Government Motion for Electricity Legislation Declined as Premature
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court considered a motion to mandate the government to propose legislation for the rational use of electricity and the promotion of combined heat and power (CHP) generation, citing air pollution and forest dieback. The government, while acknowledging the potential of CHP and ongoing energy policy initiatives, argued that mandating legislation at this stage was premature as studies were still underway and might yield negative results. Therefore, the court declined to convert the motion into a binding order, opting instead to treat it as a postulate, allowing the government to continue its research and propose legislation only if the findings supported it.
Legislator-Regeste
KI-generiertPostulat Eppenberger-Nesslau; Government Motion for Electricity Legislation Declined as Premature: The government, while acknowledging the potential of CHP and ongoing energy policy initiatives, argued that mandating legislation at this stage was premature as studies were still underway and might yield negative results. Therefore, the court declined to convert the motion into a binding order, opting instead to treat it as a postulate, allowing the government to continue its research and propose legislation only if the findings supported it.
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KI-generiertThe postulate was accepted by the Federal Council, which means it was officially adopted and became part of the legislative process.
Volltext
19. September 1985 N 1455 Postulat Eppenberger-Nesslau
Weder-Basel: Angesichts der Luftverunreinigung und des Nationalrat Weder, der Wärme-Kraft-Kopplung, also nicht
Waldsterbens sollte man annehmen, dass von unserer höch- nur das zweite. Ich muss deshalb zur Frage der Wärme-
sten Instanz alles unternommen wird, um der Luftverunreini- Kraft-Kopplung nicht noch besonders Stellung nehmen.
gung Einhalt zu gebieten. Herr Dr. Wick empfiehlt dafür die Ich glaube somit, es wäre keine gute Politik, bei diesem
Wärme-Kraft-Kopplung, und er hat damit den wohl wesent- Stande der Arbeiten, die wir vor mehr als Jahresfrist in die
lichsten Punkt auf dem Sektor Energiesparen bzw. Wege geleitet haben, nun einen verbindlichen Auftrag an
Energieerzeugen angeschnitten. Bei der Wärme-Kraft-Kopp- den Bundesrat zu erteilen und damit eigentlich den Haupt-
lung wird ein Teil der erzeugten Wärme in Strom umgewan- entscheid vorwegzunehmen, bevor Sie auch nur die
delt, und der andere Teil wird zum Heizen eingesetzt. Es Entscheidungsgrundlagen haben, die der Bundesrat bereits
erfolgt also sozusagen eine doppelte Ausnützung. Man kann besitzt.
dieses Verfahren für grosse Wohnblöcke und für Quartier- Ich muss Sie deshalb bitten, die Motion abzulehnen.
fernheizsysteme verwenden. In der Regel müssen diese
Anlagen kleiner sein als 100 Megawatt thermisch, um wirt- Wick: In Anbetracht der Ausführungen von Herrn Bundesrat
schaftlich zu sein. In Basel haben wir eine solche Anlage im Schlumpf wäre ich mit einer Umwandlung in ein Postulat
Kunstmuseum eingerichtet. Herr Wick hat Ihnen gesagt, wie einverstanden.
erfolgreich wir damit umgehen.
Nun hat Herr Bundesrat Schlumpf auf die GEK hingewiesen Präsident: Nimmt der Bundesrat das Postulat an?
und den GEK-Bericht zitiert. Ich möchte dies auch tun, denn
die GEK hat den Firmen Basler und Hofmann sowie Sulzer Bundesrat Schlumpf: Ja.
den Auftrag erteilt, die Auswirkungen der Wärme-Kraft-
Kopplung zu untersuchen. Die entsprechende Studie Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
schätzt das technische Potential der Stromproduktion durch
Wärme-Kraft-Kopplung, das bis 1990 zusätzlich erschlossen
werden könnte, wenn rund 2500 solcher Anlagen eingeführt
würden - das würde pro Kanton und pro Jahr etwa 8 bis 10
Anlagen ausmachen -, auf 70 Prozent des Totalverbrauchs
an elektrischer Energie von 1981. Ein derart gewaltiges
Potential wartet hier der Ausnutzung. Hinter diesem Poten- #ST# 85.401
tial stecken auch Tausende und Abertausende von Arbeits-
Postulat Eppenberger-Nesslau
plätzen. Man sollte meinen, dass im Hinblick auf das Wald-
sterben in erster Linie dieses Potential ausgeschöpft würde, Sonnenenergie und andere
d. h., dass es vom Bund aus eingeleitet würde. erneuerbare Energien
Ich bitte Sie, angesichts der Bedeutung dieses Vorschlages Energie solaire et autres énergies renouvelables
von Herrn Dr. Wick, diesen als verbindlichen Auftrag, d. h.
als Motion, zu überweisen.
