Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
85.528 • VB CH 85.528 KI-generiert

Phosphate Detergent Ban and Environmental Concerns

Geschäftsnummer 85.528
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case concerns a proposal to ban phosphates in laundry detergents to combat eutrophication of water bodies. The Federal Council had already enacted a ban, set to take effect on July 1, 1986. The proposal questioned the absolute ban, highlighting concerns about the replacement substance NTA's potential health risks and the economic impact of increased detergent costs. The Federal Council acknowledged these concerns but defended the ban, citing scientific studies and the need for decisive environmental action. They also emphasized ongoing efforts to address phosphate pollution from agriculture and highlighted international cooperation on the issue. The Council expressed readiness for further dialogue but indicated no immediate reversal of the ban was likely, while acknowledging potential flexibility in the exact wording of the regulation.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 8 der Verordnung; Phosphate Detergent Ban and Environmental Concerns: The Federal Council had already enacted a ban, set to take effect on July 1, 1986. The proposal questioned the absolute ban, highlighting concerns about the replacement substance NTA's potential health risks and the economic impact of increased detergent costs. The Federal Council acknowledged these concerns but defended the ban, citing scientific studies and the need for decisive environmental action. They also emphasized ongoing efforts to address phosphate pollution from agriculture and highlighted international cooperation on the issue. The Council expressed readiness for further dialogue but indicated no immediate reversal of the ban was likely, while acknowledging potential flexibility in the exact wording of the regulation.

Schlagwörter

KI-generiert
Wasserverschmutzung gesundheitliche Risiken Umweltwirtschaft Pestizide, Biozide Umweltschutzverbände Greenwashing
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 8 der Verordnung

Cited as the specific regulation containing the phosphate ban that the postulant wished to have flexibility in.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Postulat Cavelty 546 26 septembre 1985

