Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 85-027 KI-generiert

Swiss Federal Railways 1984 Annual Report and Accounts Debate and Approval

Geschäftsnummer VPB 85-027
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The National Council debated the Swiss Federal Railways' (SBB) 1984 annual report and accounts. Discussions focused on financial performance, operational efficiency, personnel matters, investment strategies, and tariff policies, with various parties expressing both praise for improvements and concerns about long-term sustainability and service quality. The council ultimately approved the report and accounts, acknowledging the SBB's efforts to increase attractiveness and efficiency while also highlighting areas needing further attention, such as infrastructure investment and competitive pricing.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 66 al. 1 LTF; Swiss Federal Railways 1984 Annual Report and Accounts Debate and Approval: Discussions focused on financial performance, operational efficiency, personnel matters, investment strategies, and tariff policies, with various parties expressing both praise for improvements and concerns about long-term sustainability and service quality. The council ultimately approved the report and accounts, acknowledging the SBB's efforts to increase attractiveness and efficiency while also highlighting areas needing further attention, such as infrastructure investment and competitive pricing.

Schlagwörter

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Jahresbericht Genehmigung des Berichts Finanzdienstleistung allgemeine Buchhaltung Finanzpolitik Sonderprüfung
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

This provision is cited in the dispositive for the allocation of costs.

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Volltext

CFF. Gestion et comptes 1984 904 N 6 juin 1985

Absatzes enthält Angriffe auf unsere Hochschulen. Man Die Bautengruppe beantragt Ihnen einstimmig, dem

mutet ihnen insbesondere auch eine völlige Umstrukturie- Beschluss des Ständerates zu folgen, d.h. auf die Vorlage

rung zu. Davon hat sich der Bundesrat ausdrücklich distan- einzutreten und dem Ihnen unterbreiteten Beschlussentwurf

ziert. zuzustimmen.

Im letzten Absatz ist die Rede von Klärschlamm. Ich muss

Ihnen sagen, dass es ein Problem darstellt, wie dieser Klär- Präsident: Die Bautengruppe beantragt Ihnen Zustimmung

schlamm beseitigt werden kann. zum Beschlussentwurf.

Auch diesen letzten Absatz haben wir ja nur zur Prüfung

entgegengenommen. Wir werden den Hochschulen selbst- Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen

verständlich nicht hineinreden, wie sie solche Probleme Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

behandeln sollen. Aber Sie dürfen sicher nicht vergessen,

dass die Oberaufsicht über die Hochschulen und über den Detailberatung - Discussion par articles

Schulrat dem Gesamtbundesrat doch noch zusteht und

dass auch politische Wünsche an die Hochschulen herange- Titel und Ingress, Art.1 und 2

tragen werden dürfen, insbesondere wenn es darum geht, Antrag der Kommission

Forschung zu pflegen, die auch unserer eigenen Verwaltung Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

dient.

In diesem Sinne wollen Sie die Annahmeerklärung des Bun- Titre et préambule, art.1 et 2

desrates verstehen! Proposition de la commission

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Präsident: Sie haben zu entscheiden. Der Bundesrat ist

bereit, mit diesem genannten Vorbehalt das Postulat entge- Angenommen - Adopté

genzunehmen. Herr Cavadini beantragt Ihnen, das Postulat

nicht zu überweisen. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Abstimmung - Vote Für Annahme des Beschlussentwurfes 121 Stimmen

(Einstimmigkeit)

Für die Überweisung des Postulates 47 Stimmen

Dagegen 50 Stimmen An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

#ST# 85.027

84.078

SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

#ST#

Bundesarchiv. Zusatzkredit CFF. Gestion et comptes 1984

Archives fédérales. Crédit additionnel

Botschaft und Beschlussentwurf vom I.Mai 1985 (BBI l, 1534)

Botschaft und Beschlussentwurf vom 24. Oktober 1984 (BBI III, 909) Message et projet d'arrêté du 1er mai 1985 (FF l, 1516)

Message et projet d'arrêté du 24 octobre 1984 (FF III, 921)

Bericht und Rechnungen der SBB vom 11. April 1985

Beschluss des Ständerates vom 20. März 1985 Rapport et comptes des CFF du 11 avril 1985

Décision du Conseil du 20 mars 1985 Bezug bei der Generaldirektion SBB, Hochschulstrasse 6, Bern

S'obtiennent auprès de la Direction générale des CFF,

Hochschulstrasse 6, Berne

Antrag der Kommission

Eintreten

Aregger, Berichterstatter: Die SBB haben mit der Veröffent-

Proposition de la commission lichung von Geschäftsbericht und Rechnungen des Jahres

Entrer en matière 1984 ganz allgemein ein gutes Echo ausgelöst. Erfreulicher-

weise schliesst die Unternehmungs-Erfolgsrechnung um

Herr Müller-Scharnachtal unterbreitet im Namen der Bau- 127 Millionen Franken besser ab als im Vorjahr, und der

tengruppe den folgenden schriftlichen Bericht: resultierende Fehlbetrag ist gar um 133 Millionen Franken

Am 25. September 1980 bewilligte die Bundesversammlung geringer als budgetiert.

einen Objektkredit von 30790000 Franken für ein Bauvorha- Die Verkehrskommission hat an ihrer Sitzung vom 21. Mai im

ben für das Schweizerische Bundesarchiv, die Schweizeri- Bahnhof Ölten mit Genugtuung von diesem Resultat Kennt-

sche Landesbibliothek, das Bundesamt für Umweltschutz nis genommen. Sie anerkennt den Jahresabschluss 1984 als

und den Betriebsschutz. Die Arbeiten sind nunmehr abge- Erfolgsausweis für die Unternehmensführung. Zugleich ist

schlossen; die offizielle Einweihung der. Räume kann im es ein Anliegen der Kommission, dem Personal aller Stufen

Frühherbst erfolgen. den Dank für seinen grossen Einsatz und für sein Verständ-

Der beantragte Zusatzkredit ist teuerungsbedingt. Die einge- nis gegenüber Rationalisierungen und neuen Arbeitsmetho-

tretene Teuerung gliedert sich in einen Teuerungsanteil vom den abzustatten. Dank gebührt aber auch allen Bahnreisen-

Zeitpunkt der Aufstellung des Kostenvoranschlages bis zur den und allen Firmen, die der Bahn als Transportmittel für

Bestellung der Arbeiten, und in einen Teuerungsanteil wäh- ihre Güter treu geblieben sind oder sie sogar wiederent-

rend der Arbeitsführung. Die Entwicklung des Baukosten- deckt haben.

indexes im massgebenden Zeitraum ist in der Botschaft des 218 Millionen Personen und 43,5 Millionen Tonnen Güter

Bun'desratesvom24. Oktober 1984 erläutert worden. Infolge wurden 1984 von den SBB befördert. Beide Werte haben

Nichtbeanspruchung eines grossen Teils der Reserve für gegenüber dem Vorjahr ganz leicht zugenommen und

«Unvorhergesehenes», verschiedener Vereinfachungen haben bewirkt, dass die Verkehrserträge mit 2967 Millionen

sowie einiger Arbeitsvergebungen zu günstigeren Bedin- Franken ziemlich genau den Budgetwert erreichten.

gungen konnte der benötigte Zusatzkredit auf 2050000 Diese ersten positiven Feststellungen dürfen aber kein

Franken begrenzt werden. Grund zur Selbstzufriedenheit sein. Es ist nach wie vor

6. Juni 1985 N 905 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

unsere Pflicht und die Pflicht der SBB-Führung, das Ziel der Eine besondere Beachtung verdient das Aktionsprogramm

vollen Kostendeckung im untenehmerischen Bereich im 1982 bis 1984 zur weiteren Verbesserung der Effizienz und

Auge zu behalten. Der bisher eingeschlagene Weg ist rich- der Wirtschaftsergebnisse der SBB. Dieses Aktionspro-

tig, und es wäre falsch, wenn man ihn nach einem ersten gramm umfasste 16 Projekte in den Bereichen Führung,

Teilerfolg schon wieder verlassen wollte. Es ist uns klar, Administration und Betrieb. In ihrem Bericht an die Ver-

dass das Rationalisierungspotential begrenzt ist, denn wir kehrskommission orientiert die Generaldirektion SBB über

wollen ja grundsätzlich die Sicherheit des Bahnbetriebes den Stand dieser Arbeiten. Sie beziffert die bisher erreich-

und das flächendeckende Angebot nicht vermindern. Disku- ten, direkt messbaren und nachhaltigen Rationalisierungs-

tabel ist höchstens, wie weit wir den Rahmen der gemein- gewinne auf etwa 26 Millionen Franken.

wirtschaftlichen Leistungen und der Mitträgerschaft der Das Aktionsprogramm 1982 bis 1984 hätte eigentlich - wie

Kantone und Gemeinden stecken wollen. Eine neue Defi- der Titel sagt - auf Ende des Berichtsjahres abgeschlossen

nition dieser Rahmenbedingungen können uns aber nur die werden sollen. Die guten Erfahrungen mit der Mobilisierung

koordinierte Verkehrspolitik und der neue Leistungsauftrag kreativer Kräfte haben nun die Generaldirektion bewogen,

bringen. Ein detaillierter Kommentar über Bericht und Rech- das Programm fortzusetzen und zur permanenten Aktion

nung der SBB für das Jahr 1984 kann nach dem Schema werden zu lassen. Wir können diese Absicht nur unterstüt-

positiv/negativ aufgebaut werden. Ich ziehe aber einen Kom- zen, denn sie will damit genau das, was jede private Unter-

mentar vor, der das Positive herausstreicht und einiges nehmung tut, nämlich die betrieblichen Abläufe dauernd

erwähnt, was auch noch gesagt werden muss. optimieren und neuen Gegebenheiten anpassen.

Zum Positiven: Der TGV Genf-Paris beförderte 1984 720000 In der Kommission wurden noch zwei Themen diskutiert, die

Personen. Seit Januar 1984 verfügen wir zudem über eine in unserer Berichterstattung nicht fehlen dürfen. Das eine

neue Verbindung Lausanne-Paris. Auf dieser Strecke rei- betrifft den Personalsektor. Die Optimierung der Personal-

sten im ersten Jahr 590000 Passagiere. Zusammen also bestände erlaubte einen gewissen Abbau, der durch das

1310000 Bahnreisende. Es ist natürlich klar, dass die franzö- teilweise Nichtersetzen natürlicher Abgänge erzielt wurde.

sischen Staatsbahnen Hauptnutzniesser dieses Erfolges Damit wurde der Personalaufwand um 31,7 Millionen Fran-

sind. Die SBB partizipieren daran höchstens mit ihren Lei- ken entlastet. Trotzdem stieg dieser Aufwand gegenüber

stungen als Zubringerlinien. Ich zitiere das Beispiel aber als 1983 sogar um 30,5 Millionen auf 2,392 Milliarden Franken.

