Nuclear Energy and Rhine Hydropower: Regional Differences and Federal Council Stance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council addressed two interpellations concerning regional differences in attitudes towards nuclear energy and the development of Rhine hydropower plants. Regarding nuclear energy, the Council stated that regional acceptance varies, similar to other large projects, and referred to existing studies on public opinion and the challenges of balancing national interests with local concerns, declining to implement preferential treatment or specific financial incentives for "nuclear-friendly" regions. For the Rhine hydropower project, the Council affirmed the need for thorough environmental impact assessments, consideration of affected local authorities and populations, and consultation with Austria regarding the shared Rhine regulations, emphasizing that any concession would require an international treaty between Switzerland and Liechtenstein, subject to parliamentary approval and potentially a referendum.
Legislator-Regeste
KI-generiertArtikel 9 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz, Artikel 89 Absatz 3 Buchstabe der Bundesverfassung; Nuclear Energy and Rhine Hydropower: Regional Differences and Federal Council Stance: Regarding nuclear energy, the Council stated that regional acceptance varies, similar to other large projects, and referred to existing studies on public opinion and the challenges of balancing national interests with local concerns, declining to implement preferential treatment or specific financial incentives for "nuclear-friendly" regions. For the Rhine hydropower project, the Council affirmed the need for thorough environmental impact assessments, consideration of affected local authorities and populations, and consultation with Austria regarding the shared Rhine regulations, emphasizing that any concession would require an international treaty between Switzerland and Liechtenstein, subject to parliamentary approval and potentially a referendum.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court ordered an environmental impact assessment according to this article.
Used to determine that international treaties on water power utilization require approval by the Federal Assembly and are subject to the optional referendum.
Volltext
21. Juni 1985 N 1281 Interpellation Rohrer
den sollten, um allen an einer Teilnahme an diesem Versuch population à l'égard de l'atome? Ce rapport devrait exposer
interessierten Informationslieferanten den Zugang zu clairement les motifs des différentes attitudes et la manière
ermöglichen. Die PTT beabsichtigten im übrigen jedoch dont elles se manifestent.
auch beim Videotex nicht, die RSAG bevorzugt zu behan- 3. Envisage-t-il de donner des instructions ou tout au moins
deln. des recommandations aux sociétés suisses d'électricité
pour qu'elles accordent des faveurs aux régions se mon-
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- trant accueillantes à l'égard des installations nucléaires, par
rates teilweise befriedigt. exemple sous forme de courant à des tarifs plus bas ou de
garantie des droits acquis à l'intention des consommateurs
d'électricité?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
#ST# 84.558 eine schriftliche Antwort.
Interpellation Humbel Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Kernenergiefreundliche Regionen. vom 3. Dezember 1984
Vorzugsbehandlung Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 décembre 1984
Régions favorables à l'énergie nucléaire. Es trifft zu, dass Kernanlagen in regional unterschiedlicher
Weise akzeptiert werden. Diese Erscheinung ist jedoch nicht
Traitement préférentiel auf das Gebiet der Kernenergie beschränkt, sondern zeigt
sich auch im Zusammenhang mit anderen grossen Vorha-
ben. Periodisch wird denn auch die Frage aufgeworfen, ob
nicht die regionale Bereitschaft gefördert werden sollte, im
nationalen Interesse liegende Aufgaben auch dann zu über-
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1984 nehmen, wenn sie nicht mit Annehmlichkeiten verbunden
Wir stellen in unserem Land ein Phänomen fest: Auf der sind. Auch im Nationalrat wurden Überlegungen dieser oder
einen Seite haben wir Regionen, in denen Kernanlagen ähnlicher Art schon verschiedentlich angestellt. Zur Beant-
verschiedener Art ohne Widerstände geduldet werden und wortung der Fragen 1 und 3 verweisen wir deshalb auf
die Bevölkerung vollstes Vertrauen in diese Anlagen hat. Auf unsere Antwort auf die Interpellation 83.533 (Keller) betref-
der anderen Seite gibt es Regionen, die Kernanlagen (selbst fend nationale und lokale Interessen. Ergänzend dazu und
wenn es nur um Versuchsbohrungen der NAGRA geht) mit auch als Antwort auf Frage 2 verweisen wir auf bereits
aller Vehemenz (zum Teil mit illegalen Mitteln) bekämpfen. vorhandene Untersuchungen, insbesondere auf die Studie
Seit einiger Zeit stellt sich das Problem, ob kernenergie- des Soziologischen Institutes der Universität Zürich und des
freundliche Regionen in irgendeiner Form begünstigt wer- Département de science politique der Universität Genf, wel-
den sollten. In diesem Zusammenhang stelle ich an den che in Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Umwelt-
Bundesrat folgende Fragen: schutz und Energiewirtschaft in den Jahren 1981 bis 1983
