Parliamentary Initiative to Restrict Asylum Law Rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe parliamentary initiative proposed a comprehensive revision of the asylum law to implement a more restrictive asylum policy, aiming to reduce the attractiveness of Switzerland for economic migrants and differentiate between them and genuine refugees. The commission recommended not to pursue the initiative, noting that its proposals had already been discussed and rejected during previous revisions of the asylum law, and that the current proposals sought to fundamentally alter the established asylum system, which the commission deemed not justifiable.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 15 CC, Art. 68 GRN, Art. 68 RCN, Art. 2 Titel, Art. 3 Titel, Art. 7 Fallen; Parliamentary Initiative to Restrict Asylum Law Rejected: Le retrait de la qualité de réfugié s'étend au conjoint et aux en- présente modification de la loi sont régies par le nouveau droit.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
26. September 1990 N 1617 Parlamentarische Initiative. Asylgesetz
ment si et comment d'éventuelles conséquences défavora- keits-und Ehemündigkeitsalters auf 18 Jahre. Sie wissen, die
bles pourraient être évitées dans divers domaines du droit. Kommission lehnt die Initiative zwar ab, empfiehlt aber ein-
En outre, il conviendra d'étudier si les possibilités anticipées stimmig, eine entsprechende Motion an den Bundesrat zu
de l'émancipation (art. 15 CC) et de la capacité de contracter überweisen. Mir ist nicht bekannt, dass diese Motion bestritten
mariage (art. 96, al. 2 CC) doivent être adaptées ou suppri- würde. Sollte sie also oppositionslos überwiesen werden,
mées. würde ich meine parlamentarische Initiative zurückziehen.
3. Appréciation de l'initiative quant à la forme
Comme nous l'avons indiqué plus haut, des questions com- Motion der Kommission
plexes devront être résolues en rapport avec l'abaissement de Motion de la commission
l'âge de la majorité civile. Il faudra que, dans le cadre d'une
procédure de consultation, les milieux intéressés aient l'occa- Präsident: Wir behandeln die Motion zuerst. Der Bundesrat ist
sion de se prononcer sur les questions soulevées, en se fon- bereit, die Motion entgegenzunehmen. Wird sie aus der Mitte
dant sur un rapport. des Rates bestritten? - Das ist nicht der Fall.
Pour ce qui est de la forme, la commission est d'avis que, dans
ces conditions, il serait plus opportun d'opter pour une motion Ueberwiesen - Transmis
chargeant le Conseil fédéral d'élaborer un projet, plutôt que
pour une initiative parlementaire en vertu de laquelle le Con- Präsident: Der Initiant zieht damit seine Initiative zurück.
seil national ou la commission compétente devrait rédiger de
son propre chef un projet de révision de la loi.
En voulant jusqu'à présent lier la question de l'abaissement de
l'âge de la majorité civile à d'autres projets de révision du CC,
le Conseil fédéral a manifestement retardé cet objet relative- #ST# 85.242
ment simple par rapport aux autres projets qui sont en cours
(cf. ch. 11). La motion proposée par la commission demande Parlamentarische Initiative
donc expressément que l'abaissement de l'âge de la majorité (Ruf)
civile fasse l'objet d'un projet séparé.
Asylgesetz. Revision
Antrag der Kommission Initiative parlementaire
Die Kommission hat mit 11 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen (Ruf)
beschlossen, dem Nationalrat zu beantragen, der parlamenta- Loi sur l'asile. Revision
rischen Initiative sei keine Folge zu geben.
Die Kommission beantragt einstimmig, ihre Motion zu über- Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
weisen, die das Anliegen des Initianten aufnimmt.
Proposition de la commission
Par 11 voix contre zéro et 5 abstentions, la commission a dé-
cidé de demander au Conseil national de ne pas donner suite Wortlaut der Initiative vom 4. Oktober 1985
à cette initiative parlementaire. Die eidgenössischen Räte werden ersucht, das Asylgesetz
La commission propose par 16 voix et sans opposition de vom 5. Oktober 1979 (SR 142.31) wie folgt zu revidieren:
transmettre sa motion, cette dernière reprenant le point de vue 1. Kapitel: Grundsätze
de l'auteur de l'initiative. Art. 2
Titel
Asylgewährung
Abs. 1
Die Schweiz kann Flüchtlingen aus dem europäisch-abend-
Ad 89.229 ländischen Kulturkreis auf Gesuch hin nach diesem Gesetz
Asyl gewähren.
Motion der Kommission Abs. 2
Mündigkeits- und Ehemündigkeitsalter 18 Die Aufnahme von Flüchtlingen wird den jährlich vom Bund
Motion de la commission festgelegten Einwanderungskontingenten angerechnet und
Majorité civile et capacité de contracter mariage à 18 ans darf diese nicht übersteigen.
Art. 3
Titel
Der Begriff «Flüchtling»
Abs. 1
Wortlaut der Motion vom 14. November 1989 Flüchtlinge sind Ausländer, die in ihrem Heimatstaat oder im
Der Bundesrat wird beauftragt, einen separaten Entwurf zur Land, wo sie zuletzt ansässig waren, wegen ihrer Rasse, Reli-
Revision des Zivilgesetzbuches vorzulegen, wonach die Mün- gion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen
digkeit und Ehemündigkeit erhält, wer das 18. Altersjahr voll- Gruppe oder wegen ihren politischen Anschauungen ernst-
endet hat. haften Nachteilen ausgesetzt sind.
