Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-319 KI-generiert

National Council Motion on Police Involvement in Workplace Accidents

Geschäftsnummer VPB 85-319
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

This case involves a motion by the National Council concerning occupational accidents. The motion proposed that the police be obligated to be involved in workplace accidents in a manner similar to traffic accidents, with non-compliance being punishable. The Federal Council and the commission's majority argued against this, citing differences between workplace and traffic accidents in terms of evidence gathering and the availability of internal witnesses and specialists. They also noted that existing legal frameworks, including the Penal Code and the Federal Law on Accident Insurance, already address serious accidents and criminal liability, and that mandating police involvement in all workplace accidents, including minor ones, would be impractical and potentially overburden the system. The commission ultimately recommended rejecting the motion, proposing instead to treat it as a postulate for further study, a recommendation that was narrowly adopted by the Council of States.

Legislator-Regeste

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Art. 51 Absatz, Art. 6 Je, Art. 51 Abs. 2 SVG; National Council Motion on Police Involvement in Workplace Accidents: The motion proposed that the police be obligated to be involved in workplace accidents in a manner similar to traffic accidents, with non-compliance being punishable. The Federal Council and the commission's majority argued against this, citing differences between workplace and traffic accidents in terms of evidence gathering and the availability of internal witnesses and specialists. They also noted that existing legal frameworks, including the Penal Code and the Federal Law on Accident Insurance, already address serious accidents and criminal liability, and that mandating police involvement in all workplace accidents, including minor ones, would be impractical and potentially overburden the system. The commission ultimately recommended rejecting the motion, proposing instead to treat it as a postulate for further study, a recommendation that was narrowly adopted by the Council of States.

Schlagwörter

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Arbeitsunfälle Haftung bei Verkehrsunfällen Polizeibeamte Rechtssysteme gemeingefährliche Straftaten versuchte einfache Körperverletzung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 51 Abs. 2 SVG

The motion requested legal provisions for workplace accidents analogous to Article 51(2) SVG, which deals with traffic accidents.

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Volltext

Motion du Conseil national 290 10 juin 1987

Der Bundesrat wird in diesem Sinne eingeladen, dem Parla- #ST# 85.319

ment Bericht und Antrag vorzulegen zur gezielten Reduk-

tion der Schadstoffemissionen im Bereiche der sogenann-

ten Altfahrzeuge, bei deren Zulassung die heute gültigen

Motion des Nationalrates

Abgasnormen noch nicht erfüllt worden sind.

Dabei sind insbesondere die folgenden Massnahmen zu (Leuenberger Moritz)

prüfen und gegebenenfalls vorzuschlagen: Arbeitsunfälle. Beizug der Polizei

Motion du Conseil national

2. Förderung der Ausmerzung der schadstoffintensiven Alt- (Leuenberger Moritz)

fahrzeuge; Accidents du travail. Obligation

d'avertir la police.

(Ziff. 1, 3 und 4 wurden als Postulat überwiesen)

Texte de la motion Beschluss des Nationalrates vom 19. Dezember 1986

Décision du Conseil national du 19 décembre 1986

Les Chambres fédérales ont chargé le gouvernement, lors

de la session spéciale de février 1985, d'élaborer une straté-

gie de lutte contre la pollution atmosphérique; le Conseil

fédéral a fait rapport à ce sujet le 10 septembre 1986. Il y

réaffirme la nécessité de «mesures radicales» pour atteindre

les objectifs fixés en ce qui concerne la qualité de l'air. Wortlaut der Motion

Le Conseil fédéral est en conséquence chargé de présenter Der Bundesrat wird ersucht, eine Gesetzesregelung zu erlas-

au Parlement un rapport accompagné de propositions, sur sen, welche bei Arbeitsunfällen ein analoges Verhalten zu

la réduction, par des mesures adéquates, des émissions de der Vorschrift von Artikel 51 Absatz 2 SVG vorschreibt,

substances nocives provenant des véhicules immatriculés wobei eine Widerhandlung gegen die Vorschrift ebenfalls

selon les anciennes normes, lesquelles ne tenaient pas strafbar sein soll.

compte des exigences actuelles relatives aux gaz d'échap-

pement. Texte de la motion

Il importe d'envisager notamment les mesures suivantes et, Le Conseil fédéral est chargé d'édicter des dispositions

le cas échéant, de proposer leur adoption: légales imposant en cas d'accident du travail des devoirs

analogues à ceux prévus à l'article 51, 2e alinéa, LCR. Toute

2. Encouragement des mesures visant à écarter du trafic les infraction à cette prescription devra également être déclarée

véhicules particulièrement polluants; punissable.