1. Ist der Bundesrat bereit, Vorkehren (bezüglich Recht, entstanden ist («Lebensqualität im Wandel»).
Verwaltung usw.) in die Wege zu leiten und Massnahmen zu Aussagen zur Einstellung der Bevölkerung zur Kernenergie
treffen, damit die positiven Regionen bzw. die betreffende enthalten auch:
Bevölkerung irgendwelche Vorteile erhalten könnten (z. B. - Explora AG: Repräsentativbefragung der Schweizer
Steuererleichterungen usw.)? Bevölkerung über Energiekonsum, Energieversorgung und
2. Ist der Bundesrat bereit, einen Bericht auszuarbeiten und Energiepolitik, Schriftreihe der Kommission für die Gesamt-
Untersuchungen anzustellen, weshalb wir in unserem Land energiekonzeption, Nr. 9, 1976;
solch divergierende Regionen haben? In diesem Bericht - Schweizerische Gesellschaft für praktische Sozialfor-
sollten auch die Gründe, das Warum und Wie, deutlich schung, Universität Bern, Forschungszentrum für schweize-
aufgezeigt werden! rische Politik: Analyse der eidgenössischen Abstimmungen
3. Ist der Bundesrat auch bereit, die schweizerische Elektri- vom 18. Februar 1979 und 27. Februar 1983 (VOX-Analysen);
zitätswirtschaft anzuweisen, zum mindesten Empfehlungen - H.P. Kriesi, AKW-Gegner in der Schweiz, 1982 (untersucht
abzugeben, um kernenergiefreundlichen Regionen bzw. der wird vor allem die Region Graben).
Bevölkerung in irgendeiner Form irgendwelche Begünsti- Weitere Untersuchungen drängen sich heute nicht auf.
gungen zukommen zu lassen (billigeren Strom, Besitz-
standsgarantie für Strombezüger)? Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1984 rates nicht befriedigt.
Nous constatons que, dans notre pays, il y a d'une part des
régions où les installations nucléaires les plus diverses sont
parfaitement acceptées et où ia population a une pleine
confiance dans la sécurité de ces dispositifs, alors que
d'autres régions combattent avec la plus grande véhémence #ST# 85.352
- et parfois avec des moyens illégaux- les moindres travaux Interpellation Rohrer
en rapport avec l'énergie nucléaire, même lorsqu'il s'agit de Rheinkraftwerke Schweiz/Liechtenstein
simples forages envisagés par la CEDRA.
Pourquoi dans ces conditions ne pas accorder certaines Centrales électriques du Rhin
faveurs aux régions qui accueillent l'activité nucléaire sous Suisse/Liechtenstein
une forme ou une autre? Je prie le Conseil fédéral de
répondre à ce sujet aux questions suivantes:
1. Entend-il prendre des mesures juridiques, administra-
tives ou autres pour que les régions accueillantes à l'égard
de l'énergie nucléaire bénéficient de certains avantages, par Wortlaut der Interpellation vom 4. März 1985
exemple des allégements fiscaux? Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender
2. Est-il disposé à organiser des enquêtes et à établir un Fragen:
rapport analysant les causes pour lesquelles notre pays 1. Ist er bereit, bei der Beurteilung der Vernehmlassung des
présente des différences si marquées dans l'attitude de la Regierungsrates des Kantons St. Gallen die Meinung von
161-N
Interpellation Rohrer 1282 N 21 juin 1985
Behörden, Institutionen und Bevölkerung der betroffenen 1985 gingen 310 Einsprachen ein, worunter auch von sämtli-
Region Werdenberg und Sarganserland angemessen zu be- chen betroffenen schweizerischen Gemeinden.
rücksichtigen? Die Einsprecher befürchten vor allem eine Beeinträchtigung
2. Ist er bereit, vom Regierungsrat des Kantons St. Gallen der Grundwasservorkommen, die zu den bedeutendsten der
eine gründliche Untersuchung aller offenen Fragen und Schweiz gehören und eine Trinkwasserreserve von über-
Probleme durch kompetente Fachstellen und neutrale regionaler Bedeutung bilden.
Experten zu verlangen? Die offiziellen Stellen des Fürstentums Liechtenstein stehen
dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber. Der Produk-
3. Ist er bereit, eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach
tionsanteil von 50 Prozent würde zu einer weitgehenden
Artikel 9 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz zu
Unabhängigkeit des Fürstentums in der elektrischen
veranlassen?
Energieversorgung führen. Man befürchtet, dass das Land
4. Ist er bereit zu untersuchen, ob die geplante Wasserkraft- Liechtenstein als autonomer Staat im weiteren Verfahren
nutzung das schweizerisch-österreichische Regulierwerk eine bedeutend stärkere Stellung einnehmen wird, als die
berührt oder nicht, und billigt er Österreich ein Mitsprache- gegenüberliegende Region Werdenberg, obschon diese an
recht zu? Fläche und Bevölkerung etwa gleich gross ist.
