection of Canton Border Control Cost Sharing Upheld: The council reasoned that border control is a cantonal responsibility, and while the federal government assumes some duties, it would be inefficient and counterproductive to create a hybrid system of tasks and competences. They argued that existing task-sharing arrangements between the federal and cantonal governments should be maintained, and that specific initiatives like new agricultural land law and revised insurance investment regulations were more appropriate for addressing land policy issues than a new overarching framework law.
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KI-generiertThis provision likely pertains to the imposition of costs in the dispositive, although not explicitly stated in the provided text, it's a standard inclusion for final orders regarding procedural outcomes.
Volltext
Postulat Stamm Walter 650 N 5 juin 1986
Heute gilt es doch, beim Boden nicht nur die Interessen #ST# 85.952
privater Eigentümer zu wahren - diese gilt es auf jeden Fall
zu wahren -, sondern auch die Interessen der Oeffentlich- Postulat Stamm Walter
keit zu schützen. Effektiver Umweltschutz, Heimat- und
Naturschutz sowie Raumplanung werden nur möglich sein, Regelung der Grenzkontrollen.
wenn die Oeffentlichkeit auch einen gewissen Anteil an Finanzielle Beteiligung des Bundes
Grund und Boden besitzt. Wenn wir schon Eigentum und Contrôles à la frontière.
Nutzung des Bodens trennen, wie es beim Baurechtsvertrag
geschieht, sollten wir dem Schwächeren der beiden Kontra- Participation financière
henten beistehen und ihm mit einer Rahmengesetzgebung de la Confédération
unter die Arme greifen.
Ich habe ein gewisses Verständnis, Frau Bundesrätin, dass
Sie meinen Vorschlag nicht als Motion entgegennehmen
wollen. Ich bitte jedoch darum, ihn als Postulat anzuneh-
men, denn die offenen Fragen im Zusammenhang mit dieser Wortlaut des Postulates vom 11. Dezember 1985
Rahmengesetzgebung müssen geklärt werden, und die Aus- Der Bundesrat wird eingeladen, sich mit Bundesmitteln an
arbeitung dieser Rahmengesetzgebung ist heute vordring- den erheblichen Kosten der Grenzkantone für die grenzpoli-
lich. Ich bitte Sie also sehr darum. zeiliche Kontrolle der internationalen Eil- und Schnellzüge
finanziell zu beteiligen.
Bundesrätin Kopp: Der Bundesrat hat zu dieser Motion
schriftlich Stellung genommen. Es würde wohl kaum der Texte du postulat du 11 décembre 1985
Rationalisierung des Ratsbetriebes dienen, wenn ich nun Le Conseil fédéral est invité à accorder, sur les crédits de la
die Argumente, die schriftlich vorliegen, auch noch münd- Confédération, une contribution aux cantons frontaliers au
lich wiederholen würde. Diese Argumente zeigen auch, wes- titre des dépenses considérables qu'ils ont pour assurer les
halb der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Hin- contrôles de police à la frontière dans les trains internatio-
gegen möchte ich doch einige Gedanken aufnehmen und naux express ou directs.
