Medication Safety and Efficacy Improvement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council was asked to examine ways to improve the safety and efficiency of medication use by the public. This includes enhancing medical professional training, implementing necessary measures for medication safety, particularly regarding public advertising and dispensing regulations, and drawing on findings from National Research Program No. 8 concerning self-medication. Research indicates that the public uses a high volume of medications, with a significant portion being used inappropriately or by individuals for whom they are contraindicated, and with a considerable risk of drug interactions. The Council agreed to take on this postulat.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 Abs. 1 BGG; Medication Safety and Efficacy Improvement: This includes enhancing medical professional training, implementing necessary measures for medication safety, particularly regarding public advertising and dispensing regulations, and drawing on findings from National Research Program No. 8 concerning self-medication. Research indicates that the public uses a high volume of medications, with a significant portion being used inappropriately or by individuals for whom they are contraindicated, and with a considerable risk of drug interactions. The Council agreed to take on this postulat.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal is dismissed due to the applicant's failure to provide an appeal brief within the set deadline.
Volltext
4. Oktober 1985 N 1825 Postulat Landolt
verfolgen und dadurch Doppelspurigkeiten zu vermeiden. von Forschung und Praxis profitieren konnten. Der praxis-
So wurde in den USA - vor allem als Folge des Love-Canal- orientierten Forschung kommt die Rolle des Initiators, des
Skandals-die Dringlichkeit einer «nationalen Dioxin-Strate- Begleiters und Auswerters zu.
gie» erkannt und eine «Dioxin Management Task Force» ins 3. Praxisorientierte, interdisziplinäre Forschung, die gesell-
Leben gerufen, die nun national vorgeht und nach genau schaftliche und Naturprozesse zugleich untersucht, fehlt
festgelegter Prioritätenliste erste dringende Sanierungs- heute weitgehend. Sie findet gerade im Bereich der Wald-
massnahmen und Kontrollfunktionen angeht. schadenforschung nicht statt (z. B. NFP, 14,14+, Sanasilva).
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Diese Forschung beschränkt sich auf die Untersuchung von
naturwissenschaftlichen Ursachen-Wirkungs-Beziehungen
vom 28. August 1985 und auf Folgeabschätzungen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1985
4. Die praxisorientierte ökologische Forschung (POEF), wie
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. sie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Umweltfor-
Überwiesen - Transmis schung (SAGUF) vorschlägt, will die bestehende Forschung
ergänzen. Sie ist ein geeignetes Konzept, wie der viel kriti-
sierte Graben zwischen Forschung und Praxis überwunden
werden kann. Praxisorientierte Forschung erfordert ein
neues Denken der Forscher, da sie die Lösungen nur zusam-
men mit den Betroffenen entwickeln können. Diese noch
#ST# 85.479 wenig praktizierte Forschungsmethode braucht eine kräf-
tige Initialzündung in der Form eines Nationalen For-
Postulat Mauch schungsprogrammes.
Nationales Forschungsprogramm 5. Die zu fördernden praxisorientierten ökologischen For-
«Waldsterben und gesellschaftliches Handeln* schungsprojekte im Bereich «Waldsterben und gesellschaft-
Dépérissement des forêts et comportement liches Handeln» sollen konkrete Projekte in begrenzten
social. Programme national de recherche Regionen initiieren, die in Zusammenarbeit mit den Betrof-
fenen (Gemeinden, Regionen, Kantone) durchgeführt und
ausgewertet werden. Dabei stehen Emissionsbegrenzungen
zum Beispiel im Bereich Verkehr im städtischen und ländli-
chen Raum vorerst im Vordergrund.
Wortlaut des Postulates vom 18. Juni 1985 Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob bis spätestens vom 11. September 1985
Ende 1986 ein ausserordentliches Nationales Forschungs- Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 septembre 1985
programm für praxisorientierte ökologische Forschungs- Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
projekte zum Thema «Waldsterben und gesellschaftliches
Handeln» zu beschliessen sei. Dafür sollen Mittel in der Überwiesen - Transmis
Grössenordnung von 15 Millionen bereitgestellt werden.
