Switzerland's Stance on SDI and Neutrality
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss government, in response to an interpellation, stated that the Strategic Defense Initiative (SDI) is a research program whose technical feasibility and effectiveness remain uncertain. Consequently, its long-term strategic implications for Switzerland and international arms control negotiations cannot yet be definitively assessed. While SDI and similar programs could accelerate technological development, Switzerland's policy is to actively engage in civilian technology initiatives like EUREKA and monitor international collaborations, ensuring it does not fall behind technologically, and that participation in such research, in principle, does not violate its neutrality unless it leads to the production of war material.
Legislator-Regeste
KI-generiertBundesgesetz über das Kriegsmaterial; Switzerland's Stance on SDI and Neutrality: Consequently, its long-term strategic implications for Switzerland and international arms control negotiations cannot yet be definitively assessed. While SDI and similar programs could accelerate technological development, Switzerland's policy is to actively engage in civilian technology initiatives like EUREKA and monitor international collaborations, ensuring it does not fall behind technologically, and that participation in such research, in principle, does not violate its neutrality unless it leads to the production of war material.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the relevant law to examine if cooperation in research programs leads to the production of war material.
Volltext
Interpellation Loretan 1836 N 4 octobre 1985
85.439 erster Linie festgestellt werden, ob ein derartiges System
technisch machbar ist. Ferner geht es um die Frage, ob das
#ST#
Interpellation Loretan Programm gegen einen Erstschlag tatsächlich wirksam oder
Strategische Verteidigungsinitiative/SDI. sogar in der Lage ist, ein bestimmtes Gebiet gegen jeden
Stellenwert für die Schweiz strategischen Nuklearangriff zu schützen. Im heutigen Zeit-
punkt weiss noch niemand, ob ein solches Verteidigungssy-
Initiative de défense stratégique (IDS). stem, sei es vom technischen, aber auch vom wirtschaftli-
Incidences en Suisse chen Standpunkt aus, überhaupt realisierbar ist.
Es lässt sich daher auch nicht zum voraus sagen, ob ein
solches Verteidigungssystem je eingeführt werden wird. Die
strategische Verteidigungsinitiative ist ein Forschungspro-
gramm, und ein Entscheid über eine eventuelle Entwicklung
Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1985 wird nicht vor Anfang 1990 getroffen werden.
1. Wie beurteilt der Bundesrat die Auswirkungen der Strate- In strategischer Hinsicht sind in erster Linie die beiden
gischen Verteidigungsinitiative/SDI der amerikanischen Grossmächte und ihre entsprechenden Militärbündnisse
Regierung (und allfälliger gleichgelagerter Projekte der von den Verteidigungssystemen betroffen. Doch scheint es,
Sowjetunion) auf unsere Sicherheitspolitik (Aussenpolitik, dass die Entwicklung der strategischen Situation, welche
Armee, Zivilschutz) und auf die internationalen Abrüstungs- die Ausarbeitung solcher Systeme in 15 bis 20 Jahren zur
gespräche, insbesondere auf die Verhandlungen SALT, Folge haben könnte, das militärische Umfeld, dem die
MBFR, KSZE? Schweiz gegenübergestellt wäre, in Mitleidenschaft ziehen
2. Wie beurteilt der Bundesrat die Konsequenzen und und indirekt unser Land betreffen würde. In Ermangelung
Impulse von SDÌ (und allenfalls auch des von der französi- jeglicher Prognose darüber, wie sich all diese Fragen weiter-
schen Regierung vorgeschlagenen Programms EUREKA) entwickeln, kann die Schweiz nur ihre traditionelle Sicher-
auf die weitere Entwicklung modernster Technologie heitspolitik weiterführen.
