Swiss Federal Railways Age Discrimination Policy
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council responded to an interpellation regarding a directive at the Swiss Federal Railways (CFF/SBB) that, since 1981, aimed to avoid hiring individuals over thirty years old due to increased pension fund costs. While acknowledging the directive's existence and the high costs, the Council argued that this policy was necessary for a balanced age structure within the CFF/SBB, as an aging workforce required rejuvenation. The Council stated that approximately one-third of new hires between 1981 and 1984 were over thirty, indicating flexibility in the directive, and indicated they would review the issue in light of new occupational pension regulations, but saw no reason to intervene at that time.
Legislator-Regeste
KI-generiertSwiss Federal Railways Age Discrimination Policy: Prozeduren auszuhandeln, damit die Analyse und die Ueber- dreissigste Altersjahr überschritten haben, sind beträchtlich.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Interpellation Allenspach 476 N 21 mars 1986
- Die Ueberprüfungsmission des Bundesamtes für Aussen- que en alléguant les prestations élevées qu'ils ont à fournir
wirtschaft hatte enge Kontakte mit einer Sektormission der sous forme de retraite aux travailleurs âgés.
Weltbank. Die Weltbank hat das Investitionsprogramm der Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui-
indonesischen Regierung analysiert und als prioritär und vantes:
machbar eingeschätzt. Das Projekt Belawan figuriert in der 1. Est-il exact que de telles instructions ou des recomman-
Analyse der Weltbank als integrierter Bestandteil dieses dations analogues existent aux CFF?
Investitionsprogrammes. 2. Une telle politique en matière d'engagement du personnel
- Die Schweiz finanziert mit Mischkrediten nur international est-elle soutenable, de l'avis du Conseil fédéral?
kompetitive Offerten. Die internationale Ausschreibung ist 3. Celui-ci est-il prêt à veiller à ce qu'à l'avenir de telles
eines der Mittel, um die Konkurrenzfähigkeit einer Schwei- instructions ne soient ni édictées ni suivies dans l'adminis-
zer Offerte festzulegen. Im Falle Indonesiens kam es zu tration fédérale et dans les établissements fédéraux?
keiner internationalen Ausschreibung, da die indonesische
Regierung damals für gebundene Kredite grundsätzlich Mitunterzeichner- Cosignataires: Keine - Aucun
keine Ausschreibungen machte. Die schweizerische Offerte
muss international wettbewerbsfähig gewesen sein, denn Schriftliche Begründung - Développement par écrit
- Indonesien hat ein sehr grosses Investitionsprogramm im Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
Energiesektor (drei Milliarden Schweizerfranken im Jahr eine schriftliche Antwort.
1984) und verfügt daher über die notwendigen Informatio-
nen, um die Konkurrenzfähigkeit derOfferten abzuschätzen; Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
- Indonesien lagen für Belawan III und IV Offerten anderer vom 27. November 1985
Firmen mit weichen öffentlichen Finanzierungen vor; Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 novembre 1985
- die Verhandlungen mit den Schweizer Firmen haben dazu Die erwähnten Weisungen der Generaldirektion SBB beste-
geführt, dass die verschiedenen Aspekte des Vertrages hen seit Januar 1981. Sie dienen lediglich dazu, bei Anstel-
- inklusive Preis- und Qualitätsnachfrage - sehr genau lungen hinsichtlich der Pensionskassenregelung eine «unité
geprüft wurden. de doctrine» zu erreichen.
- Der Bundesrat hat das Eidgenössische Volkswirtschafts- Die den SBB für die Aufnahme in die Pensionskasse entste-
departement beauftragt, mit der Regierung Indonesiens die henden Kosten für alle Versicherten, die beim Eintritt das
Prozeduren auszuhandeln, damit die Analyse und die Ueber- dreissigste Altersjahr überschritten haben, sind beträchtlich.
wachung der Umweltbelastung sowie die Durchführung In den vergangenen Jahren hatten die SBB Einkaufssum-
eventuell notwendiger Massnahmen zum Schutz der men von über 2 Millionen Franken jährlich zu entrichten.
