Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-594 KI-generiert

Phosphate Pollution and Fertilizer Contamination

Geschäftsnummer VPB 85-594
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns the environmental impact of phosphates, specifically from fertilizers and wastewater, on soil and lakes. The court discusses the high levels of toxic heavy metals like cadmium in phosphate fertilizers and the potential for using treated sewage sludge as a valuable fertilizer due to its phosphate content. The court emphasizes the need to limit heavy metal contamination, promote recycling of sewage sludge, and expand wastewater treatment facilities to reduce phosphate pollution. It also addresses agricultural practices, recommending measures to prevent phosphate runoff and calling for a comprehensive review of the issue, including potential moratoriums on certain regulations to allow for further assessment.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 6 frei, Art. 6 KSVo; Phosphate Pollution and Fertilizer Contamination: The court discusses the high levels of toxic heavy metals like cadmium in phosphate fertilizers and the potential for using treated sewage sludge as a valuable fertilizer due to its phosphate content. The court emphasizes the need to limit heavy metal contamination, promote recycling of sewage sludge, and expand wastewater treatment facilities to reduce phosphate pollution. It also addresses agricultural practices, recommending measures to prevent phosphate runoff and calling for a comprehensive review of the issue, including potential moratoriums on certain regulations to allow for further assessment.

Schlagwörter

KI-generiert
Bodenverseuchung Umweltvergiftung durch Metalle Klärschlamm Umweltverträglichkeitsprüfung Verunreinigung von Trinkwasser Versauerung
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 6 KSVo

The court refers to this article to explain how cantons can regulate the use of sewage sludge as fertilizer based on individual farm nutrient balances.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Postulat Müller-Bachs 448 N 21 mars 1986

rungs- oder Neu bau Projektes ist an verschiedene Vorausset- So enthalten Phosphathandelsdünger grosse Mengen des

zungen geknüpft, die nach wie vor gelten sollen. So muss hochtoxischen Schwermetalls Cadmium (bis zu 500 Gramm

der Hotelbetrieb lebensfähig und die Kurortseinrichtung den pro Tonne Phosphor; das sind bis zu zehnmal mehr als der

Verhältnissen angepasst sein. Der Schuldner muss vertrau- Richtwert im Entwurf zur neuen Stoffverordnung). Demge-

enswürdig sein und ausreichende Gewähr bieten, dass das genüber enthalten Waschmittelphosphate 0,5 Gramm Cad-

Hotelunternehmen betriebswirtschaftlich gut geführt wird. mium pro Tonne Phosphor.

Sodann hat der Gesuchsteller in zumutbarem Mass eigenes Die Verwertbarkeit des Klärschlamms als Dünger in der

Kapital einzusetzen. Schliesslich sollte der Hotelbetrieb nor- Landwirtschaft hängt im wesentlichen von dessen Phos-

malerweise mindestens 30 Betten umfassen. In dieser Hin- phatgehalt ab. Geringer Cadmiumgehalt sowie ein hoher

sicht sieht die SGH eine Senkung der minimalen Bettenzahl Phosphatgehalt machen den Klärschlamm für die Landwirt-

auf 20 Einheiten vor. schaft wertvoll und dessen Verarbeitung zu Dünger loh-

Gegenwärtig hat die SGH rund 84 Millionen Franken an nend. Gleichzeitig kann durch die landwirtschaftliche Nut-

Darlehen in der Hôtellerie investiert. Zusätzlich hat sie zur- zung des Klärschlamms ein biologischer Kreislauf geschlos-

zeit Bürgschaftsverpflichtungen gegenüber Banken in der sen werden.

Höhe von 82 Millionen Franken. Das Bewilligungsvolumen Wir bitten den Bundesrat, die folgenden Anregungen entge-

der SGH betrug in den letzten Jahren durchschnittlich rund genzunehmen:

30 Millionen Franken. Da die Rückzahlungsbeträge nicht I.Die Phosphatdüngerherstellung ist aus ökologischen

genügen, um die neueinzugehenden Verpflichtungen zu Gründen möglichst vollständig auf Recycling von Klär-

decken, muss ähnlich wie bei den Investitionshilfekrediten schlamm abzustützen. Herkömmliche Kunstdünger sollten

eine Aufstockung erfolgen. Deshalb sollte die SGH in nur zum Standardisieren der aus Recycling stammenden

Zukunft weitere unverzinsliche Bundesvorschüsse in der Produkte eingesetzt werden. Der Gehalt an Schwermetallen

Grössenordnung von rund 7 bis 8 Millionen Franken pro ist auf ein Minimum zu beschränken.

