Swiss Railways Freight Tariffs vs. Rhine Navigation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe government stated that it recognizes the importance of Rhine navigation for Switzerland's supply and that its transport policy takes this into account. However, it defended the introduction of new, competitive freight tariffs by the national railways for Switzerland-Germany transport, arguing that these tariffs are necessary to compete with road transport and to attract new freight potential, rather than diverting existing freight from the Rhine. The government also noted that it is not in a position to dictate specific tariff changes to the railways due to the liberalization of freight transport and that the railways are interested in continued cooperation with Rhine shipping.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 11 Absatz; Swiss Railways Freight Tariffs vs. Rhine Navigation: Seite, der Truppe soweit möglich Übungsgebiete zur Verfü- der SRG nicht mehr in allen Teilen zu befriedigen vermögen.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
4. Oktober 1985 N 1845 Interpellation Wyss
3. Der Bundesrat misst einer Abstimmung des militärischen Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Übungsbetriebes auf die Bedürfnisse des Fremdenverkehrs vom 4. September 1985
grosse Bedeutung zu. Auch auf diesem Gebiet unternimmt Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 septembre 1985
das Militärdepartement grosse Anstrengungen. 1. Der Regionalvorstand der deutschen und rätoromani-
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus und militä- schen Schweiz hat am 5. Juli 1985 einen Chefredaktor für
rischem Übungsbetrieb ist sehr wohl möglich, sofern die
den Informationsbereich beim Fernsehen DRS ernannt und
nötigen Vorkehren sorgfältig geplant werden. Auch im Kan- ihn mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet. Nach
ton Wallis sind konkrete Massnahmen für eine .bessere Ansicht des Bundesrates ist diese Massnahme geeignet, die
Zusammenarbeit in Vorbereitung. Entscheidungsfähigkeit der redaktionellen Führung beim
Die für die Belegungskoordination zuständigen Stellen wer-
Fernsehen DRS zu verbessern. Damit wurde dem Anliegen
den in absehbarer Zeit über EDV-gestützte Hilfsmittel verfü- der Interpellation von den dafür zuständigen Stellen der
gen, die eine wesentliche Erleichterung bringen werden.
SRG bereits Rechnung getragen.
Voraussetzung für eine bessere Koordination der beidseiti-
gen Interessen ist allerdings die Bereitschaft der zivilen 2. Der Bundesrat anerkennt, dass die heutigen Strukturen
Seite, der Truppe soweit möglich Übungsgebiete zur Verfü- der SRG nicht mehr in allen Teilen zu befriedigen vermögen.
gung zu stellen, in die sie während der touristischen Haupt- Mit der Ankündigung, im Herbst 1985 ein Strategiepapier
saison ausweichen kann. vorzulegen, zeigt die SRG, dass sie gewillt ist, auf die neue
Herausforderung zu reagieren. Aber auch die heutige Kon-
4. Die Zusammenarbeit der militärischen Stellen mit den zession, die einige organisatorische Bestimmungen enthält,
örtlichen Behörden und die gegenseitige Information haben bedarf der Überprüfung. Diese Feststellung gilt insbeson-
Fortschritte gemacht. Dies ist nicht zuletzt auf die Schaffung
dere für Artikel 11 Absatz 1, der dem Generaldirektor eine
der über das ganze Land verteilten militärischen Koordina-
universelle Verantwortung für den Programmdienst und
tionsstellen zurückzuführen. Weitere Verbesserungen sind eine rationelle Betriebsführung zuweist. Die übertragene
noch möglich. Verantwortung stimmt mit den Kompetenzen nicht überein.
Insbesondere wäre eine klarere Trennung von Aufsicht und
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Geschäftsführung wünschenswert. Die Konzession SRG in
rates befriedigt. der jetzigen Form gilt bis Ende 1987.
Präsident: Die Fraktion ist von der Antwort des Bundesrates
befriedigt.
