Approval of Universal Postal Union Congress Acts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThis case concerns the approval of acts from the Universal Postal Union Congress. The Swiss delegation signed these acts with a reservation of ratification. The acts involve increased costs for postal services due to currency devaluation and technical assistance to developing countries. The commission recommended approval, noting that the increased costs for customers, ranging from 12% to 50% for international mail, were a consequence of these international agreements. The Federal Council's draft resolution was unanimously approved by the commission, leading to its adoption.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 23 BV, Art. 37 Absatz; Approval of Universal Postal Union Congress Acts: The Swiss delegation signed these acts with a reservation of ratification. The acts involve increased costs for postal services due to currency devaluation and technical assistance to developing countries. The commission recommended approval, noting that the increased costs for customers, ranging from 12% to 50% for international mail, were a consequence of these international agreements. The Federal Council's draft resolution was unanimously approved by the commission, leading to its adoption.
Schlagwörter
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertConstitutional basis for federal subsidies.
Volltext
Congrès de l'Union postale. Actes 268 4 juin 1985
84.083
#ST#
gegangen ist und das hier aus besonderen Gründen wieder
tut, darf das nicht heissen, dass diese 50-Prozent-Leistung
Genferseeregulierung. Finanzhilfe des Bundes nun generell quasi zum Gesetz wird.
Régularisation du lac Léman. Aide financière In diesem Sinne stimmt der Bundesrat, auch etwa aus
Gründen der «force majeure» im Hinblick auf das ganz
Botschaft und Beschlussentwurf vom 31. Oktober 1984 (BBI III, 1050) eindeutige Resultat im Nationalrat und die Stimmung in
Message et projet d'arrêté du 31 octobre 1984 (FF IM, 1058) Ihrer Kommission - sie ist übrigens begreiflich - diesen
50 Prozent zu.
Beschluss des Nationalrates vom 22. März 1985
Décision du Conseil national du 22 mars 1985 Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entre en matière
Gesamtberatung - Traitement global du projet
Antrag der Kommission Titel und Ingress, Art. 1-4
Eintreten und Zustimmung zum Beschluss Titre et préambule, art. 1-4
des National rates Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Proposition de la commission Für Annahme des Beschlussentwurfes 32 Stimmen
Entrer en matière et adhérer à la décision (Einstimmigkeit)
du Conseil national An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Cavelty, Berichterstatter: Wegen der saisonalen Schwan-
kungen des Wasserstandes in unseren Seen sind an ihren
Ausflüssen Regulieranlagen nötig. Das Regulierwehr in
Genf wurde 1886 vom Kanton Genf mit finanzieller Beteili-
gung der Uferkantone Waadt und Wallis sowie mit Unter- 85.009
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stützung des Bundes gebaut. Nun ist dieses Wehr reparatur- Weltpostverkehr. Urkunden. Genehmigung
anfällig. Der Kanton Genf hat einen Neubau beschlossen.
Darin soll ein Wasserkraftwerk integriert werden. Hier geht Congrès de l'Union postale. Actes
es um die Bundessubvention an das Regulierwehr, unter
Ausschluss der Kosten des Kraftwerkes. Die Kantone Genf, Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Februar 1985 (BBI l, 1001)
Waadt und Wallis ersuchen den Bundesrat um einen Bun- Message et projet d'arrêté du 20 février 1985 (FF I, 985)
desbeitrag von 50 Prozent, was auf der Preisbasis von 1982
total 51 Millionen Franken ausmacht. Die verfassungsmäs-
sige Basis bildet Artikel 23 BV.
