Gender-Neutral Language in Federal Documents and Job Postings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe motion proposed that official documents, legal texts, and job postings of the federal authorities must include feminine forms of titles and professions alongside masculine ones to avoid discrimination against women. The Federal Council acknowledged that while legally, gendered language does not necessarily imply discrimination, it can factually reinforce stereotypes and limit women's opportunities. Therefore, the Council agreed to convert the motion into a postulate, intending to incorporate guidelines for gender-neutral language into federal legislative drafting and review job advertisements for federal positions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 93 al. 1 LTF; Gender-Neutral Language in Federal Documents and Job Postings: The Federal Council acknowledged that while legally, gendered language does not necessarily imply discrimination, it can factually reinforce stereotypes and limit women's opportunities. Therefore, the Council agreed to convert the motion into a postulate, intending to incorporate guidelines for gender-neutral language into federal legislative drafting and review job advertisements for federal positions.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertUsed to declare the appeal inadmissible because it was against an interlocutory decision.
Volltext
21. März 1986 N 443 Motion Robbiani
nen Tieres abgestimmt werden. Für den Phosphoreinsatz in ausschliesslich in der männlichen Form anzutreffen sind, Mischfuttermitteln wird eine freiwillige Vereinbarung mit obwohl inzwischen vielfach auch Frauen entsprechende den Futtermittelproduzenten angestrebt. Dass dies möglich Aufgaben übernommen haben. Ebenso sind im Berufsbilist, belegen verschiedene neuere Beispiele. dungsbereich Berufsbezeichnungen in männlicher Form Der Bundesrat ist bereit, alle auch aus seiner Sicht wichtivorherrschend; weibliche Umschreibungen finden sich in gen und dringlichen Anliegen der Motionärin bei den ihm der Regel nur dort, wo es sich um ausgesprochene Frauenübertragenen gesetzlichen Verpflichtungen so rasch als berufe handelt. Der Grundsatz der verfassungskonformen möglich zu verwirklichen; mit dem geltenden Gewässer- Auslegung gebietet es jedoch den Rechtsanwendenden,
schutzund Umweltschutzgesetz ist dies rechtlich möglich. auch Erlasse, die sich ihrer sprachlichen Form nach nur an
Die Motion fällt daher in den an den Bundesrat delegierten ein Geschlecht richten, grundsätzlich auf beide Geschlech-
Rechtsetzungsbereich, was deren Annahme verunmöglicht. ter anzuwenden. Rein rechtlich gesehen brauchen deshalb geschlechtsspezifisch formulierte Normen keine Diskrimi- Schriftliche Erklärung des Bundesrates nierung darzustellen. Déclaration écrite du Conseil fédéral Dennoch erscheint es dem Bundesrat angezeigt, Erlasse
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuund Stellenausschreibungen, die für Frauen und Männer in
wandeln. gleicher Weise gelten, wenn immer möglich so zu fassen, dass die Geschlechter auch in sprachlicher Hinsicht gleich Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat behandelt werden. Geschlechtsspezifische Begriffe in Gesetzgebung und Stelleninseraten können dazu beitragen, dass Frauen und Männer wenn nicht rechtlich, so doch faktisch auf jeweils bestimmte Verhaltensweisen festgelegt werden. #ST# 85.947 Es besteht daher die Absicht, in absehbarer Zeit in die Motion Gurtner Richtlinien der Gesetzestechnik des Bundes Anleitungen für Diskriminierung der Frau die geschlechtsneutrale respektive an beide Geschlechter gerichtete Formulierung von Gesetzesbestimmungen aufzuin der Amtssprache nehmen. Eine Ueberprüfung ist auch für den Bereich der Discrimination de la femme Stellenausschreibungen des Bundes vorgesehen. dans la terminologie officielle Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln. Wortlaut der Motion vom 10. Dezember 1985 Der Bundesrat wird beauftragt zu verfügen, dass in allen Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat Unterlagen, Verlautbarungen, Gesetzestexten, Verordnungen und insbesondere auch bei Stellenausschreibungen, Berufsbezeichnungen und Titeln der Bundesbehörden die weibliche Form ebenfalls eingeführt und genannt werden muss, wenn nicht ausschliesslich Männer angesprochen #ST# 85.332 werden sollen. Motion Robbiani Finanzströme zwischen Bund und Kantonen. Texte de la motion du 10 décembre 1985 Studie Le Conseil fédéral est chargé de prendre les dispositions nécessaires pour qu'on introduise et qu'on utilise aussi le Flux financiers entre la Confédération genre féminin, lorsque les hommes ne sont pas seuls et les cantons. Analyse concernés, dans tous les documents, communications officielles, textes de loi, ordonnances et surtout pour les offres d'emploi, les désignations de postes dans l'administation et les titres des autorités fédérales.
Wortlaut der Motion vom 7. Februar 1985 Mitunterzeichner- Cosignataires: Fetz, Herczog (2) Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Regionalprobleme der Schweiz» wurden die Finanzströme zwi- Schriftliche Begründung - Développement par écrit schen dem Bund und den Kantonen für das Jahr 1978 Niemand wird bestreiten, dass durch die Sprache öffentliuntersucht und veröffentlicht. Diese Untersuchung des
ches Bewusstsein geschaffen wird. Die patriarchalische Prä- Nationalfonds, die den Titel «Finanzpolitische Instrumente
gung unserer Sprache hat dazu geführt, dass die Frauen in und ihre regionale Inzidenz» (FIRI) trägt, stellt die Herkunft
der Öffentlichkeit oft an den Rand gedrängt oder gar verder Einnahmen und die regionale Verteilung der Ausgaben gessen werden. Bei vielen Funktionen, Berufen und Titeln des Bundes dar. wird häufig nur die männliche Form genannt und entspre- Die Analyse der Finanzströme zwischen dem Bund und den chend bei deren Nennung auch nur an Männer gedacht, Kantonen ist unter dem Gesichtspunkt der Regionalpolitik selbst wenn durchaus auch Frauen davon betroffen sein eine wertvolle Grundlage für eine bessere Koordination der können. Dadurch werden die Frauen diskriminiert. Diese Finanzpolitik des Bundes.
Diskriminierung hat weitreichende Folgen, wenn z. B. die Darum ist es notwendig, dass die Finanzströme regelmässig
beruflichen Aufstiegschancen beeinträchtigt werden. Eine untersucht werden. Der Bundesrat wird gebeten, eine neue Gleichstellung der Frau in der Sprache ist deshalb eine Studie zu veranlassen; diese sollte die Finanzströme zwi- Voraussetzung für die Gleichberechtigung der Frauen in der schen dem Bund und den Kantonen möglichst umfassend Gesellschaft. darstellen und nach der gleichen Methode und auf der gleichen Grundlage erstellt werden wie diejenige von 1978. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Februar 1986 Texte de la motion du 7 février 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 février 1986 Dans le cadre du programme national de recherche «Pro-
Es trifft zu, dass die Verwaltungsund Gesetzessprache blèmes régionaux de la Suisse», les flux financiers entre la
heute noch sehr häufig auf den Mann ausgerichtet ist und Confédération et les cantons pour l'année 1978 furent exa-
namentlich Amtssowie Funktionsbezeichnungen beinahe minés et rendus public. Cette étude du Fonds national Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Gurtner Diskriminierung der Frau in der Amtssprache
Motion Gurtner Discrimination de la femme dans la terminologie officielle
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986 Année Anno
Band I Volume Volume
Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17 Séance Seduta
Geschäftsnummer 85.947 Numéro d'objet Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1986 - 08:00 Date Data
Seite 443-443 Page Pagina
Ref. No 20 014 194
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