Federal Council Liability for Pay-TV Damages Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council stated that the conditions for holding the Confederation liable for damages were not met, as the applicants could pursue their rights in the Federal Court. The Federal Council's response indicated that while a Swiss pay-TV service relies on foreign content, key programming decisions must remain in Switzerland and Swiss cultural output, particularly films, must be adequately considered. Regarding subscriber numbers, it was reported that approximately 10,000 Swiss households subscribed to the service by late December 1985, with no paying subscribers in Germany or Austria at that time.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 13 Absatz; Federal Council Liability for Pay-TV Damages Case: The Federal Council's response indicated that while a Swiss pay-TV service relies on foreign content, key programming decisions must remain in Switzerland and Swiss cultural output, particularly films, must be adequately considered. Regarding subscriber numbers, it was reported that approximately 10,000 Swiss households subscribed to the service by late December 1985, with no paying subscribers in Germany or Austria at that time.
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KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
4. Oktober 1985 N 1855 Interpellation Stappung
l'ensemble de leurs frais et de les indemniser d'une manière ein, wenn die Programmierung durch US-amerikanische
convenable? Filmhändler über die deutschen Medienriesen diktiert wird?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, 4. Wie viele zahlende Abonnenten hatte der Teleclub Ende
Februar 1985 (allenfalls Ende 1984)
Bäumlin, Bircher, Borei, Braunschweig, Brélaz, Bundi,
Christinat, Clivaz, Deneys, Dünki, Fankhauser, Friedli, Gren- a. in der Schweiz?
delmeier, Jaeger, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Soleure, Lon- b. in der Bundesrepulik Deutschland?
get, Loretan, Maeder-Appenzell, Mauch, Meizoz, Meyer- c. in Österreich?
Berne, Morf, Müller-Argovie, Nauer, Oester, Petitpierre, Pini,
Pitteloud, Rebeaud, Reimann, Renschler, Robert, Rauch- Texte de l'interpellation du 18 mars 1985
Zuchwil, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Weber Monika, Comme on a pu le lire dans la presse, on a constaté dans le
Zehnder (41) domaine de la télévision par abonnement (Pay-TV) certains
développements fâcheux, qui ont radicalement modifié les
Schriftliche Begründung - Développement par écrit bases sur lesquelles la concession avait été accordée. Cela
L'auteur renonce à un développement et demande une m'amène à poser aux Conseil fédéral les questions sui-
réponse écrite. vantes:
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates 1. La collaboration prévue, ou déjà effectuée, avec les
vom 22. Mai 1985 grandes maisons d'édition allemandes Bertelsmann et
Springer ainsi qu'avec, d'une part, le distributeur de films
Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 mai 1985 Léo Kirch et, d'autre part, la SA Pay-Sat (SA Rediffusion,
Après avoir examiné la demande de dommages-intérêts de SSR, SA Tel-Sat, SA Telesystems et financiers étrangers),
l'Association pour la sauvegarde de la Croix-de-Cœur et menace de provoquer un transfert de la programmation du
consorts, le Conseil fédéral a estimé que les conditions Teleclub à l'étranger. Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas que
légales pour que la responsabilité de la Confédération soit la situation a complètement changé, que les conditions qui
engagée n'étaient pas remplies. avaient à l'époque décidé de l'attribution de cette conces-
Il a par conséquent répondu négativement aux demandeurs sion ne sont plus remplies et que, par conséquent, on
en leur précisant qu'ils avaient la possibilité de faire valoir devrait la retirer à l'association suisse qui en est titulaire?
leurs droits devant le Tribunal fédéral. 2. Depuis l'octroi de la consession en septembre 1983, qu'a
Abstimmung - Vote entrepris le Teleclub pour réaliser les objectifs visant à
«assurer la présence culturelle de la Suisse à l'étranger»?
Für den Antrag auf Diskussion Mehrheit
Quels moyens a-t-on utilisés pour développer la création de
Dagegen Minderheit
films suisses? Quels longs métrages et quelles autres pro-
ductions cinématographiques suisses a-t-on inclus dans le
programme du Teleclub?