Abs. 2
Texte de la motion du 14 november 1989 Als ernsthafte Nachteile gelten die Gefährdung von Leib, Le-
Le Conseil fédéral est chargé de présenter, dans le cadre de la ben und Freiheit.
révision du Code civil, un projet séparé, selon lequel la majo- Abs. 3
rité civile et la capacité de contracter mariage sont fixées à 18 Unverändert
ans révolus. Art. 5
ersatzlos streichen
Ruf: Zunächst möchte ich Ihnen ganz herzlich danken für Ihre Art. 6
grossmehrheitliche Unterstützung des Anliegens, den 1. Au- Titel
gust zu einem arbeitsfreien Bundesfeiertag in diesem Lande Aufnahme in einem Drittstaat
zu machen. Ich danke vor allem jenen ganz herzlich, die dabei Abs. 1
vielleicht über einen parteipolitischen Schatten springen Das Asylgesuch eines Ausländers wird abgelehnt,
mussten. Es geht hier um die Sache. a. wenn er in einem ändern Staat aufgenommen worden ist,
Es ist Zufall, dass heute drei parlamentarische Initiativen von b. wenn er sich vor seiner Einreise einige Zeit in einem Dritt-
mir traktandiert sind. Diese hier gilt der Senkung des Mündig- staat aufgehalten hat, in den er zurückkehren kann;
Initiative parlementaire. Loi sur l'asile 1618 N 26 septembre 1990
c. wenn er in einen Drittstaat ausreisen kann, in dem Angehö- Abs.1
rige oder Personen leben, zu denen er enge Beziehungen hat. Das Bundesamt entscheidet aufgrund der Akten.
Abs. 2 Abs. 2
Das Asylgesuch eines Ausländers, der sich im Ausland befin- Nötigenfalls kann es den Sachverhalt in Ausnahmefällen zu-
det, wird abgelehnt, wenn es ihm zugemutet werden kann, sätzlich abklären und den Gesuchsteller persönlich befragen.
sich in einem ändern Staat um Aufnahme zu bemühen. Abs. 3-6
Art. 7 Fallen weg
Titel
Familienvereinigung
Abs. 1 4. Abschnitt: Stellung während des Asylverfahrens
Unverändert Art. 19
Abs. 2 Titel
Ersatzlos streichen Grundsatz
Art. 8 Abs. 1
Titel Wer ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt hat, steht bis zum
Asylunwürdigkeit und Gefährdung der Staatssicherheit Abschluss des Verfahrens unter dem Schutz des Schweizer
Abs. 1 Rechts, sofern sein Gesuch nicht offensichtlich missbräuchli-
Einem Ausländer wird kein Asyl gewährt, cherweise gestellt wurde und nicht offensichtliche Asylunwür-
a. wenn er nicht aus dem europäisch-abendländischen Kultur- digkeit (Art. 8) vorliegt. Der Gesuchsteller hat jedoch keinen
kreis stammt; Anspruch darauf, sich während dieser Zeit in der Schweiz auf-
b. wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens verur- zuhalten. Er wird weggewiesen, wenn ihm die Weiterreise in ei-
teilt worden ist; nen Drittstaat möglich und zumutbar ist, namentlich wenn er
c. wenn er die innere oder die äussere Sicherheit der Schweiz sich dort vor der Einreise in die Schweiz einige Zeit aufgehal-
verletzt hat oder gefährdet; ten hat oder dort nahe Angehörige oder andere Personen le-
d. wenn er illegal in die Schweiz eingereist ist. ben, zu denen er enge Beziehungen hat.
Abs. 2 Abs. 2
Wird das Asylgesuch offensichtlich missbräuchlich gestellt Unverändert
oder liegt offensichtliche Asylunwürdigkeit gemäss Absatz 1 Abs. 3
vor, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Fällt weg
Art. 9 Art. 19a
Titel Titel
Asylgewährung in Ausnahmesituationen Mitwirkungspflicht und Zustelldomizil
Abs. 1 Abs. 7
In Zeiten erhöhter internationaler Spannungen oder bei Aus- Der Gesuchsteller, der sich in der Schweiz aufhält, ist verpflich-
brueh eines bewaffneten Konfliktes, an dem die Schweiz nicht tet, sich während des Verfahrens den kantonalen Behörden
beteiligt ist, sowie bei erhöhtem Zustrom von Asylgesuchstel- oder dem Bundesamt zur Verfügung zu halten. Er hat seine
lern in Friedenszeiten, der die Aufnahmemöglichkeiten des Adresse und jede Aenderung der kantonalen Behörde mitzu-
Bundes und der Kantone übersteigt, gewährt sie Flüchtlingen teilen.
so lange Asyl, als dies im Landesinteresse verantwortbar und Abs. 2
nach den Umständen möglich ist. Eine Zustellung oder Mitteilung an die letzte Adresse des Ge-
Abs. 2-4 suchstellers oder den von ihm bezeichneten Vertreter ist
Unverändert rechtsgültig, selbst wenn die Sendung als unzustellbar zu-
Art. 9a rückkommt.
Titel Abs. 3
Vorbereitende Massnahmen der Kantone Die kantonale Behörde weist den Gesuchsteller auf diese Zu-
Abs. 1 stellungsvorschriften hin.
