Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VPB 84-532 KI-generiert

Pension Fund Real Estate Investment Limits

Geschäftsnummer VPB 84-532
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The postulat expressed concern that significant future growth in pension fund assets would lead to excessive investment in real estate, driving up land prices and rents to unaffordable levels and monopolizing valuable land. It urged the Federal Council to revise existing regulations to significantly lower the permissible limits for real estate investments by pension funds and insurance companies. The Federal Council acknowledged the concern but stated it would monitor the situation without immediate legislative intervention.

Legislator-Regeste

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Art. 71 Absatz, Art. 53 bis 55 BW 2, Art. 12 der Aufsichtsverordnung AVO vom 11. September 1931, Art. 71 Absatz 1 BVG; Pension Fund Real Estate Investment Limits: It urged the Federal Council to revise existing regulations to significantly lower the permissible limits for real estate investments by pension funds and insurance companies. The Federal Council acknowledged the concern but stated it would monitor the situation without immediate legislative intervention.

Schlagwörter

KI-generiert
Vorsorgeguthaben Immobilienfonds Investitionsvorschrift Mietordnung Kapitalanlagegesellschaft Versicherungsreglement

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 71 Absatz
Art. 53 bis 55 BW 2
Cited in the dispositive text to justify the need to lower the limits for real estate investments by pension funds and insurance companies.
Art. 12 der Aufsichtsverordnung AVO vom 11. September 1931
Cited in the dispositive text as a legal provision compelling pension funds and insurance companies to invest in real estate.
Art. 71 Absatz 1 BVG
Cited in the dispositive text as a reference for the anticipated investment of funds in real estate.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 53 bis 55 BW 2

Cited in the dispositive text to justify the need to lower the limits for real estate investments by pension funds and insurance companies.

Art. 12 der Aufsichtsverordnung AVO vom 11. September 1931

Cited in the dispositive text as a legal provision compelling pension funds and insurance companies to invest in real estate.

Art. 71 Absatz 1 BVG

Cited in the dispositive text as a reference for the anticipated investment of funds in real estate.

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Volltext

Postulat Bundi 1920 N 14 décembre 1984

Nach dem Inkrafttreten des BVG fallen in den nächsten 15 zunehmend unerwünschte Auswirkungen zeitigen. Mit dem

Jahren wiederum etwa 100 Milliarden Franken Vermögen Inkrafttreten der obligatorischen zweiten Säule am 1. Januar

an. 1985 suchen jährlich 12 Milliarden Franken rentable Anla-

Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, Vorschläge auszu- gen. Der knapp zur Verfügung stehende Boden in der

arbeiten, mit denen erreicht werden kann, dass die Pen- Schweiz droht in diesem Zusammenhang über Gebühr

sionskassen und Versicherungen ihr Vermögen nur noch zu beansprucht, zweckentfremdet und monopolisiert zu

einem wesentlich kleineren Teil in Grund- und Wohneigen- werden.

tum anlegen. Der Bundesrat wird deshalb eingeladen, die einschlägigen

allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen zu revidieren und

Texte du postulat du 6 juin 1984 insbesondere die Verordnung vom 18. April 1984 (BW 2) zu

Les caisses de retraite placent environ 30 pour cent de leur überprüfen. Die in den dortigen Artikeln 53 bis 55 vorgese-

fortune, évaluée globalement à 100 milliards de francs, sous henen, viel zu hohen Grenzen der Anlagemöglichkeiten in

forme de bien-fonds, immeubles et titre hypothécaires. Pour Liegenschaften sind erheblich nach unten zu korrigieren.

les compagnies d'assurance, cette proportion atteint même

50 pour cent. A la suite de l'entrée en vigueur de la loi sur la Texte du postulat du 3 octobre 1984

prévoyance professionnelle (LPP), on estime que la fortune La tendance persistante des caisses de retraite et des com-

globale des établissements de prévoyance augmentera pagnies d'assurance à affecter une grande partie de leur

encore de quelque 100 milliards de francs au cours des 15 fortune à des placements immobiliers prend des propor-

prochaines années. tions inquiétantes et risque d'avoir de plus en plus des effets