Jahr erhalten. Um nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne 2. Das Verbot der Waschmittelphosphate ist vom Grundsatz

wiederum eine situationsgerechte Neubeurteilung der Lage des Recycling und der möglichst vollständigen Elimination

vornehmen zu können, ist es zweckmässig, diese Leistun- von Schwermetallen aus den Düngemitteln her gesehen

gen des Bundes auf 10 Jahre zu beschränken. Es geht widersinnig. Durch die Reduktion des Phosphatgehaltes

deshalb um einen Bundesvorschuss in der Grössenordnung wird die Verwertbarkeit des Klärschlamms als Dünger in der

von 80 Millionen Franken. Landwirtschaft drastisch vermindert. Dies führt zu neuen

Gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Problemen bei der Klärschlammentsorgung und zu ver-

SGH-Zinsverbilligungsmassnahmen in Ausnahmefällen auf mehrtem Einsatz von schwermetallhaltigen Handelsdün-

maximal 8 bis 10 Jahre zu erstrecken. Da die Zinsverbilligun- gern. Vor diesem Hintergrund sollte ein Moratorium für das

gen als Ueberbrückungshilfe nach getätigten Investitionen Inkrafttreten dieses Verbotes erlassen und die ganze Thema-

dienen, ist eine Verlängerung der Dauer zweckmässig. Aller- tik nochmals umfassend überprüft werden.

dings sollten die Zinsverbilligungen ab dem sechsten Jahre 3. Das Netz der Kläranlagen mit Phosphatelimination aus

schrittweise reduziert werden. Diese Art der Finanzierungs- den Abwässern muss entsprechend den Anforderungen des

hilfe ist betriebswirtschaftlich besser zu begründen und Gewässerschutzes umgehend ausgebaut werden. Dies ist

entspricht den praktischen Anforderungen. zwingend notwendig, um die Phosphatbelastung der Seen

Im Rahmen der Revision soll ferner geprüft werden, ob durch häusliches/kommunales Abwasser wirkungsvoll zu

Zinsverbilligungen auch für besonders förderungswürdige reduzieren und um eine optimale Rückgewinnung des Phos-

Projekte in Fremdenverkehrsgebieten, die nicht Entwick- phors als wertvolles Düngemittel zu erreichen.

lungsregionen sind, gewährt werden können. Dies muss 4. Wirkungsvolle Massnahmen gegen die Phosphatab-

allerdings der Ausnahmefall sein und sollte in erster Linie schwemmung in der Landwirtschaft, wie Strukturieren der

für Hotelübernahmen durch Nachwuchskräfte oder bei Anbauflächen und Anlegen von Hecken unter Berücksichti-

Erneuerungsvorhaben in Betrieben der Einsaison-Seehotel- gung der Höhenkurven, Respektieren von Ufer- und

lerie Anwendung finden. Bachrandabständen, Umstellen auf Festmistverfahren usw.,

sind durch Umlenkung von bisher wenig sinnvoll aufgewen-

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. März 1986 deten Subventionen zu unterstützen.

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 mars 1986 5. Die Verunreinigung von Klärschlamm mit Schwermetallen

Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen. und mit anderen ökologisch problematischen Substanzen

ist mit gezielten Massnahmen an der Quelle auf ein Mini-

Ueberwiesen - Transmis mum zu reduzieren.

6. Ein angepasstes bzw. bodenkonformes Aufarbeiten und

Ausbringen des Klärschlammes ist sicherzustellen.

Texte du postulat du 3 octobre 1985

#ST# 85.594 En Suisse, les phosphates provenant des engrais de la ferme

Postulat Müller-Bachs (purin, fumier solide) et des eaux domestiques usées (pro-

Vergiftung der Böden und duits du métabolisme, produits de lessive) suffisent ample-

Eutrophierung der Seen ment pour couvrir les besoins de notre agriculture en

engrais phosphatés. Néanmoins, une quantité supplémen-

Empoisonnement des sols et taire de 20 000 tonnes de phosphore provenant d'engrais du

eutrophisation des lacs commerce est épandue chaque année. Cette quantité n'en-

traîne pas seulement une fumure excessive, mais aussi, par

des métaux lourds toxiques, une charge dangereuse pour le

sol. C'est ainsi par exemple que les engrais à base de

phosphate contiennent de grandes quantités de cadmium,

Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1985 métal lourd hautement toxique (jusqu'à 500 gr. par tonne de

