Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-404 KI-generiert

Federal Council Proposal on Semi-Custody Sentencing

Geschäftsnummer VPB 85-404
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The National Council passed a motion urging the Federal Council to expedite the revision of the penal code to generally introduce alternative sentencing, aiming to improve and broaden the conditions for suspended sentences and conditional release. The Federal Council, while agreeing with the motion's intent, noted that a comprehensive revision would take time. To address the request sooner, the Federal Council proposed a regulation allowing prison sentences up to six months to be served in semi-custody, which could take effect by early 1986.

Legislator-Regeste

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Art. 3 nalrat, Art. 38 StGB, Art. 41 StGB; Federal Council Proposal on Semi-Custody Sentencing: The Federal Council, while agreeing with the motion's intent, noted that a comprehensive revision would take time. To address the request sooner, the Federal Council proposed a regulation allowing prison sentences up to six months to be served in semi-custody, which could take effect by early 1986.

Schlagwörter

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Strafzumessung bedingte Entlassung Halbgefangenschaft Sammelverwahrung Abänderung der elterlichen Sorge Disziplinarmassnahme
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 38 StGB

Cited in the context of improving the conditions for granting conditional release, which was a core aspect of the initiative and motion discussed.

Art. 41 StGB

Cited in the context of improving the conditions for granting conditional release, which was a core aspect of the initiative and motion discussed.

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Volltext

Motion du Conseil national (Longet) 654 5 décembre 1985

auteurs de l'initiative et les milieux qui s'y opposent ou qui Abstimmung - Vote ont proposé d'autres solutions qui n'ont pas été retenues. Nous sommes donc parvenus à un compromis rédactionnel. Für den Antrag der Kommission 33 Stimmen D'ailleurs, sur le plan juridique, tant la version de M. Rey- (Einstimmigkeit) mond que celle de la commission que je préfère n'ont pas une grande importance, car le principe de la liberté contrac- An den Nationalrat -Au Conseil national tuelle doit de toute façon être respecté. Il n'est pas renforcé ou diminué par l'adjonction proposée. Ce sont les raisons pour lesquelles je vous propose, dans l'espoir et avec l'intention de nous rapprocher de l'initiative sans courir trop de risques, d'accepter la version proposée par la commission.

#ST# 85.404 Abstimmung - Vote Motion des Nationalrates (Longet)

Alternativstrafen. StGB-Revision Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Kommission 26 Stimmen Motion du Conseil national (Longet) Für den Antrag Reymond 14 Stimmen Peines de substitution. Révision du CPS

Definitiv - Définitivement Beschluss des Nationalrates vom 21. Juni 1985 Für den Antrag der Kommission 21 Stimmen Décision du Conseil national du 21 juin 1985 Für den Antrag des Bundesrates 20 Stimmen

Abs. 2-AI. 2 Präsident: Hier schliesst sich der Bundesrat der Kommissionsformulierung an. Wortlaut der Motion Der Bundesrat wird eingeladen, die Revision des Strafge-

M. Aubert: A propos de l'alinéa 2: J'ai appris que le Conseil setzbuches, mit der die allgemeine Einführung von Alterna-

fédéral se ralliait à la version de la commission. Je maintiens tivstrafen ermöglicht werden soll, zu beschleunigen.

le grief de nature formelle que j'ai exposé hier. Je souhaite vivement que la commission de la deuxième Chambre s'oc- Texte de la motion

cupe de cette question rédactionnelle car on ne comprend Le Conseil fédéral est invité à accélérer la revision du code

plus, en français, le sens de cet alinéa. Le texte est trop pénal permettant la généralisation des peines de substitu-

court. tion.