(Les chiffres 1, 3 et 4 ont été transmis comme postulat) Steiner, Berichterstatter: Am 19. Dezember letzten Jahres

hat der Nationalrat diskussionslos eine Motion Moritz Leu-

Jagmetti, Berichterstatter: Die Motion 86.834 ist vom Natio- enberger mit dem Titel «Arbeitsunfälle. Beizug der Polizei»

nalrat teilweise in ein Postulat umgewandelt worden und überwiesen. Der Bundesrat opponierte dieser Ueberwei-

betrifft uns damit nicht mehr. Hingegen wurde Punkt 2 mit sung grundsätzlich nicht, wollte indessen eine Regelung

der Förderung der Ausmerzung der schadstoffintensiven nicht generell, sondern nur ab einem gewissen Schwierig-

Altfahrzeuge als Motion überwiesen und betrifft uns damit. keitsgrad. Ich nehme das Resultat unserer Kommissionsar-

Die Kommission beantragt Ihnen, dieser Motion zuzustim- beit voraus: in einer Eventualabstimmung mehrheitliche

men. Ich möchte keine langen Ausführungen machen. Aber Ueberweisung als Postulat und nicht als Motion, in der

eines möchte ich mit aller Deutlichkeit sagen: Wenn das definitiven Abstimmung mehrheitlich Verzicht, den Vorstoss

Bundesamt für Umweltschutz in einem Bericht vom letzten auch als Postulat zu überweisen. Die Minderheit der Kom-

Winter erklärt, mit der Einführung der Katalysatortechnik bei mission, die den Vorstoss überweisen möchte, wird

allen Personenwagen werde eine Schadstoffreduktion von anschliessend hier separat vertreten.

82 Prozent erreicht, geht es meines Erachtens nicht an, Darf ich mir zur Begründung des Kommissionsantrages eine

immer wieder zu erklären, der Katalysator bringe eigentlich Vorbemerkung erlauben : Es entspricht der Aufgabe und der

nichts. Er bringt etwas. Es ist höchst angezeigt, diese Tech- Praxis des Ständerates, vom Nationalrat überwiesene Motio-

nik einzuführen und sie auch bei Altfahrzeugen zu fördern nen seriös und kritisch auf ihre Motionswürdigkeit hin zu

beziehungsweise dafür zu sorgen, dass nicht Altfahrzeuge überprüfen. Beweis hiefür ist - gemäss der Uebersicht der

ohne diese Technik noch lange unsere Atmosphäre mit Verhandlungen der Bundesversammlung -, dass von den

Stickoxiden belasten. letzten zehn vom Nationalrat überwiesenen Motionen die

Hälfte, also fünf, ebenfalls überwiesen, drei in ein Postulat

Ueberwiesen - Transmis beider Räte umgewandelt und zwei vollständig abgelehnt

wurden.

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral Die letzte Uebung, an die wir uns erinnern können, fand hier

am 6. Oktober letzten Jahres statt, als der Ständerat eine

überwiesene Motion Moritz Leuenberger betreffend Haftung

der Arbeitgeber bei Arbeitsunfällen mit 30 zu 6 Stimmen

lediglich als Postulat beider Räte überwiesen hat.

Nun zum heutigen Fall. Die Kommissionsmehrheit war vor-

erst der Meinung, dass dieser Vorstoss in Form einer Motion

bereits aus formellen Gründen abgelehnt werden muss;

denn gemäss Geschäftsreglement sowohl National- als auch

Ständerat - es sind die Artikel 36 bzw. 28 - kann der Wort-

laut einer Motion nach der Einreichung nicht mehr geändert

werden. Wenn der Bundesrat, wie eingangs ausgeführt, die

Motion nur insofern entgegennehmen will, als diese Unfälle

von einem gewissen Schweregrad sind, so behandelt er

diese Motion als Postulat, das damit gar nicht an den Stän-

derat hätte überwiesen werden müssen.