Der Bundesrat beantragt in seiner Botschaft die Zuspre-
chung eines Bundesbeitrages von lediglich 40 Prozent. Im Antrag der Kommission
National rat, der Priorität hatte, entstand eine längere Diskus- Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
sion wegen des Subventionssatzes. Schliesslich obsiegte
der Subventionssatz von 50 Prozent mit 124 zu 9 Stimmen. Proposition de la commission
Den Ausschlag gab wohl die Überlegung, dass die betroffe- Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral
nen Kantone ihre Kredite bereits auf der Basis einer Subven-
tion von 50 Prozent beschlossen hatten und nun bei einer Cavelty, Berichterstatter: Vor einem Jahr, vom 18. Juni bis
Subventionierung von bloss 40 Prozent das ganze Entschei- 27. Juli 1984, fand in Hamburg der 19. Weltkongress des
dungsverfahren nochmals hätte aufgerollt werden müssen. Weltpostvereins statt. Dabei wurde eine Reihe von Beschlüs-
Angesichts dieser Situation schloss sich Herr Bundesrat sen allgemeiner Natur gefasst, insbesondere auch über die
Schlumpf namens des Bundesrates in unserer Kommission technische Hilfe an Entwicklungsländer. Um die Geldent-
dem Beschluss des Nationalrates auf Zusprechung einer wertung der letzten Jahre auszugleichen, wurden die
50prozentigen Subvention an. entsprechenden Kredite um 40 Prozent angehoben. Durch
Dies soll aber auch nach der Meinung der Kommission nicht die Kongressbeschlüsse erhöhen sich die von unserer PTT
heissen, dass in Zukunft grundsätzlich die Finanzkraft der an die ausländische Postverwaltung jährlich zu bezahlenden
Subventionsempfänger nicht berücksichtigt werden soll. Beträge. Für die Postkunden ist mit einer Erhöhung der
Vielmehr handelt es sich beim vorliegenden Beschluss um Auslandposttaxen von 12 bis 50 Prozent je nach Sendungs-
die Berücksichtigung der geschilderten Sondersituation. gattung zu rechnen, was total rund 50 Millionen Franken pro
Die Kommission beschloss daher einstimmig, auf die Vor- Jahr ausmachen wird. Für einen gewöhnlichen Brief ins
lage einzutreten und in der Detailberatung den Beschlüssen Ausland beträgt die Erhöhung 10 Rappen bzw. 20 Rappen,
des Nationalrates zuzustimmen, so wie sie aus den verteilten wenn es sich um einen Brief nach Übersee handelt. Bis zu 50
schriftlichen Anträgen hervorgehen. Prozent beträgt die Erhöhung der Paketposttaxen ins Aus-
land. Die Beschlüsse wurden von der Schweizer Delegation
Bundesrat Schlumpf: Ich will lediglich zuhanden des Proto- unter Ratifikationsvorbehalt bereits unterzeichnet. Hier geht
kolles das, was Herr Ständerat Cavelty sagte, bestätigen. Ich es um die Genehmigung und um die Ratifikationsermächti-
danke ihm für seine Ausführungen. gung an den Bundesrat.
Es trifft zu, dass der Bundesrat sich 50 Prozent und damit Die Verkehrskommission hat sich zur Vorlage ohne grössere
dem Mehraufwand von etwa 4,5 Millionen anschliesst, Diskussion positiv geäussert, wobei man wieder einmal der
obwohl unter Berücksichtigung der Finanzkraft und der Erwartung Ausdruck verlieh, der Weltpostverein möge sich
Tatsache, dass drei Kantone beteiligt sind, der Antrag auf auf seine eigentlichen Aufgaben beschränken und sich
40 Prozent, der auch nicht im Widerspruch zu irgendwel- nicht in allgemeinen politischen Fragen verlieren, für die er
chen Zusicherungen stand, die gegeben worden wären, nicht zuständig ist. Konkret lauten die einstimmig beschlos-
durchaus begründet war. Es ist so, wie Herr Ständerat senen Anträge der Kommission wie folgt: Eintreten,
Cavelty sagte, dass wir natürlich künftig bei der Bemessung Behandlung in globo und Zustimmung zum Beschlussent-
der Beitragsquoten schon auf die unterschiedliche Finanz- wurf des Bundesrates.
kraft der Empfängerkantone Rücksicht nehmen müssen.