Die Kantone treffen im Hinblick auf Ausnahmesituationen vor- Art. 20
bereitende Massnahmen. Sie sehen die erforderliche Organi- Titel
sation für die ihnen obliegenden Aufgaben vor. Aufenthaltsort, Unterhalt und Unterbringung
Abs. 2 Abs. 1
Das Departement erstellt eine Betreuungskonzeption und un- Das Bundesamt oder die kantonalen Behörden weisen den
terstützt die Kantone in ihren Vorbereitungen. Gesuchsteller in ein Transferzentrum ein.
Abs. 2
Wenn der Gesuchsteller seinen Unterhalt nicht aus eigenen
2. Kapitel: Verfahren Mitteln bestreiten kann und auch Dritte nicht für ihn aufkom-
2. Abschnitt: Asylgesuch an der Grenze oder im Inland men, erhält er vom Kanton die nötigen Naturalleistungen so-
Art. 15 wie Gutscheine, jedoch kein Taschengeld, für die persönli-
Titel chen Bedürfnisse.
Verfahren im Kanton Art. 20a
Abs. 1,2 Titel
Unverändert Bundesbeiträge
Abs. 3 Wortlaut
Der Gesuchsteller wird vorgängig auf seine Rechte hingewie- Der Bund vergütet dem Kanton für jeden Gesuchsteller die
sen. während des Verfahrens entstandenen Fürsorgeauslagen.
Abs. 4 Art. 21
Jeder Gesuchsteller wird zu seiner Identifizierung und Indivi- Titel
dualisierung erkennungsdienstlich erfasst. Beschäftigung
Abs. 5 Abs. 1
Die kantonale Behörde überweist die Akten alsdann dem Bun- Der Gesuchsteller wird im Rahmen der Zentrumsgemein-
desamt. Dieses sorgt dafür, dass die erkennungsdienstlichen schaft zu regelmässiger Arbeit im Dienste gemeinnütziger Auf-
Ergebnisse den übrigen Kantonen umgehend zu Vergleichs- gaben eingesetzt.
zwecken zur Verfügung stehen. Abs. 2
Art. 16 Die Arbeitsleistung erfolgt unentgeltlich und gilt als Kompen-
Titel sation für den Aufwand des Gastlandes während des Asylver-
Verfahren vor dem Bundesamt fahrens.
26. September 1990 N 1619 Parlamentarische Initiative. Asylgesetz
Abs. 3 Titel
Während des Asylverfahrens ist dem Gesuchsteller jegliche Ausrichtung
Erwerbstätigkeit untersagt. Abs. 1
Art. 21a Fürsorgeleistungen werden nach den für Schweizer Bürger
Titel geltenden Grundsätzen ausgerichtet.
Wegweisung bei Asylverweigerung Abs. 2
Abs. 1 Unverändert
Wird auf das Asylgesuch nicht eingetreten (Art. 8 Abs. 2), so Art. 38
wird die Wegweisung vom Bundesamt verfügt und durch den Titel
Aufenthaltskanton unverzüglich vollzogen. Wird das Asylge- Ausschlussgründe
such abgelehnt, so verfügt das Bundesamt die Wegweisung Abs. 1
aus der Schweiz, die vom Aufenthaltskanton innert 30 Tagen Unverändert
zu vollziehen ist. Abs. 2
Abs. 2 Organisationen und Privatpersonen, die Flüchtlinge in die
Die Wegweisung erfolgt grundsätzlich in den Heimatstaat. Ist Schweiz eingeladen haben, kommen Vollumfänglich selbst für
dies nicht zumutbar, wird der Betroffene in ein dafür sich bereit diese auf.
findendes Drittland (insbesondere gemäss Art. 6 Abs. 1 ; wenn Art. 40
möglich in seinem eigenen Kulturkreis) oder in ein internatio- Titel
nales Flüchtlingslager überstellt. Rückerstattung
Abs. 3 Abs. 1
Der Aufenthaltskanton meldet den Vollzug unverzüglich dem Unverändert
Bundesamt. Abs. 2
Art. 21b Wenn der Empfänger von Fürsorgeleistungen nachträglich in
Titel den Besitz von Mitteln gelangt und für ihn und seine Familie
Ausreisekosten ein Lebensunterhalt entsprechend dem betreibungsrechtli-
Wortlaut chen Existenzminimum gesichert ist, muss er die erhaltenen
Der Bund übernimmt die mit der Ausreise verbundenen Ko- Fürsorgeleistungen zurückerstatten.
sten von mittellosen Gesuchstellern und mittellosen Asylbe- Abs. 3
werbern, deren Asylgesuch abgelehnt wurde. Der Flüchtling muss die Fürsorgeleistungen, die er vor dem
vollendeten 20. Altersjahr oder die er für seine Ausbildung be-
5. Abschnitt: Aufnahme von Gruppen zogen hat, nur dann zurückerstatten, wenn er in der Schweiz
Art. 22, 23 bleibt und hier eine Erwerbstätigkeit ausübt.
Ersatzlos streichen Abs. 4
Der Anspruch auf Rückerstattung verjährt zwei Jahre nach-
3. Kapitel: Rechtsstellung der Flüchtlinge dem das Bundesamt davon Kenntnis erhalten hat, in jedem
Art 27 Fall aber zehn Jahre nach seiner Entstehung. Die Höhe der
Titel Rückerstattungsforderung wird der eingetretenen Inflation an-
Erwerbstätigkeit gepasst.