Nun kann auf eine weitere Prüfung dieses formellen Aspek-

tes verzichtet werden, nachdem die Kommissionsmehrheit

den Vorstoss sowohl als Motion wie auch als Postulat mate-

lO.Juni 1987 291 Motion des Nationalrates

riell ablehnt. Zu sagen ist, dassderVorstoss Leuenberger im rer l'application de ces règles de la circulation aux accidents

wesentlichen offenbar eine verbesserte Stellung des verun- du travail aussi.

fallten Arbeitnehmers anstrebt. Dieses Ziel wird auch von Alors sur le fond, l'argument de la minorité est très simple et

der Kommission durchaus anerkannt. Nur kann es mit dieser je vais m'en tenir à ceci, c'est que tous les arguments

Motion nicht erreicht werden, im wesentlichen aus folgen- formulés contre la motion sont démentis par trente années

den vier Gründen: de pratique de la loi sur la circulation routière. Ce qui est

1. Arbeitsunfälle können bezüglich Polizeieinsatz den Stras- valable pour la circulation routière depuis trente ans, peut

senverkehrsunfällen nicht gleichgestellt werden. Erste Auf- aussi s'appliquer aux accidents du travail. Il n'y a aucune

gabe der Polizei beim Verkehrsunfall auf der Strasse ist die raison de ne pas entrer en matière à ce propos. C'est la

Beweissicherung - insbesondere durch Zeugen. Beim raison de notre proposition visant à accepter la motion du

Unfall im Betrieb stehen Mitarbeiter, eventuell auch die Conseil national.

Betriebssanität als Zeugen, als Auskunftsorgan zur Verfü- Notre estimé président a aussi soulevé des problèmes de

gung. Für weitere Abklärungen im Betrieb braucht es Spe- fond qui sont très intéressants et qu'il a très bien exposés.

zialisten bzw. Experten und nicht die Polizei. Ferner stehen La motion a été justifiée par écrit par son auteur et les trente-

die Suva-Organe zur Verfügung. cinq cosignataires. Le Conseil fédéral lui a répondu à

2. Die bestehende Praxis bei der Abklärung von Betriebsun- l'avance, également par écrit: «II est d'avis que l'idée de la

fällen verhilft dem in der Schweiz obligatorisch versicherten motion se justifie. Les accidents du travail peuvent en effet

Arbeitnehmer zu seinem Recht, Versicherungsleistungen être aussi graves que les accidents de la circulation. Il

beanspruchen zu können. Die Instrumente hiefür genügen. apparaît, en outre, qu'un nombre indéterminé d'accidents

Es wäre im Gegenteil dem im Betrieb Verunfallten wohl du travail revêtant une certaine gravité, ne sont pas

kaum gedient, wenn sein Unfall via Polizeirapport in die annoncés. L'introduction d'une obligation d'avertir la police

Mühle der Strafjustiz einfliessen müsste. Dazu kommt, dass en cas d'accident du travail permettrait de déterminer, avec

bei schweren Fällen, insbesondere bei Unfällen mit tödli- plus de précision, les responsabilités de chacun.»

chem Ausgang, die Polizei ohnehin beigezogen werden Voilà le fondement de l'acceptation du Conseil fédéral.

muss und auch beigezogen wird. Après avoir accepté l'entrée en matière sur le mandat que la

3. Die geschilderte Praxis ist auch rechtlich abgestützt, auf motion lui propose, le Conseil fédéral émet une observation

schweizerischer Ebene durch das Strafgesetzbuch, durch à savoir que quand il s'agira pour lui de réaliser la motion il

die gesetzliche Meldepflicht an die Suva gemäss Artikel ne pourra s'occuper que des cas les plus graves, que si l'on

45folgende UVG; auf kantonaler Ebene ist sie rechtlich voulait appliquer les dispositions de la loi sur la circulation à

durch Sonderregelungen abgestützt, wie zum Beispiel in tous les accidents du travail, même ceux qui ne sont pas

den Kantonen Genf und Wallis mit den Vorschriften über graves, ce serait la pléthore. C'est une réserve que le Conseil

obligatorische polizeiliche Abklärung bei Arbeitsunfällen mit fédéral a faite dans son message, dans sa réponse écrite.

tödlichem Ausgang oder bei Spitaleirilieferung. Les auteurs de la motion ont eu tout le temps de lire cette