Wenn man beim Kanton Jura seinerzeit und beim Kanton Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Tessin aus besonderen Gründen auf diese 50 Prozent Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
4. Juni 1985 269 Standesinitiative des Kantons Neuenburg
Gesamtberatung - Traitement global du projet trages 1987 der SBB zu berücksichtigen. Der im Entwurf
vorliegende Leistungsauftrag 1987 trägt diesem Punkt des
Titel und Ingress, Art. 1. und 2 Initiativbegehrens weitgehend Rechnung. Wird ihm im
Titre et préambule, art.1 et 2 gegebenen Zeitpunkt durch das Parlament zugestimmt, ist
auch dieses Begehren erfüllt.
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Punkt 3 der Initiative verlangt die Zuteilung der erforderli-
Für Annahme des Beschlussentwurfes 29 Stimmen chen Mittel für eine vernünftige Regionalisierungspolitik an
(Einstimmigkeit) die mit der Regionalisierung beauftragten Organe, nament-
lich an die SBB. Dieser Forderung trägt das Konzept Bahn
An den Nationalrat - Au Conseil national
2000 Rechnung. Dieses Konzept ist in den Grundzügen in
der letzten Zeit bekanntgegeben worden und dürfte bis
Ende dieses Jahres wahrscheinlich in einer Botschaft defi-
niert werden.
Angesichts der Situation, dass die Standesinitiative in allen
#ST# 85.201 Punkten verlangt, was bereits auf dem besten Wege der
Realisierung steht, dass sie also offene Türen einrennt,
Standesinitiative des Kantons Neuenburg fragte sich die Verkehrskommission, wie der Vorstoss zu
SBB-Politik und benachteiligte Regionen behandeln sei. Wir entschlossen uns für die höflichste und
Initiative du Canton de Neuchâtel zuvorkommendste Form, indem wir Überweisung an den
Bundesrat zur Kenntnisnahme und Behandlung im Rahmen
Politique des CFF et régions défavorisées der verkehrspolitischen Vorlagen beantragen. Dabei stützen
wir uns auf Artikel 37 Absatz 2 unseres Geschäftsreglemen-
tes, welcher wie folgt lautet: «Der Bundesrat wird um
Bericht und Antrag ersucht oder erhält Gelegenheit zur
Stellungnahme, wenn einer Standesinitiative Folge gegeben
Text der initiative werden soll.»
Der Kanton Neuenburg beantragt der Bundesversammlung: Nach den Vorstellungen der Verkehrskommission bedarf es
- auf ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen den Stras- hier keines speziellen Berichtes und Antrages des Bundes-
sen- und den Eisenbahntransporten zu achten; rates. Es genügt, wenn der Bundesrat im Rahmen der anste-
- bei der Erarbeitung des Leistungsauftrags 1987 der SBB henden Verkehrsvorlagen die Initiativbegehren behandelt,
die spezifischen Bedürfnisse der Regionen, namentlich der indem er darauf hinweist, ob und inwiefern diese Begehren
am meisten benachteiligten, zu berücksichtigen; erfüllt werden.
Wenn der Bundesrat allerdings einen speziellen und von
- den mit der Regionalisierung beauftragten Organen, den Verkehrsvorlagen getrennten Bericht und Antrag bevor-
namentlich den SBB, die für eine vernünftige Rationalisie- zugt, steht ihm dies selbstverständlich frei. Dies nach dem
rungspolitik erforderlichen Mittel zuzuteilen. Grundsatz in malore minus. Der Antrag der Verkehrskom-
Texte de l'initiative mission lautet demnach:
Le canton de Neuchâtel demande à l'Assemblée fédérale: 1. Von der Standesinitiative wird Kenntnis genommen.
- de veiller à respecter un équilibre raisonnable entre les 2. Die Initiative wird dem Bundesrat überwiesen zur Kennt-
transports routiers et ferroviaires; nisnahme und zur Behandlung im Rahmen der verkehrs-
politischen Vorlagen.
- d'élaborer le contrat d'entreprise 1987 des Chemins de fer
fédéraux en prenant en compte les besoins spécifiques des
régions, notamment des plus défavorisées d'entre elles; Bundesrat Schlumpt: Höflichkeit ist die Tugend der Könige.
