Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-333 KI-generiert

Federal Council Statements on Popular Initiative: No Undue Interference

Geschäftsnummer VPB 85-333
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Council stated that its members, like all citizens, have the right to express their views on initiatives. The Council argued that statements made by a Federal Councillor regarding a popular initiative did not constitute an undue interference in democratic rights, especially since the initiative's goals would have serious economic consequences and contradict the government's foreign national policy. The Council detailed that while the initiative might lead to a voluntary reduction of 200,000 to 300,000 foreign residents over 15 years, it did not mandate expulsions.

Legislator-Regeste

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Federal Council Statements on Popular Initiative: No Undue Interference: The Council argued that statements made by a Federal Councillor regarding a popular initiative did not constitute an undue interference in democratic rights, especially since the initiative's goals would have serious economic consequences and contradict the government's foreign national policy. The Council detailed that while the initiative might lead to a voluntary reduction of 200,000 to 300,000 foreign residents over 15 years, it did not mandate expulsions.

Schlagwörter

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Volksinitiative Regierungserklärung wirtschaftliche Rechte Initiativrecht Regierungspolitik Aufenthaltsrecht von Ausländern
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Volltext

Interpellation Gehen 1272 N 21 juin 1985

#ST# 85.333 là d'une immixtion inadmissible dans les droits démocrati-

ques du peuple.

Interpellation der Fraktion 3. Sous quelle forme le Conseil fédéral envisage-t-il de

der Nationalen Aktion/Vigilants rectifier les affirmations fausses de la conseillère fédérale

Aussage eines Mitgliedes des Bundesrates Kopp?

Interpellation du groupe Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

de l'Action nationale/Vigilants vom S.April 1985

Déclaration d'un membre du Conseil fédéral Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 avril 1985

Die Mitglieder des Bundesrates haben, wie alle anderen

Schweizerinnen und Schweizer, das Recht, sich zu einer

lancierten Initiative zu äussern. Derartige Stellungnahmen

bilden keine Einmischung in die demokratischen Rechte

des Volkes.

Wortlaut der Interpellation vom 7. Februar 1985 Bei einer Verwirklichung der Ziele der Volksinitiative «für die

In einer Sendung von Radio DRS 1 am 31. Dezember 1984 Begrenzung der Einwanderung» würde der Bestand der

behauptete Frau Bundesrätin Kopp in wahrheitswidriger ausländischen Wohnbevölkerung um einige 100000 Auslän-

Weise, die Annahme der Initiative der Nationalen Aktion der reduziert. Dies hätte nicht nur schwerwiegende Konse-

«Beschränkung der Einwanderung» hätte wegen der Über- quenzen für die Wirtschaft, sondern widerspräche auch der

gangsbestimmungen zur Folge, Zitat: «dass Hunderttau- bundesrätlichen Ausländerpolitik. Der Bundesrat wird in

sende von Ausländern ausgewiesen werden müssten». seiner Botschaft zum Volksbegehren ausführlich auf die

Diese Aussage ist offensichtlich falsch. Richtig ist, dass bei Auswirkungen der Initiative eingehen.

Annahme der Initiative in Erfüllung der Übergangsbestim-

mungen mit einem freiwilligen Abbau der ausländischen Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun-

Wohnbevölkerung durch Rückwanderung um 200 000 bis desrates nicht befriedigt.

300 000 Personen im Laufe von 15 Jahren gerechnet werden

dürfte. Dabei sind keinerlei Massnahmen zur Ausweisung in Steifen: Die Fraktion der Nationalen Aktion und der Vigi-

der Schweiz ansässiger Ausländer vorgesehen. lants erklärt, von der Antwort des Bundesrates nicht befrie-

Die zweifellos bewusst unwahre Darstellung ist ein krasser digt zu sein. Wenn ein Mitglied des Bundesrates während

Eingriff in die zurzeit noch laufende Unterschriftensamm- der Sammelzeit für ein Volksbegehren mit Blick auf dessen

lung. spätere Auswirkungen eine offensichtlich falsche Aussage

Fragen an den Bundesrat: macht - wir haben aus Respekt vor Frau Bundesrätin Kopp

1. Teilt der Bundesrat unsere Auffassung, wonach eine der- nicht von Lüge gesprochen -, dann darf erwartet werden,

artige am Radio vorgetragene offensichtliche Unwahrheit dass eine Richtigstellung erfolgt. Diese ist weder vor der

durch ein Mitglied der Landesregierung das Vertrauen des Öffentlichkeit noch vor diesem Rat erfolgt.

