Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 84-557 KI-generiert

Embryo Research Moratorium Commission Established

Geschäftsnummer VPB 84-557
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court addressed an interpellation concerning research on human embryos and a proposed moratorium. The government acknowledged the ethical and legal questions surrounding in vitro fertilization and embryo transfer, noting ongoing international discussions and the active participation of Switzerland. While a general moratorium was deemed legally and practically difficult, the government indicated it would establish a commission of experts to study the mid- and long-term implications of these methods and determine if legal regulations are necessary, emphasizing that existing medical-ethical guidelines already provide some framework for research.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Embryo Research Moratorium Commission Established: The government acknowledged the ethical and legal questions surrounding in vitro fertilization and embryo transfer, noting ongoing international discussions and the active participation of Switzerland. While a general moratorium was deemed legally and practically difficult, the government indicated it would establish a commission of experts to study the mid- and long-term implications of these methods and determine if legal regulations are necessary, emphasizing that existing medical-ethical guidelines already provide some framework for research.

Schlagwörter

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Humanforschung In-vitro-Befruchtung Forschungsmethode Entscheidungen auf medizinischem Gebiet Vaterschaftsbeistandschaft Genom
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Volltext

Interpellation Segmüller 1838 N 4 octobre 1985

Begründung - Développement tung. Die Frage stellt sich aber, ob dies genügt oder ob diese

Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht Richtlinien nicht breiter abgestützt werden müssen und

eine schriftliche Antwort. durch gesetzliche Bestimmungen zu ergänzen sind.

Ich frage deshalb:

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

vom 4. September 1985 - Hält der Bundesrat nicht auch ein Moratorium für alle

Forschungsvorhaben an menschlichen Embryonen zum

Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 septembre 1985 Schutz des in vitro gezeugten individuellen menschlichen

Nachdem Ende 1982 im Nationalrat eine Einfache Anfrage Lebens für notwendig, um den Erlass einer entsprechenden

«Asbest in Sporthallen. Krebsgefahr» eingereicht worden Regelung zu ermöglichen, die nicht bereits von den tatsäch-

war, hat eine vom Eidgenössischen Departement des Innern lichen Ereignissen überholt ist?

(EDI) eingesetzte Arbeitsgruppe die im In- und Ausland Ein Moratorium müsstevom Konsens aller zuständigen For-

vorhandenen Erkenntnisse zusammengetragen und zu schungsinstanzen (Akademie der Medizinischen Wissen-

einem Bericht «Asbest in schweizerischen Sportstätten. schaften, Wissenschaftsrat, Forschungsrat) getragen

Gesundheitsrisiken und Sanierungsmöglichkeiten» verar- werden.

beitet. - Ist der Bundesrat bereit, unverzüglich die zuständigen

Ende 1984 stellte der Arbeitskreis Asbest dem Bundesamt Forschungsinstanzen aufzufordern, ein solches Moratorium

für Umweltschutz (BUS) die Dossiers derjenigen Firmen zur zu erlassen und während dessen Dauer Vorschläge für

Verfügung, die zwischen 1936 und 1975 in der Schweiz Richtlinien und allfällige gesetzliche Erlasse zum Schütze

asbesthaltige Spritzbeläge verwendet hatten. Aufgrund die- des in vitro gezeugten individuellen menschlichen Lebens

ser Unterlagen wurde ein Inventar mit gegen 4000 öffentli- auszuarbeiten?

chen und privaten Gebäuden erstellt, in denen Spritzasbest

eingesetzt worden ist. Damit dürften gesamtschweizerisch Texte de l'interpellation du 4 octobre 1984

etwa 90 Prozent der mit Spritzasbest behandelten Gebäude Grâce aux progrès réalisés par la recherche médicale, les

erfasst sein. Das Inventar enthält allerdings aus verschiede- fécondations in vitro sont aujourd'hui possible pour les

nen Gründen gewisse Lücken und Unsicherheiten, auf die êtres humains. Cette technique représente une solution

schon im erwähnten Bericht deutlich hingewiesen wird. envisageable au problème de la stérilité.