#ST# 85.489 #ST# 85.467
Interpellation Interpellation Wyss
der christlichdemokratischen Fraktion Rheinschiffahrt - Navigation sur le Rhin
SRG-Strukturen
Interpellation du groupe démocrate-chrétien
Organisation de la SSR
Wortlaut der Interpellation vom 13. Juni 1985
Ich frage den Bundesrat an, ob er
- sich nach wie vor zur Rheinschiffahrt als wichtigem und
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1985 international freiem Verkehrsträger für die Versorgung der
Seit geraumer Zeit macht sich immer wieder ein breites Schweiz bekennt,
Unbehagen über die redaktionelle Führung der SRG, im - es für vertretbar hält, dass durch diese neuen Tarifmass-
besonderen beim Fernsehen DRS, bemerkbar. Wir fragen nahmen der SBB die Abwanderung von Gütern vom Rhein
deshalb den Bundesrat, ob er bereit ist, auf die ausländischen Bahnen derart gefördert wird,
1. bei der SRG seinen Einfluss geltend zu machen, dass - bereit ist, bei den SBB möglichst rasch dahingehend zu
rasch ein Chefredaktor für den Bereich der Informations- intervenieren, dass die auf Druck der ausländischen Bahn-
sendungen des Fernsehens eingesetzt wird; gesellschaften vorgesehenen Tarifvergünstigungen auf den
2. darauf hinzuwirken, dass erforderliche Vereinfachungen schweizerischen Strecken auch für Transporte ab den
der Strukturen realisiert werden, um die Entscheidungs- Rheinhäfen beider Basel eingeräumt werden.
fähigkeit der redaktionellen Führung zu verbessern. Texte de l'interpellation du 13 juin 1985
Texte de l'interpellation du 19 juin 1985 Je prie le Conseil fédéral de dire
Depuis un certain temps, la façon dont la rédaction est - s'il considère toujours que la navigation sur le Rhin,
dirigée à la SSR, en particulier à la chaîne suisse-alémani- reconnue libre sur le plan international, constitue un moyen
que, fait de plus en plus l'objet de critiques. C'est pourquoi de transport important pour l'approvisionnement de la
nous demandons au Conseil fédéral s'il est prêt Suisse,
1. à user de son influence auprès de la SSR afin que soit - s'il juge admissible que, par de nouvelles mesures tari-
bientôt nommé un rédacteur en chef pour le service des faires, les CFF incitent à faire passer par les gares étran-
informations télévisées; gères les marchandises qui empruntaient le cours du Rhin,
2. à intervenir afin que soient simplifiées les structures du - s'il est prêt à intervenir au plus tôt auprès des CFF pour
service de rédaction en vue de faciliter la prise de décision que les améliorations tarifaires prévues sur les tronçons
par la direction. suisses, à la suite de la pression exercée par les compagnies
ferroviaires étrangères, s'appliquent aussi aux transports à
Sprecher- Porte-parole: Keller partir des ports fluviaux des deux Baies.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Aregger, Auer,
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht Biel, Fankhauser, Feigenwinter, Flubacher, Hubacher, Nebi-
eine schriftliche Antwort. ker, Schwarz, Wagner, Weder-Basel, Wick (13)
Interpellation Braunschweig 1846 N 4 octobre 1985
Schriftliche Begründung - Développement par écrit sive Strassenkonkurrenz besser gerüstet zu sein. Die SBB
Die Schweizerischen Bundesbahnen beabsichtigen, für die streben damit keine Verkehrsverlagerung vom Rhein-Bahn-
Transporte aus dem Ausland in die Schweiz sogenannte weg auf den Ganzbahnweg an.
