Pro Helvetia Funding Reform
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Council is planning a division of tasks regarding the support of national cultural organizations, transitioning the allocation of regular operational funding from Pro Helvetia to the Confederation, while Pro Helvetia will continue to manage project-specific grants. This change, aimed for by January 1, 1988, intends to provide greater security and simplified application processes for cultural creators, with the Federal Council consulting relevant organizations to ensure the new system meets needs and reflects the importance of culture. The Council acknowledges potential challenges in satisfying all parties while maintaining adequate support and is actively engaging in consultations to address these.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 9 chaque année, Art. 9 Tierschutzgesetzgebung; Pro Helvetia Funding Reform: This change, aimed for by January 1, 1988, intends to provide greater security and simplified application processes for cultural creators, with the Federal Council consulting relevant organizations to ensure the new system meets needs and reflects the importance of culture. The Council acknowledges potential challenges in satisfying all parties while maintaining adequate support and is actively engaging in consultations to address these.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited as the basis for the interpellator's request regarding potential import restrictions or conditions on animal products.
Volltext
Interpellation Morf 1944 N 14 décembre 1984
zu rechtfertigen, wenn ohne diese Vorschriften die Tier- beschlossenen Beiträge sollen nun direkt vom Bund erteilt
schutzgesetzgebung in der Schweiz nicht wirksam durchge- werden. Hingegen soll die Zuteilung von projektbezogenen
setzt werden kann. Einzelbeiträgen an diese Organisationen (d. h. zusätzlich
Die Tierschutzvorschriften über die Legehennenhaltung zum ordentlichen Tätigkeitsprogramm geplante Vorhaben)
können in der Schweiz auch ohne allfällige Einfuhrbe- nach wie vor durch Pro Helvetia gehandhabt werden.
schränkungen für Eier aus Batteriehaltung oder anderen Ich frage den Bundesrat:
Haltungsformen, die in der Schweiz nicht zugelassen sind,
1. Wie weit fortgeschritten sind die Vorhaben zu dieser
vollzogen werden. Solche Beschränkungen wären auch
Aufgabenteilung, und auf wann ist die Entflechtung ge-
nicht praktikabel, da eine verlässliche Methode, um die plant?
Herkunft der Eier nach der Haltungsart bei der Einfuhr zu
überprüfen, nicht besteht. 2. Welche Kriterien will der Bundesrat künftig anwenden für
Die Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung bewirken die Subventionierung nationaler kultureller Organisationen;
Unbestrittenermassen eine gewisse Verteuerung der einhei- welche Dienstleistungen will er subventionieren (Infrastruk-
mischen Eierproduktion. Die Eierproduzenten werden tur, Sozialleistungen, Aus- und Weiterbildung)?
höhere Investitionen als früher tätigen müssen, um der 3. Anerkennt der Bundesrat bei diesen Vorarbeiten - die in
Tierschutzgesetzgebung entsprechende Haltungssysteme den interessierten Kreisen sicher ein Echo auslösen werden
zu erstellen. Die neuen Haltungssysteme stellen überdies - sowohl Pro Helvetia als auch die Vertreter der nationalen
erhöhte fachliche Anforderungen an die Geflügelhalter. Aus- kulturellen Organisationen als Gesprächspartner (und in
serdem gilt es, neue Haltungsformen in unserem Land zu welcher Form)?
entwickeln und auf ihre Tiergerechtickeit und Wirtschaft- 4. Werden die Subventionen nach wie vor der Bedeutung
lichkeit zu prüfen. Es wird voraussichtlich notwendig sein, entsprechen, welche die Kultur und deren Förderung für
vermehrt Mittel für die Forschung, Ausbildung und Bera- unser Land haben?
tung im Geflügelsektor einzusetzen. 5. Welche Vorteile für die Kulturschaffenden sieht der Bun-
Der Bundesrat hat in der Antwort auf die Motion 84.352 vom desrat bei der geplanten Aufgabenteilung?