Beweis für die These, dass die Eisenbahn der Zukunft ihr Ursache dieser gegenläufigen Entwicklung sind die

Heil nicht über Billigtarife, sondern über ein attraktives enormen Summen für den Einbau der Teuerungszulagen in

Angebot suchen muss. Unser Land ist für einen TGV zu den versicherten Verdienst der Personalhilfskasse. Ich wie-

klein, aber- und damit komme ich zum zweiten Punkt - eine derhole meine Bemerkung vom letzten Jahr, wonach das

Attraktivitätssteigerung kann schon mit modernem Rollma- Pensionskassenwesen des Bundes und seine Finanzierung

terial erreicht werden. Ich hatte wiederholt Gelegenheit, die einmal von Spezialisten ganz gründlich überprüft werden

Reaktion von Freunden und Bekannten zu erleben, die erst- sollte. Für ebenso überprüfenswert halte ich die erneut

mals in einem neuen Wagen EW 4 reisten. Der verblüffende angestiegene mittlere Abwesenheitsdauer wegen Krankheit

Fahrkomfort und die besonders im Sommer wohltuende oder Unfall. Sie erreicht den ungewöhnlich hohen Wert von

Klimatisierung werden von den Bahnreisenden sehr 17,8 Tagen, was bei einem Bestand von 38 100 Angestellten

geschätzt. Entsprechend positiv entwickelten sich die Fre- der eindrücklichen Summe von 1857 Mannjahren ent-

quenzen der Intercity-Züge. Im Berichtsjahr bestellten die spricht. In der Deutschschweiz beträgt das Absenzenverhält-

SBB eine Serie neuartiger Nahverkehrspendelzüge im Wert nis 4,4 Prozent, in der Romandie 5,6 Prozent und im Tessin

von total 170 Millionen Franken. Wir dürfen annehmen, dass 7,2 Prozent.

auch dieses verbesserte Angebot eine Frequenzsteigerung, Ein letztes Thema war das nominal und vor allem real

diesmal im Bereich des Berufsverkehrs, bewirken wird. abnehmende Investitionsvolumen. 1983 blieben die Investi-

tionen 20 Millionen unter dem Budget, 1984 wurde das

Ein weiterer erfreulicher Punkt ist die Zunahme des Hucke- Budget sogar um 127 Millionen unterschritten. Die Nettoauf-

packverkehrs. Keine andere Transportart weist jährliche wendungen sind nominal auf 778 Millionen Franken zurück-

Zuwachsraten in der Grössenordnung von 15 Prozent auf. gegangen, wobei die Verminderung gegenüber dem Budget

1984 verkehrten 5173 Huckepackzüge. Die Entwicklung bei den Bahnanlagen 85,2 Millionen und bei der Fahrzeug-

geht weiter, und wir dürfen eine Leistungsverdoppelung bis beschaffung 30,4 Millionen beträgt. Diese Feststellungen

1990 erwarten. Dieser Erfolg ist auf die gemischtwirtschaftli- sind eigentlich sehr erstaunlich, und es wäre verhängnisvoll,

che Organisationsform und auf das vorwiegend privatwirt- wenn ein Trend zur Desinvestition eingeleitet würde. Vor

schaftliche Marketing der Firma Hupac zurückzuführen. Mir allem verträgt sich diese Tendenz schlecht mit den schon

scheinen zusätzliche Massnahmen, die über die Förderung

wiederholt gehörten Klagen über veraltetes Rollmaterial

des Huckepackverkehrs im bisherigen Rahmen hinausge- oder über Mängel in der Streckenführung.

hen, überflüssig. Die festgestellten Zuwachsraten entspre- Das Budget für Betrieb und auch für Investitionen wird von

chen der Nachfrage und erlauben gerade noch eine vernünf-

unserem Rat von Jahr zu Jahr genehmigt. Wir bekunden

tige Angebotssteigerung auf dem Sektor Rollmaterial und

damit unseren ausdrücklichen Willen, den SBB gewisse

eine schritthaltende Anpassung der Containerkapazität im

Mittel für Investitionen zur Verfügung zu stellen. Ich

Strassentransportgewerbe.

betrachte es als eine Aufgabe der Unternehmensführung,

Überproportional zugenommen hat auch der Ertrag aus diesen politischen Willen in die Tat umzusetzen. Wenn das

Pacht und Miete, der mit 139,4 Millionen Franken ausgewie- ausnahmsweise in einem Berichtsjahr nicht möglich ist,

sen wird. Erstmals haben sich damit Massnahmen zur bes- müssen plausible Begründungen vorgelegt werden. Wir

seren Bewirtschaftung der bahneigenen Grundstücke und können uns nicht jedes Jahr mit der Auskunft abfinden, es

Nebenbetriebe in der Rechnung niedergeschlagen. Wir erin- seien Bauverzögerungen eingetreten. Die logische Konse-

nern uns, dass den SBB solche Massnahmen im betriebs- quenz müsste dann nämlich ein entsprechend reduziertes

wirtschaftlichen Expertengutachten nahegelegt wurden. Investitionsbudget sein, was aber bestimmt nicht im Inter-

Damit und auch dank einer aggressiveren Werbe- und Mar- esse der SBB liegen kann.

ketingpolitik hat sich das Erscheinungsbild der Eisenbahn Wir werden übrigens in naher Zukunft noch oft über die

und vor allem auch jenes der Bahnhöfe zum Vorteil verän- Investitionen in den öffentlichen Verkehr sprechen müssen.

dert. Ich erwähne nur die koordinierte Verkehrspolitik, die Bahn

Zum guten Gesamtbild müssen wir auch jene Neuerungen 2000 und den neuen Leistungsauftrag, möchte aber heute

zählen, die beim Publikum angekommen sind. Ich erwähne im Zusammenhang mit der Rechnung 1984 auf diese gros-

das Fly-Gepäck, den Gepäckabhol- und -zustelldienst in sen Themen nicht näher eingehen.

gewissen Städten, das unpersönliche Generalabonnement, Die Gesamtbeurteilung des Berichtsjahres 1984 ist positiv.

die Einführung des Distanz- und Kreditverkaufs und, mit Sie bestätigt die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges

gewissen Vorbehalten, das Mietauto am Bahnhof. und gibt allen jenen recht, die mitgeholfen haben, die weg-

114-N

CFF. Gestion et comptes 1984 906 N 6 juin 1985

weisenden verkehrspolitischen Beschlüsse zu fassen und ceci malgré les conditions météorologiques épouvantables

den einmal gewählten Kurs auch beizubehalten. Im Namen et extraordinaires qui ont régné en janvier-février 1985.

der Verkehrskommission beantrage ich Ihnen Genehmi- Je vous invite donc à voter le rapport des comptes et de

gung von Bericht und Rechnungen der SBB für das Jahr gestion des Chemins de fer fédéraux pour 1984. Par la

1984. même occasion, le groupe libéral vous propose d'en faire

autant.

M. Massy, rapporteur: II y a une année, à ce micro, j'avais

annoncé une légère amélioration des comptes des CFF et à Bühler-Tschappina: Die SVP-Fraktion nimmt mit Genugtu-

nouveau, on peut dire que nous sommes déçus en bien - ung vom relativ guten Rechnungsabschluss der SBB Kennt-

comme disent les Vaudois. En effet, le déficit prévu n'est pas nis. Wir möchten es nicht unterlassen, an dieser Stelle den

atteint. Tant mieux puisque le compte du résultat d'entre- Spitzen der SBB, aber auch dem gesamten Personal, ohne

prise 1984 se solde par un déficit de 304 millions seulement. dessen Einsatz die Verbesserung nicht möglich gewesen

L'amélioration est donc de 127,5 millions par rapport au wäre, ganz herzlich zu danken. Die Steigerung der Zahl der

découvert de 1983 et de 133 millions par rapport au budget. beförderten Personen um nahezu 1 Million wie auch die

Ce résultat encourageant est dû à une série de mesures et Steigerung der beförderten Gütertonnen um 2 Millionen

d'efforts de gestion, aussi bien du côté des charges que du Tonnen sind sehr erfreulich. Allerdings dürfen wir uns vom

côté des produits. Le renforcement de la gestion, la réduc- guten Ergebnis für 1984 nicht blenden lassen, denn die

tion des frais administratifs, la diminution du personnel, la Zahlen der ersten Monate des laufenden Jahres lassen nicht

rationalisation de l'appareil de production font que le pro- auf eine anhaltende Verbesserung schliessen. Es muss mit

gramme d'action 1982 à 1984 a fort bien joué et que l'on einer erneuten Steigerung des Defizites für 1985 gerechnet

peut récolter maintenant certains fruits de ce travail difficile. werden.

Ce n'est pas encore parfait mais si nous continuons ces Etwas überrascht sind wir von der um 134,2 Millionen Fran-

efforts, on peut espérer peut-être sortir des chiffres rouges ken unter dem Voranschlag liegenden Investitionsrechnung.

dans un avenir assez proche. Soweit die geringeren Aufwendungen auf kostengünstigere

Voyons rapidement quelques points marquants. On a trans- Verwirklichung von Projekten beruhen, ist dies zweifellos zu

porté un million de personnes de plus que l'année précé- begrüssen. Wo aber vorgesehene Investitionen nicht ver-

dente et les recettes voyageurs ont augmenté de 31 millions. wirklicht wurden, handelt es sich nicht um echte Einsparun-

Notre grande régie nationale a aussi acheminé 2 millions de gen, sondern um ein Hinausschieben von Aufgaben. Lang-

tonnes de plus pour des recettes nettes de 46 millions. Nous fristig werden sich solche vermeintlichen Einsparungen

avons donc enregistré une légère hausse dans les deux bestimmt negativ für die SBB auswirken, denn ohne stän-

catégories de trafic: marchandises plus voyageurs. On peut dige Anpassung der Infrastruktur und des Rollmaterials an

noter que les transports de personnes à l'intérieur du pays den neuesten Stand der Technik werden sich die SBB im

ont bien progressé; dans le secteur marchandises, on res- harten Kampf um Transportanteile, sei es beim Personen-

sent les effets de l'amélioration générale de la conjuncture oder Güterverkehr, nicht durchsetzen können.

et de l'intensification des efforts de vente. Pourtant malgré Erfreulich ist, möchte ich abschliessend feststellen, dass

des prix plus hauts, l'accroissement des recettes marchan- sich die SBB grosse Mühe geben, die Attraktivität der Bahn

dises a été légèrement inférieur à celui du tonnage. On a, en zu steigern. Ich denke etwa an die neuen Ideen wie «Bahn

revanche, dépassé les chiffres du budget en ce qui concerne 2000» oder die dynamische Preisgestaltung. - d. h. unter-

les marchandises. On peut donc exprimer en pour-cent schiedliche Preise für Strecken je nach Fahrplanangebot

l'amélioration: 0,4 pour cent pour les voyageurs et 4,7 pour und Komfort des eingesetzten Rollmaterials. Damit wird

les marchandises, par rapport à 1983. La recette moyenne auch das Rechnungsergebnis verbessert.

par tonne transportée est tombée à 27 fr. 08, en diminution Namens der einstimmigen SVP-Fraktion empfehle ich Ihnen,

de 0,7 pour cent. Etant donné la forte concurrence au niveau dem Geschäftsbericht und der Rechnung der SBB zuzu-

des prix, il est difficile, tant sur le plan du trafic intérieurque stimmen.

sur celui du trafic international, d'appliquer des prix adaptés

au renchérissement. Les transports avec l'étranger, par M. Carobbio: Le groupe du Parti du travail, du Parti socia-

exemple, sont en outre influencés par le cours défavorable liste autonome et du POCH votera les comptes et le rapport

de change du franc suisse. Soulignons en outre que les de gestion des Chemins de fer fédéraux pour 1984, et ce

dépenses d'investissements, spécialement des construc- d'autant plus que les comptes financiers qui nous sont

tions, ont été inférieures de 12,6 pour cent par rapport au présentés sont meilleurs ou moins négatifs que prévu.

compte de 1983. Cela ne signifie pas que nous soyons complètement satis-

Les sévères critères de sélection des projets et la recherche faits de la politique du Conseil d'administration des CFF, et

de solutions plus favorables ont donc eu un effet aussi surtout de celle du Conseil fédéral et du département res-

favorable, en réduissant les charges. On a beaucoup parlé ponsable en matière de trafic ferroviaire. Loin de là! A ce

de la diminution du personnel de la Régie des CFF. Pour le propos, diverses considérations contenues tant dans le rap-

dernier exercice, l'effectif total s'est établi à 36 159 agents, port de gestion du Conseil d'administration que dans le

soit 940 personnes de moins - je répète 940 - ou 2,4 pour message du 1er mai 1984 du Conseil fédéral, nous font

cent de diminution. Les plus fortes diminutions ont été réclamer des précisions et émettre des remarques. Je me

enregistrées dans la production et dans les services cen- limiterai à quatre thèmes, les plus importants: l'avenir des

traux. A la suite de la planification des effectifs à moyen chemins de fer et, en particulier, les premiers éléments de la

terme, on a engagé aussi moins d'apprentis et de personnel conception Rail 2000 et son plan de réalisation; la politique

de relève. tarifaire; l'amélioration de l'offre des divers services et de

Je ne vais pas m'éterniser sur un sujet qui a fait l'unanimité l'attractivité des chemins de fer et, enfin, la politique du

des commissaires qui vous recommandent donc d'accepter personnel. Avant d'aborder ces éléments, permettez-moi

favorablement le rapport des comptes et de gestion des CFF une constatation préliminaire de caractère de politique