Umwelt unternommen werden können. Kontakte mit der Diese Problematik wird indessen durch das am I.Januar
indonesischen Regierung, um dieses Mandat zu erfüllen, 1985 in Kraft getretene Obligatorium der beruflichen Vor-
sind im Gange. sorge mit der Zeit entschärft. Es ist zu erwarten, dass im
Vergleich zur bisherigen freien Vorsorge vermehrt höhere
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Freizügigkeitsleistungen eingebracht werden, wodurch sich
rates nicht befriedigt. dementsprechend auch die von den SBB zu übernehmen-
den Einkaufssummen reduzieren.
Die Rekrutierungspolitik der Bundesbahnen zielt keinesfalls
darauf ab, die Anstellung von Personen eines bestimmten
Alters zu verhindern. Das würde dem Interesse des Unter-
#ST# 85.533 nehmens zuwiderlaufen, weil dadurch mögliche Mitarbeiter
mit wertvoller Berufserfahrung ausgeschlossen würden. Die
Interpellation Allenspach
flexible Handhabung der Weisungen kann denn auch mit
SBB. Altersgrenze bei Neueinstellungen Zahlen belegt werden: Von 1981 bis 1984 war beinahe ein
CFF. Age limite de recrutement Drittel der neu angestellten Personen (Lehrlinge ausgenom-
men) über dreissig Jahre alt.
Bei der Rekrutierung muss eine ausgewogene Altersstruktur
des Mitarbeiterstabes angestrebt werden. Da die Jahrgänge
im Alter zwischen fünfzig bis sechzig Jahren bei den SBB
Wortlaut der Interpellation vom 16. September 1985 besonders stark vertreten sind, erscheint eine gewisse Ver-
Gemäss Presseberichten besteht seit einigen Jahren eine jüngung geboten.
interne Weisung der SBB, wenn immer möglich keine Mitar- Der Bundesrat sieht deshalb zur Zeit keine Veranlassung, im
beiter, die das dreissigste Altersjahr überschritten haben, Sinne der Interpellation auf die Personalpolitik der SBB
neu einzustellen. Bei gleicher Qualifikation soll der jüngere einzuwirken. Er ist jedoch bereit, den ganzen Fragenkom-
Bewerber vorgezogen werden. Begründet wird diese unso- plex aufgrund der neuen Erfahrungen mit dem Obligatorium
ziale und gesellschaftspolitisch nicht zu verantwortende der zweiten Säule zu überprüfen.
Anstellungspolitik mit den hohen Pensionskassenaufwen-
dungen der SBB für ältere Arbeitnehmer. Präsident: Herr Allenspach ist von der Antwort des Bundes-
Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung nachste- rates nicht befriedigt und möchte eine kurze Erklärung
hender Fragen: abgeben.
1. Trifft es zu, dass eine solche oder ähnliche Weisung
beziehungsweise Empfehlung der SBB besteht? Allenspach: Zur Antwort des Bundesrates auf meine Inter-
2. Ist nach Auffassung des Bundesrates eine solche Anstel- pellation betreffend Altersgrenzen bei Neueinstellungen der
lungspolitik zu verantworten? SBB gestatte ich mir einige kritische Bemerkungen: Der
3. Ist der Bundesrat bereit, dafür zu sorgen, dass inskünftig Bundesrat muss zugeben, dass seit 1981 eine Weisung der
derartige Weisungen in der Bundesverwaltung und in den Generaldirektion SBB besteht, wenn immer möglich keine
Bundesbetrieben weder erlassen noch befolgt werden? Mitarbeiter, die das dreissigste Altersjahr überschritten
haben, neu einzustellen. Diese Weisung besteht offenbar
Texte de l'interpellation du 16 septembre 1985 auch heute noch. Der Bundesrat findet sich nicht bereit,
Selon certains journaux, il existe depuis quelques années eine solche Anstellungspolitik zu verurteilen. Er rechtfertigt
aux CFF des instructions internes selon lesquelles il faut sie im Gegenteil mit den hohen Kosten, die der Pensions-
autant que possible ne pas engager de collaborateurs ayant kasse bei der Anstellung von dreissigjährigen und älteren
dépassé trente ans. A qualification égale, la préférence doit Arbeitnehmern entstehen. Damit liefert der Bundesrat ein
être donnée au candidat le plus jeune. Les CFF justifient klares Alibi für andere, ähnlich zu handeln. Der Bundesrat
cette politique insoutenable sur le plan social et sociologi- unterstreicht bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit der
21. März 1986 N 477 Interpellation Keller
Mobilität. Er appelliert an die Wirtschaft, auch älteren Jahr- ten dieses Pensum effektiv noch bewältigen.» Bundesrat
gängen Anstellungs- und Beschäftigungschancen zu geben. Friedrich hat auch bedauert, dass dem Regierungsmitglied
Statt selbst Vorbild zu sein, tut er im eigenen Bereich das kaum mehr Zeit bleibt, über Grundsätzliches nachzudenken.