Angenommen - Adopté Andermatt, Berichterstatter: Diese Motion des Nationalrates wurde von der Petitionskommission behandelt. Der Natio- Art. 3 nalrat hat am 21. Juni 1985 die Motion betreffend Alternativ- Antrag der Kommission strafen ohne Gegenstimme und im Einverständnis mit dem Mehrheit Bundesrat an den Bundesrat überwiesen. Mit der Motion Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates wird der Bundesrat beauftragt, die Revision des Strafgesetz- Minderheit (Bührer, Piller) buches, mit der die allgemeine Einführung von Alternativ- Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die strafen ermöglicht werden soll, zu beschleunigen. Den Volksinitiative anzunehmen. Motionären schwebt vor, die beiden sich sehr positiv auswirkenden Institute des bedingten Strafvollzuges und der Art. 3 bedingten Entlassung zu verbessern. Vor allem sollen die Proposition de la commission Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Straf- Majorité vollzugs und der bedingten Entlassung grosszügiger ausge- Adhérer au projet du Conseil fédéral staltet werden. Minorité (Bührer, Piller) Die Petitionskommission kann sich den Anliegen der Motion L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux cananschliessen. Wir sind allerdings der Meinung, dass nicht tons d'accepter l'initiative populaire. einzelne Sanktionen übereilt in den strafrechtlichen Sanktionenkatalog eingeführt werden sollten. Die Begehren der Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit Initiative sind im Interesse eines dauerhaften und kohären- Adopté selon la proposition de la majorité ten Sanktionssystems vielmehr im Rahmen der Gesamtrevision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches zu ver- Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble wirklichen.

In diesem Sinne empfiehlt Ihnen die Petitionskommission Für Annahme des Beschlussentwurfes 31 Stimmen einstimmig, die Motion des Nationalrates an den Bundesrat Dagegen 6 Stimmen zu überweisen.

Bundesrätin Kopp: Mit der Annahme der Motion hat der Bundesrat bereits klar gemacht, dass er mit dem Inhalt

B. Obligationenrecht (Miete und Pacht) einverstanden ist, hingegen lässt sich der Allgemeine Teil

C. Bundesgesetz über Massnahmen gegen Missbräuche zeitlich nicht vorziehen. Wir haben letzte Woche den Vorentim Mietwesen wurf erhalten. Eine interne Arbeitsgruppe wird diesen bis

B. Code des obligations (bail à loyer et bail à ferme) 1986 überarbeiten, dann kommt die Phase der Experten-

C. Loi fédérale instituant des mesures contre les abus kommission und anschliessend die Ausarbeitung der Botdans le secteur locatif schaft. Wir können also nicht vor 1990 damit rechnen, dass der Allgemeine Teil des StGB in Kraft treten wird. Antrag der Kommission Die Aenderung der Sanktionen muss selbstverständlich dem Die Verhandlungen werden ausgesetzt bis zur Volksabstim- Parlament vorbehalten bleiben, deswegen können wir nicht mung. neue Sanktionen einführen. Hingegen besteht gemäss Arti- Proposition de la commission kel 397bis Absatz 4 StGB die Möglichkeit, dass in den Kanto-

Les délibérations sont suspendues jusqu'à la votation popunen versuchsweise gewisse Vollzugsformen durchgeführt

laire. werden können. Mein Departement hat nun dem Bundesrat

5. Dezember 1985 655 PTT. Voranschlag 1986

eine Verordnung unterbreitet, wonach Gefängnisstrafen bis tives qui existent déjà et d'accélérer les travaux en vue de la

zu sechs Monaten als Halbgefangenschaft durchgeführt révision de cette loi. Elle pense pourtant qu'il ne serait pas

werden können. Damit kommen wir auch dem Wunsch der judicieux de créer précipitamment des sanctions et de les

Motion ein Stück weit entgegen, insofern wir die Kompetenz insérer dans le catalogue des sanctions pénales existantes.

auf der Grundlage des geltenden Rechts haben. Wenn der Dans l'intérêt d'un système de sanctions cohérent et dura-

Bundesrat dieser Verordnung zustimmt, wird diese bereits ble, les voeux des initiants devraient plutôt être réalisés dans

auf den ersten Januar 1986 in Kraft treten. Ich bin also bereit, le cadre de la révision totale de la partie générale du code

die Motion entgegenzunehmen. pénal.

2. En adoptant la motion du Conseil national, le Conseil Präsident: Die Kommission beantragt Ueberweisung der donnera satisfaction aux initiants. Motion. Der Bundesrat ist bereit, die Motion anzunehmen. Wird die Motion bestritten? - Das ist nicht der Fall. Antrag der Kommission Abschreiben Ueberwiesen - Transmis Proposition de la commission Classer

Andermatt, Berichterstatter: Die Standesinitiative des Kantons Genf betrifft die gleiche Materie wie die Motion, die wir #ST# 85.203 soeben überwiesen haben. Aufgrund des Resultates der Initiative des Kantons Genf soeben durchgeführten Abstimmung - Ueberweisung der Motion - beantragen wir Ihnen, die Standesinitiative des StGB. Alternativstrafen Kantons Genf abzuschreiben. Initiative du canton de Genève Code pénal. Peines de substitution Präsident: Die Kommission beantragt Abschreibung der Initiative. Wird das bestritten? - Das ist nicht der Fall.