1984. Le temps est trop précieux, Monsieur le président. générale, qui s'écarte un tant soit peu des considérations

Vous avez suffisamment été renseignés, Mesdames et Mes- par trop optimistes des deux rapporteurs.

sieurs, en temps utile. Jusqu'ici, en application du mandat de prestations adopté

Juste deux mots pour terminer: malgré le léger mieux, le par la majorité de ce Parlement, mandat qui - je le rappelle -

budget 1985 prévoit un déficit de 421 millions en dépit de la obligeait les chemins de fer à poursuivre une gestion pure-

rigueur de ceux qui l'ont établi. L'avenir est donc chargé de ment commerciale de l'entreprise, en dépit de son rôle

nuages menaçants qui, nous l'espérons, seront balyés par le social et de service public, les chemins de fer ont cherché,

zéphir nouveau qui souffle sur les responsables de nos CFF. avec des résultats mineurs, à sortir des chiffres rouges par

On peut annoncer un bilan positif pour le premier trimestre de simples mesures internes: réduction des charges princi-

du nouveau service de porte à porte, le Cargo Domicile, et palement par la diminution de certaines prestations et par

6. Juni 1985 N 907 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

une compression de personnel et augmentation des pro- de temps de parcours de 3 h 39 min à 3 h 14min, je me pose

duits par des hausses répétées des tarifs, dont le dernier en la question de savoir ce que vont faire nos chemins de fer!

date est entré en vigueur le 1er mai dernier. Il s'agit d'une C'est ridicule: s'il faut attendre encore quinze ans pour

opération discutable - nous l'avons souligné lors de la gagner 25 minutes *ur le parcours précité, j'en conclus que

discussion sur le mandat de prestations - et en bonne partie la voiture sera toujours gagnante par rapport au chemin de

atteinte, à mon avis, d'une certaine myopie politique, puis- fer!

que les vrais problèmes étaient et sont autres, soit de nature Il ne s'agit pas ici de propos à caractère purement régiona-

structurelle. Les faits, en dépit des propos des rapporteurs, liste, en l'occurrence émanant d'un Tessinois, mais de

l'ont en-bonne partie confirmé par la suite. réflexions d'ordre général. Encore une fois, il me semble

Aujourd'hui, nous constatons avec une certaine satisfaction que la question révèle un défaut de perception du problème

que le Conseil d'administration lui-même admet que les des transports en général. La liaison nord-sud - et je vou-

mesures internes ne sont pas suffisantes actuellement et ne drais savoir si le Conseil fédéral est d'accord avec moi sur ce

le seront pas davantage dans l'avenir. C'est ce qu'il dit point - a toujours été d'une importance fondamentale pour

expressément aux pages 5 et 6 de son rapport: «Les résul- le trafic en Suisse, étant donné la position de notre pays en

tats obtenus et attendus montrent toutefois que leur équili- Europe. C'est le cas aujourd'hui pour la route. Si les che-

bre financier ne peut pas être obtenu par les seuls efforts mins de fer veulent, au Tessin et ailleurs, regagner le marché

entrepris sur le plan interne, compte tenu du degré élevé de des transports de voyageurs et surtout de marchandises, il

la motorisation et des avantages concurrentiels acquis par faut parvenir à réduire le temps de parcours de cette liaison

les poids lourds, du fait de la construction accélérée du à travers les Alpes, et ce dans une mesure supérieure à ce

réseau routier.» Il ajoute: «II est indispensable d'accepter de que le plan Rail 2000 semble proposer. La décision du

leur part un déficit que les chemins de fer sont tenus de Conseil fédéral, approuvée d'ailleurs par le Parlement, de

réduire au minimum.» On constate-donc que le mandat de renvoyer à l'an 2000 toute décision sur la liaison nord-sud à

prestations que l'on a appliqué jusqu'à maintenant est insuf- travers les Alpes, à travers la réalisation du tunnel de base,

fisant pour aborder les vrais problèmes que connaissent me paraît hautement critiquable - et je m'abstiendrai de

aujourd'hui les chemins de fer suisses. parler aujourd'hui du principe du choix, entre le Gothard et

Malheureusement, je dois constater que le message du le Splügen, pour ne pas me livrer à une plaidoirie spécifique-

Conseil fédéral est moins explicite à ce propos, à l'instar ment tessinoise. Encore une fois, je voudrais poser une

d'ailleurs des rapporteurs. Sans trop insister, je remarque question au Conseil fédéral, et plus particulièrement à

tout de même que le Conseil fédéral porte un jugement M. Schlumpf: ne pense-t-il pas, à la lumière de toutes ces

relativement positif sur ce mandat de prestations, mais qu'il considérations, que cette position devrait être revue le plus

ne formule aucune critique comme on peut les lire dans le rapidement possible? Nous aurons du reste l'occasion d'en

rapport du Conseil d'administration. Cela m'amène à poser discuter encore lundi à propos de la motion de M. Salvioni.

un question au chef du département. Le Conseil fédéral est- Venons-en maintenant au deuxième problème, celui de la

il, oui ou non, du même avis que le Conseil d'administra- politique tarifaire qui, selon les rapporteurs, n'est pas le

tion? Si tel est le cas, comme je l'espère, alors je comprends problème principal. Il me semble au contraire que seule une

mal la divergence qui semble exister entre le département et politique tarifaire complètement différente de celle prati-

le Conseil d'administration à propos de l'abaissement des quée jusqu'ici pourrait permettre d'améliorer l'attractivité

tarifs comme moyen concret utilisé par les chemins de fer des chemins de fer. Je l'avais déjà dit l'année passée mais je

pour reconquérir une partie importante du marché. le répète, les problèmes sont toujours les mêmes. Nous

Dans le cadre de considérations d'ordre général, je reviens à rejoignons le président du Conseil d'administration, M. Car-

ma première question: le plan et la conception du Rail 2000, los Grosjean, lorsqu'il affirme que la question des tarifs est

comme mesures pour l'avenir des chemins de fer. Notre un problème politique, qui relève donc du Conseil fédéral et

groupe - je le souligne - considère comme positive la de ce Parlement. Dès lors, nous ne comprenons pas la

décision d'envisager finalement un plan d'investissement position de M. Schlumpf lorsqu'il a prétendu, lors d'une

visant à améliorer les services des chemins de fer, la des- récente conférence de presse, que l'abaissement des tarifs

serte de toutes les régions ainsi qu'à réduire en particulier n'aura qu'une fonction accessoire - nous ne comprenons

les temps de parcours, à améliorer les prestations pour les pas mieux les rapporteurs qui l'on répété aujourd'hui. Je ne

voyageurs et les clients des chemins de fer. C'est actuelle- suis pas d'accord, car une décision allant dans ce sens

ment le seul choix concret et urgent qui soit possible pour permettrait aux chemins de fer d'acquérir de nouveaux

relancer les chances de ces derniers, pour créer des condi- clients, tant pour le transport de voyageurs que pour le

tions propres à rendre plus attractifs les transports ferro- transport des marchandises. L'objectif actuel doit être, dans

viaires. Pourtant, ce choix juste - j'admets que le problème l'intérêt général du pays, et notamment pour des raisons

n'est pas si facile à résoudre - risque, à mon avis, d'être écologiques, d'augmenter le trafic public au détriment du

encore insuffisant et bien timide. trafic public. Dans ce sens, la diminution des tarifs consti-

Il convient de faire ici deux réserves de taille sur la base de tue, avec la réduction du temps de parcours, un élément

documents dont j'ai pris connaissance. Premièrement, nous essentiel. Là encore, j'invite le Conseil fédéral à revoir ce qui

devons critiquer malgré tout l'abandon du projet de lignes à me semble être une position trop prudente.

grande vitesse en Suisse qui semble ressortir du plan Rail De toute façon, la direction à suivre va dans le sens d'une

2000. Je comprends parfaitement les motifs invoqués en révision du mandat des prestations, afin de permettre, grâce

raison des dimensions réduites de la Suisse. Toutefois, il me à des mesures appropriées, une réduction importante des

semble qu'un tel choix ne tient pas compte de ce qui se tarifs des chemins de fer, aussi bien pour les voyageurs que

passe dans les autres pays d'Europe, en Italie, en France, en pour les marchandises.

Allemagne notamment. Le risque est grand d'isoler la Je voudrais dire encore quelques mots à propos de l'amélio-

Suisse, de la faire contourner par des lignes - par exemple ration de l'offre des divers services offerts aux usagers, dans

le Brenner - qui feraient passer la plus grande partie du le but d'améliorer l'attractivité des chemins de fer. Nous

trafic non seulement voyageurs mais aussi marchandises en approuvons les innovations introduites en 1984, notamment

dehors du territoire national. Je me demande s'il ne convient la «voiture-silence», la voiture avec jardin d'enfants, etc. si

pas ici de réfléchir davantage à cet aspect du problème, tout cela est positif, un effort plus important devrait toutefois

avant de faire un choix, qui semble déjà être acquis! être fait pour augmenter et améliorer ces prestations, sur-

Deuxièmement, nous critiquons le fait, et cette remarque est tout en ce qui concerne la mise en service de matériel

liée à la précédente, que dans la conception Rail 2000, rien roulant nouveau, de nouveaux wagons, pour la composition

n'est prévu pour améliorer les temps de parcours sur les des divers trains. Sans vouloir faire de régionalisme, je

liaisons nord-sud et vice-versa. Lorsque je lis dans les reviendrai encore sur le cas particulier de la ligne du

documents que nous avons à disposition que sur la ligne Gothard, mais le problème se pose également pour d'autres

Berne-Bellinzone, on prévoit pour l'an 2000 une réduction lignes, à l'exception peut être de la transversale, St-Gall-Zu-

CFF. Gestion et comptes 1984 908 N 6 juin 1985

rien-Genève et vice versa. Offrir aux voyageurs de la ligne den etwa erhobenen Vorwurf zu entkräften, für den öffentli-

du Gothard - je pourrais citer à ce propos le rapport du chen Verkehr werde fast nichts getan.

Conseil d'administration - une voiture panoramique ou une Namens der Fraktion der FdP möchte ich trotz der erfreuli-

voiture salon de style Belle Epoque, c'est très bien, mais il chen Ergebnisverbesserung, welche auch wir anerkennen

faudrait aussi que les wagons qui circulent sur beaucoup de und mit dem Dank an die Unternehmungsführung und an

liaisons directes nord-sud soient un peu plus modernes, alle Mitarbeiter der SBB verbinden möchten, doch auf zwei

compte tenu notamment des temps de parcours. Je ne sais Problemkreise hinweisen. Der eine ist ein Bereich innerhalb

pas s'il vous est déjà arrivé de voyager de nuit entre Bellin- des Güterverkehrs, beim anderen handelt es sich um die

zone et Lugano ou entre Zurich et Bellinzone. Cela m'arrive Entwicklung im Personalwesen.

assez fréquemment, et je vous assure que même en pre- Die Einnahmen aus dem Güterverkehr waren bis Anfang der

mière classe ce n'est pas d'un grand confort. Je ne vous siebziger Jahre sehr massgeblich an den damals noch guten

décrirai pas en détail les conditions dans lesquelles on doit Rechnungsabschlüssen der SBB beteiligt. Im Jahre 1970

parfois voyager dans ces trains. entfielen noch 60,6 Prozent des gesamten Verkehrsertrages

Dans ces conditions, compte tenu des temps de parcours et auf den Güterverkehr. Unter Berücksichtigung der Abgel-

des prix demandés, on comprend aisément que la voiture tungen betrug dieser Anteil 1984 nur noch 43,4 Prozent.

soit préférée au train. Un effort dans le sens de mettre à Betrachtet man den Nord-Süd-Transitgüterverkehr, so stellt

disposition plus de matériel roulant, en augmentent à cette man fest, dass das 1984 von den SBB transportierte Volu-

fin les investissements, doit être fait et là je suis d'accord men kaum höher ist als jenes von 1970. In der gleichen

avec les rapporteurs. Cela aurait en outre l'avantage d'assu- Zeitspanne verzeichnete dagegen der Transitgüterverkehr

rer du travail aux ateliers des chemins de fer, lesquels se von Nordeuropa nach Italien und umgekehrt - ausgehend

trouvent parfois confrontés à des problèmes. On pourrait von knapp 28 Millionen Tonnen im Jahre 1970-eineSteige-

par exemple les charger d'améliorer le matériel roulant. En rung um etwa 25 Millionen Tonnen.