«Durchlauftarife» (neue durchgerechnete Tarife ohne - Der Bundesrat teilt die Befürchtungen des Interpellanten
Frachtenbruch an der Grenze) einzuführen, die eine sehr betreffend Verkehrsverlagerung nicht. Der neue direkte Tarif
hohe Rabattstufe für die Transporte auf den Schweizer ist auf die Gewinnung eines Verkehrspotentials ausgerich-
Strecken enthalten. Diese Massnahme, welche seitens der tet, das heute weder die Bahnen noch die Rheinschiffahrt
SBB verständlich ist, hätte - sofern sie tatsächlich verwirk- benutzt. Anvisiert ist also nicht der bereits heute auf dem
licht wird - zur Folge, dass ein niedrigerer Preis pro Trans- Rhein abgewickelte Massengutverkehr. Die SBB beteiligen
portkilometer auf der Schweizer Strecke angewendet wird, sich auch künftig nicht an allenfalls von der Deutschen
wenn die Ware per Bahn aus dem Ausland herantranspor- Bundesbahn ergriffenen Massnahmen gegen den Wasser-
tiert wird, als wenn sie auf dem Rhein ankommt und ab weg nach Basel. Schon aus diesen Gründen ist eine Inter-
Basel per Bahn zum schweizerischen Bestimmungsort vention des Bundes nicht gerechtfertigt.
gelangt. Die Auswirkungen können für die Rheinschiffahrt Zudem ist nach dem SBB-Leistungsauftrag 1982 der Wagen-
existenzbedrohend sein. ladungsverkehr dem freien Marktbereich zugewiesen. Der
Die Eidgenossenschaft hat während Jahrzehnten durch Bundesrat wäre deshalb nicht in der Lage, den SBB andere
erhebliche Beiträge an den Ausbau der Rheinstrecke unter- Weisungen für Tarifvergünstigungen zu erteilen.
halb von Basel zum Ausdruck gebracht, welche Bedeutung Die Schweizer Bahnen gewähren für die Hafen-Zu- und
sie der Rheinschiffahrt für eine unabhängige, leistungsfä- -abfuhren seit langem günstige Abkommensfrachten. Sie
hige und preisgünstige Versorgung des Landes mit lebens- sind wie bisher an einer engen Zusammenarbeit mit dem
wichtigen Gütern beimisst. Im Gegensatz zu den stark defizi- Grosskunden «Rheinschiffahrt» interessiert. So werden sich
tären Bahngesellschaften Westeuropas, welche staatliche die SBB denn auch weiterhin an den Massnahmen gegen
Subventionen erhalten, arbeiten die schweizerischen Ree- die See- und Strassenkonkurrenz beteiligen, die sich vom
dereigesellschaften seit jeher ohne staatliche Finanzhilfe. Markt her aufdrängen.
Diese Wettbewerbsverzerrung führt somit zu einer Existenz-
bedrohung des Verkehrsträgers .Rheinschiffahrt. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
rates teilweise befriedigt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 4. September 1985
Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 septembre 1985
Die meisten Gütertarife des Zweiländer- und des Mehrlän-
derverkehrs sind noch gleich aufgebaut wie in den Anfangs- 85.383
#ST#
jahren des Eisenbahnverkehrs. Die Frachten werden für Interpellation Braunschweig
jeden einzelnen Länderabschnitt getrennt ermittelt. Diese
Berechnungsart ist kompliziert und verteuert zufolge der Atomsperrvertrag. 3. Überprüfungskonferenz
jedesmal neu eingerechneten teuren Anfangskilometer die Traité sur la non-prolifération
Bahntransporte unnötig. des armes nucléaires.
Eine solche Tarifgestaltung kann im heutigen Markt nicht 3e Conférence de réexamen
mehr bestehen. Die Konkurrenz gebietet, dass die Bahnen
ihren Kunden die Leistungen mit einem neuzeitlichen Tarif-
instrument anbieten. Auch die Europäische Konferenz der
Verkehrsminister (CEMT) hat in einer Resolution vom Juni
1985 die Bahnen aufgefordert, ausgefahrene Geleise zu Wortlaut der Interpellation vom 13. März 1985
verlassen und die.Tarifgestaltung den heutigen Erfordernis-
sen des Marktes anzupassen. Am 2. September 1985 wird in Genf die 3. Überprüfungskon-
Der voraussichtlich am I.Januar 1986 in Kraft tretende ferenz zum Atomsperrvertrag 1968/1970 (NPT, Treaty on thè
Gütertarif Schweiz-Deutschland trägt diesen Erfordernissen Non-Prolifération of Nuclear Weapons) beginnen.