Texte du postulat du 18 juin 1985
Le Conseil fédéral est inviterà examiner s'il serait judicieux
de lancer, au plus tard d'ici la fin 1986, un programme
national extraordinaire de recherche axé sur la pratique en
matière d'écologie, consacré au dépérissement des forêts et #ST# 85.473
au comportement social. Les crédits à débloquer pour ce Postulat Landolt
programme seraient de l'ordre le 15 millions de francs. Selbstmedikation - Automédication
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Brat-
schi, Braunschweig, Bundi, Dünki, Eggenberg-Thun, Gün-
ter, Jaeger, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Longet, Maeder-
Appenzell, Meyer-Bern, Müller-Bachs, Oester, Reimann,
Robbiani, Robert, Rohrer, Rubi, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Seiler,
Stappung, Weber-Arbon, Zwygart (27) Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1985
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gestützt auf Erkenntnisse aus dem Nationalen Forschungs-
programm Nummer 8 wird der Bundesrat ersucht, Möglich-
1. Die dringend anzustrebenden Emissionsreduktionen keiten zur Verbesserung der Sicherheit im Umgang der
(Luftqualität Stand 1950) können nicht nur mit einfachen Bevölkerung mit Arzneimitteln zu prüfen, die Ausbildung der
legislatorischen Massnahmen realisiert werden (tiefere Medizinalberufe entsprechend zu ergänzen und in Zusam-
Emissionsnormen bei Fahrzeugen, Temporeduktionen, menarbeit mit den kantonalen Sanitätsdirektionen dafür zu
Schwefelgehaltsreduktion in fossilen Brennstoffen usw.), es sorgen, dass namentlich im Hinblick auf die Publikumswer-
sind darüber hinaus drastische Veränderungen im privaten, bung und die Abgabeordnung für Medikamente die für eine
beruflichen und wirtschaftlichen Verhalten breiter Bevölke- grösstmögliche Arzneimittelsicherheit notwendigen Mass-
rungskreise nicht zu umgehen (z. B. Reduktion des Treib- nahmen ergriffen werden.
stoffverbrauchs, Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel,
ökologische Abfallbewirtschaftung usw.). Texte du postulat du 17 juin 1985
Diese Verhaltensänderungen müssen auch wissenschaftlich En référence à des conclusions tirées du Programme natio-
vorbereitet, initiiert, begleitet und ausgewertet werden. nal de recherche n° 8, le Conseil fédéral est invité à examiner
2. Verhaltensänderungen im privaten und gesellschaftli- les moyens d'améliorer la sécurité en ce qui concerne l'utili-
chen Bereich sind schwierig zu initiieren, wenn sie nicht sation de médicaments par la population. En outre, il est prié
durch klare ökonomische Vorteile begünstigt oder aus mili- de compléter dans ce domaine la formation dans les profes-
tärischen Gründen erzwungen werden. Verhaltensänderun- sions médicales et de prendre, en collaboration avec les
gen, die in Friedenszeiten von breiten Schichten getragen directeurs cantonaux des affaires sanitaires, les mesures qui
werden, verlangen andere Prozesse. Die wissenschaftlichen s'imposent afin d'assurer une sécurité maximale en matière
Untersuchungen von einzelnen erfolgreichen Beispielen de médication; on pense surtout à la publicité adressée au
sozialen und gesellschaftlichen Wandels zeigen, dass sie public et à la réglementation régissant la remise de médica-
meist entscheidend von einer geglückten Zusammenarbeit ments.