Volkes in seine Regierung schädigt? Mit dem Eingeständnis eines tatsächlichen Fehlers - auch

2. Teilt der Bundesrat unsere Auffassung, dass sich die durch ein Mitglied des Bundesrates-fallen wahrhaftig keine

Mitglieder des Bundesrates jeglichen öffentlichen Kommen- Steine aus der Krone, sondern Respekt und Vertrauen

tars zu laufenden Unterschriftensammlungen zu enthalten wachsen.

haben, da solche als unzulässige Einmischung in die demo-

kratischen Rechte des Volkes zu werten sind?

3. In welcher Form gedenkt der Bundesrat die falsche Dar-

stellung von Frau Bundesrätin Kopp gegenüber der Öffent-

lichkeit richtigzustellen? #ST# 85.344

Interpellation Oehen

Texte de l'interpellation du 7 février 1985 Internationale Rechtshilfe in Strafsachen

Lors d'une émission de DRS 1, qui a eu lieu le 31 décembre

1984, Madame Kopp, conseillère fédérale, a déclaré qu'en Entraide judiciaire internationale

cas d'acceptation de l'initiative de l'Action nationale «Pour en matière pénale

la limitation de l'immigration», les dispositions transitoires

auraient pour conséquence que des centaines de milliers

d'étrangers devraient être renvoyés dans leur pays, ce qui

est contraire à la vérité.

Cette affirmation est donc manifestement fausse. Il est exact Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1985

qu'en cas d'acceptation de l'initiative, on pourrait s'attendre 1. Steht der Bundesrat weiterhin zu seinen formellen Zusi-

à ce que l'application des dispositions transitoires entraîne, cherungen, die er anlässlich der parlamentarischen Debatte

en l'espace de quinze ans, une diminution de la population über das Rechtshilfeabkommen mit den USA vom 25. Mai

étrangère de 200000 à 300000 personnes, qui retourne- 1974 gegeben hat, wonach, unter anderem

raient volontairement dans leur pays d'origine. Mais il n'est a. es «sich um die Verfolgung einer schweren Tat handeln»

prévu aucune mesure permettant d'expulser des étrangers müsse (BBI 1974 II 584), wobei die dem Abkommen beige-

séjournant en Suisse. fügte Liste der «Straftaten, für welche Zwangsmassnahmen

Cette présentation inexacte des faits, qui étaient sans doute angewendet werden können», nur Offizialdelikte umfasst

voulue, constitue un cas d'ingérence grave ayant lieu à un und Antragsdelikte daher entfallen;

moment où la récolte des signatures n'est pas encore ter- b. eine weitere, unabdingbare Voraussetzung für Rechts-

minée. hilfe die sei, «dass die Handlung, die Gegenstand der Straf-

Questions au Conseil fédéral: untersuchung im ersuchenden Staat ist, die objektiven

1. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que le fait que de tels Merkmale eines nach dem Recht des ersuchten Staats straf-

propos - manifestement contraires à la vérité - aient été baren und auf der dem Vertrag beigefügten Liste aufgeführ-

tenus à la radio par un membre de l'exécutif ne peut que ten Tatbestands aufweist...

nuire à la confiance du peuple en son gouvernement? Es bedarf deshalb der doppelten Voraussetzung der beidsei-

2. Estime-t-il également que les membres du Conseil fédé- tigen Strafbarkeit der Handlung und ihrer Zugehörigkeit zu

ral doivent s'abstenir de tout commentaire en public tant einer der in der Liste aufgezählten Straftaten» (ebenda Seite

que la récolte des signatures est en cours? En effet, il s'agit 587); und

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation der Fraktion der Nationalen Aktion/Vigilants Aussage eines Mitgliedes des

Bundesrates

Interpellation du groupe de l'Action nationale/Vigilants Déclaration d'un membre du

Conseil fédéral

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1985

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.333

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.06.1985 - 08:00

Date

Data

Seite 1272-1272

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Ref. No 20 013 528

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