Die in der Schweiz aus Hofdünger (Jauche, Festmist) und phosphore, soit dix fois plus que la valeur indicative retenue

häuslichen Abwässern (Stoffwechselprodukte, Waschmittel) dans le projet de nouvelle ordonnance sur les substances

stammenden Phosphate reichen aus, um den Bedarf unse- dangereuses pour l'environnement). Comparativement, les

rer Landwirtschaft an Phosphatdünger zu decken. Trotzdem phosphates des produits de lessive contiennent 0,5 gr. de

werden aber pro Jahr 20 000 Tonnen Phosphat als Handels- cadmium par tonne de phosphore.

dünger zusätzlich ausgebracht. Diese Menge bewirkt nicht La possibilité d'utiliser les boues d'épuration en agriculture,

nur eine massive Ueberdüngung, sondern auch eine gefähr- en tant qu'engrais, dépend surtout de leur teneur en phos-

liche Belastung des Bodens mit toxischen Schwermetallen. phate. Leur teneur plus faible en cadmium ainsi qu'une plus

21. März 1986 N 449 Postulat Müller-Bachs

forte teneur en phosphate rendent les boues d'épuration der Bundesrat mit der kommenden Stoffverordnung behan-

très précieuses pour l'agriculture; il vaut donc la peine de deln (Grenzwerte für Schwermetalle in Handelsdüngern und

les transformer en engrais. En même temps, le fait que les Komposten).

boues soient utilisées en agriculture permet de parachever Die in gewissen Regionen als kritisch zu beurteilende Phos-

un cycle biologique. phorüberdüngung in der Landwirtschaft kann nicht allein

Compte tenu de ce qui précède, nous invitons le Conseil über die landwirtschaftliche oder nichtlandwirtschaftliche

fédéral à prendre en considération les propositions sui- Klärschlammverwertung geregelt werden. Der Phosphoran-

vantes: teil im Klärschlamm macht nur gerade sechs Prozent des

1. Pour des raisons dictées par l'écologie, il faudrait que la landwirtschaftlichen Gesamtumsatzes aus. Massnahmen

fabrication d'engrais à base de phosphate s'effectue pres- sind bei den anderen Ursachen durchzusetzen, nämlich

qu'exclusivement à partir du recyclage des boues d'épura- beim teils sehr hohen Handelsdüngerverbrauch sowie bei

tion. Les engrais chimiques courants ne devraient plus den Futtermittelimporten-einer bedeutenden, indirekt wir-

servir qu'à standardiser les produits tirés du recyclage. Il kenden Phosphorquelle - bzw. bei der Hofdüngerverwer-

faut réduire à un minimum la teneur en métaux lourds. tung. Letztere liefert gegen 60 Prozent des gesamten Phos-

2. Vue sous l'angle du recyclage et dans la perspective de phors in der Landwirtschaft. Im übrigen wäre die künstliche

l'élimination aussi complète que possible des métaux lourds Anreicherung von flüssigem Klärschlamm mit Phosphaten

contenus dans les engrais, l'interdiction des poudres à les- wenig sinnvoll; diese muss aus gewässerschützerischen

sive à base de phosphate est un non-sens. En réduisant la und volkswirtschaftlichen Gründen abgelehnt werden.

teneur en phosphate, on diminue gravement la possibilité de Phosphorhandelsdünger sind gezielt - und nur dort wo

recycler les boues d'épuration comme fumure dans l'agri- nötig - als Ergänzungsdünger zu Hofdüngern und auf vieh-

culture. Cela pose de nouveaux problèmes en matière d'éva- losen Betrieben einzusetzen.

cuation de ces boues et encourage l'utilisation des engrais Der Bundesrat wird entsprechende Bestimmungen zur

commercialisés, riches en métaux lourds. Dans ce contexte, Regelung der Düngungsprobleme in der Landwirtschaft mit

il faudrait que la mise en vigueur de cette interdiction fasse der kommenden Stoff Verordnung behandeln und weitere,

l'objet d'un moratoire et que l'ensemble du problème soit direkt gewässerschutzbezogene Anliegen in der laufenden

complètement revu. Revision des Gewässerschutzgesetzes vorschlagen.