Abs. 1 Abs. 5
Einem Flüchtling, dem die Schweiz Asyl gewährt hat, wird eine Unverändert
Erwerbstätigkit sowie der Stellen- und Berufswechsel entspre-
chend seinem Aufenthaltsstatus bewilligt. 5. Kapitel: Beendigung des Asyls
Abs. 2 Art. 41
Der erwerbstätige Flüchtling wird dem Fremdarbeiterkontin- Titel
gent angerechnet. Widerruf
Art. 28 Abs. 1, 2
Titel Unverändert
Niederlassung Abs. 3
Wortlaut Die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft erstreckt sich
Der Flüchtling, der sich seit mindestens zehn Jahren ord- auch auf den Ehegatten und die Kinder.
nungsgemäss in der Schweiz aufhält und gegen den kein Aus- Art. 42
weisungsgrund vorliegt, hat Anspruch auf die Niederlas- Titel
sungsbewilligung. Wohnsitzverlegung ins Ausland
Art. 30 Wortlaut
Titel Das Asyl in der Schweiz erlischt, wenn sich der Flüchtling wäh-
Sozialversicherungen rend mehr als einem Jahr im Ausland aufgehalten hat oder
Abs. 1 wenn er in einem anderen Land Asyl oder die Bewilligung zum
Bisheriger Text wird Absatz 1 dauernden Verbleiben erhalten hat.
Abs. 2 Abs. 2
Der notwendige finanzielle Ausgleich der Sozialversiche- Ersatzlos streichen
rungswerke wird durch Sonderbeiträge des Bundes sicherge- Art. 43
stellt. Titel
4. Kapitel: Fürsorge Ausweisung
2. Abschnitt: Fürsorgeleistungen Abs. 1
Art. 36 Ein Flüchtling, dem die Schweiz Asyl gewährt hat, wird in be-
Titel zug auf die Ausweisung gemäss seinem Aufenthaltsstatus be-
Verfahren handelt.
Abs. 1 Abs. 2
Unverändert ' Unverändert
Abs. 2 Art. 44
Der Flüchtling kann den Entscheid des Hilfswerkes an das Titel
Bundesamt weiterziehen, das endgültig entscheidet. Entscheid
Abs. 3 Wortlaut
Unverändert Das Bundesamt entscheidet als erste, das Departement als
Art. 37 zweite und letzte Instanz über die Beendigung des Asyls.
Initiative parlementaire. Loi sur l'asile 1620 N 26 septembre 1990
Art. 45 Al. 3
Titel Inchangé
Grundsatz der Nichtrückschiebung Art. 5
Abs. 1 Biffer
Der anerkannte Flüchtling darf nicht zur Ausreise in ein Land Art. 6
gezwungen werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Titre
Freiheit aus einem Grund nach Artikel 3 Absatz 1 gefährdet Admission dans un pays tiers
sind. AI.1
Abs. 2 La demande d'asile présentée par un étranger est rejetée:
Auf diese Bestimmung kann sich eine Person nicht berufen, a. s'il a été accueilli dans un autre pays;
wenn Gründe dafür vorliegen, dass sie die Sicherheit der b. si, avant d'entrer en Suisse, il a séjourné quelque temps
Schweiz gefährdet, oder wenn sie als gemeingefährlich gelten dans un pays tiers où il peut retourner;
muss, weil sie wegen eines schweren Verbrechens oder Ver- c. s'il peut se rendre dans un pays tiers où vivent de proches
gehens rechtskräftig verurteilt worden ist. parents ou d'autres personnes avec lesquelles il a d'étroites
attaches.
6. Kapitel: Rechtsschutz Al. 2
Art. 47 La demande d'asile présentée par une personne se trouvant à
Titel l'étranger est rejetée lorsque l'on est en droit d'attendre de
Beschwerdebehörden cette personne qu'elle s'efforce de se faire admettre dans un
Abs. 1 autre pays.
Unverändert Art. 7
Abs. 2 Titre
Die Beschwerde gegen Verfügungen und Beschwerdeent- Regroupement familial
scheide von Bundesbehörden oder letzten kantonalen Instan- AI.1
zen richtet sich nach den allgemeinen Bestimmungen über Inchangé
die Bundesrechtspflege. Die Artikel 11 Absatz 2,17 Absatz 2, Al. 2
19 Absatz 2, 21 a Absatz 1, 36 Absatz 2 und 44 dieses Geset- Biffer
zes bleiben vorbehalten. Art. 8
Art. 48 Titre
Titel Indignité et mise en danger de la sûreté de l'Etat
Internationale Zusammenarbeit Al. 1
Wortlaut L'asile n'est pas accordé à l'étranger
Der Bund beteiligt sich an der Lösung von Flüchtlingsproble- a. qui n'est pas de culture occidentale européenne;
men auf internationaler Ebene. Er unterstützt internationale b. qui a été condamné pour un crime ou un délit;
Hilfswerke bei ihrer Tätigkeit. c. qui a porté atteinte à la sûreté intérieure ou extérieure de la
Art. 49 Suisse ou qui la compromet;
Titel d. qui est entré illégalement en Suisse.
Beratende Kommission Al. 2
Wortlaut La demande d'asile est déclarée irrecevable lorsqu'elle est
Der Bundesrat setzt eine beratende Kommission für Flücht- manifestement abusive ou que le requérant n'est manifeste-
lingsfragen ein. Ihre Zusammensetzung hat den verschiede- ment pas digne, pour l'un des motifs mentionnés au 1er ali-
nen Strömungen im Schweizervolk Rechnung zu tragen. néa, de se voir accorder l'asile.