Trotzdem kann es den verantwortlichen Behörden als Hilfs- Les fécondations in vitro n'en soulèvent pas moins de

mittel und Anstoss für eigene Abklärungen und Sanierun- graves questions d'éthique. Qu'advient-il des embryons qui,

gen dienen. inévitablement dans cette opération se trouvent en surnom-

Zu den einzelnen Fragen ist folgendes festzustellen: bre? Peut-on admettre que ces derniers soient utilisés à des

1. Die Liste stützt sich auf die dem BUS zur Verfügung fins expérimentales ou qu'ils soient tout simplement

gestellten Dossiers derjenigen Schweizer Firmen, die zwi- détruits? L'homme a-t-il le droit de réaliser tout ce qui lui est

schen 1936 und 1975 asbesthaltige Spritzbeläge appliziert techniquement possible?

haben. Sie umfasst einerseits die im Bericht der Arbeits- Il est vrai que l'Académie des sciences médicales élabore

gruppe des EDI veröffentlichten Sportstätten, andererseits actuellement des directives à caractère médical et éthique,

alle übrigen öffentlichen und privaten Gebäude, über wel- concernant les manipulations d'embryons humains mais, il

che in den Geschäftsunterlagen der Firmen Informationen faut se demander si cette démarche est suffisante ou si

enthalten waren. l'élaboration de ces directives n'exigerait pas un examen

2. Die Organe des Bundes, die entweder Eigentümer von plus vaste et s'il ne serait pas opportun d'édicter des dispo-

Bauten sind oder den Arbeitnehmerschutz wahrnehmen, sitions légales.

und die Kantone sind im Besitz der Liste. Sie veranlassen die C'est pourquoi, je pose au Conseil fédéral les questions

notwendigen Abklärungen über die Sanierungsbedürftigkeit suivantes:

von Spritzasbestbelägen in ihrem Kompetenzbereich. - Un moratoire suspendant tout projet de recherche sur les

embryons et visant à respecter la vie d'êtres humains

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- conçus in vitro, ne s'avère-t-il pas indispensable pour favori-

rates teilweise befriedigt. ser la mise en place d'une réglementation appropriée, qui

ainsi ne serait pas dépassée par les interventions déjà effec-

tuées. Un moratoire devrait être décidé en accord avec tous

les organes de recherche compétents en la matière (Acadé-

mie des sciences médicales, Conseil de la science, Conseil

de la recherche scientifique).

#ST# 84.557 - Le Conseil fédéral est-il résolu à inviter sans plus tarder

Interpellation Segmüller les organes de recherche compétents en la matière à décré-

Forschung an Embryonen. Moratorium ter un tel moratoire et à profiter de ce délai pour élaborer

des propostions de directives ainsi que le cas échéant des

Recherche sur embryons. Moratoire dispositions législatives destinées à protéger la vie d'êtres

humains conçus in vitro.

Mitunterzeichner- Cosignataires: Blunschy, de Chastonay,

Columberg, Fischer-Su rsee, Frei-Romanshorn, Geissbühler,

Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1984 Hari, Hess, Hofmann, Koller Arnold, Landolt, Müller-Schar-

Dank den Fortschritten in der medizinischen Forschung nachtal, Nussbaumer, Reichling, Ruckstuhl, Rüttimann,

sind In-vitro-Befruchtungen beim Menschen heute möglich. Savary-Freiburg, Schnyder-Bern, Seiler, Weber Leo, Wel-

Zur Überwindung von Sterilitätsproblemen ist diese Technik lauer, Wick (22)

ein gangbarer Weg.