3. Il s'impose de développer et de compléter le réseau des I.Die KSVo stellt es den Kantonen in Artikel 6 frei, die

stations d'épuration, éliminant les phosphates des eaux Verwertung des Klärschlamms als Dünger an eine einzelbe-

usées, conformément aux exigences de la protection des triebliche, den Phosphoreintrag durch Hofdünger berück-

eaux. C'est chose indispensable de toute urgence, pour sichtigende Gesamtnährstoffbilanz zu binden. Nachdem die

réduire efficacement la charge de phosphate que les eaux Kantone in der Vernehmlassung zur KSVo eine diesbezügli-

usées domestiques communales imposent aux lacs et pour che obligatorische Regelung vor Jahren nahezu geschlos-

que le phosphore, engrais précieux, puisse être récupéré de sen abgelehnt haben, stützen sie sich heute nun zunehmend

façon optimale. auf diese Möglichkeit der einzelbetrieblichen Nährstoff bilan-

4. En déviant puis en réaffectant des subventions dépensées zierung bei der Klärschlammabgabe an die Landwirte. Aller-

pas toujours à bon escient jusqu'ici, on appuiera des dings bietet die Berücksichtigung der häufig auf Viehhal-

mesures efficaces contre le lessivage des phosphates dans tungsbetrieben ebenfalls eingesetzten Handelsdüngerphos-

l'agriculture, mesures allant dans le sens de la structuration phate noch Schwierigkeiten. Diese sind schwer zu erfassen,

des surfaces cultivables et de la pose de haies qui épousent weil die KSVo die Landwirte nicht zur Mitbilanzierung des

les courbes de niveau, le respect de certaines distances à Phosphors aus Handelsdüngern zwingen kann. Dasselbe

partir des rives et des berges des cours d'eau, la réintroduc- gilt übrigens auch für die Schwermetalle; erfasst sind nur

tion du système du fumier solide, etc. jene des Klärschlamms. Der Bundesrat wird deshalb mit der

5. Par des mesures spécifiques appliquées à la source, il faut Stoff Verordnung bestehende Lücken möglichst schliessen.

ramener à un minimum la pollution de boues d'épuration Er erachtet es, wie erwähnt, als unzweckmässig, den flüssi-

par des métaux lourds et par d'autres substances qui posent gen Klärschlamm mit Handelsdüngerzugaben zu standardi-

des problèmes du point de vue écologique. sieren.

6. Il faut enfin faire en sorte que les boues d'épuration soient 2. Der Bundesrat wird nicht mehr auf sein gewässerschütze-

traitées et épandues de manière appropriée, c'est-à-dire risch und politisch wichtiges Verbot von Phosphor in

conformément à la nature du sol. Waschmitteln zurückkommen. Klärschlamm wird auch nach

dem Wegfall der Waschmittelphosphate Phosphor mit deut-

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Biel, Dünki, licher Düngewirkung enthalten. Im übrigen wird die zweite

Eisenring, Eppenberger-Nesslau, Feigenwinter, Giger, Gren- bedeutende Düngewirkung des Klärschlamms, jene des

delmeier, Günter, Jaeger, Maeder-Appenzell, Oehen, Sager, Stickstoffs, durch die Massnahmen beim Phosphor nicht

Seiler, Steinegger, Stucky, Wanner, Weber Monika, Weder- beeinflusst.

Basel, Zwygart (20) 3. Sämtliche Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgebiet

der Seen müssen mit einer dritten Stufe (Phosphatfällung)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit ausgerüstet sein. In einzelnen Grossanlagen ist gar eine

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht vierte Stufe (Flockungsfiltration) vorgesehen. Wichtig ist

eine schriftliche Antwort. heute vor allem auch, dass die Kläranlagen einwandfrei

funktionieren. Den Kantonen obliegt hier eine wichtige Kon-

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates trollaufgabe.

vom 3. März 1986 4. Das Eidgenössische Meliorationsamt hat bereits Schritte

Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mars 1986 eingeleitet, um Ställe mit Festmistverfahren subventionspo-

Vorbemerkungen: Der Bundesrat hat sich stets für eine litisch analog den Schwemmmistverfahren (Güllenproduk-

möglichst schadstofffreie Wiederverwertung von Produkten tion) zu fördern. Die Subventionierung landschaftsgestalte-

aus der Abfallaufbereitung eingesetzt. So hat er 1975 eine rischer Massnahmen, wie Anlegen von Hecken, hat der