3. Que pense le Conseil fédéral de l'avenir de la production
cinématographique suisse chez Teleclub, si la programma-
tion est dictée par l'industrie du film des Etats-Unis par
85.389
#ST#
l'intermédiaire des gigantesques médias de la RFA?
Interpellation Stappung 4. Combien d'abonnés payants le Teleclub comptait-il à la
Abonnementsfernsehen Pay-TV fin de février 1985 (le cas échéant, à la fin de 1984):
Télévision par abonnement a. En Suisse?
b. En République fédérale d'Allemagne?
c. En Autriche?
Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Braun-
schweig, Euler, Leuenberger-Solothurn, Morf, Rohrer, Rubi,
Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1985 Stamm Walter, Zehnder (10)
Wje der Presse zu entnehmen ist, sind beim Abonnements-
fernsehen (Pay-TV) folgenschwere Entwicklungen eingelei- Schriftliche Begründung - Développement par écrit
tet worden, welche die Grundlage für die seinerzeitige Kon-
zessionierung massiv verändern. Laut Pressemeldungen wollen die Firmen Bertelsmann und
Ich stelle deshalb dem Bundesrat folgende Fragen: Springer sowie Beta-Taurus (Leo Kirch) ein deutschsprachi-
ges Pay-TV-Programm mit dem Namen Teleclub ausstrah-
1. Mit der vorgesehenen oder bereits praktizierten Zusam- len. Bei diesem Projekt soll die Schweizer Pay-Sat AG, an
menarbeit der deutschen Grossverlage Berteismann und der Kirch beteiligt ist, als Spenderin sowohl des Namens für
Springer sowie des Filmgrosshändlers Leo Kirch einerseits das Programm wie des benötigten Satellitenkanals auf dem
und der Schweizerischen Pay-Sat AG (Rediffusion, SRG, Fernmeldesatelliten ECS F 1 auftreten. Damit sind die hoch-
Telsat, Telesystem und ausländischen Kapitalgebern) ande- fliegenden Pläne der Rediffusion AG, einer schweizerisch-
rerseits droht eine Verlegung der Programmierung des Tele- amerikanischen Firma, das deutschsprachige Abonne-
clubs ins Ausland. mentsfernsehen aufzubauen, wohl bereits beerdigt.
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass damit eine Entgegen den Warnung aus den Kreisen des Schweizer
wesentliche Änderung eingetreten und die Voraussetzun- Films, der Journalisten und weiterer Interessierter hat der
gen für die seinerzeitige Konzessionserteilung nicht mehr Bundesrat im September 1983 das unrealistische Projekt
gegeben sind und damit der schweizerischen Trägerschaft abgesegnet. Der Öffentlichkeit wurde es unter dem Titel
für ein Abonnementsfernsehen die Konzession entzogen «Darstellung der Schweiz im benachbarten Ausland»
werden müsste? (EVED-Generalsekretär Fritz Mühlemann an der Eröffnung
2. Wie hat der Teleclub seit Konzessionserteilung im Sep- des Pay-Sat vom 3. Mai 1984) verkauft.
tember 1983 die in der Konzession formulierten Ziele der Inzwischen hat Pay-Sat-Partner Kirch - offenbar ohne Wis-
«Wahrung der kulturellen Präsenz im Ausland» in die Tat sen der Rediffusion - die Zusammenarbeit mit Springer
umgesetzt? Mit welchen Mitteln ist das schweizerische Film- und Bertelsmann beschlossen. Ziel ist es, über den schwei-
schaffen gefördert worden? Welche Schweizer Spielfilme zerischen ECS-Kanal das durch die deutschen Medien-
und welche anderen schweizerischen Filmproduktionen giganten beherrschte Teleclub-Programm auszustrahlen. Es
wurden ins Teleclub-Programm aufgenommen? wäre blauäugig anzunehmen, dass der Teleclub weiter in
3. Wie schätzt der Bundesrat die Berücksichtigung des Zürich bzw. durch eine schweizerisch beherrschte Firma
einheimischen Filmschaffens beim Teleclub in der Zukunft programmiert werden könnte; die deutschen Eigner werden
Interpellation Müller-Meilen 1856 N 4 octobre 1985
diese wichtige Tätigkeit selber kontrollieren und ausüben Abstimmung - Vote
wollen. Unrealistisch wäre es aber auch, wenn die Schwei- Für den Antrag auf Diskussion Mehrheit
zer ihren Teleclub allein weiterbetreiben wollten; ihnen wür- Dagegen Minderheit
den schlicht die Filme fehlen, um im Wettbewerb bestehen
zu können.