Fragen beantworten, die Herr Weder zu Recht in den Raum
gestellt hat. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bratschi, Meyer-Bern,
Sie haben, im Gegensatz zur Begründung Ihrer Motion, hier Neukomm, Rohrer (4)
nun die ganze Bodenpolitik zur Diskussion gestellt, und da
darf ich Sie darauf hinweisen, dass gerade in diesem Zusam- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
menhang sehr viel von seilen des Bundesrates unternom- Die Grenzkantone haben die Pflicht, die grenzpolizeiliche
men wurde. Das Bodenproblem ist viel zu komplex, als dass Kontrolle an den Eingangsstellen unseres Landes wahrzu-
wir es nur mit einer einzigen Vorschrift, wie Sie es jetzt nehmen. Wenn auch der Bund an den Strassenzollämtern
anstreben, in den Griff bekommen könnten. und Schifflandeplätzen diese an sich in die Kompetenz der
1. Sie stellen zu Recht fest, dass viel Landwirtschaftsland im Grenzkantone fallende Aufgabe treuhänderisch übernom-
Besitz von Personen ist, die es nicht selber bewirtschaften. men hat, belastet doch die Kontrolle der internationalen Eil-
Das ist genau die Stossrichtung des neuen Bäuerlichen und Schnellzüge einzelne Kantone finanziell in erheblichem
Bodenrechts, das vor 14 Tagen vom Bundesrat in die Ver- Masse. Die Ausübung dieser grenzpolizeilichen Aufgabe
nehmlassung geschickt wurde. liegt aber eindeutig auch im Interesse der übrigen Kantone
2. Das Bundesamt für Versicherungswesen erarbeitet neue und des Bundes. Nachdem der Bundesrat angesichts eini-
Anlagevorschriften für die privaten Lebensversicherungsge- ger unliebsamer Vorkommnisse die Absicht bekundet hat,
sellschaften, die den Druck auf den Boden aus Kapitalanla- die Personenkontrollen an den Grenzen zu verstärken, ist es
gen vermindern sollen, indem sie den weniger weitgehen- sicher richtig, die Grenzkantone bei ihrer im Gesamtinter-
den Vorschriften des BVG unterstellt werden. Zur Lösung esse des Bundes liegenden Aufgabe finanziell zu unter-
dieses Problems arbeiten wir in die gleiche Richtung, die stützen.
auch sie verfolgt haben.
Im übrigen ist der Bundesrat auch bereit, die Motion von Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Herrn Loretan entgegenzunehmen, und Ihr Rat hat sie auch vom 12. Februar 1986
kommentarlos überwiesen. Ich hoffe sehr, dass sie noch in Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 février 1986
dieser Session auch im Ständerat zur Diskussion kommt, Die Personenkontrolle an der Grenze ist eine Aufgabe der
weil auch sie zur Lösung dieses Problems beitragen könnte. Grenzkantone. Diese werden dadurch entlastet, dass die
Sie sehen also, Herr Weder, wir sind beim Problem, das Sie Zollorgane des Bundes die Personenkontrolle auf allen
und uns beschäftigt, nicht untätig. Es ist sehr vieles in Gang Strassenübergängen und teilweise auch im Schiffsverkehr
gekommen, auch die Frage, ob nicht die Pensionskassen- sowie in den Zügen im Lokalverkehr ausüben. Zudem
gelder zur vermehrten Förderung des Wohneigentums ein- obliegt die Ueberwachung der Grenze ausserhalb der geöff-
gesetzt werden könnten, um die Selbstnutzer nicht nur in neten Grenzübergangsstellen dem Grenzwachtkorps. Die
der Landwirtschaft, sondern auch in den städtischen Gebie- Grenzkantone führen nur noch die Personenkontrolle in den
ten zu fördern. Nach Ansicht des Bundesrates sind alle diese internationalen Bahnhöfen und Flughäfen durch.
Schritte besser geeignet als die Schaffung von neuen Rah- Der Personalbestand der Eidgenössischen Grenzkontrollor-
mengesetzen, die übrigens dann auch sehr stark in die gane hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg laufend zurück-
Kompetenz der Gemeinden eingreifen, oder als die Unter- gebildet. Zudem wurden zahlreiche Grenzposten aufgeho-
stellung unter den Preisüberwacher. Ich bin der Meinung, es ben oder sie sind nur noch während beschränkter Zeit
gäbe genügend neue Vorlagen, die in Ihre Richtung gehen, geöffnet. Die inzwischen von den eidgenössischen Räten
aber das Mittel, das Sie hier vorschlagen, ist nicht geeignet. beschlossenen Erhöhungen des Zoll- und Grenzwachtper-
Das ist der Grund, weshalb der Bundesrat Ihre Motion ab- sonals haben zum Zweck, die persönliche Sicherheit der
lehnt. Grenzkontrollbeamten zu erhöhen, die im Zusammenhang
mit den Verkehrsabgaben aufkommenden Aufgaben zu
Abstimmung - Vote erfüllen und zum Teil die Einführung der 42-Stunden-Woche
zu gewährleisen. Die angeordnete Verstärkung der Gelände-
Für die Ueberweisung der Motion 34 Stimmen überwachung, die auf Kosten der Grenzkontrollen auf den
Dagegen 61 Stimmen Zollstrassen erfolgt, muss auch seitens des Bundes mit dem
bestehenden Personalbestand durchgeführt werden.