4. Zur rechtlichen Situation gehört auch der Hinweis auf die restriction, ils ont eu la possibilité de s'exprimer devant le

Polizeihoheit der Kantone, die mit diesem Vorstoss ange- Conseil national pour dire qu'ils n'étaient pas d'accord avec

sprochen ist. Die Kantone würden, allerdings unterschied- la conception du Conseil fédéral. Ils ne l'ont pas fait, au

lich, mit kaum lösbaren Problemen konfrontiert. Es taucht in Conseil national personne n'a soufflé mot ni favorable ni

aller Schärfe das Problem der Verhältnismässigkeit und der défavorable, et la motion a été adoptée à l'unanimité. De

Durchführbarkeit auf. Die soeben veröffentlichte Statistik sorte que nous considérons qu'il s'agit d'un texte qui est

der Suva über die Berufsunfälle im Jahre 1986 führt leider bien en réalité un mandat donné par le Conseil national au

weit mehr als eine halbe Million Unfälle auf, davon 262 000 Conseil fédéral, à savoir une motion.

eigentliche Berufsunfälle, wovon 276 mit tödlichem Aus- D'autres, au sein de la commission, n'ont pas été de cet avis

gang. et ont pensé que la restriction apportée dans sa réponse par

Nach dem Wortlaut der Motion Leuenberger müsste dem- le Conseil fédéral faisait que l'on aurait dû plutôt considérer

nach in den Kantonen die Polizei zu diesen 262 000 Berufs- ce texte comme un postulat plutôt que comme une motion.

unfällen obligatorisch beigezogen werden, also auch bei Quant à la minorité de la commission à laquelle j'appartiens,

Armbrüchen, Beinbrüchen, Quetschungen, Verstauchun- il nous semble, à l'instar du Conseil fédéral, qu'il s'agit bien

gen usw. Hier wird der Einwand des Bundesrates, die Polizei d'un voeu, d'une demande d'étude qui est une motion, soit

nur ab einem gewissen Schweregrad beizuziehen, ohne un mandat que nous vous proposons de confier au Conseil

weiteres verständlich. Die Probleme bei der Abgrenzung in fédéral. C'était dans cet esprit que nous avons fait nos

der Praxis wären indessen_vorprogrammiert. propositions. Nous vous invitons donc à suivre l'unanimité

Fazit: Diese Motion kann ihr Ziel nicht erreichen, weder du Conseil national et le Conseil fédéral.

zugunsten der Stellung des verunfallten Arbeitnehmers

noch allgemein zugunsten der Arbeitssicherheit. Im Maxi- M. Flückiger: Etant impressionné par l'intervention de

mum könnten Regressmöglichkeiten der Versicherungen M. Dreyer tout à l'heure, je serai extrêmement bref. Je suis

verbessert werden. Dies ist aber nicht motionswürdig. de ceux qui estiment que l'appareil juridique, en matière

Die Kommission beantragt Ihnen mit 7 zu 4 Stimmen, den d'annonce des accidents du travail est suffisant, motif pour

Vorstoss sowohl als Motion wie auch als Postulat abzuleh- lequel je dois en quelque sorte répondre à mon excellent

nen, das heisst, nicht zu überweisen. Ich bitte nun den Herrn voisin.

Präsidenten, Herrn Ständerat Meylan das Wort zu erteilen Nous avons vu tout à l'heure, dans l'exposé du président,

für Antrag und Begründung der Kommissionsminderheit. M. Steiner, que les accidents du travail avec issue mortelle

ou lésions corporelles pouvant entraîner une infirmité ou

toute autre atteinte durable à l'intégrité corporelle doivent

M. Meylan: Sur le fond, l'idée de la motion est extrêmement être obligatoirement communiqués au ministère public ou

simple. La loi fédérale sur la circulation routière qui date de au juge d'instruction suivant l'organisation judiciaire des

1958, qui a donc bientôt trente ans, ainsi que ses ordon- cantons. Voilà pour la généralité. Mais il me semble que l'on

nances d'application, règle les modalités de l'intervention a omis de citer que notre code pénal va plus loin. Une

de la police en cas d'accident de la circulation. Depuis trente procédure identique à celle que je viens brièvement de

ans que cette loi est appliquée en Suisse, on a constaté décrire s'applique sans autre lorsque l'accident est dû à la

qu'elle n'aboutissait à aucun excès de police ni ne permet- suppression ou à l'absence de l'appareil protecteur. C'est

tait de substituer des policiers à des experts compétents ou l'article 230 du code pénal, lorsque les règles de l'art de