Art. 9
8. Kapitel: Schlussbestimmung Titre
Schlussbestimmungen dieser Gesetzesänderung Octroi de l'asile dans des circonstances exceptionnelles
Für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Gesetzesände- Al. 1
rung hängigen Verfahren gilt das neue Recht. En période de tension internationale grave, en cas de conflit
armé dans lequel la Suisse n'est pas engagée ou lorsque, en
Texte de l'initiative parlementaire du 4 octobre 1985 temps de paix, l'afflux de demandeurs d'asile est tel qu'il dé-
Les Chambres fédérales sont invitées à modifier comme il suit passe les possibilités d'accueil de la Confédération et des can-
la loi du 5 octobre 1979 sur l'asile (RS 142.31): tons, la Suisse accorde l'asile à des réfugiés aussi longtemps
Chapitre 1er: Principes que cela n'est pas contraire à l'intérêt du pays et que les cir-
Art. 2 constances le permettent.
Titre Al. 3-4
Octroi de l'asile Inchangés
AU Art. 9a
La Suisse peut accorder sur demande l'asile à des réfugiés de Titre
culture occidentale européenne, conformément aux disposi- Mesures préparatoires des cantons
tions de la présente loi. Al. 1
Al. 2 Les cantons prennent des mesures préparatoires en prévision
Le nombre de réfugiés accueillis est imputé au contingent de situations exceptionnelles. Ils prévoient l'organisation né-
d'immigration fixé chaque année par la Confédération et ne cessaire pour pouvoir assumer les tâches qui leur incombent.
doit pas le dépasser. Al. 2
Art. 3 Le département élabore une conception relative à l'assistance
Titre et aide les cantons dans leurs travaux préparatoires.
Définition du terme «réfugié»
AI.1
Sont des réfugiés les étrangers qui, dans leur pays d'origine Chapitre 2: Procédure
ou le pays de leur dernière résidence, sont exposés à de sé- Section 2: Demande d'asile présentée à la frontière ou dans le
rieux préjudices en raison de leur race, de leur religion, de leur pays
nationalité, de leur appartenance à un groupe social déter- Art. 15
miné ou de leurs opinions politiques. Titre
Al. 2 Procédure dans le canton
Sont considérés comme sérieux préjudices la mise en danger Al. 1,2
de la vie, de l'intégrité corporelle ou de la liberté. Inchangés
26. September 1990 N 1621 Parlamentarische Initiative. Asylgesetz
AI. 3 Texte
Le requérant est avisé à l'avance de ses droits. La Confédération rembourse aux cantons les frais d'assis-
Al. 4 tance que le requérant a occasionnés durant la procédure.
L'autorité cantonale établit une fiche anthropométrique pour Art. 21
chaque requérant afin de permettre son identification. Titre
Al. 5 Occupation
Elle transmet ensuite le dossier à l'office fédéral. Celui-ci veille AI.1
à ce que les données anthropométriques soient immédiate- Le requérant est affecté de façon suivie à un travail d'utilité col-
ment communiquées aux autres cantons, à des fins de com- lective dans le cadre du centre communautaire.
paraison. Al. 2
Art. 16 Le travail fourni n'est pas rétribué; il est considéré comme une
Titre compensation pour les dépenses du pays hôte pendant la
Procédure devant l'office fédéral procédure d'asile.
AI.1 Al. 3
L'office fédéral statue sur la base du dossier. II est interdit au requérant d'exercer une activité lucrative quel-
Al. 2 conque pendant la procédure d'asile.
Au besoin, il peut procéder, dans des cas exceptionnels, aune Art. 21a
enquête complémentaire afin d'établir les faits et entendre le Titre
requérant en personne. Renvoi lors du refus de l'asile
Al. 3-6 Al. 1
Supprimés Lorsque la demande d'asile est déclarée irrecevable (art. 8,
2e al.), l'office fédéral décide le renvoi, qui est exécuté sans
délai par le canton de séjour. Lorsque la demande d'asile est
rejetée, l'office fédéral décide le renvoi de Suisse, qui doit être
Section 4: Statut pendant la procédure d'asile exécuté par le canton de séjour dans un délai de 30 jours.
Art. 19 Al. 2
Titre En règle générale, la personne touchée par cette mesure est
Principe renvoyée dans son pays d'origine. Si cela ne peut être raison-
Al. 1 nablement exigé, elle est transférée dans un pays tiers qui est
La personne qui a présenté une demande d'asile en Suisse prêt à la recevoir (notamment au sens de l'art. 6,1 er al. ; si pos-
reste sous la protection du droit suisse jusqu'à la fin de la pro- sible dans un pays relevant de la même culture) ou dans un
cédure, pour autant que la demande ne soit pas manifeste- camp international de réfugiés.
ment abusive et que la personne ne soit pas manifestement in- Al. 3
digne de l'asile (art. 8). Cependant, le fait qu'une procédure Le canton de séjour informe immédiatement l'office fédéral de
est en cours ne lui donne pas le droit de séjourner en Suisse. l'exécution du renvoi.