(Mikroelektronik, Lasertechnik, Informatik)? Das Ausmass des Programms, das die Strategische Verteidi-
gungsinitiative verwirklichen soll, war vermutlich eines der
3. Welches sind die Konsequenzen solcher Technologie- Elemente, das zur Wiederaufnahme der amerikanisch-
schübe für unser Land und seine Wirtschaft? sowjetischen Verhandlungen über Rüstungskontrollen in
4. Ergäben sich aus einer Mitarbeit der Schweizer Wirt- Genf beigetragen hat. Das Problem der SDÌ und der Rake-
schaft an Teilen von SDÌ neutralitätspolitische Probleme? tenabwehrsysteme spielt in der Tat eine Schlüsselrolle in
Wenn ja, welche? den Genfer Diskussionen, welche auf beiden Seiten von
einer Delegation geführt werden, die in drei Gruppen aufge-
Texte de l'interpellation du 3 juin 1985
teilt ist: strategische Nuklearwaffen, Mittelstreckenraketen
1. Quelles sont, aux yeux du Conseil fédéral les incidences und Weltraumwaffen. Fragen, die sich insbesondere auf die
de l'initiative de défense stratégique (IDS) du gouvernement Strategische Verteidigungsinitiative beziehen, gehören in
américain (et, le cas échéant, de projets semblables de diese letzte Gruppe. Im heutigen Zeitpunkt sind sich die
l'Union soviétique) sur notre politique de sécurité (politique beiden Supermächte weder einig über die Art, das Thema
étrangère, armée, protection civile) ainsi que sur les pour- der Weltraumwaffen anzugehen, noch über die Auswirkung,
parlers internationaux concernant le désarmement, notam- welche diese Uneinigkeit auf die beiden anderen Verhand-
ment sur les négociations SALT, MBFR et CSCE? lungsgruppen haben kann. Das Gipfeltreffen zwischen den
2. De l'avis du Conseil fédéral, quelles sont les consé- Herren Reagan und Gorbatschow diesen Herbst in Genf
quences de l'IDS (et, le cas échéant, du programme Eurêka) wird es vielleicht erlauben, eine Antwort auf die Frage zu
proposé par le gouvernement français) sur le développe- geben, ob die auseinandergehenden Standpunkte der Ver-
ment futur des technologies de pointe (micro-électronique, einigten Staaten und der Sowjetunion insbesondere in der
technique du laser, informatique)? Quelles impulsions peut- Frage der SDÌ einander angenähert werden können oder
on attendre de cette initiative? nicht.
3. Quelles sont, pour notre pays et son économie, les In den anderen Verhandlungsgremien über Abrüstung spielt
conséquences de telles avancées technologiques? die Problematik der SDÌ und der Raketenabwehrsysteme im
4. La collaboration de l'économie suisse dans certains sec- Augenblick eine weniger vorrangige Rolle. Dennoch lässt
teurs de l'IDS poserait-elle des problèmes sur le plan de la sich sagen, dass das Problem der Weltraumwaffen die Gen-
politique de neutralité? Dans l'affirmative, lesquels? fer Verhandlungen direkt beeinflusst und dass diese Ver-
handlungen ihrerseits zum Teil auf das Klima der anderen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Verhandlungsgremien einwirken.
Aregger, Aubry, Auer, Bonnard, Bonny, Bremi, Bürer-Walen- 2. und 3. Forschungs- und Entwicklungsprogramme vom
stadt, Candaux, Cincera, Coutau, Dubois, Eggly-Genf, Eisen- Ausmass des Programms SDÌ sind sicher geeignet, die tech-
ring, Eng, Eppenberger-Nesslau, Etique, Feigenwinter, Flu- nologische Entwicklung in einzelnen Sektoren zu beschleu-
bacher, Frey-Neuenburg, Früh, Gautier, Giger, Graf, Hess, nigen und neue Technologieschübe zu begünstigen. Um die
Houmard, Humbel, Hunziker, Jeanneret, Kohler Raoul, technologische Entwicklung auch in Westeuropa zu