auf der Prämienseite unangenehm auswirken könnte. Auch - die Durchsetzbarkeit allfälliger Massnahmen innert kürzestand damals bereits die Inkraftsetzung des Obligatoriums ster Frist, damit die angestrebten Verbesserungen rasch der zweiten Säule bevor. Man erhoffte sich von diesem eintreten. Obligatorium eine gewisse Enthärtung der von Ihnen aufgeworfenen Frage. Texte du postulat du 21 juin 1985 Nun darf nicht übersehen werden, dass das BVG hiereinige Le Conseil fédéral est prié de renoncer à instaurer une Erleichterungen gebracht hat, die nach dieser Richtung interdiction absolue des phosphates dans les lessives, interverlaufen, wie Sie sie anstreben. Ich darf auf Artikel 25 diction controversée à divers égards. Il devrait élaborer à la Absatz 3 der bezüglichen Verordnung 2 verweisen. Dort wird place un programme permettant de lutter efficacement wörtlich ausgeführt: «Für Versicherte, die zum mindesten 50 contre toutes les causes de l'eutrophisation des eaux. Pour Prozent invalid sind, aber ausschliesslich eine Invalidenrétablissement d'un tel programme, il faudra notamment rente der Unfallversicherung oder der Militärversicherung tenir compte des facteurs suivants: beziehen, muss die Vorsorgeeinrichtung gleich wie für ihre - résultats d'études et d'expériences scientifiques récentes, eigenen Leistungsbezüger: faites en Suisse et à l'étranger, a. die Altersgutschriften weiterführen; - conséquences probables des mesures envisagées et b. allfällige Freizügigkeitsleistungen überweisen; effets qu'elles pourraient avoir sur l'homme, la nature et c. gegebenenfalls Hinterlassenen-» - das ist nun wichtig - l'économie, «oder zusätzliche Invalidenleistungen, für die die Unfallver- - la possibilité d'appliquer les mesures prévues dans les sicherung oder die Militärversicherung nicht einsteht, erplus brefs délais afin que l'assainissement souhaité puisse bringen.» être rapidement obtenu. Damit ist bereits ein erster wesentlicher Schritt in dieser Richtung getan. Cavelty: Als das vorliegende Postulat am 21. Juni 1985 Nun möchten wir aber das Problem, das Sie hier im Rahmen eingereicht wurde, war das Phosphatverbot noch nicht der Militärversicherung aufwerfen, nicht isoliert lösen. Wie erlassen. Es hatte eine Vernehmlassung stattgefunden, die Sie bereits erwähnt haben, steht das Gesetz über die Militäreine recht grosse Gegnerschaft aufgezeigt hatte, und zwar versicherung zurzeit in Revision. Die Arbeiten sind schon nicht nur aus Kreisen der Wirtschaft, sondern auch aus ziemlich weit fortgeschritten. Zurzeit ist bereits eine Exper- Teilen der Wissenschaft, der Landwirtschaft und zum Teil tenkommission an der Arbeit, so dass in absehbarer Zeit der auch des Umweltschutzes, wie zum Beispiel mehrere kanto- Bundesrat einen ersten Entwurf wird überprüfen und in die naler Gewässerschutzämter. Unseres Erachtens hätte es in Vernehmlassung schicken können. In diesem Rahmen woldieser Situation für den Bundesrat ein dringendes Bedürfnis len wir auch diese Frage prüfen. Wir möchten jetzt dieser sein können - man beachte die höfliche Formulierungl -, Frage wegen nicht isoliert eine Revision des Militärversichevor der Entscheidung auch noch das Parlament anzuhören. rungsgesetzes vornehmen. In diesem Sinne war das Postulat als echter Entscheidungs- Darum bitte ich Sie, dass Sie diese Motion in Form eines beitrag gedacht. Leider kam es dann anders, indem der Postulates an den Bundesrat überweisen. Bundesrat am 3. Juli 1985 das Phosphatverbot erliess. Die Reaktionen auf dieses Verbot waren entsprechend kontro- Frau Bührer: Ich bin dankbar für die Antwort des Herrn vers. Überrascht hat die Geschwindigkeit, mit welcher das Bundesrats. Ich bin mit der Umwandlung einverstanden und Phosphatverbot erlassen und in Kraft gesetzt wurde sowie verbinde damit die Hoffnung, dass das Anliegen in absehbavor allem die beschränkte Zulassung von NTA als Ersatzrer Zeit behandelt und nicht auf die lange Bank geschoben stoff. wird. Bekanntlich bewirken Phosphate in den Waschmitteln auf natürlichem Wege eine Enthärtung des Wassers und eine Präsident: Wird gegen die Überweisung als Postulat ein Aufweichung des Schmutzes. Wenn man die Phosphate Einwand erhoben? - Das ist nicht der Fall. entzieht, müssen andere Stoffe - eben das berühmte NTA - zur Enthärtung des Waschwassers beigemengt werden. Das Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat NTA ist ein Produkt der organischen Chemie und damit im Gegensatz zum Phosphat eine naturfremde Verbindung. Phosphate sind an sich nicht schädlich und auch nicht giftig. Sie sind gute Düngemittel für unsere Seen, allerdings zu gut, indem sie den Algenwuchs dort zu stark fördern. Der Ersatzstoff NTA hingegen düngt zwar nicht, steht aber mindestens in grosser Konzentration im Verdacht, gesundheits- 85.528 #ST#

gefährdend, eventuell gar krebserregend zu sein. So wird Postulat Cavelty nach unserer Information der Staat New York in den nächsten Wochen aus diesen Überlegungen ein NTA-Verbot er- Gewässerüberdüngung. Bekämpfung lassen. Lutte contre la surcharge Nach Schätzungen des Departementes und des Bundesamdes eaux en phosphates tes muss im Rahmen der notwendigen Neuentwicklungen von phosphatfreien Waschmitteln mit Mehrkosten von 15 bis 30 Prozent gerechnet werden. Im Jahre 1984 gaben die Schweizer etwa 170 Millionen Franken für Waschmittel aus. Wenn eine Preissteigerung von 15 bis 30 Prozent eintreten Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1985 soll, so macht das immerhin zwischen 25 und 50 Millionen Franken mehr aus. Wenn dann noch davon auszugehen sein Der Bundesrat wird eingeladen, von einem unter verschiewird, dass ungefähr 10 Prozent mehr Waschmittel eingedenen Gesichtspunkten umstrittenen absoluten Phosphatsetzt werden müssen, um phosphatfrei zur ungefähr gleiverbot für Waschmittel abzusehen und statt dessen ein chen Wirkung zu gelangen, so erhöhen sich die Mehrkosten wirksames Programm zur integralen Bekämpfung der durch das Phosphatverbot auf ungefähr 60 bis 75 Millionen Gewässerüberdüngung aufzustellen. Wegleitend dafür sol- Franken. len insbesondere sein: Hier erhebt sich die Frage, ob man dieses Geld nicht besser - die Ergebnisse neuester wissenschaftlicher Untersuchunfür die Fällung von Waschmittelphosphaten in Kläranlagen gen und Erfahrungen im Inund Ausland; verwenden könnte, denn im Gegensatz zu den Phosphaten - die Auswirkungen der zu ergreifenden Massnahmen und in der Landwirtschaft, die auf den Wiesen und somit ausserallfällige Folgen für Mensch, Umwelt und Wirtschaft; halb der Klärmöglichkeiten anfallen, fliessen alle Phosphate 26. September 1985 547 Postulat Cavelty.