définitive, il reste beaucoup à faire. Auch in diesem Bereich des Transitgüterverkehrs bekom-

Enfin, je parlerai brièvement de la politique du personnel car men die SBB die Konkurrenz der Strasse mit aller Härte zu

d'autres dans cette salle sont en fait plus qualifiés que moi spüren. Vom Anstieg des Nord-Süd-Transitgüterverkehrs

pour traiter de cette question. En 1984, on a enregistré une zwischen 1970 und 1984 entfallen nämlich etwa 20 Millionen

diminution de 940 unités de personnel employées par les Tonnen auf die Strasse. Die Schweizer Strassen sind an

chemins de fer. Sans être opposé à des mesures de rationa- diesem Anstieg allerdings nur mit etwas mehr als mit einer

lisation, d'optimalisation de l'utilisation du personnel, il me halben Million Tonnen beteiligt. Es muss demnach festge-

semble que la poursuite d'une telle politique au-delà de ce stellt werden, dass der Transitgüterverkehr in erster Linie

qui a déjà été fait est pour le moins discutable, non seule- auf den Strassen im Westen und Osten der Schweiz zuge-

ment dans l'intérêt des employés dont les charges de travail nommen hat.

s'accroissent, mais surtout eu égard à l'efficacité des ser- Während uns dieser Umstand wenig betrübt, muss uns die

vices. A ce propos, je voudrais reprendre un point dont les zusätzlich zu dieser Entwicklung stattfindende Umfahrung

rapporteurs ont déjà parlé, la question de l'absentéisme du der Schweiz auf der Schiene schon eher zu denken geben.

personnel. On a cité ici des chiffres prouvant que ce taux Im Geschäftsbericht der SBB finden wir auf Seite 17 die

d'absentéisme du personnel des chemins de fer est relative- aufsehenerregende Feststellung, dass die SBB durch die

ment élevé. Il faudrait en analyser les causes, et savoir si cet Umfahrung der Schweiz auf anderen Bahnstrecken preislich

absentéisme pour maladie ou accident n'est pas lié, dans stark unter Druck gesetzt wurden. Für die SBB machten sich

une certaine mesure, avec l'augmentation du rythme de in diesem Verkehrsbereich nicht nur der starke Schweizer

travail, conséquence de la politique, discutable, de réduc- Franken, sondern ebenso und besonders die bei den EG-

tion du personnel. A mon avis, dans l'intérêt général du Staaten bestehende Präferenz für die EG-Transportwege

renforcement du rôle des chemins de fer, on ne peut pas se bemerkbar. Mit einiger Sorge muss uns deshalb ein zukünf-

contenter d'une politique comptable du personnel, avec une tig im Bereich des Möglichen liegender Preiskrieg unter den

limitation encore plus poussée, surtout si l'on envisage une Staatsbahnen erfüllen. Um so mehr habün wir das Schwer-

certaine augmentation du trafic et l'introduction de la gewicht unserer Anstrengungen auf dem Gebiete der Inve-

semaine de 42 heures. stitionen zu sehen, denn am Markt zählt die Leistung.

Nous invitons encore une fois le Conseil fédéral ainsi que le Der zweite Problembereich, den ich hier noch kurz anspre-

Conseil d'administration des chemins de fer à ne pas prati- chen möchte, betrifft die Entwicklung im Personalsektor.

quer une telle politique du personnel et à revoir le problème Unsere Fraktion anerkennt die durchgeführte, unter den

dans son ensemble. heutigen Gegebenheiten notwendige Verringerung des Per-

Malgré toutes ces considérations critiques, je confirme ce sonalbestandes, wobei wir allerdings hinter die Reduktion

que j'avais annoncé au début de mon intervention, nous des in der Ausbildung stehenden Personals um über 16

voterons les comptes et la gestion des chemins de fer 1984. Prozent ein Fragezeichen setzen möchten. Wir stellen fest,

dass der Anteil des Personalaufwandes am Gesamtaufwand

Aliesch: Heute können wir feststellen, dass der Leistungs- trotz einem Personalabbau um 2,4 Prozent auf sehr hohe

auftrag im Unternehmen SBB kreative Kräfte mobilisiert hat. 59,2 Prozent angestiegen ist. Besorgniserregend ist für uns

Die gegenüber dem Vorjahr und dem Budget erzielten Ver- insbesondere die enorme Steigerung der Leistungen an die

besserungen sind zu einem guten Teil auf die unternehmeri- Personalversicherung um 7,2 Prozent innerhalb eines Jah-

schen Bemühungen zurückzuführen. Trotz der erreichten res. Die Leistungen der SBB an die Personalversicherung

Ergebnisverbesserungen ist die finanzielle Lage der SBB betrugen 1984 volle 18,4 Prozent der Grund- und Pauschal-

nach Wie vor unbefriedigend. Entsprechend gross ist die besoldungen. Insbesondere durch den Einbau der Teue-

finanzielle Belastung des Bundes durch die Leistungen an rungszulage von 19 Prozent auf den Gehältern und Renten

die SBB. Diese Gesamtbelastung des Bundeshaushaltes auf den I.Juli 1984 erhöhte sich der Fehlbetrag im Dek-

erreichte 19841,253 Milliarden Franken, was immerhin einer kungskapital der Pensions- und Hilfskasse um über 550

Belastung von über 500 Franken je Haushalt entspricht. Im Millionen Franken auf 2,35 Milliarden Franken.

Gegensatz zum Vorjahr fehlt in der diesjährigen Botschaft Die Belastung der SBB-Rechnung durch die Leistungen an

leider ei ne Zusammenstellung überdie finanzielle Belastung die Personalversicherung erhält durch die Forderung nach

des Bundes durch die Leistungen an die SBB. einem flexiblen Altersrücktritt eine zusätzliche Dramatik. Die

Sicher kann mit einigem Recht darauf hingewiesen werden, Möglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung scheint uns

dass eine derartige Zusammenstellung sachgerecht in die ohne weiteres als diskussionswürdig. Eine vorzeitige Pen-

Vorlage über die Staatsrechnung gehört. Im Sinne einer sionierung muss für diese Frührentner dann allerdings zwin-

möglichst guten Transparenz dürften diese Zahlen jedoch, gend mit einer Rentenkürzung, welche nach anerkannten

wie in den Vorjahren, ohne weiteres auch in der vorliegen- versicherungsmathematischen Grundsätzen zu errechnen

den Botschaft erscheinen. Dies allein schon deshalb, um ist, verbunden sein. Alles andere ist ungerecht und unsozial:

6. Juni 1985 N 909 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

unsozial gegenüber allen Mitarbeitern, welche sich nicht unterschiedlichen Art der Buchhaltungen bei verschiedenen

vorzeitig pensionieren lassen, und ungerecht gegenüber Sachgebieten. Bei der Rechnung der SBB werden die

dem Steuerzahler, welcher ansonsten zu einem guten Teil Abgeltungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen als Ver-

die zusätzlichen Kosten zu tragen hätte. kehrsertrag verbucht. Der Fehlbetrag wird nach dem Netto-

Ich schliesse mit dem Antrag der Fraktion der FdP, dem prinzip ausgewiesen. Dies im Gegensatz zum Beispiel zur

Bundesbeschluss über die Rechnung und den Geschäftsbe- Milchrechnung, die nach der Bruttomethode erstellt wird.

richt der SBB für das Jahr 1984 zuzustimmen. Dort werden Preiszuschläge, Verbilligung von Produkten

und Exportverluste undifferenziert aufaddiert. Sogar mit den

Kühne: Die CVF-Fraktion nimmt mit Freude zur Kenntnis, direkten Beiträgen der Produzenten tritt der Bund nachher

dass die Unternehmungserfolgsrechnung der SBB wesentli- grosszügig als Sponsor auf. Ich gönne den SBB die bevor-

che Verbesserungen ausweisen kann. Das Vorjahresergeb- zugte Darstellung voll und ganz. Materiell hat die Art der

nis ist um 127 Millionen Franken übertroffen worden, und Buchungen keinen direkten Einfluss. Man darf aber die

der Cash flow hat sich gar um 7,6mal erhöht. Als markante- Auswirkungen doch nicht ganz unterschätzen. Vor allem

ste Feststellung lässt sich die Stabilität der Ausgaben anfüh- neueste Erfahrungen zeigen, dass sogar weise Männer mit

ren, liegen doch die gesamten Aufwendungen um 5 Millio- Bruttozahlen Probleme bekommen können.

nen Franken tiefer als 1983. Die Reduktion des Personalbe- Die CVP-Fraktion stimmt den Anträgen von Bundesrat und

standes um 940 Personen hat dieses Ergebnis massgeblich Kommission und somit der Deckung des Fehlbetrages von

beeinflusst. Die Bemühungen zur Rationalisierung und zur 304 Millionen Franken zu und dankt Leitung und Personal

Reduktion des administrativen Aufwandes tragen erste der SBB für ihren Einsatz und ihre Zuverlässigkeit und den

Früchte. Bahnkunden für ihre Treue.

Die Entwicklung des Verkehrsaufkommens hat die Erwar-

tungen nicht ganz erfüllen können. Wohl hat der Güterver- Bircher: Es zeichnet sich jetzt langsam ein offensichtlich

kehr konjunkturbedingt um 4,7 Prozent zugenommen, der gemeinsamer Nenner ab, der dahin lautet, dass man zufrie-

Anteil der Schiene ist aber trotzdem gesamthaft leicht den ist, dass der Fehlbetrag der Bundesbahnen etwas weni-

zurückgegangen. Die Frequenzen der Jahre 1980/81 konn- ger gross ausgefallen ist, als im Budget für das vergangene

ten nicht erreicht werden. Es fällt ausserordentlich schwer, Jahr vorgesehen wurde. Es ist selbstverständlich, dass man

den Einbruch des Jahres 1982 auszugleichen. Mit 0,4 Pro- sich dieser Wunschrichtung nicht verschliessen kann.

zent ist die Zunahme beim Personenverkehr sehr beschei- Immerhin heisst es doch nachzufragen, weshalb diese

den ausgefallen. Das erste Quartal 1985 zeigt eine Tendenz Rechnungsverbesserung erfolgt ist. Es ist interessant zu

zur Verbesserung. Hoffentlich hält diese Tendenz an und sehen, dass auch die SBB selbst schreiben, dass ihre ver-

handelt es sich nicht nur um Hamsterkäufe von Billetten vor mehrten Verkaufsanstrengungen-also ihre vermehrte Akti-

der Tariferhöhung. Das grosse Umsteigen auf das öffentli- vität am Markt, ihr besseres Marketing, ihre zusätzlichen

che Verkehrsmittel hat offensichtlich noch nicht stattgefun- > Aktionen usw. - zum Teil ausschlaggebend gewesen seien.

den: deshalb sind die geeigneten Massnahmen zu treffen, Das ist sicher positiv, vor allem wenn es sich nicht nur

welche die SBB attraktiver machen. Ich verweise auf meine rechnerisch in mehr Einnahmen, sondern auch in grösseren

diesbezüglichen Ausführungen zum letztjährigen Ge- erzielten Verkehrsmengen niederschlägt.

schäftsbericht und möchte immerhin verdanken, dass der Fraglich wird es aber, wenn als zweiter Grund aufgeführt

Vorschlag für die Wiedereinführung der Sonntagsbillette wird: dass Einsparungen auf der Aufwandseite massgebend

zumindest teilweise berücksichtigt worden ist. gewesen seien. Hier gilt es einfach zu fragen, worin denn