Damit fällt das schweizerische Pay-TV-Kartenhaus zusam-
men. Die Grundlagen für die Konzession haben sich so stark
geändert, dass fraglich ist, wie die Konzessionsbestimmun-
gen überhaupt noch erfüllt werden können. Der Versuch ist
gescheitert, noch bevor er richtig begonnen hat. #ST# 85.474
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Interpellation Müller-Meilen
vom 11. September 1985 SRC-Struktur
Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 septembre 1985 Organisation de la SSR
1. Aufgrund verschiedener Presseberichte hat die Auf-
sichtsbehörde die Schweizerische Trägervereinigung für
Abonnementsfernsehen (STA) bereits am 12. März 1985
gebeten, das EVED über diesen Vorgang näher zu orientie-
ren. Gleichzeitig hat das Departement der STA in Erinne- Wonlaut der Interpellation vom 17. Juni 1985
rung gerufen, dass nach Konzession allein der STA die Nach der TV-Panne am Abend des Brüsseler Fussball-Cupfi-
konzessionsrechtliche Verantwortung zukommt und nur die nals in Brüssel hat der Generaldirektor der Schweizerischen
Pay-Sat AG die Entscheidungen über die Programmierung Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), Leo Schürmann, in
treffen kann. Weder der schweizerischen Teleclub AG noch einem Interview in der «Schweizer Illustrierten» die SRG
irgendeinem ausländischen Unternehmen komme aus die- «als Ganzes eine unmögliche Konstruktion» genannt. Er
ser Sicht konzessionsrechtliche Entscheidungskompetenz könne unmöglich für die einzelnen Programme oder für den
zu. Stil verantwortlich gemacht werden; der Generaldirektor sei
In ihrer Antwort teilte die STA mit, dass die Pay-Sat AG mit für die Strategie verantwortlich, die Regionen machten die
der Teleclub AG Zürich einen Zusammenarbeits- und Pro- Programme. Gemäss Artikel 11 der Konzession ist der Gene-
grammlieferungsvertrag abgeschlossen habe. Das Aktienka- raldirektor «mit der allgemeinen Leitung des Programm-
pital der Teleclub AG gehört zu 60 Prozent der Rediffusion dienstes» betraut; er hat über die «Zulässigkeit der Darbie-
und zu 40 Prozent der der deutschen Firma Taurus. Weiter tungen» zu wachen.
habe die Pay-Sat AG beschlossen, mit der Teleclub GmbH In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat fol-
München einen Rahmensignal-Anlieferungsvertrag abzu- gende Fragen:
schliessen. Aufgabe dieser Firma sei es, den deutschen Teilt der Bundesrat die Auffassung von der SRG als «einer
Kabelbetrieben das Signal zu liefern. unmöglichen Konstruktion»?
Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein schweizeri- Wer ist dem Bundesrat gegenüber neben dem Generaldirek-
sches Abonnementsfernsehen ohne eine grosse Anzahl aus- tor für die Einhaltung des Verfassungsauftrages und der
ländischer Spielfilme nicht betrieben werden kann. Dies gilt Konzessionsbestimmungen verantwortlich?