Elle est renvoyée si un départ à destination d'un pays tiers est Art. 21 b
possible et peut raisonnablement être exigé d'elle, notamment Titre
si, avant de venir en Suisse, elle a séjourné quelque temps Frais de voyage
dans ce pays ou si de proches parents ou d'autres personnes Texte
avec lesquelles elle a d'étroites attaches y vivent. La Confédération prend à sa charge les frais de voyage des
Al. 2 demandeurs d'asile indigents qui quittent la Suisse et des per-
Inchangé sonnes indigentes dont la demande d'asile a été rejetée.
Al. 3
Supprimé
Art. 19a Section 5: Admission de groupes de réfugiés
Titre Art. 22, 23
Devoir de coopérer et adresse pour les notifications Biffer
Al. 1
Pendant la procédure, le requérant qui séjourne en Suisse doit
se tenir à la disposition de l'autorité cantonale ou de l'office fé- Chapitre 3: Statut des réfugiés
déral. Il a l'obligation de communiquer à l'autorité cantonale Art. 27
son adresse ainsi que tout changement. Titre
Al. 2 Activité lucrative
Une notification ou une communication envoyée à la dernière Al. 1
adresse connue du requérant ou du représentant qu'il a dési- Le réfugié auquel la Suisse a accordé l'asile est autorisé à
gné est juridiquement valable, même si l'envoi vient en retour exercer une activité lucrative et à changer de place et de pro-
parce qu'il n'a pas pu être remis au destinataire. fession, selon le statut qui régit son séjour.
Al. 3 Al. 2
L'autorité cantonale avertit le requérant de ces prescriptions Le réfugié exerçant une activité lucrative est imputé au contin-
relatives à la notification. gent de travailleurs étrangers.
Art. 20 Art. 28
Titre Titre
Lieu de séjour, entretien et logement Etablissement
Al. 1 Texte
L'office fédéral ou les autorités cantonales placent le requérant Le réfugié qui séjourne régulièrement en Suisse depuis dix
dans un centre de transfert. ans au moins a droit au permis d'établissement si aucun motif
Al. 2 d'expulsion ne s'y oppose.
Si le requérant n'est pas en mesure de subvenir à son entre- Art. 30
tien par ses propres moyens et si aucun tiers ne le fait, il reçoit Titre
du canton, pour ses besoins personnels, les prestations en Assurances sociales
nature nécessaires ainsi que des bons, mais pas d'argent de AI.1
poche. Le texte actuel devient le 1 er alinéa
Art. 20a Al. 2
Titre La Confédération verse aux assurances sociales des contribu-
Subventions fédérales tions spéciales à titre d'indemnités compensatrices.
Initiative parlementaire. Loi sur l'asile 1622 N 26 septembre 1990
Chapitre 4: Assistance accordé l'asile est traité conformément au statut qui régit son
Section 2: Prestations d'assistance séjour.
Art. 36 Al. 2
Titre Inchangé
Procédure Art. 44
Al. 1 Titre
Inchangé Décision
Al. 2 Texte
Le réfugié peut déférer la décision de l'oeuvre d'entraide à l'of- L'office fédéral décide en première, le département en
fice fédéral, qui statue définitivement. deuxième et dernière instance sur la fin de l'asile.
Al. 3 Art. 45
Inchangé Titre
Art. 37 Principe du non-refoulement
Titre Al. 1
Allocation des prestations La personne à laquelle on a accordé le statut de réfugié ne
AI.1 peut être contrainte de se rendre dans un pays où sa vie, son
Les prestations d'assistance sont allouées d'après les princi- intégrité corporelle ou sa liberté serait menacée pour l'un des
pes applicables aux citoyens suisses. motifs mentionnés à l'article 3,1 er alinéa.
Al. 2 Al. 2
Inchangé Le bénéfice de la présente disposition ne peut toutefois pas
Art. 38 être invoqué par une personne lorsqu'il y a des raisons d'ad-
Titre mettre qu'elle compromet la sûreté de la Suisse ou lorsque,
Motifs d'exclusion ayant été condamnée par un jugement passé en force à la
Al. 1 suite d'un crime ou délit grave, elle doit être considérée
Inchangé comme dangereuse pour la communauté.
Al. 2
Les organisations et les particuliers qui ont invité des réfugiés Chapitre 6: Protection juridique
à venir en Suisse subviennent eux-mêmes à tous les besoins Art. 47
de ceux-ci. Titre
Art. 40 Autorités de recours
Titre Al. 1
Remboursement Inchangé
Al. 1 Al. 2
Inchangé Le recours contre les décisions et les prononcés sur recours
AI. 2 d'autorités fédérales et contre les décisions cantonales de der-
Si la personne qui a reçu des prestations d'assistance revient nière instance est régi par les dispositions générales de la pro-
par la suite à meilleure fortune et si son entretien et celui de sa cédure fédérale. Les articles 11, 2e alinéa, 17, 2e alinéa, 19,
famille sont assurés au niveau du minimum vital, au sens de la 2e alinéa, 21 a, 1 er alinéa, 36,2e alinéa et 44 de la présente loi
loi sur la poursuite, elle doit rembourser ces prestations. sont réservés.