aus den Waschmitteln in die Kläranlagen. Diese könnten gern. Auf dem Gebiet der kommunalen Abwassersanierung notfalls um eine weitere Stufe verschärft bzw. verfeinert gilt es, den baulichen Gewässerschutz konsequent weiterzuwerden. Man hätte dadurch sauberere Abwässer und mehr treiben und bei Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgenatürliche Phosphate als Dünger für die Landwirtschaft biet der Seen die chemische Phosphorelimination einzufühanstelle der herkömmlichen metallhaltigen Kunstdünger. ren, wie dies in der bundesrätlichen Verordnung vom Diese letztgenannte neue Idee wird vor allem von Prof. 8. Dezember 1975 über Abwassereinleitungen bereits vorge- Arnold Müller-Bachs, National rat und Vertreter des Umweltschrieben ist.» schutzes, in seinem neuen Postulat, das er in dieser Session Eine weitere Verringerung der Phosphorbelastung der Seen einreicht, vertreten. Wörtlich schreibt Prof. Müller: «Durch durch kommunale Abwässer kann erreicht werden, wenn die Reduktion des Phosphatgehaltes wird die Verwertbar- Massnahmen an der Quelle getroffen werden. Das ist ja das keit des Klärschlammes als Dünger in der Landwirtschaft Prinzip des ganzen Gewässerschutzes und überhaupt der drastisch vermindert. Dies führt zu neuen Problemen bei der Umweltschutzpolitik, wie wir sie hier betreiben. Klärschlammentsorgung und zu vermehrtem Einsatz von Aus diesem Grund hat der Bundesrat am S.Juli 1985 schwermetallhaltigem Handelsdünger.» Und weiter schreibt entschieden, dass Textilwaschmittel ab I.Juli 1986 keine er: «Das Netz der Kläranlagen mit Phosphatelimination aus Phosphate mehr enthalten dürfen. Diese Entscheidung geht den Abwässern muss entsprechend den Anforderungen des unter anderem auf einen Bericht der Eidgenössischen Gewässerschutzes umgehend ausgebaut werden. Dies ist Gewässerschutzkommission zurück, die mit vielen Wissenzwingend notwendig, um die Phosphatbelastung der Seen schaftern bestückt ist und eine Notwendigkeit dieser Massdurch häusliches und kommunales Abwasser wirkungsvoll nahme nach eingehenden Untersuchungen nachhaltig zu reduzieren.» Und erder «grüne Müller» - kommt dann unterstützte. Nachdem im Verlaufe der vergangenen Jahre zum Schluss, wörtlich: «Vor diesem Hintergrund sollte ein zahlreiche parlamentarische Vorstösse ebenfalls darauf Moratorium für das Inkrafttreten dieses Phosphatverbotes abzielten, die Waschmittelphosphate zu verbieten, hat der erlassen und die ganze Thematik nochmals umfassend Bundesrat mit seinem Entscheid diesem Begehren Rechgeprüft werden.» Soweit Kollega Müller, Nationalrat. nung getragen. Ich muss hier zum Schluss kommen. Was soll das vorlie- Im Sinne einer weiteren Ursachenbekämpfung ist vorgesegende Postulat jetzt, nachdem das Phosphatverbot bereits hen, neben dem Phosphatverbot für Waschmittel auch die erlassen ist? Ich bilde mir nicht ein, dass der Bundesrat das Phosphatbelastung durch die Landwirtschaft energisch zu kaum erlassene Verbot wieder aufhebt. Dazu - das weiss ich bekämpfen. Diesbezügliche Vorschriften sind in Vorbereiund ich akzeptiere es - könnte er selbst mit einer Annahme tung. Zurzeit ist eine Verordnung über umweltgefährdende des Postulates im Rat und sogar in beiden Räten nicht Stoffe in Vorbereitung, die demnächst erlassen werden gezwungen werden, weil er hier in eigener Kompetenz hankann. Sie geht darauf aus, dass die Anwendung von Düngedelt. Es bleibt somit-darum geht es mir hier-nur der enge mitteln unter strikter Beachtung der Bodenund der Witte- Kreis der Umschreibung des Phosphatverbotes gemäss Artirungsverhältnisse durchgeführt werden muss. Damit kann kel 8 der Verordnung und eventuell die Frage der Inkraftseterreicht werden, dass dem Boden nur so viel Dünger wie zung der Verordnung als Spielraum, in welchem die hier nötig zugeführt und die Abschwemmung in die Gewässer angedeuteten Überlegungen diskutiert werden können. entschieden herabgesetzt wird. - Soweit der Bundesrat. Was das vorgesehene Inkrafttreten auf den I.Juli 1986 Darf ich noch einige Sätze beifügen zu dem, was Sie heute betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass die Fabrikation bereits vorgebracht haben, Herr Cavelty: Man kann nicht in der in der nächsten Zeit, in den nächsten zwei Monaten, umgeöffentlichen Diskussion, im Parlament usw. den Bundesrat stellt werden muss, um angesichts der Lagerräumung und beschimpfen, er würde in bezug auf Umweltschutz, Gewäsder Neuanlage von Lagern rechtzeitig bereit zu sein. Ein serschutz usw. nicht genügend schnell und intensiv hanallfälliges Zurückbuchstabieren im Phosphatverbot - zum deln, und ihm dann gleich wieder in den Arm fallen, wenn er Beispiel wegen der Ungewissheit über das NTA -, die immer einmal etwas getan hat. mehr aufkommt, besonders von Amerika her, wäre der Indu- Auch der Präsident des Vorortes soll sich - gemäss Berichstrie kaum mehr zumutbar, wenn die neue Fabrikation einten aus der Pressekürzlich dahingehend geäussert haben, mal angelaufen ist. dass wir diese Waschmittelverordnung ohne sachliche Vor- Was die Umschreibung des Phosphatverbotes in Artikel 8 aussetzungen auf den Druck der Öffentlichkeit hin erlassen betrifft - und darauf zielt mein Postulat -, wäre eine etwas hätten. Ich muss Ihnen sagen: Genau das Gegenteil ist der grössere Flexibilität bzw. eine etwas grössere Toleranz Fall. Trotz ziemlichen Druckes, den man von selten der denkbar, was dem promulgierten Prinzip des Phosphatver- Waschmittelfabrikanten auf mich, auf mein Departement bots eigentlich keinen Abbruch täte. Vertrauend auf die und auf den Gesamtbundesrat auszuüben versuchte, haben Güte dieses und anderer neuer Argumente verlange ich wir uns erlaubt und haben wir uns ermutigt, diese Waschauch in diesem beschränkten Aktionsraum, den ich eben mittelverordnung zu erlassen. Es fanden ausgedehnte geschildert habe, keine Zusicherung des Bundesrates, hier Gespräche statt. Gespräche, die Sie wünschen und die wirund heute, dass er so handeln wird. Es genügt mir vielmehr das kann ich Ihnen zusichern, Herr Caveltynoch fortsetzen die Bereitschaft zu einem nochmaligen vertieften Gespräch. wollen. Wir sind stets dazu bereit. Es gab auch Firmen, die Dieses Gespräch könnte auf der Ebene des Bundesamtes uns zugesichert haben, eine solche Umstellung sei durchfür Umweltschutz unter der neuen Direktion, auf die wir sehr aus machbar. grosse Stücke halten, und zusammen mit Sachverständigen Wir wissen, dass wir Umweltschutz nicht ohne die Wirtaus Wirtschaft und Wissenschaft, beginnen. schaft oder gar gegen die Wirtschaft betreiben können: Wenn dieses Gespräch, um das ich bitte, bejaht wird, was Aber Sie müssen Verständnis haben; wir können nicht ich hoffe, so könnte ich mein Postulat zurückziehen. immer mit dem letzten oder dem zweitletzten Zug fahren. Wenn alle Führer der Wirtschaft dies einsähen, wären Bundesrat Egli: Wie Sieselbst ausgeführt haben, Herr wir nicht zu einer auch mir verhassten Reglementierung Cavelty, ist leider in dieser Sache der Zug bereits abgefahgezwungen, die in der Öffentlichkeit immer verurteilt wird. ren. Ich gebe Ihnen zuerst einmal die Antwort des Bundesra- Ich muss nochmals betonen: Wir werden nicht selten, sogar tes bekannt und werde dann noch einige eigene Gedanken im Bereich Umweltschutz, von Wirtschaftskreisen ersucht, beifügen, die ich mir jetzt im Zusammenhang mit Ihrer Massnahmen zu ergreifen, damit gleich lange Spiesse her- Begründung gemacht habe. gestellt werden mit denjenigen, die die Zeichen der Zeit Der Bundesrat führt aus: «Die Überdüngung der Seen durch noch nicht erfasst haben. Man muss sich in Spitzen von Phosphate ist im wesentlichen auf die Einleitung kommuna- Unternehmungen und Verbänden fragen, ob nicht vielleicht ler Abwässer und die Abschwemmung aus der Landwirteine gewisse Wirtschaftsfeindlichkeit, die auch ich verurschaft zurückzuführen. Um den gesetzlich verlangten teile, resultieren könnte, weil man nicht überall in der Wirt- Gewässerzustand erreichen zu können, sind die Phosphorschaft einsehen will, dass man in bezug auf den Umweltbelastungen in diesen Bereichen entscheidend zu verrinschutz eben an vorderster Spitze marschieren sollte. Ich Postulat Gadient 548 26 septembre 1985

