Daylight Saving Time Extension and Its Multifaceted Impacts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed an interpellation questioning the extension of daylight saving time and its impact on agriculture, work, and energy consumption. The government responded that while daylight saving time has generally positive experiences in Central Europe, specific data on workplace and school effects is lacking. The court acknowledged negative agricultural impacts but noted that energy savings are difficult to quantify due to numerous other factors. Regarding international coordination, the government agreed to work towards aligning daylight saving time durations, acknowledging public opinion and European harmonization efforts.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 2 al. 3 du Temps; Daylight Saving Time Extension and Its Multifaceted Impacts: The government responded that while daylight saving time has generally positive experiences in Central Europe, specific data on workplace and school effects is lacking. The court acknowledged negative agricultural impacts but noted that energy savings are difficult to quantify due to numerous other factors. Regarding international coordination, the government agreed to work towards aligning daylight saving time durations, acknowledging public opinion and European harmonization efforts.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article is cited as the legal basis for the Federal Council's decision to extend summer time.
Volltext
14. Dezember 1984 N 1949 Interpellation Müller-Wiliberg
tone. Wie schon den vier Überfremdungsinitiativen, die zwi- Je demande donc au gouvernement de répondre aux ques-
schen 1965 und 1974 eingereicht wurden, liegt auch diesem tions suivantes:
Vorstoss die Auffassung zugrunde, dass das Ausländerpro- 1. Quelles expériences ont été faites, en Europe centrale et
blem ausschliesslich eine Frage der Zahl sei. Bundesrat und en Suisse notamment, à la suite de l'introduction de l'heure
Parlament haben sich jedoch stets gegen eine solche d'été? Quels en sont les effets au poste de travail, dans les
Betrachtungsweise ausgesprochen. Eine bloss einseitige, écoles et dans l'agriculture?
auf starre quantitative Ziele ausgerichtete Ausländerpolitik 2. L'heure d'été permet-elle des économies d'énergie; si
ist kein taugliches Mittel. Sie wäre mit der freiheitlichen oui, de quelle ampleur?
Grundhaltung der Bundesverfassung nicht vereinbar und
stünde im Widerspruch zu den elementaren Menschenrech- 3. Est-il exact que la suppression de l'heure d'été est envisa-
ten. Wir werden, wie wir in unserem Bericht über die Richtli- gée dans certains pays (RDA et autres)?
nien der Regierungspolitik 1983 bis 1987 dargelegt haben, 4. Est-il exact que, dès 1986 et sous la pression de la
an unserer Politik, den Bestand der ausländischen Wohnbe- Grande-Bretagne et de l'Irlande - qui ne passent pas à
völkerung zu stabilisieren, konsequent festhalten. l'heure d'hiver en même temps que les autres pays de la
2. Zwischen unserer Ausländerpolitik und unseren ökologi- Communauté européenne - l'heure d'été doit être prolon-
schen Zielsetzungen besteht kein Widerspruch. Die Ursa- gée, en Suisse et dans les pays voisins, jusqu'au deuxième
chen der Umweltbelastung in der Schweiz und in der Dritten dimanche d'octobre?
Welt sind nicht vergleichbar. Währenddem in unserem Land 5. Le Conseil fédéral est-il disposé à intervenir au niveau
die ökologischen Probleme auf die wachsenden Ansprüche international de manière à obtenir une réduction de la
einer relativ stabilen Bevölkerung zurückzuführen sind, gibt période durant laquelle s'applique l'heure d'été?
in gewissen Entwicklungsländern vor allem das explosions-
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Bircher,
artige Wachstum der Bevölkerung Anlass zur Sorge. Da sich
Blocher, Blunschy, Bühler-Tschappina, Bundi, Cantieni,
die Frage des Bevölkerungswachstums und der Umweltbe-
Cottet, Dünki, Eisenring, Fischer-Hägglingen, Frei-Romans-
lastung viel differenzierter stellt, geht auch die Forderung
horn, Geissbühler, Hari, Hess, Hofmann, Hösli, Iten, Jung,
des Interpellanten am Ziel vorbei.