Al. 3 Art. 48
Le réfugié ne doit pas rembourser les prestations d'assistance Titre
qu'il a reçues avant l'âge de vingt ans révolus ou en vue de sa Collaboration internationale
formation professionnelle, s'il reste en Suisse et y exerce une Texte
activité lucrative. La Confédération participe aux efforts entrepris sur le plan
Al. 4 international pour résoudre les problèmes relatifs aux réfu-
Le droit au remboursement se prescrit par deux ans à compter giés. Elle soutient l'activité des oeuvres d'entraide internatio-
du jour où l'office fédéral en a eu connaissance, mais, dans nales.
tous les cas, par dix ans dès la naissance de ce droit. Les mon- Art. 49
tants à rembourser sont adaptés au renchérissement. Titre
Al. 5 Commission consultative
Inchangé Texte
Le Conseil fédéral institue une commission consultative pour
Chapitre 5: Fin de l'asile les questions relatives aux réfugiés. La composition de celle-ci
Art. 41 doit refléter les différentes tendances qui se font jour dans la
Titre population suisse.
Révocation
Al. 1,2 Chapitre 8: Dispositions finales
Inchangés Disposition finale de la présente modification de la loi
Al. 3 Les procédures pendantes à la date d'entrée en vigueur de la-
Le retrait de la qualité de réfugié s'étend au conjoint et aux en- présente modification de la loi sont régies par le nouveau droit.
fants du réfugié.
Art. 42 Herr Fischer-Hägglingen unterbreitet im Namen der Kommis-
Titre sion den folgenden schriftlichen Bericht:
Transfert du domicile à l'étranger
Al. 1 1. Am 4. Oktober 1985 reichte Nationalrat Ruf eine parlamen-
L'asile en Suisse prend fin lorsque le réfugié a séjourné pen- tarische Initiative in der Form des ausgearbeiteten Entwurfes
dant plus d'un an à l'étranger ou qu'il a obtenu dans un autre ein. Er unterbreitet den Räten eine umfassende Teilrevision
pays l'asile ou l'autorisation d'y résider à demeure. des Asylgesetzes mit dem Ziel, eine restriktivere Asylpolitik
Al. 2 des Bundes einzuführen.
Biffer 2. Die mit der Vorberatung von Fragen der Asylpolitik betraute
Art. 43 Kommission gab am 29. April 1986 dem Initianten Gelegen-
Titre heit, zu seinem Vorstoss Stellung zu nehmen (Artikel 21quin-
Expulsion quies des Geschäftsverkehrsgesetzes).
Al. 1 Nationalrat Ruf wies in der mündlichen Stellungnahme auf
En ce qui concerne l'expulsion, un réfugié auquel la Suisse a seine Ausführungen zum Rückweisungsantrag und den ein-
26. September 1990 N 1623 Parlamentarische Initiative. Asylgesetz
zelnen Anträgen bei der Beratung des revidierten Asylgeset- dung zahlreicher gravierender Entwurzelungs- und Integrati-
zes hin (vgl. Amtliches Bulletin NR 1986, S. 257ff.) sowie auf onsprobleme - eine Folge der Wanderungsströme - angegan-
die Begründung seiner parlamentarischen Initiative betreffend gen werden könnte.
ein Moratorium für die Aufnahme von Flüchtlingen (85.226 Wir haben bei der Beratung des dringlichen Bundesbeschlus-
Amtliches Bulletin NR 1985, S. 1468ff.). ses zum Asylverfahren in der letzten Session die wichtigsten
3. Die Kommission stellt fest, dass die Vorschläge von Natio- Elemente der in der parlamentarischen Initiative enthaltenen
nalrat Ruf bei der Beratung des revidierten Asylgesetzes im Konzeption als Rückweisungsantrag beziehungsweise als De-
Rat eingebracht und diskutiert wurden. Dieser hat somit zu tailanträge eingebracht und einlässlich begründet. Ich ver-
den Anliegen des Initianten bereits Stellung genommen. zichte, auch aus zeitlichen Gründen, auf eine materielle Erläu-
Aus diesem Grund hat die Kommission beschlossen, der par- terung. Erwartungsgemäss wurden unsere Vorschläge leider
lamentarischen Initiative keine Folge zu geben. Sie erachtet es abgelehnt, obwohl die bundesrätliche Asylpolitik krass ver-
auch nicht als angebracht, die Anträge des Initianten in der sagt hat, wie sich leider je länger je mehr zeigt, und nicht in der
Form eines Vorstosses einzubringen. Lage ist zu verhindern, dass die kleine, stark übervölkerte
Schweiz von immer mehr unechten Flüchtlingen aus aller Welt
M. Fischer-Hägglingen, au nom de la commission, présente überflutet wird!
le rapport écrit suivant: Auch die dritte Revision des Asylverfahrens wird leider keine
wesentliche Besserung der bisherigen Misere bewirken, weil
1. Le 4 octobre 1985, le conseiller national Ruf a déposé une die Attraktivität unseres Landes für Wirtschaftsasylanten nicht
initiative parlementaire sous la forme d'un projet rédigé de tou- beseitigt, sondern erneut vorwiegend Verfahrenskosmetik be-
tes pièces. Il soumet aux Chambres un vaste projet de révision trieben worden ist. Angesichts der sich dramatisch zuspitzen-
partielle de la loi sur l'asile, qui vise à introduire une politique den Lage im Asylbereich sind eingreifende Massnahmen im
de la Confédération plus restrictive en matière d'asile. Sinne der parlamentarischen Initiative unerlässlich! Der Un-
2. Le 29 avril 1986, la commission chargée de l'examen préa- mut im Volke, Sie wissen es sehr wohl, in den Kantonen und in
lable des questions touchant à la politique de l'asile a donné à den Gemeinden wächst ständig angesichts der sich verschär-
l'auteur de l'initiative l'occasion de commenter son interven- fenden Unterbringungsprobleme sowie der zunehmenden
tion (art. 21quinquies LREC). Missbräuche des Asylrechts durch Betroffene. Lesen Sie als
Dans son exposé oral, le conseiller national Ruf a rappelé les Beispiel einmal Seite 3 des heutigen «Blick», vor allem aber
explications qu'il avait données concernant la proposition de die Leserbriefe auf Seite 8. Dann bekommen Sie einen Ein-
renvoi et les diverses propositions faites lors du débat relatif à druck davon, wie die Stimmung im Volke ist.