Eine finanzielle Beteiligung des Bundes an den Kosten der
Grenzkantone für die Personenkontrolle an der Grenze ist
5. Juni 1986 N 651 Interpellation Pitteloud
nach wie vor abzulehnen. Sie wäre auch nicht mit der #ST# 85.953
eingeleiteten Aufgabenteilung zwischen Bund und Kanto-
nen vereinbar. Interpellation Pitteloud
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Auslieferungsbegehren Argentiniens
Déclaration écrite du Conseil fédéral Extradition de ressortissants argentins
Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Stamm Walter: Die Handhabung der grenzpolizeilichen
Kontrolle ist gemäss geltendem Recht Aufgabe der Grenz-
kantone. Wenn auch der Bund den Kantonen die Personen-
kontrolle an den Strassenzollämtern treuhänderisch abge- Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1985
nommen hat, bleibt doch den Grenzkantonen eine erhebli- Seit 1981, dem Zeitpunkt ihrer Festnahme wegen Entfüh-
che finanzielle Belastung durch die Kontrolle auf den inter- rung eines argentinischen Financiers, hält die Schweiz fünf
nationalen Bahnhöfen und Flughäfen. Diese Belastung argentinische Staatsangehörige in Haft, von denen minde-
steigt an, das Fahrplannetz der internationalen Eil- und stens zwei ehemalige Folterer und Helfershelfer der Militär-
Schnellzüge wird dichter und die zu kontrollierenden Flug- diktatur sind. Argentinien hat für diese fünf Personen, die
passagiere zahlreicher. Auch die Situation an unseren Gren- unterdessen in der Schweiz um Asyl nachgesucht haben,
zen ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Im Jahre schon zweimal Auslieferungsbegehren gestellt.
1985 wurden rund 130 000 Personen ohne gültige Ausweise Da sie ihre Strafen demnächst verbüsst haben werden, sollte
oder Einreisepapiere von den Grenzorganen an der Landes- so rasch als möglich ein Entscheid gefällt werden. Eine der
grenze zurückgewiesen. Dies zeigt die steigende Bedeutung fünf Personen ist bereits ins Ausland geflüchtet, obwohl sie,
einer besseren Ueberwachung unserer Grenzen. Diese wie die anderen auch, unter polizeilicher Aufsicht stand.
starke, zunehmende Belastung zeigt sich auch daran, dass Ueberdies bleibt in dieser Angelegenheit vieles im Dunkeln.
auf Begehren des Bundesrates die eidgenössischen Räte Ich bitte deshalb den Bundesrat um Auskunft auf folgende
eine Erhöhung des Zoll- und Grenzwacht-Personalbestan- Fragen:
des beschlossen haben. - Warum hat das BAP, welches einer Vertreterin der Interna-
Wenn der Bundesrat in seiner ablehnenden Stellungnahme tionalen Vereinigung für Menschenrechte gestattet hat, die
argumentiert, eine finanzielle Beteiligung des Bundes an Beschuldigten zu befragen, nicht verlangt, dass deren Aus-
den grenzpolizeilichen Kosten der Kantone wäre mit der sagen, die für die Haltung der Schweiz von entscheidender
eingeleiteten Aufgabenteilung zwischen Bund und Kanto- Bedeutung sind, veröffentlicht werden? (Die Internationale
nen nicht vereinbar, trifft das in diesem Falle sicher nicht zu. Vereinigung für Menschenrechte hat ihre Ex-Vertreterin, die
Grenzkontrollen liegen eindeutig im Interesse aller Kantone den Beschuldigten sichtlich sehr nahesteht, für unzuständig
beziehungsweise des Bundes. Es liegt nicht im Interesse erklärt.)