Gegenteil. Ich habe in meiner Interpellation auch die Frage Damit erscheint es aber an der Zeit, die jetzige Organisation
nach derartigen Weisungen in der Bundesverwaltung und in der Regierungsarbeit zu überprüfen; was vor Jahrzehnten
anderen Bundesbetrieben gestellt. Der Bundesrat hat diese richtig war, ist es heute nicht zwangsläufig auch.
Frage überhaupt nicht beantwortet. Im bereits erwähnten Interview, das Bundespräsident
Die Antworten des Bundesrates und das Nichtbeantworten Schlumpf dem Badener Tagblatt gewährte, steht seine Aus-
einer gestellten Interpellationsfrage befriedigen mich in kei- sage: «Längerf ristig muss meiner Meinung nach aber eine
ner Weise. zahlenmässige Erweiterung des Bundesrates ernsthaft
erwogen werden.» - In der Tat ist ja doch erstaunlich, dass
bei uns der einzelne Bundesrat einen Aufgabenbereich
betreut, der bei ausländischen Regierungen in der Regel auf
84.493
#ST#
mehrere Minister aufgeteilt ist!
Interpellation Keller Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Bundesräte. Ueberlastung vom 16. Dezember 1985
Surcharge des conseillers fédéraux Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 décembre 1985
Der Bundesrat hat die in mehreren parlamentarischen Vor-
stössen zur Diskussion gestellten Entlastungsmöglichkeiten
der Landesregierung erneut einer eingehenden Prüfung
unterzogen. Gestützt darauf hat er den Weg für das weitere
Wortlaut der Interpellation vom 17. September 1984 Vorgehen festgelegt und den Stabsstellen die entsprechen-
Der bedauerliche Rücktritt von Bundesrat Rudolf Friedrich den Aufträge erteilt.
aus gesundheitlichen Gründen lässt die Ueberlastung des Unter Berücksichtigung der Führungsaufgaben des Bun-
Bundesrates erneut deutlich erkennen. Die Frage ist gestellt, desrates (BV Artikel 102 und VwOG Artikel 3) gibt es zwei
wie sich die Mitglieder der Regierung von weniger entschei- Möglichkeiten, das Gewicht der Verpflichtungen des Bun-
denden Verpflichtungen freimachen und dadurch vermehrt desrates zu reduzieren. Die Entlastung kann im politisch-
wesentlicheren Führungsaufgaben zuwenden können. parlamentarischen Bereich gesucht werden oder über
Ich frage daher den Bundesrat: Massnahmen organisatorischer und administrativer Natur.
- Sieht er Tätigkeiten, die er traditionsgemäss ausführt, von Die Wahl von Staatssekretären, die der Interpellant zur Dis-
denen er sich aber ohne nachteilige Folgen entbinden kussion stellt, gehört zum ersten Bereich. Staatssekretäre,
könnte? wie sie auch die Motion Pini anvisiert, sind parlamentarische
- Beabsichtigt er, die auch von Bundesräten vorgeschla- Sprecher eines Departementes und würden den Departe-
gene Einführung von Staatssekretären zielstrebig zu ver- mentschef in den parlamentarischen Kommissionen und im
folgen? Parlament selbst vertreten. Sie wären dazu bestimmt, dem
- Ist er der Meinung, dass die Frage einer Erhöhung der Zahl Departementschef politische Verpflichtungen abzunehmen.
der Bundesräte heute ernsthaft geprüft werden sollte? Der Bundesrat ist nicht geneigt, diesen Weg zu beschreiten.