- d'accorder les moyens d'une saine politique de régionali- Sie sind wahrhaft Königinnen und Könige, denn Sie bewei-
sation aux organes qui devraient s'en occuper, et aux CFF sen Höflichkeit mit diesem Antrag. Wir können ihm zu-
en particulier. stimmen.
Es gab allerdings einmal einen Bundesrat, der ein anderes
Antrag der Verkehrskommission Wort prägte, er sagte: «Da werden offene Türen zu Kleinholz
1. Von der Standesinitiative wird Kenntnis genommen. verarbeitet.» Aber ich halte mich an die Höflichkeit als
Tugend der ständerätlichen Königinnen und Könige, und
2. Die Initiative wird dem Bundesrat überwiesen zur Kennt- das ist wohl in einem föderalistischen Staatswesen richtig.
nisnahme und zur Behandlung im Rahmen der verkehrspoli- Es ist so, wie Ständerat Cavelty darlegte. In allen drei Berei-
tischen Vorlagen. chen liegen entweder bereits behandlungsreife Botschaften
oder fertige Konzepte, die genau in diese Richtung gehen,
Proposition de la commission des.transports et du trafic vor. Sie werden diese Botschaften erhalten. Die eine müssen
1. Il est pris acte de l'initiative cantonale. Sie erhalten, nämlich den Leistungsauftrag 1987, weil der
2. L'initiative est transmise au Conseil fédéral afin qu'il en jetzige Ende 1986 fertig ist. Der Auftrag geht in die
prenne connaissance et qu'il la traite dans le cadre, des gewünschte Richtung, und dann kommt auch die Regionali-
projets relatifs à la politique des transports. sierung im Rahmen der «Bahn 2000». Diese Vorlage müssen
Sie erhalten, weil damit, abgesehen von den Finanzierungs-
Cavelty, Berichterstatter: Am 30. Januar 1985 reichte der grundlagen, auch ein referendumspflichtiger Bundesbe-
Kanton Neuenburg eine Standesinitiative ein, deren Wort- schluss verbunden ist, da es in diesem Zusammenhang
laut Sie vor sich haben. Es geht dabei um drei Begehren: auch um Neubaustrecken geht. Neubaustrecken bedürfen
Punkt 1 verlangt, es sei auf ein vernünftiges Gleichgewicht nach SBB-Gesetz bekanntlich eines referendumspflichtigen
zwischen den Strassen- und Eisenbahntransporten zu ach- Bundesbeschlusses.
ten. Diese Forderung wird in der Vorlage betreffend die Zu einem Punkt möchte ich noch eine kurze Erläuterung
Grundlagen einer koordinierten Verkehrspolitik abgedeckt. abgeben: Wenn man das Protokoll der Beratungen im Gros-
Da die Vorlage im Parlament hängig ist und nächste Woche sen Rat des Kantons Neuenburg liest, sieht man, dass dort
in unserem Rat behandelt wird, ist dieser Punkt der Standes- eigentlich Opposition oder Vorbehalte gegen die Einfüh-
initiative bereits erfüllt, sofern das Parlament der GVK zu- rung von Cargo Domizil, also des neuen Stückgutkonzeptes,
stimmt. im Zentrum standen. Das ist natürlich vorbei. Diese Standes-
Punkt 2 der Standesinitiative verlangt, es seien die spezifi- initiative wurde im Dezember 1983 im Grossen Rat des
schen Bedürfnisse der Regionen, namentlich der am mei- Kantons Neuenburg eingebracht, und das neue Stückgut-
sten benachteiligten, bei der Erarbeitung des Leistungsauf- konzept Cargo Domizil läuft seit I.Januar 1985. Daran kann
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Weltpostverkehr. Urkunden. Genehmigung
Congrès de l'Union postale. Actes
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1985
Année
Anno
Band III
Volume
Volume
Session Sommersession
Session Session d'été
Sessione Sessione estiva
Rat Ständerat
Conseil Conseil des Etats
Consiglio Consiglio degli Stati
Sitzung 02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 85.009
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.06.1985 - 08:00
Date
Data
Seite 268-269
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Ref. No 20 013 601
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