Begründung - Développement

In-vitro-Befruchtungen werfen allerdings schwerwiegende

ethische Fragen auf. Was geschieht mit den dabei unver- Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht

meidlich entstehenden überzähligen Embryonen? Ist es eine schriftliche Antwort.

statthaft, diese für medizinische Experimente zu verwenden

oder sie einfach zu vernichten? Darf der Mensch alles tun, Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

was ihm technisch möglich ist? vom 4. März 1985

Zurzeit sind wohl medizinisch-ethische Richtlinien betref- Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 mars 1985

fend Manipulationen an menschlichen Embryonen von der Der Bundesrat ist mit der Interpellantin der Meinung, dass

Akademie der Medizinischen Wissenschaften in Ausarbei- im Zusammenhang mit In-vitro-Befruchtung und Embryo-

4. Oktober 1985 N 1839 Interpellation Longet

transfer zahlreiche ethische und rechtliche Fragen noch - die Aufschlüsselung der Positionen verfeinern («Bildende

unbeantwortet sind. Er verfolgt denn auch sehr aufmerk- Kunst», «Angewandte Kunst», «Kunstschaffen» sind Auf-

sam, welche Entwicklungen sich zu diesem Sachbereich bei wandpostenbezeichnungen, die eine Präzisierung erfor-

den internationalen Organisationen und den Kreisen der dern).

Wissenschaft ergeben. Zurzeit ist bekanntlich ein Experten- 2. Stellung der Kunstschaffenden: In seiner Botschaft weist

komitee des Europarates damit beschäftigt, die Probleme zu der Bundesrat nachdrücklich auf die Notwendigkeit hin, die

prüfen, die sich mit der Gentechnologie und damit auch der Voraussetzungen der Kunstschaffenden zu verbessern (Ziff.

In-vitro-Befruchtung stellen. Erste Resultate dieser Arbeiten, 31, S. 520 bis 521 ). Seine Äusserungen bleiben jedoch allzu

an denen auch unser Land aktiv beteiligt ist, können auf unverbindlich. Das BIGA könnte beispielsweise gewisse

Ende 1985 erwartet werden. Berufsumschreibungen genauer fassen und die Ausbil-

Ein generelles Moratorium für alle Forschungsvorhaben an dungsanforderungen klar definieren. Im übrigen wurden

menschlichen Embryonen dürfte sodann rechtlich und prak- dem Bundesrat parlamentarische Vorstösse über die soziale

tisch auf Schwierigkeiten stossen. Es könnte deshalb - wie Sicherheit der Kunstschaffenden unterbreitet (z. B. Postulat

offenbar auch die Interpellantin annimmt - nur als Empfeh- Blum 76.480, angenommen am 24. Juni 1977), die noch zu

lung ausgestaltet werden. Ob sich die massgebenden For- beantworten sind.

schungsinstanzen hierfür zu einem Konsens finden werden,

erscheint angesichts der Strenge der Massnahme zumin- Texte de l'interpellation du 9 juin 1985

dest fraglich. Zwar ist das Unbehagen der Öffentlichkeit Dans son message concernant l'initiative populaire «en

gegenüber den künftigen Möglichkeiten solcher Methoden faveur de la culture» (FF 1984 II 521), le Conseil fédéral

verständlich. Ein völliger Stillstand der Forschung auf die- expose les grandes lignes de ses projets en matière de

sem Gebiet erscheint dem Bundesrat aber nicht angebracht. soutien à la culture. Ces indications restent toutefois assez

Schon heute legen ja die von der Schweizerischen Akade- générales (cf. ch. 613.2, p. 561 ), et datent maintenant de plus

mie der Medizinischen Wissenschaften herausgegebenen d'une année. Il serait judicieux de les préciser dans la

medizinisch-ethischen Richtlinien für diese Behandlungs- perspective de la votation populaire de l'année prochaine.

methoden gewisse Grenzen fest. Damit erscheint sicher- Je demande par conséquent au Conseil fédéral d'exposer

gestellt, dass sich die Forschung in einem abgesteckten plus précisément ses projets en matière de soutien à la

Rahmen bewegen wird, was erlaubt, die sich stellenden culture, en particulier dans les domaines suivants:

Probleme gewissenhaft zu prüfen. 1. L'enveloppe bugétaire: Le Conseil fédéral peut-il préciser

Der Bundesrat wird zu diesem Zweck eine Kommission les indications qu'il donne dans son message (ch. 64, p.

einsetzen, in welche Experten der in Frage kommenden 568), notamment:

Sachgebiete Einsitz nehmen werden. Eine solche Kommis-

sion hätte die mittel- und langfristigen Auswirkungen der - en exposant ses intentions pour la période financière

heute zur Verfügung stehenden Anwendungsmethoden zur suivante (1987 à 1991);

