Federal Council Statements on Popular Initiative: No Undue Interference
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Council stated that its members, like all citizens, have the right to express their views on initiatives. The Council argued that statements made by a Federal Councillor regarding a popular initiative did not constitute an undue interference in democratic rights, especially since the initiative's goals would have serious economic consequences and contradict the government's foreign national policy. The Council detailed that while the initiative might lead to a voluntary reduction of 200,000 to 300,000 foreign residents over 15 years, it did not mandate expulsions.
Legislator-Regeste
KI-generiertFederal Council Statements on Popular Initiative: No Undue Interference: The Council argued that statements made by a Federal Councillor regarding a popular initiative did not constitute an undue interference in democratic rights, especially since the initiative's goals would have serious economic consequences and contradict the government's foreign national policy. The Council detailed that while the initiative might lead to a voluntary reduction of 200,000 to 300,000 foreign residents over 15 years, it did not mandate expulsions.
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KI-generiertVolltext
Interpellation Gehen 1272 N 21 juin 1985
#ST# 85.333 là d'une immixtion inadmissible dans les droits démocrati-
ques du peuple.
Interpellation der Fraktion 3. Sous quelle forme le Conseil fédéral envisage-t-il de
der Nationalen Aktion/Vigilants rectifier les affirmations fausses de la conseillère fédérale
Aussage eines Mitgliedes des Bundesrates Kopp?
Interpellation du groupe Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
de l'Action nationale/Vigilants vom S.April 1985
Déclaration d'un membre du Conseil fédéral Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 avril 1985
Die Mitglieder des Bundesrates haben, wie alle anderen
Schweizerinnen und Schweizer, das Recht, sich zu einer
lancierten Initiative zu äussern. Derartige Stellungnahmen
bilden keine Einmischung in die demokratischen Rechte
des Volkes.
Wortlaut der Interpellation vom 7. Februar 1985 Bei einer Verwirklichung der Ziele der Volksinitiative «für die
In einer Sendung von Radio DRS 1 am 31. Dezember 1984 Begrenzung der Einwanderung» würde der Bestand der
behauptete Frau Bundesrätin Kopp in wahrheitswidriger ausländischen Wohnbevölkerung um einige 100000 Auslän-
Weise, die Annahme der Initiative der Nationalen Aktion der reduziert. Dies hätte nicht nur schwerwiegende Konse-
«Beschränkung der Einwanderung» hätte wegen der Über- quenzen für die Wirtschaft, sondern widerspräche auch der
gangsbestimmungen zur Folge, Zitat: «dass Hunderttau- bundesrätlichen Ausländerpolitik. Der Bundesrat wird in
sende von Ausländern ausgewiesen werden müssten». seiner Botschaft zum Volksbegehren ausführlich auf die
Diese Aussage ist offensichtlich falsch. Richtig ist, dass bei Auswirkungen der Initiative eingehen.
Annahme der Initiative in Erfüllung der Übergangsbestim-
mungen mit einem freiwilligen Abbau der ausländischen Präsident: Die Interpellanten sind von der Antwort des Bun-
Wohnbevölkerung durch Rückwanderung um 200 000 bis desrates nicht befriedigt.
300 000 Personen im Laufe von 15 Jahren gerechnet werden
dürfte. Dabei sind keinerlei Massnahmen zur Ausweisung in Steifen: Die Fraktion der Nationalen Aktion und der Vigi-
der Schweiz ansässiger Ausländer vorgesehen. lants erklärt, von der Antwort des Bundesrates nicht befrie-
Die zweifellos bewusst unwahre Darstellung ist ein krasser digt zu sein. Wenn ein Mitglied des Bundesrates während
Eingriff in die zurzeit noch laufende Unterschriftensamm- der Sammelzeit für ein Volksbegehren mit Blick auf dessen
lung. spätere Auswirkungen eine offensichtlich falsche Aussage
Fragen an den Bundesrat: macht - wir haben aus Respekt vor Frau Bundesrätin Kopp
1. Teilt der Bundesrat unsere Auffassung, wonach eine der- nicht von Lüge gesprochen -, dann darf erwartet werden,
artige am Radio vorgetragene offensichtliche Unwahrheit dass eine Richtigstellung erfolgt. Diese ist weder vor der
durch ein Mitglied der Landesregierung das Vertrauen des Öffentlichkeit noch vor diesem Rat erfolgt.