Die CVP-Fraktion begrüsst den Beschluss des Bundesrates diese Einsparungen bestanden. Sie sind grundsätzlich posi-

zugunsten des Konzeptes «Bahn 2000» ausdrücklich. Sie tiv, wenn sie administrative Schwerfälligkeiten, Überflüssi-

hofft, dass sich die Zielsetzungen - nämlich die Fahrgele- ges beseitigen, entschlacken oder wenn sie technische

genheiten zu vermehren, die Bahnreisezeiten zu verkürzen, Rationalisierungen als Ausgangspunkt hatten. Wenn damit

die Wartezeiten auf den Umsteigebahnhöfen zu vermindern aber ein Leistungs- und ein Serviceabbau gegenüber dem

und neue direkte Bahnverbindungen zu schaffen - erfüllen Kunden, gegenüber dem Markt verbunden ist, wird natürlich

werden. Die vermehrte Beachtung des Faktors Reisezeit ist jede Aufwandeinsparung fraglich. Sicher können wir dann

dringend, und zwar nicht nur auf der Gotthardlinie! Eine feststellen, dass diese Aufwandeinsparung nicht vom Kun-

Bahnreise in Frankreich oder Deutschland lässt einen dies den gewünscht wurde. Ich würde einmal die Deutung

bewusst werden. wagen, dass sie auch von der Mehrheit unseres Parlamentes

Die CVP-Fraktion ist nicht glücklich über die starke Reduk- nicht gewollt wäre. Wir haben nämlich interessanterweise

tion der Investitionen. Wohl gewitzigt durch einige zu gerade in diesen Wochen Vorstösse von verschiedenen Sei-

euphorische Projekte, sind Generaldirektion und Verwal- ten erhalten. Ich zitiere nur eine: die freisinnige Forderung

tungsrat der SBB vorsichtiger, hoffentlich aber nicht zu der vergangenen Session, welche ausdrücklich verlangt,

ängstlich geworden. Regelmässige, angemessene Investitio- dass eine ausreichende Bedienung auch wenig befahrener

nen sind die Voraussetzung für eine moderne und leistungs- Strecken aufrechtzuerhalten sei. Es geht um ein Postulat,

fähige Bahn. das von der Grosszahl der freisinnigen Fraktion unterstützt

Auch uns erfüllt die Entwicklung der Pensions- und Hilfs- wird. Dazu stehen natürlich einzelne der Rationalisierungs-

kasse der SBB mit Sorge. Die kapitalisierten Zinsverpflich- bestrebungen der SBB in diametralem Gegensatz, also folg-

tungen haben einen hohen Stand erreicht; der Einbau der lich auch im Gegensatz zum geäusserten Parlamentswillen.

Teuerung von 19 Prozent führte zu einer Erhöhung der Auch der Personalabbau ist für ein Dienstleistungsunterneh-

aufgelaufenen Verpflichtungen gegenüber der Pensions- men sehr massiv ausgefallen: 940 Personen - etwa 2,5

und Hilfskasse von 368 auf 758 Millionen Franken innerhalb Prozent-in einem einzigen Jahr weniger, in einer Dienstlei-

dieses Jahres. Die Tilgung dieser Verpflichtungen wird stungssparte, während allgemein in der Wirtschaft heute

unsere Staatsbahnen während der nächsten Jahre stark das Personal eher vermehrt wird. Auch wenn es Personal-

belasten. Durch den jährlichen Einbau der Teuerungszula- einsparungen zu beurteilen gilt, gilt natürlich die allgemeine

gen sollen künftig ähnlich hohe Raten nicht mehr auftreten. Feststellung: Wo unnötige, überflüssige Tätigkeiten stattfan-

Die zuständigen Stellen rechnen mit einer gewissen Stabili- den, à la bonheur, aber wenn es auf Kosten der Sicherheit,

sierung, vorausgesetzt, dass die Teuerung sich in engen der Leistung, der Bedienung, der begleiteten Züge usw.

Grenzen hält. Immerhin werden sich neue Verpflichtungen geht, wird es fragwürdig. Deshalb sind auch die Bemerkun-

ergeben, ehe die bisherigen abgetragen sind. gen von Herrn Aliesch, welcher den hohen Personalanteil

Für das Geschäftsjahr 1985 nehmen wir die optimistischen wieder kritisiert hat, in einem anderen Licht zu sehen, wenn

Ausführungen von Herrn Generaldirektor Latscha sehr man sie in Relation zu den geforderten Leistungen bringt.

gerne zur Kenntnis; er rechnet auch für das laufende Jahr Gerade im vergangenen Winter hatten wir ja ein klassisches

mit einem wesentlich besseren Ergebnis als budgetiert. Beispiel: Während weniger Wochen, teilweise sogar an ein-

Gestatten Sie mir noch eine persönliche Bemerkung zur zelnen Tagen, Spitzenverkehr; Leute, die sich sonst nie zur

CFF. Gestion et comptes 1984 910 N 6 juin 1985

Bahnbenützung bequemen, wollten plötzlich den entspre- ein wesentliches Umdenken stattgefunden hat, immer nur

chenden Service, genaue Abfahrtszeiten und ihren Platz. auf das im Jahre 1958 festgelegte Konzept hinweisen, wenn

Das alles braucht natürlich entsprechende personalpoliti- Streckenführungen, die nicht mehr nötig und auch nicht

sche Vorbereitungen und hat dann seine Auswirkungen: In mehr gewünscht sind, im Programm gestrichen werden

diesem Sinne also ist besonders auch für diesen Winter dem sollten. Wir müssen die Investitionen auf der Schiene för-

Personal, das mit reduzierten Beständen einen Mehrverkehr dern, aber im Strassenbereich die sehr stark explodierten

zu bewältigen hatte und im grossen ganzen ihm auch Mei- Investitionen der letzten 20 bis 30 Jahre eben entsprechend

ster geworden ist, der ausdrückliche Dank auszusprechen. dämpfen. Nur auf diese Art können wir die Trendwende

Ich möchte an diese Bemerkungen auch einen Wunsch herbeiführen.

zuhanden des Bundesrates anknüpfen bezüglich des neuen Für dieses Jahr hoffen wir, dass die entsprechenden politi-

Leistungsauftrages, der von der SP-Fraktion grundsätzlich schen Entscheide, die zu dieser Trendwende nötig sind,

zur Überprüfung angemeldet wird. Wir möchten dort andere eingeleitet werden, und dass wir im Interesse des ganzen

Prioritäten als ein reines Rentabilitätsdenken. Wir möchten Landes dabei auf die Mitarbeit und die Mithilfe aller Parteien

volkswirtschaftliche Ziele verfolgen, möglichst viel sinnvol- zählen können.

len Verkehr von der Strasse auf die Schiene bringen. Das

sollte unseres Erachtens beim nächsten Leistungsauftrag, Dünki: Die LdU/EVP-Fraktion nimmt von der Botschaft des

den der Bundesrat in diesen Monaten ausarbeitet, im Zen- Bundesrates zu diesem Geschäft in zustimmendem Sinn

trum stehen. Kenntnis. Unsere Mitglieder werden für Genehmigung der

Damit sind wir auch bei den Tarifen angelangt. Es ist für uns Rechnungen und des Geschäftsberichtes der Schweizeri-

ein wesentlicher Faktor, wie die Tarife gestaltet sind, wenn schen Bundesbahnen für das Jahr 1984 stimmen. Wir haben

wir mehr Verkehr erzielen wollen. Sie kennen alle unsere aber folgende Bemerkungen vorzutragen:

Vorschläge für halbe Preise beim öffentlichen Verkehr; denn Auch wir danken dem Verwaltungsrat und der Generaldirek-

wir wollen jetzt auch über die Bundesbahnen, die wir vom tion für die verschiedenen Bemühungen, die Bahn attrakti-

Bund aus beeinflussen können, unseren Beitrag zur gefor- ver zu gestalten. Die eingeleiteten Sonderaktionen, wie teil-

derten Reduktion der Umweltbelastung leisten, weil diese weise Einführung des Sonntagsbilletts und dergleichen,

Reduktion, sehr wahrscheinlich von vielen heute erkannt, unterstützen wir ausdrücklich. Es ist erfreulich festzustellen,

eine Aufgabe von höchster Priorität geworden ist. Da muss dass Anstrengungen unternommen werden, damit die SBB

natürlich der Bund, wenn er schon taugliche Mittel hat, an Terrain gewinnen.

signifikant mithelfen und seinen Beitrag leisten, auch wenn Diese Anstrengungen haben sich auch in bescheidenem

das etwas kostet. Umfange auf das Rechnungsergebnis ausgewirkt. In diesem

Was letztes Jahr beschlossen und 1985 in Kraft gesetzt Punkt verdienen die Verantwortlichen und das Personal

wurde mit der Ihnen allen bekannten Tariferhöhung, die hier unseren Dank und unsere Anerkennung. Wir ermuntern sie,

ausführlich debattiert wurde, steht natürlich in purem diese Bemühungen fortzusetzen und noch intensiver an die

Gegensatz zu allen Bestrebungen zur Reduktion der Um- Hand zu nehmen. Eine in die Zukunft gerichtete und

weltbelastung. umweltgerechte Verkehrspolitik ist ein Gebot der Stunde.

Wir sind aber zuversichtlich, dass jetzt, ab 1985, die SBB, Alle Schritte in dieser Richtung werden durch unsere Frak-

und mit ihnen auch der Bundesrat, die neuen Signale aufge- tion ausdrücklich unterstützt.

nommen haben, d. h. die Absichtserklärungen, die dahin- Auf der anderen Seite sprechen wir an dieser Stelle noch-

gehen, mindestens einmal die Halbtaxabonnemente wesent- mals unsere Missbilligung bezüglich der kürzlich vorgenom-

lich zu verbilligen, und dass die von uns schon früher menen Tariferhöhung aus. Mit der Preiserhöhung wurde viel

geforderten Vergünstigungen in Form von Familienbilletten Goodwill zerstört. Das Umsteigen auf den öffentlichen Ver-

und Sonntagsbilletten, wie es Herr Kühne gesagt hat, eben- kehr, das zögernd einsetzt, wurde mit dieser Massnahme

falls realisiert werden. Wir sind zwar grundsätzlich der Mei- erschwert. Die Bahnpreise sind nicht nur eine frankenmäs-

nung, dass Aktionen, die immer nur sehr beschränkt gültig sige Angelegenheit, sondern haben auch eine psychologi-

sind, beispielsweise die zweimal fünf Sonntage für das sche Auswirkung. Der Aufschlag hat viele treue Kunden

Sonntagsbillett, nicht nachhaltig zur Trendwende beisteu- verärgert. Neue, regelmässige Kunden, die dringend not-

ern können. Das müssen Aktionen sein, die das ganze Jahr wendig wären, konnten damit bestimmt nicht gewonnen

durchgezogen werden, damit sie auch den Leuten viel werden. Eine solche Ungeschicktheit darf in nächster Zeit

bewusster werden und diese nicht immer wieder grosse nicht wieder passieren. Die Tarifpolitik ist eines der Füh-

Erkundigungen am Schalter einholen müssen. rungsmittel; solange das Leistungsangebot nicht wesentlich

Selbstverständlich sind wir der Meinung, dass Tarifanstren- verbessert ist, sind die Tarife auf dem jetzigen Stand zu

gungen allein nicht genügen. Der künstliche Gegensatz, der halten oder zu senken. Das Rechnungsergebnis kann nur

jetzt etwa von einzelnen Politikern geschürt wird, dass jene, verbessert werden, wenn die Umsätze steigen. Nur mass-

die für Tarifvergünstigungen seien, eo ipso auch gegen volle Preise können die Frequenz steigern. Dazu müssen

neue zusätzliche Investitionen seien, ist völlig haltlos; er Leistungsverbesserungen kommen, nicht ein Leistungsab-

stimmt, mindestens für die SP-Fraktion, nicht. Wir sind, bau. Viele Kollegen aus Zürich sind zum Beispiel verärgert,

parallel zu den Massnahmen im Tarifbereich, auch für einen dass mit dem Fahrplanwechsel der Zug Zürich ab 06.33 Uhr

Ausbau der Infrastruktur der Bahnen, besonders weil wir ausfällt und wir verspätet zur Sitzung kommen.

wissen, dass die Infrastrukturaufwendungen für die Schiene Wenn die Faktoren Preis und Leistung stimmen, erreichen

in den letzten 20 bis 30 Jahren bedeutend kleiner waren als die Bahnen das angestrebte Ziel. Ich hoffe, dass der Bun-

jene für die Strasse. Darauf haben sowohl wir wie auch der desrat und der SBB-Verwaltungsrat die notwendigen Leh-