12. März 1984 die Verhältnisse auf dem schweizerischen
Eiermarkt näher beleuchtet und in diesem Zusammenhang 6. Sieht der Bundesrat Probleme voraus, die aus dieser
seine Bereitschaft erklärt, zu prüfen, wie sich - nötigenfalls Aufgabenteilung für die nationalen kulturellen Organisatio-
aufgrund einer Änderung des Bundesgesetzes vom nen oder für Pro Helvetia entstehen könnten; und wie hätte
21. Dezember 1960 über geschützte Warenpreise und die der Bundesrat vor, diese allfälligen Probleme zu lösen?
Preisausgleichskasse für Eier und Eierprodukte (PAKE) - Texte de l'interpellation du 19 septembre 1984
allfällig auftretende Schwierigkeiten mittel- und längerfristig Lors des débats sur le rapport de gestion, à la session de
überwinden lassen. juin 1984, le Conseil fédéral a confirmé qu'il voulait entre-
prendre une sorte de répartition des tâches en ce qui con-
Rüttimann: Ich bin teilweise befriedigt von der Interpella- cerne le soutien accordé aux organismes culturels natio-
tionsbeantwortung, und zwar deswegen, weil der Bundesrat naux (Association des musiciens suisses, Société des pein-
auch im Zusammenhang mit der Motion Schwarz erklärt hat, tres, sculpteurs et architectes suisses, sociétés suisses des
er werde den Markt für Eier und Eierprodukte in Zukunft écrivains, organisations œuvrant pour l'éducation des
überwachen. Hingegen geht diese Antwort meines Erach- adultes, etc.). Ces subventions dont le montant était arrêté
tens etwas daneben. Es geht mir nicht darum, den Artikel 9 chaque année par Pro Helvetia devront dorénavant être
des Tierschutzgesetzes so anzuwenden, dass die Ein-, allouées directement par la Confédération. En revanche,
Durch- und Ausfuhr von Tieren und tierischen Produkten l'octroi à ces organismes de subsides uniques liés à un
einzuschränken oder zu verbieten sei, sondern es steht dort projet donné (c'est-à-dire des activités prévues en plus de
eben auch, man könne sie an Bedingungen knüpfen. Kon- leur programme normal) restera entre les mains de Pro
kret: Die Importeier, die nicht unter unseren strengen Tier- Helvetia, comme c'était le cas jusqu'à présent.
schutzvorschriften produziert werden, können mit Auflagen
belastet werden, damit ein gewisser Ausgleich mit unseren Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui-
vantes:
naturgemäss teurer produzierten Eiern vorgenommen wer-
den kann. Das ist die Absicht meines Vorstosses. 1. Où en sont les travaux préparatoires entrepris en vue de
Ich bin aber, wie gesagt, damit einverstanden, dass - wie cette répartition des tâches et pour quand a-t-on prévu de
das der Bundesrat in der Antwort auf die Motion Schwarz l'appliquer?
zusichert - die Situation im Auge behalten wird. 2. Quels critères la Confédération appliquera-t-elle pour
allouer des subventions à des organismes culturels natio-
Präsident: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort des naux? Quels services prévoit-on de subventionner (installa-
Bundesrates teilweise befriedigt. tions, prestations sociales, formation et perfectionnement)?
3. Dans ces travaux préparatoires - qui trouveront certaine-
ment un écho dans les milieux concernés - le Conseil
fédéral reconnaît-il comme interlocuteurs aussi bien Pro
Helvetia que les représentants des organismes culturels
#ST# 84.504 nationaux? (de quelle manière les consulte-t-il?)
4. L'ordre de grandeur des subventions continuera-t-il à
Interpellation Morf correspondre à l'importance que revêtent dans notre pays la
Kulturelle Organisationen. Subventionen culture et les mesures d'encouragement en faveur de celle-
Organismes culturels. Subventionnement ci?