Kühne, Maeder-Appenzell, Massy, Meyer-Bern, Müller-
Scharnachtal, Nebiker, Nef, Neuenschwander, Neukomm,
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes-
Oester, Rutishauser, Rüttimann, Sager, Schiarii, Schmidhal-
rates nicht befriedigt und verlangt Diskussion.
ter, Schnyder-Bern, Schwarz, Soldini, Spalti, Spoerry,
Abstimmung - Vote Tschuppert, Uhlmann, Villiger, Wanner, Zwygart (45)
Für den Antrag auf Diskussion 39 Stimmen Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Dagegen 60 Stimmen
Die angekündigte Verlängerung der Sommerzeit wurde von
grossen Bevölkerungskreisen negativ aufgenommen. Eine
Umstellung Ende März bedeutet für viele Schweizer Arbeits-
beginn bei Dunkelheit. Das gleiche gilt bei der zu spät
eingeführten Normalzeit Ende September oder gar erst im
Oktober. Ein zwei Wochen späterer Beginn und ein früheres
#ST# 84.531 Ende der Sommerzeit entsprächen den seinerzeitigen
Interpellation Müller-Wiliberg Erwartungen weit mehr.
Sommerzeit. Verkürzung Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Réduction de l'heure d'été vom 21. November 1984
Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 novembre 1984
1. In den mitteleuropäischen Staaten und in der Schweiz
sind mit der Sommerzeit überwiegend positive Erfahrungen
gemacht worden. Mittlerweile verschieben 27 europäische
Wortlaut der Interpellation vom 3. Oktober 1984 Länder im Sommerhalbjahr die Zeit um eine Stunde, und sie
Gestützt auf Absatz 3 von Artikel 2 des Zeitgesetzes vom sehen vor, diese Regelung beizubehalten. Die in Europa
21. März 1980 hat der Bundesrat beschlossen, in Überein- bestehenden drei Zeitzonen werden durch die Sommerzeit
stimmung mit den benachbarten Staaten die Sommerzeit ab nicht berührt.
1986 auszudehnen. Eingehende statistische Erhebungen über die Auswirkun-
Ich frage den Bundesrat deshalb an: gen am Arbeitsplatz und in den Schulen liegen nicht vor.
1. Welche Erfahrungen wurden im mitteleuropäischen Es ist unbestritten, dass die Sommerzeit auf die Landwirt-
Raum und der Schweiz im besonderen mit der Einführung schaft verschiedene negative Auswirkungen hat. Zwar wird
der Sommerzeit gemacht? Wie sind die Auswirkungen am der längere Abend insbesondere für die Obsternte im Herbst
Arbeitsplatz, an den Schulen und in der Landwirtschaft? begrüsst, aber die Sommerzeit erschwert die Arbeit nament-
lich in der Zeit der Heuernte. Der Bundesrat anerkennt den
2. Sind mit der Sommerzeit Einsparungen im Energiever-
Einsatz, der im Interesse der Gesamtwirtschaft geleistet
brauch möglich, wenn ja, wieviel?
wird.
3. Trifft es zu, dass in einzelnen Ländern (DDR und andere) 2. Die Auswirkungen auf den Energieverbrauch sind
die Abschaffung der Sommerzeit erwogen wird?
schlecht abzuschätzen, da nebst der Zeitverschiebung zahl-
4. Stimmt es, dass auf Druck von England und Irland, wel- reiche andere Faktoren wie Wetter, Energiepreise, in- und
che angeblich eine separate Winterzeit im EG-Raum haben, ausländische Konjunkturentwicklung, das Verbraucherver-
die Sommerzeit in der Schweiz und den benachbarten Staa- halten des einzelnen und der Wirtschaft mitbestimmend
ten ab 1986 auf den zweiten Oktobersonntag ausgedehnt sind. Die bisherigen Erfahrungen lassen für die Schweiz
werden soll? keine eindeutigen Schlüsse hinsichtlich Einsparungen zu.
5. Ist der Bundesrat bereit, international dahin zu wirken, 3. Bis zur Stunde ist nicht bekannt, dass eines der 27
dass die Dauer der Sommerzeit verkürzt wird? europäischen Länder, welche die Sommerzeit kennen,
Texte de l'interpellation du 3 octobre 1984 deren Abschaffung erwägt.