um so mehr, wenn der schweizerische Veranstalter die Stehen dem Generaldirektor genügend Möglichkeiten und
Absicht hegt, sein Angebot auch im Ausland zu verkaufen. Instrumente zur Verfügung, um diese Verantwortung wahr-
Vertragliche Bindungen und Beteiligungen ausländischer zunehmen? Werden diese Verantwortungen in ausreichen-
Rechtsinhaber lassen sich nicht vermeiden. Wichtig ist, dass dem Masse vom Generaldirektor einerseits und vom Zentral-
die wesentlichen Programmierungsentscheide in der vorstand der SRG als Kontrollorgan andererseits wahrge-
Schweiz und von schweizerisch beherrschten Organisatio- nommen?
nen gefällt werden und auch schweizerisches Kulturschaf- Inwiefern sind die Regionalgenossenschaften dem Bundes-
fen, insbesondere der Schweizer Film, berücksichtigt wird. rat gegenüber für die Einhaltung von Verfassung und Kon-
2. Der Bundesrat erinnert daran, dass die STA die konzes- zession mitverantwortlich?
sionsrechtliche Pflicht hat, zwei Jahre nach Betriebsauf- Besteht zwischen den grossen Kompetenzen der Regional-
nahme Bericht zu erstatten. Inhalt und Gestaltung dieses genossenschaften in der Besetzung leitender Posten und
Berichts haben sich nach den Weisungen des EVED zu ihrer Verantwortung im ganzen der SRG nicht eine Diskre-
richten. Nach Artikel 13 Absatz 2 der Konzession muss die panz?
STA bei dieser Gelegenheit unter anderem über die bishe- Hält der Bundesrat die Trägergenossenschaften als Sprach-
rige Verbreitung von Schweizer Filmen Auskunft geben. rohr der Zuhörer und Zuschauer in der heutigen Organisa-
Sollte sich dabei erweisen, dass der Schweizer Film nicht tion der Regionalgenossenschaften für genügend ver-
genügend berücksichtigt wurde, wird man den Gründen treten?
nachzugehen haben. Sollte sich erweisen, dass die STA Texte de l'interpellation du 17 juin 1985
vorhandene Möglichkeiten ungenügend ausschöpft, so Après le couac de la TV (suisse alémanique) au soir de la
kann das EVED nach Rücksprache mit dem EDI die Aus- finale de la coupe de football à Bruxelles, le directeur
strahlung einer bestimmten Anzahl von Schweizer Filmen général de la Société suisse de radiodiffusion et télévision
verlangen. (SSR), M. Leo Schürmann, s'exprimant dans une interview
Die unter Ziffer 2 der Interpellation gestellten Fragen wird publiée par la «Schweizerische Illustrierte», a qualifié ladite
man beantworten können, sobald der erwähnte Bericht vor- SSR, considérée comme un tout, de construction (ou d'édi-
liegt. fice) impossible, («als Ganzes eine unmögliche Kon-
3. Das Abonnementsfernsehen ist auf ausländische Produk- struktion»). On ne saurait le rendre responsable de tous les
tionen angewiesen. Was man hingegen verlangen kann, ist, programmes ou du style; le directeur général est responsa-
neben dem internationalen Film das schweizerische Film- ble de la stratégie, tandis que les sociétés régionales font les
schaffen angemessen zu berücksichtigen. Ob diese Zielset- programmes. Selon l'article 11 de la concession, «la direc-
zung erreicht wird, lässt sich wie erwähnt zurzeit noch nicht tion générale du service des programmes est confiée au
beurteilen. directeur général de la SSR. Celui-ci s'assure que les pro-
4. Auch diese Frage wird der genannte Bericht zu beant- ductions diffusées sont licites».
worten haben. Dem Vernehmen nach haben bis Ende Cela étant, je pose au Conseil fédéral les questions sui-
Dezember 1985 etwa 10 000 schweizerische Haushalte das vantes:
Programm der Pay-Sat AG abonniert. In Deutschland und A son avis, la SSR est-elle vraiment une «construction im-
Österreich gibt es noch keine zahlenden Abonnenten. possible»?
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Stappung Abonnementsfernsehen Pay-TV
Interpellation Stappung Télévision par abonnement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.389
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1855-1856
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Pagina
Ref. No 20 013 804
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