Volkes in seine Regierung schädigt? Mit dem Eingeständnis eines tatsächlichen Fehlers - auch
2. Teilt der Bundesrat unsere Auffassung, dass sich die durch ein Mitglied des Bundesrates-fallen wahrhaftig keine
Mitglieder des Bundesrates jeglichen öffentlichen Kommen- Steine aus der Krone, sondern Respekt und Vertrauen
tars zu laufenden Unterschriftensammlungen zu enthalten wachsen.
haben, da solche als unzulässige Einmischung in die demo-
kratischen Rechte des Volkes zu werten sind?
3. In welcher Form gedenkt der Bundesrat die falsche Dar-
stellung von Frau Bundesrätin Kopp gegenüber der Öffent-
lichkeit richtigzustellen? #ST# 85.344
Interpellation Oehen
Texte de l'interpellation du 7 février 1985 Internationale Rechtshilfe in Strafsachen
Lors d'une émission de DRS 1, qui a eu lieu le 31 décembre
1984, Madame Kopp, conseillère fédérale, a déclaré qu'en Entraide judiciaire internationale
cas d'acceptation de l'initiative de l'Action nationale «Pour en matière pénale
la limitation de l'immigration», les dispositions transitoires
auraient pour conséquence que des centaines de milliers
d'étrangers devraient être renvoyés dans leur pays, ce qui
est contraire à la vérité.
Cette affirmation est donc manifestement fausse. Il est exact Wortlaut der Interpellation vom 8. Februar 1985
qu'en cas d'acceptation de l'initiative, on pourrait s'attendre 1. Steht der Bundesrat weiterhin zu seinen formellen Zusi-
à ce que l'application des dispositions transitoires entraîne, cherungen, die er anlässlich der parlamentarischen Debatte
en l'espace de quinze ans, une diminution de la population über das Rechtshilfeabkommen mit den USA vom 25. Mai
étrangère de 200000 à 300000 personnes, qui retourne- 1974 gegeben hat, wonach, unter anderem
raient volontairement dans leur pays d'origine. Mais il n'est a. es «sich um die Verfolgung einer schweren Tat handeln»
prévu aucune mesure permettant d'expulser des étrangers müsse (BBI 1974 II 584), wobei die dem Abkommen beige-
séjournant en Suisse. fügte Liste der «Straftaten, für welche Zwangsmassnahmen
Cette présentation inexacte des faits, qui étaient sans doute angewendet werden können», nur Offizialdelikte umfasst
voulue, constitue un cas d'ingérence grave ayant lieu à un und Antragsdelikte daher entfallen;
moment où la récolte des signatures n'est pas encore ter- b. eine weitere, unabdingbare Voraussetzung für Rechts-
minée. hilfe die sei, «dass die Handlung, die Gegenstand der Straf-
Questions au Conseil fédéral: untersuchung im ersuchenden Staat ist, die objektiven
1. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que le fait que de tels Merkmale eines nach dem Recht des ersuchten Staats straf-
propos - manifestement contraires à la vérité - aient été baren und auf der dem Vertrag beigefügten Liste aufgeführ-
tenus à la radio par un membre de l'exécutif ne peut que ten Tatbestands aufweist...
nuire à la confiance du peuple en son gouvernement? Es bedarf deshalb der doppelten Voraussetzung der beidsei-
2. Estime-t-il également que les membres du Conseil fédé- tigen Strafbarkeit der Handlung und ihrer Zugehörigkeit zu
ral doivent s'abstenir de tout commentaire en public tant einer der in der Liste aufgezählten Straftaten» (ebenda Seite
que la récolte des signatures est en cours? En effet, il s'agit 587); und
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der Fraktion der Nationalen Aktion/Vigilants Aussage eines Mitgliedes des
Bundesrates
Interpellation du groupe de l'Action nationale/Vigilants Déclaration d'un membre du
Conseil fédéral
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.333
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.06.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 1272-1272
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Ref. No 20 013 528
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