5. De l'avis du Conseil fédéral, quels avantages pour les
artistes peut-on attendre de la répartition des tâches
prévue?>
6. Le gouvernement prévoit-il que des problèmes pour-
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1984 raient surgir de cette répartition des tâches soit pour les
In der Geschäftsberichtsdebatte der Junisession 1984 hat organismes culturels nationaux, soit pour Pro Helvetia?
der Bundesrat bestätigt, dass er bezüglich der Unterstüt- Comment envisagerait-il le cas échéant de les résoudre?
zung der nationalen kulturellen Organisationen (Tonkünst- Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen,
lerverband, GSMBA, Schriftstellerverbände, Erwachsenen- Bäumlin, Braunschweig, Christinat, Clivaz, Eggli-Winterthur,
bildungs-organisationen usw.) eine Art Aufgabenteilung Fankhauser, Fehr, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Longet,
vornehmen will. Diese bisher von Pro Helvetia jährlich Mauch, Meyer-Bern, Neukomm, Pitteloud, Reimann,
14. Dezember1984 N 1945 Interpellation Ruffy
Renschler, Riesen-Freiburg, Robbiani, Ruch-Zuchwil, die Arbeiten einer ständigen Kontaktgruppe aus Vertretern
Schmid, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Weber- des Departements des Innern und der Stiftung Pro Helvetia.
Arbon (27)
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun-
Schriftliche Begründung - Développement par écrit desrates befriedigt.
Die Interpellantin verzichtet auf eine Begründung und
wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates #ST# 84.458
vom 3. Dezember 1984
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 décembre 1984 Interpellation Ruffy
Bereits im Bericht der Kommission Clottu fand sich die Lex Purgier. Verstösse in Genf
Forderung, alle Unterstützungsaufgaben mit dauerndem Loi Purgier. Infractions commises à Genève
Charakter seien von der Stiftung Pro Helvetia wieder an das
Departement des Innern zu übertragen. Der Bundesrat hat
dieses Begehren positiv aufgenommen und wiederholt eine
Neuregelung in Aussicht gestellt, so namentlich in den Bot-
schaften vom 17. März 1980 über die Stiftung Pro Helvetia Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1984
(BBI 1980 II 120 bis 123; 141), vom 18. Mai 1983 über Bei- 1. Kann der Bundesrat den eidgenössischen Räten erklä-
träge an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1984 bis ren, aus welchen Gründen die Bundesanwaltschaft im Fall
1987 (BBI 1983 II 695 bis 697) und vom 18. April 1984 zur der Luxusresidenz «Nirvana» auf eine Beschwerde verzich-
«Eidgenössichen Kulturinitiative» (BBI 1984 II 540). Ein tet hat?
entsprechendes Vorhaben findet sich in den Richtlinien der
Regierungspolitik vom 18. Januar 1984 (BBI 1984 l 253). 2. Weist die Lex Furgler Lücken auf, die im Kanton Genf
Zu den in der Interpellation aufgeworfenen Einzelfragen besonders ausgenützt werden?
nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung: 3. Ist der Bundesrat bis zum Inkrafttreten des neuen Geset-
1. Die Vorarbeiten für die Neuregelung der Unterstützung zes in der Lage, Missbräuche zu bekämpfen?
von kulturellen Organisationen wurden im Frühjahr 1984, 4. Ist der Bundesrat mit der Behandlung einverstanden, die
nach Verabschiedung der Botschaft zur «Eidgenössischen Genfer Beamte nun erfahren, weil sie ein Bundesgesetz
Kulturinitiative» aufgenommen. Die Entflechtung soll späte- genau anwenden wollten?
stens auf den 1. Januar 1988, den Zeitpunkt des Inkrafttre-
tens der nächsten vierjährigen Beitragsperiode für die Stif- Texte de l'interpellation du 14 juin 1984
tung Pro Helvetia, wirksam werden. 1. Le Conseil fédéral peut-il renseigner les Chambres fédé-
2. Über die Kriterien und den Umfang dieser Unterstützung rales sur les motifs qui ont poussé le Ministère public à
hat sich der Bundesrat bereits in der Botschaft zur «Eidge- renoncer à recourir dans l'affaire de la résidence de luxe
nössischen Kulturinitiative» geäussert. Demnach sollen die «Nirvana»?
Organisationen ihren Mitgliedern für die dringendsten 2. Le Conseil fédéral a-t-il le sentiment que la loi Furgler
Bedürfnisse zumindest bis zu einem gewissen Grad Hilfe présente des failles particulièrement exploitées dans le can-
leisten können. Dazu gehören: soziale Sicherheit, Aus- und ton de Genève?