Künzi, Martin, Massy, Mühlemann, Müller-Meilen, Nef, beschleunigen, sind deshalb mehrere Initiativen ergriffen
Oester, Ogi, Perey, Petitpierre, Pfund, Pidoux, Pini, Reich, worden, darunter die französische Initiative EUREKA und
Revaclier, Rime, Rutishauser, Sager, Savary-Waadt, Schni- die Programme der europäischen Gemeinschaft im Bereich
der-Luzern, Schule, Schwarz, Seiler, Spalti, Spoerry, Stein- neuer Technologien. Im Unterschied zu SDÌ weisen diese
egger, Stucky, Thévoz, Tschuppert, Uhlmann, Villiger, Wan- Programme einen rein zivilen Charakter auf. Der Bundesrat
ner, Weber-Schwyz, Wellauer, Zwingli (66) verfolgt die Entwicklung dieser zivilen Technologiepro-
gramme aufmerksam. Er hat die feste Absicht, jede mögli-
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates che Isolation von Kreisen der schweizerischen Wirtschaft
vom 23. September 1985 und Wissenschaft zu vermeiden und die sich bietenden
Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 septembre 1985 Möglichkeiten aktiv zu nutzen. Er hat deshalb der Einladung
1. Die Strategische Verteidigungsinitiative (SDÌ) ist ein mili- der französischen Regierung Folge geleistet, an der Konfe-
tärisches Programm technologischer Forschungen zur Ent- renz über EUREKA teilzunehmen. Der Bundesrat hat einen
wicklung eines Systems, welches fähig sein soll, ballistische interdepartementalen Ausschuss gebildet, um die weiteren
Nuklearwaffen abzufangen und zu zerstören, um damit Arbeiten zu koordinieren und die nächste EUREKA-Konfe-
selbst einen massiven Nuklearangriff wirkungslos zu renz, welche im November in Hannover stattfinden wird,
machen und dem Gegner die Möglichkeit eines Erstschlags vorzubereiten. Ebenso ist er mit der Europäischen Gemein-
zu nehmen. Mit Hilfe dieses Programms soll bis 1990 in schaft im Gespräch, um die Frage einer Beteiligung schwei-
4. Oktober 1985 N 1837 Interpellation Ziegler
zerischer Firmen und Forschungsstätten an einzelnen ihrer pour les veufs devant élever des orphelins de mère rendent
Programme wie ESPRIT zu klären. Hochtechnologiepro- d'autre part ladite révision indispensable.
jekte werden aber auch schon heute in Zusammenarbeit mit Je prie en conséquence le Conseil fédéral de répondre à la
der EG im Rahmen der COST-Projekte und des europäi- question suivante:
schen Kernfusionsprogramms bearbeitet. Ziel dieses Vorge- - Quand pense-t-il publier le message sur la 10e révision de
hens ist es, die Möglichkeit der Mitsprache und der Mitbetei- l'AVS?
ligung für interessierte Kreise der Schweiz offenzuhalten
und eine Zusammenarbeit dort anzustreben, wo die Schweiz Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Blunschy,
einen konkreten und substanziellen Beitrag zur Forschung Bonny, Borei, Bürer-Walenstadt, Eppenberger-Nesslau, Flu-
leisten kann. bacher, Grassi, Humbel, Jaggi, Keller, Lanz, Maitre-Genf,
4. Ziel der Neutralitätspolitik ist es zu verhindern, dass der Nef, Perey, Petitpierre, Risi-Schwyz, Rubi, Savary-Freiburg,
dauernd neutrale Staat im Falle eines bewaffneten Konflikts Savary-Waadt, Schiarii, Schmidhalter, Segmüller, Seiler,
zwischen Drittstaaten in den Krieg hineingezogen wird. Im Stamm Judith, Stappung, Tschuppert, Wanner, Wellauer,
weiteren soll es die Neutralitätspolitik in einem solchen Fall Wick (30)
dem neutralen Staat erlauben, den Verpflichtungen, die ihm Schriftliche Begründung - Développement par écrit
das Neutralitätsrecht vorschreibt, nachzukommen. Unter Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und
diesen Umständen zielt sie darauf ab, die Entscheidungs-
wünscht eine schriftliche Antwort.