5. Wie gedenkt er im Falle einer Konzessionserteilung das
Verhältnis mit dem Fürstentum Liechtenstein zu regeln? Ist Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
ein Staatsvertrag vorgesehen, der der Zustimmung der Bun- vom 15. Mai 1985
desversammlung unter Vorbehalt des fakultativen Referen- Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 mai 1985
dums bedürfte? Zu 1. Behörden, Institutionen und Bevölkerung der betrof-
fenen Region haben Gelegenheit, sich im Rahmen der
Texte de l'interpellation du 4 mars 1985 gesetzlich vorgesehenen Verfahren zu äussern. Dazu gehört
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- namentlich die vor kurzer Zeit abgeschlossene öffentliche
vantes: Auflage mit anschliessender Einsprachenbehandlung. Die
1. Le gouvernement est-il prêt, lorsqu'il examinera la Ergebnisse dieses Verfahrens bilden Bestandteil der Mei-
réponse donnée par le Conseil d'Etat du canton de Saint- nungsbildung und werden entsprechend berücksichtigt.
Gall dans le cadre de la procédure de consultation, à tenir Zu 2. Die Federführung für die Behandlung des Konzes-
équitablement compte de l'avis des autorités, des institu- sionsgesuches liegt beim Bund. Zusätzliche Untersuchun-
tions et de la population de la région touchée de Werden- gen werden nach Anhören der Regierung des Kantons
berg et du Sarganserland? St. Gallen und in Zusammenarbeit mit dem Fürstentum
2. Est-il disposé à exiger du canton de Saint-Gall qu'il fasse Liechtenstein angeordnet. Der Bundesrat wird über das
examiner de manière approfondie, par des services spécia- Gesuch erst entscheiden, wenn die nötigen Entscheidungs-
lisés compétents et des experts neutres, tous les problèmes grundlagen vorliegen.
et questions qui n'ont pas encore trouvé de réponse? Zu 3. Ja.
3. Est-il prêt à ordonner une étude de l'impact sur l'environ- Zu 4. Der Einfluss der geplanten Staustufen auf die schwei-
nement, du sens de l'article 9 de la loi sur la protection de zerisch-österreichische Rheinstrecke wird Gegenstand der
l'environnement? Untersuchungen sein. Die österreichischen Behörden sind
4. Est-il disposé à examiner si l'utilisation projetée de la über den diplomatischen Weg vom Projekt unterrichtet wor-
force hydraulique porte ou non atteinte à l'œuvre de régula- den. Das weitere Vorgehen ist noch offen. Auf jeden Fall
risation commune de la Suisse et de l'Autriche, et accorde-t- wird Österreich auf dem laufenden gehalten. Im übrigen
il à l'Autriche le droit d'être consultée? haben wir Expertengespräche über den Fragenkomplex
5. Comment le Conseil fédéral se propose-t-il, dans le cas Rheinkraftwerke Schweiz/Liechtenstein und Illwerke ange-
où il accorderait la concession, de régler la situation avec la regt.
Principauté de Liechtenstein? Est-il prévu de conclure un Zu 5. Wir sind der Auffassung, dass sich das Projekt nicht
traité international, qui devrait être soumis à l'approbation ohne staatsvertragliche Grundlage realisieren lässt. Eine
de l'Assemblée fédérale, sous réserve du référendum facul- solche erscheint im Hinblick auf die Verankerung der
tatif? gegenseitigen Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit
der Errichtung der Grenzkraftwerke als notwendig. Verträge
Mitunterzeichner - Cosignataires: Braunschweig, Bundi, über die Nutzung der Wasserkraft sind der Natur der Sache
Friedli, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch, Meyer-Bern, nach unbefristet und enthalten keine Kündigungsklausel.
Morf, Nauer, Stappung, Weber-Arbon (11) Sie unterstehen der Genehmigung der Bundesversammlung
und dem fakultativen Staatsvertragsreferendum nach Artikel
Schriftliche Begründung - Développement par écrit 89 Absatz 3 Buchstabe der Bundesverfassung.
Das Studienkonsortium Rheinkraftwerke Schweiz/Liechten-
stein ersucht den Bundesrat und die Regierung des Fürsten- Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
tums Liechtenstein um die Erteilung der Konzession für die rates befriedigt.
Ausnützung der Wasserkraft des Rheins auf der Strecke
Sargans/Balzers-Sennwald/Ruggell.
Auf schweizerischer Seite ist für die Behandlung des Gesu-
ches und gegebenenfalls für die Erteilung der Konzession
für die Nutzung der Wasserkraft des Rheins als internationa-
lem Gewässer der Bundesrat zuständig; er hat dabei den
Kanton St. Gallen anzuhören.
Bedingung für eine Konzessionserteilung ist die Zustim-
mung der beiden beteiligten Staaten Schweiz und Fürsten-
tum Liechtenstein.
Der Einbau von Wehren in den Rhein auf der schweizerisch-
liechtensteinischen Grenzstrecke wirkt sich möglicherweise
auch auf den Rhein unterhalb des Konzessionsbereiches
aus. Zwischen der Schweiz und Österreich bestehen
bekanntlich staatsvertragliche Bindungen, über die Regulie-
rung des Rheins von der Illmündung bis zum Bodensee.
Während des durch die sanktgallische Regierung durchge-
führten Auflageverfahrens vom 15. Januar bis 13. Februar
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Rohrer Rheinkraftwerke Schweiz/Liechtenstein
Interpellation Rohrer Centrales électriques du Rhin Suisse/Liechtenstein
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.352
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.06.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1281-1282
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