Weiterbildung, Beratung und Interessenvertretung, Förde- 3. Le Conseil fédéral est-il en mesure de lutter contre les
rung im kreativen Schaffen. Die Subventionierung gilt auch abus jusqu'à l'entrée en vigueur de la nouvelle loi?
für die hierzu notwendigen Infrastruktur der einzelnen Orga- 4. Le Conseil fédéral admet-il le sort réservé à des fonction-
nisationen. naires genevois pour avoir voulu appliquer une loi fédérale
3. Zu den erwähnten Vorarbeiten gehören auch intensive avec diligence?
Konsultationsgespräche, die das Bundesamt für Kultur-
pflege gegenwärtig in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall,
Helvetia durchführt. Hierzu wurden die betroffenen und Borei, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Friedli, Hubacher,
interessierten Kreise eingeladen, nämlich sämtliche bishe- Jaggi, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Mauch, Neu-
rige Beitragsempfänger sowie eine Reihe weiterer Organisa- komm, Ott, Renschler, Robbiani, Stamm Walter, Uchtenha-
tionen, die künftig für eine solche Unterstützung in Frage gen, Vannay, Weber-Arbon (20)
kommen könnten. Diese Befragungen, die noch bis Ende Schriftliche Begründung - Développement par écrit
1984 dauern, sollen sowohl über die bisherigen Erfahrungen
wie auch über die bestehenden Bedürfnisse und künftigen Les résultats du vote concernant l'initiative contre le bra-
Erwartungen Aufschluss geben. Die Ergebnisse werden fer- dage du sol national ont montré que partisans et adversaires
ner eine wertvolle Grundlage zur Verfeinerung der Kriterien sont pratiquement égaux en nombre. Ceci signifie qu'à la
einer künftigen Subventionierung kultureller Organisatio- prochaine vague d'abus une nouvelle initiative de ce type
nen bilden und auch dazu dienen, eine ihrer Bedeutung aurait beaucoup de chance de l'emporter.
entsprechende zweckmässige Unterstützungsregelung zu Il appartient donc aux partisans de la nouvelle loi de faire la
finden. preuve qu'elle est un instrument juridique topique et en
attendant son entrée en force, il incombe surtout à la Confé-
4. Die Subventionen an die kulturellen Organisationen sol- dération d'exercer son contrôle avec vigilance sur des auto-
len, wie der bereits umschriebene Zweck beweist, der rités qui rencontrent des difficultés dans l'application de
Bedeutung entsprechen, welche die Kultur und deren För- l'actuelle Lex Furgler. >
derung für unser Land haben. Les graves accusations portées part le «Beobachter» et la
5. Die geplante Aufgabenteilung bringt für die Kulturschaf- «Weltwoche», sans aucune rectification convaincante de la
fenden den Vorteil grösserer Sicherheit, was ihre Organisa- part des personnes visées, nous obligent à demander des
tionen zu leisten im Stande sind. Die Prüfung von Unterstüt- éclaircissements sur l'attitude du Ministère public et à poser
zungsgesuchen soll gegenüber der heutigen Regelung ver- les questions ci-dessus.
einfacht und die Auszahlung der Beiträge beschleunigt
werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
6. Das Hauptproblem liegt darin, eine Lösung zu finden, die vom 15. August 1984
alle Beteiligten zu befriedigen vermag, ohne die direkt Rapport écrit du Conseil fédéral du 15 août 1984
Betroffenen einzuengen und die Leistungen zu schmälern. 1. Le Ministère public de la Confédération a recouru à la
Hierzu dienen die erwähnten Konsultationsgespräche sowie Chambre d'accusation contre la décision de classement du
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Morf Kulturelle Organisationen. Subventionen
Interpellation Morf Organismes culturels. Subventionnement
In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr 1984
Année
Anno
Band V
Volume
Volume
Session Wintersession
Session Session d'hiver
Sessione Sessione invernale
Rat Nationalrat
Conseil Conseil national
Consiglio Consiglio nazionale
Sitzung 17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.504
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1984 - 08:00
Date
Data
Seite 1944-1945
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Pagina
Ref. No 20 013 021
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