Verordnung über Abwassereinleitungen erlassen, die Bundesrat bereits anlässlich der Behandlung eines Postula-

bewirkt, dass Schadstoffe bereits am Ort ihres Anfalles tes von Herrn Nationalrat Müller-Bachs vom 14. März 1984

zurückgehalten werden. Konsequenterweise musste auch als unnötig abgelehnt. Er sieht auch jetzt keine Notwendig-

die Verwertung des Klärschlamms aus der Abwasserreini- keit, um aus gewässerschützerischen Ueberlegungen Bei-

gung, der Schadstoffe enthält, entsprechend geregelt wer- träge zum Strukturieren von Anbauflächen, Respektieren

den. Dies geschah mit der Einführung von Grenzwerten für von Ufer- und Bachrandabständen usw. auszurichten. Diese

bedenkliche Schwermetalle und von Frachtbegrenzungen Vorkehrungen liegen ohnehin zwingend in der gewässer-

für den Klärschlammaustrag (Klärschlammverordnung vom schützerischen Eigenverantwortung der Bodenbewirt-

8. April 1981, KSVo). Weitere Schadstoffbegrenzungen wird schafter.

Postulat Brélaz 450 N 21 mars 1986

5. Diesbezügliche Bestimmungen sind in der Verordnung 3. Interdiction de l'utilisation de phosphates contenant des

vom 8. Dezember 1975 über Abwassereinleitungen bereits métaux lourds par l'agriculture suisse.

erlassen. Eine allfällige Verschärfung gewisser Normen wird 4. Mise sur pied d'un système de pénalisation des agricul-

anlässlich einer kommenden Revision geprüft werden. teurs pratiquant un épandage sur sol gelé dans tous les cas

6. Diesbezügliche Bestimmungen sind in der KSVo enthal- où ils peuvent l'éviter et de subvention au redimensionne-

ten. Schwierigkeiten, die im Vollzug noch bestehen, sind so ment des fosses à purin dans les autres cas.

rasch als möglich durch die Vollzugsorgane, in enger 5. Renforcement de l'élimination des phosphates dans les

Zusammenarbeit mit den kantonalen oder privaten landwirt- stations d'épuration et des subventions à cet effet; renforce-

schaftlichen Beratungsdiensten, zu beheben; das Bundes- ment aussi des contrôles effectués.

amt für Umweltschutz hat sich vor einem Jahr in einem

grundsätzlichen Kreisschreiben an die Kantone gewandt. Mitunterzeichner- Cosignataires: Borei, Carobbio, Deneys,

Seither haben verschiedene Kantone zusätzliche Vollzugs- Friedli, Gloor, Jaggi, Longet, Meizoz, Pitteloud, Rebeaud,

massnahmen ergriffen, mit denen besonders die Winterdün- Ruffy.Vannay (12)

gung mit Schlamm unterbunden wird.

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Le Conseil fédéral a décidé récemment, de manière parfaite-

Déclaration écrite du Conseil fédéral ment justifiée, d'interdire les phosphates dans les lessives.

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat in den Punkten 1, 3, 5 Cette mesure importante pour nos lacs ne permet, néan-

und 6 entgegenzunehmen. Er ist auch bereit, Punkt 4 hin- moins, pas de considérer tous les problèmes comme ré-

sichtlich der Förderung von Festentmistungsställen entge- solus.

genzunehmen, beantragt hingegen Ablehnung von Punkt 2 En effet, pour de nombreux lacs, la concentration en phos-

und dem übrigen Anliegen in Punkt 4. phates restera encore trop importante. Il y a donc lieu de

compléter cette mesure au niveau de l'agriculture (autre

Ueberwiesen gemäss Antrag des Bundesrates pourvoyeur important des cours d'eau en phosphates) et du

Transmis selon la proposition du Conseil fédéral traitement des phosphates dans les stations d'épuration.

Les quantités dues aux matières fécales sont en effet plus

difficiles à diminuer (par des systèmes de toilettes sèches

par exemple).

#ST# 85.599 Un autre volet lié est l'utilisation des boues d'épuration par

l'agriculture. A ce stade, il convient de réduire les quantités

Postulat Brélaz de métaux lourds se trouvant dans les boues. Il pourrait

Ueberdüngung der Gewässer und également, dans certains cas particuliers, être nécessaire

Vergiftung der Böden d'enrichir ces boues en phosphates encore qu'un traitement

Eutrophisation des eaux et plus complet des eaux devrait ramener ce problème à des

empoisonnement des terres agricoles cas marginaux.