und Handlungsfreiheit des Staates zu gewährleisten. Die
Neutralitätspolitik wie das Neutralitätsrecht binden den Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Staat und nicht die natürlichen oder juristischen Einzelper- vom 17. Juni 1985
sonen. Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 juin 1985
Aus der Sicht der Neutralitätspolitik könnte somit im heuti-
gen Zeitpunkt eine Beteiligung schweizerischer Unterneh- In unserem Bericht vom 29. August 1984 überdie Prioritäten
men an Forschungsprogrammen der SDÌ im Prinzip nicht so der Legislaturperiode 1983 bis 1987 haben wir die 10. AHV-
aufgefasst werden, dass sie Anlass zu Einwänden gäbe. Revision der zweiten Priorität 'zugeteilt, was bedeutet, dass
Sollten die unternommenen Forschungen zu einer Produk- die entsprechende Botschaft bis Ende November 1987 der
tion von Kriegsmaterial führen, so wäre die Zusammenar- Bundesversammlung zugeleitet werden soll. Wir werden
beit, die schweizerische Unternehmen weiterhin an der Pro- uns bemühen, diesen Termin einzuhalten, doch sind allfäl-
duktion leisten könnten, im Lichte des schweizerischen lige Verzögerungen nicht auszuschliessen.
Rechts, insbesondere des Bundesgesetzes über das Kriegs-
material, zu prüfen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
rates teilweise befriedigt.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
rates befriedigt.
#ST# 85.510
Interpellation Ziegler
Asbestbauten. Inventar
#ST# 85.381 Bâtiments floqués à l'amiante. Inventaire
Interpellation Schnider-Luzern
10. AHV-Revision. Zeitplan
Interpellation Schnider-Lucerne Wortlaut der Interpellation vom 20. Juni 1985
10° révision de l'AVS. Es ist heute unbestritten, dass Asbest die Menschen
Date de publication du message gesundheitlich schädigen kann. Am ernsthaftesten ist die
gesundheitliche Bedrohung durch Asbest bei Gebäuden,
deren Decken und Wände mit Spritzasbest isoliert worden
sind. Das Bundesamt hat deshalb ein gesamtschweizeri-
sches Inventar über alle Gebäude angelegt, bei deren Bau
Wortlaut der Interpellation vom 13. März 1985 Spritzasbest verwendet wurde.
Der Bundesrat hat die Eidgenössische AHV/IV-Kommission In diesem Zusammenhang ersuche ich den Bundesrat um
mit der Vorbereitung einer 10. AHV-Revision beauftragt. Er Auskunft auf folgende Fragen:
hat versprochen, die Einführung der «Witwerrente» im Rah- - Welche Gebäude sind in dieser Liste enthalten (namentli-
men dieser 10. AHV-Reform zu prüfen. che und detaillierte Aufstellung der Gebäude ist er-
Die offensichtlichen Ungleichheiten zwischen Mann und wünscht)?
Frau im geltenden AHV-Gesetz und die finanziellen - Welche Gebäude dieser Liste werden als besonders
Engpässe, die für Witwer entstehen, die für Waisen zu sor- sanierungsbedürftig erachtet?
gen haben, machen eine solche Revision denn auch not-
wendig. Texte de l'interpellation du 20 juin 1985
In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Plus personne ne conteste aujourd'hui que l'amiante peut
Beantwortung folgender Frage: être nuisible à la santé de l'homme. Le danger le plus grave
- Auf welchen Zeitpunkt gedenkt der Bundesrat die Bot- provient des bâtiments qui ont été isolés avec de l'amiante
schaft zur 10. AHV-Revision zu veröffentlichen? floquée. Aussi l'office fédéral compétent a-t-il dressé un
inventaire de tous les bâtiments situés en Suisse qui ont été
Texte de l'interpellation du 13 mars 1985 floqués à l'amiante.
Le Conseil fédéral a chargé la Commission fédérale AVS/AI En rapport avec ce qui précède, je prie le Conseil fédéral de
de préparer la 10e révision de l'AVS. Il a promis d'examiner la répondre aux questions suivantes:
possibilité d'instituer la «rente de veuf» dans le cadre de - Quels sont les bâtiments qui figurent dans cet inventaire
cette réforme. (une liste nominative et détaillée de ceux-ci est demandée)?
Les inégalités manifestes entre hommes et femmes dans - Quels sont, parmi les bâtiments qui figurent sur cette liste,
l'actuelle loi AVS et les difficultés financières qui surgissent ceux qui ont le plus besoin d'être assainis?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Loretan Strategische Verteidigungsinitiative/SDI. Stellenwert für die
Schweiz
Interpellation Loretan Initiative de défense stratégique (IDS). Incidences en Suisse
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.439
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1836-1837
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Pagina
Ref. No 20 013 788
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