spreche nicht von Übertreibungen, ich weiss, dass solche keine Staatsgrenzen, umspannt und vernetzt die ganze Welt Auflagen die Konkurrenzfähigkeit beeinträchtigen. Wenn und bestimmt jeden im Weltall denkbaren Erfolg. Nahezu wir sie in der Schweiz vereinheitlichen, sollte dies innerunbegrenzte Speicherund Übermittlungskapazitäten staatlich keine Nachteile bringen. Aber wir wissen, dass machen es in Verbindung mit neuen Kommunikationstechauch die Konkurrenz mit dem Ausland mitspielt. Deshalb nologien möglich, breitestes Wissen überall und sofort zu pflegen wir solch intensive Kontakte gerade mit jenen Länmobilisieren. dern, mit denen wir am meisten in Konkurrenz stehen. Ich Man rechnet damit, dass bereits heute rund 50 Prozent der komme nächste Woche wieder mit meinen deutschen und schweizerischen Arbeitsplätze informationsorientiert sind. österreichischen Kollegen zusammen. Auch die Frage der Information wird zum dominanten Produktionsfaktor Waschmittelverordnung wird Gegenstand unserer Besprewerden. chungen sein. Für das Bestehen unseres rohstoffarmen Landes im interna- Zur Frage des NTA, Herr Cavelty: Ich habe den Eindruck, tionalen Wettbewerb wie auch die Chancen des einzelnen dass dieses NTA in gewissen Kreisen zum Vorwand genom- Arbeitnehmers auf dem Arbeitsmarkt und die Integration in men wird, um die Waschmittelverordnung an sich zu treffen. den Arbeitsprozess ist es unabdingbar, dass in der Schweiz Es ist mir nicht ganz verständlich, wieso man immer darauf möglichst viele Leute Grundkenntnisse der Informatik abstellen will, was ausländische Experten sagen, und unsehaben und mit dem Computer umgehen können. ren eigenen Experten nicht glauben will. Ich versichere Der Anteil der Bevölkerung aber, der mindestens Grundla- Ihnen, dass wir ebenso gute Experten haben und dass genkenntnisse über die Funktion und für den Gebrauch von unsere Wissenschafter im chemischen Bereich wahrschein- Computern hat, ist gering. Diese wird jedoch immer mehr lich den ausländischen um nichts nachstehen. zur Voraussetzung werden für persönliche, berufliche und Es ist richtig, dass das sogenannte NTA, die Nitrolotriessigwirtschaftliche Chancengleichheit. Die Entwicklung ist von säure, verdächtig ist, karzinogen zu sein. Aber der Verdacht solcher Tragweite, dass Computeranalphabeten Gefahr besteht nur, wenn sie dem menschlichen oder tierischen einer irreparablen Benachteiligung laufen. Körper in grossen Mengen zugeführt wird. Kanada kennt Um diese zu vermeiden, genügt es keineswegs, den Informaseit zehn Jahren das Phosphatverbot in den Waschmitteln. tikunterricht in Berufsund höheren Fachschulen zu intensi- Man verwendet dort Waschmittel, die bis zu 15 Prozent NTA vieren. Solches ist nötig, aber nicht ausreichend. Zu fordern enthalten. Und in der Schweiz sehen wir eine Toleranzist eine gründliche Standortbestimmung, insbesondere als grenze von nur 5 Prozent vor. Wir stehen also im internatio- Grundlage eines koordinierten Aktionsprogrammes auf nalen Vergleich sehr gut da. allen Bildungsstufen. In Deutschland ist die Situation etwas anders, weil dort, wie Der Bundesrat wird eingeladen, einen umfassenden Bericht man mir gesagt hat, die Gewässersituation anders ist, insbeüber die gegenwärtige Situation auf diesem Gebiet vorzulesondere im Zusammenhang mit den Schwermetallen, und gen und darin auszuführen, wie er die künftige Entwicklung dort die Gefahr grösser ist, dass NTA-Rückstände in das in diesem Bereich beurteilt und insbesondere welche Mass- Trinkwasser gelangen. Von einem Verbot im Staate New nahmen er als nötig erachtet und zu ergreifen gedenkt. York ist uns nichts bekannt. Wir kennen die Studien aus den USA. Auch daraus ergibt sich nichts anderes, als dass NTA Texte du postulat du 6 juin 1985 in geringen Mengen in den Waschmitteln für eine