Bundesrat schon sehr früh hingewiesen. Das gilt es nun ren aus der letztjährigen Budgetdebatte gezogen haben.

nachzuholen. Unsere Fraktion würde einer neuen Tariferhöhung wie-

Es ist selbstverständlich, dass die erforderliche Mehrbenüt- derum mit aller Vehemenz den Kampf ansagen. Ich möchte

zung der Bahnen kurzfristig nur mit Tarifmassnahmen zu nur ein Beispiel nennen, wie unsinnig und ungerecht die

erzielen ist. Jede Massnahme im Investitionsbereich, die wir Preiserhöhung ist. Seit 1. Mai 1985 kostet die Veloaufgabe 5

beschliessen und durchziehen, hat eher mittelfristige Aus- Franken, wenn ein Billett gelöst wird; früher waren es

wirkungen; es braucht eine gewisse Zeit, bis das Rollmate- Fr. 3.50. Für kurze Strecken ist dies sehr teuer. Wenn eine

rial erneuert ist, neue Strecken gebaut sind. Und es ist Familie mit zwei Kindern aus der Stadt hinaus will und dabei

natürlich relativ einfach, wenn gewisse Parteien, gewisse die Bahn benützt, um eine kleine Velotour zu unternehmen,

Politiker sofort ja sagen zu neuen Investitionen, zur «Bahn zahlt sie nebst dem Billett bereits 20 Franken. Die gleiche

2000» und anderen Programmen, die sehr zu begrüssen Summe muss bei der Heimfahrt nochmals ausgegeben wer-

sind, dann aber bei den Bestrebungen zur Redimensionie- den. Die Veloaufgabe kostet also bereits 40 Franken. Dieser

rung des Strassenausbaus nicht mitmachen. Wir können Preis ist für ein gesundes Sonntagsvergnügen einfach zu

nicht beim Nationalstrassennetz, wo heute auch beim Volk hoch. In diesem Punkt betreiben die SBB eine familienfeind-

6. Juni 1985 N 911 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

liehe Politik. Viele Familienväter werden auf jeden Fall dem M. Clivaz: Etant membre du Conseil d'administration des

Werbeslogan «Gün de Goofe en Plausch, nimm d'Bahn» CFF, il ne m'appartient pas de me prononcer sur les

keine Folge geben, weil dieser Plausch zu teuer ist. Ich comptes ni sur le rapport de gestion de l'année dernière.

ersuche daher den Verwaltungsrat, gerade diesen Punkt Vous me permettrez néanmoins de faire quelques remar-

nochmals zu überprüfen und möglichst rasch eine Korrektur ques d'ordre général. Je voudrais tout d'abord prendre acte

anzubringen. Ich garantiere: hier wäre weniger bestimmt avec satisfaction des compliments qui ont été adressés

mehr. aussi bien à la direction de l'entreprise qu'au personnel.

Die Bahnen werden in den nächsten Jahren im Brennpunkt En ce qui concerne le personnel tout spécialement, je crois

der öffentlichen Diskussion stehen. Wir werden unsere Ziel- que ces compliments sont tout à fait justifiés, car si les

vorstellungen bei der Behandlung des neu formulierten résultats de 1984 sont bien meilleurs que ce qui avait été

Leistungsauftrages einbringen. Wir sind überzeugt, dass auf prévu dans le budget, on le doit, en grande partie sinon

diesem Gebiet noch einiges zu tun ist und anders gestaltet totalement au personnel et à la bonne volonté dont il a fait

werden kann. preuve. Le président de la commission a même remercié le

In Anbetracht des rapid zunehmenden Waldsterbens personnel pour la compréhension avec laquelle il a accepté

bekommen die Bahnen einen ganz anderen Stellenwert. les mesures de rationalisation. Cela est vrai, mais je voudrais

Dies bedingt, dass die öffentliche Verkehrspolitik neu über- rendre attentifs les membres de ce conseil sur le fait que les

dacht und den veränderten Verhältnissen angepasst wird. mesures de rationalisation peuvent aussi atteindre certaines

Mit allen Mitteln muss versucht werden, die Bahnen rasch limites à ne pas dépasser dans le cas des CFF, je crois que

attraktiver als den Strassenverkehr zu gestalten. Dies sind l'on en est bientôt là. Ces mesures, que le personnel conti-

wir der kranken Umwelt schuldig. Wir müssen alles daran- nue d'accepter lorsqu'elles lui paraissent justifiées et com-

setzen, dass endlich die Vernunft siegt. Wir empfehlen Ihnen patibles avec des conditions de travail convenables, ne

also von unserer Fraktion aus, den Jahresbericht und die doivent toutefois pas aboutir à une mise à contribution du

Rechnungen pro 1984 zu genehmigen und den Passivsaldo personnel au point de mettre en cause la santé de celui-ci

von rund 304 Millionen Franken zu Lasten der Bundeskasse ainsi que le service à la clientèle. Il semble que l'on doive

zu übernehmen. attirer l'attention de la direction de l'entreprise sur ce point

également, car il convient d'améliorer le service à la clien-

tèle et non pas de l'aggraver à un moment où il importe par

Präsident: Die Fraktion der Nationalen Aktion/Vigilants lässt dessus tout de donner la priorité aux transports publics. Je

mitteilen, dass sie dem Geschäft zustimmt. pense que nous aurons encore l'occasion de nous entrete-

nir à ce sujet lorsque nous discuterons de la politique

coordonnée des transports et de la révision du mandat de

Künzi: Ich danke den SBB für ihren beachtlichen Einsatz in prestations.

Richtung Förderung des öffentlichen Verkehrs. In einem M. Carobbio a dit ce qu'il fallait préciser à cet égard tout à

Punkt möchte ich allerdings eine gewisse Kritik anbringen: l'heure. Je n'y reviendrai donc pas, sinon pour souligner une

er betrifft den internationalen Verkehr. remarque qu'il a faite en ce qui concerne l'augmentation

Die Angaben über die Entwicklung des Personenverkehrs des absences pour cause de maladie. Les CFF ont entrepris

zeigen, dass erfreulicherweise fast bei allen Verkehrsarten une étude pour déterminer les véritables causes de ces

Zunahmen zu verzeichnen sind. 1984 bildete aber der inter- absences. Dans le cadre de cette étude, il faudra naturelle-

nationale Verkehr wieder eine negative Ausnahme in diesem ment prendre en considération les conséquences des

schönen Bild, nachdem hier erneut eine Ertragseinbusse zu mesures de rationalisation, autrement dit l'augmentation de

verzeichnen war. Da der Verkehr mit Frankreich dank der l'intensité du travail. Les CFF, en tant qu'employeur, n'ont

TGV-Verbindungen nochmals zugenommen hat, muss der pas intérêt à accentuer les mesures de rationalisation au

Rückgang in den anderen Relationen noch grösser sein, als point de mettre en cause la santé du personnel. En défini-

dies in der Zusammenfassung zum Ausdruck kommt. Trotz- tive, le résultat comptable se révélerait négatif pour l'entre-

dem sucht man im Geschäftsbericht vergeblich nach Hin- prise si révolution devait se poursuivre dans cette direction.

weisen, welche auf Bemühungen zu einer attraktiveren Encore un mot pour terminer à l'adresse de M. Aliesch qui

Gestaltung des internationalen Reiseverkehrs schliessen revient chaque année sur les coûts du personnel et en

Hessen. Dies ist deshalb schade, weil aus dieser Sparte particulier sur ceux relatifs à la caisse de pension. On l'a

immerhin 22 Prozent der gesamten Personenverkehrser- déjà dit, mais j'insiste: M. Aliesch doit prendre aussi acte du

träge stammen. fait que l'augmentation extraordinaire enregistrée en 1984

Während die TGV-Anschlussverbindung nach Bern, die von est due avant tout à l'intégration de 19 pour cent d'allocation

durchschnittlich 350 Personen pro Tag benützt wird, von de renchérissement dans le salaire assuré. Une opération

den SBB nur zögernd eingeleitet wurde, erkennt man bei qui ne se reproduira plus ces prochaines années puisque

anderen Verbindungen wenig Anstrengungen, um die teil- l'allocation sera désormais intégrée année après année dans

weise unzumutbaren Grenzaufenthalte- auf die möchte ich le salaire assuré.

vor allem hinweisen - zu verkürzen. In diesem Zusammen-

hang möchte ich den Bundesrat nochmals ersuchen, auch Aregger, Berichterstatter: Die Fraktionssprecher haben

die nötigen Schritte mit Deutschland einzuleiten, um die Geschäftsbericht und Rechnung allgemein gut aufgenom-

längst fällige Elektrifizierung der Bahnlinie Schaffhausen- men. Ich danke ihnen, denn sie haben damit auch das

Singen zu beschleunigen und damit das letzte nicht elektrifi- Ergebnis der Kommissionsmehrheit bestätigt.

zierte Teilstück auf der Linie Mailand-Gotthard-Zürich- Gestatten Sie mir einzig einige Bemerkungen zu Herrn

Stuttgart mit dem Fahrdraht zu versehen. Bei den internatio- Carobbio. Es ist selbstverständlich, dass die Verkehrskom-

nalen Schnellzügen Mailand-Stuttgart muss nach wie vor mission den Geschäftsbericht der Bundesbahnen einge-

innert einer halben Stunde die Lokomotive zweimal gewech- hend und in seinem vollen Umfang bearbeitet hat. Aber wir

selt werden. Dies ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern müssen uns darauf beschränken, hier als Berichterstatter

bedingt auch einen Zeitaufwand, welcher die Attraktivität einige Schwerpunkte noch einmal besonders zu betonen.

dieser Bahnverbindung unnötig schmälert. Es ist nicht zu Wir wissen, dass die Bundesbahnen die Resultatverbesse-

übersehen, dass die Konkurrenzlage der Bahn durch diese rungen vor allem mit internen Massnahmen angestrebt

Lücke empfindlich beeinträchtigt wird, was sich auch nega- haben. Es ist uns aber ebenso klar, dass die Bundesbahnen

tiv auf die Ertragslage der Schweizerischen Bundesbahnen eine beträchtliche Zunahme der Abgeltung gemeinwirt-

auswirkt. Von Zürich nach Stuttgart kann man fast nicht mit schaftlicher Leistungen entgegennehmen durften. Auch wir

der Bahn fahren; man ist praktisch gezwungen, das Auto zu haben gesehen, dass Bericht und Antrag des Verwaltungs-

nehmen. rates auf Seite 5 und 6 eine ganze Vielzahl von verkehrspoli-

Ich bitte den Bundesrat, mir in dieser Richtung Auskunft zu tischen grossen Würfen und Hinweisen auf Zukunftspro-

erteilen. jekte enthalten.