à des médecins pour s'occuper de blessés. Ces règles qui construire ont été violées, article 228, ou encore lorsqu'une

existent pour les accidents de la circulation n'existent pas fouille s'affaisse sur les ouvriers qui travaillent, c'est l'arti-

pour les accidents du travail et le but de la motion est cle 227. Si l'on ajoute à ces dispositions celles de la loi

simplement de donner mandat au Conseil fédéral de prépa- fédérale sur le travail, dans l'industrie, l'artisanat et le com-

Bibliothèque pour tous. Fondation suisse. Aide 292 10 juin 1987

mercé, de la loi fédérale sur l'assurance-accidents ainsi que werden; Lesen gehört einfach zu den Fundamenten unserer

celles de l'ordonnance fédérale sur la prévention des acci- abendländischen Kultur.

dents, eh bien! l'on doit admettre que tous les instruments Vielleicht ist die Skepsis der Kantone und Gemeinden dar-

juridiques sont là et, par ailleurs, on sait que les droits civils auf zurückzuführen, dass die Schweizerische Volksbiblio-

des victimes d'accident du travail sont amplement pré- thek noch vor fünf Jahren in einer Krise steckte. Damals

servés, ce qui est essentiel. Je ne vois pas que l'on intro- bestanden Struktur- und Betriebsprobleme, welche den

duise une obligation d'avertir la police dans la mesure où Bund zu einer eigentlichen Hilfsaktion bewogen. Inzwischen

cette démarche implique un corollaire répressif, même pour hat die Schweizerische Volksbibliothek beträchtliche

des cas mineurs. Dans cette hypothèse, on peut être assuré Schritte unternommen und die vom Bund mit der Botschaft

que dans la majorité de ces cas, c'est la victime elle-même von 1982 geforderten Massnahmen grösstenteils durchge-

qui serait soumise à sanction pénale alors que sa responsa- führt oder wenigstens eingeleitet.

bilité collective ou, si vous préférez, vis-à-vis des tiers n'est Noch ein paar Bemerkungen zur Leitung der Schweizeri-

pas ou très rarement engagée contrairement à celle des schen Volksbibliothek. Sieben Mitglieder des Stiftungsrates

automobilistes qui circulent sur la voie publique. bilden den sogenannten Vorstand, welcher gemäss Artikel 6

Je crois, une fois encore, que si l'on pouvait rapporter la der Stiftungsurkunde die laufenden Geschäfte der Stiftung

preuve d'une carence du système actuel, celui-ci devrait être besorgt.

alors amélioré dans le cadre du code de procédure pénale Mitglied dieses Vorstandes ist seit fünf Jahren unter ande-

de chaque canton mais pas au niveau de la législation rem der stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Kul-

fédérale. Voilà les motifs qui m'incitent à vous demander de tur, Herr Dörig. Das gibt uns eine gewisse Garantie, dass die

ne pas voter cette motion. Forderungen des Bundesrates nach Erarbeitung eines

eigentlichen Leitbildes der Schweizerischen Volksbibliothek

M. Cotti, conseiller fédéral: Je n'ai rien à ajouter à la réponse und der Wunsch nach Formulierung von Zielvorstellungen

écrite du Conseil fédéral. energisch an die Hand genommen werden. Nur aufgrund

eines solchen soliden Fundamentes können in einer späte-

Abstimmung - Vote ren Phase notwendige Finanzbedürfnisse, insbesondere

auch im Investitionsbereich, befriedigt werden. Am guten

Für Ueberweisung der Motion 6 Stimmen Willen des Bundesrates und sicher auch des Parlamentes

Dagegen 22 Stimmen fehlt es nicht und wird es dannzumal auch nicht fehlen.

Die Kommission für Wissenschaft und Forschung befasste

sich am 19. Mai mit diesem Geschäft in Anwesenheit von

Herrn Bundesrat Flavio Cotti und den Herren Dr. Defago,

#ST# 86.060 Direktor, und Dörig, stellvertretender Direktor des Bundes-

amtes für Kulturfragen. Sie empfiehlt Ihnen, auf das

Stiftung Schweizerische Volksbibliothek. Geschäft einzutreten.

