Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-576 KI-generiert

Federal Technical Universities Personnel and Reform Motion

Geschäftsnummer VPB 85-576
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court reviewed a motion concerning the administration of federal technical universities. The motion proposed both an increase in personnel and structural reforms, but the government initially opposed the personnel increase, suggesting a different approach to studying reforms internally. The court discussed whether to approve the motion as is or to separate the personnel increase aspect for a separate vote, ultimately voting to approve the motion without the specific clause about middle management involvement, transforming it into a postulate which the government agreed to consider.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 lit. b ATSG; Federal Technical Universities Personnel and Reform Motion: The motion proposed both an increase in personnel and structural reforms, but the government initially opposed the personnel increase, suggesting a different approach to studying reforms internally. The court discussed whether to approve the motion as is or to separate the personnel increase aspect for a separate vote, ultimately voting to approve the motion without the specific clause about middle management involvement, transforming it into a postulate which the government agreed to consider.

Schlagwörter

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Personalverwaltung Entscheidungen über die Umsetzung oder Versetzung Institutionelle Reformen E-Government Geschäftsordnung öffentlich-rechtliche Anstalt
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 lit. b ATSG

This article concerns the imposition of costs on the losing party in a legal proceeding.

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Volltext

3. März 1986 N 25 Interpellation Lüchinger

In einem letzten Punkt, der nicht sehr wichtig ist, soll der Ohne «Mitbestimmung» könnte ein grosser Teil der Freisin-

Wissenschaftsrat beauftragt werden, seine Früherken- nigen der Motion zustimmen.

nungsstudie weiterzuführen und auszubauen, damit man

einen besseren Ueberblick hat über das, was geschieht. Präsident: Ich möchte die Motionärin anfragen, ob sie mit

Was sagt nun der Bundesrat? Er sagt: Ich bin mit der diesem Antrag einverstanden wäre. •

Stossrichtung dieser Motion grundsätzlich einverstanden.

Die aufgeworfenen Fragen und Anliegen werden gegenwär- Frau Uchtenhagen: Sie müssten über diesen Punkt separat

tig einerseits im Schulrat und andererseits in einer verwal- abstimmen. Ich bin sicher für die Mitbestimmung des Mittel-

tungsinternen Arbeitsgruppe untersucht. Und sehen Sie: Da baus. Woher soll denn das Neue in der Forschung kommen,

stimmt nun etwas nicht mehr. Es hat doch keinen Wert, dass wenn die Assistenten und Oberassistenten in diesen Fragen

wir solche Grossstudien wie die Hayek-Studie in Auftrag nicht mitreden können?

geben und dann, wenn es ans Entscheiden geht, wenn Ich ziehe diesen Punkt nicht zurück. Wenn aber die Mehr-

etwas passieren soll, holt man wenn möglich wieder irgend- heit des Rates findet, das gehe bereits zu weit, soll über

welche Experten, vor denen man nicht so Angst haben diesen Punkt separat abgestimmt werden.

muss. Oder noch besser: man bildet interne Arbeitsgruppen.

Der Schulrat selber studiert nun seine Reformen, nebst einer Präsident: Gemäss unserem Geschäftsreglement kann der

verwaltungsinternen Arbeitsgruppe. Damit macht man doch Wortlaut einer Motion nicht mehr abgeändert werden. Man

den Bock zum Gärtner. Wir möchten ja, dass diese Refor- kann höchstens einzelne Punkte überweisen oder nicht

men jetzt endlich durchgeführt werden. Ich glaube, es wäre überweisen.

ein sehr gutes Mittel, Herr Bundespräsident, in diese Wir stimmen ab: Frau Uchtenhagen hält an der Motion fest.