In-vitro-Befruchtung und den Embryotransfer beim Men- - en affinant la ventilation des postes («Beaux-arts», arts

schen zu prüfen. Ob und in welchen Sachbereichen gesetz- appliqués», création culturelle» sont des têtes de chapitre

liche Normen wünschbar oder unumgänglich werden, muss qui appellent des précisions)?

sich erst noch zeigen. Der Bundesrat ist der Meinung, dass 2. Le statut de créateurs: Dans le message, le Conseil fédé-

diese Kommission hierzu wertvolle Aufschlüsse liefern wird. ral insiste sur la nécessité d'améliorer la condition des

créateurs (ch. 31, p. 541 à 543). Mais les engagements qu'il

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- prend restent trop vagues. L'OFIAMT pourrait par exemple

desrates befriedigt. préciser mieux la définition de certaines professions, et

clarifier les exigences relatives à la formation. Par ailleurs, le

Conseil fédéral est saisi d'interventions parlamentaires

concernant la sécurité sociale des créateurs (par ex. Postu-

lat Blum, voté le 24 juin 1977), qui attendent une réponse.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall,

85.492 Bäumlin, Bircher, Borei, Braunschweig, Deneys, Eggen-

berg-Thoune, Euler, Fankhauser, Fehr, Gloor, Jaggi, Lanz,

#ST#

Interpellation Longet Leuenberger-Soleure, Leuenberger Moritz, Mauch, Meyer-

Kulturpolitik. Mittelfristige Massnahmen Berne, Morf, Pitteloud, Reimann, Renschier, Robbiani, Roh-

rer, Rubi, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen(28)

Politique culturelle.

Perspectives à plus long terme Schriftliche Begründung - Développement par écrit

L'auteur de l'interpellation renonce à un développement et

souhaite une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates

Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1985 vom 4. September 1985

In seiner Botschaft zur «Eidgenössischen Kulturinitiative» Rapport écrit du Conseil fédéral du 4 septembre 1985

(BB11984II501) legt der Bunderat in grossen Zügen dar, wie 1. Les indications données au chiffre 64 du message du

er auf dem Gebiet der Kulturförderung tätig zu werden 18 avril 1984, concernant l'initiative populaire «en faveur de

gedenkt. la culture», sur les moyens financiers dont la Confédération

Die Angaben sind jedoch sehr allgemein gehalten (vgl. Ziff. dispose pour promouvoir la culture sont fondées sur le

613.2 S. 535) und nun bereits über ein Jahr alt. Es wäre budget pour l'année 1984 et sur le plan financier pour la

deshalb angezeigt, sie im Hinblick auf die Volksabstimmung législature en cours (1983 à 1987). Les postes figurant sous

vom nächsten Jahr zu präzisieren. ce chiffre se réfèrent aux articles budgétaires traditionnels

Ich bitte daher den Bundesrat, seine Absichten auf dem de l'Office fédéral de la culture, qui correspondent aux

Gebiet der Kulturförderung genauer zu umschreiben, principales dépenses consenties sous forme de subsides

namentlich in folgenden Bereichen: directement versés aux requérants. Leur ventilation découle

1. Finanzielle Mittel: Kann der Bundesrat die Angaben, die dans la plupart des cas de l'affectation prévue dans la

er in seiner Botschaft (Ziff. 6.4, S. 545) macht, präzisieren, législation y relative.

vor allem: Ventilation de ces postes dans le budget 1985:

- seine Absichten für die nächste Finanzperiode (1987 bis Encouragemet du cinéma: LF du 28 septembre 1962

1991) darlegen; (RS 443.1); 0 du 28 décembre 1962 (RS 443.11)

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Segmüller Forschung an Embryonen. Moratorium

Interpellation Segmüller Recherche sur embryons. Moratoire

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1985

Année

Anno

Band IV

Volume

Volume

Session Herbstsession

Session Session d'automne

Sessione Sessione autunnale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 18

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.557

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 04.10.1985 - 08:00

Date

Data

Seite 1838-1839

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Ref. No 20 013 791

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