Unterstützung Die Institution Schweizerische Volksbibliothek und ihre

Tätigkeit fanden viel Sympathie. Die Diskussion drehte sich

Bibliothèque pour tous. vor allem um die Höhe der Jahresbeiträge. Der Nationalrat

Fondation suisse. Aide hat diese Vorlage am 12. März 1987 behandelt. In der Gros-

sen Kammer wurde bei der Festlegung der Jahresbeiträge in

Botschaft und Beschlussentwurf vom 12. November 1986 (BBI III, 889) einer Eventualabstimmung der Vorschlag der Kommission

Message et projet d'arrêté du 12 novembre 1986 (FF III, 853) auf 1,5 Millionen Franken einem Minderheitsantrag, welcher

Beschluss des Nationalrates vom 12. März 1987 1,9 Millionen sprechen wollte, gegenübergestellt. Mit dem

Décision du Conseil national du 12 mars 1987 knappsten aller Resultate, nämlich mit 67 zu 66 Stimmen,

entschied sich der Rat für 1,9 Millionen Franken. Daraufhin

passierte die Vorlage die Gesamtabstimmung im Nationalrat

mit 108 zu 3 Stimmen.

Unsere Kommission ist der Ansicht, dass eine angemessene

Antrag der Kommission Erhöhung des vom Bundesrat vorgeschlagenen Jahresbei-

Eintreten trages von 1 Million auf 1,5 Millionen Franken vertretbar sei.

Proposition de la commission Sie knüpft daran die Bedingung, dass die eingeleiteten und

Entrer en matire von mir bereits erwähnten Massnahmen zur Verbesserung

der Effizienz der Schweizerischen Volksbibliothek zum

Matossi, Berichterstatter: Die Schweizerische Volksbiblio- Abschluss kommen. Dannzumal könnte über eine schritt-

thek ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, deren Urkunde weise Erhöhung des Bundesbeitrages im Sinne der Eingabe

das Datum vom Mai 1920 trägt. Das Stiftungsstatut wurde im der Stiftung diskutiert werden. Unsere Anträge lauten, es sei

Jahre 1982 neu gefasst und durch ein Organisationsregle- auf das Geschäft einzutreten und im Artikel 1 des Bundesbe-

ment ergänzt. schlusses, wie Sie ihn auf Seite 8 der Botschaft nachlesen

Seit vielen Jahren unterstützt der Bund die Bestrebungen können, sei der jährliche Beitrag auf 1,5 Millionen Franken

der Schweizerischen Volksbibliothek mit Beiträgen. Der festzulegen.

letzte diesbezügliche Kreditbeschluss, datiert vom

17. Dezember 1982, legte für den Zeitraum bis Ende dieses Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

Jahres einen jährlichen Beitrag von einer Million Franken Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

fest. Obwohl Kulturförderung im allgemeinen und Anlage

und Unterhalt von Gemeindebibliotheken im besonderen

primär Sache der Kantone und Gemeinden sein sollte, Detailberatung - Discussion par articles

stellte unsere Kommission mit einigem Erstaunen fest, dass

die Kantonsbeiträge seit einigen Jahren stagnieren und die Titel und Ingress

Gemeindebeiträge an Volksbibliotheken rückläufig sind. Zu Antrag der Kommission

denken gibt vor allem die Tatsache, dass einige finanz- Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

schwache Kantone etwelche Mühe haben, die notwendigen

Mittel für den sehr wünschenswerten Betrieb von Volksbi- Titre et préambule

bliotheken aufzubringen. Proposition de la commission

Aus diesem Grunde begrüsst es unsere Kommission, dass Adhérer à la décision du Conseil national

der Bund weiterhin bereit ist, Beiträge zu leisten, sollte doch

unseres Erachtens das Lesen mit allen Mitteln gefördert Angenommen - Adopté

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Nationalrates (Leuenberger Moritz) Arbeitsunfälle. Beizug der Polizei

Motion du Conseil national (Leuenberger Moritz) Accidents du travail. Obligation

d'avertir la police.

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1987

Année

Anno

Band II

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Ständerat

Conseil Conseil des Etats

Consiglio Consiglio degli Stati

Sitzung 06

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.319

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 10.06.1987 - 08:00

Date

Data

Seite 290-292

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Ref. No 20 015 639

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