Il est, de plus, indispensable d'éviter l'empoisonnement des

sols par des engrais. Il conviendrait donc d'interdire l'utilisa-

tion d'engrais phosphatés, riches en métaux lourds, comme

le cadmium.

Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1985 Enfin, il faut lutter contre l'eutrophisation des eaux par

Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Massnahmen zu l'agriculture à la source; l'épandage à certaines saisons

prüfen und gegebenenfalls einzuführen: constitue une part relativement importante de ce problème;

1. An der Quelle durchzuführende Bekämpfung der Einlei- des mesures du type décrit sous point 4 pourraient aider à y

tung von Schwermetallen in das Abwasser, das in die Reini- remédier.

gungsanlagen gelangt, um eine unschädliche Verwendung

des Klärschlammes in der Landwirtschaft zu ermöglichen; Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

2. Ergänzung des vollkommen gerechtfertigten und bei- vom 3. März 1986

spielhaften Phosphatverbots für Textilwaschmittel durch Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 mars 1986

eine Bestimmung, welche die Anreicherung des für die Chaque fois que l'occasion s'est présentée, le Conseil fédé-

Landwirtschaft bestimmten Klärschlammes mit reinen Phos- ral est intervenu en faveur d'un recyclage aussi peu polluant

phaten für die Fälle vorsieht, in denen die Anreicherung für que possible des produits résultant du traitement des

die Verwertung erforderlich ist; déchets. Ainsi, en 1975, il éditait une ordonnance sur le

3. Verbot, in der Landwirtschaft schwermetallhaltige Phos- déversement des eaux usées, qui a eu pour conséquence

phate zu verwenden; que les polluants sont retenus à leur lieu de production déjà.

4. Einführung von Strafen für Landwirte, die - obwohl es L'utilisation des boues d'épuration, qui contiennent des

vermeidbar wäre - Jauche auf gefrorenen Boden ausbrin- polluants, demandait elle aussi une réglementation. Cela a

gen, sowie Ausrichtung von Bundesbeiträgen für die Neudi- été réalisé avec l'introduction de valeurs limites pour les

mensionierung der Jauchegruben in den Fällen, in denen métaux lourds et de limitations pour l'épandage des boues

das Ausbringen auf gefrorenen Boden unvermeidbar ist; d'épuration (ordonnance du 8 avril 1971 sur les boues

5. Verstärkung der Phosphatausfällung i.n den Abwasserrei- d'épuration). Par le biais de l'ordonnance sur les substances

nigungsanlagen und Ausbau der diesbezüglichen Beiträge dangereuses pour l'environnement, le Conseil fédéral fixera

sowie Verstärkung der entsprechenden Kontrollen. prochainement encore d'autres limitations aux teneurs en

polluants (valeurs limites pour les métaux lourds dans les

Texte du postulat du 3 octobre 1985 engrais commercialisés et les composts).

Le Conseil fédéral est prié d'étudier, le cas échéant de La surchage en phosphore due à l'agriculture, que l'on peut

réaliser, les mesures suivantes: qualifier de critique dans certqaines régions, ne peut pas

1. Lutte, à la source, contre l'introduction de métaux lourds être résolue que par l'utilisation des boues d'épuration, dans

dans les eaux parvenant aux stations d'épuration, afin de des domaines agricoles ou non. En effet, la quantité de

permettre une utilisation non nocive de ces boues dans phosphore dans les boues d'épuration représente à peine

l'agriculture. 6 pour cent de celle utilisée dans l'agriculture. Il faut lutter

2. Compléter sa mesure, parfaitement justifiée et exem- également contre les autres sources de cette pollution,

plaire, d'interdiction des phosphates dans les lessives, par c'est-à-dire: forte consommation d'engrais commercialisés,

une norme d'enrichissement en phosphates purs des boues importation d'aliments pour les animaux - une importante

destinées à l'agriculture, dans les cas où cela serait néces- source de phosphore aux effets indirects - et utilisation des

saire à leur valorisation. engrais de ferme, cette dernière source représentant

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Müller-Bachs Vergiftung der Böden und Eutrophierung der Seen

Postulat Müller-Bachs Empoisonnement des sols et eutrophisation des lacs

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1986

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.594

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.03.1986 - 08:00

Date

Data

Seite 448-450

Page

Pagina

Ref. No 20 014 199

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.

Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.

Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.