Arbeitsgruppen auch noch ein paar aussenstehende Fach- Der Bundesrat lehnt die Motion ab und möchte sie als

leute zu holen, statt nur mit verwaltungsinternen zu arbei- Postulat entgegennehmen.

ten, denn diese haben die Massnahmen seinerzeit nicht

ergriffen. Wieso sollen sie jetzt die Reformen durchführen? Abstimmung - Vote

Wenn wir nun diese Motion überweisen, haben wir sehr

wahrscheinlich eine gewisse Chance, dass endlich etwas Für Ueberweisung als Motion 41 Stimmen

geht und wir nicht alle paar Jahre wieder Studien in Auftrag Für Ueberweisung als Postulat 77 Stimmen

geben und Löcher stopfen müssen, weil wir uns nie fragen,

wieso diese Löcher entstehen. Frau Uchtenhagen: Ich bin immerhin seit 14 Jahren in

Ich bitte Sie, diese Motion zu überweisen. diesem Rat. Wir haben immer wieder bei Motions-oder auch

bei Postulatstexten über einzelne Punkte separat abge-

Bundespräsident Egli: Frau Uchtenhagen, ich weiss eigent- stimmt, wenn dazu ein anderer Antrag vorlag. Man muss

lich nicht genau, was Sie wollen. Einerseits verlangen Sie nicht in globo alles überweisen; es sollte doch jenen, die

von uns, dass wir Fragen studieren, die Sie aufwerfen. Und dieser Motion zustimmen wollen, aber ohne diese Mitbe-

wenn wir Fachgruppen einsetzen, um sie zu studieren, dann stimmung des Mittelbaus, möglich sein, dafür zu stimmen.

sagen Sie, diese seien nicht kompetent. Sie müssen uns Das haben wir bis jetzt immer so gehandhabt.

doch zugestehen, dass wir zum mindesten die von Ihnen Ich stelle den Antrag, dass man detailliert abstimmt: Motion

aufgeworfenen Fragen überprüfen und Ihnen nicht in einer mit dieser Mitbestimmung des «Mittelbaus» und Motion

Interpellationsbeantwortung alle aufgeworfenen Fragen ohne «Mittelbau»; und dann kann man das Ergebnis dem

beantworten können. Postulat gegenüberstellen.

Soweit Sie uns eine Aufholung von Versäumtem vorschla-

gen, haben wir mit der soeben beratenen Vorlage bereits Präsident: Ich frage den Rat an, ob er einverstanden ist,

einen Anfang gesetzt. Nach der allgemeinen Zustimmung wenn wir noch einmal abstimmen gemäss diesem Ord-

des Rates darf ich doch annehmen, dass wir damit etwas nungsantrag. Offenbar gibt es hier eine Streitfrage unter den

Gutes getan haben. Soweit Sie die Organisation der ETH Juristen. Ist der Rat einverstanden? Das ist der Fall.

bemängeln, darf ich Sie nun doch etwas beruhigen. Wir Wir stimmen noch einmal ab, ob man die Motion Uchtenha-

marschieren auf zwei Gleisen: Der Schulrat hat einerseits gen als Motion überweisen will, ohne diesen Absatz «ver-

eine Projektorganisation aufgestellt. Zweitens haben-wir mehrten Einbezug respektive Mitbestimmung des Mittel-

absichtlich - über dem Schulrat - noch eine verwaltungsin- baus».

terne Arbeitsgruppe bestellt, welche die übergeordneten

Fragen behandeln soll, wie zum Beispiel die hierarchische Abstimmung - Vote

Eingliederung des Schulrates, das Personalstatut der Pro-

fessoren, eventuelle Rechtspersönlichkeit der ETH, das Vor- Für Ueberweisung als Motion 52 Stimmen

antreiben der Revision des ETH-Gesetzes usw. Im Zusam- Für Ueberweisung als Postulat 56 Stimmen

menhang mit dem ETH-Gesetz sind ohnehin alle diese Fra-

gen und diejenigen, die Sie aufwerfen, zu studieren. Sie

haben uns acht Jahre für die Revision eingeräumt. Aber wir

werden diese Zeit nicht voll beanspruchen, wir haben Ihnen

das schon bei der erneuten Verlängerung des Uebergangs- #ST# 85.576

rechtes für die ETH zugesichert. Interpellation Lüchinger

Wenn Sie schon sagen, Frau Uchtenhagen, dass alle Ihre ETH. Personalvermehrung,

Fragen, alle Ihre Anliegen zu prüfen seien (Zwischenruf von

Struktur- und Sparmassnahmen

Frau Uchtenhagen: Es handelt sich um eine Motion!), dann

ist dies materiell eben ein Postulat und nicht eine Motion. In EPF. Augmentation du personnel,

diesem Sinne nehmen wir es entgegen und bedenken auch restructuration et mesures d'économie

gerne Ihre sehr wertvollen Anregungen.