Se fondant sur l'article 2, 3e alinéa de la loi du 21 mars 1980 4. In England und Irland endet die Sommerzeit in der Regel
réglementant l'heure en Suisse (RS 941.299), le Conseil am vierten Oktobersonntag, also vier Wochen später als in
fédéral a décidé, d'entente avec les Etats voisins du nôtre, den europäischen Kontinentalstaaten. Zwecks Harmonisie-
de prolonger l'heure d'été à partir de 1986. rung der Sommerzeitdauer soll als Kompromiss im EG-
Interpellation Pitteloud 1950 14 décembre 1984
Raum der Übergang auf die Normalzeit einheitlich auf den commission incluant par exemple les œuvres d'entraide, le
zweiten Oktobersonntag gelegt werden, dies vorläufig bis HCR, Amnesty International, commission qui serait chargée
1989. d'organiser les retours dans les meilleures conditions pos-
5. Eine Verkürzung der Sommerzeitdauer würde der Volks- sible?
meinung in unserem Lande sicher Rechnung tragen. Dies La publication du rapport sur les investigations effectuées
kann aus zahlreichen Zuschriften und aus Meinungsäusse- au Sri Lanka du 11 au 20 août 1984 et la décision du Conseil
rungen in der Presse geschlossen werden. Der Bundesrat fédéral de renvoyer dans leur patrie les Tamouls dont la
wird deshalb über Kontakte zu den zuständigen Behörden demande d'asile est refusée, qui y fait suite, laissent subsis-
der Europäischen Gemeinschaften ciahingehend wirken, ter de nombreuses questions et inquiétudes.
dass bei künftigen Beschlüssen diesem Anliegen Rechnung Le Haut Commissariat des Nations Unies pour les réfugiés
getragen wird. vient de confirmer son invitation à tous les pays et gouverne-
ments européens de ne pas renvoyer les Tamouls.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- Quant aux principales œuvres d'entraide suisses, qui
rates teilweise befriedigt und verlangt Diskussion. s'étaient réunies dans un groupe de travail désireux de
proposer des solutions, elles ont déclaré regretter énormé-
Abstimmung - Vote ment les bases choisies par le Conseil fédéral pour prendre
Für den Antrag auf Diskussion 59 Stimmen sa décision.
Dagegen 41 Stimmen
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
Diskussion verschoben - Discussion renvoyée Bäumlin, Braunschweig, Bundi, Christinat, Deneys, Fank-
hauser, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Leuenberger-Solo-
thurn, Longet, Mauch, Meizoz, Nauer, Ott, Robbiani, Van-
nay, Weber-Arbon. (20)
84.535 Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 21. November 1984
#ST#
Interpellation Pitteloud Papport écrit du Conseil fédéral du 21 novembre 1984
Tamilen. Rückschaffung nach Sri Lanka Le Conseil fédéral a examiné de manière approfondie la
Renvoi des Tamouls au Sri Lanka situation au Sri Lanka avant de prendre sa décision au sujet
du rapatriement des requérants d'asile tamouls dont la
demande a été rejetée. Il a pris sa décision après s'être
renseigné sur la position du Haut Commissariat des Nations
Unies pour les réfugiés et sur celle des œuvres d'entraide
Wortlaut der Interpellation vom 3. Oktober 1984 suisses. Ainsi, il est erroné de prétendre que les œuvres
d'entraide aux réfugiés auraient tenté en vain d'entrer en
Ich frage den Bundesrat:
contact avec l'Office fédéral de la police. Celui-ci a, par
- Stimmt es, dass die Hilfswerke in den letzten Wochen exemple, sur invitation d'une œuvre d'entraide, procédé à
vergeblich versucht haben, mit der Bundesverwaltung in des hearings avec des représentants religieux de la minorité
Kontakt zu treten? tamoule; les enseignements tirés de ces entretiens ont aussi
- Gedenkt der Bundesrat den Vorschlägen Rechnung zu servi de base à la décision du Conseil fédéral.