Rechnung. Die im Tarif enthaltenen Gesamtfrachtsätze - 1. Wie beurteilt der Bundesrat aus heutiger Sicht den dama-
d. h. ohne Frachtenbruch vom Abgangs- bis zum Bestim- ligen Vertragsabschluss, die seitherigen Entwicklungen, die
mungsbahnhof - orientieren sich an der Strassenkonkur- Auswirkungen der beiden bisherigen Überprüfungskonfe-
renz. Die Anwendung des neuen Tarifs ist im übrigen auf renzen, Erfolge und Misserfolge, erfüllte Hoffnungen und
den Güterverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz Enttäuschungen?
beschränkt. Für Sendungen im Transit durch die Schweiz 2. In welcher Weise kann die Schweizer Delegation in Genf
oder Deutschland ist er somit nicht gültig. beitragen, den Atomsperrvertrag wirksamer im Sinne der
Die Tarifpolitik der SBB in den über Basel hinaus gelegenen ursprünglichen, nicht militar- und nicht wirtschaftsgebunde-
Verkehrsverbindungen gleicht einer dauernden Gratwande- nen Absichten auszubauen?
rung. Einerseits sind die berechtigten Anliegen der Rhein- 3. Müssen im einzelnen die sogenannt «friedliche Atomex-
schiffahrt zu berücksichtigen, andererseits darf aber auch plosion» Indiens 1974, der Atomtest Südafrikas 1979, die
der für die SBB eher kostengünstigere Ganzbahnweg nicht vermuteten Atomsprengkörper Israels, Pakistans, Argenti-
zu Lasten der nördlich von Basel gelegenen Partnerbahnen niens und Taiwans, die gleichgerichteten Bemühungen in
vernachlässigt werden. Eine vermehrte Umfahrung der den Schwellenländern Brasilien, Ägypten, Irak und Südko-
Schweiz im Transitverkehr könnte als Folge nicht ausge- rea als dem Atomsperrvertrag widersprechend beurteilt wer-
schlossen werden. Die SBB bemühen sich jedenfalls seit den (horizontale Prolifération), ebenso wie die ungebro-
Jahren um eine neutrale Stellung gegenüber beiden Ver- chene quantitative und qualitative Nuklearrüstung der bis-
kehrspartnern, und sie werden dies auch in Zukunft tun. herigen Atomwaffenstaaten (vertikale Prolifération)?
Zu den Fragen im einzelnen: 4. Was hält der Bundesrat unter diesen Gesichtspunkten
- Der Bundesrat bekennt sich weiterhin zur Rheinschiffahrt vom Kontrollsystem der Internationalen Atomenergieagen-
als für die Versorgung der Schweiz wichtigem Verkehrsträ- tur (IAEO) in Wien? Ist es richtig, dass die IAEO die Ausga-
ger. Die koordinierte Verkehrspolitik, abgestützt auf die ben für die Sicherheitskontrollen einfrieren Hess und dafür
GVK, trägt der Bedeutung unserer Schiffahrt Rechnung, die Ausgaben für die technische Zusammenarbeit laufend
indem sie diese in die Gesamtschau und Neuorientierung erhöhte?
einbezieht. 5. Teilt der Bundesrat die kürzlich an der UNO-NGO-Konfe-
- Mit dem neuen Gütertarif Schweiz-Deutschland wird ein renz in Nairobi geäusserten Bedenken, wonach die Atom-
marktkonformes Tarifwerk geschaffen, um gegen die mas- technologie in der Dritten Welt kaum oder nicht zu einer
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Wyss Rheinschiffahrt
Interpellation Wyss Navigation sur le Rhin
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.467
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1845-1846
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Pagina
Ref. No 20 013 797
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