Auer: Ein Teil der freisinnigen Fraktion ist bereit, diesem

Vorstoss als Motion zuzustimmen, wenn in Ziffer 2 Absatz 2

der Satz «vermehrten Einbezug respektive Mitbestimmung Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1985

des Mittelbaus» gestrichen wird. Wir sind der Meinung, dass Die Grobanalyse der Hayek Engineering AG über die Eidge-

dieser Punkt als ganzes für die materiell berechtigte Motion nössischen Technischen Hochschulen und ihre Annexan-

eine nicht notwendige politische Belastung ist. Ich wäre stalten hat einerseits wesentliche Einsparungsmöglichkei-

dem Präsidenten dankbar, wenn er eine Eventualabstim- ten und Strukturprobleme aufgezeigt. Andererseits hat sie

mung durchführen würde, mit «Mitbestimmung» oder ohne. die Notwendigkeit einer Personalvermehrung zur Verstär-

Interpellation Lüchinger 26 N 3 mars 1986

kung von Lehre und Forschung bei den neuen Technolo- fällige Strukturverbesserungen durchzuführen. Eine

gien und zur Bewältigung der höheren Zahl von Studieren- gründliche Information und Debatte über die letzteren Anlie-

den bestätigt. Da eine Personalvermehrung ohne Sicherstel- gen wird daher in der Wintersession 1985 stattfinden müs-

lung der Lösung der bestehenden Strukturprobleme und sen. Mit der vorliegenden Interpellation soll diese Debatte

ohne die Realisierung der möglichen Einsparungen nicht in vorbereitet werden.

Frage kommt, fragen wir den Bundesrat an:

1. Teilt er die grundsätzliche Ansicht, dass eine Personaler- Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

höhung nur in Frage kommt, wenn gleichzeitig oder zeitlich vom 27. November 1985

gestaffelt die Einsparungsmöglichkeiten wahrgenommen Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1985

und die Strukturprobleme gelöst werden? In der Grobanalyse der Hayek Engineering AG Zürich wer-

2. Welche konkreten Zielsetzungen und welche Arbeits- und den einerseits Rationalisierungs- und Redimensionierungs-

Zeitprogramme sieht der Bundesrat für die Deckung des massnahmen für den Schulratsbereich vorgeschlagen,

Personalbedarfs bei den neuen Technologien einerseits und andererseits wird dargelegt, in welchem Ausmass zusätzli-

für die Realisierung der möglichen Einsparungen sowie für che Stellen und Sachkredite als erforderlich angesehen

die Lösung der Strukturprobleme andererseits vor? werden.

3. Was hat der Bundesrat insbesondere vorgenommen, oder 1. Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass in Verbindung

was gedenkt er in den nächsten Monaten zu tun, um mit der Prüfung der Schulratsanträge auf Personalvermeh-

a) kostenwirksame Koordinations- und Rationalisierungs- rung auch alle Einsparungsvorschläge untersucht und die

massnahmen beim EIR und beim SIN zu realisieren? entsprechenden Optionen so rasch als möglich verwirklicht

b) eine Konzentrierung von Lehre und Forschung auf dem werden sollen. Da allerdings in gewissen Disziplinen (z. B.

Gebiete der Pharmazie unter Entlastung der ETHZ zu errei- Informatik, Elektrotechnik) vor allem bei der Studentenbe-

chen? treuung bedeutende Engpässe bestehen, erachtet der Bun-

c) eine bessere Zusammenarbeit und Koordination mit den desrat es als notwendig, dass die vorweg beantragten perso-

kantonalen Hochschulen zu erzielen? nellen Sofortmassnahmen im Rahmen des Voranschlages

1986 bewilligt werden.

Texte de l'interpellation du 26 septembre 1985 2. Um die Grundlagen für seine weiteren Entscheidungen zu

L'expertise de l'entreprise Hayek Engineering SA sur les erhalten, hat der Bundesrat eine interdépartementale