tragen, welche die Hilfswerke zur Situation der Tamilen Différents services de l'administration fédérale ont connais-
vorgelegt haben, deren Asylgesuch abgewiesen worden ist? sance depuis longtemps de l'existence d'un groupe de tra-
- Erachtet es der Bundesrat im Fall der Rückschaffung von vail, mandaté par les œuvres d'entraide, et qui se préoccupe
Tamilen in ihr Heimatland und angesichts der Zweifel in de la situation des Tamouls au Sri Lanka et en Suisse. Le
bezug auf ihre Sicherheit nicht als unerlässlich, eine Kom- Conseil fédéral avait, lorsqu'il a pris sa décision, connais-
mission zu schaffen, in der zum Beispiel die Hilfswerke, das sance des résultats partiels de ces investigations. Il est prêt à
UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und Amnesty Inter- examiner, après présentation de l'étude annoncée, si et
national vertreten sind und welche die Rückkehr so organi- dans quelle mesure les propositions de ce groupe de travail
siert, dass sie unter den bestmöglichen Umständen vorsieh peuvent servir de mesures complémentaires à l'orientation
geht? prise. Il ne voit pourtant aucune raison de revenir sur sa
Die Veröffentlichung des Berichts über die Abklärungen in décision de principe, aussi longtemps que la situation au Sri
Sri Lanka vom 11. bis 20. August 1984 und der darauf Lanka ne change pas de façon sensible.
folgende Entscheid des Bundesrates, die Tamilen, deren Le Conseil fédéral n'estime pas judicieux d'institutionnali-
Asylgesuch abgewiesen wird, in ihr Heimatland zurückzu- ser, par l'entremise d'un organe spécial, les contacts exis-
schicken, lassen zahlreiche Fragen offen und geben zur tant avec le Haut Commissariat de l'ONU pour les réfugiés,
Besorgnis Anlass. les œuvres suisses d'entraide et Amnesty International. Il
Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge hat seine an examine par contre, avec le concours de certaines œuvres
alle europäischen Staaten gerichtete Aufforderung, die d'entraide, s'il est opportun d'offrir aux requérants à l'asile
Tamilen nicht in ihre Heimat zurückzuschicken, bekräftigt. rapatriés une aide et des conseils leur facilitant le retour
Die wichtigsten schweizerischen Hilfswerke, die sich in dans leur pays d'origine.
einer Arbeitsgruppe um Lösungsvorschläge bemüht hatten,
haben in einer Erklärung die Entscheidungsgrundlagen des Präsident: Frau Pittloud verzichtet auf eine Diskussion,
Bundesrates in Frage gestellt. möchte aber eine kurze Erklärung abgeben.
Texte de l'interpellation du 3 octobre 1984 Mme Pitteloud: Effectivement quand j'ai demandé la discus-
Je demande au Conseil fédéral: sion, le Conseil fédéral, répondant à mon interpellation,
- S'il est exact que les œuvres d'entraide ont vainement maintenait sa décision de renvoi des Tamouls qu'il estimait
essayé depuis quelques semaines, d'entrer en contact avec fondée. Le lendemain, la décision était modifiée parce que
l'administration fédérale? les événements au Sri Lanka ne laissait plus aucun doute,
- Le Conseil fédéral a-t-il l'intention de tenir compte de même pour le Conseil fédéral. Je ne demande donc plus la
leurs propositions concernant la situation des Tamouls dont discussion.
la demande d'asile n'a pas été acceptée? Je me réjouis de cette décision mais j'espère qu'à l'avenir le
- Si dans le cas où des Tamouls étaient rapatriés et compte Conseil fédéral se montrera plus circonspect quand il pren-
tenu des doutes qui subsistent quant à leur sécurité, le dra des décisions aussi graves et plus circonspect égale-
Conseil fédéral n'estime-t-il pas indispensable de créer une ment dans ses réponses aux parlementaires.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Müller-Wiliberg Sommerzeit. Verkürzung
Interpellation Müller-Wiliberg Réduction de l'heure d'été
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.531
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1984 - 08:00
Date
Data
Seite 1949-1950
Page
Pagina
Ref. No 20 013 025
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.
Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.