Bundesrat Schlumpf: Sie wissen, der Bundesrat war nach
der Verwerfung des Energieverfassungsartikels im Februar Wortlaut des Postulates vom 20. März 1985
1983 keineswegs untätig. Wir haben schon im Juli 1983 das
Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, wie die Nutzung der
sogenannte Multipack beschlossen. Wir haben das dann
Sonnenenergie und anderer erneuerbarer Energien in unse-
konkretisiert. Es ergingen inzwischen auch energiepolitisch
rem Land im Rahmen unserer Energiepolitik vermehrt geför-
wirksame Massnahmen im Umweltbereich (Beschlüsse vom dert werden kann.
12. März 1984 beispielsweise). Dann haben wir das Tätig- Vor allem sollte der Bund in seinem eigenen Bereich, d. h.
keitsprogramm Bund/Kantone mit den 21 Massnahmen in
bei Bundesbauten, PTT, SBB und militärischen Anlagen
die Wege geleitet. Das wurde von den Kantonen akzeptiert. beispielgebend vorangehen und Pilot- und Demonstrations-
Das ist im Gang mit bestimmten Terminen. Ich kann Ihnen anlagen verwirklichen. Ein Programm zu wärmetechnischen
übrigens nach vier Monaten sagen, dass die Sache läuft. Es
Sanierungen sollte konsequent verfolgt werden. Dafür soll-
kann eine ganz positive Zwischenbilanz vorgenommen ten in den nächsten zehn Jahren mindestens 5 Millionen
werden. Franken pro Jahr eingesetzt werden.
In diesem Zusammenhang haben wir auch die Frage des
Dadurch würden die Kantone und Gemeinden zu ähnlichen
Erlasses eines Elektrizitätswirtschaftsgesetzes abgeklärt. Leistungen angespornt und es würde ein wertvoller Beitrag
Wir haben diese Frage, wie das normal war, der Eidgenössi- zum kommerziellen Durchbruch dieser neuen Technologien
schen Energiekommission unter dem Präsidium von Herrn geleistet.
Caccia unterbreitet. Wir haben im Juni den Bericht erhalten.
Dieser Bericht ging an den Bundesrat. Er wurde publiziert. Texte du postulat du 20 mars 1985
Sie wissen, dass die Kommission Caccia mehrheitlich den Le Conseil fédéral est prié d'étudier, au titre de notre politi-
Erlass eines solchen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes que énergétique, les moyens de promouvoir davantage l'uti-
ablehnt. Der Bundesrat hat zu diesem Bericht noch nicht lisation de l'énergie solaire et d'autres énergies renouvela-
Stellung genommen. Das ist jetzt in Bearbeitung. bles.
Nun ist in bezug auf diese Motion von Nationalrat Wick zu L'Etat fédéral devrait donner l'exemple en recourant à des
beachten, dass, wenn sie überwiesen würde-wir bitten Sie, installations pilotes dans son propre secteur, c'est-à-dire
das nicht zu tun -, der Bundesrat verpflichtet wäre, Ihnen ein dans les édifices de l'administration, des PTT, des CFF et
solches Gesetz vorzulegen, auch dann, wenn die jetzt im des établissements militaires. Il devrait en particulier mettre
Gange befindlichen Arbeiten, gestützt auf die vorhandenen en œuvre un programme d'assainissement thermique. Il
Entscheidungsgrundlagen, ergeben sollten, dass insgesamt faudrait à cet effet investir au moins 5 millions de francs par
das Resultat negativ wäre. Ich kann auch hier nur sagen: an ces dix prochaines années.
Das wäre wirklich keine gute Politik. Sie können sich darauf Un tel plan inciterait les cantons et les communes à des
verlassen, dass, wenn das Ergebnis der Prüfung für eine efforts similaires et donnerait un élan appréciable à la pro-
solche Vorlage spricht, wir sie auch bringen werden. Wir motion commerciale de ces nouvelles technologies.
haben dazu übrigens noch das Postulat von Herrn Petit-
pierre, das in die gleiche Richtung geht. Mitunterzeichner-Cosignataires: huer, Blocher, Cavadini,
Ich möchte dazu heute weder positiv noch negativ Stellung de Chastonay, Chopard, Eggli-Winterthur, Fischer-Hägglin-
nehmen. Es ist verfrüht. Die Motion von Nationalrat Wick gen, Früh, Hari, Jeanneret, Mühlemann, Müller-Meilen, Nebi-
verlangt eben ausdrücklich die Vorlage eines Gesetzes zur ker, Nef, Ogi, Petitpierre, Reich, Rutishauser, Schule, Spalti,
rationellen Elektrizitätsverwendung und zur Förderung, Thévoz, Villiger (22)
Postulat Eppenberger-Nesslau 1456 N 19 septembre 1985
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, dieses Postulat anzu-
nehmen. Wird es aus der Mitte des Rates bekämpft? - Das
ist nicht der Fall.
Überwiesen - Transmis
Schluss der Sitzung um 12.20 Uhr
La séance est levée à 12 h 20
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Eppenberger-Nesslau Sonnenenergie und andere erneuerbare Energien
Postulat Eppenberger-Nesslau Energie solaire et autres énergies renouvelables
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.401
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.09.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1455-1456
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Pagina
Ref. No 20 013 712
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