écoles polytechniques fédérales et leurs établissements Arbeitsgruppe beauftragt, die Folgerungen aus dem Hayek-

annexes a d'une part fait apparaître la possibilité de réaliser Bericht zu ziehen und insbesondere die Stellenbegehren zu

d'importantes économies et l'existence de problèmes de begutachten. Deren Arbeiten sind abgestimmt auf die bean-

structures. Elle a confirmé d'autre part la nécessité d'aug- tragten Sondermassnahmen zugunsten der Ausbildung und

menter le personnel pour renforcer l'enseignement et la Weiterbildung sowie der Forschung in der Informatik und

recherche dans les nouvelles technologies et faire face à den Ingenieurwissenschaften. Gestützt auf den für Dezem-

l'augmentation du nombre des étudiants. Comme il ne sau- ber 1985 erwarteten Bericht der interdepartementalen

rait être question d'augmenter l'effectif du personnel sans Arbeitsgruppe wird der Bundesrat das weitere Vorgehen

s'assurer que les problèmes de structures seront résolus et festlegen und entscheiden, ob und in welchem Ausmass er

que les économies possibles seront réalisées, je prie le den Räten weitere Stellen und Sachkredite für den Schul-

Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: 1. Est- ratsbereich beantragt.

il d'accord sur le principe que l'on ne doit envisager d'aug- Der Schulrat seinerseits hat im September 1985 eine Reihe

menter l'effectif du personnel que si l'on prend en même von Projekten zur Vertiefung der Empfehlungen der Hayek-

temps ou par étape les mesures d'économie et de restructu- Studie in Auftrag gegeben: Aufgrund eines detaillierten

ration qui s'imposent? Arbeits- und Terminplans werden die Schlussberichte

2. Quels objectifs concrets et quels plans et programmes le gestaffelt über die nächsten anderthalb Jahre hinweg erwar-

Conseil fédéral prévoit-il de fixer d'une part pour couvrir les tet. Ferner hat er die Professoren-Planung 1984-87 für die

besoins de personnel et d'autre part pour réaliser les beiden ETH überarbeitet und damit bereits erste Um- und

mesures d'économie et de restructuration? Neuverteilungen im akademischen Bereich eingeleitet. Mög-

3. Q'est-ce que le Conseil fédéral a entrepris ou qu'envisage- licherweise wird die laufende Planung 1986 nochmals in

t-il d'entreprendre dans les mois qui viennent, notamment: diesem Sinne revidiert werden.

a) pour que soient prises des mesures de coordination et de 3. Eines dieser Nachfolgeprojekte zur Studie Hayek

rationalisation touchant l'IFR et le SNI? beschlägt den Problemkreis EIR/SIN. Es gliedert sich in zwei

b) pour que, dans le domaine de la pharmacie, l'enseigne- Teile. Zunächst sollen die Infrastrukturbereiche der beiden

ment et la recherche soient concentrés de façon à déchar- Anstalten überprüft und alle möglichen Rationalisierungs-

ger l'EPFZ? massnahmen aufgezeigt werden. In einer zweiten Phase

c) pour que s'établisse une meilleure collaboration et coor- wird die technisch-wissenschaftliche Orientierung der bei-

dination entre les EPF et les universités cantonales? den Institute analysiert und mit Hilfe eines internationalen

Expertengremiums neu formuliert. Der Schulrat verlangt

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Allenspach, dabei einen Vorschlag zur Zusammenlegung der beiden

Ammann-Bern, Biel, Bremi, Bühler-Tschappina, Cevey, Cin- Anstalten. Der entsprechende Bericht wird Ende April 1986

cera, Couchepin, Eisenring, Eng, Eppenberger-Nesslau, Fei- vorliegen.

genwinter, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Flubacher, Hinsichtlich der Konzentrierung von Lehre und Forschung

Früh, Giger, Giudici, Graf, Hess, Hofmann, Houmard, Kohler in der Pharmazie konnte mit dem Kanton Zürich eine Eini-

Raoul, Loretan, Mühlemann, Müller-Meilen, Müller-Wiliberg, gung über die Verlegung der Pharmazie der ETHZ auf den

Nebiker, Ogi, Pfund, Reich, Rutishauser, Salvioni, Savary- Irchel im Rahmen der dritten Ausbauetappe der Universität

Waadt, Schnyder-Bern, Schwarz, Spalti, Spoerry, Stucky, Zürich erzielt werden. Dies führt zu einer spürbaren Entla-

Tschuppert, Villiger, Wanner, Weber Leo, Wellauer, Wyss, stung des Zentrums der ETHZ und zu Effizienzsteigerungen.