Le Consil fédéral est prié en conséquence d'élaborer un fâcheux.

projet de dispositions légales amenant les caisses de retraite Après l'entrée en vigueur le 1er janvier 1985 des modalités du

et les compagnies d'assurance à ne pics placer qu'une part deuxième pilier obligatoire, on cherchera vraisemblable-

sensiblement plus réduite de leur fortune sous forme de ment à investir chaque année d'une manière rentable quel-

propriété foncière et immobilière.

que douze milliards de francs. Le peu de sol encore disponi-

Schriftliche Begründung - Développement par écrit ble en Suisse risque alors d'être accaparé à l'excès,

Wie anfangs vermerkt, legen die Pensicnskassen und Versi- détourné de son but et monopolisé.

cherungen einen beträchtlichen Teil ihres riesigen Vermö- C'est pourquoi j'invite le Conseil fédéral à revoir les disposi-

gens in Grund- und Wohneigentum an. Gesetzliche Bestim- tions légales de caractère général qui se réfèrent au pro-

mungen (z. B. Art. 12 der Aufsichtsverordnung AVO vom blème évoqué ci-dessus et, notamment, à réexaminer l'or-

11. September 1931; SR 961.05) zwingen sie sogar dazu. donnance du 18 avril 1984 (OPP 2): II s'agit d'abaisser

In den nächsten 15 Jahren rechnet man mit weiteren 100 fortement les limites beaucoup trop élevées que prévoient

Milliarden Franken anlagesuchender Gelder. Es ist anzuneh- les articles 53 à 55 pour les possibilités de placements

men, dass von diesen 100 Milliarden Franken ein grosser immobiliers.

Teil wiederum in Grund- und Wohneigentum angelegt wird

(vergleiche dazu auch Artikel 71 Absatz 1 BVG). Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,

Das Verhalten der Pensionskassen und Versicherungen Bäumlin, Bratschi, Braunschweig, Bühler-Tschappina,

unterstützt eine staatspolitisch unerwünschte und bedenkli- Fankhauser, Fehr, Gloor, Graf, Hubacher, Jaeger, Jaggi,

che Entwicklung. Grundbesitz wird auf einige wenige Gross- Kühne, Lanz, Longet, Mauch, Meyer-Bern, Morf, Nef, Neu-

investitoren beschränkt werden. Weiten Teilen der Bevölke- komm, Nussbaumer, Oester, Reimann, Riesen-Freiburg,

rung wird es nicht mehr möglich sein, privates Wohneigen- Robbiani, Ruch-Zuchwil, Stamm Walter, Stappung, Uhl-

tum zu erwerben, denn durch die gewaltigen Mengen von mann, Wagner, Weber-Arbon (31 )

anlagesuchenden Geldern werden die heute in den Agglo-

merationen schon sehr hohen Bodenpreise in unerschwing- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

liche Höhen getrieben. Neben den Bodenpreisen werden Die Schweiz nimmt betreffend Anlage von Geldern der Pen-

auch die Mietzinse von dieser Entwicklung erfasst. sionsfonds in Liegenschaften eine Spitzenstellung ein.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Indem 24 Prozent des Gesamtvermögens in Liegenschaften

vom 1. Oktober 1984 angelegt sind, behauptet unser Land den ersten Rang unter

den vergleichbaren Staaten wie England (18 Prozent), die

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1" octobre 1984 BRD (10 Prozent), Frankreich (3 Prozent), die USA (1 Pro-

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat in dem Sinne entge- zent). Der Anteil der Investitionen in Grundstücke und

genzunehmen, dass er die Entwicklung der Lage aufmerk- Wohneigentum stieg seit 1955 kontinuierlich an. Das grosse

sam verfolgt, zurzeit aber keine gesetzgeberischen Eingriffe Geschäft mit dem Boden wird aber erst ab 1985 beginnen;

in Aussicht nimmt. innerhalb von 15 Jahren dürften sich die Vermögensanlagen

Überwiesen - Transmis von heute 100 Milliarden Franken auf 220 Milliarden gut

verdoppeln.