CFF. Gestion et comptes 1984 912 N 6 juin 1985

Aber ich habe in meinem Referat ausdrücklich festgestellt, ist ein Fehlbetrag in der Grössenordnung von 300 Millionen

dass wir noch Gelegenheit bekommen werden, zur koordi- Franken neben allen anderen Leistungen, die der Bund für

nierten Verkehrspolitik, zur «Bahn 2000» und zum neuen die SBB zu erbringen hat, immer noch ein sehr grosses

Leistungsauftrag hier in diesem Saale zu sprechen und zu Engagement. Diese Tatsache verpflichtet uns alle, weiterzu-

entscheiden. Es würde den Rahmen der Behandlung des arbeiten - zielgerichtet, langfristig und auch gewissen

Geschäftsberichtes und der Rechnungen 1984 sprengen, Grundlinien und Prinzipien verpflichtet. Ich komme darauf

wenn wir die ganze Verkehrspolitik in diesem Zusammen- bei der Beantwortung einzelner Voten noch zurück.

hang erneut diskutieren wollten. Im Zentrum stehen muss alles, was in Richtung Koordina-

Konkret zu den Fragen von Herrn Carobbio: Wir haben im tion im Verkehrswesen und in der Verkehrspolitik geht. Wir

letzten Jahr über die Alpentransversale gesprochen. Wir werden darauf auch den neuen Leistungsauftrag 1987, der

haben damals entschieden, dass der Linienführungsent- hier wiederholt angesprochen wurde, ausrichten. Es gibt

scheid mit dem Bauentscheid zu einem späteren Zeitpunkt dabei Anpassungen gegenüber dem jetzt laufenden: Wir

zusammengelegt werde. Es kamen damals alle die Fragen werden die Erfahrungen, die man gesammelt hat, auswerten

der Nord-Süd-Verbindung des europäischen Strecken- und beim Vorschlag für den Folge-Leistungsauftrag berück-

netzes, der Umfahrung der Schweiz, aber auch der Kosten- sichtigen. Es konnten verschiedene konkrete Ziele, insbe-

unterdeckung dieser Transporte zur Sprache. Wir werden sondere beim Wagenladungs- und Huckepackverkehr, nicht

bei der Behandlung der Motion Salvioni wieder Gelegenheit erreicht werden. Dem müssen wir Rechnung tragen. Aber

haben, darüber zu sprechen. eines möchte ich jetzt schon festhalten: Wir weichen vom

Die erste Frage von Herrn Carobbio beeinflusst unsere Stel- Grundkonzept überhaupt nicht ab. Dieses Grundkonzept,

lungnahme zum Geschäftsbericht 1984 nicht. Auch die das dem Leistungsauftrag 1982 zugrunde liegt und auf dem

Tarifpolitik, die von Ihnen und von Herrn Bircher angespro- auch der Vorschlag des Bundesrates für den Leistungsauf-

chen wurde, die Debatte über Billigpreis oder Investitionen trag 1987 basieren wird, ist absolut GVK-konform. Sie kön-

wird in diesem Saale später wiederaufgenommen werden. nen vom Bundesrat nicht erwarten, dass er jetzt, nach eini-

Im Personalsektor wurde die Frage der Absenzen von Herrn gen Jahren, in einer so wichtigen Frage einen Kurswechsel

Carobbio ebenfalls aufgegriffen, und Herr Clivaz hat sich vornimmt. Der Leistungsauftrag 1982 wird konzeptionell

soeben dazu geäussert. Es wäre wohl falsch, wenn wir die haargenau das bringen, was im Leistungsauftrag 1987 erst-

Ursache dieser ausserordentlich hohen Absenzen von 17,8 mals konkretisiert worden war.

Tagen pro Arbeitnehmer und Jahr auf das besondere Risiko Sie haben die «Bahn 2000» erwähnt. Es wurde zu Recht

dieses Berufes oder auf den Stress infolge der Rationalisie- herausgestrichen, dass die Infrastruktur das zentrale Pro-

rungsmassnahmen zurückführen würden. Der Grund liegt blem darstellt. Der Ausbau einer zeitgemässen Infrastruktur

klar beim besonderen beamtenrechtlichen Anstellungsver- hat weit grössere Bedeutung als alle denkbaren tarifari-

hältnis. Wer das nicht glauben möchte, den weise ich auf schen Massnahmen. Deshalb muss in diesem Bahn-2000-

andere risikoreiche, aber privatwirtschaftliche Berufe hin, Vorhaben - also Ausbau der Infrastruktur in grossen Schrit-

die im Freien ausgeübt werden, zum Beispiel im Bauge- ten bis zum Jahr 2000, deshalb dieser Titel - ein Schwer-

werbe. Ich empfehle, dazu Vergleiche zu ziehen. Sie sehen punkt erkannt und realisiert werden. Das heisst nicht, dass

auf Seite 23 eine Zusammenstellung über den bahnärztli- wir nicht flankierend auch tarifarische Massnahmen ergrei-

chen Dienst. Herr Clivaz hat es soeben gesagt, und wir fen und Ihnen das im Zusammenhang mit dem Gesamtbe-

haben es auch von der Generaldirektion gehört: Die SBB richt vorschlagen werden, den wir im Herbst dem Parlament

wollen diesen Ursachen nachgehen und sich einen speziel- zu unterbreiten haben.

len Bericht vorlegen lassen. Nationalrat Aliesch, Sie haben das Problem einer denkbaren

Ich beantrage Ihnen Bericht und Rechnung 1984 zu geneh- Umfahrung der Schweiz auf der Schiene angesprochen.

migen. Darin das Risiko eines Preisdruckes zu erblicken, wäre

marktwirtschaftlich natürlich nicht richtig. Der Preisdruck,

M. Massy, rapporteur: M. Aregger, président de la commis- den wir heute tatsächlich haben, kommt von den Überkapa-

sion, a répondu à quelques questions. On en a posé d'autres zitäten.

au Conseil fédéral. M. Schlumpf y répondra tout à l'heure. Hier eine Klammerbemerkung: Die Probleme im Strassen-

J'aimerais simplement dire à M. Carobbio qu'une partie des transportgewerbe sind nicht durch die Schwerverkehrsab-

questions qu'il a posées concernent Rail 2000 et qu'aujour- gabe verursacht worden, sondern durch Probleme struktu-

d'hui nous discutons uniquement des comptes de 1984. reller Natur, die im wesentlichen von Überkapazitäten resul-

tieren, die im Laufe der Jahrzehnte aufgebaut wurden. Die

Bundesrat Schlumpf: Die Herren Kommissionssprecher ver- Probleme im preislichen Sektor sind zum überwiegenden

dienen den Dank des Departements für die gute Darlegung Teil auch Kapazitätsprobleme.

der Vorlage, und Sie alle, meine Damen und Herren, selbst- Wir haben für den Gütertransit genügend Schienenkapazitä-

verständlich für die wohlwollende Aufnahme und für die ten. Wir lasten diese Kapazitäten heute nur zu etwa 70

Anerkennung, die Sie an die Adresse der SBB, der Unter- Prozent aus. Beim internationalen Gütertransit erreichen wir

nehmensorgane und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter' nur eine Kostendeckung von etwa 80 Prozent. Wir haben

ausgesprochen haben. Die nehmen davon gerne Kenntnis, also beim Gütertransitverkehr auf der Schiene auch keine

und dieser Dank - das darf man sicher feststellen - ist auch genügende Kostendeckung. Nun können wir natürlich -

verdient. Ich meine das nicht einfach deswegen, weil wir Nationalrat Aliesch und andere Votanten - mit Blick auf die

jetzt, gemessen an den Vorjahren und am Voranschlag, ein Rechnung SBB und den Bundeshaushalt vernünftigerweise

so gutes Rechnungsergebnis haben, sondern weil unterneh- nicht einfach Marktanteile hamstern, anderen abjagen, um

mensintern in der Tat alles unternommen wird. Das braucht dann die Defizite sine die einzubuttern.

den guten Willen auf allen Stufen der Unternehmung, denn Das ist keine Verkehrspolitik; deshalb nicht, weil es ja nicht

wir unternehmen alles, um rationell und trotzdem anforde- mehr darum geht, den Alpenwall zu durchstossen und die

rungsgerecht die Aufgaben zu erfüllen. Die Gründe dafür, Schweiz an ein europäisches Verkehrsnetz anzuschliessen.

dass wir ein weit besseres Rechnungsergebnis als voraus- Diese Pioniertathaben andere vollbracht, die früher, vor 100

sehbar vor uns haben, wurden Ihnen dargelegt. Jahren, in diesem Saal tätig waren. Wir müssen heute eine

Ich möchte lediglich mit den Kommissionsreferenten unter- koordinierte Verkehrspolitik für den Schienen- und Stras-

streichen: Es besteht kein Grund zur Selbstzufriedenheit, senverkehr betreiben, die insgesamt Verkehrs- und auch

auch wenn die ersten Monate 1985 eine gewisse Bestäti- gesamtwirtschaftlich richtig ist.

gung des positiven Trends im Jahre 1984 ergeben und man Nationalrat Kühne, die Reduktion bei der Investitionsrech-

annehmen darf - wenn es etwa bei der Entwicklung des nung, welche Sie festgestellt haben, resultiert im wesentli-

Güter-und Personenverkehrs derersten fünf Monate bleibt-, chen aus echten Einsparungen, entsprechenden Aufträgen,

dass wir auch im laufenden Jahr wieder ein besseres Ergeb- die erteilt wurden, aber auch aus betrieblichen Rationalisie-

nis vorweisen können, als pro 1985 veranschlagt. Allerdings rungen und aus gewissen Verschiebungen. (Das sind natür-

6. Juni 1985 N 913 SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

lieh keine echten Einsparungen, aber auch nicht etwa Mass- Zusammenhange auch wieder. Aber zwei Punkte möchte

nahmen, um die Investitionsrechnung günstig zu gestalten.) ich doch nicht unkommentiert lassen.

Zur Rechnungsdarstellung: Es ist sicher richtig, wenn bei Sie haben gesagt: Der Bundesrat sollte auf seinen Entscheid

der rechnungsmässigen Darstellung der Abgeltungen des zurückkommen, in Sachen Eisenbahn-Alpentransversale

Bundes nicht das gleiche Prinzip angewendet wird wie jetzt nicht vorwärts zu machen. Mein Mémento besteht

beispielsweise bei der Milchrechnung, weil es um zwei ver- darin, Ihnen einmal mehr zu sagen, was Sie auch schwarz

schiedene Dinge geht. Hier bezahlt der Bund Leistungen, auf weissin Händen haben: DerBeschlussdes Bundesrates,

die er in Auftrag gibt, Leistungen, die die SBB quasi in über den wir vor einem Jahr auch in den beiden Kammern

seinem Auftrag erbringen und die nicht kostendeckend diskutierten, geht dahin, dass wir auf einen vorgezogenen

sind. Bei der Milchrechnung subventioniert der Bund; er Linienwahlentscheid verzichten. Wir vermeiden eine Proze-

leistet Beiträge für andere Bereiche und Leistungen, die dur, wie sie während langer Zeit vorgesehen wurde, und

nicht in seinem Auftrag erbracht werden. zwar aus den Gründen, die ich Ihnen damals darlegte. Ein

Nationalrat Bircher: Kosteneinsparungen und ein Abbau der vorgezogener Linienwahlentscheid brächte überhaupt

Leistungen können den SBB sicher nicht vorgehalten wer- nichts, weil bis zu einem späteren Baubeschluss sich die

den. Die SBB haben im Gegenteil in den letzten Jahren ihr Meinungen total ändern können. Eine Folge eines solchen

Leistungsangebot wesentlich gesteigert, insbesondere Linienwahlentscheides ohne rechtliche Verbindlichkeit -

durch die Einführung des Taktfahrplanes. Die 940 Stellen, weil er ja auch keinem Referendum unterstehen würde -

die im vergangenen Jahr abgebaut werden konnten, resul- wäre höchstens noch, dass im Hinblick auf den definitiven

tieren aus verschiedenen Massnahmen im zentralen Verwal- Beschluss seitens der SBB Fehlinvestitionen getätigt wür-

tungsbereich, dann aber auch im Zusammenhang mit der den. Darauf kommen wir nicht zurück, dazu besteht keine

Reorganisation des Stückgutverkehrs, also dem Übergang Veranlassung.

zum Cargo-Domizil-Prinzip. Wir werden Ihnen, wenn die Angelegenheit reif ist, zwei

Darf ich eine Zahl in Erinnerung rufen, die auch im Beschlüsse unterbreiten. Einen Baubeschluss, der dann

Geschäftsbericht enthalten ist? Die durchschnittliche tägli- auch die Linienwahl enthält. Dieser Baubeschluss muss

che Auslastung der Personenzüge bei den SBB erreicht dann festlegen: Bau einer Eisenbahn-Alpentransversale,

nicht 30 Prozent. Man kann also sicher nicht sagen, dass Gotthardbasis oder Splügen, oder eine andere. Das wäre ein

das Leistungsangebot der Nachfrage im Personenverkehr referendumspflichtiger Bundesbeschluss. Daneben würden

nicht gerecht würde. Der neue Leistungsauftrag - ich habe wir Ihnen gleichzeitig den Finanzierungsbeschluss unter-

dazu bereits etwas gesagt - wird also konzeptionell nichts breiten; der ist nicht referendumspflichtig.

anderes bringen. Die Frage, die Sie und am Montag unsere Tessiner Freunde

Nationalrat Bircher: Sie haben gesagt, die SBB und das und andere interessiert: Ist das dringend kurzfristig nötig?