Abgeschrieben - Classé

Wortlaut der Initiative vom 26. Juni 1985 In seiner Sitzung vom 15. Februar 1985 hat der Grosse Rat des Kantons Genf eine Motion angenommen, die den Staatsrat auffordert, von seinem Vorschlagsrecht bei den eidgenössischen Räten Gebrauch zu machen, um die Ein- #ST# 85.056 führung von Alternativstrafen ins schweizerische Strafrecht PTT. Voranschlag 1986 zu fördern. In dieser Hinsicht wäre es dringend nötig, die beiden sehr PTT. Budget 1986 positiven und bewährten Institute des bedingten Strafvollzugs und der bedingten Entlassung zu verbessern. Vor Botschaft und Beschlussentwurf vom 16. Oktober 1985 allem sollten die Voraussetzungen für die Gewährung des Message et projet d'arrêté du 16 octobre 1985 bedingten Stafvollzugs und der bedingten Entlassung Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern grosszügiger ausgestaltet werden (Art. 38 und 41 StGB). S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse 21, Berne Texte de l'initiative du 26 juin 1985 Dans sa séance du 15 février 1985, le Grand Conseil genevois a adopté une motion invitant le Conseil d'Etat à faire usage de son droit d'initiative auprès des Chambres fédérales en vue de favoriser l'introduction de peines de substi- Eintreten ist obligatorisch tution dans le système pénal suisse. L'entrée en matière est acquise de plein droit A cet égard, il serait urgent d'améliorer le fonctionnement de deux institutions très positives qui ont fait leurs preuves, Detailberatung - Discussion par articles à savoir le sursis à l'exécution de la peine et la libération conditionnelle. En particulier, les conditions mises à l'octroi A. du sursis et à la libération conditionnelle mériteraient d'être Voranschlag der Erfolgsrechnung assouplies (art. 38 et 41 CPS). Budget du compte des résultats

M. Andermatt présente au nom de la commission des péti- Betriebsaufwand tions le rapport écrit suivant: 3 Personalaufwand Antrag der Kommission

1. Le 25 juin 1985, le Conseil d'Etat du canton de Genève a 31 Besoldungen, Gehälter, Löhne Franken déposé une initiative demandant aux Chambres fédérales de und Zulagen 3 098 460 000 favoriser l'introduction de peines de substitution dans le 33/34 Personalversicherung und andere système pénal suisse. Selon les autorités genevoises, il Sozialleistungen 522 197 000

serait urgent d'améliorer le fonctionnement de deux institu- Kürzung um insgesamt 29 Millionen infolge Reduktion der

tions très positives qui ont fait leurs preuves, à savoir le Stellenbegehren um 568 Einheiten sursis à l'exécution de la peine et la libération conditionnelle. En particulier les conditions mises à l'octroi du sursis Antrag Jelmini et à la libération conditionnelle mériteraient d'être assou- 31 3117000000 plies (art. 38 et 41 CPS). 33/34 523 957 000

La commission des pétitions a examiné le 11 novembre 1985 Kürzungen um insgesamt 8,7 Millionen infolge der Reduk-

l'initiative cantonale ainsi qu'une motion allant dans le tion der Stellenbegehren um 170 Einheiten même sens, adoptée sans opposition par le Conseil national et en accord avec le Conseil fédéral le 21 juin 1985. La Antrag Stucki commission partage l'avis selon lequel il est nécessaire 31 3085810000 d'introduire, dans le code pénal, de nouvelles alternatives Kürzung für Stellenbegehren gemäss Finanzkommission

aux peines privatives de liberté, de développer les alternades Ständerates und zusätzliche Kürzung um 12,65 Millio-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Nationalrates (Longet) Alternativstrafen. StGB-Revision

Motion du Conseil national (Longet) Peines de substitution. Révision du CPS

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Jahr 1985 Année Anno

Band V Volume Volume

Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale

Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 04 Séance Seduta

Geschäftsnummer 85.404 Numéro d'objet Numero dell'oggetto

Datum 05.12.1985 - 08:00 Date Data

Seite 654-655 Page Pagina

Ref. No 20 014 073

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