Unser dichtbesiedeltes Land, das zudem noch stark über-

baut und verstrasst ist, erträgt einen praktisch ungezügelten

Wettlauf auf unsere letzten Reserven kostbaren Kulturbo-

#ST# 84.532 dens nicht. Die Verordnung des Bundesrates zur zweiten

Säule, erlassen am 18. April 1984, sieht vor, dass die Vermö-

Postulat Bundi gen der Vorsorgeeinrichtungen bis zu 50 Prozent in schwei-

Pensionskassengelder. zerischen Wohn- und Geschäftshäusern sowie in Bauland

Anlage in Liegenschaften angelegt werden können; in Kumulation mit Wertschriften

liegt diese Grenze bei 70 Prozent. Diese Werte sind eindeu-

Fonds des caisses de retraite. tig zu hoch und müssen namhaft nach unten korrigiert

Placements immobiliers werden. Die meisten vergleichbaren Staaten kennen ein-

schränkendere Bestimmungen, die bis zum gänzlichen

Anlageverbot in Liegenschaften reichen - mit Ausnahme

sozialer Institutionen.

Die Beschränkungen drängen sich ferner im Interesse der

Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1984 Nutzungsplanung und im Hinblick auf die Preistreiberei mit

Die anhaltende Tendenz von Pensionskassen und Versiche- dem Boden auf. In Zusammenhang mit obgenannter Verord-

rungen, einen grossen Teil ihres Vermögens in Liegenschaf- nung' ist auch eine Überprüfung der Aufsichtsverordnung

ten anzulegen, nimmt bedrohliche Firmen an und dürfte vom 11. September 1931 angezeigt.

14. Dezember 1984 N 1921 Postulat Pitteloud

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Mitunterzeichner - Cosignataires: Blunschy, Butty, Cotti

vom 21. November 1984 Flavio, Dirren, Grassi, Keller, Maître-Genève, Ruffy, Savary-

Déclaration écrite du Conseil fédéral Fribourg, Schmidhalter, Segmüller, Stamm Judith, Wick,

du 21 novembre 1984 Ziegler (14)

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat in dem Sinne entge- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

genzunehmen, dass er die Entwicklung der Lage auf dem L'auteur renonce au développement et demande une

Immobilienmarkt auch im Hinblick auf das Inkrafttreten des réponse écrite.

Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge aufmerksam

verfolgt, zurzeit aber keine gesetzgeberischen Eingriffe, Schriftliche Erklärung des Bundesrates

etwa durch Änderung der diesbezüglichen Anlagerichtlinien vom 21. November 1984

in der BW 2, in Aussicht nimmt. Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1984

Überwiesen - Transmis Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.

Überwiesen -Transmis

#ST# 84.541

Postulat Darbellay #ST# 84.334

Berufliche Vorsorge. Anwendung Postulat Pitteloud

Prévoyance professionnelle Dibromethan und Dichlorethan

Application de la loi in Treibstoffen. Verbot

Interdiction du dibrométhane et/ou

du dichloréthane dans les carburants

Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1984

Die Einführung des Bundesgesetzes über die berufliche

Vorsorge und die Anpassung der bestehenden Vorsorgeein- Wortlaut des Postulates vom 7. März 1984

richtungen gehen nicht ohne zahlreiche Probleme vorsieh. Der Bundesrat wird gebeten, rasch Massnahmen zu treffen,

Die Massnahmen, welche gewisse Kassen in Aussicht damit den in der Schweiz verkauften Treibstoffen kein

gekommen oder bereits getroffen haben, entsprechen kaum Dibromethan oder Dichlorethan mehr beigemischt werden

dem Willen des Gesetzgebers. darf.

So war zum Beispiel nicht anzunehmen, dass die Staffelung

der Altersgutschriften, die eine gewisse Solidarität zwischen Texte du postulat du 7 mars 1984

den Generationen gewährleisten soll, zu einer derartigen Le Conseil fédéral est prié de prendre rapidement des mesu-

Staffelung bei den Beiträgen führen würde, was die älteren res visant à interdire l'adjonction de dibrométhane et/ou de

Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. dichloréthane aux carburants vendus en Suisse.