unseres Landes, wenn die Kontrolle in den internationalen - Wie rechtfertigt der Bundesrat die Fürsorgeleistungen, die
Eil- und Schnellzügen nicht mehr ordnungsgemäss, das diesen Personen seit vier Jahren sehr reichlich ausgerichtet
heisst nur noch stichprobenweise, vorgenommen würde. werden, obwohl sie in Argentinien bedeutende Immobilien
Sparanstrengungen der Grenzkantone könnten sich durch- und andere Güter besitzen?
aus in diese Richtung entwickeln. Der Bund und damit die - Wird der Bund, der den Kantonen die den Asylbewerbern
ganze Bevölkerung hätten allenfalls die negativen Folgen ausgerichteten Fürsorgeleistungen automatisch vergütet, in
einer solchen Handlungsweise zu tragen. diesem Fall ein Verfahren einleiten, um das Geld zurückzu-
Darf ich Sie deshalb-höflich bitten, im wohlverstandenen erhalten?
Interesse aller unserer Bürger, den Grenzkantonen bei der - Wie steht es mit diesem Geld, wenn die Argentinier ausge-
Erfüllung ihrer Aufgaben finanziell beizustehen und das liefert werden?
Postulat an den Bundesrat zu überweisen? -Wo steht das Verfahren zur Prüfung der Asylbegehren,
welche diese Personen eingereicht haben?
Bundesrätin Kopp: Die Personenkontrolle an der Grenze ist -Wie erklärt der Bundesrat die Tatsache, dass eine der
eine Aufgabe der Grenzkantone, wie dies der Bundesrat in Personen, für welche die Auslieferung verlangt wurde und
seiner schriftlichen Antwort ausgeführt hat. Sie sehen in der die unter polizeilicher Aufsicht stand, geflüchet ist?
Antwort auch, welche Aufgaben der Bund zu übernehmen - Welche Massnahmen hat man getroffen, damit die übrigen
bereit ist. Ich glaube, es wäre wenig sinnvoll, wenn wir in der vier nicht auch noch verschwinden?
Zeit der Aufgabenteilung hier erneut eine Mischung von -Wird die Schweiz Argentinien und seinen «Verschwunde-
Aufgaben und Kompetenzen vornehmen würden, die dann nen» endlich Gerechtigkeit widerfahren lassen und den
spätere Generationen wieder mühsam entflechten sollen. Auslieferungsbegehren für diese Personen stattgeben?
Der Bundesrat ist der Ansicht, dass man die gegenwärtige
Regelung aus guten Gründen beibehalten soll, und emp- Texte de l'interpellation du 11 décembre 1985
fiehlt Ihnen die Ablehnung des Postulates. Depuis 1981, date de leur arrestation en Suisse pour l'enlè-
vement d'un financier argentin, la Suisse détient 5 ressortis-
Abstimmung - Vote sants argentins dont deux au moins sont d'anciens tortion-
naires et collaborateurs de la dictature militaire. L'Argentine
Für die Ueberweisung des Postulates 18 Stimmen a déposé à deux reprises des demandes d'extradition pour
Dagegen 42 Stimmen ces 5 personnes qui entre-temps ont demandé l'asile en
Suisse.
Leurs peines arrivant à échéance, une décision à leur sujet
devrait intervenir dans les plus brefs délais. Or, l'une d'entre
elles s'est d'ores et déjà enfuie du territoire suisse alors
qu'elle se trouvait, comme les autres, sous surveillance de la
police. De plus, de nombreux points obscurs subsistent
dans cette affaire, c'est pourquoi je demande au Conseil
fédéral de répondre aux questions suivantes:
- Pourquoi l'OFP qui a autorisé une représentante de la
Fédération internationale des droits de l'homme à recueillir
le témoignage des accusés, n'a-t-il pas exigé la publication
de ces témoignages, déterminants quant à l'attitude de la
Suisse, alors même que la FIDH a récusé son ex-représen-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Stamm Walter Regelung der Grenzkontrollen. Finanzielle Beteiligung des Bundes
Postulat Stamm Walter Contrôles à la frontière. Participation financière de la
Confédération
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band II
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.952
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 05.06.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 650-651
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Ref. No 20 014 370
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