la révision de la loi sur l'asile (cf. B.off. N 1986, E 257 ss) ainsi Ich weiss, dass mein Appell an Sie erneut vergeblich ist. Aber
que l'exposé des motifs qu'il a fourni à l'appui de son initiative denken Sie einmal auch an das Volk, an Ihre Wähler und vor
parlementaire concernant un moratoire dans l'accueil des ré- allem auch an die Tatsache, dass unser Land bereits einen viel
fugiés (85.226 B.off. N 1985, E 1468 ss). grösseren Ausländeranteil hat als andere Staaten. Alles in al-
3. La commission relève que les propositions du conseiller na- lem sind es mehr als 1,5 Millionen, wenn man alle Kategorien,
tional Ruf ont été présentées au conseil et discutées lors du auch die nichtoffiziellen, mitzählt. Die Schweiz kann aus ökolo-
débat sur la révision de la loi sur l'asile. Le conseil s'est donc gischen, demographischen und kulturellen Gründen aber si-
déjà prononcé sur les demandes de l'auteur de l'initiative. cherlich kein Einwanderungsland sein! Deshalb beantrage ich
C'est pourquoi la commission a décidé de ne pas donner suite Ihnen Ueberweisung der Initiative an die Kommission, die den
à cette initiative parlementaire. Elle n'estime pas non plus incli- Text bekanntlich noch abändern beziehungsweise einen eige-
qué de reprendre les propositions de l'auteur de l'initiative en nen Vorschlag unterbreiten kann.
déposant une intervention.
Fischer-Hägglingen, Berichterstatter: Sie haben mitbekom-
Antrag der Kommission men, dass diese parlamentarische Initiative im Vorfeld der
Die Kommission beantragt einstimmig, der parlamentarischen zweiten Revision eingereicht worden ist. Wir haben anlässlich
Initiative keine Folge zu geben. der zweiten Revision des Asylgesetzes eingehend über die
Anträge von Herrn Ruf diskutiert und sie abgelehnt. Seither ha-
Antrag Ruf ben wir, nämlich in der Junisession, eine dritte Revision durch-
Der Initiative Folge geben geführt. Es wäre ohne weiteres möglich gewesen, dass Herr
Ruf seine Vorschläge im Rahmen dieser Revision wieder ein-
Proposition de la commission gebracht hätte. Es wäre ihm aber vermutlich das gleiche
La commission propose à l'unanimité de classer l'initiative Schicksal zuteil geworden wie bei der zweiten Revision.
parlementaire du conseiller national Ruf. Darum beantrage ich Ihnen, dieser parlamentarische Initiative
keine Folge zu geben. Sie verfolgt letztlich das Ziel, unser Asyl-
Proposition Ruf recht, so wie wir es konzipiert haben, aus den Angeln zu he-
Donner suite à l'initiative ben. Das können wir nicht verantworten.
Ruf: Sie werden verstehen, dass ich diese parlamentarische Abstimmung - Vote
Initiative nicht zurückziehen kann und die fünf Minuten, die mir
zur Verfügung stehen, nutze. Die Initiative stammt bereits aus Für den Antrag der Kommission
dem Jahre 1985, wurde x-mal traktandiert und immer wieder (keine Folge geben) 75 Stimmen
verschoben. Heute ist sie im Grund der Dinge eigentlich noch Für den Antrag Ruf
aktueller als zum Zeitpunkt des Einreichens. (Folge geben) 2 Stimmen
Der Vorstoss verlangt in verschiedenen Punkten eine umfas-
sende Verschärfung des Asylgesetzes mit dem Ziel, die Attrak-
tivität der Schweiz für Asylsuchende aus wirtschaftlichen
Gründen zugunsten der kleinen Minderheit der echten Flücht-
linge - Sie wissen, es sind weniger als 5 Prozent nach Ab-
schluss der Beurteilungsverfahren - zu senken und dadurch
zu verhindern, dass unser kleines, stark übervölkertes Land
noch mehr von einer neuzeitlichen Völkerwanderung betrof-
fen wird!
Die Initiative sieht jedoch auch die Betreuung von Asylbewer-
bern in deren geographischen Herkunftsregionen vor, womit
das ganze komplexe und weltweite Problem mit gleichem
oder geringerem Mitteleinsatz viel effizienter und unter Vermei-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Ruf) Asylgesetz. Revision
Initiative parlementaire (Ruf) Loi sur l'asile. Révision
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1990
Année
Anno
Band IV
Volume
Volume
Session Herbstsession
Session Session d'automne
Sessione Sessione autunnale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.242
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 26.09.1990 - 16:00
Date
Data
Seite 1617-1623
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Ref. No 20 018 991
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