Weitere Probleme stellen zum Beispiel die Verminderung

der Leistungen auf das vom Gesetz vorgesehene Minimum Mitunterzeichner- Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Borei,

und der Einbezug der bis zum 1. Januar 1985 erworbenen Bratschi, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Fankhauser,

Ansprüche. Friedli, Hubacher, Jaggi, Lanz Leuenberger Ernst, Leuen-

Zahlreiche Versicherte sind über diese Entwicklung beunru- berger Moritz, Longet, Morf, Neukomm, Renschier, Rob-

higt und sehen ihre berechtigten Erwartungen enttäuscht. biani, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Schmid, Vannay, Weber-Arbon,

Diese Lage muss ernst genommen werden. Zehnder (26)

Der Bundesrat wird eingeladen, die weitere Entwicklung in

diesem Bereich von einer - bestehenden oder noch einzu- Schriftliche Begründung - Développement par écrit

setzenden - Kommission verfolgen zu lassen und Lösungen Par une question ordinaire, datée du 19 septembre 1983, la

vorzuschlagen, die dem Willen des Gesetzgebers entspre- soussignée avait demandé au Conseil fédéral quelles

chen. mesures il envisageait pour interdire l'adjonction aux carbu-

rants des deux substances dibrométhane et dichloréthane

Texte du postulat du 3 octobre 1984 (connues sous le nom de «scavengers») destinées à éviter le

La mise en application de la loi sur la prévoyance profes- dépôt de tétraéthyle de plomb dans les cylindres des

sionnelle et l'adaptation des institutions de prévoyance exis- moteurs. Le dibrométhane et le dichloréthane sont des

tantes ne se font pas sans poser de nombreux problèmes. substances cancérigènes et leur contact avec des êtres

Les dispositions envisagées ou déjà prises par certaines humains, même à petites doses, devrait par conséquent être

caisses ne correspondent guère à la volonté du législateur. évité.

Ainsi l'échelonnement des bonifications de vieillesse, prévu Dans sa réponse du 28 novembre 1983, le Conseil fédéral,

pour assurer une certaine solidarité entre les générations, tout en reconnaissant le caractère cancérigène et potentiel-

n'était pas censé entraîner un échelonnement semblable lement dangereux du dibrométhane et du dichloréthane,

des cotisations, défavorisant les travailleurs d'un certain âge déclarait qu'un remplacement de ces deux substances par

sur le marché de l'emploi. d'autres potentiellement moins toxiques ou une interdiction

Se posent également d'autres problèmes, tels que la réduc- d'usage de ces deux substances ne paraissait pas oppor-

tion des prestations au minimum prévu par la loi, et la prise tune, car le remplacement des essences à moteur actuelle-

en compte des droits acquis au 1" janvier 1985. ment utilisées par de l'essence sans plomb, dès 1985, ren-

De nombreux cercles d'assurés sont inquiets de cette évolu- drait cette mesure superflue (l'adjonction de dibrométhane

tion et se sentent frustrés dans leur légitime attente. Cette ou de dichloréthane ne se justifie plus si l'essence et

situation mérite d'être prise au sérieux. exempte de plomb).

Le Conseil fédéral est invité à suivre de près l'évolution du Or, l'introduction de l'essence sans plomb, en Suisse, pour

problème, par l'intermédiaire d'une commission, existante des raisons commerciales et techniques, dépend de l'intro-

ou à créer, et à proposer des solutions conformes à la duction de l'essence sans plomb en République fédérale

volonté du législateur. d'Allemagne. Cette dernière, prévue à l'origine pour 1986,

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Bundi Pensionskassengelder. Anlage in Liegenschaften

Postulat Bundi Fonds des caisses de retraite. Placements immobiliers

In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung

Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale

In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr 1984

Année

Anno

Band V

Volume

Volume

Session Wintersession

Session Session d'hiver

Sessione Sessione invernale

Rat Nationalrat

Conseil Conseil national

Consiglio Consiglio nazionale

Sitzung 17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 84.532

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 14.12.1984 - 08:00

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Data

Seite 1920-1921

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