Postulat Günter 1826 4 octobre 1985
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Basler, dat der Schweizerischen Krankenkassen forderte in einer
Bonny, Bremi, Bürer-Walenstadt, Darbellay, Eggli-Winter- öffentlichen Verlautbarung unter anderem eine breite Infor-
thur, Eisenring, Hess, Hösli, Humbel, Iten, Keller, Mauch, mation und Aufklärung über die gesundheitsschädigenden
Meyer-Bern, Müller-Bachs, Müller-Meilen, Neuenschwan- Auswirkungen und die kostentreibenden Folgen von
der, Neukomm, Risi-Schwyz, Sager, Schnider-Luzern, Seg- unzweckmässigem und übermässigem Medikamentenkon-
müller, Spalti, Wick, Zehnder, Ziegler (27) sum. Der Schweizerische Apothekerverein sprach sich für
vermehrte Patientenberatung, Zurückhaltung in der Wer-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit bung und praxisbezogene Aus- und Fortbildung aus und
befürwortete im Interesse der Volksgesundheit eine strikte
Es ist unbestritten, dass die Selbstbehandlung mit Arznei- Beschränkung der Medikamentenabgabe ausserhalb von
mitteln (sogenannte Selbstmedikation) einen wichtigen Apotheken auf Mittel und Anwendungsgebiete, bei denen
gesundheitspolitischen und-ökonomischen Faktor darstellt. erwiesenermassen kein Risikopotential besteht.
Die Selbstmedikation ist Ausdruck für eine gewisse Eigen- Das Ziel des nationalen Forschungsprogrammes Nummer 8
verantwortung des Patienten. Zudem hilft sie mit, das bestand darin, wissenschaftlich fundierte Entscheidungs-
System der ärztlichen Versorgung von BagatelItalien zu grundlagen für strukturelle und wirtschaftliche Verbesse-
entlasten, wodurch den Krankenkassen namhafte Honorar- rungen im Gesundheitswesen zu liefern. Das in seinem
und Medikamentenkosten erspart werden können. Rahmen durchgeführte Projekt Selbstmedikation hat dazu
Andererseits muss festgestellt werden, dass die Schweizer eine ganze Fülle von Erkenntnissen gebracht, wie die
Bevölkerung im internationalen Vergleich schon heute Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversor-
einen sehr hohen Medikamentenkonsum aufweist. Vor gung optimiert werden könnten. Es gilt nun, entsprechende
allem aber haben verschiedene in unserem Land durchge- Massnahmen zu prüfen und möglichst rasch in politisches
führte Forschungsarbeiten bestätigt, dass der Umgang der Handeln umzusetzen. Der Bund ist hier als Schirmherr der
Bevölkerung mit Arzneimitteln vielfältige Risiken in sich Nationalen Forschungsprogramme in erster Linie dazu auf-
birgt. So kommen die Autoren einer im Rahmen des Natio- gerufen, die Initiative zu ergreifen.
nalen Forschungsprogrammes Nummer 8 «Wirtschaftlich-
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
keit und Wirksamkeit im schweizerischen Gesundheitswe-
vom 11. September 1985
sen» unter der Leitung des Instituts für Sozial- und Präven-
tivmedizin der Universität Zürich durchgeführten Repräsen- Déclaration écrite du Conseil fédéral
tativstudie zum Schluss, dass die unkritische oder gar miss- du 11 septembre 1985
bräuchliche Verwendung von Medikamenten als zentraler Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
gesundheitspolitischer Problemkreis betrachtet werden Überwiesen - Transmis
muss. Den erst kürzlich publizierten Forschungsresultaten
dieser Selbstmedikations-Studie ist zu entnehmen, dass
jeder erwachsene Deutschschweizer innerhalb von zwei
Wochen durchschnittlich 1,4 Heilmittel einnimmt. Fast jeder
zehnte wendet dabei ein Medikament an, das für die
Behandlung seines Leidens nicht angemessen ist. Rund 5
Prozent aller Heilmittel werden von Patienten eingenom- #ST# 85.494
men, welche die betreffenden Präparate gar nicht anwenden