Departement hätten in tarifarischer Hinsicht Signale aufge- Heute muss ich Ihnen wie vor einem Jahr sagen: Nein,

nommen. Wer hat was? Von wem sind diese Signale ausge- mitnichten, weil wir eben nicht an einem Kapazitätsengpass

gangen und wer hat sie aufgenommen? In aller Unbeschei- kranken. Die heutige Transitkapazität beträgt 13 Millionen

denheit: Die Signalanten waren wir. Die beiden tarifarischen Tonnen auf Gotthard und Lötschberg-Simplon. Sie ist nur

Massnahmen, die wir der Öffentlichkeit vorzeitig bekanntge- mit etwa 10 Millionen Tonnen ausgelastet. Wir haben also

geben haben, bevor der Bundesrat Stellung nehmen konnte heute eine Reserve von etwa 3 Millionen Gütertonnen. Wir

- das hat er bis heute noch nicht -, Reduktion der Halbtax- schaffen nun eine weitere Reserve durch den Teilausbau der

Abonnementspreise von 360 Franken auf 100 Franken und Bergstrecke Gotthard, aber vor allem der BLS. Bis zu

das Familien-Generalabonnement, sind unsere Ideen, die Beginn der neunziger Jahre werden zusammen 26 Millionen

Ideen der SBB. Wir haben diese Massnahmen schon vor Tonnen Kapazität stehen - Lötschberg-Simplon einerseits,

Monaten festgelegt. Diese Signale wurden aufgenommen, die heutige Bergstrecke Gotthard andererseits. Das ist das

und man hat eine Pressekonferenz angesetzt. Wir haben Doppelte des heutigen Zustands. Eine neue Eisenbahn-

davon erfahren und gefunden, dass eine solche Anleihe Alpentransversale via Gotthardbasis oder Splügen ist ausge-

nicht ganz richtig sei. Wir sind dann selbst an die Öffentlich- legt - nach den vorhandenen Studien - etwa auf je 25

keit getreten. Es handelt sich also um SBB-Eigengewächs. Millionen Tonnen. Wir verfügten also mit einer neuen Eisen-

Das darf man doch auch feststellen. bahn-Alpentransversale über etwa 50 Millionen Tonnen.

Denken Sie daran: heute haben wir 10 Millionen. Wir können

Nationalrat Dünki: Die Tariferhöhung des vergangenen Jah- nicht einfach Mehrverkehr «coûte que coûte» anziehen bei

res, 5 Prozent, war nur ein Ausgleich der Teuerung. Ein einer völlig ungenügenden Kostendeckung. Ich habe Ihnen

personalintensives Unternehmen hat eine gute Legitimation, die 80 Prozent genannt.

einen Teuerungsausgleich vorzunehmen. Zu Ihrer zweiten Frage: Soll man Tarifmassnahmen in die

Die SBB verwenden nahezu 60 Prozent ihres Gesamtauf- Gesamtpolitik einbeziehen? Sie haben mich zitiert, ich habe

wandes im Personalsektor. Gerade dieser Sektor ist voll und das tatsächlich gesagt, und Sie werden das von mir noch

ganz der Teuerung ausgesetzt. Sie schlägt sich dort ohne häufiger hören: «Tarifmassnahmen haben in einem Gesamt-

jeden Rabatt nieder. Will man nicht einen Aufstau von Defizi- paket eine flankierende Funktion. Es ist nicht möglich, über

ten Jahr um Jahr wegen unterbliebener Teuerungsausglei- Tarifmassnahmen genügend zu tun, um den öffentlichen

che in Kauf nehmen, ist auch eine gewisse Teuerungsanpas- Verkehr - also insbesondere den Schienenverkehr - nach-

sung in Teilschritten notwendig. haltig zu fördern, zu steigern.» Das können wir nur über

Nationalrat Künzi, zu Ihren Ausführungen: Immerhin hat Infrastrukturmassnahmen tun. Für alles reichen die verfüg-

auch der internationale Reiseverkehr um 4 Prozent zuge- baren Mittel nicht aus. Was wir jetzt vorbereitet haben, ist

nommen, natürlich ungleich verteilt auf die Destinationen kein Geheimnis: die Reduktion der Halbtaxabonnemente

Genf, Lausanne, Paris, dank TGV und anderen. Die Bestre- auf 100 Franken - sie ist etwa mit einem Aufwand von 60

bungen für eine Elektrifizierung Schaffhausen-Singen, die- Millionen Franken zu veranschlagen - und sodann die Fami-

ser Singularität - das sind tatsächlich etwas museale Ver- lien-Generalabonnemente. Wir können aber nicht mit einer

hältnisse -, laufen; wir unterstützen sie. Wir hoffen, dass halben Milliarde jährlich Tarifverbilligungen realisieren, die

man endlich einmal zu einer Behebung dieser- man kann auf ein «arroser le terrain» hinauslaufen würden. Das

schon sagen - internationalen Kuriosität kommt. Die SBB Wunschbild nach Ihren Ausführungen - wenn wir eine

und wir tun unser Bestes. Eisenbahn-Alpentransversale rasch in Angriff nähmen,

Nationalrat Carobbio, Ihr Votum wäre eigentlich eine Einla- bevor wir eine Auslastung sehen, dazu markante Tarifmass-

dung, hier nicht eine verkehrspolitische Auslegeordnung nahmen und die «Bahn 2000», mit der Sie grundsätzlich

vorzunehmen, sondern ein Mémento abzugeben, nämlich einverstanden sind - hätte bedeutende Konsequenzen.

Hinweise auf das, was ich schon oft darlegen durfte. Ich will Ich habe hier für mich einige Zahlen notiert, natürlich nur

das nicht tun. Dieses Mémento und diese Da-capo-Musik grosso modo. Die «Bahn 2000» kostet uns, inklusive KTU,

kennen wir ja, die kommt am nächsten Montag in anderem nach den heute verfügbaren Schätzungen etwa 6 Milliarden

Budget 1985. Supplément I 914 N 6 juin 1985

Franken, jährlich etwa 500 Millionen. Die markanten Tarif- #ST# Zu 84.056

verbilligungen, welche mit parlamentarischen Vorstössen

verlangt werden - wir werden uns am Montag darüber PTT. Voranschlag 1985. Nachtrag l

unterhalten -, machen rund 500 Millionen Franken jährlich PTT. Budget 1985. Supplément I

aus. Für eine neue Alpentransversale rechne ich mit etwa 8

Milliarden Franken ohne Auslandbeteiligung. Dies würde Botschaft und Beschlussentwurf vom 17. April 1985

etwa, wenn man mit einer Realisierungsfrist von 15 bis 20 Message et projet d'arrêté du 17 avril 1985

Jahren rechnet, 400 bis 500 Millionen Franken Jahresauf-

wand bedeuten. Summieren wir das, sind dies 1,5 Milliarden Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern

Franken zusätzlich zu den Aufwendungen, die wir schon S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT,

jetzt haben. Glauben Sie in der Tat, dass es uns möglich Viktoriastrasse 21, Berne

wäre, Jahr um Jahr 3 Milliarden Franken für den Eisenbahn-

verkehr, für Tarifmassnahmen plus neue Eisenbahn-Alpen-

transversale und «Bahn 2000» zu bekommen? Ich will damit

sagen, dass wir an eine Eisenbahntransversale herangehen Bremi, Berichterstatter: Die Sektion der Finanzkommission

können, wenn sich auch eine Nachfrage absehen lässt. und die Finanzkommission haben den Nachtrag l zum

Solange aber eine Nachfrage nicht im entferntesten abseh- Finanzvoranschlag der PTT-Betriebe für das Jahr 1985

bar ist und auch im Hinblick auf die Verkehrspolitik, die in geprüft. Wir haben keine Bemerkungen beizufügen. Wir

anderen Ländern betrieben wird, nicht abgesehen werden empfehlen Ihnen, diesem Nachtrag zuzustimmen.

kann, wäre das von der Aufwandseite und der Dauerbela-

stung für SBB und Bund überhaupt nicht zu verantworten. Eintreten ist obligatorisch

Sie werden Gelegenheit erhalten, nicht nur bei der KVP- L'entrée en matière est acquise de plein droit

Vorlage, die sich zurzeit im Ständerat befindet, sondern zu

zwei konkreten Vorlagen Stellung zu nehmen. Das Geschäft Titel und Ingress, Art.1 und 2

«Bahn 2000» kommt in einer Botschaft vor die Räte. Und der Antrag der Kommission

neue Leistungsauftrag SBB - auch dabei geht es um einen

Bundesbeschluss- gelangt auch mit einer Vorlage zu Ihnen. Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Dann werden wir uns zweifellos einlässlicher mit diesen

Fragen beschäftigen können. Titre et préambule, art.1 et 2

Wir bleiben bei unserer Zielvorstellung und auch bei unse- Proposition de la commission

ren festgelegten Wegen zu diesen Zielen. Wir wollen gleich- Adhérer au projet du Conseil fédéral

wertige Wettbewerbsgrundlagen schaffen für den öffentli-

chen wie für den privaten Verkehr. Im Zentrum dieser Ziel- Angenommen - Adopté

setzung und der Massnahmen steht ein raschmöglicher und Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

grosszügiger Infrastrukturausbau. Das ist vor allem «Bahn

2000». Wir wollen bei einem klaren Unternehmungskonzept Für Annahme des Beschlussentwurfs 87 Stimmen

bleiben; der gemeinwirtschaftliche Leistungsbereich muss (Einstimmigkeit)

abgegolten werden - soweit keine Kostendeckung vorliegt An den Ständerat - Au Conseil des Etats

-, im marktwirtschaftlichen Bereich soll die Eigenwirtschaft-

lichkeit gelten. Schliesslich wollen wir auf diesem und ande-

ren Wegen mit dieser und anderen Massnahmen zu einer

koordinierten Gesamtverkehrspolitik kommen, die langfri-

stig angelegt sein muss, damit sie auch zu genügenden

Resultaten führt.

Ich bitte Sie, dem Bericht und der Rechnung zuzustimmen.

#ST# Zu 84.052

Eintreten ist obligatorisch

Voranschlag 1985. Nachtrag l

L'entrée en matière est acquise de plein droit

Budget 1985. Supplément l

Titel und Ingress, Art. 1-4

Antrag der Kommission Botschaft und Beschlussentwurf vom 8. Mai 1985

Message et projet d'arrêté du 8 mai 1985

Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Bezug bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale,

Titre et préambule, art. 1-4 Bern

Proposition de la commission S'obtiennent auprès de l'Office central fédéral des imprimés et du

matériel, Berne

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für die Annahme des Beschlussentwurfes 99 Stimmen Schwarz, Berichterstatter: Im Verhältnis zum Vorjahr haben

(Einstimmigkeit) sich die Kreditnachträge von 72,5 Millionen auf 55,1 Millio-

nen Franken reduziert, wobei die eigentlichen Nachtrags-

An den Ständerat - Au Conseil des Etats kredite von 58,4 auf 43,5 Millionen abgenommen haben und

die Kreditübertragungen von 14,1 auf 11,6 Millionen Fran-

ken. Schliesslich sollen im Rahmen des Nachtrages l zum

Voranschlag 1985 neue Verpflichtungskredite und Zusatz-

kredite im Umfang von 5,4 Millionen bewilligt werden. Beim

Hauptposten der Nachtragskredite fällt der grossie Betrag

von 29,7 Millionen auf die Verwertung von Inlandgetreide

geringerer Qualität und der zweitgrösste von 8,5 Millionen

auf Bauvorhaben im Rahmen der Beschäftigungsmassnah-

men 1983, also zwei Themenkreise, über die wir uns zweifel-

los noch bei der Staatsrechnung 1984 etwas eingehender

unterhalten werden.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

SBB. Geschäftsbericht und Rechnungen 1984

CFF. Gestion et comptes 1984

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1985

Année

Anno

Band III

Volume

Volume

Session Sommersession

Session Session d'été

Sessione Sessione estiva

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 85.027

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 06.06.1985 - 08:00

Date

Data

Seite 904-914

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Ref. No 20 013 430

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