Zwingii (47) Eine Aufhebung der Pharmazie an der ETHZ kommt nach

den einlässlichen Abklärungen unter anderem des Wissen-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit schaftsrates und der Hochschulkonferenz nicht in Frage.

Das Parlament wird im Zusammenhang mit dem Budget Das Eidgenössische Departement des Innern wird zudem,

1986 einen Antrag des Bundesrates zu behandeln haben, gestützt auf laufende Vorarbeiten der Hochschulkonferenz,

der eine erste Personalvermehrung für die Eidgenössischen in absehbarer Zeit die Frage einer allfälligen Konzentration

Technischen Hochschulen vorsieht. Für viele Parlamentarier der Pharmazieschulen der kantonalen Universitäten mit den

steht jedoch ein solcher Antrag in einem zwingenden Ver- zuständigen Erziehungsdirektoren erörtern.

hältnis zu den Bemühungen, an den ETH und ihren Annex- Die Zusammenarbeit zwischen den ETH und den kantonalen

anstalten mögliche Sparmassnahmen wahrzunehmen und Universitäten beruht auf eingespielten, gesamtschweizeri-

3. März 1986 N 27 Kommission für Wissenschaft und Forschung. Postulat

sehen und regionalen Koordinationsmechanismen (schwei-. Texte du postulat du 4 décembre 1985

zerisches Hochschul- und Forschungsplanungssystem, La commission de la science et de la recherche, après avoir

Zusammenarbeit in der Conférence Universitaire Romande), pris connaissance de l'analyse générale du bureau Hayek,

die laufend verbessert werden, sowie auf einer intensiven donne son accord de principe concernant les postes

und überaus vielfältigen Zusammenarbeit zwischen den demandés par le Conseil fédéral. Pourtant, elle insiste pour

ETH und den Universitäten Zürich und Lausanne (Austausch que, simultanément, les mesures suivantes soient prises:

von Lehrkräften sowie von Räumen und Einrichtungen, - Modifier dans le sens d'une plus grande efficacité les

gemeinsames Angebotvon Lehrveranstaltungen, Besetzung procédures de gestion et les structures de l'organisation du

gemeinsamer Professuren, gemeinsame Benützung ganzer Conseil des Ecoles et des Ecoles polytechniques y compris

Gebäulichkeiten und Unterbringung verwandter Institute les instituts annexes.

beider Hochschulen unter dem gleichen Dach usw.). - En particulier les objectifs des établissements annexes

doivent être redéfinis et les structures améliorées.

Präsident: Herr Lüchinger kann erklären, ob er von der - L'office fédéral de l'éducation et de la science doit être en

Antwort des Bundesrates befriedigt ist. mesure de s'acquitter plus efficacement de ses tâches de

coordination.

Lüchinger: Ich erkläre mich von der Antwort des Bundesra- - La direction d'importants projets et la coordination entre

tes als teilweise befriedigt. Teilweise darum, weil ich aus der les groupes associés à leur réalisation doivent être confiées

Antwort nicht herausspüre, dass sich der Bundesrat der non seulement à des collaborateurs du Département, mais

grossen Tragweite und der Bedeutung dieser ganzen Frage aussi à des responsables ne relevant ni des EPF, ni de

bewusst ist. Ich spüre auch nicht den genügend klaren und l'administration.

starken Willen, das anzugehen. Ich verzichte auf eine Dis- - Dans le traitement des projets, un plan de priorité doit être

kussion, weil die Kommission für Wissenschaft und For- établi et il devra être appliqué graduellement.

schung mit ihrem Postulat, welches der Bundesrat entge- La commission de la science et de la recherche devra être

genzunehmen bereit ist, in dieser ganzen Sache am Ball renseignée chaque semestre sur l'état d'avancement des

bleibt. Im übrigen werden die Finanzkommissionen beider travaux.

Räte in ihrem diesjährigen Seminar im April diese gleiche

Frage behandeln. Ich habe mit Vergnügen gehört, dass Herr Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Bundespräsident Egli die Möglichkeit hat, dort anwesend zu Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen

sein, so dass wir auch über die Finanzkommissionen hier eine schriftliche Antwort.

am Ball bleiben. Deshalb kann ich auf eine Plenumsdiskus-

sion verzichten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. Februar

1986

Präsident: Herr Lüchinger ist von der Antwort teilweise Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 février 1986

befriedigt. Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Er weist darauf hin, dass der Vorstoss wie eine Motion

formuliert, allerdings in die Form eines Postulats gekleidet

ist. Der Vorstoss wird deshalb in diesem Sinne, d.h. als

#ST# 85.940 Prüfungsauftrag, verstanden.