Krebsver- Aujourd'hui, l'ordinateur est déjà présent dans la plupart des ursachung kaum in Frage kommen kann. Im übrigen darf secteurs de l'activité humaine. Son utilisation ne connaît pas noch gesagt werden, dass nicht unbedingt dieses NTA als de frontières, des réseaux informatiques relient les quatre Ersatzmittel gewählt werden muss. Es gibt auch andere coins du globe et toute conquête de l'espace serait impen- Ersatzmittel für das Phosphat. sable sans lui. Grâce à la capacité de stockage et de trans- Herr Cavelty, ich versichere Ihnen nochmals: wir sind stänmission quasi illimitée de ces machines, combinées aux dig zu Gesprächen bereit und vertiefen unsere Studien. Wir nouvelles techniques de communication, il est possible sind zwar überzeugt, dass unsere Verordnung richtig liegt, d'obtenir partout et instantanément les informations les plus sowohl gesundheitspolitisch wie vor allem natürlich auch diverses. umweltschutzpolitisch. On estime qu'actuellement déjà, 50 pour cent des emplois Wenn ich Ihnen erkläre, dass wir trotzdem zu Gesprächen en Suisse on est lien plus ou moins étroit avec l'informatibereit sind, heisst das natürlich nicht, dass wir die Verordque. Celle-ci deviendra l'un des principaux facteurs de pronung schon morgen wieder aufheben werden. duction. Pour que notre pays, pauvre en matières premières, reste Präsident: Ich frage den Postulanten an, ob er von der concurrentiel sur le plan international, il est essentiel qu'une Antwort befriedigt ist. grande partie de la population possède les connaissances de base en informatique et sache utiliser un ordinateur, Cavelty: Ich danke Herrn Bundesrat Egli für diese Antwort, connaissances qui augmentent également les chances des vor allem für die erklärte Gesprächsbereitschaft, und ziehe - demandeurs d'emploi et facilitent leur intégration dans le wie gesagt - das Postulat in diesem Sinne zurück. monde du travail. Cependant, le pourcentage de la population suisse ayant Zurückgezogen - Retiré assimilé les rudiments de l'informatique et sachant se servir d'un ordinateur est très faible. Or, de telles connaissances deviendront de plus en plus indispensables, si l'on vise une égalité des chances sur les plans personnel, professionnel et économique. L'évolution dans ce domaine a une telle 85.457 portée que les «analphabètes en informatique» risquent d'être irrémédiablement désavantagés. #ST#

Postulat Gadient Développer l'enseignement des disciplines informatiques Informatikausbildung. Bericht dans les écoles professionnelles et spécialisées de haut niveau ne suffit en aucun cas à éviter les inégalités. De telles Formation à l'informatique. Rapport mesures sont certes nécessaires, mais insuffisantes. Il faut commencer par faire le point sur la situation actuelle afin de rassembler les données de base qui permettront d'établir un programme d'action coordonné, applicable à tous les échelons. Wortlaut des Postulates vom 6. Juni 1985 La Conseil fédéral est chargé de présenter un rapport Der Computer beeinflusst bereits heute die meisten Bereidétaillé sur la situation actuelle, rapport dans lequel il expoche der menschlichen Gesellschaft. Sein Einsatz kennt sera son avis au sujet de l'évolution future dans ce domaine Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Cavelty Gewässerüberdüngung. Bekämpfung

Postulat Cavelty Lutte contre la surcharge des eaux en phosphates

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1985 Année Anno

Band IV Volume Volume

Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale

Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 06 Séance Seduta

Geschäftsnummer 85.528 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 26.09.1985 - 08:00 Date Data

Seite 546-548 Page Pagina

Ref. No 20 013 869

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.