Er betrachtet im Gegenteil seine politischen Verpflichtun-
Texte de l'interpellation du 17 septembre 1984 gen, namentlich seine persönliche Präsenz in den eidgenös-
La retraite regrettable du conseiller fédéral Rudolf Friedrich sischen Räten, als eine seiner primären Aufgaben. Eine
pour raisons de santé montre de nouveau clairement que le Vertretung durch Beamte könnte ohnehin, wie es auch im
Conseil fédéral est surchargé. Il faut se demander comment Geschäftsverkehrsgesetz vorgesehen ist, nur für unterge-
les membres du gouvernement pourraient se libérer d'obli- ordnete Geschäfte oder vorwiegend technische Probleme
gations secondaires pour être à même de se consacrer ins Auge gefasst werden. Die Wahl und der Einsatz parla-
davantage à des tâches de direction plus importantes. mentarischer Staatssekretäre würden im übrigen rasch zu
Je pose par conséquent les questions suivantes au Conseil einer Spaltung der politischen Führung der Departemente
fédéral: überleiten, womit weder dem Parlament noch dem Bundes-
-Y a-t-il des activités qu'il exerce traditionnellement, mais rat gedient wäre.
dont il pourrait cependant se libérer sans répercussions Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, den Entlastungs-
fâcheuses? - A-t-il l'intention de continuer à lutter résolu- möglichkeiten über den Weg organisatorischer und admini-
ment en faveur de la création de postes de secrétaires strativer Massnahmen den Vorzug zu geben, das heisst, die
d'Etat, mesure proposée par quelques-uns de ses mem- Stäbe - Bundeskanzlei und Generalsekretariate - in noch
bres? höherem Masse als bisher zur Vorbereitung der Regierungs-
- Estime-t-il qu'il faudrait maintenant réexaminer sérieuse- geschäfte beizuziehen. In diesem Sinne hat er den Auftrag
ment le problème de l'augmentation du nombre des conseil- erteilt, den Aufgabenbereich der Generalsekretariate, ein-
lers fédéraux? schliesslich der persönlichen Pflichtenhefte der Generalse-
kretäre und der persönlichen Mitarbeiter, zu überprüfen und
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun insbesondere auch die Rechtsdienste und die Informations-
dienste zu vermehrter Dienstleistung heranzuziehen. Die
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Bundesratssitzungen schliesslich können über eine Erweite-
Bundespräsident Schlumpf hat in einem Interview klar fest- rung der Liste der Präsidialgeschäfte im Sinne von Artikel 22
gehalten: «Das Problem der Ueberlastung (des BR) des VwOG entlastet werden.
besteht.» (Badener Tagblatt, 17. September 84) Er wie auch Was die Erhöhung der Zahl der Bundesräte anbetrifft, hat
Bundesrat Friedrich befürworten die Einsetzung von Staats- Bundesrat Schlumpf - nach dem Zitat des Interpellanten -
sekretären, welche die Mitglieder der Landesregierung zum erklärt, dass sie «längerfristig» wohl ernsthaft in Erwägung
Teil im Verkehr mit dem Parlament (etwa Kommissionssit- gezogen werden muss. Für den heutigen Zeitpunkt sieht der
zungen) wie auch in Vertretung nach aussen entlasten kön- Bundesrat hingegen keinen Anlass dazu, dies um so mehr,
nen. Soll unser Kollegialsystem funktionieren, muss der als jede Erweiterung - sowohl auf einen Bundesrat mit neun
einzelne Bundesrat die nötige Zeit finden, auch die als mit elf Mitgliedern - im Zusammenhang mit der Beratung
Geschäfte der anderen Departemente sorgfältig zu studie- des vor wenigen Jahren in Kraft getretenen, neuen Verwal-
ren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Der Satz, den tungsorgan isationsgesetzes vom Parlament-im Einverneh-
Bundesrat Friedrich in einem Interview der «Weltwoche» men und auf Antrag des Bundesrates - ausdrücklich abge-
(6. September 1984) äusserte, stimmt nachdenklich: «Es ist lehnt worden ist. Der Bundesrat sieht deshalb keinen Grund,
eine glatte Illusion, wenn man glaubt, wir Bundesräte könn- derzeit auf diese Möglichkeit zurückzukommen. Er sucht die
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Allenspach SBB. Altersgrenze bei Neueinstellungen
Interpellation Allenspach CFF. Age limite de recrutement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1986
Année
Anno
Band I
Volume
Volume
Session Frühjahrssession
Session Session de printemps
Sessione Sessione primaverile
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.533
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1986 - 08:00
Date
Data
Seite 476-477
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Ref. No 20 014 235
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