Der Bundesrat möchte gleichzeitig festhalten, dass er eine

Postulat der Kommission institutionalisierte halbjährliche Berichterstattung nicht als

für Wissenschaft und Forschung zweckmässig erachtet. Er beabsichtigt jedoch, die Kommis-

Eidgenössische Technische Hochschulen. sion regelmässig über alle wichtigen Arbeitsergebnisse zu

Reformen. informieren.

Postulat de la commission Präsident: Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegen-

de la science et de la recherche zunehmen, allerdings mit einigen Vorbehalten.

Ecoles polytechniques fédérales.

Réformes. Stappung: Das Postulat der Kommission für Wissenschaft

und Forschung verlangt, dass das Bundesamt für Bildung

und Wissenschaft in die Lage versetzt wird, Koordinations-

aufgaben wirksamer zu erfüllen, respektive wahrzunehmen.

Um dies zu tun, muss es sicher alle Unterlagen, die es

Wortlaut des Postulates vom 4. Dezember 1985 benötigt, erhalten. Es ist sehr schwer, von Schulratspräsi-

Die Kommission für Wissenschaft und Forschung befürwor- dent Cosandey Unterlagen im Zusammenhang mit der

tet-nach Kenntnisnahme der Globalanalyse Hayek-grund- Reform respektive der Reorganisation an den ETH zu erhal-

sätzlich die Stellenbegehren des Bundesrates, verlangt ten. Sie alle kennen die Optimierungsstudie Hayek. Diese ist

jedoch mit Nachdruck, dass parallel dazu die folgenden ein Substrat eines Berichtsbandes. Der Sprechende hat sich

Massnahmen in die Wege geleitet werden: nach mehrmaligem Schriftwechsel mit dem Herrn Schul-

- Im Schulratsbereich, an den Hochschulen und auf Insti- ratspräsidenten soweit geeinigt, dass er sowohl den

tutsebene sind die Führungsabläufe und die Organisations- Berichtsband als auch den sogenannten Beilageband bei

strukturen effizienter zu gestalten. Hayek einsehen konnte. Herausgegeben wurde dieser

- Im besonderen sind im Bereich der Annexanstalten deren Berichtsband nicht.

Funktionen neu zu definieren und die Strukturen zu verbes- Die Kommission fordert u. a. einen halbjährlichen Bericht

sern. über den Stand der Arbeiten. Der Schulrat hat das soge-

- Das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft muss in die nannte Projekt «Avanti» beschlossen. Es soll nun offenbar

Lage versetzt werden, Koordinationsaufgaben wirksamer hektisch alles miteinander reorganisiert werden, zum Teil

wahrzunehmen. intern über das sogenannte PUV, d. h. die Personalumvertei-

- Wichtige Projektleitungen und die Koordination zwischen lungsaktion, und unter Beizug von aussenstehenden Unter-

den Projektgruppen sind nicht nur departementsinternen, nehmensberatern. Ich habe die grössten Bedenken, dass wir

sondern auch ETH- und verwaltungsexternen Persönlichkei- so von einer Misere in die andere geraten. Nach meiner

ten zu übertragen. Auffassung sollte schrittweise vorgegangen und nicht alles

- In der Projektbearbeitung ist ein Prioritätenplan zu erstel- miteinander erledigt werden.

len und schrittweise zu verwirklichen. Mitglieder der Kommission für Wissenschaft und Forschung

Die Kommission für Wissenschaft und Forschung ist halb- haben mir bestätigt, dass sie den- Berichtsband, der als

jährlich über den Stand der Arbeiten zu informieren. Grundlage für die Zusammenfassung Hayek diente, und den

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Lüchinger ETH. Personalvermehrung, Struktur- und Sparmassnahmen

Interpellation Lüchinger EPF. Augmentation du personnel, restructuration et mesures

d'économie

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1986

Année

Anno

Band I

Volume

Volume

Session Frühjahrssession

Session Session de printemps

Sessione Sessione primaverile

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 01

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.576

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 03.03.1986 - 14:30

Date

Data

Seite 25-27

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Ref. No 20 014 142

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