dürften, weil bei ihnen eine sogenannte Kontraindikation Postulat Günter
(z. B. Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Schwangerschaft Bekämpfung von AIDS
usw.) vorliegt. Mit der Möglichkeit von Wechselwirkungen Lutte contre le SIDA
zwischen Arzneimitteln ist der Studie zufolge gar bei einem
Fünftel aller Medikamente zu rechnen, wobei relativ häufig
auch rezeptfrei erhältliche Präparate beteiligt sind. Dies
birgt um so grössere Gefahren in sich, als beinahe jeder
dritte Patient neben der ärztlich verordneten Therapie auch
noch Selbstmedikation betreibt, was dem behandelnden Wortlaut des Postulates vom W.Juni 1985
Arzt in den meisten Fällen verborgen bleiben dürfte. Ein Der Bundesrat wird ersucht, von seinen Kompetenzen
weiteres Risiko liegt in der selbständigen, unkontrollierten Gebrauch zu machen und folgende Massnahmen zu ver-
Weiterverwendung von Medikamenten, die der Arzt dem fügen:
Patienten zu einem früheren Zeitpunkt verordnet hat, was 1. Obligatorium des AIDS-Bluttestes für alle Blutkonserven
bei über 30 Prozent dieser Arzneimittel der Fall ist. Was vor der Verabreichung an den Empfänger.
schliesslich den eigentlichen Arzneimittelmissbrauch 2. Die Kantone anzuhalten, bei allen Personen, welche dies
betrifft, ist gemäss der Erhebung bei vorsichtiger Schätzung wünschen, den AIDS-Test (Anti-HTLV-lll/LAV-Test) gratis
mit einer Zahl von etwa 100 000 Personen zu rechnen, die anzubieten, bzw. dort, wo das nicht möglich ist, vom Bund
Heilmittel missbräuchlich anwenden. Aufgrund dieser aus Labors zu bezeichnen, in welchen die Bevölkerung den
besorgniserregenden Befunde schlagen die Autoren der Test gratis durchführen lassen kann, wenn die Kantone
Selbstmedikations-Studie eine ganze Reihe von Interventio- nicht selbst handeln.
nen zur Hebung der Arzneimittelsicherheit vor, darunter 3. Ausscheiden eines gesonderten Budgetpostens für 1986
vermehrte Information und Aufklärung der Bevölkerung, zur Bekämpfung dieser Krankheit.
Anpassung der Ausbildung der Medizinalpersonen hinsicht-
lich der Problemsituationen in der Selbstmedikation, restrik- 4. Eine Liste der möglichen seuchenpolizeilichen Massnah-
tive Verschreibungs- bzw. Abgabepraxis von Ärzten und men zu erstellen für den Fall, dass sich die Seuchenlage
Apothekern, Zurückhaltung in der Heilmittelwerbung und weiter bedrohlich verschlechtert.
kompetenzbezogene Verkaufsrestriktionen. 5. Ein Register der AIDS-positiven und klinisch erkrankten
Verschiedene Institutionen sahen sich in den vergangenen Personen zu führen beim Bundesamt für Gesundheits-
Wochen durch die Publikation dieser Forschungsresultate wesen.
zu öffentlichen Stellungnahmen veranlasst. Die Arzneimit-
Texte du postulat du 19 juin 1985
telkommission der Schweizer Apotheker unter dem Vorsitz
von Prof. P. Speiser (Zürich) hat sich als Gremium unabhän- Le Conseil fédéral est prié de faire usage de ses compé-
giger Wissenschafter aus Medizin und Pharmazie dafür aus- tences pour ordonner les mesures suivantes:
gesprochen, dass auf allen verantwortlichen Stufen intensiv 1. Rendre obligatoire le test SIDA pour toutes les conserves
nach Mitteln und Wegen zur Verbesserung der Sicherheit de sang, avant que celles-ci ne soient données au destina-
bei der Arzneimittelanwendung gesucht wird. Das Konkor- taire.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Landolt Selbstmedikation
Postulat Landolt Automédication
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.473
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1825-1826
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Pagina
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